Omkar kommt aus der Ukraine, ist ein Schüler von Swami Vishnudevananda Giri, einem erleuchteten Meister der praktischen Advayta-Tradition. Omkar ist seit 2014 aktiver Yoga-Praktizierender. Er ist Yogalehrer für Hatha-, Kundalini-Yoga, Pranayama und Meditation.
In der Übungsstunde werden grundlegende Übungen zur Reinigung unseres Energiekörpers vorgestellt – dies sind einleitende Yoga-Atemübungen (Pranayama) und das Anhalten des Atems, um unsere verborgene innere Energie Kundalini zu aktivieren. Die Methoden reinigen und harmonisieren auch den physischen Körper, verjüngen ihn, füllen ihn mit Energie und Gesundheit und bringen so unsere Lebensqualität auf ein deutlich höheres Niveau.
Die Stunde wird auf English durchgeführt.
Omkar auf der YogaWorld 2025 in Stuttgart:
Sonntag, 27. April // 16:15 – 17:00 Uhr // Basics of Kundalini Yoga // Ganesha Yogaspace
Praktische Tipps und inspirierende Einblicke für deine Meditationspraxis
Meditation ist eine jahrtausendealte Praxis, hat aber längst nicht mehr nur in religiösen und spirituellen Traditionen ihren Platz. Selbst-Therapie durch Meditation ist in den letzten Jahren zu einem relevanten Thema geworden. In dieser Episode „Yogaworld Podcast“ erkundet Susanne mit Meditationslehrerin Kesari die tiefgreifende Verbindung zwischen Geist und Wohlbefinden. Erfahre, wie Meditation nicht nur Stress abbaut und innere Ruhe schenkt, sondern auch als Instrument zur emotionalen Heilung und Selbstentwicklung dient.
Kesari enthüllt die Geheimnisse, wie Meditation dabei helfen kann, tief verwurzelte Muster und Blockaden zu lösen, um ein erfülltes und authentisches Leben zu führen. Sie teilt Einblicke, Techniken und Ratschläge für deine eigene Meditationspraxis und zeigt, wie du deine Erkenntnisse in den Alltag integrierst. Dieses Gespräch bietet mehr als nur praktische Tipps. Es ist eine Einladung zu einer inneren Reise, die dein Leben verändern könnte.
Wenn wir an Verspannungen denken, dann meinen wir meistens Muskeln oder Faszien. Was wir häufig vergessen, sind unsere Nerven – doch gerade bei Schmerzen spielen sie eine entscheidende Rolle. In dieser Reihe zeigt dir Gül Ruijter einfache Übungen zur Mobilisation der wichtigsten Nervenbahnen. Also: Arms up! – den Auftakt macht die obere Extremität.
Text & Sequenz: Gül Ruijter, Fotos: Hanna Witte, Outfit: Kismet Yogastyle
Aua! Sicher kennst du das: Es spannt im Nacken. Oder in den Schultern. Oder im Rücken. Du fasst hin und kannst richtig spüren, wie hart das Gewebe an dieser Stelle ist. Früher dachte man: Oh weh, das sind Muskeln, die nicht mehr locker lassen wollen. Inzwischen wissen die meisten von uns: Muskeln gehören zu einem komplexen System an Faszien, also Bindegeweben – und da spannt meist sehr viel mehr als nur der eigentliche Muskel.
Aber wie spielen Spannung und die Empfindung von Schmerz überhaupt zusammen, wie gelangt die Information, dass da etwas nicht in der Balance ist, ins Gehirn? Für diese Kommunikation sind Nerven zuständig: Sie sind Grundlage für fast alle Funktionen unseres Körpers. Der Körper reagiert sehr sensibel und eindeutig, wenn Nerven in irgendeiner Form eingeschränkt oder gestresst sind, zum Beispiel mit Kribbeln, Taubheit, Empfindungsstörungen und sogar Lähmungen. Die „eingeschlafenen Füße“ sind ein gutes Beispiel dafür, wie Nerven reagieren, wenn sie kurzzeitig eingeklemmt sind.
Aber auch sonst gilt: Wenn eine Nervenbahn sich nicht frei bewegen kann, nicht gut durch das umliegende Gewebe gleitet oder irgendwo eingeengt ist (im Extremfall durch einen Bandscheibenvorfall), dann meldet sie nicht nur Schmerz ans Gehirn, sie erzeugt auch selbst Spannung im sie umgebenden Gewebe – und meist wissen wir gar nicht, dass das der eigentliche Grund für unsere Verspannung ist. Umgekehrt schenken dir mobile Nerven ein Gefühl von Freiheit und Leichtigkeit in deinen Bewegungsabläufen – und unterstützen so auch deine Yogapraxis.
Im ersten Teil unserer kleinen Reihe zur Nervenmobilisation stellen wir dir die Mobilisation der drei Haupt-Nervenstränge in den Armen vor. Die Übungen sind super als Warm-up oder Vorbereitung für eine armlastige Yogasequenz geeignet. Du kannst sie aber auch ganz einfach im Alltag nutzen. Zum Beispiel, wenn du lange Stunden am Schreibtisch sitzen musst.
Test: Vorher und nachher
Setze dich, bevor du beginnst, aufrecht hin und hebe die gestreckten Arme langsam über vorne bis neben die Ohren. Spüre genau hin und beobachte, wie sich diese Bewegung anfühlt – und was du bei gehobenen Armen wahrnimmst. Dann noch mal: Hebe die Arme langsam über die Seiten. Denselben Test machst du noch einmal nach den drei folgenden Übungen. Spürst du den Effekt?
1. Mobilisation des Nervus Medianus
Er entspringt am mittleren/unteren Teil der Halswirbelsäule und verläuft mittig und innen am Arm entlang durch die Ellenbeuge bis zur Hand. Dort innerviert er die Innenseite der Hand vom Mittelfinger bis zum Daumen. Er sendet Signale zur Bewegungsausführung der meisten Beugemuskeln im Arm.
Sitze aufrecht und lass die Arme zunächst hängen. Dann hebst du die Hände etwas nach vorne und oben, drehst die Fingerspitzen nach außen und spreizt die Arme leicht nach außen. Es kann sein, dass du einen Zug an einem oder beiden Mittelfingern spürst. Halte die Arme und Hände in dieser Position. Bewege zunächst die Schultern 5–10 Mal langsam auf und ab. Anschließend drehst du den Kopf langsam 3–5 Mal nach links und rechts. Denke während dieser und den kommenden Übungen daran, dich möglichst sanft und achtsam zu bewegen.
2. Mobilisation des Nervus Ulnaris
Der Nervus Ulnaris entspringt aus dem untersten Teil der Halswirbelsäule und verläuft an der Innenseite seitlich des Armes bis hin zum kleinen Finger. Im Volksmund heißt er fälschlicherweise auch „Musikantenknochen“. Dieser Nerv innerviert den kleinen Finger und die Hälfte des Ringfingers.
Wie schon in Übung 1 sitzt du zu Beginn aufrecht und lässt die Arme locker hängen. Dann hebst du die Hände nach vorne und oben, beugst die Ellenbogen und drehst sie zu den Seiten auf. Deine Handinnenflächen sind jetzt ungefähr neben deinen Ohren. Es kann sein, dass du einen Zug an der Kleinfingerseite spürst. Halte die Arme in dieser Position und bewege die Schultern wieder 5–10 Mal langsam auf und ab und danach den Kopf 3–5 mal nach links und rechts.
3. Mobilisation des Nervus Radialis
Er entspringt aus dem mittleren/unteren Teil der Halswirbelsäule und verläuft an der Rückseite des Armes bis hin zum Handrücken. Dort innerviert er den Handrücken vom Mittelfinger bis zum Daumen. Er ist zuständig für die Arm- und Fingerstrecker, wie zum Beispiel den Trizeps-Muskel. Auch dieser Nerv sendet Berührungs- und Empfindungssignale in seinem Wirkungsbereich an das Gehirn zurück.
In der dritten Übung hebst du die Hände aus der Ausgangsposition mit hängenden Armen nach hinten. Dabei drehst du die Fingerspitzen zur Seite und bewegst die Arme ein Stück nach hinten. Es kann sein, dass du einen Zug im Bereich der Daumen spürst. Halte die Arme in dieser Position und bewege die Schultern wieder 5–10 Mal langsam auf und ab und danach den Kopf 3–5 mal nach links und rechts.
HINWEIS: Allgemein gilt für Nervenmobilisationen, dass du sehr achtsam üben solltest. Es kann durchaus etwas kribbeln oder ziehen, in einem schmerzfreien Ausmaß ist das unproblematisch. Wenn du jedoch merkst, dass eine Übung sehr unangenehm wird oder ein Taubheitsgefühl auftritt, dann solltest du wieder etwas aus der Bewegung rausgehen und viel sanfter mit dir und deinen Nerven sein.
Hier geht’s zu Teil 2 – Nervenmobilisation in den Beinen (Ischias):
Gül Ruijter kennt sich aus mit Verspannungen und Schmerzen: Als Physiotherapeutin weiß sie genau, wie hier was zusammenhängt. Als Yogalehrerin kann sie dem klassischen Repertoire der „Krankengymnastik“ allerdings noch viele ganzheitliche Bewegungen hinzuzufügen. Erfahre mehr über Gül und ihre Arbeit unter vondermatteinsleben.de, auf Insta @vondermatteinsleben oder in ihrem Podcast „Von der Matte ins Leben“.
Weibliche Führungskräfte sind leider längst noch nicht so normal, wie wir das gerne hätten. Umso schöner, wenn es Unternehmen gibt, bei denen Frauen in der Chefetage selbstverständlich sind – wie bei der Onlineyoga-Plattform YogaEasy. Wir haben uns mit den Geschäftsführerinnen Dr. Henrike Fröchling und Esther Ekhart zum Thema Female Leadership und den damit verbundenen Chancen, aber auch Problemen und Schwierigkeiten unterhalten. //anzeige
„It’s a match“ – das ist Dr. Henrike Fröchling und Esther Ekhart sofort klar, als sich beide zum ersten Mal kennenlernen. Denn die beiden Unternehmerinnen haben sich gesucht und – zum Glück – auch gefunden. Gemeinsam wollen sie nicht nur eine internationale Yoga-Plattform schaffen und das Thema Female Leadership neu definieren, sondern Frauen und Männern zeigen, dass Weiblichkeit in der Chefetage ein dickes Plus ist.
Ihr steht zu zweit an der Spitze eines wachsenden Unternehmens und setzt auch in der zweiten Führungsriege auf Frauen. Wie seht ihr eure Rolle als female leaders in der heutigen Geschäftswelt?
Henrike: Im Idealfall kann ich andere Frauen ermutigen und dazu beitragen, dass es (noch) normaler wird, dass eine Frau führt. Vielleicht denkt sich die eine oder andere, die mich sieht, dass es geht, glücklich und feminin in so einem Job zu sein. Dass man Mutter sein kann und sich nicht verbiegen muss. Ich muss keinen Mann kopieren, sondern kann freundlich, hartnäckig und humorvoll führen, vielleicht mit etwas mehr Nähe, aber dennoch professionell.
Esther: Richtig, ich glaube fest daran, sich selbst treu zu bleiben. Ich glaube an Führung mit Einfühlungsvermögen, Offenheit und dem Commitment fürs Zuhören – Eigenschaften, die meiner Meinung nach bei vielen Frauen besonders ausgeprägt sind. Es geht darum, ein Umfeld zu schaffen, in dem sich jede*r wertgeschätzt und gehört fühlt. Dieser Ansatz kann die Unternehmenskultur nur bereichern und möglicherweise männliche Führungskräfte dazu inspirieren, mehr traditionell weibliche Eigenschaften anzunehmen, um einen integrativeren und ausgewogeneren Führungsstil für alle zu fördern.
Henrike: Ich liebe Frauen, die starke „männliche“ Eigenschaften haben und Männer, die starke „weibliche“ Züge kultivieren. Weil wir beide Seiten brauchen und sie in Balance sein sollten.
Gibt es noch mehr besondere Eigenschaften, die wichtig für eine erfolgreiche weibliche Führungskraft sind?
Henrike: Sowohl für Frauen, als auch für Männer als Führungskräfte ist es mit die wichtigste Eigenschaft, die eigenen Gefühle ständig regulieren zu können. So bleibt man fair und empathisch, kann respektvoll kommunizieren und ermöglicht die freie und kreative Arbeit der Mitarbeitenden. Für Frauen ist die Selbstregulierung vielleicht noch wichtiger, weil es ihnen weniger verziehen wird, wenn sie emotional oder ungeduldig werden. Bei YogaEasy passiert dies nicht mehr so (oder zumindest viel weniger), weil Frauen in der Führung bei uns der Normalfall sind. Als weiblich interpretiertes Verhalten wird – immer noch – oft weniger ernst genommen. Gleiches Verhalten wie z.B. Bestimmtheit oder Kritik wird bei einem Mann als Führungsqualität, bei einer Frau als „bossy“ oder „zickig“ abgewertet. Das ist immer noch eine Herausforderung.
Esther: Ja, die Herausforderungen für weibliche Führungskräfte bestehen oft im Überwinden von Stereotypen und Vorurteilen, die leider immer noch bestehen. Andererseits bietet das auch die Möglichkeit, Führung neu zu definieren. Werte wie Einfühlungsvermögen, Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit sind entscheidend. Eine erfolgreiche weibliche Führungskraft hört zu, kommuniziert effektiv und ist offen für neue Ideen. Außerdem ist sie in der Lage, fundierte Entscheidungen zu treffen, stets mit gutem Beispiel voranzugehen und ihr Umfeld zu inspirieren. Eine erfolgreiche männliche Führungskraft hat hoffentlich die gleichen Qualitäten!
Was wäre euer Ratschlag für zukünftige Unternehmerinnen?
Henrike: Als Frau zu gründen ist eigentlich ein Geniestreich, weil man als Unternehmenschefin eine natürliche Autorität und eine unangefochtene Position hat. Man konkurriert meist nicht direkt mit Männern. Also kann man sich frei entfalten und den eigenen, kooperativen, weiblichen Führungsstil frei ausleben. Aber: Ein Bereich, in dem man als Frau auf stärkere Hindernisse stößt als männliche Gründer, ist die Investorensuche. Ich bin von potentiellen Investorinnen und Investoren herablassend behandelt worden, wenn man in Betracht zieht, dass ich z.B. schon erfolgreiche Geschäftsführerin von Parship und ZEIT ONLINE war. Man traut einer Frau weniger Wachstum zu. Also wenn sie starkes Wachstum plant, traut man ihr nicht; wenn sie vorsichtig aber solide plant, dann ist das typisch weiblich und finanziell nicht interessant genug.
Esther: Wie Henrike und viele andere weibliche Gründerinnen bin auch ich genau auf dieses Hindernis gestoßen: von Männern nicht ernst genommen zu werden, die unbewusst oder nicht gerne eine Frau in einer Führungsrolle sehen. Das war frustrierend, und manchmal konnte ich nicht glauben, dass es damit zu tun hatte, dass ich eine Frau bin, aber trotzdem … Ich rate anderen Frauen, ihren Werten und Visionen treu zu bleiben, ihre Widerstandsfähigkeit zu kultivieren und ein unterstützendes Netzwerk aufzubauen. Denkt daran: Eure einzigartige Perspektive ist eure Stärke.
Sollten die Unternehmen selbst mehr tun, um die Förderung von Frauen in Führungspositionen zu verbessern?
Esther: Unbedingt! Stellt einfach Frauen ein und vertraut auf die Qualitäten, von denen wir gesprochen haben! Bei YogaEasy haben wir kürzlich eine neue weibliche Geschäftsführerin eingestellt und das ist der beste Weg, um voranzukommen! Außerdem stellen wir sicher, dass die Mitarbeitenden ihren eigenen Zeitplan erstellen können, um ihre Work-Life-Balance zu unterstützen, das hilft nicht nur Frauen, sondern jedem einzelnen unserer Teammitglieder.
Henrike: Richtig, all das funktioniert nur, wenn wir Flexibilität auch in Führungspositionen anbieten. Wir haben viele erfolgreiche Führungskräfte, die 20 oder 25 Stunden arbeiten. Und Homeoffice ist hoffentlich seit der Pandemie ohnehin kein Problem mehr. Mutterschaft und Führung dürfen sich nicht ausschließen. Vaterschaft im Übrigen auch nicht – jeder Mann in Teilzeit ermöglicht auf der anderen Seite seiner Frau, ihren (Karriere-)Weg zu gehen. Zunächst ist es einfach wichtig, mehr Frauen aktiv in Führung zu befördern, dazu muss man sie oft erstmal davon überzeugen, dass sie das können. Die Männer trauen sich oft eher zu viel zu, Frauen eher zu wenig. Wenn die Führungsmannschaft dann gemischt ist, wird nicht mehr nach rein männlichen, sondern eben nach gemischten Spielregeln gespielt. Wir haben mit Annastasia und Audrey zwei starke charismatische Frauen in der Geschäftsführung und auch unsere Teamleitungen sind zum Großteil weiblich.
Das Power-Team von Yoga Easy: Dr. Henrike Fröchling, Audrey Wolfovski, Esther Ekhart, Annastasia Baumann
Als eher soften Faktor sehe ich die Arbeit an der internen Kommunikation in Unternehmen. Wir haben uns bei YogaEasy vorgenommen, neben den yogischen Werten auch mehr gewaltfreie Kommunikation zu praktizieren – eine Technik, die einen klaren aber respektvollen Austausch ermöglicht. Geschulte Kommunikation ist für alle Beteiligten angenehmer und führt zu viel besseren Ergebnissen. Aber für Frauen ist es meiner Einschätzung nach die absolute Voraussetzung, damit sie sich in ihrer Karriere entfalten können.
Yoga ist mittlerweile ein Riesen-Business. Wie hat sich die Geschäftswelt rund um Yoga in den letzten Jahren entwickelt und wie geht ihr mit der Balance zwischen Profitabilität und den ethischen Prinzipien des Yoga um?
Henrike: Es gibt viel mehr Konkurrenz, besonders in den großen Städten. Dazu kommt der große Einfluss von Urban Sports Club und internationalen kommerziellen Yoga-Apps, sowie kostenloses Yoga auf YouTube. Das alles plus die Inflation erhöht den finanziellen Druck auf alle Yoga-Anbieter, auch auf uns. Diese Entwicklungen sind normal im Rahmen von Professionalisierung und Mainstreaming von Yoga und sind an sich ein positives Zeichen dafür, dass Yoga sich immer weiter verbreitet. Aber es hat eben auch Nebenwirkungen. Es ist schwerer geworden, sich zu behaupten. Auch wenn es im Gegenzug für alle mehr digitale Tools gibt beim Aufbau eines eigenen Angebotes.
Esther: Die Yogabranche ist stark gewachsen und hat sich zu einem Mainstream entwickelt. Dieses Wachstum bringt die Herausforderung mit sich, Authentizität zu bewahren und die ethischen Grundsätze des Yoga einzuhalten. Wir balancieren dies aus, indem wir unsere Grundwerte immer an die erste Stelle setzen und sicherstellen, dass unsere Geschäftsentscheidungen mit unseren Grundwerten wie Freundlichkeit, Ehrlichkeit, Integrität, Mitgefühl und Achtsamkeit übereinstimmen.
Wenn wir unsere Geschäftsentscheidungen mit unseren Grundwerten in Einklang bringen, bedeutet das, dass wir uns so gut wie möglich um unsere Lehrenden und Mitarbeitenden kümmern. Wir bezahlen unsere Lehrer*innen und Angestellten fair, wir tun unser Bestes, um unseren Lehrer*innen zu helfen, ihre persönlichen Retreats und Trainings zu füllen. Wir helfen, wo wir können. Aus Yoga ein Geschäft zu machen, bedeutet, dass wir in der Lage sind, qualitativ hochwertige, professionelle und von Herzen kommende Inhalte anzubieten, weil wir all unsere Zeit dafür aufwenden können.
Henrike: Unsere Abonnent*innen bezahlen für authentisches, ethisches Yoga, sie können für einen unschlagbaren Preis sowohl mehr als 2000 wunderschön produzierte On-Demand-Videos, einen vollwertigen Live-Stundenplan mit 20 Stunden pro Woche und unser Academy-Curriculum aus Weiterbildungen mit unseren Star-Yogalehrenden nutzen. Wir bezahlen unsere Yogalehrenden und Mitarbeitenden gut, schaffen faire Arbeitsbedingungen und supporten uns gegenseitig. Wir bringen mehr Yoga und damit mehr Lebensglück in den Alltag unserer Kund*innen. Gleichzeitig lassen wir allen den Raum, neben uns ein erfolgreiches Business aufzubauen. 30% unserer Kund*innen sind übrigens Yogalehrer*innen, sie nutzen uns als Inspiration für ihre Studios.
Ich verstehe, wenn man aus spirituellen Gründen Yoga als etwas nicht Käufliches ansehen möchte. Das steht jedem frei. Wenn man aber dafür bezahlt, kann Yoga ausgebaut und verbessert werden, die Lehrenden können davon leben, Yoga kann seine Reichweite und seine positive Wirkung ausbauen. Wir machen keine Kompromisse bei der Qualität und handeln fair, und genau das macht uns wirtschaftlich erfolgreich.
Also höchste Qualität als unbedingtes MUST, um YogaEasy als erfolgreiches Unternehmen im Bereich Yoga zu positionieren?
Esther: Ja, wir konzentrieren uns darauf, qualitativ hochwertige Inhalte zu produzieren und zu teilen – mit renommierten, sehr erfahrenen und inspirierenden Lehrer*innen wie Tashi Dawa, David Lurey, José de Groot, James Reeves und vielen anderen, die unsere Vision und Werte teilen.
Henrike: Unser Kernstück sind unsere Lehrer*innen – wir wissen, dass neben der Erfahrung und dem umfassenden Wissen auch die Zugewandtheit, Didaktik und die Stimme der Yogalehrer*innen besonders wichtig sind. Wir haben eine „Teacher first“-Strategie gewählt, unsere Lehrerpersönlichkeiten stehen im Mittelpunkt, auf Social Media, bei der Vielfalt unserer unterschiedlichsten Stile, beim Vertiefen der Materie in der Academy. Bei uns gibt es keine Fitness-Models oder Sequencing-Algorithmen sondern nahbare Menschen aus Fleisch und Blut, auch wenn sie digital mit dir in Verbindung treten.
Esther: Wir legen auch großen Wert auf den Aufbau einer Gemeinschaft und stellen sicher, dass unsere Plattform ein einladender Ort für alle ist. Erst kürzlich haben wir unsere Live-Kurse eingeführt – wir veranstalten jetzt drei pro Woche nach einem festen Zeitplan –, in denen unsere Mitglieder aus der ganzen Welt gemeinsam üben und mit den Lehrer*innen auf eine direkte und intimere Weise in Kontakt treten können. Unsere neue App wurde erst vor ein paar Wochen veröffentlicht, und sie enthält sowohl die deutschen als auch die englischen Klassen.
Henrike: Als wir während der Pandemie besonders stark gewachsen sind, haben wir das Geld in den Aufbau eines eigenen IT-Teams gesteckt. Wir drehen also nicht nur alle Videos selber und schreiben Artikel, sondern programmieren die iPhone-App, die Android App und den Web-Auftritt selber. Wir wollen unseren Abonnent*innen die beste Yoga-Journey bieten, haben personalisierte Filter und Trainingsprogramme von Yogis für Yogis entwickelt. Also die generelle Strategie ist, auch bei der Technik die beste Qualität abzuliefern und dort auch zu investieren.
Nicht nur das, ihr seid auch noch fusioniert: YogaEasy plus Ekhart Yoga – und ihr zwei scheint absolut auf einer Welle zu schwimmen.
Henrike: Ich habe Esther von Anfang an verfolgt, sie ist ungefähr zur gleichen Zeit an den Start gegangen wie YogaEasy. Als wir auf die Suche nach internationalen Partnern gingen, war sie unsere erste Ansprechpartnerin. Sie bietet mit ihren Lehrer*innen fantastisches, authentisches Yoga auf Englisch an und wir passen auch von den Werten her so gut zusammen. Es war also ein perfektes Match!
Esther: Meine persönliche Motivation war, eine weibliche Führungskraft zu finden, die mich ergänzt, um uns beim Wachstum zu helfen. Es war an der Zeit, dass ich meine Kraft und Liebe mehr in den Inhalt als in den geschäftlichen Teil stecke. Als ich Henrike von YogaEasy kennenlernte, passte es einfach sofort: Wir verstehen uns sehr gut und teilen die gleichen Werte und die Vision, Yoga einem noch breiteren Publikum zugänglich zu machen. Wir glauben beide absolut an die Vorteile, die Yoga auf persönlicher und globaler Ebene mit sich bringt. Indem wir unsere Stärken kombinieren, können wir ein besseres Onlineyoga-Erlebnis anbieten, das aus einem vielfältigen Pool talentierter Lehrer*innen verschiedener Nationalitäten und Backgrounds schöpft und mehr Menschen weltweit erreicht.
Und nun seid ihr bereit, gemeinsam den internationalen Markt zu erobern?
Henrike: In den App-Stores konkurrieren wir mit großen internationalen Yogaanbietern, im Vergleich dazu sind wir sehr klein. Die Programmierung unserer App ist teuer, und es ist für uns günstig, wenn diese Technik von möglichst vielen Menschen genutzt werden kann. Da liegt eine Internationalisierungsstrategie also nahe. Weil bei uns die Lehrerpersönlichkeiten wie z.B. Anna Trökes, Ronald Steiner, Patrick Broome, Patricia Thielemann oder Nicole Bongartz im Vordergrund stehen, wollen wir auch bei der Internationalisierung auf lokale Yogalehrer und Yogalehrerinnen setzen. Ekhart Yoga produziert also genau so weiter seine Videos wie bisher, mit den gleichen Lehrer*innen. Allerdings – und das ist ein großer Schritt – wechseln sie mit ihren Inhalten auf die Marke YogaEasy und auf unsere technische Plattform. Sonst wird es zu kompliziert und zu teuer.
Esther: Wir haben eine sehr umfangreiche Bibliothek mit mehr als 5000 Videos, die von Lehrer*innen aus der ganzen Welt, etwa aus Australien, USA, Großbritannien, Niederlande, Spanien und China erstellt wurden – alle mit ihren eigenen Persönlichkeiten und Akzenten. Durch die gemeinsame Nutzung der Ressourcen beider Unternehmen, z. B. Technik und Marketing sind wir außerdem in der Lage, für Yogi*nis auf der ganzen Welt sichtbarer zu werden, so dass mehr Menschen uns finden und von den angebotenen Kursen profitieren können.
Henrike: Der Vorteil in unserem Fall ist, dass Yoga ein gemeinsames kulturelles Framework bietet. Yoga ist an sich international und wir Yogis verstehen uns weltweit. Das hilft erstmal.
Klingt nach einem Unternehmen mit Zukunft und vielen Plänen … Was ist euer Ziel?
Henrike: Wir möchten eine europäische Familie von Online-Yogastudios werden, und danach ein globaler One-Stop-Shop für Yoga. Es gibt noch viele Länder und wundervolle neue Bereiche, in denen wir aktiv werden können. Der weitere Ausbau wird sich aber Stück für Stück entwickeln, denn wir können als unabhängiges, relativ kleines Unternehmen nicht alles auf einmal leisten, was ja vielleicht auch ganz gut ist.
Esther: Unser Ziel ist es, Yoga für alle und überall zugänglich zu machen. Wir wollen ein Ort des Friedens in einer herausfordernden Welt sein und jede*r ist eingeladen, sich unserer Bewegung für mehr Gesundheit und Glück anzuschließen. Wir wollen einen Beitrag zu einer gesünderen und freundlicheren Welt leisten.
Henrike: Und genau das ist ja auch mit das Schönste an meinem Beruf: dass ich mit dazu beitragen kann, dass hunderttausende Menschen mehr Yoga und damit mehr Lebensglück in ihrem Alltag erfahren können. Wir wissen alle, welchen Unterschied Yoga für uns persönlich macht, und in Summe schafft es glücklichere, gesundere und friedlichere Menschen. Die vielleicht sogar weniger Fleisch aus Massentierhaltung produzieren und allgemein etwas bewusster konsumieren. Was für ein Geschenk, dass wir Yoga in höchster Qualität zugänglicher machen können. Damit ist YogaEasy natürlich überhaupt nicht alleine auf der Welt, aber wir lieben es, ein bisschen mitzuhelfen. Das ist niemandem bei YogaEasy gleichgültig.
Esther: Richtig, YogaEasy hat es sich wirklich zur Aufgabe gemacht, die Welt in einen besseren und friedlicheren Ort zu verwandeln. Auch mein Ziel war es immer, Menschen dabei zu helfen, Frieden in sich selbst, miteinander und mit der Welt zu finden.
Auf welche Veränderungen, neuen Initiativen und Programme dürfen wir uns freuen?
Henrike: Die größte Neuerung ist bei uns der einzigartige Premium-Pass mit drei Komponenten: Unsere mehr als 2000 Videos, die 20 Liveklassen pro Woche und unsere Academy-Weiterbildungen (Deep Dives, z.B. Meditation oder Sequencing). Alles in einem Pass, also ein dreifaches Rundum-Sorglos-Paket für alle, die mit unseren tollen Lehrer*innen ganz tief in die Vielfalt der Yogawelt eintauchen wollen. Und bitte schaut euch die herrlichen englischen Videos z.B. von Esther Ekhart oder David Lurey an, sie sind jetzt bereits in den Apps verfügbar – für unsere Website dauert es noch ein bisschen.
Esther: Wir erweitern unseren Horizont und unsere Inhalte um neue Yoga-Styles, wie z.B. Prä- oder Postnatales Yoga, Meditationen für Kinder, Pilates, Qi Gong, Praktiken, die den Menschen helfen, ihr Nervensystem zu regulieren usw. Und wir sind auch gerade dabei, unsere erste Online-Lehrer*innenausbildung zu entwickeln – sie wird im Herbst auf unserer Akademie-Plattform starten! Diese Plattform ist darauf ausgerichtet, Kurse und Ausbildungen für Yogis anzubieten, die ihr Wissen und ihre Yogapraxis vertiefen möchten. Wir bieten bereits Dutzende von Kursen an, aber dies wird unsere erste Lehrer*innenausbildung sein.
Yoga hat euer Leben privat und beruflich fest im Griff. Kann man sagen, dass ihr ohne Yoga nicht da wärt, wo ihr heute seid?
Esther: Ja. Denn Yoga, seine Philosophie und Meditation haben mein Leben auf einfache, aber tiefgreifende Weise verändert. Es ist nicht nur etwas, das ich tue; es bestimmt, wie ich lebe. Yoga ist wie ein Freund, der in schweren Zeiten für mich da ist. Es ist mehr als nur eine Praxis, es ist ein Lebensstil, der mich durch jeden Moment führt. Yoga lehrt mich Güte – nicht nur mir selbst gegenüber, sondern auch gegenüber anderen und der Welt im Allgemeinen. Es war mir ein treuer Begleiter in einigen meiner schwierigsten Zeiten. In diesen dunklen Momenten habe ich viel geübt, und es wurde mein Weg durch die Trauer und lehrte mich die Kraft der sanften Akzeptanz.
Diese Präsenz, die Fähigkeit, in jedem Moment ganz bei sich zu sein und ihn zu akzeptieren, war eine Quelle des Friedens und der Erdung. Es sind nicht die Ereignisse selbst, die unser Leben bestimmen, sondern die Art und Weise, wie wir uns entscheiden, mit ihnen umzugehen. Durch Yoga habe ich entdeckt, dass es inmitten von Verlust und Herzschmerz einen Raum für Liebe, Wachstum, Verständnis und Frieden gibt, der mich zu mir selbst zurückführt.
Henrike: Als ich YogaEasy gegründet habe, war ich eine vielbeschäftigte Internet-Managerin mit kleinem Kind, die ihre Rückenschmerzen mit Yoga bekämpfen wollte, ohne das Haus zu verlassen. Vielleicht hatte ich auch schon eine kleine Sehnsucht nach mehr Ruhe im Kopf und mehr Kontakt zu meinem Inneren. Jedenfalls hat sich durch das lange Üben und durch den Kontakt zu unseren ganzen wundervollen Lehrer*innen langsam eine große Veränderung in mein Leben eingeschlichen. Zum Glück! Ich bin zufriedener, dankbarer, gelassener, gesünder, freundlicher geworden und kann mir ein Leben ohne Yoga nicht mehr vorstellen. Ich musste in den letzten Jahren einige Schicksalsschläge einstecken und hätte es ohne Yoga wahrscheinlich nicht geschafft, weiterhin ein glückliches und erfülltes Leben zu führen.
Wie Verbundenheit unser Leben beeinflusst: Eine Reise durch verschiedene Dimensionen
In dieser Folge „YogaWord Podcast“ treffen wir uns mal wieder zur Redaktionssitzung und diskutieren das Titelthema „Verbundenheit“ des aktuellen YOGAWORLD JOURNALS. Zusammen mit Online-Redakteurin Daniela Klemmer und Chefredakteurin des Printmagazins Stephanie Schauenburg taucht Gastgeberin Susanne Mors in die Bedeutung von Verbundenheit ein.
Die drei Frauen erkunden verschiedene Dimensionen dieser Konzeption, von der Einheit mit dem Universum über Verbundenheit mit anderen Menschen und der Natur bis hin zur Selbstverbundenheit und spirituellen Praktiken. Außerdem teilen sie persönliche Erfahrungen, die ihr Verständnis von Verbundenheit im Laufe ihres Lebens geprägt haben. Es werden auch spannende gesellschaftliche, religiöse und politische Aspekte des Konzeptes angesprochen und die Bedeutung von Verbindung in Spiritualität und Yogaphilosophie beleuchtet.
Die Idee der Redaktionssitzung kommt daher, dass wir hier im Verlag verschiedene Yogaformate haben: Das Printmagazin, YOGAWORLD JOURNAL, die YogaWorld Messe, unsere Website YogaWorld.de und den YogaWorld Podcast. Früher waren die Redaktionen mehr für sich. Mit der Zeit haben wir aber gemerkt, wie wichtig uns der Austausch untereinander ist und vor allem wie inspirierend und auch lustig für uns alle. Und Zusammenarbeiten, aber auch einfach mal Beisammensitzen und Ratschen schafft nicht zuletzt eines: Verbundenheit.
Hallo, ich heiße Christiana Fischer und arbeite als ganzheitliche Hautärztin und Human Design Coach.
Ich liebe es, die Kraft der Natur mit meinem medizinischen Wissen und Spiritualität zu vereinen und berate dabei ganzheitlich bei Gesundheits- und Lebensthemen.
Ich bin knapp 40 Jahre alt und Mutter von zwei kleinen Kindern, Homöopathin und Yogalehrerin.
Vortrag: „Ruhe finden – ätherische Öle für Schlafqualität und emotionale Stabilität“
Ätherische Öle können eine wertvolle Unterstützung sein, um das Nervensystem zu beruhigen, innere Anspannung zu lösen und einen erholsamen Schlaf zu fördern. In diesem Vortrag lernst du ausgewählte Öle und einfache Anwendungen kennen, die Schlafqualität und emotionale Balance im Alltag nachhaltig unterstützen können.
Bei der Gewinnung ätherischer Öle spielt die Gewinnung und Reinheit eine ganz entscheidende Rolle. Das ist einer der Gründe, warum ich die hochqualitativen und hochschwingenden Öle von dōTERRA für meine Arbeit verwende und diese auch aus voller Überzeugung empfehle.
Ich liebe Fragen. Komm zu meinem Vortrag und stelle deine. Ich freue mich auf dich!
Danke, Winter(wurzeln) – willkommen Frühling! Nach der kalten dunklen Jahreszeit kehren so langsam Wärme und Licht zurück, alles fühlt sich frisch und neu an. Und nach Veränderung. Die Augsburger Yin-Yogalehrerin und Ayurveda-Coachin Flora Fink teilt ihre Rezepte Wurzelgemüse aus dem Ofen und Karottenkuchenmit uns. Damit zollt sie dem Wintergemüse noch ein letztes Mal Tribut.
Text & Bilder: Flora Fink / Titelbild: Svetlana Kolpakova via Canva
Doch vielleicht spürst du im Moment nicht nur die belebende Regung der Frühlingsgefühle, sondern auch Aufregung, Unruhe oder Verunsicherung. Und da bin ich froh und dankbar, dass wir noch ein paar Winterwurzeln im Vorrat haben. Alles, was unter der Erde wächst, hat – nach Ayurveda – eine erdende Qualität. So können wir mit Wurzelgemüse sozusagen Stabilität und Ruhe essen. So einfach wie lecker.
Und weil die neuen und super simplen Rezepte für Ofengemüse und Karottenkuchen vegan sind, sind sie gleichzeitig frühlingsstimmig leicht. Das Gemüse braucht etwas Zeit im Ofen, doch während die Wurzeln backen, kannst du den Kuchenteig rühren und dann dazu schieben.Viel Freude beim Schnippeln, Backen und Essen!
Rezept für Wurzelgemüse aus dem Ofen
(Mengen nach Gefühl – ich habe auch gerne Reste von Ofengemüse im Kühlschrank, für Sandwiches, zum Weiterverarbeiten in Soßen, Aufstrichen usw.)
Du brauchst:
Karotten, rote Bete, Pastinaken, (Süß-)Kartoffeln – nach Geschmack
(Oliven-)Öl
Salz, Pfeffer, deine Lieblingsgewürze. Ich mag auch gerne eine Kombination aus geriebenem Ingwer, frischer Chilischote, Rosmarin und etwas Süße wie Rübensirup, evtl. auch ein wenig Säure wie Apfelessig
So geht’s: Gemüse in mundgerechte Stücke schneiden. Dabei sollte härteres Gemüse wie rote Bete etwas kleiner geschnitten sein als anderes, das schneller gart. In einer ofenfesten Form mischst du dieses mit Öl und Gewürzen. Bei etwa 200 Grad ungefähr 40 Minuten backen, ab und an durchrühren bzw. wenden. (Du kannst, wenn du den Kuchen dazu schiebst, die Temperatur auch etwas verringern.)
Dazu schmeckt z.B. Hummus, Senf, Ketchup – was auch immer du magst. Du kannst das Wurzelgemüse als Beilage oder einfach großzügige Mengen davon mit „Nebendarstellern“ wie Dips servieren. Ich backe gerne gleichzeitig noch Brot und Falafel (oder ähnliches aus Hülsenfrüchten), und so hast du mit wenig (Energie-)Aufwand eine ziemlich imponierende (und satt- und Freude machende) Mahlzeit auf dem Tisch.
Rezept für Karottenkuchen mit Ingwer und Kokos
(Gedacht für eine mittelgroße eckige Backform oder eine runde von etwa 26 cm. Die Backzeiten sind ohnehin abhängig vom Ofen, insofern einfach im Auge behalten)
2 Tassen (Standard-Kaffeetasse oder Cup-Maß) Mehl (wie Dinkel Typ 630)
1/2 Tasse Kokosflocken
1/2 Tasse Zucker (mehr nach Geschmack)
eine Prise Salz, gut 1/2 Teelöffel Zimt, nach Geschmack auch etwas Kurkumapulver
Rosinen, wenn du magst, gut und gerne 1/2 Tasse
1/2 Tasse geschmacksneutrales oder „süßes“ Öl (Brat- oder Kokosöl)
etwa 1/2 Tasse Wasser
So geht’s: Karotte und Ingwer reiben. Trockene Zutaten mit Gewürzen vermischen, Öl und Wasser unterrühren, dann auch Rosinen oder sonstige Extras, Karotte und Ingwer. Nicht zu lange rühren, nach Bedarf noch etwas Wasser oder etwas Mehl zugeben. (Wenn dir der Teig zu trocken oder zu flüssig erscheint – er sollte etwas „zäh“ sein). In die gefettete Backform geben und bei etwa 180 Grad ungefähr 30-35 Minuten backen.
Wenn du lieber Vollkornmehl verwendest, brauchst du eventuell mehr Wasser. Anstelle der Karotte kannst du rote Bete oder auch (zum Sommer hin) Zucchini verwenden. Variiere auch gerne mit Mandeln, Haselnüssen, Schokolade … es ist dein Kuchen :)
Den Unterschenkel parallel zum kurzen Mattenende? Oder das vordere Bein doch eher spitzwinklig? Das Gesäß angehoben? Oder abgelegt? Das Becken gerade nach vorne ausgerichtet oder geht auch schräg? In wenigen Asanas kursieren so viele Konzepte von richtig und falsch wie in dieser. In seiner Kolumne „Alignment Check“ wirft Timo Wahl einen Blick auf die anatomischen Hintergründe.
Text & Foto: Timo Wahl
Was macht die Taube?
Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Ansätze, die Taube zu betrachten. In beiden geht es um die Erhöhung der Beweglichkeit im vorderen Hüftgelenk – allerdings in verschiedenen Winkeln und daraus resultierend mit Unterschieden in der Wirkung. Die Taube mit spitzem Kniewinkel bewirkt nur eine leichte Außenrotation im Hüftgelenk und wirkt eher dehnend auf die äußere Oberschenkelmuskulatur.
Die Taube, bei der der Unterschenkel parallel oder annähernd parallel zum kurzen Mattenrand ausgerichtet ist, setzt dagegen eine starke Außenrotation im Hüftgelenk voraus. Sie trägt maßgeblich zu dem bei, was viele mit dem Oberbegriff „Hüftöffnung“ assoziieren. Da das gerade uns Westler*innen besonders fordert, möchte ich mich hier gezielt mit dieser Variante beschäftigen.
Wozu die Außenrotation?
Mehr Hüftflexibilität kommt uns nicht nur in der Yogapraxis zugute oder wenn es darum geht, müheloser in meditativer Haltung sitzen zu können. Gerade die Arbeit an der Taube bietet für viele auch eine therapeutische Hilfe, nämlich Entlastung bei Verspannungen zwischen Becken und Lendenwirbelsäule (beispielsweise bei ISG-Problemen). Hier helfen außenrotatorische Öffnungen, da sie Spannungen herabsetzen und fast unmittelbar lockernd wirken. Doch was für den Beckenbereich gut ist, kann für einen anderen Mitspieler gerne zu viel sein: das Knie. Da die Hüftgelenke wesentlich robuster gebaut sind als unsere Knie, beide Gelenke aber bei jeder Bewegung miteinander interagieren, ist ein Schutz für die Kniegelenke ein absolutes Muss. Das gilt auch für die Taube.
Ist der vordere Unterschenkel parallel zum kurzen Rand der Matte ausgerichtet und der Oberschenkel gleichzeitig parallel zum langen Rand, ist zwar ein optimaler Wirkungsgrad für das Hüftgelenk erreicht, dieser übersteigt aber in den meisten Fällen die vorhandene Flexibilität. Das führt dazu, dass das Becken schwebt.
Variante 1:
Um das vordere Knie in dieser Position zu entlasten, sollte möglichst wenig Gewicht von Becken und Oberkörper auf ihm lasten. Dazu stützt man die Hände am Boden oder auf Blöcken auf. Nun spürt man deutlich das schwebende Hüftgelenk und hat subjektiv meist das Gefühl, die Position gut eingenommen zu haben.
Die Sache hat aber einen Haken: Das schwebende Gesäß befindet sich in einer exzentrischen Kontraktion – also in einer Anspannung mit gleichzeitiger Längung. Der Reiz ist groß, das System kann aber nicht loslassen und damit wie gewünscht Spannung abbauen.
Variante 2:
Das führt uns zur zweiten Variante. Hier werden Gesäß und Knie jeweils auf einem Bolster oder Block abgelegt. Diese Stütze sorgt dafür, dass die beteiligten Strukturen loslassen können, was den gewünschten Effekt der Entlastung bringt.
Variante 3:
Was aber können wir tun, wenn keine Blöcke oder Kissen vorhanden sind? Hier kommt die dritte Variante ins Spiel: Das vordere Knie wird in den vordefinierten Winkel gebracht, während das hintere Bein und damit das Becken gebeugt und schräg ausgerichtet bleiben dürfen. Nun bestimmt lediglich die Flexibilität der vorderen Hüfte, wie weit das hintere Bein nach hinten gebracht werden kann. Wichtig dabei ist, dass das vordere Bein vom Knie bis zum Gesäß am Boden aufliegt und keine Scherkräfte im vorderen Knie aufkommen. Sieht nicht so schön aus? Wirkt aber – und gibt uns den entscheidenden Vorteil: Diese Ausführung ist allen zugänglich!
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