5 Fakten, die du über Shiatsu wissen solltest

1. Woher kommt die alternative Heilmethode Shiatsu? 

„Shi-atsu“ (jap.) bedeutet wörtlich „Finger-Druck“. Bei dieser Massagetechnik wird mit Hilfe der Finger, aber auch der Handflächen, Ellbogen, Arme, Knie und Fußballen sanfter Druck durch Gewichtsverlagerung ausgeübt. Obwohl Shiatsu häufig als Abkömmling der Akupunktur gesehen wird, ist es wahrscheinlicher, dass es sogar dieser altehrwürdigen Therapieform voran ging. Da Berühren eine ganz instinktive Form des Heilens ist, können wir davon ausgehen, dass die Energiepunkte (Tsubos) und Energiebahnen (Meridiane) schon lange gerieben und gedrückt wurden, bevor sie mit den Steinnadeln stimuliert wurden, die man an neolithischen Ausgrabungsstätten gefunden hat und die bis 8.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung zurückdatieren.

2. Was will Shiatsu erreichen?

Shiatsu ist eine ganzheitliche Körperarbeit und soll die Harmonie von Körper, Geist und Seele herstellen. Shiatsu greift die wahre Natur der chinesischen Medizintheorie auf und erreicht dies hauptsächlich durch den Gebrauch der Hände. Die Hand ist wahrscheinlich das am meisten verfeinerte Instrument, das der Mensch kennt.

3. Was kann diese alternative Heilmethode?

Shiatsu wirkt auf mehreren Ebenen:
– auf Muskulatur und Bindegewebe, indem es Verspannungen auflöst und Schmerzen lindert.
– auf die inneren Organe, durch Aktivierung von Energiepunkten (Tsubos) und Energiebahnen (Meridiane).
– Es unterstützt und beschleunigt die natürlichen Heilungsprozesse durch die Aktivierung der Selbstheilungskräfte.
– Es begünstigt ein tiefes seelisch-körperliches Entspannen und Loslassen.

4. Für wen ist Shiatsu geeignet und für wen nicht?

Shiatsu ist für jeden Menschen jeden Alters geeignet. Auch Schwangere können eine spezielle Behandlung genießen. 

5. In welchem Zusammenhang steht Shiatsu mit der Yogapraxis?

Bei vielen Yogaübungen werden bestimmte Energiepunkte (Tsubos) aktiviert. Z.B. wenn wir den Kopfstand üben, werden die entsprechenden Energiepunkte des Schädels aktiviert. Die Yogaübungen pressen und strecken ganz natürlich jeweils verschiedene Nerven, Muskeln und Reizpunkte. Die Verspannungen, die sich um die Punkte gestaut haben, lösen sich auf. Die Energie kann wieder frei fließen, was den gesamten Körper ausgleicht und zudem die Kräfte der Selbstheilung stimuliert.


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Autorin: Susanne Winter (www.susanne-heilpraktikerin.net)


YogaWorld-Redakteurin Nicoletta ist ebenso Shiatsu-Praktikerin und war im Podcast zu Gast:

YogaWorld Journal 5/26
YogaWorld Journal 5/26

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