Montags-Mantra: Schaff dir ein Morgenritual

Morgenritual

Morgenrituale – wer eines hat, gibt es so schnell nicht mehr her. Denn: Früh Aufstehen lohnt sich. Mal nicht in Zeitdruck geraten, sich gemütlich fertig machen und vielleicht sogar den Kaffee am Frühstückstisch genießen, anstatt ihn auf dem Weg zur Haustür noch schnell in einen To-Go Becher zu schütten.

Rituale versüßen den Start in den Tag

Wer ein Morgenritual hat, hat gelernt, dass der Morgen heilig ist. Während die anderen Menschen noch in ihren Betten liegen, bist du ganz frei und ungestört. Vielleicht merkst du, dass du plötzlich viel lieber aufstehst und dich auf deinen Morgen freust. Morgenrituale können so unterschiedlich sein wie die Menschen, die sie auswählen: eine Morgen-Meditation, den Sonnenaufgang schauen, sich Zeit für einen warmen Tee und die Zeitung nehmen, den Hund spazieren führen, die Lieblings-Playlist aufdrehen, ein Morgenlauf, ein gesundes Power-Frühstück oder sogar ein paar Yogaübungen. Vielleicht nimmst du dir vor, die E-Mails und Nachrichten auf deinem Handy erst nach deinem Ritual zu beachten. Du siehst, die Liste ist ins Endlose weiterzuführen. Morgenrituale beruhigen und geben uns ein Zeichen von Geborgenheit. Wir beginnen den Tag mit 10-15 Minuten für uns selbst und können danach mit mehr Energie und Aufmerksamkeit durchstarten.

Hier findest du Lalah Delias Morgenroutine für gute Vibes

Der Kern der Morgenrituale

Indem du diese heiligen Momente am Morgen in deinen Alltag einbaust, schaffst du dir ein kleines Innehalten. Anstatt dich hektisch fertig zu machen und zur Arbeit zu hetzen, gibst du dir jeden Morgen die Chance, dich zu sammeln. Es ist wie ein kleines Geschenk an dich selbst – ein Zeichen der Wertschätzung und der Selbstliebe. Umso mehr Liebe und Aufmerksamkeit du dir selbst schenkst, umso mehr kannst im Laufe des Tages an andere weitergeben. Es verhindert, dass unsere Energiereserven zu schnell leer werden und schafft ein gesundes Selbstwertgefühl.

Probiere es selbst aus und berichte uns gerne, ob du eine positive Veränderung bemerkst.

chakrana: Yoga Outfits für ALLE

Chakrana Yoga Wear
Chakrana

Yoga-Kleidung in der sich ALLE wohlfühlen – unabhängig von Maßen, Kurven, Alter oder Geschlecht. Das ist das Motto hinter chakrana, dem Yoga-Label made in Germany. Nachhaltige und funktionale Yoga-Kleidung für Kinder und Erwachsene, Frauen und (bald auch) Männer, von XS bis XXL. Wir stellen euch die Yoga-Marke, die Macher dahinter und unser neues Lieblings-Feature vor.

Darja Noschenko und ihr Partner Sven Schipper haben keine Lust mehr auf die üblichen Stereotypen der Yogaszene, die leider auch aufgrund überzogener Social Media Bilder in vielen Köpfen herumschwirren: gestylte Frauen, deren jugendlicher Ballerina-Body sich in alle Richtungen verbiegen kann. „Viele Frauen, aber auch Männer, fühlen sich ausgeschlossen, da sie durch in der Gesellschaft verankerte Klischees denken, dass Yoga nichts für sie sei. Doch weder Alter, noch Gewicht, noch die körperliche Verfassung, spielen eine Rolle. Yoga kann jeden auf seinem Level abholen und tut einfach gut“, erzählt Darja.

Deswegen produziert sie gemeinsam mit Sven Yoga-Kleidung in allen Größen und für alle Altersgruppen. Neben den Aspekten Nachhaltigkeit und Made in Germany will chakrana vor allem durch Funktionalität und guten Sitz punkten: „Es gibt einfach keine guten Lösungen für verschiede Körpertypen. Das wollte ich ändern„, erinnert sich die Wahlhamburgerin. Und ja, wer kennt das nicht, dass Hosen bei bestimmten Asanas kneifen oder Tops, die sich beim herabschauenden Hund verselbstständigen.

Wie sitzt das Yoga-Outfit von chakrana?

Hält aber das Outfit, was die Designerin verspricht? Wir finden: Ja! Das Herzstück der Kollektion, die Yoga-Hose „Shakti“ sitzt gut, kein Zwicken, kein Einengen – und ich trage Größe L. Es gibt zwei Ausführungen für unterschiedliche Yoga-Einheiten. Einmal etwas angerauter und kuscheliger, perfekt für eine Yin-basierte Praxis und die andere schnelltrocknend und atmungsaktiv für schweißtreibende Flows. Die Farbpallette ist ruhig, schlicht und reicht von Weiß über Taupe und Lindgrün, bis Azurblau, Puder und Schwarz. Die Tops gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen. Shirts, Wickeljacken, Langarm, Yoga-BH’s … für jeden Geschmack und Körper ist etwas dabei.

Auch in Punkto Nachhaltigkeit lässt chakrana sich nichts nachsagen. Die Outfits sind PETA-Approved Vegan und werden in der Textilmanufaktur Seifert in Sachsen hergestellt. Dort werden sie in wasserlösliche und kompostierbare Folien verpackt und in das GOTS-zertifizierte Warenlager von chakrana transportiert. Von Anfang bis Ende ist die Produktion fair und transparent und wenn du dich über Transportwege und den Umgang mit Retouren bei chakrana genauer informieren willst, kannst du das hier tun.

Mein Lieblings-Feature: Das Easy Flow System

Nachhaltig, funktional, stylisch – klar, das erwartet man heutzutage ja von einer Yoga-Marke. Was mich aber wirklich anspricht ist das Easy Flow System. Wie gesagt, ich gehöre eher zu der Fraktion L bis XL und habe mich schon oft beim Yoga geärgert, wenn meine Shirts bei Umkehrhaltungen die Biege in Richtung Ohren machen. Ich mag meinen Körper, deswegen muss aber nicht jeder meinen Bauch begutachten und dafür hat chakrana eine tolle Lösung gefunden: Eine Schlaufe an der Hose und zwei Bändchen am Top – und schon bleibt alles genau da wo es soll. Ich kann mich beim Flow komplett auf mich und meine Praxis konzentrieren ohne ständig irgendwo herumzuzupfen.

chakrana – gefällt uns gut!

Kein Verrutschen, guter Sitz, sanfte Farben und zwei wählbare Materialien bei den Hosen – uns gefallen Label, Style und die Ideen von Darja und Sven sehr gut. Die Yoga-Wear ist unaufgeregt, aber sehr durchdacht und tut genau das was sie soll: Yogi*nis bei der Praxis optimal zu unterstützen. Mein Tipp: Schaut euch mal die Yoga-Overalls an. Lässige Einteiler, die nicht nur auf der Matte Spaß machen.


Die Modedesignerin Darja Noschenko und der Experte für nachwachsende Rohstoffe Sven Schipper – privat und beruflich ein Team. Für chakrana verwenden sie ausschließlich vegane und öko-zertifizierte Gewebe. Zudem verzichten sie bei Logistik und Versand komplett auf Plastik. Mehr Info: chakrana.world und auf Instagram.

Fitte Faszien mit Amiena Zylla: Der gezogene Halbmond

Fitte Faszien mit Amiena Zylla

Kleine Übung, große Wirkung: Wenn du diesen hübschen Halbmond öfter mal aufgehen lässt, wirst du lockerer gehen, freier atmen und dich insgesamt stabiler fühlen. Unsere Asana-Kolumnisten und Faszien Yoga Spezialistin Amiena Zylla erklärt wie…

Darf ich vorstellen: Die Bahn, die alles kann. Die Rede ist von der seitlichen Faszienbahn, oder vielmehr den beiden seitlichen Bahnen, denn natürlich haben wir je eine auf der rechten und auf der linken Seite des Körpers. Ohne diese Faszienketten wären wir ziemlich haltlose Geschöpfe: Wir könnten weder aufrecht stehen noch gehen. Besonders wichtig für den menschlichen Gang auf zwei Beinen ist das Iliotibiale Band, kurz IT-Band, das Teil dieser Faszienbahn ist. Dass wir ohne diese wichtige Stütze geboren werden und sie erst beim Laufenlernen ausbilden, ist einer der Gründe, warum Kleinkinder erst mal so wackelig auf den Beinen sind.

Später verursacht ein nicht intaktes IT-Band häufig Knieschmerzen. Gerade Leistungssportler, vor allem Läufer und Fußballer, haben oft Probleme mit einem übertrainierten und zu starken Band. Umgekehrt gilt ein zu schwaches, untrainiertes IT-Band als Auslöser für Cellulite. Wobei man hier ganz ehrlich sagen muss, dass die berüchtigte „Orangenhaut“ auch genetisch bedingt ist. Faszien-Yoga kann zwar dagegen wirken, aber man wird sie damit nicht komplett los.

Was viel wichtiger ist: Die beiden seitlichen Faszienbahnen sorgen nicht nur anatomisch dafür, dass wir in Balance bleiben, sie scheinen uns auch mental besser ins Gleichgewicht zu bringen. Das hängt vermutlich damit zusammen, dass diese Gewebe eine wichtige Rolle für die Atmung spielen. Der Grund: Die an der Atembewegung maßgeblich beteiligten Zwischenrippenmuskeln, sogenannte Atemhilfsmuskeln, sind allesamt von der Faszie umgeben. Dehnen, stimulieren und nähren wir sie mit Bewegung, werden wir also nicht nur mit mehr anatomischem Halt und einem federnden Gang belohnt, sondern auch mit einer leichten, befreiten und verbesserten Atmung – und genau das bewirkt die Übung auf dieser Seite.

Verlauf der seitlichen Faszienbahnen

  • Sie beginnen jeweils unten an den Fußaußenkanten und
  • ziehen sich seitlich entlang der Unter- und Oberschenkel aufwärts.
  • Am Oberkörper kleiden sie den gesamten Brustkorb, genauer gesagt die Zwischenräume der Rippen, wie ein Korbgeflecht aus.
  • Von dort ziehen sie sich weiter nach oben bis zu ihrem Endpunkt unterhalb der Ohren.
Der gezogene Halbmond – Bild: Susanne Schramke

Step-by-step Anleitung

  1. Beuge im Stand deine Beine und stütze dich mit den Händen an den Oberschenkeln ab. Dabei neigst du deinen Oberkörper leicht nach vorne.
  2. Nun kreuzt du das linke Bein hinter dem rechten und streckst es lang nach rechts hinten aus. Der linke Fuß liegt dabei auf seiner Außenkante. Dein rechtes Bein bleibt gebeugt.
  3. Hebe deinen Oberkörper in eine möglichst aufrechte, gestreckte Position, bevor du ihn so weit nach rechts beugst, wie es geht.
  4. Strecke deine Arme nach oben und ziehe mit der rechten Hand am linken Handgelenk. Zum Schluss neigst du den Kopf nach rechts – rechtes Ohr zur rechten Schulter. Nach etwa 30 Sekunden wiederholst du die Übung zur anderen Seite.

Praxis-Tipp

Um den Rücken zu schonen, solltest du die Wirbelsäule und den Bauch richtig lang nach oben strecken, bevor du sie zur Seite neigst.

Wirkung

  • schafft innere und äußere Balance
  • verbessert die Atmung
  • lindert Knieschmerzen
  • mobilisiert die Wirbelsäule

Mehr zu Amiena findest du unter: amienazylla.com & instagram.com/amienazylla. Titelbild: Susanne Schramke

Die Brustwirbelsäule

Anatomie Brustwirbelsäule

Zwar ist die Brustwirbelsäule (BWS) insgesamt nicht so mobil wie die anderen Teile der Wirbelsäule, aber umso subtiler und wichtiger ist ihr Bewegungsspektrum. Hier lernst du die anatomischen Zusammenhänge kennen und erfährst, wie du deinen oberen Rücken nicht nur geschmeidig, sondern auch stabil hälst.

Die Hälfte der insgesamt 70 Wirbelsäulengelenke befindet sich in der Brustwirbelsäule (kurz: BWS). Nimmt man die 20 Sondergelenke (Kostotransversalgelenke) dazu, die die Rippen mit den Wirbeln verbinden und beweglich machen, wird schnell klar, dass die BWS ein richtiges Arbeitstier ist: Zwei Drittel aller Bewegungen des Oberkörpers finden hier statt. Kein Wunder, dass es da manchmal auch hakt.

Halswirbelsäule bestehend aus C1-C7 / Brustwirbelsäule aus Th1-Th12 / Lendenwirbelsäule von L1-L5

Dabei bieten oberer Rücken und Brustkorb anatomisch weniger Bewegungsspielraum als unterer Rücken und Nacken – und das hat einen guten Grund: Die im Brustkorb geborgenen lebenswichtigen Organe Herz und Lunge brauchen Schutz und Stabilität.

Deshalb verhindert das Ineinandergreifen der Brustwirbelkörper insbesondere zu tiefe Rückbeugen. Diese bewegungseinschränkenden Mechanismen sind wichtig. Gleichzeitig kann eine zu unbewegliche Brustwirbelsäule aber dazu führen, dass die beweglicheren Wirbel (am unteren Ende der Brustwirbelsäule T12, am oberen Ende der Lendenwirbelsäule L1 und an der Halswirbelsäule) zum Ausgleich eine Hypermobilität entwickeln. Um Schmerzen in Hals- und Lendenwirbelsäule zu vermeiden, gilt es also, die Brustwirbelsäule auf gesunde Art zu bewegen, zu stärken und zu mobilisieren.

Körperwissen – Die Anatomie der Brustwirbelsäule

Die Muskeln an der Brustwirbelsäule erstrecken sich größtenteils auch zur Halswirbelsäule und/oder zur Lendenwirbelsäule hin. Hier lernst du die tieferliegenden Muskeln kennen, die an der BWS ansetzen und jene, die über weiches Gewebe mit BWS und Brustkorb verbunden sind.

Wirbelkörper

Dieses dicke ovale Knochensegment bildet den vorderen Teil des Wirbels. Die äußere dichte Knochenschicht schützt das Schwammgewebe im Inneren.

Dornfortsatz

Solche Knochenfortsätze befinden sich an der Rückseite eines jeden Wirbels. Ihre seitliche Bogenplatte (Lamina) dient als Hauptansatzpunkt für Wirbelsäulenmuskulatur und Bänder.

Bandscheibe (ohne Abb.)

Diese knorplige Knochenverbindungen (Symphysen) gelten als Stoßdämpfer der Wirbelsäule. Sie verbinden benachbarte Wirbel und ermöglichen eine leichte Bewegung der Wirbel.

Querfortsatz

Die Knochenfortsätze an den Seiten eines jeden Wirbels dienen als Ansatz für Wirbelsäulenmuskulatur und Bänder.

Brustwirbelsäule und Atmung 

Eine gesunde Wirbelsäule zeichnet sich dadurch aus, dass sie ihr gesamtes Bewegungsspektrum ausführen kann. Sobald du eine Bewegungsrichtung vernachlässigst, verlieren Gelenke und Gewebe an Geschmeidigkeit. Im Fall der BWS wirkt sich das auch auf die Atmung aus, denn der Brustkorb muss mit jedem Atemzug mitschwingen.

Ein versteifter Brustkorb engt Zwerchfell und Lunge ein. Das hat weitreichende Folgen: Nicht nur wird der Atem kürzer und flacher, was die Sauerstoffversorgung und Leistungsfähigkeit einschränkt, die Atmung beeinflusst über das Nervensystem auch die Emotionen. Entspannung, Wohlbefinden und allgemeine Gesundheit sind also auch abhängig vom Zustand der Brustwirbelsäule.

Im Yoga mobilisieren wir die Beweglichkeit der Brustwirbelsäule mit Twists, sanften Rückbeugen und mit Pranayama – Atemübungen, die den gesamten Brustkorb ausfüllen.

Text: Jill Miller, Illustration: Michele Graham, Titelbild via Canva

Yoga allein zuhaus – 4 Grundregeln für eine sichere Praxis

Yoga zuhause sicher üben

Yoga kann eine Quelle umfassender Heilung sein. Es kann aber auch zu Verletzungen führen oder bestehende Probleme verschlimmern. Erst recht, wenn man (wie seit Corona) meistens alleine übt. Hier sind ein paar Grundregeln für eine wirklich sichere Praxis zuhause…

  1. Gehe beim Üben vom Körper aus – anstatt vom Kopf. Im Alltag sind wir darauf konditioniert, zu planen, zu funktionieren und etwas zu leisten – umso wichtiger (und schwieriger) ist es, diese Muster im Yoga über Bord zu werfen. Denn hier führen Ehrgeiz, Leistungsdenken und Idealbilder unweigerlich zu Stress und Verletzung. Deshalb gilt:
    → Spüre in jeder Übung genau hin, was dein Körper rückmeldet, reagiere auf seine Signale und lerne ihn dabei immer besser kennen.
    → Übe nur das, was dein Körper jetzt braucht, was dich nährt, freut und in die Verbindung mit dir selbst bringt (und nicht näher an deine Vorstellung von perfekt, nötig oder nützlich).
  2. Lass dich vom Atem lenken. Einer der unmittelbarsten Botschafter des Körpers ist der Atem:
    → Geht er nur noch gepresst oder flach, dann ist es höchste Zeit, eine Haltung aufzulösen und beim nächsten Durchgang abzumildern.
    → Umgekehrt darfst du die Intensität gerne etwas steigern, wenn du bei einer Übung das Gefühl hast, du könntest nebenher noch Posaune spielen oder dich mit deinem Kind im Nachbarzimmer unterhalten.
  3. Probiere aus, was am besten zu dir passt. Die Freiheit zu experimentieren und dabei immer genauer herauszufinden, was du wirklich brauchst und was (jetzt) für dich passt, ist der größte Vorzug der Praxis zuhause. Nutze diese Freiheit klug:
    → Lass dich von verschiedenen Lehrenden, Online-Kursen, Büchern oder Artikeln inspirieren.
    → Löse dich aber auch immer wieder von diesen Vorgaben und probiere aus, wie du eine Übung oder eine Sequenz abwandeln kannst, damit sie noch besser zu deinem Körper und deinen Bedürfnissen passt.
    → Lege dir mit der Zeit ein Repertoire an Varianten zu, die dir auch in geführten Klassen helfen, für dich schwierige oder ungünstige Asanas individuell anzupassen.
  4. Nutze Hilfsmittel. Gurte, Blocks, Bolster oder Hocker ermöglichen dir in jeder Übung noch mehr Variationen für die individuelle Anpassung. Frag dich dazu:
    → Was brauche ich (heute) in dieser Haltung, um mich zu stabilisieren und zu unterstützen?

Titelbild: Marta Wave via Pexels

Dr. Ronald Steiner: 3 Übungen für starke Knie

Frau macht Therapie für die Knie

Das Kniegelenk mit seinen Bändern und Muskeln ist das größte Gelenk im Körper. Es ermöglicht uns das Stehen, das Aufrichten und vor allem das Gehen. Es sorgt damit für Standfestigkeit und Beweglichkeit zugleich. Dr. Ronald Steiner zeigt dir drei Übungen für starke Knie.

1. Innen- und Außen­band mobilisieren

Frau macht Therapie für die Knie

Lege dich so auf die Seite, dass Fuß­gelenke, Knie, Hüften und Schultern eine Linie bilden. In dieser Position führst du zwei Übungen aus. Zuerst hebst und ­senkst du das obere Bein langsam und im Atemrhythmus. Dann stellst du den oberen Fuß vor oder hinter dem unteren Knie auf und hebst und senkst das untere Bein.

Wirkung: ausgewogene Balance für die Faszienzüge

Der Oberschenkel balanciert über dem Schienbeinplateau wie ein Segelschiffmast, der durch die Muskel-Faszien­züge an der Innen- und Außenseite des Beins aufgespannt ist. Dieser „Zuggurt“-Mechanismus verteilt den Druck gleichmäßig auf Innen- und Außenmeniskus. Unsere Übung bringt eine ausgewogene Balance in die Faszienzüge, die für die Kniegesundheit so ­wichtig sind.

2. Plié: Außenrotation aus dem Hüftgelenk

Setze im aufrechten Stand die Füße in einer leichten V-Form auf: Die Fersen berühren sich, die Zehen zeigen etwas nach außen, wobei der Winkel je nach Beweglichkeit im Hüftgelenk variiert. Achte ­dabei darauf, dass die Außenrotation aus dem Hüftgelenk kommt. Das Kniegelenk weist in Richtung Fußachse. Beuge einatmend leicht die Knie in Richtung Füße und rolle auf die Zehenballen. Gleichzeitig hebst du die Arme wie Flügel. Ausatmend streckst du die Beine wieder und senkst Fersen und Arme. Achte darauf, dass die Knie weiter in Richtung Fuß zeigen und niemals ganz gestreckt werden. Setze die Bewegung in ruhigem Atemrhythmus fort.

Wirkung: Zusammenspiel fördern

Kräftige Muskeln alleine genügen nicht, um den Druck im Kniegelenk bei Bewegungen gleich­mäßig zu verteilen. Mit dieser Übung förderst du das Zusammenspiel der Zuggurtung.

3. Holz hackender Shiva

Beginne mit der gleichen V-förmigen Fußstellung wie in Übung 2 und beuge deine Knie leicht. Achte wieder darauf, dass die Knie in die gleiche Richtung zeigen wie die Füße. Verlagere das Gewicht auf ein Bein und hebe den freien Fuß dicht über das Knie des Standbeines. Hebe die Arme gestreckt nach vorne und bewege sie in schnellen Hackbewegungen wechselseitig auf und ab. Atme trotz der schnellen Armbewegung möglichst ruhig und gleichmäßig und halte dein Gleichgewicht, so gut es geht. Tipp: Alternativ streckst du die Arme zu den Seiten aus und schwingst sie im Wechsel vor und zurück.

Wirkung: neuronale Interaktion verbessern

Deine Kniegelenke sollten nicht nur bei normalen Bewegungen ihre dynamische Stabilität erhalten, sondern auch auf unvorhersehbare Belastungen reagieren. Dafür ist ein feines Zusammenspiel von Muskelrezeptoren und Reflexsteuerung notwendig. Genau diese neuronale Interaktion ­verbesserst du mit dieser Übung. Die Bewe­gungen der Arme bringen Unruhe in die Haltung. Die Muskulatur des inneren und äußeren Faszienzugs der Beine lernt, die Impulse abzufangen und auszugleichen


Dr Ronald Steiner

Autor von „Übungen bei Kniebeschwerden“ Dr. Ronald Steiner ist Arzt für Sportmedizin und zählt zu den bekanntesten Praktikern des Ashtanga Yoga. Die von ihm begründete AYInnovation®-Methode baut eine Brücke zwischen der Tradition und progressiver Wissenschaft. Sie verbindet präzise Technik und praktische Erfahrung. www.AshtangaYoga.info


Podcast-Folge mit Dr. Ronald Steiner anhören…

Numerologie & Yoga: Die Zahl Eins

Unsere YOGA WORLD-Kolumnistin Denise Klier gibt euch Einblicke in die Verbindung zwischen der Numerologie und Yoga – diesmal geht es um die Zahl Eins…

Auf Sanskrit heißt die Eins „Eka“ und symbolisiert die Gottheit (Tad Ekam), die Sonne und das „Lingam„, also den anfänglichen Ursprung. Oder „ekam sat“, das eine All oder alles Seiende als Eins gedacht.

Eins im Hinduismus

Die Zahl Eins hat vielleicht nicht den gleichen Stellenwert wie die Null, die Brahman symbolisiert, aber sie ist der Schöpfer aller anderen Zahlen. Wie in unserer Schöpfung wird das Eine viele, wenn es sich vervielfältigt.

Die Zahl Eins symbolisiert ebenso den Zustand der Nicht-Dualität, die Einheit der Existenz, die in der gesamten Schöpfung verborgen ist, jenseits des Schleiers der Täuschung. Die Einheit des Seins ist auch der subjektive Zustand von Brahman und Atman, in dem es keine Unterscheidung und Trennung zwischen dem Bekannten und dem Erkennenden, dem Objekt und dem Subjekt, dem Selbst und dem Nicht-Selbst gibt.

Einer allein existiert für sich selbst, erleuchtet vom Selbst, eingetaucht in das Selbst – beständig, unveränderlich und unbeweglich. Es ist ein Zustand, in dem man einfach ist, der Zustand von „Ich bin, ich bin“, in dem „Ich“ das Ego transzendiert, um allein „Ich“ zu werden.

Eins im Buddhismus

Die Eins bezieht sich auf unseren fokussierten, ungestörten Geist, der sich ausschließlich auf ein einzelnes Objekt konzentriert. Sie bezieht sich auch auf die eine Person, deren Geburt in die Welt zum Wohle vieler Menschen dient, einen sogenannten Tathagata. Tathagata bedeutet in Sanskrit „Der so Gegangene, der so Gekommene.“ Oder:“Aus der Soheit Gekommene, in die Soheit Gegangene.“ Im Mahayana Buddhismus stellt der Tathagata den Buddha in seinen drei Aspekten dar: Er ist der vollendete Mensch, der alle Formen annehmen kann; das kosmische Prinzip, die Essenz des Universums und das Nicht-Bedingte, das Ungeborene.

Eine weitere Manifestation von Eins ist Jeder von uns. In jedem Menschen steckt eine noch nicht ganz verwirklichte Buddha-Natur, auf die letztlich alle anderen Zahlen hindeuten.

Eins in der Astrologie

Die Zahl Eins steht für die Sonne. Die in dieser Kategorie vertretenen Personen sind am 1., 10., 19. und 28. eines jeden Monats geboren. Solche Menschen sind kreativ, stark individuell, erfinderisch und positiv. Und deshalb sind sie stur und entschlossen in ihrem Umgang mit anderen.

Eka Pada Koudinyasana I

Eka = Eins, Pada = Fuß/Bein, Koundinya = der Weise Koundinya, Asana = Haltung – Einbeinige Haltung, die dem Weisen Koundinya gewidmet ist.

Anleitung für Eka Pada Koundinyasana I

https://yogaworld.de/asana/einbeinige-haltung-des-koundinya-i/

Unsere YOGA WORLD-Kolumnistin Denise Klier ist Pilates und Yogalehrerin in München.

Denise findet ihr unter www.deniseklier.com und auf Instagram unter @diebienenkönigin. Dort teilt sie ihr tägliches Leben, Reisen, Yoga, Tipps und Tricks für deine Praxis und vieles mehr!


Black Friday? Nein, heute ist Circular Monday!

Circular Monday

Zum fünften Mal in Folge findet der nachhaltigste Montag des Jahres statt, der Montag vor dem Black Friday: Circular Monday, ehem. #whitemonday. Reuse, Repair, Recycle statt NEU, NEU, NEU – Eine Gegenbewegung zum achtlosen Umgang mit Ressourcen. So könnt ihr sie unterstützen.

Jede*r Einzelne von uns kann einige kleine und große Dinge ändern um den ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Denn das Prinzip der Circular Economy ist so einfach wie nachhaltig: Bestehende Materialien und Produkte werden so lange wie möglich geteilt, geliehen, wiederverwendet, repariert, aufgearbeitet und recycelt. So wird der Lebenszyklus einzelner Produkte auf einfache Weise verlängert – im besten Fall wäre es ein endloser Kreislauf.

Auch in diesem Jahr wollen die Initiator*innen ein Zeichen gegen zügellosen Konsum setzen. Dabei liegt ihnen ein Thema besonders am Herzen: Zirkularität. Gemeinsam mit Konsumenten, Produzenten, Influencern und Meinungsmachern zeigen sie, wie einfach es ist, zirkulär zu konsumieren. Ganz im Gegenteil zum sogenannten „Black Friday“, der den grenzenlosen und übertriebenen Konsum zur Spaßangelegenheit erhebt.

Vom White Monday zum Circular Monday

Der Circular Monday wurde 2017 als White Monday in Schweden gegründet. Seitdem ist viel passiert. 2019 wurde die Bewegung international bekannt: Unternehmen, Organisationen und Influencer aus über 30 Ländern haben in allen Teilen der Welt am White Monday teilgenommen! Der Hashtag #whitemonday wurde über 75 Millionen Mal verwendet. Warum also die Namensänderung? „Circular Monday“soll die Botschaft noch deutlicher und für alle verständlich machen. Außerdem: Der Hashtag #circularmonday ist noch völlig unbenutzt.

Circular Monday – sei dabei!

Niemand muss sein Leben von heute auf morgen komplett umstellen. Aber wir alle können etwas tun … Wiederverwenden, Reparieren, Mieten – wie die Zukunft aussieht, liegt in unseren Händen. Hier sind ein paar kleine Tipps für deinen Alltag ….

  • Car-Sharing als stressfreie und umweltfreundlichere Alternative zum eigenen Auto
  • Flohmärkte und Second-Hand-Läden durchstöbern, um individuelle gebrauchte Schätze zu finden
  • Einmachgläser wiederverwenden für den Einkauf im Unverpacktladen
  • Kleidertauschpartys mit Freunden
  • Ein Repair-Café in deiner Stadt besuchen, um das Reparieren von defekten Dingen zu lernen
  • DIYs aus recycelten Materialien
  • Der Klassiker: Einkaufen mit Stoffbeuteln sowie Obst- und Gemüsenetzen
  • Beim Food Sharing Lebensmittel aus Bäckereien, Supermärkten oder Restaurants retten, die sonst in der Mülltonne gelandet wären
  • Auf Plattformen wie circularmonday.com nach nachhaltigen Produzenten suchen, wenn es wirklich mal was Neues sein soll

Diese Marken sind dabei

Übrigens: Es gibt mehr zirkuläre Marken als gedacht. Frei dem Motto „Reuse, Repair, Recycle“ können Unternehmen, Privatpersonen, Blogger, Influencer und NGOs am Circular Monday zeigen, wie sie sich der Kreislaufwirtschaft nähern. Eine Übersicht der „Buddies“ und noch mehr Infos zum Circular Monday findest du unter www.circularmonday.com .