Was nährt mich wirklich? – von Sascha Peschke

Neue Ernährungstrends verbreiten sich über die Sozialen Medien und Influencer immer schneller. Dabei ist es wichtig zu verstehen, dass diese spezifischen Ernährungsmodelle für deren spezifische Bedürfnisse funktionieren. Heilpraktiker, Yogalehrer und Ayurveda-Berater Sascha Peschke erklärt…

Ayurveda-Wissen vs. neue Ernährungsforschung

Ernährung ist ein komplexes Thema und in der Forschung gibt es stetig neue Entwicklungen, die aufgrund ihrer Komplexität in scheinbarem Widerspruch mit früheren Erkenntnissen stehen. Im Ayurveda versuchst du deinem individuellen Ursprung wieder so nahe wie möglich zu kommen, indem du akzeptierst, dass du zwar einzigartig bist, aber Archetypen dir helfen eine grobe Richtung einzuschlagen. In der Forschung ist man sich mittlerweile auch sicher, dass der wichtigste Faktor bezüglich Ernährung gleichzeitig der frustrierendste ist, weil du nichts daran ändern kannst: deine Genetik.

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Deine Vorfahren haben dir ein Verdauungssystem mitgegeben, das manche Dinge besser und andere schlechter verwerten kann. Das hat mit unserer Herkunft und der spezifischen Anpassung an die Lebensumstände zu tun. Hinzu kommt noch der genetisch, individuelle Mix aus dem Erbgut deiner Eltern.

Manche Menschen können gefühlt alles essen, während andere einen Spießrutenlauf erleben, bei dem sie scheinbar monatlich gegen etwas anderes empfindlich reagieren. Was du davon mitnehmen kannst, ist deine Ausgangssituation zu erkennen und zu akzeptieren. Beschäftige dich mit den Faktoren, die du beeinflussen kannst, damit du deine Verdauung unterstützen kannst.

Wie die Psyche auf deine Ernährung wirkt

Was mir als Yogi am wichtigsten erscheint, ist die Psyche und wie sie auf unsere Nahrungsaufnahme wirkt:

Entspannung: Nur wenn du entspannt bist, können deine Organe am besten funktionieren. Gestresst essen oder dich nebenbei mit etwas zu beschäftigen, was dich aufregt, ist wohl der sicherste Weg, auch den stabilsten Verdauungstrakt aus der Bahn zu werfen.

Wertschätzung: Ausserdem geht es beim Essen und trinken ganz viel um Wertschätzung. Je besser du über dich und deinen Körper denkst, umso mehr wirst du darauf achten, was du deinem Körper zuführst. Das kann eine Aufwärts-, aber auch eine Abwärtsspirale für dich bedeuten, da sich dein Körper aufgrund der zugeführten Ernährung mittelfristig verändern wird, was wiederum deine Wahrnehmung verändert.

Gewissen: Für Yogi*nis ist klar, dass das Unterbewusstsein jedes mal mitleidet, wenn du das Leid von Lebewesen akzeptierst. Umso mehr, wenn es nur um die Befriedigung von Gelüsten geht. Diese Energie wird dich langfristig krank machen. Deswegen ist der Versuch immer mehr auf tierische Lebensmittel zu verzichten ein Schritt zu mehr seelischer Gesundheit. Dabei ist kein Weg perfekt und muss es auch gar nicht sein. Versuche nur im Einklang mit dem eigenen Gewissen Schritt für Schritt immer bewusster zu werden.

Gewohnheit: Deine Familie hat dir nicht nur Gene, sondern auch Gewohnheiten mitgegeben. Begonnen mit der Regelmäßigkeit und Menge der Nahrungsaufnahme, bis hin zu Mustern in deiner Ernährung. Diese sind nicht leicht zu ändern, aber es ist möglich. Wenn du als Kind Süßes zur Belohnung bekommen hast, wirst du Süßes im Geist immer mit Belohnung verbinden. Ausserdem bekommst du bei der Geburt die Darmbakterien deiner Mutter geschenkt. Diese bestimmen erheblich welche Lebensmittel dein Darm verarbeiten möchte und worauf du Gelüste entwickelst. Indem du diese Muster erkennst, lassen sie sich abschwächen und deine Darmflora wird sich nach und nach an dein verändertes Verhalten anpassen.

Leichtigkeit: Essen sollte schmecken und Spaß machen. Solange du hautsächlich saisonal, regional, frisch, und wenig verarbeitet isst, kannst du gerne schlemmen. Aber sei ehrlich mit dir. Du weißt, was dir gut tut. Behandle dich selbst so, wie dich ein guter Trainer behandeln würde: Mit Liebe und Respekt! Und wenn dir das gelingt, belohne dich auch ab und zu und erlaube dir bewusste Fehltritte.

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Welcher Ernährungstyp bist du?

Zur Veranschaulichung einiger Zusammenhänge, die mir sehr häufig begegnen, hier ein paar Beispiele. Dabei wichtig: Da Ernährung sehr individuell ist, werden die folgenden Verallgemeinerungen von deiner Lebenswirklichkeit abweichen. Hier geht es mir in erster Linie darum, etwas Bewusstsein zu schaffen. Bitte sprich eventuelle Symptome immer zuerst mit deinem Arzt ab!

Ernährungstyp 1:

Du hast vor einigen Monaten mit Yoga begonnen und es begeistert dich so sehr, dass du es bereits mehrmals die Woche praktizierst. Ausserdem trinkst du häufiger Wasser, isst mehr Gemüse und viel weniger Fleisch. Du bist von Natur aus schlank, verlierst dennoch Gewicht und fühlst dich leicht, allerdings geht dir auch schnell mal die Kraft aus und du wirst häufig krank.

Vermutung: Du verbrauchst durch die Yogapraxis mehr Kalorien. Ausserdem verringert die Praxis deinen Appetit. Gleichzeitig führst du über die Veränderung der Ernährung weniger Kalorien zu. Durch das Defizit verlierst du Gewicht. Da du aber auch weniger Eiweiss zu dir nimmst, kann der Körper keine neuen Muskeln aufbauen und auch die Abwehrzellen deines Immunsystems können nicht ausreichend gebildet werden.

Mögliche Lösung: Achte auf eiweissreiche Bestandteile deiner Ernährung wie Hülsenfrüchte, Haferflocken, Nüsse, Tofu, Brokkoli oder auch mal ein veganes Eiweißpulver. Diese sind sehr sättigend und der Körper kann überflüssiges Eiweiss leicht in Kohlenhydrate umbauen. Der Muskelaufbau erhöht den Grundumsatz deines Körpers und das hilft wiederum bei der Fettverbrennung. Der Körper wir schwerer, sieht gesund trainiert aus, ohne Überschüssiges in Fettpolster zu lagern.

Ernährungstyp 2

Du praktizierst seit 10 Jahren Yoga und bist fast genauso lange Vegetarier mit starker Tendenz zum Veganer. Bis vor kurzem ging es dir damit großartig, doch seit einiger Zeit fühlst du dich oft müde, die Konzentration lässt nach und ab und zu spürst du kribbeln in den Armen und Beinen.

Vermutung: Jod, Eisen, und Vitamin B12 haben Depots im Körper, die Tage, Monate bis zu Jahre halten können. Wenn diese geleert sind, kann es zu Mangelerscheinungen kommen.

Mögliche Lösung: Entweder du machst ein großes Blutbild für eine informationsbasierte Entscheidung. Oder du überprüfst, was in deiner Ernährung fehlen könnte und nutzt Nahrungsergänzungsmittel für eine Weile, um mögliche Veränderungen zu beobachten.

Ernährungstyp 3

Solltest du dich bei den oberen Beispielen nicht erkennen, hier ein Beispiel für ein statistisch durchschnittliches deutsches Leben. Unabhängig vom subjektiven Wohlbefinden kannst du mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass weniger Alkohol, Zucker, Salz, Fleisch, Milchprodukte und Transfette und mehr Vollkornprodukte, Früchte, Nüsse, Samen, Omega 3 Fettsäuren, Ballaststoffe, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Hülsenfrüchte und Calcium, deine Lebensqualität deutlich verbessern werden.

Top 3 der übersehenen Lebensmittel

  1. Kürbiskerne: viel Protein, viel Eisen
  2. Leinöl: viel Omega 3 Fettsäuren
  3. Chiasamen: viel Kalzium, viel Protein, viel Omega 3 Fettsäuren

Ernährung ist ein unglaublich spannendes Thema und schon einige kleine Veränderungen können große Wirkung haben. Lass dich nicht von Trends oder Verallgemeinerungen mitreissen. Hör auf deinen Bauch. Ernährung sollte auf keinen Fall zu Stress oder schlechtem Gewissen führen. Kleine Veränderungen, die sich direkt gut anfühlen, sind fast immer besser als radikale Umstellungen, die man nicht lange durchhalten kann.

Falls du tiefer in die Thematik einsteigen möchtest, kann eine persönliche Ayurveda-Typ-Beratung oder ein Gespräch mit einem Ernährungsexperten ein Start sein, um dich in eine gute Richtung zu lenken!

Tipp: Als ergänzende Literatur zu diesem Thema im allgemeinen und die vegetarisch/vegane Ernährung, empfehle ich die Bücher und Youtube-Videos von Niko Rittenau. Hier wird aus ernährungswissenschaftlicher Sicht jeder Aspekt beleuchtet.


Sascha Peschke

Über Sascha Peschke

Sascha ist Heilpraktiker und Yogalehrer verschiedenster Traditionen. Seine Erfahrung stützt sich auf 25 Jahre Praxis in körperlicher und mentaler Weiterentwicklung und der daraus resultierenden praktischen Anwendung als Lehrer und Behandler. Sascha verbrachte mehrere Jahre auf Reisen zu den entlegensten Klöstern und Lehrern in Indien, Nord- und Südamerika und Australien. 

Heute bildet er Yogalehrer, Profisportler und Therapeuten in Anatomie, Physiologie und Energielenkung weiter. Mehr Infos findest du unter www.saschapeschke.com und auf Instagram.


„How to Yoga“ Podcast-Folge 06 – Was ist Ayurveda?

#9 Meditation aus spiritueller Sicht

Sukadev Bretz Yogaworld Podcast

Sukadev Bretz über die Verbindung zum Göttlichen

In dieser Folge von „Yogaworld“ geht es mal wieder um den Goldstandard im Yoga: Die Meditation. Nur interessiert sich Susanne diesmal weniger für die wissenschaftlichen Hintergründe. Jetzt steht die spirituelle Dimension im Vordergrund. Alle yogischen Praktiken, wie Asanas, die Körperstellungen, oder Pranayama, die Atemübungen, zielen im Endeffekt auf die Durchführung einer gelungenen Meditation ab. Bei so viel Aufheben um einen Sache, muss das Ergebnis ja wirklich vielversprechend sein. Warum das tatsächlich so ist, erklärt Sukadev Bretz von Yoga Vidya. Er selbst meditiert seit über 40 Jahren jeden Tag – ohne Ausnahme.

Der Lebensfluss der Wörter von Carmen Schnitzer

„Ich weiß, dass ich nichts weiß“ – im Prinzip könnte dieses Sokrates-Zitat das Motto der Corona-Krise sein. Warum sich dennoch so viele im Besitz der absoluten Wahrheit glauben, und inwiefern das Einfluss auf ihre Lieblingswörter hat, darüber macht sich YOGA JOURNAL-Kolumnistin Carmen Schnitzer Gedanken.

Meist ist meine Kolumne der erste Text, den ich für das YOGA JOURNAL fertigstelle – ich muss nur ein wenig über den Schwerpunkt der jeweiligen Ausgabe nachdenken, schon sprudelt es in mir los. Aber diesmal … diesmal sträubte sich etwas in mir, ich verwarf Ideen und schreibe diese Seite nun auf den letzten Drücker. Es ist nicht so, dass mir das Thema Intuition (Titelthema der Ausgabe 02/2022) missfällt, ganz im Gegenteil! Ich finde es faszinierend, welch vernünftige Entscheidungen wir spontan „aus dem Bauch“ heraus treffen können und wie oft unser vages Gefühl, das wir zum Beispiel beim ersten Aufeinandertreffen mit jemandem haben, sich im Nachhinein als berechtigt herausstellt. Als Partnerin eines Polizisten und Feuerwehrmannes ist mir außerdem nur zu bewusst, wie (lebens-)wichtig es sein kann, blitzschnell und ohne langes Abwägen zu handeln. Was also ist mein Problem?

Nun, vielleicht das: In den letzten zwei Jahren habe ich einige Wörter, die ich gern mochte, „verloren“. Ganz vorne mit dabei ist „Querdenken“. Ob ich das jemals wieder in dem Sinne benutzen werde, wie ich es einst tat? Momentan kann ich nur noch schwer daran glauben. Etwas mehr Hoffnung habe ich beim „intuitiven Wissen“, das ich eigentlich als etwas Wunderbares empfinde, das mir aber zuletzt des Öfteren in Zusammenhängen begegnet ist, die mir, um es vorsichtig auszudrücken, problematisch erscheinen. Dann nämlich, wenn besagtes Wissen als eine Art göttliche Eingebung verstanden wird, die über allem steht. Die die Welt unterteilt in Erleuchtete und Blinde, die die große Wahrheit nicht sehen (wollen). Ich möchte gar nicht ausschließen, dass manch spiritueller Mensch auch in der aktuellen Krise Dinge erkennen kann, die sich der rationalen Forschung (noch) nicht erschließen. Nicht einmal die Wissenschaft selbst behauptet schließlich, im Besitz der einzigen, endgültigen Wahrheit zu sein. Was mir in spirituellen Kreisen in letzter Zeit allerdings oft fehlt ist … Demut. Übrigens ein Wort, mit dem ich mich lange nicht anfreunden konnte und das ich seit einigen wenigen Jahren immer mehr liebgewinne (am Ende gar seit exakt zwei, so genau weiß ich das nicht mehr). Vielleicht soll es so sein: Ich verliere die einen Begriffe und gewinne dafür andere.

So wie seriöse Wissenschaftler*innen ihre Forschungsergebnisse stets hinterfragen, immer wieder neu einordnen und von Kolleg*innen gegenchecken lassen, sollten wir auch bereit sein, unsere Intuition auf den Prüfstand zu setzen. Wer nicht glaubt, dass diese uns manchmal in die Irre führen kann, der muss sich nur mal eine Quizshow im Fernsehen angucken, bei der manch Kandidat*in viel Geld verzockt. Oder sich an eine Liebschaft erinnern, derer wir uns so sicher waren, die sich im Nachhinein aber als Reinfall entpuppte. Es gibt einige Gründe, warum uns unser Bauchgefühl auch mal täuschen kann, und hier gilt es, sehr gut in sich hineinzuspüren und ehrlich zu sein: Macht uns unsere Unsicherheit, unser Nicht-Wissen vielleicht Angst, möchten wir uns beruhigen? Wollen wir lieber an einfache Erklärungen und scharf getrennte Gut-Böse-Muster glauben, weil uns die Komplexität der Wirklichkeit überfordert? Haben wir schlechte Erfahrungen mit der Schulmedizin gemacht und sehen in ihr mittlerweile ein Feindbild? Ist es eventuell der Reiz eines Überlegenheitsgefühls, der uns anspricht? Ein*e Eingeweihte*r zu sein, zu einer Gruppe heroischer Freiheitskämpfer*innen zu gehören, die den Durchblick haben, wo andere straucheln, das hat schließlich was.

Mein Ideal wäre eine Welt, in der rationales und spirituelles beziehungsweise intuitives Wissen nicht als Gegensätze (oder gar Gegner) betrachtet werden, sondern sich gegenseitig partnerschaftlich befruchten und letztlich eine Einheit bilden. Das schließt ein, dass wir mal mehr auf das eine, mal auf das andere hören, dabei aber nie aus den Augen verlieren, dass wir uns irren könnten. So viel am Schluss noch mal zum Thema Demut, dem neugewonnen Begriff in meinem persönlichen Lebensfluss der Wörter …


Jean-Marc Turmes

Carmen Schnitzer arbeitet als Journalistin und schreibt seit Jahren für das YOGA JOURNAL.

Titelbild: Luca Bravo via Unsplash

The Sat Nam Sessions

The Satnam Sessions

The Sat Nam Sessions ist das musikalische Projekt der Kundalini Yoga- und Meditationslehrerin und Sängerin Mitali Chatterjee-Ehrenbrand und ihrem Ehemann, dem international tourenden Musiker, Coach und Yogalehrer Robert Ehrenbrand.

Basierend auf der tiefen Liebe zueinander und der Hingabe zu yogischen Technologien und Mantra-Meditation, erschafft das Duo einzigartige Sound Vibrationen, um die meditativen Erfahrungen ihrer Hörer*innen zu vertiefen und deren Bewusstsein zu erweitern. 

Mitali und Robert sind beide mit Yoga und Mantras aufgewachsen. Mitali wurde bereits im Mutterleib als Tochter eines bengalischen Tabla-Meisters in die spirituelle und musikalische Identität Indiens eingeführt. Robert fand als rebellischer Teenager aufgrund seiner frühen Verbindung mit Bhakti Yoga zu Mantra-Meditation.

Für beide stellt die Verbindung zu Mantras eine lebenslange Leidenschaft und den Hauptfokus ihrer spirituellen Praxis dar. Auch bekannt unter dem Namen „The Sat Nam Sessions“ verbinden sie ihre Hingabe als musikalisches Projekt mit internationalen Auftritten, Workshops und Seminaren.

Basierend auf einer tiefen Hingabe und Dankbarkeit für alle Mantras kreiert das Ehepaar nicht nur einzigartige Sound Vibrationen, sondern lehrt auch die tiefgreifenden Inhalte und Hintergründe zur Auseinandersetzung mit Mantra und Mudra, u.a. in der renommierten Yoga Akademie von Patrick Broome. Alles theoretische und praktische Wissen wird mit dem einen Ziel gelehrt, die meditative Erfahrung der Teilnehmer*innen zu vertiefen und ihr Bewusstsein zu erweitern.

Für mehr Infos: thesatnamsessions.com und Instagram.

Live Mantra Meditation, Sonntag, 15. Oktober 14.15-15.00 Uhr

Mantra Meditation ist ein kraftvolles Werkzeug zu innerer Ruhe zu finden und neue Kraft für die Herausforderungen des Alltags zu schöpfen. Mitali und Robert als The Sat Nam Sessions ermöglichen dir die Erfahrung einer tiefen meditativen Praxis und ein gemeinschaftliches Erleben von Yoga in Sound.


The Sat Nam Sessions auf der YogaWorld 2023 in München:

Sonntag, 15. Oktober // 14:15 – 15:00 Uhr // „The Sat Nam Sessions“ // Vishnu Yogaspace

Die Redaktion testet: Faszienmassage mit BellaBambi® Cups 

BellaBambi Cupping

Habt ihr schon mal von BellaBambi® gehört? Nein, wir meinen nicht das süße Rehkitz von Walt Disney, sondern die glockenförmigen Silikon-Cups, mit denen du dich (oder deine*n Partner*in) massieren kannst, Faszien lockerst oder angespannte Körperpartien durch das Erzeugen eines Unterdrucks (das sog. Cupping) wieder in die Balance bringst. Jenny Hansen hat die bunten Cups für euch getestet. //anzeige

Auf meinem Tisch sah es aus wie bei einem Hütchenspiel. Kurz nachdem das Päckchen von BellaBambi® ankam, riss mir mein Kind die kunterbunten Cups aus den Händen, um wenig später grinsend und wie ein dreihörniges Ein- bzw. Dreihorn vor mir zu stehen. 

Da ich an diesem Tag leichte Kopfschmerzen an der Stirn hatte, probierte ich als erstes die kleinen Cups in weiß (SENSITIVE) und brombeer (REGULAR) aus. Kurz noch ein bisschen Creme auf die Haut und schon schiebe ich die kleinen Glöckchen von Falte zu Falte, wandere runter zu den Wangen und zum Kiefer, ziehe, drehe und schiebe sie über mein ganzes Gesicht. Bereits nach ca. 5 Minuten breitet sich ein Gefühl der Entspannung und des Loslassens in mir aus, sodass sich die „Denkerstirn“ einmal schön entspannen kann. Ein paar tibetische Klangschalen-Sounds dazu und tatatata –  mein Wohnzimmer verwandelt sich in eine Mini Wellness-Oase. I love it!

Cupping: Faszienmassage mit Unterdruck

Mein Kind hatte währenddessen schon „härtere“ Geschütze aufgefahren und kreist am ganzen Körper mit den blauen, etwas festeren Cups herum, die auch ich kurz darauf für meinen verhärteten Nacken verwende. Denn das Schöne an den Cups ist, dass man sich selbst mit ihnen massieren kann!

Nach dem ausführlichen Experimentieren zu Hause komme ich dann sogar einige Tage später bei unserer Yoga- und VeganWorld-Messe in den Genuss, mich am Stand von BellaBambi® von Philipp, einem der beiden Geschäftsführer, professionell massieren zu lassen. Und so schließe ich die Augen und genieß es, dass meine Nacken-Faszien mal so richtig gelockert werden – nach zwei anstrengenden Messetagen eine unbeschreibliche Wohltat! 

Die beiden Gründer Philipp und Simon Bamberger hatten die Vision, aus einer bewährten Technik eine neue Methode für mehr Wohlbefinden und ein besseres Körpergefühl zu entwickeln und verknüpften aktuelle Erkenntnisse der Faszienforschung mit dem jahrhundertealten Wissen über das Schröpfen, einer naturheilkundlichen Technik, die fast überall der Welt angewendet wird.

Doch die bunten Cups sind nicht nur bei Verspannungen hilfreich, sondern können auch helfen, das Gewebe und die Faszien nach Verletzungen wieder zu regenerieren bzw. Schwangerschaftsstreifen und Cellulite zu reduzieren. Insgesamt gibt es 4 verschiedene Stärken „SENSITIVE“, „REGULAR“, „ACTIVE“ und „INTENSE“ sowie drei unterschiedliche Größen „mini“, „original“ und „maxi“.

Fazit: Die Cups eignen sich wunderbar für eine kleine Auszeit zwischendurch und gehören mittlerweile genauso zu meinen Pausen im Alltag wie die abendliche Yin Yoga Session. Einfach eine super tolle Erfindung!

Cupping mit BellaBambi®: Intensitäten erklärt

Die hautfreundlichen Unterdruck-Cups aus Silikon können fasziale Strukturen aufdehnen und in Selbst- oder Partnermassagen verwendet werden. Das entspannt nicht nur verhärtete Muskeln, sondern bringt durch bewusstes Hinspüren auch den Geist zur Ruhe. Die Wirkungen des Unterdrucks kann man sich außerdem in Yogatherapie oder Schönheitspflege zu Nutze machen. Besonders toll: Durch die große Auswahl an Cups ist sichergestellt, dass für jeden Anwendungsort und jede Empfindsamkeit der richtige Cup dabei ist.

  • SENSITIVE (weiß, zitronengelb): Ideal für Anwendungen an empfindlichen Körperpartien, wie z.B. im Gesicht. Für sensible Menschen oder für sanfte Anwendungen von Kopf bis Fuß. Ideal zur Schönheitspflege oder für entspannende Massagen.
  • REGULAR (orange, brombeer): Für etwas stärkere Anwendungen, z.B. bei Cellulite, Falten, Schwangerschaftsstreifen oder leichten muskulären Verspannungen. Die angenehm milde Intensität eröffnet ein breites Einsatzspektrum, von Schönheitspflege und Wellnessmassage bis hin zu Faszien-Fitness!
  • ACTIVE (pink, signalblau): Für alle aktiven und sportlichen Menschen oder zur kräftigeren Anwendung. Ein bisschen stärker als REGULAR und doch nicht ganz INTENSE!
  • INTENSE (rubinrot, nachtblau): Für ein intensives Cupping-Erlebnis. Empfehlenswert für Sportler, unempfindliche Menschen oder starke Unterdruckmassagen.

Wenn du mehr über die farbenfrohen Glöckchen erfahren möchtest, findest du viele weitere spannende Infos zum Thema und einen Cup Finder unter bellabambi.de und auf @bellabambi.de

#8 Pranayama – Die Yogaatmung

YogaWorld Podcast

Dr. Ralph Skuban erklärt die Rolle des Atems im Yoga

Atmest du auch falsch??

In dieser Folge will Susanne mehr über Pranayama – die yogischen Atemübungen wissen. Was bedeutet Pranayama wörtlich? Und was verstanden die alten Yogis darunter? Experte Dr. Ralph Skuban erklärt, dass es im Pranayama nicht darum geht, intensiv zu atmen, sondern gezielt ins Weniger zu gehen. Außerdem verrät Ralph, wie wir besonders mit unserem Atem unmittelbaren Einfluss auf unser Wohlbefinden nehmen können und warum falsches Atmen uns regelrecht krank macht.

Tahini-Zitronen-Nudeln von Anina Gepp

Vegane Küche muss nicht kompliziert sein. Im Gegenteil: Dieses Rezept ist so einfach, dass es sogar auf zwei Herdplatten im Wohnmobil gelingt. In ihrem Kochbuch „Vantastic Kitchen“ hat Anina Gepp einfache und gesunde Rezepte für die Camper-Küche und zuhause zusammengestellt. Die Tahini-Zitronen-Nudeln sind perfekt, wenn es mal schneller gehen soll und stehen in 30 Minuten auf dem Tisch.

Zutaten für 2 Personen

1 Knoblauchzehe
2 EL Sesamöl
1 kleine Aubergine
1 Spitzpaprika
250 g Buchweizennudeln
2 EL Tahini
1 Zitrone, Saft und Abrieb
80 ml Hafersahne
Salz und Pfeffer

Zubereitung

Die Knoblauchzehe hacken und in einer Bratpfanne in Sesamöl goldbraun anbraten. Die Aubergine und die Spitzpaprika in längliche, mundgerechte Stücke schneiden, in die Pfanne geben und ebenfalls andünsten.

In der Zwischenzeit die Nudeln nach Packungsanweisung garen, dann abgießen und abtropfen lassen. Sobald das Gemüse goldbraun ist, die Nudeln mit in die Pfanne geben. Das Tahini sowie Zitronensaft und -abrieb unterheben. Die Hafersahne dazugeben und das Gericht mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Tipp für den extranussigen Geschmack: Gerösteter Sesam eignet sich perfekt als Topping für dieses Gericht. Besonders schön sieht dabei die schwarze Variante aus. Das Auge isst ja bekanntlich mit.


Über die Autorin Anina Gepp

Auf ihren Reisen im Campingbus besucht Anina Gepp Wochenmärkte, Bio- und Unverpacktläden und lässt sich von Begegnungen mit Menschen inspirieren. Diese persönlichen Geschichten verleihen den Gerichten eine ganz besondere Würze. Stimmungsvolle Fotografien von weiten Landschaften und den schönsten Stellplätzen laden zum Entschleunigen ein.

Anina Gepp ist Autorin von „Iss dich grün!“, Foodstylistin, Bloggerin und freie Journalistin. Sie betreibt unter dem Namen „Aniahimsa“ den größten Schweizer Social-Media-Account für Nachhaltigkeit. Mehr unter @anina.gepp


Ihr aktuelles Kochbuch „Vantastic Kitchen – Einfache und gesunde Rezepte für die Camper-Küche und zu Hause“ ist im at Verlag erschienen (224 Seiten, 26 Euro)

Fotos: Anina Gepp

Playlist Moon Yoga Flow von Yoga & Juliet

Playlist Moon Yoga Flow

Ob Neumond oder Vollmond – diese Yoga-Playlist für die Mondphasen kommt von Julia Pross von „Yoga & Juliet“. Julia ist Yogalehrerin, betreibt das Yogastudio „THE WYLD THING“ in Wien, veranstaltet Yogareisen und ist Autorin des Buches „Yoga & Juliet, lebe deine Träume und finde deinen Weg mit 8 Vinyasa Yoga Flows“.

Yoga Playlist für die Mondphasen

Diese Playlist ist ideal für einen Vollmond oder Neumond Yoga Flow. Alle Lieder haben entweder etwas mit der Nacht, dem Mond, dem Himmel, der Kraft des Mondes oder Julias Liebe zum Mond zu tun. Egal ob du bei einem herzöffnenden Flow deine Neumondwünsche visualisieren möchtest oder bei einer Vollmondnacht mit jeder Menge Hüftöffnern Loslassen willst – diese Playlist ist der ideale Begleiter.



Über Julia Pross von „Yoga & Juliet“

Über die Jahre hinweg entwickelte Julia ihren ganz eigenen Yogastil, basierend auf Vinyasa Flow, das sie intuitiv mit Elementen aus dem Yin oder Power Yoga kombiniert. Julia ist außerdem Feuer und Flamme für alle Themen rund um den Mond und liebt es die Mondzyklen in ihren Yogaunterricht einfließen zu lassen.

Sie sieht es als ihre Aufgabe ihre Schüler zu einem Leben von Yoga abseits der Matte zu motivieren und ihnen zu zeigen, dass Yoga eine Hilfe bei der Suche nach ihrem WARUM sein kann, denn das ist es was Yoga ihr gezeigt hat. Mehr Infos findet ihr unter Thewyldthing.com, Yogaandjuliet.com oder ihr folgt ihr auf Instagram für regelmäßige Updates unter @julia.pross

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Zur Podcast-Folge mit Mondexpertin Johanna Paungger-Poppe