Nachhaltiger Yoga-Urlaub im Hotel Lindenwirt im Bayerischen Wald

Yoga Urlaub Bayerischer Wald

Am Rande des Bayerischen Waldes inmitten der sanften Zellertaler Bergwelt liegt eines der traditionsreichsten Top Wellnesshotels in Bayern. Wo einst ein Bauernhof stand, befindet sich heute das Hotel Lindenwirt. Wir stellen euch die wunderbare Yoga-Urlaubslocation vor. //anzeige

Die hohe Linde vor der Tür erinnert noch immer an die Gründung im Jahr 1950. Seitdem gab es einige Neuerungen, um den Aufenthalt in dem 4 Sterne Hotel für seine Gäste zu einem unvergleichbaren Wohlfühl-Erlebnis zu machen. Sein bis ins kleinste Detail ausgefeiltes, nachhaltiges Konzept zeichnet das Hotel aus. Im Hotel Lindenwirt ist „naturnah“ kein Klischee, sondern wird ganz einfach gelebt. Sozusagen die „neue Ehrlichkeit“, ohne jeglichen Pomp und Wellnesskitsch.

Verwurzelung in der eigenen und die Faszination für andere Kulturen ist einer der Grundgedanken hinter dem ganzheitlichen Lindenwirt-Konzept „Wellness meets Oneness“: Die Blockhaussauna mit Bayernwaldruhe gehört ebenso zum Hotel Lindenwirt wie die chinesische Bewegungsform Qi Gong und die traditionelle indische Heilkunst Ayurveda. Die Wirtsfamilie legt zudem großen Wert darauf, dass jeder seine individuelle Freiheit, seine eigene Vorstellung von Urlaub leben kann. „Oneness“ ist die Einladung zu einem ganzheitlichen Vital- und Gesundheitskonzept von höchster Qualität, das alle Sinne anspricht, um zu einem neuen Einssein mit sich und der Welt zu kommen.

Balance finden im neuen Yoga- und Vitalhaus

Yoga, Meditation und Gesundheitskurse zur Entspannung und Weiterbildung im Yoga- und Vitalhaus Samhita. Der Name Samhita stammt übrigens aus der vedischen Kosmologie und bedeutet „die Einheit – Oneness – die Ganzheit und das Feld oder der Ort aller Möglichkeiten“. Alle Naturgesetze entspringen aus dem Feld aller Möglichkeiten – aus Samhita.

Am Waldrand gelegen befindet sich das neue Yoga- und Vitalhaus Samhita – für alle, die Yoga im Einklang mit der Natur ausüben möchten. Der Begriff Samhita stammt aus der vedischen Kosmologie und bedeutet Einheit. Eins sein mit sich – ganz nach dem Motto des Hotel Lindenwirt. Das neue Yoga- und Vitalhaus mit bodenlangen Glasfronten wurde nach Kriterien des Vastu, der älteren Form des Feng-Shui, erbaut. Im Samhita finden täglich Yoga- und Gesundheitskurse zur Entspannung und Weiterbildung statt. Es bietet aber auch Raum für private Yogaübungen. Umringt von der kraftvollen Natur des Bayerischen Walds können Gäste bei frühmorgendlichen Asanas, stillem Qi Gong, Meditation oder Traumreisen ihrem Körper und ihrer Seele Gutes tun. „Wir hoffen, dass unsere Gäste die gelernten Techniken in ihren Alltag integrieren. Denn wir möchten ihnen über ihre Ferien hinaus etwas mitgeben, nämlich mehr Gelassenheit in einer hektischen Welt“, so Hotelleiterin Maria Geiger, die selbst gerne beim Yoga entspannt und teilweise auch die Yogakurse leitet.

  • Yoga Urlaub Bayerischer Wald Hotel Lindenwirt
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Ein weiterer Ort der Muße ist die einzigartige, großzügige Gartenanlage. Aber auch im Tilia Spa kann etwa auf der Panoramaterrasse mit Blick in den Garten meditiert und neue Energie aufgenommen werden. Ob eine Auszeit in Form eines Yoga Retreats oder individuelle Yoga-Tage – das Hotel Lindenwirt hat individuelle Angebote für einen Wohlfühlurlaub ganz im Zeichen von Gesundheit und Genuss. Die Yoga-Einheiten sind angepasst für Anfänger*innen, unter besonderer Berücksichtigung der Erfordernisse von Rücken und Hals. In Rahmen des Lindenwirt Vitalprogramms haben die Gäste die Möglichkeit, tägliche Yogakurse (außer Sonntag) kostenfrei mitzuerleben.

Yoga-Ferien mit SatyanandaYoga und meditative Wanderungen

In dieser Yoga-Ferienwoche kann sich jeder ganz nach seinem Geschmack verwöhnen lassen – bei ausgiebigen morgendlichen Yogaeinheiten sowie Yoga Nidra und Meditationen an den Nachmittagen. Eine muskellockernde Rückenmassage und das Lindenwirt Vitalprogramm runden das einzigartige Angebot ab.

Natur-Highlight Waldbaden

Ein bewusster, achtsamer Aufenthalt im Wald. Töne, Gerüche und Farben des Waldes bewusst wahrnehmen und mit dem eigenen Rhythmus in Harmonie setzen, um Körper und Seele in eine nachhaltige Übereinstimmung mit der Umwelt zu versetzen. Das bewusste Erleben des Waldes schärft zugleich die Sinne und sorgt für innere Ausgeglichenheit und Ruhe. Durch den Aufenthalt im Wald verringern sich laut jüngsten Studien Angstzustände, Depressionen und Wut. Für das Hotel Lindenwirt begleitet Tourguide Reinhard Weikl die Gäste wöchentlich bei einer meditativen Wanderung. Diese verbindet verschiedene Weisen der Meditation und einfache Yogapraktiken.

Preisbeispiel

Lindenwirt Kurzurlaub

2 Nächte im DZ ab 376 € p.P. inkl. Lindenwirt ¾ Verwöhnpension,
1x individuelle Aromaölmassage und Lindenwirt Vitalprogramm.
Rundum-Wohlgefühl mit ¾ Verwöhnpension: Die frische Küche mit regionalen Bio-Produkten, die Lage im Naturpark, die familiäre Atmosphäre, das umfangreiche Wellnessangebot und sein nachhaltiges Konzept machen den Aufenthalt im Hotel Lindenwirt zu einem unvergesslichen Natur- und Wellnesserlebnis.

Naturbadesee Hotel Lindenwirt

Yoga-Playlist des Monats von Stephanie Neumann: Yoga for Cancer

Stephanie Neumann Yoga for Cancer

Stephanie Neumann ist die Gründerin von „Yoga for Cancer“, einer Yoga-Charity, die Online Yoga auf freiwilliger Spendenbasis (nicht nur) für Krebspatienten anbietet und die wundervolle „AKTION KLEINE HELDEN“ ins Leben gerufen hat. Mit uns hat sie eine ganz besondere Yoga-Playlist geteilt.

Yogalehrerin Stephanie weiß aus eigener Erfahrung, dass Krebs jeden treffen kann. Nach ihrer ersten Krebserkrankung gründete sie nicht nur „Yoga for Cancer“, sondern entwickelte auch die „Happie Haus“-App, die Brustkrebs-Betroffene auf ihrem Weg zur Genesung unterstützen soll.

Stephanie ist Gründerin von „Aktion Kleine Helden“

Gemeinsam mit Stephanie, ihrem Ehemann Eric und einem tollen Team präsentieren wir zum dritten Mal die „Aktion Kleine Helden“, das große Online Yoga-Event zugunsten krebskranker Kinder am 11. & 12.Februar 2023. Dabei sein kann jeder, denn das Event wird Live aus Berlin via Zoom gestreamt. Zwei Tage Yoga mit den besten Yogalehrer*innen und ein gemeinsames Ziel: so viele Menschen auf die Matte zu bringen wie möglich – für die Kinder. Denn alle Einnahmen des Events gehen an eine Organisation die kleinen Krebspatienten hilft. Du willst dabei sein? Dann hol dir jetzt dein Ticket! Denn die Wahnsinns-Summe von über 16.000 Euro wollen wir in diesem Jahr toppen!

Yoga for Cancer-Playlist

Stephanie Neumann Yoga for Cancer

Die Playlist von Stephanie trägt uns mit wunderschönen Klavierklängen durch eine gefühlvolle und sanfte Praxis: „Diese Playlist ist total intuitiv entstanden. Ich habe auf mein Gefühl gehört und mich von der Musik tragen lassen – von Lied zu Lied. Ganz intuitiv. Intuitive Bewegungen mag ich auch im Yoga am liebsten. Bei dieser Playlist kann ich völlig loslassen, mich ich den Klavierklängen verlieren und mich so bewegen, wie es zu mir kommt. Ein ganz persönlicher Yogatanz, der jedes Mal anders ist.“


Mehr Infos zu Stephanie und Yoga for Cancer findest du hier:
Website: yogaforcancer.de
Instagram: @yogaforcancer_charity

Fotos im Artikel: Maria Schiffer

#36 Yogastile: Jivamukti Yoga

Moritz Ulrich spricht über Beziehungen, Gott und spirituellen Aktivismus

Heute nehmen wir uns im YogaWorld Podcast mal wieder einen Yogastil vor: Jivamukti Yoga. Das ist ein relativ moderner und dynamischer Yogastil aus den USA, der aber gleichzeitig auch viel Wert auf klassische yogische Werte legt. Welche das sind, erklärt Yoga- und Sanskritlehrer Moritz Ulrich im Gespräch mit Susanne.

Moritz erzählt, wie er bereits mit 13 Jahren zum Yoga gekommen ist und dann letztlich beim Jivamukti landete. Dabei bezeichnet er Jivamukti Yoga als „all inclusive“. Er erläutert, warum jede Stunde im Jivamukti Yoga ein bestimmtes Thema hat und warum die Hingabe zu dem mitunter abstrakten Begriff „Gott“ eine große Rolle spielt. Außerdem verrät Moritz warum als Jivamukti Yogi*ni ein veganer Lifestyle obligatorisch ist und was das mit spirituellem Aktivismus zu tun hat. Willst du wissen, wie Yoga und wilde Pop- und Elektrosounds zusammenpassen?

Elementar Reisen: Brauchst du eine Auszeit?

Der Reiseveranstalter Elementar Reisen weiß, worauf es bei deiner Auszeit ankommt: inspirierende Atmosphäre, offene Bewegungs- und Kreativangebote, Raum für Rückzug, paradiesische Natur… Klingt zu gut, um wahr zu sein? Ist es zum Glück nicht. // Anzeige

Irgendwie haben meine Freundinnen und ich gerade alle das gleiche Problem: Wir stecken im Alltag fest, von überall her kommen nur negative News und uns geht ein wenig die Kraft aus. Zumindest meine Mädels und ich sind außer Puste und zwar ganz egal ob mit Familie, Kindern, Job und Schule oder ohne. Wir brauchen eine Auszeit. Und zwar nicht mit Kind und Kegel am vollen Strand, sondern ganz für uns. Denn nur wenn unsere Akkus aufgeladen sind, können wir auch für andere da sein – für den Beruf, für die Kleinen, für unsere Partner oder auch einfach nur für uns. Was ich mir vorstelle? Eine Reise, auf der ich zur Ruhe komme, Zeit für mich habe, Neues entdecke, Gleichgesinnte treffe (wenn ich gerade Lust darauf habe) und – ja das gehört für mich unbedingt dazu – mich fühle wie im Paradies.

Persönliche Beratung für deine individuelle Reise

Genau hier knüpft Petra Summer, die Inhaberin von Elementar Reisen, mit ihrem Angebot an. Sie ist Touristikfachwirtin, Yogalehrerin, Entspannungskursleiterin und Qigong-Lehrerin. Ihr Ziel: Reisende sollen ihre ganze Energie für schöne Dinge nutzen und nicht für organisatorische Nebensächlichkeiten. Der Erholungseffekt steht klar im Vordergrund, genau wie die persönliche Beratung. Die Reisespezialistin kennt alle ihre Häuser und Partner persönlich und geht ganz gezielt auf die Bedürfnisse ihrer Kund*innen ein: Soll es zum Beispiel aktiver sein oder eher entspannt? Will man kreative Angebote nutzen? Wichtig ist ihr auch, dass die jeweilige Destination, das Haus und das Angebot ihre Kundschaft spontan aus dem Bauch heraus ansprechen. Dabei sind alle ihre Angebote so ausgerichtet, dass sie problemlos allein bereist werden können. Frei nach dem Motto „Alleine reisen, aber nicht alleine sein“, finden Reisende genau so viel Anschluss, wie sie gerade möchten.

Yogareisen und Ayurvedareisen

Für unsere Redaktion besonders spannend: das Angebot in Sachen Yoga und Ayurveda. Wir wollen eine unbeschwerte Zeit verbringen und gleichzeitig Körper und Geist etwas Gutes tun. Mit täglichen Yogaklassen, Qigong, Pranayama und Meditation – wenn uns dabei noch eine sanfte Meeresbrise um die Nase weht, ist es umso besser. Das finden wir zum Beispiel in der Lykia Lodge mit weitem Blick auf die Bucht von Adrasan in der Türkei. Je nach Reisepaket heißt es: Wandern in Kombination mit täglichen Yogaeinheiten, Meditation und Yoga Nidra. Dazu vegetarisch/vegane Küche und eine Terrasse mit großem Quellwasserpool. Wann geht’s los? Neben den klassischen Yogareisen kannst du mit Intensivseminaren noch tiefer gehen: das heißt, eine Woche lang ausgiebig Yoga, Qigong, Meditationen oder geführte Wanderungen.

Ayurveda pur erlebst du zum Beispiel im Bethsaida Hermitage, einem authentischen Ayurveda Resort, wo die Reinigungs- und Verjüngungskur in der Tradition der überlieferten ayurvedischen Heillehre durchgeführt wird. Alle Behandlungen werden nach ärztlicher Verordnung kompetent und von jeweils bis zu zwei Therapeut*innen durchgeführt. 

Frauenreisen und mehr

Die Reisen, die Petra Summer anbietet, richten sich nach ganz speziellen Bedürfnissen: So gibt es zum Beispiel Frauenreisen, auf denen man – oder eher „frau“ – die Zeit mit schönen und anregenden Gesprächen unter Gleichgesinnten verbringt oder die Seele in paradiesischen Gärten etwa an der türkischen Küste lässt. Yoginis tanken bei speziellen Yogareisen neue Kraft – unter freiem Himmel, zwischen Olivenbäumen, am Strand und bei offenen Bewegungs- und Kreativangeboten.

Reiseziele bei Elementarreisen:

Deutschland, Estland, Frankreich, Griechenland, Indien, Italien, Madeira, Marokko, Neuseeland, Österreich, Polen, Portugal, Spanien und Thailand.


Petra Summer ist Reiseverkehrskauffrau und Touristikfachwirtin, Yogalehrerin, Entspannungskursleiterin und Qigong-Lehrerin und Inhaberin von Elementar Reisen.

„Bei Reisen fällt mir oft auf, dass wir unsere Kraft und Energie für organisatorische Dinge verwenden, anstatt sie für die Dinge zu nutzen, die uns am Herzen liegen. Aus diesem Wissen heraus möchte ich dir helfen, deine Ressourcen ganz für deine eigene Ausrichtung und für dein Wohlbefinden zu nutzen und die richtigen Plätze mit gleichgesinnten Menschen zu finden.“

Bilder: Lykia Lodge

Mehr Infos auf elementar-reisen.de

Die Kraft des Tantra erleben – Yoga-Praxis von Rod Stryker

Laut Tantra gibt es keine Energie in der Welt, die nicht auch in deinem Körper vorhanden ist – und umgekehrt keine Energie in deinem Körper, die nicht auch in der Welt ist. In dieser Übungssequenz bekommst du einen Eindruck davon.

Text & Sequenz: Rod Stryker / Fotos: Jeff Nelson

Bevor du beginnst:

Die Sequenz facht die Energie im Nabel-Chakra an, dem Sitz deiner Willenskraft und Vitalität. Von dort soll sie durch die anderen Chakras hindurch bewegt werden und ins Kronen-Chakra aufsteigen. Konzentriere dich deshalb beim Üben vor allem auf das Wahrnehmen deines Atems, auf die Mantras und den subtilen Fluss von Energien. Das Ziel: mehr Selbstvertrauen, Mut und Klarheit.

1. Tadasana: Berghaltung mit Atembewegung

Steh aufrecht und aktiviere deine Beine, indem du die Schienbeine behutsam etwas zueinander hin und die Kniescheiben nach oben ziehst. Der Bauch ist sanft gehoben, die Schlüsselbeine dürfen sich ausbreiten (Tadasana). Dann führst du einatmend die Arme über vorne nach oben. Dabei konzentrierst du dich darauf, Brust und Rücken mit deinem Atem zu füllen. Ausatmend senkst du die Arme und ziehst zugleich den Nabel nach innen. Zum Ende der Ausatmung drückst du bewusst die Luft aus den Lungen.

6 Wiederholungen

2. Utkatasana: Stuhl oder Stehhocke, dynamische Variante

Setz deine Füße in Tadasana mindestens in einen hüftbreiten Abstand, bevor du einatmend erneut deine Arme hebst. Ausatmend ziehst du den Nabel Richtung Wirbelsäule, beugst die Knie und bewegst den Oberkörper nach vorn, bis er auf den Oberschenkeln ruht. Lass Arme und Kopf locker hängen, dabei sollten die Sitzknochen nicht tiefer stehen als die Knie. Einatmend hebst du die Arme über vorn und richtest dich in die Stehhocke (Utkatasana) auf und von dort weiter in Tadasana.

6 Wiederholungen, bei der letzten hältst du Utkatasana 6 Atemzüge lang.

3. Bitilasana – Adho Mukha Shvanasana: Von der Kuh in den herabschauenden Hund

jeff nelson bitilasana tantra
jeff nelson adho mukha shvanasana tantra

Richte im Vierfüßlerstand die Hände schulterweit und die Knie hüftbreit aus. Die Finger sind gespreizt und kraftvoll am Boden verwurzelt. Einatmend hebst du Brust und Kopf und streckst die Körpervorderseite lang. Dabei wahrst du eine leichte Aktivität im unteren Bauch (Bitilasana). Stell die Zehen auf, bevor du ausatmend die Knie hebst, dein Gewicht nach hinten bewegst und die Wirbelsäule lang streckst (Adho Mukha Shvanasana). Mit der nächsten Einatmung senkst du die Knie wieder und hältst dabei den Bauch aktiv.

6 Wiederholungen, bei der letzten hältst du den Hund 6 Atemzüge lang. Dabei konzentrierst du dich einatmend auf das Heben des Beckens und ausatmend auf die Kontraktion des Bauchs. Das Kinn bewegt sich sanft Richtung Kehle.

4. Virabhadrasana 1: Heldenhaltung 1, dynamische Variation

Mach mit dem linken Fuß einen weiten Schritt nach vorn und beuge das linke Knie, bis es etwa senkrecht über dem Fußgelenk steht. Das hintere Bein ist gestreckt, der Fuß zeigt diagonal nach außen. Leg deine Hände beidseits des Nabels auf den Bauch und achte während der gesamten Übung darauf, den Bauch so zu stabilisieren, dass du nicht zu sehr ins Hohlkreuz kommst. Einatmend hebst du die Arme seitlich bis knapp über Schulterhöhe. Die Handflächen zeigen nach oben, du weitest bewusst die Herzgegend und bewegst Wirbelsäule und Brustbein aufwärts (Virabhadrasana I – Variation). Ausatmend führst du die Hände wieder auf den Bauch. Bleib einen Atemzug lang in dieser Haltung, dann wiederholst du den Ablauf. Sprich dabei im Stillen mit jeder Einatmung und jeder Ausatmung das Mantra Ram – diese Keimsilbe steht für Licht und transformierende Energie.

6 Wiederholungen, dann Seitenwechsel und erneut 6 Durchgänge

Die Silbe „Ram“ ist genau so wie „Om“ ein wichtiges Bija Mantra. Lies hier mehr dazu!

5. Prasarita Padottanasana: Vorwärtsbeuge aus der Grätsche

jeff nelson prasarita padottanasana tantra

Stelle deine Füße parallel in eine Grätsche und lege die Hände an die Hüften. Mit einer Ausatmung beugst du dich aus den Hüftgelenken heraus mit langer Wirbelsäule nach vorn. Leg deine Hände auf den Boden oder zwei Blöcke. Lass den Kopf hängen und zieh das Kinn sanft Richtung Kehle (Prasarita Padottanasana). Bleib 8–12 Atemzüge lang in der Haltung. Mit jeder Ausatmung konzentrierst du dich darauf, den Nabel nach innen zu ziehen und den Rücken abzuflachen. Dabei wiederholst du das Ram-Mantra und stellst dir vor, dass die dabei angesprochene transformierende Energie in der Gegend zwischen Schambein und Solar Plexus entfacht wird.

6. Agni Sara Kriya: Reinigende Feueressenz-Atempraxis

agni sara kriya jeff nelson tantra

Beuge dich in einem bequemen, hüftbreiten Stand bei leicht gebeugten Knien etwas nach vorn und stütze dich knapp oberhalb der Knie mit den Händen auf. Atme mit weichem Bauch ein, ausatmend bewegst du den Nabel wieder nach innen. Bleib während der nun folgenden Bewegung in der Atemleere, solange das für dich ohne Stress möglich ist. Lass den Bauch zunächst los, dann zieh ihn rhythmisch und kraftvoll nach innen und wiederhole erneut im Stillen das Ram-Mantra. Sobald du wieder Luft holen möchtest, entspannst du den Bauch und richtest dich auf. Dabei atmest du möglichst langsam und entspannt ein.

6 Wiederholungen

Erfahre hier mehr über Agni Sara und andere Kriyas (Reinigungsübungen).

7. Ardha Navasana: Halbes Boot, dynamische Variation

jeff nelson ardha navasana tantra

Du beginnst in der Rückenlage. Schieb die gestreckten Beine fest gegeneinander und hebe sie etwa eine Fußlänge vom Boden. Gleichzeitig hebst du deine Schultern und streckst die Arme längs des Körpers nach vorn. Arbeite dabei aktiv aus dem Bauch und halte Augen und Zehen etwa auf gleicher Höhe.

jeff nelson ardha navasana variation tantra

Zieh einatmend das linke Knie Richtung Brust und halte es dort 2 Atemzüge lang. Dann wechselst du zum rechten Bein und hältst wieder 2 Atemzüge. Anschließend streckst du beide Beine für 2 Atemzüge. Spüre das Feuer in der Gegend zwischen Schambein und Solar Plexus und wiederhole auch hier innerlich das Mantra Ram.

1–3 Wiederholungen

„Shakti ist der Inbegriff von Kraft. Im tantrischen Yoga verkörpern und lenken wir sie mithilfe von Techniken wie Asana, Mantra, Bandha und Pranayama.“

8. Tadaka Mudra: Siegel des leeren Sees

jeff nelson tadaka mudra tantra

Bewege in der Rückenlage mit einer Einatmung beide Arme gestreckt hinter den Kopf und verschränke die Finger. Ausatmend drehst du die Handflächen nach außen und ziehst das Kinn etwas Richtung Kehle. Strecke die Beine und ziehe die Zehen nach oben, wenn du nun beginnst, den Atem zu vertiefen. Dabei konzentrierst du dich einatmend auf die Länge in deiner Wirbelsäule. Ausatmend kontrahierst du den Nabel und stützt den unteren Rücken. Am Ende jeder Ausatmung bleibst du einen Moment in der Atemleere, lässt den Bauch los und saugst ihn nach innen (Uddiyana Bandha). Dabei hebt sich deine Brust weg von der Taille.

4–6 Wiederholungen

9. Shavasana

jeff nelson shavasana tantra

Entspanne dich möglichst vollständig in der Rückenlage: Die Füße liegen etwas weiter als hüftbreit und dürfen nach außen sinken, die Arme sind leicht vom Körper abgewinkelt, sodass die Handflächen sich nach oben öffnen können. Lass die Augen in die Augenhöhlen sinken und dein Gesicht von der Mitte aus nach außen fließen (Shavasana). Atme 5 Mal bewusst und mit vertiefter Ausatmung, dann überlässt du den Atem seinem natürlichen Fluss. Du ruhst im Gefühl müheloser Bewusstheit.

3–8 Minuten

10. Yoga Mudra: Siegel des Yoga, Variation mit Chin-Mudra

jeff nelson yoga mudra tantra

Nimm eine für dich bequeme Sitzhaltung mit gekreuzten Beinen ein. Mit einer Ausatmung beugst du dich nach vorn und legst die Stirn am Boden, auf einem Block oder Kissen ab. Dabei richtest du die Höhe so ein, dass du dich in der Haltung entspannen kannst. Lege die Arme um deinen Rücken und greife mit der linken Hand um dein rechtes Handgelenk. Dabei legst du die rechte Daumen- und Zeigefingerkuppe aneinander und streckst die drei anderen Finger (Chin Mudra). Atme ruhig und gleichmäßig und konzentriere dich dabei auf die Gegend zwischen dem unteren Ende deiner Wirbelsäule und dem Solar Plexus. Wiederhole im Atemrhythmus erneut das Ram-Mantra.

8 Atemzüge

11. Prana Mudra: Siegel der Lebensenergie

Nimm eine für dich bequeme Sitzhaltung ein. Wenn du mit gekreuzten Beinen sitzen magst und deine Knie höher stehen als die Hüften, dann setz dich auf ein Kissen. Leg deine Hände in den Schoß, dabei berühren sich die Fingerspitzen und du formst ein nach unten zeigendes Dreieck. Schließ deine Augen und lenke die Aufmerksamkeit auf das untere Ende der Wirbelsäule, das Wurzel-Chakra. Atme vollständig aus und wiederhole dabei 3 Mal im Stillen das Mantra Om, den Laut des universellen Bewusstseins. Dann hebst du einatmend langsam die Arme zu den Seiten bis knapp über Schulterhöhe, die Handflächen zeigen nach oben. Während deine Hände sich von unten nach oben bewegen, passieren sie alle 7 Chakras:

  1. Muladhara – Wurzel-Chakra
  2. Svadhisthana – Sakral-Chakra
  3. Manipura – Nabel- oder Solar-Plexus-Chakra
  4. Anahata – Herz-Chakra
  5. Vishuddha – Kehl-Chakra
  6. Ajna – Drittes-Auge-Chakra
  7. Sahasrara– Kronen-Chakra
Hier findest du alle 7 Hauptchakras ausführlich erklärt.

Mache dir jedes einzeln bewusst und wiederhole dabei innerlich für jedes Chakra den Laut Om. Beim 7. Chakra angekommen, bleibst du noch einen Moment in der Atemfülle. Vielleicht kannst du dabei Wellen von Freude oder Kraft wahrnehmen, die durch deinen Körper aufsteigen. Dann senkst du die Arme langsam ausatmend wieder. Dabei wendest du die Handflächen zum Körper und denkst erneut für jedes Chakra Om, bis die Hände wieder dreieckförmig im Schoß liegen.

10 Wiederholungen

„Im Kern bedeutet Tantra: Energielenkung. Das eröffnet uns den Zugang zur Erforschung unserer inneren Landschaft.“

12. Meditation

jeff nelson meditation tantra

Bleibe anschließend aufrecht und mit geschlossenen Augen sitzen. Lenke die Aufmerksamkeit auf dein Herz-Chakra und lasse deinen Atem möglichst mühelos fließen. Stelle dir vor, dass du in deinem Herzen ruhst, als inneres Licht voller Präsenz.

2–5 Minuten


Rod Stryker

ROD STRYKER ist einer der bekanntesten Yoga- und Tantralehrer der USA. Auf den Bildern ist seine Schülerin Kerry Kleisner zu sehen, die seit 2007 ParaYoga bei ihm gelernt hat und es in Boulder, Colorado auch selbst unterrichtet.

Mehr zu Rod und ParaYoga unter www.parayoga.com.


Möchtest du mehr über Tantra erfahren? Anna Trökes erklärt dir in dieser Podcast-Folge alles, was du darüber wissen musst…

Tantra war das Titelthema unseres YOGA JOURNALS Nr. 83 – 05/22:

https://yogaworld.de/produkt/yoga-journal-nr-83-05-22-online-ausgabe/

Dr. Ronald Steiner: Alignment Cues für Adho Mukha Shvanasana

Dr. Ronald Steiner - herabschauender Hund

Der herabschauende Hund ist einer der wichtigsten Klassiker der Yogapraxis. Er wird nicht nur einzeln geübt, sondern auch in vielen Flows und als Ausgangspunkt für andere Haltungen. Eigentlich kann man sich nicht genug mit ihm beschäftigen. Hier erklären wir die wichtigsten Details.

Text: Dr. Ronald Steiner / Fotos: Richard Pilnick

Wirkung

Adho Mukha Shvanasana mobilisiert und kräftigt den Schultergürtel. Damit ist die Haltung eine der besten Vorbereitungen für den Handstand. Zusätzlich fördert sie die Flexibilität der Beinrückseiten, beginnend mit der Dehnung der Fußsohle, über die Waden, Kniekehlen und Oberschenkelrückseiten bis zum Becken.

So geht’s

Step 1: Du beginnst im Vierfüßlerstand, wobei der Abstand zwischen Händen und Füßen etwas weiter ist als gewohnt: Die Hände befinden sich leicht vor den Schultern, die Knie etwas hinter dem Becken. Platziere dabei deine Hände so, dass zwischen allen Fingern ein etwa gleich breiter Abstand besteht.

Step 2: Wölbe dich nun vom Becken ausgehend in eine Rückbeuge. Um dabei eine harmonische Spannung zu kultivieren, ziehst du ein imaginäres Gummiband auseinander, das über die Vorderseite deines Rumpfes zwischen Becken und Herzraum verläuft.

Step 3: Stell deine Fußballen auf und hebe die Knie langsam ab. Achte darauf, die in Step 2 aufgebaute Spannung zu wahren, während du dein Becken langsam nach hinten schiebst. Dabei bewegen sich die Schulterblätter mit in Richtung der Arme.

Step 4: Nimm schließlich deinen Kopf nach unten zwischen deine Arme, strecke langsam die Beine und senke behutsam deine Fersen.

Alignment-Tipps für Adho Mukha Shavanasana

dr. ronald steiner adho mukha shvanasana
Foto: Richard Pilnick

Fingerwurzeln auf den Boden: Die Hände und Handgelenke stellen die Verbindung zum Boden her. Breite daher deine Finger möglichst gleichmäßig aus. So bekommt dein Bodenkontakt mehr Fläche. Schiebe dabei die Fingerwurzeln fest gegen den Boden. Dadurch verlagert sich Gewicht vom Handballen nach vorne. Die Handteller wölben sich auf diese Weise und der Druck in den Handgelenken reduziert sich.

Schultern lang: Nach den Handgelenken bilden die Schultern die nächste Übertragung von Kraft zwischen Rumpf und Untergrund. Der Oberarmkopf ist im Vergleich zur Gelenkpfanne am Schulterblatt relativ groß. Um den Druck hier gleichmäßig zu verteilen, stellst du die Schulterblätter hinter die Kraftlinie des Oberarmes. Das gelingt, indem du die Arme ausgehend von den Schulterblättern aktiv in die Länge schiebst. Baue zudem mit den Schulterblättern Spannung zum Rumpf hin auf, indem du die Achselhöhlen nach vorne spannst, als wollten sie zueinander weisen.

Rücken längs rollen: Ein Blatt Papier weist kaum Stabilität auf. Doch wenn du es rollst, wird es fest und kann Kraft übertragen. Genauso kannst du deinen Rumpf mit einer kleinen, kaum sichtbaren Bewegung in sich stabilisieren: Stell dir vor, du rollst die Vorderseite deines Rumpfes längs nach innen, während du die Rückseite in Längsrichtung auseinander rollst. Das gibt dir mehr Stabilität und entlastet deinen Rücken.

Setz zum Sprung an: Wieder hilft der Vergleich mit einem Blatt Papier: Du kannst es nicht zugleich längs und quer einrollen. Damit du die gesamte Wirbelsäule in ihrer neutralen Schwingung in die Länge strecken und stabilisieren kannst, musst du zunächst bewusst die Beine beugen und auf den Fußballen stehen – als wolltest du abspringen. So wird es möglich, dein Becken zu kippen und eine innenrotierende Spannung zwischen den Beckenhälften aufzubauen. In der Lendenwirbelsäule kannst du darauf aufbauend ein leichtes (physiologisches) Hohlkreuz (Lordose) bilden. Umgekehrt füllst du den Raum zwischen den Schulterblättern, um in der Brustwirbelsäule einen leichten (physiologischen) Buckel (Kyphose) zu bilden. Das ist die natürliche Schwingung deiner Wirbelsäule. Mit zunehmender Flexibilität kannst du diese Ausrichtung auch halten, wenn du die Beine streckst, und spürst nur noch eine subtile Spannung in den Beinen.

Alternative Form

Foto: Richard Pilnick

Hände, Schultern und Rücken sind wesentlich im herabschauenden Hund. Leichter wird die Haltung indem du deine Knie gebeugt und deine Fersen angehoben lässt (Step 3).

Exkurs: Handgelenke

Anders als in Haltungen, in denen ein Großteil des Körpergewichts auf den Händen lastet, ist hier die Richtung, in die deine Hände weisen, weniger relevant. Der Grund dafür liegt in der besonderen Stellung des Handgelenkes im Hund: In den meisten Stützhaltungen ist die Hand im Verhältnis zum Arm abgeknickt, das Handgelenk befindet sich also in starker Extension. Hier ist die Extension nur minimal. Daher kann das proximale Handgelenk als Ei-Gelenk die Richtung der Hände relativ zum Unterarm in einem gewissen Ausmaß verändern. In der Asana-Praxis bewegen wir uns häufig aus dem herabschauenden Hund weiter in andere Haltungen. Dabei ist es sehr wahrscheinlich, dass die Schultern weiter nach vorne und über die Hände kommen, also in eine intensivere Extension des Handgelenks. Daher macht es Sinn, die Hände so zu platzieren, dass die Zeigefinger leicht nach außen weisen.

Erfahre in diesem Artikel noch mehr anatomische Details zu den Handgelenken im nach oben blickenden Hund:


Mehr zu Dr. Ronald Steiner findest du auf ashtangayoga.info. Dort gibt es auch eine Seite zum Sonnengruß und Adho Mukha Shvanasana: ashtangayoga.info/ashtanga-yoga/surya-namaskara-a-sonnengruss

Hör auch gerne mal rein bei uns im Podcast. Da gibt es ein spannendes Interview mit Dr. Ronald Steiner über Ashtanga Yoga:

#35 Augenyoga – Power für dein Sehsystem

Martina Hiltl verrät, wie du mit Yoga deine Brille los wirst

Heute geht es im Yogaworld Podcast um Augen Yoga. Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass Yoga nicht nur auf unsere offensichtlichen Muskelgruppen, sondern auch auf die kleinsten Nervenbahnen und Muskeln, bis hin zum Feinstofflichen wirkt. Da ist es nicht verwunderlich, dass Yoga auch gut für unsere Augen sein kann. Allerdings ist Augenyoga noch recht unbekannt, obwohl ihm eine enorme Wirkung nachgesagt wird. Augenyoga-Pionierin Martina Hiltl ist der festen Überzeugung, dass man mit Augenyoga seine Brille loswerden kann. 

Martina erklärt das Sehsystem und beschreibt daraufhin, wie Augenyoga hilft, die Sehkraft zu verbessern. Sie versteht die Zusammenhänge der Augen mit anderen Körperteilen und sogar Emotionen. So erläutert sie auch schlüssig, warum neben den Asanas und speziellen Augenübungen, auch Pranayama und Meditation einen enormen Einfluss auf unsere Sehkraft haben können. Außerdem beschreibt Martina, was den Augen im Alltag wirklich schadet und gibt wertvolle Soforttipps, um die Augen zu schützen.

Die Redaktion testet: Das Naturhotel Chesa Valisa

Naturhotel Chesa Valisa

Ihr seid reif für die Insel und sehnt euch nach Yoga, Ayurveda und Entspannung, möchtet aber der Umwelt und eurem Stresslevel zuliebe keine lange Flugreise antreten? Dann ist das Naturhotel Chesa Valisa im österreichischen Kleinwalsertal, direkt hinter der Grenze, genau das Richtige für euch. Unsere Kollegin Jenny hat das Hotel auf Herz und Nieren geprüft und schon mal vorgekostet … //anzeige

“In den Bergen ist Freiheit”

WANDA RUTKIEWICZ

Seit Wochen freue ich mich auf die Auszeit im Chesa Valisa, endlich ein Tapetenwechsel! Bereits die Fahrt ins Kleinwalsertal ist atemberaubend und lässt mich einen Gang zurückschalten, denn der Weg führt durchs wunderschöne Allgäu. Dieses Gefühl, wenn die Bergkette immer näher auf einen zukommt, lässt mich tief durchatmen. Da ich in der Nähe von München wohne, erreiche ich bereits nach ca. zweieinhalb Stunden das Hotel im österreichischen Hirschegg und fühle mich sofort entspannt, ganz ohne Reisestrapazen. Mich erwarten drei Tage Yoga, gutes Essen und Wellness – aber lest selbst, was ich dort erlebt habe …

Holz vermittelt Wärme und Geborgenheit

Als allererstes schalte ich mein Handy aus, denn ich möchte jeden Moment ganz intensiv erleben, ohne von irgendwelchen, meist banalen News abgelenkt zu werden. Auf dem Weg zur Lobby fällt mir auf Anhieb die geradlinige Architektur mit vielen Holzelementen des Hotels auf, was mir sehr gut gefällt. Ich liebe Holz, ob in Form von Häusern, schicken Möbeln oder im Urzustand der Bäume. Für mich vermittelt es ein Gefühl von Wärme, Geborgenheit und der Verbindung zur Natur.

Das Chesa Valisa Hotel besteht aus mehreren Gebäuden, die neuen Komplexe sind komplett mit einer Holzfassade versehen, das alte Haupthaus, das bereits im Jahr 1507 erbaut wurde, ist im für die Region typischen Alpenstil gestaltet. Sofort fühle ich mich hier wohl, spüre eine besondere Energie der Erde und kann den Alltag vor der Tür lassen. Im Zimmer angekommen, fällt mir die puristische Ausstattung ins Auge: Lehmwände und cleane Möbel, gepaart mit grau-weißen Stoffen. Keine Bilder oder sonstiger Schnickschnack, der ablenken könnte vom Wesentlichen. I like!

Changemaker Hotel: achtsames Reisen

Mein erster Tag beginnt bei einer Tasse Tee und einem sehr inspirierenden Gespräch mit Natalie aus dem Marketing-Team. Durch sie erfahre ich z.B. dass Nachhaltigkeit hier wirklich gelebt wird, denn das Hotel gehört zu den sogenannten klimaneutralen Hotels und ist darüber hinaus Mitglied im Verbund der Changemaker Hotels, der sich für umweltbewusstes und achtsames Reisen einsetzt. Bezogen auf das Konzept im Chesa Valisa bedeutet es, dass z.B. Heizung und Warmwasseraufbereitung auf Basis erneuerbarer Energiequellen wie Sonne, Pellets und Wärmerückgewinnung aufgebaut sind. Darüber hinaus regulieren die Lehmwände auf ganz natürliche Weise die Luftfeuchtigkeit und Temperatur. Der Pool, der mit eigenem Quellwasser gefüllt ist, wird mit ionisiertem Salz gereinigt. Das Besondere: Sogar die Putzmittel basieren auf Basis von reinigungs-effektiven Mikroorganismen. Dazu sorgen Vollholzmöbel und Netzfreischaltung sowie reduzierter Elektrosmog für ein gesundes Raumklima. Unglaublich, aber wahr: Das gesamte Hotel wurde aus nur vier Rohstoffen gebaut (Holz, Glas, Stein und Lehm), die sich perfekt in die umgebende Natur einfügen

Interessant ist auch, dass das Hotel in Anlehnung an die vier Elemente Feuer, Luft, Wasser und Erde konzipiert ist, und so befinden sich an verschiedenen Orten immer wieder entsprechende Skulpturen, Wasserquellen o.ä. 

Zur Ruhe kommen im Spa des Chesa Valisa

Am Nachmittag erkundige ich dann den Spa-Bereich. Zwischen den Saunagängen und meinen Bahnen durch den Outdoor-Pool genieße ich in einer der Schwebeliegen den herrlichen Blick auf die Berge und lasse meine Gedanken davonziehen. Runterkommen, zur Ruhe kommen und eins werden mit der Natur gelingt hier auf jeden Fall. Zurück im Zimmer, spüre ich eine angenehme Schwere und verschwinde erst einmal im Land der Träume. 

Die VErnunft beginnt bereits in der Küche

Friedrich Wilhelm Nietzsche

Essen bedeutet für mich Genuss und Lebensfreude. Ganz wichtig: Bevor ich ein Hotel buche, schaue ich mir mittlerweile ganz genau das Speiseangebot an, denn ich lebe seit vielen Jahren vegan, aus Mitgefühl zu den Tieren. Vor allem in Bayern habe ich hier leider schon oft enttäuschende Erfahrungen gemacht, mit fleischlastigen Speisekarten aus dem Mittelalter. Im Chesa Valisa ist das anders, denn es gibt jeden Tag ein veganes Menü zur Auswahl, und donnerstags ist sogar „Grüner Tag“, d.h. es landen weder Fisch noch Fleisch auf den Tellern.

Im Naturhotel gibt es vegane, ayurvedische und omnivore Speisen – eine Küche, die auf saisonale, naturbelassene, regionale und biologische Lebensmittel setzt. Alles wird frisch zubereitet, Mehl selbst gemahlen, um damit fast täglich frisches Brot zu backen. Und wer Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten hat, stößt im Naturhotel nicht auf verständnislose Blicke. Küchenchef Andreas Ziep kümmert sich persönlich um die Zusammenstellung eines entsprechenden Speiseplans. Blumen und Kräuter kommen aus dem hoteleigenen Bauerngarten – angebaut im Biodynamischen Stil, mit eigenem Dünger und Wiederverwertung der Reste.

Besonders beeindruckend finde ich das wirklich große Angebot am Salat-Buffet, an dem sich die Gäste sich übrigens auch mittags bedienen können. Ob Quinoa-, Karotten- oder Rucola-Salat mit Kürbiskernöl – mein Teller schaut aus wie ein buntes Vitamin-Potpourri. Yummi! 

Yoga, Ayurveda und Panchakarma 

Der zweite Tag steht – nach einem ausgiebigen Frühstück und einer Wanderung – ganz im Zeichen des Yoga und so entscheide ich mich für die Prana Vinyasa Flow-Yoga-Einheit am Nachmittag mit Chamal aus Sri Lanka. Mir gefällt seine ruhige Art zu unterrichten, und die Pranayama-Übungen zum Schluss bringen mich nochmal so richtig runter. 

Klar, dass wir bei Yogaworld vor allem einen Blick auf die Yoga-Angebote werfen, und da muss ich sagen, punktet das Chesa Valisa gleich doppelt. Zum einen mit Yoga: mindestens 2-mal pro Tag stehen Yoga-Einheiten auf dem Plan. Dabei können Hotelgäste mit 5 verschiedenen Lehrer*innen üben und für jeden ist etwas dabei: Prana Vinyasa Flow Yoga, klassisches Hatha Yoga, Kundalini Yoga, Elemental Yoga & Gravity Yoga oder sportliche Hatha Yoga Einheiten mit physiotherapeutischem Hintergrund. Daneben gibt es speziell buchbare Yoga- Retreats wie “Yoga & Stille” oder eine Intensiv-Yogawoche mit externen Lehrern, die z.B. Yoga-Sessions mit Wanderungen in der Natur verbinden. Mein Tipp vor der Yoga-Einheit: Eine Wanderung in die Kleinwalsertaler Berge und zu den Bienen – denn das Naturhotel beherbergt 20 eigene Bienenvölker.

Love your Body: Das AlpinSPA

Falls ihr tiefer in die Ayurveda-Lehre eintauchen möchtet, kommt ihr auch hier voll auf eure Kosten, denn der hoteleigene Ayurveda-Arzt Dr. Dinu stimmt nach Konstitutionsgesprächen und Pulsdiagnosen die jeweils passenden Behandlungen und Ganzkörpermassagen auf Yogi*nis ab und gibt hilfreiche Empfehlungen für Ernährung und Co. Mein Favorit: Die Kundalini-Massage, also eine 60-minütige ayurvedische Rücken-Spezialmassage, durch die häufig blockierte Energie gelöst werden kann. Ziel ist es, die Lebenskraft zu wecken, die im Becken ruht.

Neu sind die Panchakarma-Kuren, die seit Kurzem im Chesa Valisa angeboten werden. Hier könnt ihr euch 14 Tage lang mit Ölen aus Indien und ganz ohne Jetlag behandeln und so Körper und Geist entschleunigen. An meinem dritten und letzten Tag im Naturhotel entscheide ich mich erneut für die Yoga-Session mit Chamal, aber zuvor lasse ich mich im Spa-Bereich verwöhnen.

Der Duft nach Holz, ätherischen Ölen und Gewürzen und ausgesuchten Kräutern … Klar, dass zu so einem Hotel auch ein gutes Spa gehört: Panorama-Sauna und beheizter Quellwasser-Pool mit Blick auf die umliegenden Zweitausender wie Widderstein, Kanzelwand usw., Sonnenbalkon mit Schwebeliegen, Soledampfbad, In-& Outdoor-Kneippbecken sowie Infrarotkabinen – ich würde sagen, so lässt es sich aushalten.

Übrigens: Auch im Wellnessbereich setzt das Naturhotel Chesa Valisa auf 100% Bio: für Gesichtsbehandlungen verwenden die Kosmetikerinnen rein die veganen Kosmetikmarken Pharmos Natur (aus Bayern) und MARÌAS (aus Salzburg). Unser Tipp: Das “Love your Age Power Treatment”. Kollagenpower-Lieferanten wie Avellana, Cranberry, Moringa und afrikanische Schwarzbohne verbessern die Dichte der Haut und polstern kleine (oder auch größere) Fältchen auf. 

Fazit: 

Ich fühle mich tatsächlich nach „nur“ drei Tagen im Chesa Valisa erholter als nach meinem einwöchigen Urlaub Anfang des Jahres auf Fuerteventura und habe ein besseres Gewissen in Bezug auf meinen CO2-foodprint. Besonders gut hat mir die Mischung aus Ruhe und Bewegung gefallen. Es gibt übrigens auch manchmal Live-Musik am Abend sowie eine Tischtennisplatte, einen Billard-Raum und ein Klavier, sodass man nach dem Essen ein bisschen Entertainment erleben kann. Für mich die perfekte Kombi – oder wie es mit den Worten von Pink Panther zu sagen: „Ich komme wieder, keine Frage.“


Mehr Info: naturhotel.at