Tipps für deine Yogalehrer-Ausbildung

Tipps Yogalehrer-Ausbildung Yogalife

Thomas Jung von YOGALIFE in München begleitet seit vielen Jahren angehende Yogalehrer*innen und steht ihnen vor und während der Ausbildungen für alle Fragen und Anliegen zur Verfügung. Er ist für alle organisatorischen Belange verantwortlich und weiß, worauf es ankommt, dass die Ausbildung zum gewünschten Erfolg führt. Im Interview hat er uns verraten, worauf du bei der Wahl deiner Yogalehrer*innen-Ausbildung achten solltest.

-Advertorial-

Thomas, welche Frage brennt deinen angehenden Schüler*innen am häufigsten auf den Lippen?

Da gibt es in der Tat eine Frage, die eigentlich immer gestellt wird: „Ist meine
Praxis denn gut genug, um an der Ausbildung teilzunehmen?“

Und deine Antwort?

Das ist sie mit Sicherheit. Die Bedenken sind in der Regel völlig unbegründet, da es in einer Ausbildung ja nicht darum geht, die fortgeschrittensten Asanas in Perfektion zu beherrschen, sondern viel mehr, das Wissen und Verständnis zu erlangen, Yoga anleiten und unterrichten zu können. Für mich ist die Bereitschaft, sich zu entwickeln, zu lernen und gemeinsam mit uns tief in die Ausbildungsinhalte einzutauchen, viel wichtiger. Dennoch muss natürlich Yogaerfahrung vorausgesetzt werden, da die Ausbildung sonst, zu einem mentalen und körperlichen Kraftakt werden kann.

Apropos Herausforderung – wie sieht es mit dem zeitlichen Rahmen der Ausbildung aus? Mehrere Module oder Intensivausbildung am Stück?

Darüber habe ich auch schon oft nachgedacht. Auch wenn es auf reizvoll erscheint, sich
komplett aus dem Alltag zurückzuziehen und die Ausbildung an einem Stück zu absolvieren, muss man dies natürlich erst einmal mit Beruf und Privatleben geregelt bekommen. Einfacher ist sicher ein Modell, das mehrere Module beinhaltet. Es ist dann zwar kein Rückzug vom Alltag, bietet aber den Vorteil, dass zwischen den Modulen, reflektiert und geübt wird und Inhalte gefestigt werden können. Und man erholt sich von der manchmal auch fordernden Praxis in der Ausbildung.

Thomas Jung von YOGALIFE weiß, was eine gute Ausbildung ausmacht. Im April 2022 startet sein nächstes 200 Stunden Modul – Foto: Sonja Netzlaf Photography

Ich denke, eine Yogalehrerausbildung ist immer ein intensiver Weg, eine Entwicklung – körperlich und mental. Und diese Entwicklung braucht Zeit. Aus diesem Grund hat es sich bewährt, unsere Ausbildungen als reine Wochenendmodule über 10 bis 12 Monate anzubieten.

Noch einfacher wäre es ja, die Ausbildung von zu Hause zu absolvieren. Was denkst du über die Online-Trainings , die in den letzten beiden Jahren entstanden sind?

Im Laufe der Lockdowns haben auch bei uns einige Module unserer Ausbildung als Online-Training stattgefunden und wir finden, dass es Inhalte in den Ausbildungen gibt, die sich dafür absolut anbieten. Dennoch glaube ich, dass der direkte Kontakt gerade in einer Grundausbildung wichtig ist und durch nichts ersetzt werden kann. Aus diesem Grund gibt es unsere Ausbildung nicht online, sondern nur live vor Ort.

Für Lehrer*innen, die bereits Unterrichtserfahrung haben und sich nur noch in einem Yogastil oder bei einem bestimmten Lehrer fortbilden möchten, sind Online-Formate aber eine gute Alternative.

Du hast gerade den Yogastil angesprochen. Was gibt es da zu beachten?

Ich denke, eine Grundausbildung sollte immer ein solides Fundament sein, das die Möglichkeit bietet, sich im Laufe der weiteren Entwicklung zu spezialisieren. Das Wissen über die anatomisch korrekte Ausführung von Asanas halte ich für absolut essentiell für einen zeitgemäßen Yogaunterricht, das Thema Ausrichtung und Anatomie sollte daher in einer Ausbildung nicht zu kurz kommen. Vor allem sollte die Ausbildung aber unterschiedliche Yogastile ansprechen und darauf vorbereiten, einen eigenen Stil zu finden und ein vielfältiges Spektrum an Yogaklassen von sanft bis fordernd zu unterrichten.

Sind Inhalte von Ausbildungen denn so unterschiedlich oder decken sie alle ähnliche Inhalte ab?

Die Inhalte von Ausbildungen können sehr unterschiedlich sein und ihren Schwerpunkt sehr frei wählen. Je nach Ausbildung kann Anatomie, Philosophie oder auch das Unterrichten mehr oder weniger im Vordergrund stehen. Eine gute Richtlinie bietet die Yoga Alliance, ein internationaler Dachverband, bei dem sehr viele Ausbildungen gelistet sind und der sicher stellt, dass alle relevanten Themen in der Ausbildung berücksichtigt sind.

Könnte es aber nicht sogar sinnvoll sein, auf einzelne Themen zu verzichten, wenn man die Ausbildung nur für sich macht und gar nicht den Wunsch hat zu unterrichten?

In der Tat gibt es sicherlich auch Ausbildungen, bei denen es nur um das eigene Eintauchen und Erleben geht und weniger darum, das Handwerkszeug für eine zukünftige Tätigkeit als Yogalehrer*in zu erlangen. Da ich aber schon viele Teilnehmer*innen erlebt habe, die zu Beginn der Ausbildung keinesfalls unterrichten wollten und im Laufe der Module dann doch gefallen daran gefunden haben, sollte das Wissen, das man Yogalehrer*in benötigt, um souverän und selbstbewusst zu unterrichten, in meinen Augen in keiner Ausbildung fehlen.

Was gibt es noch, was du angehenden Lehrer*innen gerne auf den Weg mitgeben würdest?

Lerne deine Lehrer*innen kennen! Wir erhalten oft Anmeldungen von Teilnehmer*innen, die sich auf Empfehlung für unsere Ausbildung entscheiden. Das freut uns natürlich. Da man im Laufe der Ausbildung aber sehr viel Zeit miteinander verbringen wird, rate ich jeder und jedem, die Lehrer*innen der Ausbildung kennenzulernen, ihren Unterrichtsstil, ihre Stimme und Persönlichkeit und erst dann zu entscheiden, ob man von dieser Person lernen möchte. Andernfalls könnte die Ausbildung ganz schön anstrengend werden.


Übrigens: Der nächste Ausbildungsbeginn für die YOGALIFE 200 Stunden Ausbildung ist im April 2022. Ein Infoabend dafür findet zusammen mit Thomas und dem Ausbilderteam am Samstag, 20. November ab 17 Uhr statt. Ein Einstieg in die YOGALIFE 300 Stunden Aufbauausbildung ist fortlaufend möglich. Weitere Informationen zu Thomas, zu YOGALIFE und den Ausbildungsprogrammen gibt auf www.yogalife.de. // Bilder: Sonja Netzlaf Photography

MONTAGS-MANTRA: Om Eim Saraswatyei Swaha

Mit dem Leben fließen! Mit diesem Mantra für einen guten Flow kannst du mehr Inspiration in deinen Alltag bringen. 

Saraswati („die Fließende“) erschafft als Brahmas weibliche Kraft (Shakti) durch ihre Sprach- und Singkraft das Universum. Ihr zentrales Attribut ist die Vina, die als das edelste indische Instrument gilt. Sie steht in enger Verbindung zu einem unterirdischen Fluss gleichen Namens, der bei Prayaga mit dem Ganga und der Yamuna zusammenfließen soll.

Somit ist sie ein Symbol für den unsichtbaren Strom der Weisheit, der sich durch alle Zeiten hindurch zieht und den Menschen den Weg zur Gotteserkenntnis weist. Sie ist es, die uns die Fähigkeit zur Erkenntnis gewährt. Ihr wird die Entstehung des Sanskrit und seiner Schrift „Devanagari“ zugeschrieben. Daher wird sie auch mit der Göttin Gayatri identifiziert.

Om Eim Saraswatyei Swaha – Wenn wir dieses Mantra rezitieren, können wir uns vorstellen, wie durch wachsende Vernunft alle schlechten Angewohnheiten wahrhaftiger Einsicht weichen. Durch die Keimsilbe „Eim“ (auch „Aim“) werden Musik, Kunst, Wissenschaft und Erziehung positiv beeinflusst. Diese Silbe bringt die Energie von Saraswati zum Ausdruck. Wer dieses Mantra nutzt, kann seine musischen Fähigkeiten, sein Gedächtnis, seine Intelligenz und geistige Ausrichtung optimieren.


Titelbild: unsplash.com // Charlie Harutaka

Burger aus Linsen und schwarzen Bohnen

Linsen Burger vergetarisch

Dieser Burger aus Linsen und schwarzen Bohnen ist ein echter Allrounder. Er spendet Energie im Winter. Aber auch in der Grillsaison – wir freuen uns auf leckere vegane Burger, wie diesen! Biss, Würze und Nährwert sind hier vereint. Dazu passt einerseits besonders gut knackig-würziger Rucola. Aber auch sauer eingelegter Rotkohl und ein leichtes Guacamole-Dressing.

Rezept für 8 Bratlinge

Zutaten:

  • 1 Tasse grüne Linsen
  • 2 EL Olivenöl, plus extra Öl zum Braten
  • 1 mittelgroße Zwiebel, fein gehackt
  • 1 Paprika, fein gewürfelt
  • ½ Tasse Maiskörner
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 2 Dosen schwarze Bohnen (je 400 g), abgetropft
  • ½ Tasse gekochte Edamame (ohne Hülsen)
  • 400 g fester Tofu, abgetropft und gehackt
  • ½ Tasse Semmelbrösel
  • ½ Bund frischer Koriander, gehackt
  • 2 EL gehackte milde Chili, geröstet
  • 2 TL Salz
  • je 1 TL Kreuzkümmel-, Koriander- und Kurkumapulver
  • ½ TL Cayennepfeffer

Zubereitung:

  1. Koche zuerst die Linsen etwa 20 Minuten lang in reichlich Wasser, bis sie sehr zart sind. Lass sie nun gründlich ab­tropfen und auskühlen.
  2. In der Zwischenzeit erhitzt in einer Pfanne das Öl auf mittlere Temperatur. Darin brätst jetzt du Zwiebel, Paprika, Mais und den Knoblauch etwa 5 Minuten lang an, bis das Gemüse weich ist.
  3. Zerkleinere anschließend die Linsen, eine Dose schwarze Bohnen und die Edamame in einem Mixer zu einem groben Püree. Vermenge sie in einer großen Schüssel mit dem gebratenen Gemüse, der zweiten Dose Bohnen und den übrigen Zutaten.
  4. Bedecke die Schüssel und stelle die Mischung mindestens eine Stunde lang kalt. Dann verreibe etwas Öl in deinen Handflächen und forme acht feste Bratlinge. Lege die Bratlinge nun auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech oder mehrere Teller. So stellst du sie nochmals mindestens eine Stunde lang kalt.
  5. Grille oder brate die Burger etwa 5 Minuten lang bei hoher Temperatur von beiden Seiten, bis sie zart und knusprig sind. Jetzt kannst du sie endlich genießen!

Wir wünschen dir guten Appetit mit dem Burger aus Linsen und schwarzen Bohnen!

Mehr Rezepte, Tipps und Tricks zu leckeren fleischlosen Burgern? Das hat John Grossman in seinem Erfahrungsbericht und 8 Tipps für die gelungene Veggie-Burger zusammengefasst!

Numerologie & Yoga: Die Zahl Null

Shunya Mudra

Unsere YOGA WORLD-Kolumnistin Denise Klier gibt euch Einblicke in die Verbindung zwischen der Numerologie und Yoga und erklärt, was die Zahl Null mit Shunya Mudra zu tun hat…

Die Datierung einer alten indischen Handschrift zeigt, dass mit der Null in Indien bereits 300 v. Chr. gerechnet wurde. In Europa wurde sie erst im 12. Jahrhundert von Leonardo Fibonacci in Italien etabliert. Er bewertete sie aber nicht als Zahl, sondern sah in ihr lediglich ein Zeichen.

Null im Hinduismus

Die Null wurde in Indien erfunden und heißt auch Shunya, was so viel wie „Leere“ bedeutet. Aber unsere Bedeutung von „Leere“ wird Shunya nicht gerecht, denn hier wird es oft negativ belegt und deutet auf die Abwesenheit von etwas hin, das da sein sollte. Doch Shunya ist keine Abwesenheit, sondern grenzenlose Präsenz. Shiva in seiner körperlosen Form symbolisiert Shunya, die Leere – das Nichts, das alles enthält.

Null im Buddhismus

Leere ist ein buddhistisches Konzept, das dem mathematischen Konzept von Null sehr ähnlich ist. Im Buddhismus bedeutet es in etwa so viel, dass jedes Ding keine inhärente Existenz hat. Buddhisten haben sich besonders der Wahrheit der Null verschrieben.

Shunya Mudra und die Zahl Null

Shunya Mudra: Drückt mit den Daumen die Mittelfinger sanft in die Handflächen und haltet die restlichen drei Finger bequem gestreckt.

Im Yoga wollen wir den Sog unseres Gedankenkarussells wahrnehmen und idealerweise an rein gar nichts denken bzw. uns nicht in den Gedankensog reinziehen lassen. Im Zen werden Gedanken auch als Wasserfall bezeichnet. Einen Wasserfall kann man nicht aufhalten, sondern nur das Plätschern des Wasser/der Gedanken beobachten.

Wenn das nur so einfach wäre! Gerade während der Meditation denkt es sich besonders gut, an besonders unwichtige Dinge. Aber manchmal verhilft mir Shunya Mudra mein „Monkey Mind“ zu beruhigen.

Shunya Mudra heißt auch Himmelsmudra und hilft dabei das Element „Raum“ zu verringern und tiefer in unsere eigene Essenz zu tauchen. Drückt mit den Daumen eure Mittelfinger sanft in die Handflächen und haltet die restlichen drei Finger bequem gestreckt.

Null in mystischen Traditionen und in der Numerologie

Die Zahl Null ist mysteriös, da sie Alles und Nichts, aber auch die Ewigkeit repräsentiert. Wenn sie mit anderen Zahlen kombiniert wird, potenziert sie den Einfluss der anderen Zahlen. Die Null ist sowohl geschlossen als auch weit offen. Sie bedeutet Vollständigkeit, Offenheit, Ganzheit und Unendlichkeit. Sie ist eine Zusammensetzung aus allem, was existiert. Sie ist die Essenz der Ganzheit, in sich vollständig. In der Numerologie ist mit der Null alles möglich. Sie birgt grenzenloses Potenzial.

Null in der Astrologie

Im Geburtshoroskop eines jeden Tierkreiszeichens symbolisieren Planeten oder Punkte bei 0° die reinste Natur des Zeichens. Auf diesem Grad hat ein Planet eine frische, unerforschte Qualität. Es gibt Neuland zu erkunden. Bei den ersten Schritten in seine neue Umgebung freut sich der Planet, sich selbst zu entdecken und geht auf eine neue Reise.

Null in der Moderne

In der Mathematik trennt der Nullpunkt die positiven von den negativen Zahlen. Dabei ist die Null die einzige reelle Zahl, die weder positiv noch negativ ist. Die Zahl Null ist gerade und kann sogar als eine natürliche Zahl betrachtet werden. Und obwohl man sie nicht teilen kann, wäre Rechnen ohne sie praktisch gar nicht möglich. Ganz besonders heute, im Digitalen Zeitalter, werden Daten aller Art nur in Nullen und Einsen geschrieben.


Unsere YOGA WORLD-Kolumnistin Denise Klier ist Pilates und Yogalehrerin in München.

Denise findet ihr unter www.deniseklier.com und auf Instagram unter @diebienenkönigin. Dort teilt sie ihr tägliches Leben, Reisen, Yoga, Tipps und Tricks für deine Praxis und vieles mehr!


Playlist des Monats November

Alexa Sleator Yoga Playlist

Unsere Yoga-Playlist des Monats kommt von Yogalehrerin Alexa Sleator aus BelfastIhre Playlist für den November hat es uns besonders angetan. Der sphärische Musik-Mix passt wunderbar in die Wintermonate…

Alexa Sleator aus Belfast

Alexa unterrichtet im renommierten Flow Studio in Belfast dynamische Yogastunden. „Ursprünglich komme ich aus dem Ballett, daher fühle ich mich auch zu Vinyasa-Flow-Yoga hingezogen. Durch engagiertes Üben fand ich nicht nur zu einem stärkeren Körper, sondern auch zu mehr Klarheit für mich selbst.“ Da Alexa aus dem klassischen Ballett kommt, liegen die Schwerpunkte ihrer Stunden auf Ausrichtung und Qualität der Bewegung.

Mehr zu Alexa findet ihr auf axisyogabelfast – lasst euch von ihrer Playlist inspirieren…

Yoga Playlist für den November


Übrigens: Vielleicht willst du uns auch mal deine Lieblings-Playlist zusammenstellen? Dann melde dich auf Facebook oder Instagram bei uns. Wir freuen uns von dir zu hören. Mehr Playlists findest du hier.

Einfach sein – Meditationsübungen

einfach sein

Echtes inneres Gleichgewicht entsteht nicht im Ausgleich zwischen den Extremen, sondern in der Anbindung an einen Zustand der Ganzheit – oder anders gesagt: in dem ebenso banalen wie wunderbaren Gefühl am Leben zu sein. Um das Einfach-Sein zu verstärken, haben wir heute zwei Meditationsübungen für dich.

Übung 1: Das Gefühl zu sein

Nimm dir Zeit, um den Körper zu entspannen. Kiefergelenke, Augen, Schultern, Arme und Hände, Bauch, Hüftgelenke, Beine und Füße. Der gesamte Körper darf loslassen. Richte die Aufmerksamkeit auf die Empfindungen von sanftem Ausdehnen und Wieder-Lösen im Bauch, durch die Atmung.

Sinke tiefer in die feinen Pausen, die sich zwischen zwei Atemzügen oder zwei Gedanken auftun. Wo und wie kannst du hier ein Gefühl des Einfach-Sein erfahren? Vielleicht nimmst du es als eine Wärme oder eine Präsenz im Bauch, im Herzen oder einer anderen Körperregion wahr. Halte den Fokus auf diesen Empfindungen, während du die folgenden Begriffe liest, mit denen das Sein oft beschrieben wird. Was davon deckt sich mit deiner Erfahrung?

  • friedvoll
  • ruhig
  • liebend
  • sicher
  • im Herzen ruhend
  • leicht
  • geerdet
  • verbunden
  • weit
  • wohlig

Notiere, welche Begriffe dein eigenes Gefühl am besten beschreiben. Denn das bewusste Sein ist in den meisten Fällen ein Weg zu durchweg positiven Empfindungen. Indem du ganz in die Gegenwart eintauchst, lösen sich Zweifel und negative Gedanken auf.

Übung 2: Tiefer gehen

Die folgenden fünf Fragen helfen dir, zu Beginn jeder Meditation das Gefühl des Einfach-Sein zu vertiefen. Gehe jeder Frage auf den Grund, bevor du zur nächsten übergehst. Du beginnst die Meditation in einer angenehmen Haltung. Im Liegen oder Sitzen. Erlaube deinen Sinnen, noch einen Moment lang die Reize deiner Umgebung aufzunehmen: Bilder, Geräusche, die Luft auf deiner Haut, den Kontakt zum Boden. Dann nimm deinen Körper als ein Feld vibrierender Energie wahr, bevor du schließlich nur noch genießt, am Leben zu sein.

  1. Wenn du einfach „bist“, wie beschreibst  du, wo sich dieses Sein befindet? Hast du eine deutlich wahrnehmbare Mitte oder physische Grenzen? Beobachte, ob du zugleich die Präsenz in deinem physischen Körper wahrnimmst und dich weit und unbegrenzt fühlen kannst.
  2. Wie beschreibst du jetzt deine Erfahrung in der Zeit? Beobachte, ob sich mit dem Gefühl des Einfach-Seins das Denken verlangsamt. Wenn die Gedanken schwächer werden und für Momente zum Stillstand kommen, kann es sein, dass du den Eindruck hast, außerhalb der Zeit zu treten – jenseits von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
  3. Gibt es dann noch etwas, das dich besser sein ließe, als du schon bist? Vielleicht hast du, indem du einfach „bist“, viel eher das Gefühl, so wie du bist, auch vollkommen zu sein. Denn dein Wesenskern braucht nichts und will nichts, selbst wenn Körper und Geist sich weiter nach etwas sehnen.
  4. Ist dieses Gefühl des Einfach-Seins ungewohnt oder etwas, das du schon seit jeher kennst? Sehr wahrscheinlich fühlt sich das einfache Sein vollkommen vertraut an. Auch wenn du es seit langer Zeit nicht beachtet hast.
  5. Gibt es dann noch etwas, das dich vollständiger sein ließe, als du es jetzt bist? Wenn es dir gelingt, zur Ruhe zu kommen und sich für eine gewisse Zeit nicht ablenken zu lassen, dann wird es wahrscheinlich auch möglich, sich ganz und vollständig zu fühlen, so, wie du bist. Es mag einige Übung erfordern, aber dieses angeborene Gefühl kann in jedem Menschen wieder zum Vorschein kommen.

Nachdem du dich mit diesen fünf Fragen beschäftigt hast, nimmst du dir etwas Zeit, um noch in die Stille des Einfach-Seins einzutauchen. Beobachte dich jetzt und genieße die Aspekte, die die fünf Fragen zum Vorschein gebracht haben: du bist weit, zeitlos, vollkommen, mit deinem Wesenskern verbunden und vollständig – genau so, wie du bist.


Autor Dr. Richard Miller ist Gründungsvorsitzender des Integrative Restoration Institute (irest.us), Mitbegründer des internationalen Verbands für Yogatherapeuten und Autor von „iRest Meditation and Yoga Nidra“.

Matcha Donuts – vegan & glutenfrei

Sadie Nardini Matcha Donuts
Foto: Jennifer Olson

Dieser Rezept-Tipp kommt von Sadie Nardini. Sie ist die Gründerin von Core Strength Vinyasa Yoga und Yoga Shred, außerdem singt sie in ihrer eigenen Rock-Band. Uns hat sie ihr Lieblingsrezept verraten, falls der Heißhunger auf Süßes kommt: Matcha Donuts – vegan, glutenfrei und mit nur ganz wenig Fett.

Sadie Nardini„Nachdem ich mit Yoga angefangen hatte, wurde mir klar, dass meine heiß geliebte wöchentliche Donuts-Orgie nicht mehr zu mir passte. Schließlich lautet mein Motto ‚Fit and Fierce over 40‘! Trotzdem brauche ich ab und zu etwas Süßes. Dieses unglaublich leckere Rezept der Food-Bloggerin Leah Boston ist genau mein Ding: vegan, gluten- und fast fettfrei und obendrein noch voll ultra-gesundem, antioxidant wirkendem Matcha-Grüntee!“ (Sadie Nardini)

Zutaten für 12 Matcha Donuts

3 + 3 EL Mandeldrink
14 Medjool-Datteln, entsteint und grob gehackt
1 1⁄2 Tassen glutenfreies Mehl
1 EL Tapioka-Stärke
1 EL + 1⁄2 TL Matcha-Pulver
2 TL Backpulver
1⁄2 TL + 1 Prise Zimt
1 EL Zitronensaft
1 + 1⁄2 TL Vanilleextrakt
1 Tasse Puderzucker
1 Tasse Kokosflocken
Kokosöl zum Einfetten

Und so bereitest du Matcha Donuts zu

1 Heize den Ofen auf 175 °C vor. Erhitze 3 EL Mandeldrink und lasse die Datteln 10 Minuten darin ziehen, bevor du beides zusammen im Mixer pürierst.

2 Mische Mehl, Stärke, 1 EL Matcha, Backpulver und 1⁄2 TL Zimt in einer Schüssel und drücke eine Vertiefung in die Mitte. Gib die Dattelmischung, Zitronensaft und 1 TL Vanilleextrakt in die Vertiefung. Dann verarbeitest du alles mit dem Rührgerät zu einem glatten Teig.

3 Fette die Donut-Form mit dem Kokosöl ein und löffle den Teig hinein. Backe die Donuts 8–15 Minuten. Dann lässt du sie 5 Minuten auskühlen, bevor du sie aus der Form nimmst und auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lässt.

4 Verrühre die restlichen 3 EL Mandeldrink mit dem Puderzucker, 1⁄2 TL Matcha, der Prise Zimt und dem 1⁄2 TL Vanille. Bestreiche die Donuts damit, streue die Kokosflocken darüber und lasse die Glasur fest werden. Und dann? Nur noch genießen …

Übrigens: Noch mehr leckere vegane Rezpete findest du auf veganworld.de.


NÄHRSTOFFE PRO DONUT:
214 Kalorien + 3 g Fett (davon 2 g gesättigt) + 46 g Kohlenhydrate +3 g Ballaststoffe + 2 g Eiweiß + 148 mg Natrium


Du würdest gerne noch mehr vegan backen? Dann probiere doch mal diese Cookies aus Zucchini und Banane.

Happie Haus: Die ganzheitliche App bei Brustkrebs

Happie Haus App Brustkrebs

Jetzt ist sie da: Happie Haus, die Wellbeing-App für Brustkrebsbetroffene, die mit einem ganzheitlichen Mind-Body-Programm therapiebegleitend hilft, diese schwere Zeit etwas leichter zu machen. Hier erfährst du mehr über die APP und die wunderbare Frau, die das Leben von Brustkrebspatientinnen aktiv verbessern will.

Oktober ist Brustkrebsmonat – für Stephanie Neumann, die Gründerin von Happie Haus ein ganz besonderer Monat. Jede achte Frau erkrankt in Deutschland an Brustkrebs. Auch Stephanie erhielt 2018 diese Diagnose. Heute ist sie geheilt und hat es sich zum Ziel gemacht ihr Wissen mit Betroffenen zu teilen.

Als ich Stephanie vor rund einem Jahr kennenlernte, mochte ich sie sofort. Der Video-Call war von Sekunde eins erfrischend offen, unkompliziert und trotz des schwierigen Themas lustig und locker. Wir sprachen über Krebs, genauer gesagt über Brustkrebs und eine therapiebegleitende Yogapraxis. Mir gegenüber saß eine unglaublich starke und positive Frau, die nach einer überstandenen Brustkrebserkrankung so viel wie möglich an andere zurückgeben wollte.

Stephanie Neumann
„Von der Frau mit dem Turban zur App für Brustkrebsbetroffene.“ – So steht es auf Happiehaus.com

Also machte sie eine Yogalehrerausbildung und eine Zusatzausbildung für Yoga bei Krebs nach der Y4C-Methode. Sie gründete den Verein „Yoga for Cancer“, der Yogastunden speziell für Krebspatienten auf Spendenbasis zur Verfügung stellt und organisierte eine Yoga-Charity zum Weltkrebskindertag. Die erfolgreiche „Aktion kleine Helden“ fand im Februar 2021 zum ersten Mal statt und wird im kommenden Februar zu einem zweitägigen Online- und Live-Event in Berlin ausgebaut. Im Sommer 2020 wurde Happie Haus geboren, ein Ort der Hoffnung und Heilung. Und jetzt launcht die ehemalige Mode-Redakteurin eine ganzheitliche Wellbeing-App für Brustkrebsbetroffene – und die hat es in sich:

Von Meditation bis Selbstfürsorge: Diese Features bietet die App

„Wir bieten eine Mischung aus Live-Sessions: Von Yoga, Meditation und psycho-onkologischen Gruppensitzungen über kochen und tanzen bis hin zu Schminken. Es geht uns um informativen, immer abrufbarem Content, mit Tipps, wie man mit den Nebenwirkungen der Chemo umgeht und kleinen Lifehacks, die einem das Leben leichter machen,“ so Stephanie. Ob eine Kopfmassage, die Erleichterung bei Hitzewallungen verschafft („damit haben eigentlich alle Betroffenen zu kämpfen“), eine Atemübung, die die Nerven beruhigt, die perfekte Lunchbox während der Chemo („man sitzt da ja so einige Stunden“) oder schöne Ideen für Haaralternativen.

Tutorials und Live-Kurse, Tagebuchfunktion und Sharing mit Angehörigen

Das Angebot der App ist eine bunte, unterhaltsame Lifestyle-Mischung: „Wobei wir immer darauf achten, welches Problem wir mit unserem Angebot lösen,“ erklärt Stephanie. Im nächsten Schritt wird es auch einen Kalender mit Tagebuch- und Sharing-Funktion geben, sodass du bald deinen engen Kreis einladen kannst. An Stephanies Seite steht ein wunderbares Team aus Expertinnen in allen relevanten Bereichen: Von Fachärztinnen über Psychologinnen, Sportwissenschaftlerinnen und Ernährungsberaterinnen bis hin zu Yogalehrerinnen. Sie alle kümmern sich darum, dass die App therapiebegleitend, ganzheitlich, persönlich und medizinisch up to date ist – als Inspiration für einen gesunden Körper und positives Denken.


Mehr über Stephanie Neumann und die Happie Haus App auf happiehaus.com und auf @happiehausberlin.