10 wichtige Tugenden für unsere Zeit

Max Strom schlägt einen Katalog aus zehn universellen Tugenden vor. Nicht im Sinne der klassischen Gebote und Verbote, sondern als eine Art Arbeitsvorlage, um deine eigene Ethik klarer zu definieren und am Leben zu erproben.

„Wir möchten die Welt verändern – doch der Teil der Welt, auf den wir den meisten Einfluss haben, sind wir selbst.“ Der amerikanische Yogalehrer und Ethik-Referent Max Strom weiß, dass die beste Möglichkeit zur Veränderung in uns selbst liegt. Deswegen gibt er uns einen Leitfaden an die Hand: 10 Tugenden die wir im Alltag allzu gerne außer Acht lassen.

1. Dankbarkeit

Bewusst kultivierte Dankbarkeit löst negative Emotionen auf und öffnet das Herz für Freundlichkeit, Respekt und viele weitere Tugenden. „Dankbarkeit ist nicht nur die größte Tugend, sondern die Mutter aller Tugenden.“ (Cicero)

Lies auch: Freude kultivieren? Dankbarkeit einladen!

2. Freundlichkeit

In diesem Begriff ist das Gebot der Gewaltlosigkeit (Ahimsa) in eine aktive Haltung gewendet – das beinhaltet auch, dass der Impuls zu verletzen überwunden wird. „Meine Religion ist einfach, meine Religion ist Freundlichkeit.“ (Dalai Lama)

3. Respekt

In Gesten des Respekt spürt ein Mensch, dass er gesehen und geschätzt wird – Respekt ist ein Ausdruck der Gleichwertigkeit aller Wesen. „Respekt ist die höchste Form der Liebe.“ (Sufi-Sprichwort)

4. Ehrlichkeit

Wer ehrlich in Worten und Taten ist, wird nicht lügen und nicht stehlen. Allerdings sollte Aufrichtigkeit auch nicht verletzen, sie muss mit Freundlichkeit einhergehen. „Ehrlichkeit ist das erste Kapitel im Buch der Weisheit.“ (Thomas Jefferson)

5. Tugendhafte sexuelle Beziehungen

Hier sollten sich immer die ersten vier Tugenden verkörpern – was auch bedeuten kann, dass man sich in Zurückhaltung üben muss. „Wenn einem die Treue Spaß macht, dann ist es Liebe.“ (Julie Andrews)

6. Einfachheit

Das buddhistische Konzept der selbst gewählten Einfachheit ist eine soziale und ökologische Tugend, vor allem aber ist es ein Weg zu Klarheit und Zufriedenheit. „Nicht was ich habe, sondern was ich tue, ist mein Königreich.“ (Thomas Carlyle)

7. Zufriedenheit

Im deutschen Wort „Zufriedenheit“ steckt nicht umsonst das Wort „Frieden“, es beinhaltet Genügsamkeit und Gelassenheit – auch in schwierigen Zeiten. „Ich habe gelernt, mit der Lage zufrieden zu sein, in der ich mich befinde.“ (Apostel Paulus)

8. Disziplin

Eingeprägte Verhaltensmuster kann man nur mit Hilfe von Disziplin durchbrechen. So wie auf der Yogamatte müssen wir auch in der Ethik vor allem die Dinge üben, die uns schwer fallen. „Es werden mehr Menschen durch Übung tüchtig, als durch natürliche Anlage.“ (Demokrit)

9. Achtsamkeit

Im Zusammenhang mit Ethik bedeutet Achtsamkeit vor allem eines: die Folgen des eigenen Handelns für andere Lebewesen und die Umwelt zu berücksichtigen. „Die beste Weise, sich um die Zukunft zu kümmern, besteht darin, sich sorgsam der Gegenwart zuzuwenden.“ (Thich Nhat Hanh)

Zum Runterkommen: Achtsamkeitsmeditation – Fokus auf den Atem

10. Vergebung

Anderen zu vergeben, ist heilend, denn nichts kann einen glücklich machen, solange man Wut in sich festhält. „Groll zu empfinden ist, als ob man Gift trinkt und dann hofft, dass die Feinde daran sterben.“ (Nelson Mandela)


Lies auch die 10 Gebote des Yoga: Yamas und Niyamas von Max Strom erklärt.

Titelbild: Photo by Abigail Ducote on Unsplash

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