Montags-Mantra: Nur wer loslässt, hat die Hände frei

Loslassen Mantra

„Lass es los, das bringt doch nichts.“ Ein gut gemeinter Ratschlag von Freunden, wenn wir uns mal wieder verzweifelt an etwas festklammern, das uns nicht gut tut. Oft wissen wir, dass unser Gegenüber Recht hat. Und doch setzen wir lieber unzählige Kommas als einmal einen Punkt. Und genau darum steht das Loslassen im Fokus unseres Montags-Mantras.

Loslassen gehört zum Leben

Wie oft hälst du an Menschen, Situationen oder Gedanken fest? Wie oft willst du dir beweisen, dass du eine Kämpfernatur bist und gibst nicht auf? Dabei bedeutet loslassen nicht, dass wir flüchten, Schwäche zeigen oder die Kontrolle abgeben. Vielmehr fordert es eine ganze Portion Mut, sich von negativen Aspekten im Leben zu lösen. Es beweist innere Stärke, einzusehen, wenn etwas sinnlos ist. Um im Fluss des Lebens voranzukommen, kann man sich nicht an jeden kleinen Ast in der Strömung klammern. Loslassen gehört zum Leben dazu. Wieso nicht darauf vertrauen, dass bei uns bleiben wird, was auch dahin gehört?

Der Fluss des Lebens

Der englische Philosoph Alan W. Watts sah das ähnlich. Er war der Auffassung, dass wir das Leben und seine Geheimnisse nicht verstehen können, solange wir es greifen und festhalten wollen. Er vergleicht es mit fließendem Wasser eines Flusses. Versuchst du, es in einen Eimer einzufangen, wirst du enttäuscht sein. Es verliert seine besondere Eigenschaft und wird still stehen. Lasse Menschen, Situationen und Gedanken kommen und gehen ohne sie kontrollieren zu wollen. Erfreue ich am Fluss des Lebens und wachse an seinem ständigen Wandel. Nur so hast du die Hände frei und bist offen für das, was danach kommt.

„Manche Leute glauben, Durchhalten macht uns stark. Doch manchmal stärkt uns gerade das Loslassen.“ – Hermann Hesse


Du möchtest gern noch mehr inspirierende Gedanken lesen? Hier findest du noch weitere Mantras.

Dies.Das.Asanas. – Baum Vrikshasana

Vrksasana

Immer wenn Menschen, die mit Yoga nichts am Hut haben, erfahren, dass ich Yogalehrerin bin, bemerken sie entweder „Na, dann musst du ja total entspannt sein!“ oder sie turnen mir den Baum vor. Jelena Lieberberg erklärt dir Vrikshasana ausführlich.

Vrksa (= Vrikshah, Baum) bzw. Vrksasana, heißt eine der wenigen vokalarmen Haltungen im Yoga. Es gibt mehrere Schreibweisen: vielleicht kennt ihr sie auch als Vriksanasa, Vrksasana oder Vrikshasana. Ähnlich wie Tadasana (Berghaltung) oder Savasana (Totenstellung) scheint sie so vermeintlich einfach zu sein. Das ändert sich aber schlagartig, wenn man die Augen schließt, während man auf einem Bein steht.

In Anfängerkursen gerne unterrichtet, hat diese Gleichgewichtshaltung im Stehen mehr mit der Ruhe bzw. Unruhe des Geistes als mit der körperlichen Verfassung zu tun. Erstaunlich dabei und für den rationalen Verstand erstmal eine harte Nuss ist: In Balance zu sein, bedeutet nicht Stillstand. Es heißt, offen für Veränderungen zu sein! Mal wankt man mehr, wie Baumwipfel in einer herbstlichen Böe, mal weht nur ein frühlingshaftes Lüftchen. Dabei sind minimale Bewegungen im Fuß des Standbeins zu spüren, die, wenn man sie zulässt, Gleichgewicht überhaupt erst ermöglichen. Wenn es gelingt, dann kann es so sein, als stünde man einfach nur in der Berghaltung (Tadasana).

Schritt für Schritt

1 Stelle dich in Tadasana (Berghaltung) auf eine Matte oder den Boden.

2 Setze den linken Fuß entweder an die Innenseite des Oberschenkels (klassische Variante), stelle die Zehen am Boden an die Inneseite des rechten Fußes (leichte Variante) oder ziehe das Bein in den halben Lotus (fortgeschrittene Variante). Dabei drehst du das linke Knie nach außen und richtest das Becken auf.

3 Erde dich über das Standbein, den Baumstamm, und verwurzel sich, indem du die Innenseite des Standbeins in Richtung Mittellinie ziehst.

4 Die Hände sind vor dem Herzen aneinandergelegt, die Schulterblätter leicht zueinander gezogen, das Gesicht ist weich. Lass den Atem gleichmäßig fließen.

5 Versuche langsam, den Blick nach innen zwischen die Augenbrauen zu senken und mit der Zeit die Augen ganz zu schließen. Anschließend wechselst du für Vrikshasana die Seiten.

TIPP:
Manchmal ist es leicht, das Gleichgewicht zu halten, manchmal gar nicht. Aber wenn sich ein Gefühl der Ruhe ausbreitet, kannst du diese Konzentration vielleicht nach und nach auf 1 Minute ausdehnen. Diese Variante des Baumes mit geschlossenen Augen wird dir zeigen, wie geduldig und engagiert du praktizierst, ohne aufzugeben oder frustriert zu sein!


Foto: Bella Lieberberg

Long Covid – Nebel im Kopf

Nicht gesellschaftsfähig: So empfinden sich viele Menschen, die nach einer Covid-19-Infektion mit Folgebeschwerden kämpfen. Forscher*innen suchen nach Ursachen und Heilungsmethoden, doch schon jetzt können Yoga und Ayurveda helfen, das angegriffene System wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

TEXT: CHRISTINA RAFTERY

Wird mein Kaffee demnächst nach Benzin riechen? Wird es vielleicht Monate dauern, bis ich wieder Saft von Wasser unterscheiden kann? Diese Fragen markierten einen Tiefpunkt im Frühjahr 2021, als ich mich, infiziert mit dem Corona-Virus, in einer 14-tägigen „häuslichen Quarantäne“ befand, glücklicherweise ohne große körperliche Beschwerden, aber abgespannt und ängstlich. Urplötzlich konnte ich nichts mehr schmecken und riechen. Darauf reagiert eine Journalistin wie ich vor allem mit: intensiver Recherche. Und dann mit entsprechend wachsender Sorge. „Du schaust zu viel nach“, sagte meine zehnjährige Tochter, eine unbeirrte Optimistin: „Wird schon alles gut.“

Sie hat recht: Was schon bei leichtem Unwohlsein fatal ist, kennt hinsichtlich der Corona-Berichterstattung keine Grenzen. So begegneten mir Krankheitsbilder wie „Parosmie“ oder „Kakosmie“, Erkrankungen des Riechhirns, in deren Folge Dinge plötzlich nicht mehr oder ganz anders riechen: Parfüm wie Windeln, Tee wie Gülle. Glücklicherweise verzog sich das Phänomen nach einer Woche. Körperlich hat die Infektion (vorerst) keine Folgen – außer dem Gefühl, durchaus Federn gelassen zu haben und manche Freundschaft in neuem Licht zu sehen. Nicht alle stellten nämlich Currys vor die Tür, gaben rührenden Zuspruch oder wohltuende Online-Yogastunden. Einige gingen auch auf eine Distanz, die eindeutig über die nötigen Abstandsregeln hinausreichte.

Genesen, aber gesund?

Gemeinsam geht jetzt wieder vieles leichter – und vor allem geht es! Den Umständen entsprechend. Geöffnete Studios, nur ohne Hilfsmittel und Assists, Reisefreiheit, aber vorangemeldet und bepackt mit Zertifikaten, Festivals und Retreats in Aufbruchsstimmung, aber mit Auflagen. Die Zoom-App werden wir so schnell nicht löschen. Gelernt haben wir so eindrücklich wie noch nie, dass nichts sicher oder vorhersehbar ist, sondern immer im Wandel. Und es gibt neue Freiheiten für die Davongekommenen!

Aber wie steht es überhaupt mit uns vermeintlich „Genesenen“? Unter den Stichworten „Post-“ oder „Long Covid“ machen zwei Syndrome von sich reden, die im Sprachgebrauch nicht deutlich definiert und voneinander abgegrenzt sind. Manchmal gleichen sie allgemeinen Erschöpfungszuständen, zu oft beeinträchtigen sie den Alltag der Betroffenen aber in aller Härte. Die Rede ist von teils vorerkrankten, aber auch überraschend vielen zuvor kerngesunden Menschen, die sich mit Covid-19 infizierten und teilweise auch Monate nach der vermeintlichen „Genesung“ an schweren Belastungen leiden. Zu körperlichen Folgen wie Lungenschäden, Atemnot, Konzentrationsschwierigkeiten und chronischer Müdigkeit, die oft selbst einfachste Alltagstätigkeiten unmöglich machen, kommen nicht selten die traumatisierende Erfahrung von Hilflosigkeit und Ausgeliefertsein, dazu Ängste und Ausgrenzung bis hin zu gesellschaftlicher Stigmatisierung. Zehn Prozent aller Corona-Patienten leiden auch zwölf Wochen nach der akuten Erkrankung noch unter oft unspezifischen Symptomen, schätzt die Weltgesundheitsorganisation (WHO). In Deutschland wären das rund 360.000 Menschen.

Prof. Dr. Clemens Wendtner, Chefarzt der München-Klinik Schwabing, nennt Long Covid ein medizinisches „Chamäleon“ mit „überraschenden“ Symptomen. „Es ist nicht geklärt, warum wer was bekommt“, erklärte der Mediziner im Rahmen eines Gesundheitsforums der Süddeutschen Zeitung: „Und da ist die Panik, dass immer noch etwas dazukommen kann.“ Den Unterschied zwischen Post- und Long Covid sieht die Berliner Heilpraktikerin Manuela Heider de Jahnsen auch in der Intensität des erlebten Traumas: Seien die körperlichen Symptome abgeklungen, gelte man als „genesen“ und freue sich zunächst, „überhaupt überlebt zu haben.“ Beim Long Covid, so de Jahnsen, die ihren Schwerpunkt unter anderem in der Yoga- und Ayurvedatherapie hat, komme der Schock nach, dazu ein Gefühl des Versagens, Perspektivlosigkeit, Panikattacken und chronische Müdigkeit – ein Zustand, der nicht klar von einer Depression unterschieden werden könne.

Noch weiß man zu wenig. Daher werden entsprechende Forschungsprojekte in Deutschland bereits mit mehreren Millionen Euro gefördert. An Kliniken entstehen erste Long-Covid-Ambulanzen, verschiedene medizinische Fachrichtungen veröffentlichen Studien und Leitlinien. Sie in konkrete Hilfsmaßnahmen umzusetzen, ist nicht nur für Praxen und Krankenkassen bisher Neuland.

Kontrolle über das Kopfkino

Das öffentliche Leugnen der Pandemie und die Ablehnung der Schutzmaßnahmen macht es für Betroffene nicht gerade leichter. Prof. Dr. Martin Teufel, der Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universität Duisburg-Essen, sieht darin „Verdrängungsmechanismen“, mit denen die Corona-Skeptiker*innen versuchten, „einer lähmenden Angst auszuweichen.“ Gerade in der Yogaszene war und ist diese Skepsis weit verbreitet. Da tat es gut, dass sich ein bekannter Yogalehrer wie Patrick Broome im Spiegel zu seiner eigenen Covid-19-Infektion bekannte. Deren Verlauf beschrieb er als „gespenstisch“ und schlichtweg „scheiße“. Seine Empfehlung: „Yoga kann uns dabei helfen, dass diese dauernde Angst oder Wut, die uns alle umgibt, nicht unser Leben bestimmt.“

Heyam duhkham anagatam – Zukünftiges Leid ist zu vermeiden.

Patanjali Yoga Sutra II.16

„Die Sorgen aller ernst nehmen und mit evidenzbasierten Informationen die Auseinandersetzung suchen“, lautet Martin Teufels Ratschlag. In seiner Klinik nutzt der Psychosomatiker unter anderem achtsamkeitsbasierte Methoden und Schreibtherapien, um die traumatische Wirkung einer Corona-Infektion zu begleiten. Ein Viertel der schwer an Covid-19 Erkrankten entwickle im Durchschnitt drei Monate nach körperlicher Genesung eine posttraumatische Belastungsstörung: „Die einschneidende Erfahrung, besonders auf der Intensivstation, ist unstrukturiert als Emotion im Unterbewusstsein abgespeichert“, erklärte er im Juni beim Deutschen Kongress für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. „Durch bewusste Narrative wird sie ins Bewusstsein geholt und aufgearbeitet. Neue Kontrolle über die Affekte kann erlangt werden.“

„Noch nicht ganz zurück“

Ein Gefühl von Kontrolle ist genau das, wonach auch ich mich sehne: Ist meine gelegentliche Erschöpfung schon der berüchtigte „Hirnnebel“ („brain fog“) oder doch nur Ergebnis des mittelprächtigen Sommerwetters? Liegen die Muskelschmerzen an den vergeblichen Handstandversuchen oder an bleibenden Entzündungen der Gefäßwände? „Die Betroffenen leiden unter Ängsten, die Erkrankung nicht mehr loszuwerden, und atmen deshalb zu viel. Sie befinden sich in einer Art Hyperventilationszustand, der auf die noch nicht wiedergefundene Sicherheit zurückzuführen ist“, erklärt Martin Teufel. Aus Sicht des Yoga würde man sagen: Es gibt eine spürbare Abkopplung von Prana, der Lebenskraft.

Während Patrick Broome ein halbes Jahr nach seiner Genesung nur noch gelegentlich eine „gewisse Müdigkeit“ verspürt, hat die ebenfalls im November 2020 erkrankte Annika Wahl ihren Geschmacks- und Geruchssinn noch nicht wieder erlangt. Dazu leidet die 39-jährige ehemalige Hockey- Nationalspielerin unter Muskelschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten und rheumaähnlichen Beschwerden. Als die Yogalehrerin und Inhaberin des Studios Yoga Street in Gelsenkirchen ihre Erkrankung mit bewegenden Aufnahmen auf ihrem Instagram-Account dokumentierte, sah sie sich auch sehr negativem Feedback ausgesetzt. Zu den belastenden körperlichen Symptomen kam also der spürbare Riss durch ihr Umfeld: „Als ich selbst kaum noch die Treppe hochkam und gleichzeitig von Angehörigen der Yogawelt lesen musste, dass alle Schutzmaßnahmen unangebracht seien: Das war sehr frustrierend.“

Übungsreihe für Long Covid

Schon während ihrer Erkrankung, als sie aufgrund akuter Atemnot ins Krankenhaus eingeliefert werden musste, halfen ihr entlastende, liegende Haltungen, bewusst langsame Atmung und die Reflektion via Tagebuch. Ähnlich wie die Berliner Iyengar-Lehrerin Claudia Lamas Cornejo berichtet sie, die Praxis seit der Erkrankung als wertvoller denn je empfunden zu haben. Damit inspirierte sie sogar die anwesenden Pflegekräfte und eine Reinigungskraft: „Sie beobachtete mich beim Meditieren und erzählte mir später, dass sie es selbst ausprobiert habe.“ Heute sagt sie, sie sei „durchgekommen, aber noch nicht ganz zurück.“

Die Iyengar-Übungsreihe von Claudia Lamas Cornejo findest du hier.


Den ausführlichen Artikel mit vielen Hintergründen und Tipps zum Thema Post und Long Covid findest du im Yoga Journal (Heft 5/21).

https://yogaworld.de/produkt/yoga-journal-nr-76-04-21-print/

Titelbild: Steinar Engeland via Unsplash

Inspiration zum Ende der Rauhnächte

Habt ihr fleißig euer Traumtagebuch geführt? Haben euch das Dankbarkeits- oder Wunschritual zwölf Tage vom 25.12. bis zum 6.1. begleitet? Ihr habt reflektiert, euch mit euren Sehnsüchten und Wünschen verbunden und die Magie von vergangenen Zeiten in euren Alltag gebracht. Zum Abschluss ein Gedicht der Traumforscherin Ortrud Grön.

In ihren Büchern erklärt Grön die Grundelemente des Lebens, zum Beispiel steht Wasser bildhaft für Gefühle, Luft für das Geistige. In der Natur reinigt sich Wasser im Kreislauf zwischen Luft und Erde. Ebenso klären sich unsere Gefühle dadurch, dass wir sie mit dem Denken und dem Tun verbinden. Der Himmelsraum ist ein Bild für Freiheit. Für die Traumforscherin Ortrud Grön war eins sicher: „Im Leben geht es darum: Was wünsche ich, und wie will ich es verwirklichen?“ Dazu hat sie ein wunderbares Gedicht verfasst, mit dem wir euch zum letzten Tag der Rauhnächte inspirieren wollen:

Ich bin die Wünsche, die ich verwirkliche.
Es ist kein Wunsch im Herzen des Menschen, der nicht den Weg weist in das Glück.
Glück ist die Liebe zum Leben,
ist das befreite Leben.
Ich suche einen Wunsch, der mir Leben gibt.
Leben in einer Weise, wie Kinder: Ohne Angst vor den Wünschen, die in ihrem Herzen sind.
Das Herz weiß im Geheimen immer, was ich brauche, um Mich frei fühlen zu können:
Hätte ich doch einen Tag, an dem ich alles tun kann, was ich möchte.
Hätte ich doch den Mut, nicht tun zu müssen, was man von mir erwartet,
sondern zu tun, was sich mein Herz wünscht.
Hätte ich doch die Liebe zu mir, mir einen Wunsch zu erfüllen, der mein Herz befriedigt.
Ich bin der Wunsch, den ich verwirkliche.
Wünsche sind Leben – sie sind der Samen, ich bin der Gärtner.
Ich bin der Gärtner meiner Wünsche.
Meine Wünsche sind die Blumen, die mit ihren Farben und mit ihrem Duft werben, von einem anderen wahrgenommen zu werden.

Ortrud Grön

Das Gedicht ist aus dem folgenden Buch – mit freundlicher Genehmigung des EHP-Verlags.

Ortrud Grön LEBEN IST EINE KUH, DIE DAUERND IHR EUTER FÜLLT Weisheiten aus Träumen, EHP-Verlag Andreas Kohlhage, 2008.


Titelbild: Christopher Campbell via Unsplash


Erfahre noch mehr über die Rauhnächte in unserem Podcast-Interview mit Expertin Beate Tschirch:

Die Wissenschaft der Balance

Balance

Wackelig oder stabil? Schräg oder gerade? Ob wir gut im Gleichgewicht sind oder im nächsten Moment umzufallen drohen, spüren wir meistens ganz genau – aber wie funktioniert das eigentlich, dass der Körper sich in Bezug zu Raum und Schwerkraft ausrichtet und stabilisiert?

Text: Ann Swanson

Jeder Yogi und jede Yogini kennt diese Tage, an denen man schon in einem schlichten Baum herumkippelt oder aus der dritten Heldenhaltung buchstäblich herausfällt. Aber selbst wenn das passiert: Wir sind immer noch dabei zu balancieren. Ein gutes Gleichgewichtsgefühl hilft uns bei den kleinsten Alltagsverrichtungen, zum Beispiel wenn wir eine Einkaufstasche tragen oder nach einer Vase ganz oben im Schrank greifen. Erst recht ist es bei komplexeren Bewegungen gefragt, etwa beim Tanzen, Fahrradfahren oder Stand-Up-Paddling. Umso wichtiger ist es, diese wichtige Fähigkeit nicht verkümmern zu lassen: Jedes Mal, wenn du in einer Yogahaltung um die Balance ringst, trainierst du jene Körpersysteme, die dir helfen, aufrecht und stabil in einer bestimmten Haltung zu bleiben – und letztlich auch durchs Leben zu gehen. Dabei sind vor allem drei von Bedeutung: das visuelle, das vestibuläre und das somatosensorische System – oder auf Deutsch: der Sehsinn, der Gleichgewichtssinn und der Tast- beziehungsweise Körpersinn.

Leben in Bewegung

Die Fähigkeit, aufrecht und mit guter Haltung stabil zu bleiben – etwa im Baum (Vrikshasana) – nennt man statische Balance. Ausschlaggebend für diese gut geerdete Aufrichtung ist neben den eben genannten Sinnen die sogenannte Propriozeption, also die Fähigkeit zu wissen, wo sich deine einzelnen Körperteile im dreidimensionalen Raum gerade befinden. Kleine Sensoren im gesamten Körper, vor allem in Muskeln und um die Gelenke herum, senden dazu ständig Informationen ans Gehirn. Indem wir uns achtsam bewegen und fordernde Gleichgewichtshaltungen üben, können wir diese Sensoren schärfen.

„Genau wie Muskeln erst durch Beanspruchung stärker werden, profitiert auch der Gleichgewichtssinn davon, wenn du ihn immer wieder herausforderst.

Ann Swanson

Dynamische Balance kommt immer dann zum Einsatz, wenn wir während einer Bewegung das Gleichgewicht halten müssen, etwa beim Gehen, wenn wir von einem kleinen Absatz herunter – springen oder durch den Sonnengruß fließen. Aber auch die Übergänge von einer statischen Haltung in eine andere, zum Beispiel von der Berghaltung (Tadasana) in die Heldenhaltung 3 (Virabhadrasana 3), erfordert dynamische Balance. Sobald wir nämlich einen Fuß von der Matte lösen, wird es tricky: Weil wir weniger Kontakt zum Boden haben (also weniger somatosensorische Information), müssen das visuelle und das vestibuläre System ausgleichend wirken, um den Wechsel von einer Position in eine andere zu meistern.

Jeder weiß: Die meisten Stürze passieren genau in diesen Übergängen, Richtungswechseln oder schnellen Bewegungen – und zwar nicht nur im Yoga, sondern auch im Alltag. Leben geschieht in ständiger Bewegung und Yoga hilft, uns an diesen ewigen Wandel anzupassen und ihn geschmeidiger zu meistern.

Dabei entstehen, wie neuere Forschungen zeigen, neue neuronale Verbindungen nicht nur in den fürs Gleichgewicht zuständigen Gehirnregionen, sondern auch dort, wo die kognitiven Fähigkeiten angesiedelt sind. Indem wir die Balance im Yoga gezielt trainieren, beugen wir also nicht nur Stürzen vor, wir erhalten auch auf lange Sicht die Plastizität des Gehirns, verbessern das Körpergefühl, Selbstvertrauen und Mut.

Drei Sinne für mehr Balance

Das Nervensystem integriert die Informationen von visuellem, vestibulärem und somatosensorischem System und übermittelt sie ans Gehirn. Dort werden diese Reize gebündelt, verarbeitet und die passenden Bewegungs- und Haltungsantworten gefunden. Das kannst du gezielt fördern.

Sehsinn

Die von den Augen ans Gehirn gelieferten visuellen Informationen helfen dir, dich im Raum zu orientieren.

Die von Augen und Sehnerven ans Gehirn übermittelten visuellen Informationen helfen uns dabei, die Lage des Körper im Raum zu bestimmen und ihn auszurichten. Im Yoga machen wir uns das mit einer besonderen Technik zunutze: Drishti. Indem du einen bestimmten, vor dir liegenden Punkt fixierst, kannst du dich in anspruchs- vollen Gleichgewichtshaltungen besser stabilisieren. Der Grund: Ist der Blick fest, dann hat das Gehirn einen statischen Referenzpunkt, an dem er die nötigen Haltungsanpassungen ausrichten kann.

Übung:

Anstatt mit Drishti zu üben, kannst du auch einmal das genaue Gegenteil versuchen: Schließe im aufrechten Stand (Tadasana) einfach mal deine Augen. Ohne den visuellen Input wirst du dich sofort weniger stabil fühlen. Dabei kannst du auch beobachten, wie vestibuläres und somatosensorisches System versuchen, die fehlende Information auszugleichen.

Gleichgewichtssinn

Das vestibuläre System arbeitet mit einem kleinen, sehr komplexen Organ im Innenohr: dem Gleichgewichtsorgan (vestibulärer Apparat). Es besteht zum einen aus drei mit Flüssigkeit gefüllten, annähernd kreisförmigen Kanälen, den Bogengängen. Verändert der Kopf seine Lage, dann setzt das die Flüssigkeit in den Bogengängen in Bewegung.

Das Organ und die Nerven im Innenohr registrieren jede Lageveränderung des Kopfes.

Je nachdem, ob es nach oben, unten, rechts, links oder seitwärts geht, biegt die Flüssigkeit auf bestimmte Weise die feinen Sinneshärchen (Cilia) an einem oder mehreren Bogenausgängen um. Bewegen wir uns beispielsweise aus Tadasana in Virabhadrasana 3, also von der Senkrechten in die Horizontale, dann wird diese Lageveränderung im Innenohr in einem der Bogengänge die Flüssigkeit stärker bewegen als in den anderen, die Sinneshärchen nehmen diesen Reiz auf und geben ihn über den Gleichgewichtsnerv ans Gehirn weiter. Ob das langsam und kontrolliert geschieht, oder in einem beherzten Sprung oder Sturz, wird ebenfalls im Innenohr registriert: Die beiden unterhalb der Bogengänge liegenden, ebenfalls mit Flüssigkeit gefüllten Vorhofsäckchen (Otholitenorgane) reagieren auf Beschleunigungs- und Bremsbewegungen, die sie ebenfalls über den Gleichgewichtsnerv ans Gehirn melden.

Übung:

Nimm den vestibulären Input wahr, indem du mal bewusst mit den verschiedenen Reizen des Gleichgewichtsorgan spielst. Bewege dich zuerst langsam von Tadasana in die Heldenhaltung 3. Beim nächsten Mal stimulierst du die Sensoren zusätzlich: Bewege den Kopf in kleinen nickenden und verneinenden Bewegungen, während du zwischen dem aufrechten Stand und der Standwaage hin- und herwechselst. Vermutlich wirst du es so deutlich schwieriger finden, die Balance zu halten – ein super Training: Genau wie Muskeln erst durch Beanspruchung stärker werden, profitiert auch der Gleichgewichtssinn davon, wenn du ihn immer wieder herausforderst.

Körpersinn

Der Tastsinn, mit dem wir Berührungen an der Oberfläche des Körpers wahrnehmen, ist ein wesentlicher Teil eines viel komplexeren Systems: Das somatosensorische System erfasst nicht nur Druck, Schmerz, Bewegung und Temperaturveränderungen an der Haut (Oberflächensensibilität), es registriert Reize im gesamten Körper (griechisch: soma).

Die Empfindungen an der Oberfläche und in der Tiefe der einzelnen Körperteile informieren über ihre Position in Bezug auf den übrigen Körper und den Raum und helfen uns bei der Ausrichtung.

Bei den Informationen aus dem Körperinneren, vor allem an Muskeln und Gelenken, spricht man von Tiefensensibilität oder Propriozeption: Sie ermöglicht es uns, die Lage der einzelnen Körperteile zueinander und im Raum zu bestimmen und zu steuern.

Übung:

Auch dieses System kannst du durch bewusste Beanspruchung trainieren. Das geht ganz einfach: Statt auf einem festen, stabilen Untergrund übst du auf einer dicken Decke, im Sand oder auf einem Wackelbrett. Das trainiert insbesondere die neuromuskuläre Wahrnehmung und hilft dir, Unsicherheiten leichter auszugleichen und dich zu stabilisieren.


ANN SWANSON ist eine wissenschaftlich ausgerichtete Yogatherapeutin. Ihr Buch „Yoga verstehen. Die Anatomie der Yogahaltungen“ (Dorling Kindersley, 20 Euro), gilt längst als Referenz zum Thema Anatomie.


Dieser Artikel ist aus der Yoga Journal Print Ausgabe Nr. 77 05/21

https://yogaworld.de/produkt/yoga-journal-nr-76-04-21-print/

Mungdal Pakoras – Frittierte Linsen-Nocken

Der gelernte Koch Nicky Sitaram Sabnis nimmt uns in seinem Buch „Happy India“ mit auf eine kulinarische Reise durch sein Heimatland Indien. Sinnlich präsentiert, gespickt mit herrlichen Anekdoten und viel Information über die indische Küche und ihre Zutaten. Eine köstliche Liebeserklärung an Land und Leute. Dieses Rezept kommt aus Rajasthan.

ZUTATEN

100 g Mung Dal (halbe geschälte Mungobohnen)

¼ TL Asafoetida

je ½ TL gemahlener Ajwain, Amchur und Kurkuma

1 frische rote Chilischote, gewaschen

1 TL frischer Ingwer, fein gehackt

½ TL Backpulver

¼ TL Salz

2 EL frische Korianderblätter, fein geschnitten

1 EL Kichererbsenmehl

500 ml Sonnenblumenöl zum Frittieren

© Dirk Przibylla/Südwest Verlag

Zubereitung

Das Mung Dal waschen und in einer Schüssel mit 500 ml lauwarmem Wasser übergießen und 1 Stunde einweichen. Anschließend das Wasser abgießen und nochmals kurz abwaschen.

Die Gewürze, die Chili, den Ingwer, das Backpulver und das Salz untermischen und alles im Mixer grob pürieren. Anschließend Korianderblätter und Kichererbsenmehl gut unterrühren. Nach Bedarf etwas lauwarmes Wasser zugeben, sodass eine sehr feste, aber etwas körnige Paste entsteht.

Das Öl in einem Stieltopf stark erhitzen, dann die Hitze reduzieren. Aus der Masse mit zwei angefeuchteten Teelöffeln Nocken formen. Diese auf mittlerer Hitze im heißen Öl 3–4 Minuten frittieren, dabei hin und wieder mit einem Schaumlöffel wenden, bis die Pakoras beginnen zu bräunen. Herausheben und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Mit Minz-Chutney oder Koriander-Chutney servieren.


Die besten Originalrezepte aus ganz Indien

Happy India – Mehr als 150 authentische Gerichte, Südwest Verlag

Auf 240 Seiten präsentiert Nicky Sitaram Sabnis heißgeliebte Familienrezepte und Gerichte, die er während seiner Reisen und seiner Ausbildung kennengelernt hat. Nordindische Currys sind ebenso vertreten wie südindische Reisgerichte, cremige Dals und unzählige Auberginen-Variationen. Auch Streetfood, Getränke und zuckersüße, aromatische Desserts dürfen nicht fehlen. Insgesamt kommen so mehr als 150 authentische Rezepte zusammen, die sich mit frischen Zutaten auch bei uns problemlos zubereiten lassen.


Titelbild: © Dirk Przibylla/Südwest Verlag

Ayurveda – glücklich mit der eigenen Konstitution

Bist du zufrieden mit deinem Aussehen? Mit deinem Leben? Oder hast du (wie die meisten von uns) einiges an dir auszusetzen? Unsere Ayurveda-Expertin ist überzeugt: Der Schlüssel zu innerem Gleichgewicht und Glück liegt im Wissen um die eigenen Konstitution.

TEXT: KERSTIN ROSENBERG

Ayurveda, die traditionelle Heilkunde Indiens, betrachtet jeden Menschen als ein einzigartiges Individuum: Entsprechend des eigenen Konstitutionstyps sind Körperbau, Stoffwechsel und Verhaltensweisen jeweils auf ganz besondere Weise geprägt. Kennen wir diese Konstitution, so wissen wir nicht nur, wo unsere Schwachstellen liegen, sondern auch, welches Potenzial in uns steckt und wie wir mit uns selbst umgehen müssen, um innere Zufriedenheit, Erfolg und Gesundheit zu erlangen. Statt Selbstoptimierung ist also Selbstakzeptanz gefragt! Nur eine liebevolle und wertschätzende Einstellung zu dir selbst ermöglicht es dir, im Einklang mit der eigenen Konstitution ein balanciertes Leben zu gestalten. Verhalten wir uns nämlich entgegen unseren typischen Bedürfnissen, so wird das nach ayurvedischer Überzeugung körperliche und psychische Beschwerden hervorrufen.

Deine Konstitution – dein Schicksal

Warum bin ich, wie ich bin? Oftmals fragen wir uns, wieso uns das Schicksal aus- gerechnet mit dieser besonderen Konstitution „bestraft“ hat. Dabei unterscheiden wir im Ayurveda drei Grundtypen, die so genannten Doshas:

  • Bei von Vata geprägten Konstitutionstypen sind das Energie- und Immunsystem von Natur aus schwächer. Sie erschöpfen leichter, sind eher untergewichtig, werden schneller krank und leiden häufig unter einem Mangel an Kraft, Durchhaltevermögen und innerer Stabilität.
  • Von Pitta geprägte Konstitutionstypen haben es oft mit einer empfindsamen Haut zu tun, sie neigen zu Entzündungen sowie zu aufbrausendem Temperament und überaktivem Magen-Darm-Trakt.
  • Der Stoffwechsel der von Kapha geprägten Konstitutionstypen fördert von Kindesalter an Übergewicht und Antriebslosigkeit und im späteren Alter auch Gewebe- und Wasseransammlungen.

Diese Doshas treten nie in Reinform auf, sondern sind bei jedem Menschen auf jeweils individuelle Weise vermischt: seiner Konstitution. Zu verdanken haben wir diese Prägungen laut Ayurveda vor- und nachgeburtlichen Einflüssen wie dem Erbgut der Eltern, der Ernährungs- und Lebensweise der Mutter während der Schwangerschaft sowie klimatischen und emotionalen Einflüssen der ersten Lebensmonate.

Glück und Schönheit typgerecht

Die wenigsten Menschen empfinden sich heute als schön und liebenswert, viele sind unzufrieden, unglücklich und unerfüllt. Aus ayurvedischer Sicht ist das vollkommen unverständlich. Statt auf die vermeintlichen Defizite schaut man hier vor allem auf die einzigartigen und wunderbaren Qualitäten, mit denen jeder Mensch in seiner Konstitution ausgestattet ist. Ein Potenzial, auf das wir immer bauen können und das unser Leben reich, genussvoll und erfolgreich machen kann:

  • Vata-Typen zeichnen sich durch Feinfühligkeit, Kreativität und Stilbewusstsein aus. Sie sind Künstler*innen, Ästhet*innen, Visionär*innen und Heilerinnen, die mit neuen Impulsen die Welt inspirieren. Ihre äußere Erscheinung ist von einem schlanken Körperbau, feinporiger Haut und einer durchdringenden Ausstrahlung geprägt.
  • Pitta-Typen sind charismatisch, intelligent und geschickt. Sie haben ausgeprägte Führungsqualitäten, sind ehrgeizig und können andere gut überzeugen – die typischen Business-Menschen. Auch körperlich beeindrucken sie durch einen athletischen Körperbau, Sportlichkeit und feurige Ausstrahlung.
  • Kapha-Typen gelingt es, um sich herum eine Wohlfühl-Atmosphäre zu schaffen, in der es gemütlich, entspannt und lecker zugeht. Als Genussmenschen verwöhnen sie sich selbst und andere. Sie sind treu, ausdauernd und belastungsfähig. Gerade mit ihrem fülligeren Körperbau bezaubern viele Kapha-Menschen durch ihre wohlproportionierten Kurven und ihre positive Ausstrahlung.

Verleihe deinem prägende Dosha Ausdruck

  • Vata: Lebe deine Kreativität, deine Gestaltungsfreude und dein Kommunikationsbedürfnis, in- dem du deine Gedanken, Gefühle und Erkenntnisse durch Bilder, Musik und Gespräche mitteilst.
  • Pitta: Lebe deine Produktivität und Tatkraft, indem du dir immer wieder neue Ziele und Projekte suchst, die du auf positive Weise realisierst – und dann (ganz wichtig!) genieße deinen Erfolg.
  • Kapha: Lebe deine entspannte Gelassenheit und erfreue dich an den schönen Dingen des Lebens, indem du auf deine persönliche Balance von Bewegung und Ruhe sowie Geselligkeit und Rückzug achtest.

KERSTIN ROSENBERG ist eine international bekannte Ayurveda- Spezialistin, Seminarleiterin und Buchautorin. Gemeinsam mit ihrem Mann leitet sie die renommierte Europäische Akademie für Ayurveda mit großem Online-Angebot und angeschlossenem Ayurveda- Kompetenz- und -Kurzentrum in Birstein. Unter blog-ayurveda.de findest du regelmäßig ihre neuen Beiträge rund um Ayurveda, Gesundheit und Genuss.

Titelbild: Priscilla Du Preez via Unsplash


Dieser Artikel ist aus der Yoga Journal Print Ausgabe Nr. 77 05/21

https://yogaworld.de/produkt/yoga-journal-nr-76-04-21-print/

Playlist des Monats Januar von Andrea Widmer

Andrea Widmer

Unsere Yoga-Playlist des Monats kommt von Yogalehrerin Andrea Widmer aus der SchweizAndrea ist Yogalehrerin (Jivamukti 800h), diplomierte Bewegungs- und Tanzpädagogin SBTG sowie Thai-Yogamassagetherapeutin. Ihre Playlist für den Übergang wird dich auf sanfte und inspirierende Weise auf dem Weg in den Jahresbeginn begleiten.

Musik als Seelenwärmer

Was für ein wunderbarer Musik-Mix, um dem alten Jahr noch nachzuspüren und sich auf den Weg ins neue Jahr zu machen. Sanfte Musik von East Forest featering Ram Dass, Verträumtes von Musikinstrumentalist Ólafur Arnalds, Soulmusik von Nina Simone, Up-Beat-Percussion und Gute-Laune-Sound von Meister Lampe, der euch beschwingt ins Jahr begleitet und so viel mehr. Lasst die Playlist einfach durchlaufen – auch ohne Yoga zu üben – tief durchatmen und die Musik im Körper spüren.

Yogalehrerin Andrea Widmer

Andrea hat in München Jivamukti Yoga unterrichtet, bis sie vor einigen Jahren wieder in ihre Heimat, die Schweiz, zurückgekehrt ist. Sie legt in ihrer Arbeit grossen Wert auf eine heilsame, vertrauensvolle Atmosphäre, in der Menschen jeden Alters ihr Potenzial entfalten können.

Sie ist fasziniert von der transformativen Kraft des Yoga, die es uns erlaubt, unsere Wahrnehmung zu verändern und die Zusammenhänge zwischen Körper, Seele und Geist zu erkunden. Die so freigesetzten Energien können wir nutzen, um einen liebevolleren Umgang zu uns selbst zu finden.

Als Team-Mitglied der Conscious Days, die alljährlich in Frankreich stattfinden, schöpft sie aus fünfzehnjähriger Unterrichtserfahrung.


Übrigens: Vielleicht willst du uns auch mal deine Lieblings-Playlist zusammenstellen? Dann melde dich unter redaktion@yogajournal.de, auf Facebook oder Instagram bei uns. Wir freuen uns von dir zu hören. Mehr Playlists findest du hier.