Filme und Dokus, die Yogi*nis lieben

Die Herrlichkeit des Augenblicks

„Am größten ist das Glück, wenn es ganz klein ist.“ Zitat von Franz Kafka (1883–1924) aus seinem Tagebuch sowie dem Film „Die Herrlichkeit des Augenblicks“ nach dem gleichnamigen Roman von Michael Kumpfmüller. Darin geht es um das letzte Lebensjahr des Schriftstellers (Sabin Tambrea) und seine große Liebe zur Erzieherin, Aktivistin und späteren Schauspielerin Dora Diamant (Henriette Confurius). Poetisch und bittersüß! Mehr Infos zum Film findest du bei majestic.de.


Maria Montessori

Ärztin, Anthropologin, Mutter: Anfang der 20. Jahrhunderts revolutionierte Maria Montesssori (Jasmine Trinca) die Pädagogik, indem sie auf Liebe und Aufmerksamkeit setzte statt auf Disziplin und Gewalt. Um sich beruflich nicht ins Aus zu schießen, hat sie ihren eigenen, unehelichen Sohn Mario allerdings lange verleugnet … Bildgewaltiges Porträt einer zerrissenen Frau, das verwoben wird mit der fiktiven Geschichte der Prostituierten Lili d’Alengy (Leïla Bekhti). Mehr Infos zu dem Film findest du bei neuevisionen.de.


Der Zopf

In Indien erträumt sich die „Unberührbare“ Smita (Mia Maelzer) für ihre Tochter Lalita (Sajda Pathan) ein besseres Leben. In Italien übernimmt die junge Giulia (Fotinì Peluso) die Perückenfabrik ihres im Koma liegenden Vaters und stellt fest, dass diese hochverschuldet ist. In Kanada erfährt die renommierte Anwältin Sarah (Kim Raver), dass sie schwer krank ist. Auf bewegende Weise sind die Leben der drei Frauen miteinander verbunden … Multitalent Laetitia Colombani verfilmt hier einfühlsam ihren eigenen, gleichnamigen Bestseller. Mehr. Infos zum Film findest du bei capelight.de.


Perfect Days

In seinem poetischen Meisterwerk porträtiert Starregisseur Wim Wenders in hypnotischen Bildern den schweigsamen Hirayama (Kôji Yakusho), der in Tokio als Toilettenreiniger arbeitet und mit seinem einfachen Leben ganz und gar im Reinen wirkt. Ob er in der Mittagspause Schattenspiele in den Baumkronen des Parks fotografiert oder Grundschulkinder mit orangefarbenen Mützchen über einen Zebrastreifen eilen sieht: Stets hat er einen Blick für die Schönheit des Alltäglichen. Mehr Infos zum Film findest du hier dcmstories.com/movie/perfect-days.


Becoming Giulia

Gleichzeitig Mutter und Profitänzerin sein: Die meisten Ballerinen scheitern an diesem Kraftakt, mit der Schwangerschaft endet für sie die Karriere. Giulia Tonelli, erste Solistin am Zürcher Ballett, stellt sich der Herausforderung dennoch, denn für sie ist das Tanzen „eine Notwendigkeit“. Wie sie den Spagat zwischen dem Familienleben und der künstlerischen Entfaltung auf der Bühne bewältigt, das zeigt dieser spannende Blick hinter die Kulissen. Mehr Infos zur Dokumentation gibts bei wfilm.de/becoming-giulia.


Auf dem Weg: 1300 km zu mir

„Acht Meter reichten, um 50 Jahre zu altern“: Nach einer wilden Partynacht stürzt der draufgängerische Reiseschriftsteller Pierre (Jean Dujardin) von einem Balkon mehrere Stockwerke in die Tiefe und verletzt sich schwer. Aus dem Koma erwacht und noch nicht vollständig genesen macht er sich zu Fuß auf den Weg durch sein Heimatland Frankreich, mal allein, mal in Begleitung vertrauter oder fremder Personen. Seine Hoffnung: „Schaffe ich die Durchquerung, erlange ich Erlösung.“ Frei nach dem autobiografischen Bestseller „Auf versunkenen Wegen“ des Autors Sylvain Tesson zeigt dieser mutmachende Film, wie die Kraft der Natur einem Mann hilft, zu sich selbst zu finden. (X-Verleih)


Doku über Thich Nhat Hanh: I have arrived, I am home

Seine letzte Lehre war die Stille: Seit einem Schlaganfall 2014 konnte der Zeit seines Lebens sehr sprachgewaltige Dichter und buddhistische Lehrer Thich Nhất Hanh nicht mehr sprechen. Wie tief man auch allein durch die reine Präsenz Menschen berühren und inspirieren kann, das zeigt ein Dokumentarfilm, den die Plum Village Gemeinschaft nach „Thays“ Rückkehr in sein Heimatkloster in Vietnam produziert und anlässlich seines ersten Todestages auf Youtube veröffentlicht hat:


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