Yogapraxis mit Beinprothese

Steven Medeiros setzt sich für soziale Themen wie die Gefängnisreform, Frauen- und LGBTQ-Rechte in Amerika ein. Obwohl es noch nicht lange her ist, dass er eher als schlechter Einfluss galt, ist Medeiros heute zu einem Vorbild für diejenigen geworden, die am Rande der Gesellschaft stehen. Als er mit 25 Jahren sein Bein verlor, veränderte sich sein Leben komplett. Und ja – Yoga ist eine seiner starken Stützen in schwierigen Zeiten. In diesem Artikel erfährst du, wie Steven zum Yoga fand. Dazu findest du eine Übungsreihe, die Steven Medeiros für Menschen mit Beinprothese entwickelt hat. Diese Yogasequenz ist stärkend, hüftbetont und hilft, Raum im unteren Rücken, in den Schultern und im Brustkorb zu schaffen.

Text und Sequenz: Steven Medeiros / Bilder: Winni Wintermeyer/Robert Sturmann

„Die Leute sagen mir immer: ‚Du bist der ausgeglichenste Mensch, den ich kenne'“, so Medeiros. „Und ich sage dann: ‚Heilige Scheiße! Das ist so weit von der Wahrheit entfernt!'“ Aber die Yoga- und Meditationspraktiken, die er in den letzten 20 Jahren entwickelt hat, helfen ihm, in schwierigen Zeiten ausgeglichen und geerdet zu bleiben. „Im Moment gibt es in unserem Land so viele Rückschritte und all die Errungenschaften, für die wir gekämpft haben – für Menschen, die es am meisten brauchen: Farbige, Frauen, LGBTQ-Menschen – gehen verloren“, sagt er. Er weiß, dass es nicht leicht sein wird, Veränderungen herbeizuführen. Wenn die Überforderung ihn zu bremsen droht, helfen ihm seine Heilpraktiken, weiterzumachen. „Gleichmut, mein Lieblingswort, bedeutet Gelassenheit, während die Dinge um einen herum chaotisch und wild sind“, so Steven.

Wie ich zum Yoga kam

Zwischen 18 und 22 war ich wirklich am Boden. Ich hatte schon oft versucht, mein Leben umzukrempeln, aber ich habe immer nur die Symptome meiner Probleme bekämpft, nicht deren Wurzel. Ich hörte auf, mit fragwürdigen Leuten herumzuhängen, konnte endlich einen Job finden und auch behalten, hörte auf zu trinken und zu feiern. Aber ich war immer noch wütend und verletzt. Ich hatte das Trauma meiner Kindheit nicht aufgearbeitet. Da ich ein begeisterter Leser bin, ging ich häufig in Buchhandlungen und stieß dort auf ein Yogabuch. Ich hatte noch nie etwas von Yoga gehört, aber was ich las, faszinierte mich sehr. Ich begann, mich zu Hause selbst zu unterrichten. Es war herausfordernd und das gefiel mir. Ich bin ein sehr körperlicher Mensch. Ich habe Leistungssport betrieben und Karate geübt, also war Yoga eine weitere Challenge für mich. Ich hatte mich die meiste Zeit wie betäubt gefühlt – ich fühlte mich nicht lebendig. Aber jedes Mal, wenn ich Yoga mache, fühle ich mich körperlich besser. Dinge, mit denen ich mich auseinandersetze, vor allem mit den aktuellen Ereignissen, manifestieren sich oft körperlich – in meinem Unterkörper, meinem Kiefer und meinen Schultern. Diese Praxis hat mir geholfen, mich davon zu befreien, und ich weiß, dass sie immer funktionieren wird. 

Was Vergebung damit zu tun hat

Der Tod meiner Mutter hatte einen tiefgreifenden Einfluss auf mein Leben. Ich begann, meinen Selbstwert in Frage zu stellen. War ich dazu bestimmt, so zu enden wie meine Eltern? Als Teenager hatte ich noch nicht begriffen, dass ich die Wahl hatte und welche Rolle sie in meinem Leben spielen würde. Nach dem Tod meiner Mutter geriet ich völlig außer Kontrolle. Ich verlor jegliches Interesse an Schule und Sport. Ich fing an, mit Drogen und Alkohol zu experimentieren und schloss mich den örtlichen Gangs an. Mein Leben sah düster aus. Mit 22 war ich erschöpft und suchte verzweifelt nach einer Veränderung und ich begann, nach Lösungen zu suchen. Da erhielt ich die Botschaft, dass ich meinen Eltern vergeben musste. 

Einfach so vergab ich ihnen von ganzem Herzen und ich fühlte mich sofort anders – wie ein neuer Mensch. Ich habe nie zurückgeblickt. Ich vergab nicht nur meinen Eltern die Dinge, die sie getan oder nicht getan hatten, sondern auch anderen, die mir ein Trauma zugefügt hatten, einschließlich der Menschen, die meine Mutter getötet hatten. Ich hatte so viel Wut in mir aufgestaut und diese als Treibstoff für einige meiner Verhaltensweisen benutzt. Aber als ich beschloss, zu vergeben, fühlte ich mich völlig befreit und das ermöglichte es mir, mich auf andere Dinge zu konzentrieren. Ich stürzte mich wieder auf Bücher und begann diesen Weg der Selbsthilfe, der tiefen Selbstbeobachtung und der Selbsterkenntnis zu gehen. Ich beschloss, alles beiseite zu legen, von dem ich dachte, dass es mich von meiner Entwicklung als Mensch und Vater ablenken könnte. Ich nahm die Beziehung zu meiner richtigen Familie wieder auf, denn in meiner Jugend war meine „Familie“ die Straße geworden. Und wenn man dort ist, denkt man, dass diese Leute deine „Ride-or-Die“-Freunde sind, aber das sind sie nicht wirklich. 

Heute spreche ich mit Jugendlichen und sage ihnen, dass sie mehr sind als die Summe ihrer Fehler. Wegen der Taten der Vergangenheit glauben wir, dass wir angesichts der bestehenden Systeme keine Zukunft haben. Aber ich habe beschlossen, mich davon nicht abhalten zu lassen – dass ich es trotz meiner Fehler wert bin, ein gutes Leben in Liebe zu führen. Also musste ich auch mir selbst vergeben, was es mir ermöglichte, frei in der Gegenwart zu leben, mit einem neuen Bewusstsein für mich selbst und andere.

Vergebung ist eine der wichtigsten Tugenden unserer Zeit. Lies hier mehr zu dem Thema.

Als ich mein Bein verlor

Urdhva Dhanurasana Steven Medeiros Robert Sturmann
Foto: Robert Sturmann

Ich hätte nie gedacht, dass ich es bis zu meinem 18. Lebensjahr schaffen würde. Und dann passierte mein Unfall, als ich gerade gut im Leben stand. Gerade als ich das Gefühl hatte, dass ich es geschafft hatte. Ich war sehr traurig und hatte Angst, dass ich meine Tochter nicht mehr sehen würde, weil ich nicht sicher war, ob ich überhaupt überleben würde. Als ich nach ein paar Operationen wusste, dass ich auf ein Überleben hoffen konnte, begann ich, darüber nachzudenken, wie mein Leben aussehen würde. Ich erinnere mich noch gut daran, dass ich mir extra im Fernsehen eine Sendung über die Biomechanik des Gehens angesehen habe, weil ich wusste, dass ich das Gehen wieder lernen müssen würde. Ich hatte all diese normalen menschlichen Gefühle und Fragen: Werde ich jetzt jemanden finden, der mich um meiner selbst willen liebt? Wie wird der Sex sein? Wie wird es sein, sich fortzubewegen und alltägliche Dinge zu tun? Werde ich in der Lage sein, aufs College zu gehen? Das College erfolgreich abzuschließen? Aber ich wusste, dass ich großes Glück hatte, am Leben zu sein, und ich wusste, dass ich immer noch in der Lage sein würde, Dinge zu tun ich hatte keinen Hirnschaden. Ich war jung. 

Ich hatte eine neue Sichtweise auf das Leben gewonnen. Ich hatte diese Freude, die von mir ausging. Ich spürte eine Art Heiligenschein um mich herum, wie ein Leuchten. Es war spürbar. Die Leute bemerkten es; ich musste es ihnen nicht einmal sagen. Sie wurden von mir angezogen wie von einem Magneten. Überall wo ich hinkam, war ich tief berührt von den Menschen, die ich traf, und sie sagten etwas Nettes: „Du bist wunderschön.“ „Ich würde dich sofort heiraten.“ Zufällige Dinge. Ich lächelte immer von einem Ohr zum anderen, nur weil ich noch atmete. 

Etwas mehr als ein Jahr nach dem Verlust meines Beins begann ich mit dem Studium. Ich war schon vorher ein guter Schüler, aber danach war ich ein noch besserer. Dadurch habe ich meine Prioritäten ein wenig besser gesehen und verstanden, dass das Leben einfach so vorbei sein kann. In einem Sekundenbruchteil können sich die Dinge ändern. Also habe ich mir überlegt, wie ich meine Zeit verbringe.

Wie ich meine Yogapraxis angepasst habe

Ushtrasana Steven Medeiros Robert Sturmann
Foto: Robert Sturmann

Nach dem Verlust meines Beins hatte ich Bedenken, jemals wieder Yoga machen zu können. Natürlich war meine Praxis nie mehr dieselbe, aber sie wandelte sich. Ich interessierte mich sehr für Restorative-Yoga. Am Anfang meiner Praxis dachte ich, alles müsse perfekt sein. Darum geht es aber überhaupt nicht. Heute sehen wir die unterschiedlichsten Menschen mit den unterschiedlichsten Fähigkeiten Yoga praktizieren – und meine Praxis sieht vielleicht nicht so anmutig aus wie eure oder auch nur im Entferntesten so wie eure, aber das ist trotzdem okay. Meine Praxis ist meine Praxis. 

So verstehe ich Körperbewusstsein

Mein Unfall liegt 17 Jahre zurück und, abgesehen von den letzten Jahren, hatte ich in dieser ganzen Zeit keine Shorts getragen. Ich war sehr verunsichert, weil ich meine Prothese nicht zeigen wollte. Ich machte mir Sorgen, die Leute würden mich anstarren – was würden sie sagen, was würden sie denken? Immer wenn ich nach Hawaii fuhr, war es in Ordnung. Ich konnte kurze Hosen tragen, ohne diese Unsicherheiten zu spüren. Aber hier in der Bay Area war es ein Kampf. Ich wollte diese Unsicherheit endlich überwinden und wusste nicht so recht, wie ich es anstellen sollte. Ich hatte jahrelang mit Menschen, die mir nahe standen, darüber gesprochen und mir diese Geschichten über die Unsicherheit selbst durch den Kopf gehen lassen. Und eines Tages machte ich hier in der Bay Area eine Wanderung in kurzen Hosen. Niemand war auf dem Weg. Danach gingen wir zum Mittagessen in die Innenstadt von Berkeley. Anstatt meine Jogginghose wieder anzuziehen, um im Restaurant zu essen, entschied ich mich, meine Shorts anzubehalten. Und ja, die Leute haben geguckt und die Kinder haben Kommentare abgegeben, aber das ist normal. Letztendlich war es keine große Sache. Das war nur in meinem Kopf. Es ging nicht von heute auf morgen, aber danach trug ich hier und da kurze Hosen und es wurde immer leichter und leichter. Heute bin ich sogar an dem Punkt, an dem ich es jetzt sogar lieber mag. Das, was mich früher entmachtet hat, macht mich jetzt stark.


Powered Practice – Energetisierende Praxis

Diese stärkende, hüftbetonte Sequenz hilft, Raum im unteren Rücken, in den Schultern und im Brustkorb zu schaffen. Sie wurde von Steven Medeiros entwickelt, um dich zu befähigen, trotz der Herausforderungen des Lebens voranzukommen.

1. PASHCHIMOTTANASANA (sitzende Vorwärtsbeuge)

Yoga mit Beinprothese Pashchimottanasana Steven Medeiros
Foto: Winni Wintermeyer

Beginne bequem auf deinen Sitzknochen. Halte mit beiden Händen einen Gurt und beuge dich dann mit geradem Rücken aus der Hüfte nach vorn. Du solltest eine angenehme Dehnung in den Beinrückseiten und im unteren Rücken spüren.

Hier erklärt dir Dr. Ronald Steiner das richtige Alignment von Pashchimottanasana.

2. UPAVISHTHA KONASANA, VARIATION (weitwinklige sitzende Vorwärtsbeuge)

Yoga mit Beinprothese Upavistha Konasana Steven Medeiros
Foto: Winni Wintermeyer

Strecke die Beine weit aus und drücke die Handflächen zusammen. Beuge dich aus der Hüfte nach vorne und halte den Rücken gerade. Wenn dein Rücken rund ist, setze dich auf einen Yogablock oder eine gefaltete Decke.

3. UPAVISHTHA KONASANA, VARIATION (weitwinklige sitzende Vorwärtsbeuge)

Yoga mit Beinprothese Upavistha Konasana Steven Medeiros
Foto: Winni Wintermeyer

Weite die Dehnung aus, indem du die Arme bis zu den Knöcheln streckst. Wenn du die Knöchel nicht mit geradem Rücken erreichst, lehne dich nach vorne und greife nach den Schienbeinen oder irgendwo anders näher am Körper.

4. PARSHVA UPAVISHTHA KONASANA (seitliche sitzende Weitwinkelstellung)

Yoga mit Beinprothese Parshva Upavistha Konasana Steven Medeiros
Foto: Winni Wintermeyer

Sitze aufrecht und beuge dich dann aus der Taille, strecke den rechten Arm nach oben und zum linken Fuß hin. Konzentriere deinen Atem auf die rechte Seite deines Körpers, wo du die Dehnung spürst. Wiederhole dies auf der anderen Seite.

5. BHEKASANA (Frosch)

Yoga mit Beinprothese Bhekasana Steven Medeiros
Foto: Winni Wintermeyer

Bringe aus dem Vierfüßlerstand deine Ellenbogen zum Boden. Bewege von hier deine Knie langsam und weit auseinander für eine bequeme, angenehme Dehnung. Lass dabei deine Hüfte direkt über oder ein Stück hinter deinen Knien.

6. USHTRASANA (Kamel)

Yoga mit Beinprothese Ushtrasana Steven Medeiros
Foto: Winni Wintermeyer

Lehne dich im Knien zurück und greife die Ferse oder die Fußsohle. Verwende einen Block, falls du zusätzliche Stabilität brauchst. Wiederhole dies auf der anderen Seite.

7. UTTANA SHISHOSANA (Welpenhaltung)

Yoga mit Beinprothese Anahatasana  Steven Medeiros Uttana Shishosana
Foto: Winni Wintermeyer

Gehe aus dem Vierfüßlerstand mit den Händen nach vorne und lasse die Brust zum Boden hin schmelzen, während du die Stirn auf die Matte legst. Spreize deine Finger weit und drücke sie in die Matte – oder beuge die Ellenbogen, um deine Hände hinter den Kopf zu heben.

8. ARDHA BHUJANGASANA (Sphinx)

Yoga mit Beinprothese Ardha Bhujangasana Steven Medeiros
Foto: Winni Wintermeyer

Stütze dich auf die Ellenbogen und strecke die Beine hinter dich. Probiere aus, was sich besser anfühlt – die Beine zusammen oder auseinander. Atme in den Bereich, in dem du die Dehnung am meisten spürst und visualisiere, wie sich die Muskeln und Faszien entspannen.

9. SUPTA MATSYENDRASANA (Wirbelsäulendrehung in Rückenlage)

Yoga mit Beinprothese Supta Matsyendrasana Steven Medeiros
Foto: Winni Wintermeyer

Lege dich flach auf den Rücken und bringe die Knie Richtung Brust, mit Beinen und Füßen zusammen. Lass die Beine nach links fallen, beide Arme strecken zur Seite und der Kopf zeigt in die entgegengesetzte Richtung der Beine. Bleibe so lange, wie es angenehm ist, dann wiederhole die Übung auf der anderen Seite.

10. MATSYASANA (Fisch)

Yoga mit Beinprothese Matsyasana Steven Medeiros
Foto: Winni Wintermeyer

Lege zwei Yogablöcke waagrecht auf den oberen Teil deiner Matte, einen zur Unterstützung der Schultern und einen für den Kopf. Lege dich zurück, so dass die Schultern zuerst auf ihrem Block landen und dann der Kopf. Richte dich so ein, bis es bequem ist.

11. APANASANA (Knie-zur-Brust-Haltung)

Yoga mit Beinprothese Apanasana Steven Medeiros
Foto: Winni Wintermeyer

Lege dich flach auf den Rücken und ziehe die Knie zur Brust. Das hilft, den unteren Rücken zu dehnen. Falls es nicht mit beiden Beinen gleichzeitig klappt, versuche es mit jeweils einem Bein, wobei du das gestreckte Bein flach auf dem Boden hältst.

12. SUPTA BADDHA KONASANA (gebundene Winkelstellung im Liegen)

Yoga mit Beinprothese Supta Baddha Konasana Steven Medeiros
Foto: Winni Wintermeyer

Mit dem Rücken flach auf dem Boden, bringe Knie nach oben und stelle die Füße auf. Lege die Fußsohlen zusammen, öffne die Beine weit und überlasse der Schwerkraft die Arbeit. Versuche, einen Klotz zwischen die Füße zu legen, falls das bequemer ist.


Titelbild: Robert Sturmann


Dieser Artikel ist ein Auszug der US Ausgabe des Yoga Journals September/Oktober 2020. In unserem aktuellen Heft Yoga Journal 06/2022 lautet das Titelthema „Heilung“.

https://yogaworld.de/produkt/yoga-journal-nr-84-06-22-print-ausgabe/

Ayurvedisches Rezept: Rüblitorte-Pfannkuchen mit Labné-Guss

Ein physisch und mental gesundes und ausbalanciertes Leben verspricht eine hohe Lebensqualität. In der traditionellen indischen Gesundheitslehre Ayurveda ist dieser Grundsatz fest verankert. Claire Ragozzino verbindet in ihrem Buch Living Ayurveda uralte ayurvedische Weisheiten mit unserem modernen Alltag. Für Claire ist Ayurveda ein Lebensstil, der es über Ernährung und Yogapraxis ermöglicht, sich selbst genau kennenzulernen und sich für neue Wege zu öffnen.

In der Ayurveda-Lehre sind der Verlauf der Jahreszeiten und die damit verbundenen vorwiegenden Doshas von zentraler Bedeutung. Im Herbst und Frühwinter führt trockenes und kaltes Wetter zu vermehrtem Vata. Im Spätwinter verstärkt feuchtkaltes Wetter Kapha. Achte genau darauf, wie sich deine Umgebung verändert und wie diese dich beeinflusst. Neben wärmenden, erdenden und reichhaltigen Lebensmitteln empfiehlt der Ayurveda im Frühwinter auch Wurzelgemüse und hochwertige Milchprodukte (falls erwünscht), um ausgeglichen zu bleiben. Beides findest du in Form von Karotten und Labné in diesem leckeren Rezept.

Hier findest du noch mehr ayurvedische Rezepte mit Wurzelgemüse.

Labné ist probiotischer Joghurt mit leicht saurem Geschmack – eine großartige gesunde Alternative zu einem Guss aus Frischkäse. Falls du kein Labné bekommst, kannst du auch Quark oder, als vegane Alternative, einen dicken Kokos-Joghurt nehmen.

Claire Ragozzino Rüblitorte Pfannkuchen Labné
So lecker sehen die Rüblitorte-Pfannkuchen aus. Foto: © C. Ragozzino, C. Ballard, E. Baygulov, T. S. Ballje

Claire: „Wie der Name schon sagt, schmecken diese Pfannkuchen wie Rüblitorte und sind eine besondere Frühstücksleckerei, die ich gern an den Winterfeiertagen auftische. Frische geraspelte Karotten verleihen dieser Mischung Textur und Nährstoffe, während die
verdauungsfördernden Gewürze die Pfannkuchen köstlich schmecken lassen.“

Zutaten für die Rüblitorte-Pfannkuchen mit Labné-Topping

Für 4 Portionen Pfannkuchen:

2 Tassen Bio-Pfannkuchenmehl-Mischung nach Wahl
1 TL Zimtpulver
½ TL gemahlene Muskatnuss
½ TL gemahlener Ingwer
¼ TL Salz
1 Tasse geraspelte Karotte (etwa 1 große Karotte)
½ Tasse ungesüßte Rosinen
1 ½ Tassen Mandelmilch
1 Ei oder Ei weglassen, stattdessen 2 EL gemahlene Leinsamen in ¼ Tasse Wasser einweichen
2 EL Ahornsirup und mehr zum Servieren
2 EL Orangensaft
1 EL Orangenschale
2–3 TL Ghee oder Kokosöl, zum Braten
2 EL grob gehackte Pistazien

Für den Labné-Guss:

½ Tasse Bio-Labné oder frischer Quark oder Kokos-Joghurt
1 EL Ahornsirup
1 TL geriebene Orangenschale
Optional: 1 TL Orangenblütenwasser

Zubereitung

Pfannkuchenmehl-Mischung, Gewürze und Salz in einer großen Rührschüssel vermischen. Die geraspelten Karotten und Rosinen
zur trockenen Mischung geben.

In einer anderen Schüssel Milch, Ei, Ahornsirup, Orangensaft und Orangenschale mixen. Die feuchte Mischung mit der trockenen verrühren, bis alles eine gleichmäßige Konsistenz hat. Den Ofen auf 95 °C vorheizen, um die Pfannkuchen warm zu halten.

Zum Garen eine Grillplatte oder Pfanne anfangs auf mittlerer Flamme erhitzen; wenn sie heiß ist, auf mittlere bis kleine Stufe herunterschalten. Einen Klecks Ghee oder Kokosöl schmelzen, dann etwa ¼ Tasse Teig für jeden Pfannkuchen in die Pfanne geben. Bei niedriger Hitze langsam backen, bis der Pfannkuchen auf einer Seite goldgelb ist, dann wenden und auf der anderen Seite anbräunen. Den fertigen Pfannkuchen auf einem Backblech im Ofen warmhalten, während der Rest zubereitet wird. So weitermachen, bis der ganze Teig aufgebraucht ist.

Für den Guss: Alle Zutaten in einer kleinen Schüssel verrühren. Abschmecken und nach Wunsch nachwürzen. Man bereitet ihn
am besten frisch zu. Dann werden die Pfannkuchen mit einem Löffel Labné-Guss, einigen gehackten Pistazien und etwas warmem Ahornsirup heiß serviert.

Dosha-Hinweise:

Pitta: Ingwerpulver weglassen.
Kapha: Ei weglassen, stattdessen 2 EL gemahlene Leinsamen in ¼ Tasse Wasser verwenden.

Kennst du deinen Konstitutions-Typ? Mach den Test und finde es heraus…

Dauer:

Vorbereiten: 15 Minuten | Zubereiten: 30 Minuten


Über die Autorin: Claire Ragozzino

Claire Ragozzino
Foto: © Claire Ragozzino

Claire Ragozzino ist ausgebildete Yogalehrerin und Ayurveda-Beraterin. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Zusammenführung von Yoga, Ayurveda und einer ganzheitlichen und natürlichen Ernährung mit einem modernen Lebensstil. Sie ist Autorin der beliebten Website Vidya Living und schreibt und fotografiert für Online- und Printpublikationen zu Themen wie Essen, Kultur und unserem Verhältnis zur Natur. Mehr über ihre Arbeit erfährst du auf www.vidyaliving.com.

Living Ayurveda Claire Ragozzino

Claire Ragozzino verbindet in ihrem Buch Living Ayurveda (Unimedica im Narayana Verlag) uralte ayurvedische Weisheiten mit unserem modernen Alltag.

Mit Yoga, Atemübungen, Ritualen und Praktiken sowie über 80 vegetarischen Rezepten führt sie durch die verschiedenen Jahreszeiten. Eine harmonische Kombination aus Kochbuch und Lifestyle-Handbuch, dass unser körperliches und seelisches Wohlbefinden verbessert und Balance und Energie zurück in den oft hektischen Alltag bringt.

Titelbild: © C. Ragozzino, C. Ballard, E. Baygulov, T. S. Ballje


Du möchtest mehr über Ayurveda erfahren? Dann empfehlen wir dir diese Podcast-Folge:

Oder klick dich durch unsere Auswahl an spannenden Artikeln zum Thema Ayurveda.

#22 Yogastile: Budokon Yoga

Fia Sonora über die Verbindung von Krieger*in und Yogi*ni

In dieser Folge „YogaWorld Podcast“ geht’s um Budokon Yoga. Das ist ein moderner Yogastil, der Elemente aus dem Kampfsport mit traditionellem Hatha Yoga verbindet. Dabei werden die Stellungen nicht gehalten, sondern dynamisch im Flow geübt. Susanne hat Budokon Yoga auf der letzten YogaWorld Messe in der Stunde von Fia Sonora kennengelernt. Fia hat „Sprachen und Kulturen Südasiens und Tibets“ studiert, wodurch sie ihre besondere Liebe zum Yoga und zum Sanskrit entdeckt hat.

Im Podcast erzählt Fia von ihrem Yogaweg und warum gerade Budokon Yoga ihr Leben verändert hat. Sie erklärt die verschiedenen Elemente des Budokon wie Martial Arts oder Tierbewegungen. Dann legt sie dar, wodurch sich in ihren Augen Budokon Yoga auch in seiner Wirkung von anderen Yogastilen abhebt. Fia verrät, was es mit dem inneren Krieger, der inneren Kriegerin auf sich hat und wie man diese/n durch Budokon mit der inneren Yogini, dem inneren Yogi verbinden kann.

Hummus aus Rote Bete und Granatapfel

Leuchtend rote Granatapfelkerne und intensive Rote Bete geben diesem Rezept seine unvergleichliche Farbe. Mach es dir daheim gemütlich und genieße diesen leckeren Rote Bete und Granatapfel-Hummus. Frisch, bunt, würzig und super gesund.

Der knallbonbonfarbene Aufstrich passt perfekt zu orientalischen Gerichten und knusprigem Fladenbrot. Alternativ kannst du auch einfach selbst backen und deine Küche mit dem Duft nach frischem Brot erfüllen – und vor allem selbst bestimmten, welche guten Zutaten du in dein Brot packst. Worauf du dabei achten musst, warum das so gesund ist und wie einfach ein „Thymian-Pfeffer-Brot“ zu machen ist, kannst du hier nachlesen: Brot backen – gesund, lecker, nachhaltig.

Zutaten für Rote Bete- und Granatapfel-Hummus

  • 1 Pfund Rote Bete, geschält und in Scheiben geschnitten
  • 1 EL plus 1 TL Olivenöl
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL Naturjoghurt
  • 2 EL frisch gepresster Zitronensaft
  • 5 EL Tahini
  • 2 EL Grenadine (Granatapfelsirup)
  • 2 EL Granatapfelkerne, gekühlt
  • 2 EL zerpflückte Minzeblätter
Bild via Canva

Zubereitung

  1. Heize den Ofen auf 250 Grad vor. Vermenge die Rote-Bete-Scheiben mit 1 EL Öl, Salz und Pfeffer und brate sie etwa 40 Minuten auf einem Blech, bis sie gar sind.
  2. Püriere den Knoblauch im Mixer. Dann gebe die abgekühlte Rote Bete, Joghurt und Zitronensaft dazu und püriere alles zu einer glatten Masse. Zum Schluss mische Tahini und Grenadine unter.
  3. Fülle den Hummus in eine Schüssel. Träufle 1 TL Öl darüber und streue Granatapfelkerne und Minze darüber.

Hier gibt’s ein weiteres leckeres Rezept:

Yoga next level mit dem Sensoboard

„Komm in deine Balance!“ Wie oft habe ich den Satz schon gehört … Balance spielt auf und abseits der Matte eine große Rolle im Yoga und mit dem Sensoboard der hessischen Manufaktur Sensosports hebst du deine Praxis diesbezüglich auf ein neues Level. Ich durfte das Balance Board testen und war überrascht, wie sehr es mein Yoga bereichert hat. //anzeige

Balance Boards sind ja an sich nichts Neues, was kann das Sensoboard also, was andere nicht können? Diese Frage hab ich mir schon beim Auspacken der Teile gestellt. Mein erster Gedanke: Sie sehen richtig gut aus – und sind ganz schön schwer. Doch genau das macht sie auch extrem stabil und das lerne ich später noch zu schätzen. Haptik und Optik sind richtig hochwertig und somit stört mich das Gerät auch überhaupt nicht in meinem Wohnzimmer. Im Gegenteil, es wird direkt zum Hingucker und sowohl Kinder als auch jeglicher Besuch steigt direkt auf und will nicht mehr runter. Genau so geht es mir auch.

Asanas auf dem Sensoboard: Instinktive Bewegung

Selbst ohne eine bestimmte Übung auszuführen macht das Brett einfach richtig Spaß. Ich beginne sofort, mich instinktiv zu bewegen, in die Hocke zu gehen, auf einem Bein zu stehen, die Balance zu finden. Dabei merke ich direkt, wie mein kompletter Körper in Bewegung ist, Muskeln sich automatisch anspannen. Dabei entsteht meine Lieblingsübung: Tadasana – die Berghaltung auf dem Brett. Natürlich kommt mit dem Sensoboard ein wenig Unruhe in die Asanas, aber genau das gefällt mir, weil es neue Impulse in meine Praxis bringt. Meine Aufmerksamkeit geht komplett in meinen Körper, ich muss unglaublich ruhig und fokussiert werden, damit ich die Asana auf dem Sensoboard halten kann. Auch Hund und Cobra fühlen sich komplett neu an. Die Arme sind auf dem Board und sofort spüre ich jeden Core-Muskel. Zu Beginn kann ich die Stellung kaum halten, weil die Belastung der Arme so ungewohnt ist.

Mittlerweile habe ich mich nicht nur daran gewöhnt, meine Muskulatur hat sich gestärkt – für mich ein super Fortschritt, weil genau das mein Schwachpunkt ist. Richtig gut gefällt mir auch die Variation der Brücke mit dem Board – und das will was heißen, denn ansonsten versuche ich genau diese Asana eher zu meiden. Auch ohne Yoga nutze ich das Board liebend gerne, weil es mich direkt in die Bewegung bringt. Und nicht nur ich, auch meine Kinder lieben es, instinktiv darauf herumzuturnen. Sie denken gar nicht lange nach, sondern bringen sich automatisch in verschiedenste Positionen und genießen „das Wackeln“ wie sie es nennen.

Sensoboard essential Eva vs. Surf & SUP Eva

Wen ich von DEM Board schreibe, habe ich verschwiegen, dass es 2 Boards sind. Das kleinere essential EVA und das große Surf & Sup Eva. Besser gesagt: Die Basis bleibt gleich, es sind 2 unterschiedliche Trägerplatten – aber dazu später mehr. Welche Variation sich nun besser für Yoga eignet? Meiner Meinung nach kleinere essential EVA. Ich finde bei dieser Version während den Asanas besser in die Balance und kann die kleinere Trägerplatte auch ganz am Rand greifen, was mir gerade bei den Armhaltungen den Einstieg leichter macht. Ganz missen möchte ich mein großes Board aber auch nicht mehr. Ganz unyogisch liebe ich es, beim Filme gucken auf dem Surf & SUP zu balancieren, egal ob sitzend oder stehend. Mir gefällt die durchgehende Bewegung und Beanspruchung meiner Muskeln (Übrigens: Unten im Artikel siehst du im Video, wie Übungen auf dem Sensoboard aussehen können).

Anders als normale Balance Boards: patentiertes System

Entwickelt wurde das Sensoboard von Moritz Martin, Sportwissenschaftler und unter anderem mehrmaliger Deutscher Meister in der olympischen Windsurfklasse und im Stand Up Paddling – der Mann kennt sich aus in Sachen Balance. Gemeinsam mit seinem Bruder und einem Kommunikationsdesigner haben sie das patentierte System entwickelt, welches das Board so besonders macht: Das obere Brett ruht auf einem Kugellager und ist durch Expander mit der Basis verbunden. Dieser Aufbau ermöglicht sehr schnelle Bewegungen und unvorhersehbare Richtungswechsel. Anders wie bei einem regulären Balanceboard mit Rolle bewegt sich das Sensoboard in alle Richtungen und genau das macht das Training so effektiv und vielseitig. Cooles Plus: Durch die einfach einstellbaren Expander kann ich Stabilität an Körpergewicht und Können anpassen. Außerdem lassen sich die Deckplatten austauschen, so dass du mit einer Basis mehrere Möglichkeiten hast – vom kleinen, kurzen Standard, bis hin zum XXL Surfboard – der Favorit meines Mannes. Neben Design und Funktionalität legen die Macher großen Wert auf eine nachhaltige Produktion: Die Boards bestehen hauptsächlich aus Holz und werden in der hessischen Manufaktur endmontiert. Die gesamte Wertschöpfungskette findet in Deutschland statt.

Yoga auf dem Sensoboard: So geht’s!


Mehr Infos: sensosports.de und @sensosports

Fitte Faszien mit Amiena Zylla: Der verdrehte Hund

amiena zylla faszienyoga der verdrehte hund

Bewegung ist eine absolute Notwendigkeit – nicht nur für die Faszien. Warum das so ist, erklärt unsere Faszienexpertin Amiena in dieser Folge ihrer Kolumne – und sie zeigt auch gleich eine Übung, mit der du deinen gesamten Körper spielerisch beleben und massieren kannst.

Bewegungsmangel, Schonhaltungen, Operationen oder auch psychischer Stress und die damit verbundene ständige Anspannung im Körper – all das verklebt und verfilzt unsere Faszie. Sogar Traumata können sich in diesem komplexen Netz aus Bindegeweben festsetzen. Ist die Faszie erst einmal verklebt, verhärtet oder verkürzt, nehmen ihre elastischen (also dehnbaren) Anteile ab und sie werden starr und unbeweglich. Die Folge: Der Bewegungsspielraum von Muskulatur und Gelenken wird eingeschränkt und damit nimmt die Gesamtbeweglichkeit des Körpers immer weiter ab, denn selbst wenn die Muskeln die nötige Kraft und Beweglichkeit hätten, kämen sie nicht in die entsprechenden Positionen.

Aber nicht nur die Beweglichkeit, auch Kraft und Verletzungsanfälligkeit hängen vom Zustand unserer Faszie ab: Ein gesundes Bindegewebe ist fest und elastisch zugleich, es garantiert eine Belastbarkeit von Sehnen und Bändern, vermeidet schmerzhafte Reibereien an den knorpeligen und knöchernen Elementen und schützt die Muskulatur vor Verletzungen.

Verklebte Faszien sind oft die Ursache für Schmerzen

Seit einiger Zeit weiß man, dass der Großteil der Rückenschmerzen, aber auch Schulter- und Nackenbeschwerden und sogar viele Sportverletzungen und der altersbedingte Verschleiß von Gelenken ihre Ursache häufig nicht in der Muskulatur haben, sondern zu einem wesentlichen Teil mit verfilzten, verklebten und damit unflexiblen Faszien in Zusammenhang stehen.

Ein besonders eindrückliches Beispiel dafür sind Rückenschmerzen: Durch das häufige und lange Sitzen und die damit verbundenen einseitigen Belastungen werden die Strukturen an der Körpervorderseite zum einen schlecht mit Nährstoffen versorgt, zum anderen verkürzen sie. Andererseits kann auch eine verklebte Wadenfaszie über die rückseitige Beinmuskulatur einen schmerzhaften Einfluss auf den unteren Rücken oder sogar auf die Schultern ausüben. Genau aus diesem Grund ist vielseitige und ganzheitliche Bewegung mit einem guten Augenmerk auf die Faszien so wichtig: Man kommt durch sie schneller an die wahre Ursache von Beschwerden heran.

Bewegung ist die Lösung für gesunde Faszien

Unsere Faszie ist demnach das Abbild davon, wie wir uns und unseren Körper bewegen und belasten. Sie passt sich den unterschiedlichen Belastungen an und ist somit maßgeblich für unser Erscheinungsbild verantwortlich. Bewegung ist also der Schlüssel und wir können nur gesund sein, wenn wir uns regelmäßig und so vollständig wie möglich in alle Winkel unseres Körpers bewegen und strecken. Nur dann bleibt die Faszie locker und flexibel.

Übung: Der verdrehte Hund

Amiena Zylla der verdrehte Hund Susanne Schramke Faszienyoga
Amiena zeigt dir, wie der verdrehte Hund geht. Foto: Susanne Schramke

1. Du beginnst im Vierfüßlerstand: Richte die Knie unter den Hüften und die Handgelenke unter den Schultern aus. Stelle deine Zehen auf und aktiviere Hände und Schultern.

2. Aus dieser Aktivität heraus hebst du die Knie und schiebst das Becken nach hinten, oben in den herabschauenden Hund.

3. Für die eigentliche Übung löst du nun den linken Fuß von der Matte und schiebst ihn vor dem rechten Bein nach rechts und so weit nach zur Seite wie möglich. Lege die linke Fußaußenkante auf dem Boden.

4. Der rechte Fuß dreht leicht mit, auch Arme und Rumpf dürfen spielerisch mitgehen, wenn du nun deinen Kopf mal nach rechts, mal nach links wendest.

5. Wiederhole die Übung, indem du das rechte Bein über vorne mit dem linken überkreuzt.

Tipp: Sei spielerisch beim Faszienyoga

Wie immer sollst du im Faszienyoga wirklich spielen – ohne Bedenken zu haben, ob du die Übung nun richtig machst oder nicht. Verabschiede dich von der Idee von Perfektion und stürze dich stattdessen ins Vergnügen an Bewegung. Verändere und variiere die Positionen von Armen, Beinen, Oberkörper und Kopf. Geh mit deiner Intuition, also damit,
worauf du Lust hast.

Wirkungen des verdrehten Hundes:

  • Massiert den ganzen Körper
  • Macht den Kopf frei
  • Löst Verspannungen
  • Reduziert Stress
  • Stimuliert die Bildung von Glückshormonen

Mehr Tipps und Anregungen gibt es hier: youtube.com/amienazylla & auf Insta @amienazylla

Faszienyoga für ein strafferes Bindegewebe…

Amiena war auch im „YogaWorld Podcast“ zu Gast und hat dort über ihr Lieblingsthema gesprochen:

#21 Yogische Ernährung

Ralf Müller-Amenitsch spricht über Yogaethik und karmische Grundlast

In dieser Folge „YogaWorld Podcast“ geht‘s um ein Thema, das wirklich jeden auf der Welt betrifft: Wir sprechen über Ernährung. Hier bei YogaWorld interessiert uns in diesem Zusammenhang natürlich die Ernährung nach yogischen Grundsätzen. In weiten Teilen der Yogaszene hat sich eine vegetarische Ernährung mit Tendenz zum Veganismus durchgesetzt. Warum das so ist, weiß Rechtsanwalt und Peta-Tierrechtsaktivist, Ralf Müller-Amenitsch.

Ralf praktiziert seit seinem 16. Lebensjahr Yoga, unter anderem als Yogalehrer und unter persönlicher Anleitung von bekannten Lehrern wie Swami Vishnu Devananda oder B.K.S. Iyengar. Er erklärt, warum die ethischen Grundsätze des Yoga nicht mit dem Konsum tierischer Produkte zusammenpassen und teilt persönliche Erlebnisse aus seiner Arbeit für PETA. Dabei adressiert er unverblümt die desolaten Lebensverhältnisse der Tiere in der Lebensmittelproduktion. Seine Argumente untermauert er logisch mit Interpretationen der alten Yoga-Schriften. Denkst du, die alten Yogis waren auch schon Vegetarier oder Veganer?

Die Redaktion testet Veda Naturals: Ayurveda für Zuhause

Veda Naturals

Bei Veda Naturals findest du pure Öle und pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel – alles 100% natürlich und authentisch. Produkte, die Ayurveda pur und ganzheitliche Selbstpflege für zuhause versprechen? Halten Pflege-Essentials den hohen Erwartungen stand? Ich durfte ein paar der Produkte testen und war absolut überrascht. //anzeige

Mein Selfcare-Moment beginnt am Abend, wenn die Kids im Bett sind und Ruhe bei uns einkehrt. Dann ist meine Zeit: Ich gehe ins Bad, dimme das Licht, mache Musik (und ja, auch mal eine Serie) an und kümmere mich nur um mich. Gesichtsyoga darf dabei nie fehlen, dann beginnt mein Pflegeritual. Bei den Produkten bin ich mittlerweile vorsichtig geworden, denn mit 42 Jahren hat meine Haut ganz andere Ansprüche – wir sind gemeinsam wählerischer geworden, glaube ich. Deswegen habe ich mich auch gut eingelesen: Veda Naturals verwendet ausschließlich naturreine Produkte, die Öle sind unparfümiert und fühlen sich schon auf der Fingerspitze extrem pflegend an.

Rizinusöl macht meine Haut ganz weich

Da meine Gesichtshaut eher fettig ist, verwende ich das dickflüssige und reichhaltige Rizinusöl für meinen Hals. Eine ausgeprägte Lebensspur überzieht dort meine Haut (gefühlt von einem Ohr bis zum anderen) und diese tiefe Falte bekommt jetzt eine Extraportion Pflege. Bereits nach wenigen Anwendungen wird meine Haut hier sehr viel weicher. Na klar sieht man die Falte noch, aber tatsächlich deutlich weniger. Dabei ist das Öl kein „Anti Age“-Produkt, aber die Haut wird so gut gepflegt, dass nichts mehr spannt und es einfach schöner und weniger „faltig“ aussieht. Weil mich das wirklich erstaunt, lese ich nach und siehe da: „Rizinusöl stimuliert das Kollagen, reduziert Narben, schlaffe Haut, Falten und Dehnungsstreifen.“ Ja, kann ich genau so unterschreiben.

Mein Mann klaut mir das Arganöl

Super praktisch sind die verschiedenen Wechsel-Aufsätze: Das Rizinusöl kommt mit Pipette, Pumpspender und Wimpernbürstchen – je nachdem, wofür ich es verwenden will. Kurz vor dem Zubettgehen bekommen Wimpern und Augenbrauen so auch noch eine Pflegepackung und ich kann bestätigen, dass sie nach zwei bis drei Wochen deutlich länger und robuster sind. Okay, ich bin offiziell beeindruckt. Also teste ich weiter: reines natives Arganöl. Die Konsistenz ist samtig, aber weniger dickflüssig und ich probiere es auf den Lippen und in den Haaren. Die Lippen fühlen sich toll an und meine Haarspitzen sehen trotz Heizungsluft und Mütze weich und gepflegt aus. Auch meine Kopfhaut spannt weniger, wenn ich es einmal pro Woche vor dem Haarewaschen einmassiere. Weiter komme ich mit dem Testen leider nicht, denn das Fläschchen ist plötzlich verschwunden. Mein Vollbart tragender Ehemann erklärt es zu seinem Eigentum, weil er schon lange nach einer so guten Bartpflege gesucht hat – seine Worte! Okay, ich gönne es ihm.

Reine Produkte mit toller Wirkung

Auch mit in meinem Test-Paket: Pfefferminzöl, Ashwaganda-Pulver-Extrakt und Kurkuma-Pulver-Extrakt. Das hochkonzentrierte Pfefferminzöl reibe ich (verdünnt mit Kokosöl) bei Kopfweh auf meine Schläfen und der Geruch ist einfach umwerfend frisch und minzig. Bei Erkältung ein paar Tropfen ins Badewasser … love it! Ashwaganda und Kurkuma mische ich fast täglich irgendwo unter. Der intensive Geruch und die kräftige Farbe erinnern mich an Mutter Erde und fühlen sich gut an. Ich habe das Gefühl, mir damit etwas richtig Gutes zu tun, ohne Schnickschnack drum herum. Klar ist natürlich auch: Jeder Körper reagiert anders. Ich für mich kann aus Überzeugung sagen, dass Rizinusöl, reines natives Arganöl, Pfefferminzöl, Ashwaganda-Pulver-Extrakt und Kurkuma-Pulver-Extrakt mich in ihrer Wirkung wirklich positiv überrascht haben und ab jetzt definitiv zu meinem Selfcare-Ritual gehören.

Wie gut ist Veda Naturals?

Für mich gibt es hier zwei Daumen nach oben. Von der Verpackung bis zur Nutzung durch den Verbraucher ist alles gut durchdacht. Wirklich begeistert bin ich von den verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten durch die unterschiedlichen Aufsätze. Die Produkte sind naturrein, reichhaltig, bio, fair produziert. Sie werden streng getestet und frei von Chemikalien oder Zusatzstoffen in Indien handgefertigt. Die Zutaten werden vor Ort angebaut und in kleinen Chargen nach altbewährten Techniken hergestellt. Alle Produkte sind frei von Parabenen, synthetischen Duftstoffen, Farbstoffen, Füllstoffen oder künstlichen Konservierungsmitteln und durch Eurofins geprüft. Veda Naturals hat es sich zum Ziel gesetzt, die natürliche Verbindung zwischen Mensch und Natur mit bewährten Kräutern für eine nährende Geist-Körper-Balance wiederzubeleben. Von unserer Seite auf jeden Fall eine Empfehlung wert.


Mehr Info zu Veda Naturals auf: vedanaturals.de und auf @veda.naturals