Therapie für die Knie – Die Einleitung

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Das Kniegelenk ist ein wahres Wunderwerk der Natur: Es ist nicht nur das größte, sondern mechanisch gesehen auch eines der kompliziertesten Gelenke des menschlichen Körpers. Umso mehr müssen wir es schützen!

Als Dreh-Scharnier-Gelenk kann das Knie das Bein beugen, strecken und in der Beugung leicht ein- und auswärts drehen. Zudem ist es durch seine Verankerung über Bänder, Kapseln und Sehnen ein wahres Multi-Talent: Kaum ein anderes Gelenk besitzt so viele verschiedene stabilisierende Bänder und zugleich ein so großes Maß an Beweglichkeit. Es überrascht also nicht, dass bereits kleinste Störungen, etwa im ­Gleitverhalten der Menisken (scheibenförmige ­Gelenkknorpel), erhebliche Folgen haben: Sie können zu ­ausgeprägten Bewegungseinschränkungen oder Schmerzen führen.

Zusammenspiel von Körper und Geist

Selbst wenn keine Verletzung vorliegt: Wer kennt nicht die sprichwörtlich „vor Angst schlotternden Knie“, die dafür sorgen, dass wir nicht mehr sicher gehen, ja kaum noch aufrecht stehen können? Oder die „weichen Knie“ in Situationen, in denen wir ­nervös sind? Redensarten wie diese verwenden wir im Alltag, ohne weiter darüber nachzudenken. Sie unterstreichen, wie wichtig gesunde und stabile Knie sind.

Schenken Sie den Knien Aufmerksamkeit

Noch deutlicher wird die Bedeutung gesunder Knie, wenn man sich aktuelle Zahlen aus der Orthopädie ansieht. Das Kniegelenk ist nach der Hüfte das am zweithäufigsten mit einem Gelenkersatz (Totalendoprothese) versorgte Gelenk. Auch bei Sportlern ­stehen Knieverletzungen nach Bänderrissen am Fuß an zweiter Stelle. Oft bleiben nach solchen Verletzungen ­Instabilitäten zurück, die mittelfristig zu Verspannungen, Fehlhaltungen und Überlastungen auch in anderen Körperregionen führen können.

Die folgenden Übungen diese Woche zeigen, wie Sie mit einigen wenigen, einfachen Aktionen Ihre Kniegesundheit ­aktiv fördern und erhalten können.

Hinweis: Wenn Sie keine Beschwerden haben, beugen Sie mit diesen Übungen Erkrankungen vor und verbessern Ihre Yogapraxis. Bei betehenden Schmerzen kann die Sequenz therapeutisch wirken. Sie sollten aber in diesem Fall mit Ihrem Arzt abklären, welche Übungen für Sie momentan geeignet sind und welche nicht.


Dr. Ronald Steiner ist Arzt für Sportmedizin und zählt zu den bekanntesten Praktikern des Ashtanga Yoga. Die von ihm begründete AYInnovation®-Methode baut eine Brücke zwischen Tradition und Wissenschaft, zwischen präziser Technik und praktischer Erfahrung.
www.AshtangaYoga.info

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