Ayurveda & BBQ: Kochen und Karma – Plus: Die leckerste Süßkartoffel für den Grill.

Jetzt wird’s heiß: Wir erklären dir, warum Grillen und Ayurveda so gut zusammenpassen, was Kochen mit Karma zu tun hat und wie du ganz easy die leckerste Grill-Süßkartoffel plus Paprika-Nacho-Salat mit frischer Ananas zubereitest. Eins, zwei, GRILL …

Wenn man an ein klassisches BBQ denkt, tauchen vor dem inneren Auge schnell Bilder von Fleischbergen, Ketchup und Dosenbier auf. Dabei ist „Barbecue“ ursprünglich nur der Name für eine spezielle Technik der Fleischzubereitung und kann natürlich auf vegetarische Lebensmittel übertragen werden.

Traditionell bereitet man das Grillgut in einem so genannten Barbecue-Smoker zu: Bei dieser Art von Grill wird nicht direkt über dem Feuer gegrillt, sondern im heißen Rauch bei mäßiger Temperatur gegart beziehungsweise geräuchert. Im umgangssprachlichen Gebrauch bezeichnet man allerdings mit dem Begriff „Barbecue“ alle Formen von Grillpartys.

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Was BBQ mit Ayurveda zu tun hat? Tatsächlich ist es die Zubereitungsmethode, die aus Sicht des Ayurveda zu empfehlen ist. Sie fördert das soziale Zusammengehörigkeitsgefühl, Geselligkeit und Kommunikation. Beim traditionellen BBQ sitzt man gemütlich beisammen, während das Grillgut über mehrere Stunden langsam vor sich hin schmort, bis man zu essen beginnt.

Kochen und Karma

Im Sinne des Ayurveda hat das Zubereiten einer Mahlzeit auch eine karmische Bedeutung. Die Hinwendung an die Mitmenschen im Rahmen eines Festmahls erzeugt viel Positives und drückt Dankbarkeit für unsere Lebens-Mittel aus. Es müssen ja nicht gleich 108 Gänge wie bei einem traditionellen Hindu-Festmahl sein! Ein nettes Grillfest für Freunde zu organisieren, sie zu (er)nähren und stundenlang mit ihnen zusammen zu sitzen, ist eine gute Alternative. Wir stellen euch zwei Rezepte vor, die sich gut für ein BBQ eignen – eins für den Grill und einen Salat als Beilage:

Marinierte Süsskartoffel

(Für 4 Personen)

  • 1 große Süsskartoffel, geschält, halbiert und in Stücke geschnitten
  • 100 ml Olivenöl
  • 1 TL Tandoori-Gewürzmischung
  • 1 TL gemahlenes süßes Paprikapulver
  • 2 kleine Lauchzwiebeln, klein geschnitten
  • 1 TL gemahlener rosa Pfeffer
  • 1/2 TL grobes Meersalz

Die Süsskartoffel mit allen Zutaten vermischen und mindestens drei Stunden lang ruhen lassen. Anschließend alles in eine Aluschüssel geben, abdecken und auf dem Grill bei nicht allzu großer Hitze 20 bis 25 Minuten schmoren lassen.

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Paprika-Nacho-Salat mit frischer Ananas

(Für 4 Personen)

  • Je zwei rote und gelbe Paprika, gewaschen, halbiert, entkernt und in Streifen geschnitten
  • Zwei fingerdicke Scheiben frische Ananas, in Streifen geschnitten
  • 50 g Nacho-Chips
  • 2 EL Nacho-Dip, je nach Geschmack mild oder scharf
  • 4 EL Olivenöl
  • 2 EL süßer Balsamico-Essig
  • Etwas Salz und Pfeffer

Die Paprika- und Ananas-Stücke mit dem Nacho-Dip, Essig und Öl vermischen. 30 Minuten ziehen lassen. Kurz vor dem Servieren die Nachos zugeben, vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Titelbild via unsplash.com // Pavan Trikutam

Yoga-Playlist für Atemübungen

Playlist Yoga Atemübungen

Pranayama ist der Sanskrit-Name für die yogischen Atemübungen, die den Körper und den Geist verbinden. Manche Yogi*nis machen ihre Atemübungen gerne im Stillen, andere lieben es dabei Musik zu hören. Mit dieser Playlist kannst du auch im hektischen Alltag sanft in deinen Atemrhythmus kommen.

Im Gegensatz zu den Asanas und beliebten Entspannungstechniken wie Meditation und Savasana, werden Atemübungen im Yoga häufig als Nebensache gesehen. Dabei spielt der Atem im Gesamtsystem des Menschen eine wichtige Rolle – mal ganz davon abgesehen, dass es ohne ihn kein Leben gäbe. Über die Atmung nehmen wir Sauerstoff auf; aus yogischer Sicht aber auch Prana, die Lebensenergie.

Auch spannend: Atemtechniken für Fokus und Klarheit

Bewusstes Atmen hilft uns wieder zur Ruhe zu kommen und kann bei Angstzuständen und Panikattacken helfen. Mithilfe einer regelmäßigen Pranayama-Praxis lernen wir, den Atem wieder bewusster zu kontrollieren und wahrzunehmen und so unsere Lebensenergie zum Fließen zu bringen. Hier findest du viele heilende Atemübungen, die du zu dieser Playlist machen kannst. Suche dir dafür ein ruhiges Plätzchen und schenke dir und deiner Atmung täglich ein paar Minuten Zeit und Aufmerksamkeit.

10 wichtige Tugenden für unsere Zeit

10 Tugenden für unsere Zeit

Max Strom schlägt einen Katalog aus zehn universellen Tugenden vor. Nicht im Sinne der klassischen Gebote und Verbote, sondern als eine Art Arbeitsvorlage, um deine eigene Ethik klarer zu definieren und am Leben zu erproben.

„Wir möchten die Welt verändern – doch der Teil der Welt, auf den wir den meisten Einfluss haben, sind wir selbst.“ Der amerikanische Yogalehrer und Ethik-Referent Max Strom weiß, dass die beste Möglichkeit zur Veränderung in uns selbst liegt. Deswegen gibt er uns einen Leitfaden an die Hand: 10 Tugenden die wir im Alltag allzu gerne außer Acht lassen.

1. Dankbarkeit

Bewusst kultivierte Dankbarkeit löst negative Emotionen auf und öffnet das Herz für Freundlichkeit, Respekt und viele weitere Tugenden. „Dankbarkeit ist nicht nur die größte Tugend, sondern die Mutter aller Tugenden.“ (Cicero)

Lies auch: Freude kultivieren? Dankbarkeit einladen!

2. Freundlichkeit

In diesem Begriff ist das Gebot der Gewaltlosigkeit (Ahimsa) in eine aktive Haltung gewendet – das beinhaltet auch, dass der Impuls zu verletzen überwunden wird. „Meine Religion ist einfach, meine Religion ist Freundlichkeit.“ (Dalai Lama)

3. Respekt

In Gesten des Respekt spürt ein Mensch, dass er gesehen und geschätzt wird – Respekt ist ein Ausdruck der Gleichwertigkeit aller Wesen. „Respekt ist die höchste Form der Liebe.“ (Sufi-Sprichwort)

4. Ehrlichkeit

Wer ehrlich in Worten und Taten ist, wird nicht lügen und nicht stehlen. Allerdings sollte Aufrichtigkeit auch nicht verletzen, sie muss mit Freundlichkeit einhergehen. „Ehrlichkeit ist das erste Kapitel im Buch der Weisheit.“ (Thomas Jefferson)

5. Tugendhafte sexuelle Beziehungen

Hier sollten sich immer die ersten vier Tugenden verkörpern – was auch bedeuten kann, dass man sich in Zurückhaltung üben muss. „Wenn einem die Treue Spaß macht, dann ist es Liebe.“ (Julie Andrews)

6. Einfachheit

Das buddhistische Konzept der selbst gewählten Einfachheit ist eine soziale und ökologische Tugend, vor allem aber ist es ein Weg zu Klarheit und Zufriedenheit. „Nicht was ich habe, sondern was ich tue, ist mein Königreich.“ (Thomas Carlyle)

7. Zufriedenheit

Im deutschen Wort „Zufriedenheit“ steckt nicht umsonst das Wort „Frieden“, es beinhaltet Genügsamkeit und Gelassenheit – auch in schwierigen Zeiten. „Ich habe gelernt, mit der Lage zufrieden zu sein, in der ich mich befinde.“ (Apostel Paulus)

8. Disziplin

Eingeprägte Verhaltensmuster kann man nur mit Hilfe von Disziplin durchbrechen. So wie auf der Yogamatte müssen wir auch in der Ethik vor allem die Dinge üben, die uns schwer fallen. „Es werden mehr Menschen durch Übung tüchtig, als durch natürliche Anlage.“ (Demokrit)

9. Achtsamkeit

Im Zusammenhang mit Ethik bedeutet Achtsamkeit vor allem eines: die Folgen des eigenen Handelns für andere Lebewesen und die Umwelt zu berücksichtigen. „Die beste Weise, sich um die Zukunft zu kümmern, besteht darin, sich sorgsam der Gegenwart zuzuwenden.“ (Thich Nhat Hanh)

Zum Runterkommen: Achtsamkeitsmeditation – Fokus auf den Atem

10. Vergebung

Anderen zu vergeben, ist heilend, denn nichts kann einen glücklich machen, solange man Wut in sich festhält. „Groll zu empfinden ist, als ob man Gift trinkt und dann hofft, dass die Feinde daran sterben.“ (Nelson Mandela)


Lies auch die 10 Gebote des Yoga: Yamas und Niyamas von Max Strom erklärt.

Titelbild: Photo by Abigail Ducote on Unsplash

Übung: Intentionen für ein besseres Leben

Intention finden

Diese kleine Übung kannst du gut in deine übliche Meditationspraxis einbauen, sei es nun gleich zu Beginn oder indem du am Ende 5 Minuten anhängst, in denen du eine Intention kultivierst, von der du glaubst, dass sie dein Leben und die Welt besser macht.

Text: Sally Kempton / Titelbild: Giulia Bertelli via Unsplash

Denke zunächst über die Intention nach, die du ins Leben tragen möchtest. Frage dich: „Was will ich erschaffen, das dem höchsten Wohl für mich selbst, meine Familie und der Welt dient?“ Schreibe auf, was in dir aufsteigt. Dann formuliere eine Intention oder ein Gebet, das diesen Gedanken knapp und kraftvoll ausdrückt. Verwende dabei Präsens, also „ich lebe in Harmonie“ anstatt „ich werde leben“ oder „ich möchte leben“. Dann nimm diese Intention mit in die Meditation.

Bündele deine Aufmerksamkeit

Beginne die Sitzung, indem du mit der dir vertrauten Technik (Atem, Mantra oder anderes) zunächst deine Aufmerksamkeit bündelst und dich zentrierst. Lasse dir eine Weile Zeit, um deine Gedanken zu beobachten. Nimm wahr, wie sie aufsteigen und wieder verklingen. Erinnere dich daran: Diese Gedanken sind Energien. Jeder Gedanke hat die Kraft, meine Realität zu transformieren.

Pflanze eine Intention

Nimm einen einfachen Gedanken und folge ihm mit hoher Konzentration, bis er sich auflöst. Wähle dazu einen positiven Gedanken (etwa: „Ich liebe dich“) oder zumindest einen neutralen („Ich bin“). Wenn du dich voll auf das Wort oder den Satz konzentrierst, wirst du an der Stelle, wo er endet, mit der Zeit eine kleine Pause bemerken. Konzentriere dich auf diesen pulsierenden Leerraum in deinem Geist, diesen Sekundenbruchteil bevor ein neuer Gedanke aufsteigt. In diesen Raum der Stille pflanzt du deine Intention. Formuliere sie und lasse sie einige Atemzüge lang wirken.

Dann stellst du dir einige Atemzüge lang vor, du lebtest schon in dem Gefühl der Zufriedenheit, dass deine Intention sich vollständig erfüllt hat. Lasse dieses Leben in Fülle vor deinem inneren Auge entstehen: Sieh dich selbst in Frieden mit deinen Lieben, stell dir eine Welt vor, in der alle Menschen genug zu essen haben, sieh dein Kind umringt von guten Freunden.

Die stille Mitte in dir steckt voller kreativer Kraft

Dann lasse diese Vorstellungen wieder los und konzentriere dich auf das Ein und Aus des Atems an den Nasenflügeln. Oder du bleibst einfach präsent mit dem Raum in deinem Geist, wo sich deine Intention aufgelöst hat. Erkenne, dass dieser Raum, wo sowohl zufällige als auch schwere Gedanken wieder in ihren Ursprung zurücksinken können, voller kreativer Kraft steckt. Beobachte, wie diese stille Mitte in dir ständig etwas erschafft. Bewundere diese kreative Kraft deines Geistes und entscheide dich noch einmal dafür, diese angeborene Kraft zu nutzen: für Wachstum, Transformation und die Heilung deiner Welt.

Lies auch: Wie du mit der Kraft der Visualisierung deine Gedanken und Realität verändern kannst.

Auszeit on Demand: So wirkt Online-Yoga auf Körper und Geist

Online Yoga Wirkung

Pia Neuburger ist leidenschaftliche Yogini und Yogalehrerin und hat sich für ihre Bachelorarbeit dem Thema „Benefits von Online-Yoga“ verschrieben. Sie konzipierte ein Feldexperiment in welchem eine Experimentalgruppe an vier aufeinanderfolgenden Tagen Online-Yoga praktizieren sollte, während eine Kontrollgruppe kein Yoga ausübte. Hier erzählt sie, was sie dabei Erstaunliches erfahren hat …

Aus meiner Sicht hat Yoga das Potenzial, unser Leben gesamtheitlich zu bereichern. Als ich mit Yoga begann, konnte ich die positiven Auswirkungen meiner regelmäßigen Praxis schnell spüren. Am prägnantesten äußerte sich das in meinen Prüfungsphasen an der Uni. Bevor Yoga ein großer Teil meines Lebens wurde, schaffte ich es nur schwer, in diesen herausfordernden Zeiten die richtige Balance zu finden – mein Fokus shiftete komplett auf die Leistung, die ich mir selbst abverlangte. So ließ ich in den Hochphasen wochenlang keine Verabredungen oder freie Stunden für mich zu.

Yoga kann uns helfen die richtige Balance zu finden

Als Yoga aber bereits fester Bestandteil meines Alltags war, war ausgeschlossen, dass ich in der nächsten Prüfungsphase aufhören würde, auf die Matte zu gehen. Meine innere Weisheit ließ mich deutlich spüren: Genau das ist es, was du in dieser Zeit besonders brauchst. Und so durchlief ich erst gegen Ende meines Studiums die stressfreiste aller Klausurenphasen. Die Stunden auf der Matte beraubten mich keineswegs wertvoller Minuten, in welchen noch mehr Theorien, Studien und Modelle in mein Hirn gepresst werden konnten. Sie schenkten mir Präsenz und Frieden. Ganz klar: Die Yogapraxis hilft dabei, das Vertrauen in das eigene Können zu pflegen und anstehenden Herausforderungen mit mehr Weitblick zu begegnen.

Die Umstellung auf Online-Yoga

Und dann kam die Pandemie. Die Yoga-Studios mussten schließen und waren mit der
Herausforderung konfrontiert, auf Online-Inhalte umzusteigen. Ich habe unglaublichen
Respekt davor, wie selbst die kleinsten Yoga-Studios ihre digitalen Formate aus dem Boden stampften. So wie alles im Leben bringt auch die Pandemie eine Chance mit sich: Durch die verstärkte Digitalisierung von Yoga-Angeboten wird Yoga noch zugänglicher, barrierefreier und flexibler in den Alltag integrierbar.

Und so soll es sein, denn – Yoga ist für jeden.

Auch wenn ich das gemeinsame Praktizieren in Studios vermisste, so fühlte ich dennoch, dass sich die positiven Auswirkungen von Yoga auch medial vermitteln lassen. Im Rahmen meiner Bachelorarbeit konnte ich dieses Bauchgefühl mit einem wissenschaftlichen Fundament untermauern. Hat man das Glück von einer tollen Professorin betreut zu werden, die selbst an den 30-Tage-Yoga-Challenges von Mady Morrison teilnimmt, ergibt sich die Möglichkeit, die eigene Passion mit dem Kommunikationswissenschaftsstudium zu verbinden und die Bachelorarbeit wird zu viel mehr: Sie wird zum Herzensprojekt. So untersuchte ich die Auswirkungen von Online-Yoga auf unser Wohlbefinden.

Yoga trifft auf Forschung

Ich konzipierte ein Feldexperiment in welchem eine Experimentalgruppe an vier aufeinanderfolgenden Tagen Online-Yoga praktizieren sollte, während eine Kontrollgruppe kein Yoga ausübte. In Kombination mit Befragungen im Vorfeld und im Nachgang erlaubt dieses Design Kausalschlüsse auf die Wirkweise der Online-Yoga-Praxis. Die anonymisiert erhobenen Daten meiner 180 Teilnehmer*innen wurden hierfür aufbereitet und durch Statistik-Programme gejagt, die letztendlich Aussagen hervorbrachten, welche wissenschaftlichen Standards entsprechen. Als ich den Output meiner Studie analysierte, bekam ich das Lächeln gar nicht mehr aus dem Gesicht: Das, was mir alle Yogis dieser Welt sofort unterzeichnen würden, spiegelte sich in meinen Ergebnissen wider. Online-Yoga trägt zur Erholung und Stressreduktion bei

Schon 15 Minuten machen einen Unterschied

An dieser Stelle verzichte ich auf einen ausufernden Statistik-Exkurs und komme gleich zum Wesentlichen: Meine Experimentalgruppe war nach den vier Tagen Online-Yoga erholter und stressfreier als meine Kontrollgruppe. Die Gruppen unterschieden sich signifikant voneinander. Signifikanz – das Wort, das Wissenschaftler-Herzen höherschlagen lässt: Denn hoch komplexe statistische Rechnungen entscheiden letztendlich darüber, ob die gefundenen Unterschiede tatsächlich relevant sind. Und das waren sie. Die Online-Yoga-Einheiten offenbarten ihre Wirkung und leisteten einen positiven Beitrag auf die Erholung und Stressreduktion der Praktizierenden. Nimmt man sich täglich nur 15 Minuten Zeit auf der Matte, kann das einen entscheidenden Einfluss auf unsere Lebensqualität ausüben. Wer sich nicht erholt, hat keine Chance aufgebrauchte Ressourcen wieder aufzufüllen, die gebraucht werden, um den Herausforderungen des Alltags standzuhalten. Stressreduktion und Erholung stehen hier in unmittelbarer Wechselwirkung: Es geht nicht darum, Stress vollständig vermeiden zu wollen, sondern effektiv mit Phasen der Regeneration entgegenzuwirken.

Yoga: Bewusstes Zeit nehmen

Der große Vorteil beim Yoga ist, dass diese Regeneration besonders bewusst geschieht. Wir nehmen uns achtsam Zeit, bei uns anzukommen und präsent zu sein. Zu oft vergessen wir, dass sich zu erholen, oftmals das Effektivste ist, das wir tun können. Werde dir bewusst, dass dein Körper neben den Phasen der Leistung ebenso Phasen der Erholung benötigt. Erholung hat absolut nichts mit faul sein zu tun, sondern stellt einen Grundpfeiler für ein gesundes Leben dar. Deine Zeit auf der Matte schenkt dir hierfür den Raum und ist somit auch immer wieder eine kleine Liebeserklärung an dich selbst – denn: Du bist es dir wert.

Deine innere Weisheit

Natürlich freue ich mich riesig über diese Ergebnisse, denn die bestätigen, was ich schon
längst wusste. Ich bin Yogalehrerin aus der tiefen Überzeugung heraus geworden, dass Yoga guttut. Dass Yoga heilsam ist. Dass Yoga positive Auswirkungen auf unser Wohlbefinden hat. In diesem Zuge habe ich mich während des Verfassens der Arbeit oft mit der Frage beschäftigt, warum wir uns so oft nach (wissenschaftlicher) Bestätigung für etwas sehnen, was wir tief in uns bereits für richtig empfinden. In meinem eigenen kleinen Kosmos hat mich meine Arbeit noch einmal mehr daran erinnert, dass jegliches Wissen, das wir brauchen, bereits in uns steckt. Unsere eigene Wahrheit ist letztendlich die, die zählt. Jedoch leben wir in einer Welt, in der Dinge, die nicht nachweisbar sind, als nicht existent abgetan werden. Deshalb bringt jede weitere Studie über die positiven Auswirkungen von Yoga einen essenziellen Mehrwert mit sich. Je mehr Erkenntnisse in diesem Forschungsgebiet erlangt werden, desto wahrscheinlicher ist es, dass diese Erkenntnisse in unserer Gesellschaft Beachtung finden. Ich möchte jedenfalls von einer Welt träumen, in der die Vermittlung von Pranayama und Mediation genauso selbstverständlich ist, wie die des kleinen Einmaleins.


Pia Neuburger

Autorin Pia Neuburger ist absolut überzeugt, dass Yoga nicht nur körperliche Benefits mit sich bringt, sondern auch das Leben im allgemeinen positiv beeinflusst. Kein Wunder also, dass sie sich auf yogaworld.de bereits die Frage stellte, wie Yoga die Beziehung beeinflusst.  Mehr Infos auf Instagram: @piae.cc

 Porträtbild: Laura Schleich www.lauraschleichphotography.de.

Die vier Online-Yogaeinheiten, die Pia ihrer Testgruppe zur Verfügung stellte, sind jetzt auch auf Youtube zu sehen oder in unserer 4-Tage-Yoga Challenge mit Pia …

Yoga für Anfänger: 4-Tage-Online-Praxis

Du willst mit Yoga beginnen? Dann ab auf die Matte, denn jetzt gibt es keine Ausrede mehr: Yogalehrerin Pia Neuburger hat vier kurze Yoga-Flows für dich vorbereitet, die du locker in deinen Alltag einbauen kannst. Schnuppere erste Yogaluft und fühle dich schon nach vier Tagen erholter und weniger gestresst.

Tag 1 | Slow Down | 15 min

Im Yoga verbinden wir Atem und Bewegung, weshalb wir in unserer ersten Einheit zunächst die Verbindung zu unserem Atem kultivieren und ins Fühlen kommen. Physisch fokussieren wir uns auf unseren Oberkörper: Rücken, Nacken, Schultern. Die Sequenz eignet sich wunderbar als kurzer Home-Office-Break um wieder etwas Mobilisation in deine Wirbelsäule zu bekommen, mental abzuschalten und Entschleunigung einzuleiten.

Tag 2 | Be Present | 15 min

Wann sind wir vollkommen im Hier und Jetzt? Unsere zweite Einheit schenkt uns die Möglichkeit, vollkommene Präsenz zu erschaffen – und sie mit in unseren Alltag zu tragen. Physisch liegt der Fokus dieser Sequenz auf der korrekten Ausführung des herabschauenden Hundes, „der beste Freund des Yogi“, welcher dir innere Ruhe und Kraft schenkt. Beenden werden wir die Einheit mit einer Atemübung für einen klaren und ausbalancierten Geist.

Tag 3 | Energy Boost | 15 min

Yoga statt Espresso: Die dritte Einheit verhilft dir zu einem kleinen Frischekick für zwischendurch. Wir fließen durch ein paar Rückbeugen, die grundsätzlich sehr energetisierend wirken. Wir schaffen Platz im Brustraum, Platz für neue Energie. Ein etwas kraftvollerer Flow, der abschließend mit einer Schlussentspannung belohnt wird.

Tag 4 | Flow & Glow | 20 min

In unserer letzten Einheit verbinden wir alle Haltungen, die du über die Tage kennengelernt hast. Das Schöne daran ist, dass du nun alles schon kennst und somit mehr ins Fließen und Fühlen kommen kannst. Die Sequenz schließt mit einer fünfminütigen Meditation ab, für eine positive und dankbare innere Haltung.


Yogalehrerin Pia Neuburger ist absolut überzeugt, dass Yoga nicht nur körperliche Benefits mit sich bringt, sondern auch das Leben im allgemeinen positiv beeinflusst. Diesem Thema widmete die junge Yogini sogar ihre Bachelorarbeit, deren Ergebnisse sie in „Auszeit on Demand: Wie gut tut Online-Yoga wirklich?“ bereits auf yogaworld.de veröffentlicht hat. Kein Wunder also, dass sie sich auch die Frage stellte, wie Yoga die Beziehung beeinflusst. Mehr Infos auf Instagram: @piae.cc

Yoni-Power: Die magische Kraft der Frau

Yoni Power die Kraft der Frau
Frauen, die ihre Weiblichkeit zelebrieren, ihre Sinnlichkeit feiern und ihre Lust ungehemmt leben, sind frei, selbstbestimmt und stark. Warum wir uns genau JETZT auf unsere Yoni besinnen müssen, welche Kraft in uns Frauen steckt und wie wir zu dieser magischen Weiblichkeit zurückfinden, erklären die Seelenschwestern Joy und Katrin im Yoni-Power Interview. //anzeige

„Das Wunder des Lebens entsteht in der Vereinigung in unserem Schoßraum. Wir brauchen keine Pornos und schein-entsexualisierte, vom Leben entfremdete, pseudo-heilige Männer. Wir brauchen keine Religion, die Frauen entwertet, wir brauchen keine Herren, wir brauchen einander und wir brauchen die Liebe zur Göttin und zu Mutter Erde“.

Joy und Katrin von Shakti Alchemy

Joy und Katrin, ihr helft Frauen dabei, ihre Weiblichkeit wiederzufinden. Warum haben wir sie verloren oder verlernt darauf zu hören?

Wir sind enteignet worden. Unsere Körper gehörten – und gehören – nicht uns. Patriarchale Strukturen formen unsere Gesellschaft bis in die letzten Winkel der Zivilisation. ‚His‘-tory, ist eine Geschichte der Kriege und Siege sowie die Machtergreifung über das weibliche Geschlecht und Mutter Erde. Diese strukturelle Gewalt der systemischen Ungleichheit ist Normalität und erklärte Rechtsprechung. Sie erlaubt weltweit täglich Verstümmelung, Verbrennung, Tötung, Unterdrückung, Versklavung, Entwertung, Verschleierung, Abwertung oder Verunglimpfung von Körperlichkeit. Wir leben in einem Bewusstsein von massiver, wie Jahrtausende alter Vernichtung von verkörperter, gefühlter, fließender, intrinsischer, immanenter, erfahrbarer, mystischer Heiligkeit des Seins. Wir leben in einer Entwertung von Leben, Erde, Lust, Freude und Ekstase. Was übrig blieb, ist Porno, Vergewaltigungen, eine Sexualität auf dem Tiefpunkt. Frauen haben die strukturelle Gewalt internalisiert. Sie führen einen Kampf gegen sich selbst und haben oft Angst vor ihrer eigenen weiblichen Kraft und Magie. Sie haben Angst, dafür bestraft zu werden. Tatsächlich ist das gar nicht abwegig. Es kann immer wieder passieren, auch hier bei uns geschehen und passiert sekündlich auf der ganzen Welt.

Müssen gerade wir Frauen in der westlichen Zivilisation Vorreiter einer neuen Bewegung sein, unsere Weiblichkeit zelebrieren?

Dieses kraftvolle Portal, das wir Frauen derzeit in westlichen Zivilisationen haben, ist es mehr als wert, genutzt zu werden. Wir können es wagen, uns wieder ganz für uns selbst mit unserer Weiblichkeit zu verbinden. Uns im Frauenkreis austauschen, voneinander lernen und von den alten mystischen weiblichen Praktiken Gebrauch machen, um ein erfülltes, freudvolles Leben zu gestalten.

Die Yoni ist dabei von besonderer Symbolkraft für Euch …

Yoni heißt in Sanskrit: Der heilige Ort, der Tempel, die Kraftquelle, die Urquelle. Wenn wir dies in aller Tiefe fühlen, wertschätzen, achten, dann brauchen wir wirklich keinen Papst und keine Kathedralen. Das Wunder des Lebens entsteht in der Vereinigung in unserem Schoßraum. Wir brauchen keine Pornos und schein-entsexualisierte, vom Leben entfremdete, pseudo-heilige Männer. Wir brauchen keine Religion, die Frauen entwertet, wir brauchen keine Herren, wir brauchen einander und wir brauchen die Liebe zur Göttin und zu Mutter Erde. Die sogenannte Hexenverbrennung, die sogenannten Ehrenmorde… Sie bedrohen alle Frauen weltweit täglich – real vor Ort, oder durch die Angst-Energie im kollektiven Feld. Und nicht nur uns Frauen, sondern auch die Männer, denn sie sind ebenso Gefangene dieses Musters. Wir brauchen alle eine erfahrungsbasierte Rückverbindung in unsere Körper, in einer hohen Bewusstseinsform. Feeling is healing – wenn wir bewusst Raum für unsere Empfindungen halten können.

Wie stellt ihr euch diese Rückverbindung vor?

Emotionale, somatische, energetische, mentale und spirituelle Schulung durch erfahrungsbasierte Selbsterforschung sind der Schlüssel zur Selbstermächtigung. Im Körper die Shakti zu ehren, als göttliches Portal die Einheit, die intrinsische Istheit bewusst zu erfahren und zu sein, ist wohl die bestmögliche Reise in unser anstehendes Zeitalter. Diese Rückverbindung in unseren Schoßraum gebiert eine neue Welt. Ein frisches, verkörpertes Bewusstsein, das wohlmöglich die jetzige Form der Zerstörung und Orientierungslosigkeit beenden kann. Unser Ziel ist es, dass Frauen ihr wundervolles Sein wertschätzen, lieben und in die Welt einbringen. Dass Frauen ihre Macht, und tiefste Weisheit zurückerobern.

Da wir gerade beim Thema Macht sind: Viele Frauen denken, dass sie taff sein müssen und versuchen gerade im Job „weniger weiblich“ zu wirken, damit sie mit den männlichen Kollegen mithalten können. Verständlicherweise entfernen wir uns damit von unserer Weiblichkeit … Stellen wir Frauen uns da selbst ein Bein?

Leider ja. Es war ein Weg dem Haus-, Heim- und Herd-System zu entkommen. Andere Wege waren Kinderlosigkeit, oder Nonne. Jetzt leben wir hier bei uns in einem enorm wertvollen Zeitfenster der Veränderung. Es hat Sinn zu fragen: Wie will ich leben? Wer bin in meiner Weiblichkeit? Wie webe ich diese in mein Leben, Beziehungen, den Alltag und meine Arbeit ein? Wie möchte ich meine Gaben in jedem Moment fühlen? In welcher Welt sollen meine Kinder leben? Was ist wesentlich für mich und wie gestalte ich mein Leben dem entsprechend. Wie bereit bin ich eine freie, bewusste Frau zu sein?

Lies auch: Ayurveda-Lehrer – Verlieren Frauen ihre Weiblichkeit?

Und dabei unterstützt ihr die Frauen mit eurer Arbeit?

Ja, denn gerade hier hilft die Selbsterfahrung mit Shakti Alchemy sehr. Wir etablieren durch unsere Übungen die Rückverbindung zur inneren Kraftquelle. Das ist ein natürlicher Weg in die Selbstermächtigung. Ein entscheidender Bewusstseinsschub entsteht in unseren Frauenkreisen auch durch die Bewusstwerdung von weiblichen Verhaltensweisen untereinander. Frauen haben unterbewusst auch viele negative Verhaltensmuster untereinander entwickelt. Doch sind die Schatten wie Neid, Missgunst, Tratsch, Verrat, Kampf, Angst, Unterdrückung und Manipulation erst mal erkannt, bietet der Frauenkreis die natürliche Magie für jede Frau. Wir sagen uns: „Ich feiere deine ganzheitliche Schönheit – die Göttin in dir, spiegele mich in dir. Ich wasche und küsse deine Füße für dein Sein“. Das ist unser Shakti Alchemy Key.

Ihr habt es gerade angesprochen: Der Konkurrenzkampf und Druck unter Frauen, Kolleginnen, Müttern nimmt zu. Wir gehen eher auseinander als aufeinander zu. Bewerten, beäugen und beurteilen. Mit eurer Arbeit, „female Empowerment“ und dem Shakti Alchemy Tribe wollt ihr dem entgegenwirken. Warum ist es so wichtig, dass Frauen als Schwestern zusammenfinden?

Weil wir nur zusammen erkennen können, wie gleich wir sind. Gleich in unseren Verletzungen, Gefühlen und Stärken. Gleich in unserer absoluten Einzigartigkeit – das ist das wunderbare. Die Magie des Frauenkreises entfaltet sich durch jede weitere Frau immer mehr. Es ist ein sich ausdehnendes, nährendes Feld der Kraft, Gewissheit und Magie. Daraus entwickelt sich und erwächst auf ganz natürliche Weise ein Geflecht, webt sich ein fliegender Teppich. So vermittelt sich Schönheit und Vertrauen, Nähe und Raum für Wunder. Im Frauenkreis erfährt sich die Frau als heil und gesund, als richtig und schön, als kraftvoll und wertvoll, als Göttin und als Schwester, als Wilde und Fragile. Im Frauenkreis entfaltet sich die Wahrhaftigkeit unserer wundervollen Weiblichkeit, und bekommt die Wertschätzung, die sie verdient. Und ganz wichtig – nur du kannst den Teppich zum Fliegen bringen. Das kann niemand anderes für dich machen. Auch nicht der Prinz, Retter, Mann und Shiva. Selbstermächtigung entsteht durch deine Verbindung zu deiner Sexualkraft und zu deinem Körper. Wichtig ist auch zu wissen, dass alle weiblichen Organe, selbst wenn sie operativ entfernt wurden, energetisch vorhanden sind. Selbst die entferntesten und ältesten Eierstöcke sprechen ihre Geschichte, lehren dich ihre Weisheit und Magie. Dein sich erweiterndes, evolutionäres Bewusstsein bestimmt das Maß deiner Wahrnehmung und Verbindung.

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Was bedeutet es konkret für mich, wenn ich meine Weiblichkeit wieder entdecke und zelebriere? Was verändert sich dadurch?

Eine erwachte Shakti-Yogini, ist ein Geschenk für sich selbst und alle um sie herum. Eine verkörperte Göttin ist ein großer Segen. Diese Frau lebt ihren Traum und webt ihr Netz der Liebe, durch jeden Atemzug. Sie kennt ihre Kraft und feiert das Leben in tiefer Einheit mit dem großen Geheimnis. So eine Frau ist zutiefst Mystikerin, Heilige, Muse und Inspiration. Sie ist die Königin in ihrem Reich. Alles was ihrem ganzheitlichen Bewusstsein nicht dienlich ist, ist nicht mehr in Resonanz mit ihr. Dadurch entwickelt sich durch sie hindurch eine neue Welt, zu ihrem Wohle und zum Wohle aller. Wir sind viele. Wir sind die Hälfte der Menschheit und wir sind noch mehr, denn es gibt genügend Männer, die eben auch nicht mehr dem falschen System dienen wollen. Die Zeit ist reif. Die bewusste weibliche Sinnlichkeit ist eine enorme Kraft. Wirklich im Schossraum verbunden zu sein, macht dich nicht nur sexy, sondern eben auch sehr kraftvoll. Das Alignment von Yoni, Herz, Verstand ist unschlagbar. Es lässt dich deine Wahrhaftigkeit fühlen und auch die Wahrhaftigkeit aller und aller Entscheidungen. „Meetoo“ gibt es nicht, weil Opfer ihr Opfersein publik gemacht haben, sondern weil Opfer sich für Selbstermächtigung entschieden haben, und sehr wichtig: weil sie sich zusammengetan haben. Eine für alle, alle für eine. Die Frage lautet also, wem oder was diene ich?

Bei eurer Arbeit geht es nicht um Selbstoptimierung, sondern eher um ein „Back to the roots“ … Zurück zum Frausein und Bewusstsein unserer Weiblichkeit und Lust. Aus eurer Erfahrung: Wie einfach oder schwer ist es für Frauen diese innere Kraft zu finden und ihre Sinnlichkeit zu entdecken.

Es gibt für viele Frauen Hindernisse der Scham, Schuld, Angst, Selbstzweifel, Missbrauchs, Fremdbetrachtung, Bodyshaming, Orgasmus-Schwierigkeiten, Intimität mit sich selbst, sowie Angst vor anderen Frauen. Haupthindernisse sind jedoch die Verdrängung, und der vorauseilende Gehorsam an die alten patriarchalen Regeln – schlicht und ergreifend Überlebensangst, die alle Schattenseiten der Frauen untereinander im Alltag aktivieren. Diesem Mindset zu entsagen, kostet einige Frauen viel Mut. Für andere ist es gleich einem wundervollen Nachhausekommen. Bei uns sind alle Frauen willkommen, jede genauso wie sie im Moment ist. Wir hüten einen geschützten Raum und machen die besten Erfahrungen mit unserem Shakti Alchemy Tempel. Für die meisten Frauen erschließt sich das schöne Gefühl unter Frauen zu sein, gleich beim ersten Mal. Hinein gewagt in den Kreis, Hüfte an Hüfte stehend, entfaltet sich das Nährende und die öffnende Bereitschaft von selbst. Jede in ihrem eigenen Tempo – ohne Druck und Vorbild. Die Übungen von Shakti Alchemy helfen, begleiten, erwecken, transformieren – der Kreis der Frauen webt das Netz, dass uns alle trägt. Die Erfahrungen integrieren sich sanft ins Leben und verändern die Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft.

Was passiert mit uns, wenn wir mit unserer sexuellen Energie und unserer Yoni verbunden sind? Was ändert sich dadurch für uns Frauen und wie erreichen wir diese Verbindung? 

Wenn eine Frau ihren Tempel bewusst bewohnt, fühlt sie sofort was ihr guttut und was nicht. Das Leben erscheint verbunden, echt und im richtigen Tempo. Fremdbestimmung verschwindet. Harter Stress weicht der Bereitschaft zu Kreativität und Manifestationen. Dabei steigert sich ihre Kraft. Mit diesem Zuwachs an Kraft darf sie lernen umzugehen und die Segel anzupassen. Diese zutiefst heilige Verbindung bringt Magie ins Leben, weil wir ein Resonanzraum dafür geworden sind. Ohne ferngesteuertes „Rumrödeln“ entwickelt sich, entfaltet sich, gebiert sich, das was du ersehnst, weißt, willst. Und zwar auf alltäglicher wie auf sexueller Ebene, auch im Beruf, bei der Partner*innenwahl, der Ernährung, dem Lifestyle. Die verkörperte Weisheit wird alles richten und du bist es.

Liegt der Schlüssel zu „female Empowerment“ also darin, uns anzunehmen wie wir sind?

Ganzheitliche Selbstakzeptanz von Körper, Geist und Seele sind unabdingbar für alle Menschen. Frauen sind auf dem Weg, Männer dürfen sich ebenso von den überholten Strukturen befreien und damit die Insignien der Schein-Macht loslassen. Frauen dürfen sich ihrer eigenen Macht (im Sinne von ganzheitlichem Sein) besinnen und sie feiern. Für uns als Frauen liegt das Geschenk im Shakti Key: Deine Yoni als Tempel zu ehren. Wissen über sie anzusammeln, genauso wie Erfahrung und diese neue Welt an deine Kinder und Kindeskinder weiterzugeben. Die Geschichten der Göttin, die Wunder der Göttin, die Einfachheit von tiefster Inspiration. Wenn du dich und deine Yoni ehrst und achtest, geschieht tiefe Heilung. Für dich und durch dich für das kollektive Feld. Es folgen Geschenke der Nährung, Freude und Ekstase. Auch hier ist der Weg das Ziel. Die Entfaltung in diese Magical Journey ist schon das Geschenk und die Ermächtigung.

Apropos Journey – ihr geht bald auf eine wundervolle Reise: Euer Magic Woman Retreat findet dieses Jahr auf Korfu statt. Was erwartet eure Teilnehmerinnen dort (Anm. der Redaktion: Dieses Retreat hat bereits stattgefunden)? 

Auf der wunderschönen Insel Korfu findet das diesjährige „Magic Woman Retreat“ statt. (Anm. der Redaktion: Dieses Retreat hat bereits stattgefunden)

Ja, die gibt es. Du kannst dich auf shakti-alchemy.com anmelden, wenn du Lust darauf hast (Anm. der Redaktion: Dieses Retreat hat bereits stattgefunden). Und es lohnt sich, denn auf unserem Magic Woman Retreat werden wir eine ganzheitliche, zutiefst heilvolle und belebende Reise durch unseren Körper in das Frausein machen. Wir wissen aus unseren Tempeln und von unseren bisherigen Yoga Retreats, wie gut wir Gruppen begleiten und Räume öffnen. Wir sind mehr als bereit für diese wundervolle Erfahrung und freuen uns auf dieses gemeinsame Feld der Liebe. Denn am Ende geht es immer um die Liebe, die wir uns erlauben zu sein, zu schenken und zu fühlen. Die Liebe eine Frau zu sein, unter Frauen, die wir lieben, mit einer Sexualität, die wir lieben und mit einem voll und ganz verkörperten Selbstbewusstsein unsere Wege entlang schlendernd, mit sanftem Hüftschwung, weil es sich so großartig anfühlt. Die Buddha Hall auf Korfu ist ein unglaublich toller Kraftort, umgeben von Sonne und Meer. Joy war schon sechs Mal dort und kennt Arillas wie ihre Westentasche.

Klingt traumhaft … Noch eine Frage zum Schluss: Was sagt ihr Frauen, die neugierig sind, aber vielleicht Schamgefühle haben und sich nicht komplett fallen lassen können?

Wir ehren und achten jede Frau, die zu uns kommt und erkennen die Göttin in ihr. Jede kommt, wie sie ist und erforscht sich in ihrem eignen Tempo. Auch unsere nackten tantrischen Übungen, oder das Yoni Yoga mit dem Yoni Ei, sind stets so gestaltet, dass Frau sich entscheiden kann, wie sie die Übung für sich ausführen möchte. Jede Frau hat immer die Möglichkeit, sich mit uns vorab zu beraten. Während der Rituale darf jede Frau machen, was sie fühlt und für sich entscheidet. Wir machen viele Sharings und bilden in den Retreats Familys. Wir stehen im After Glow für Fragen und Themen zur Verfügung. Wir liefern bei den Retreats Integrationsmaterial mit und stehen für den persönlichen Kontakt als Coaches und Tempelmütter zur Verfügung. Wir tragen niemanden ins Paradies. Wir öffnen nur die Türen und machen das Licht an.


Was Joy an Korfu liebt, ist das Licht….mehr dazu auf www.sharanam.de
Wie Katrin heilvoll wirkt auf ihrer persönlichen Webseite www.shakti.yoga
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Yoga-Sequenz: Kräftigung der Füße

Fußarbeit ist Kopfarbeit: Wer mit beiden Füßen fest im Leben stehen will, braucht seinen Kopf dazu, denn das Gehirn steuert Koordination und Körperbalance. Diese Verbindung wirst du in der folgenden Sequenz richtig zu spüren bekommen.

Wenn wir uns in der Yogapraxis mit unseren Füßen beschäftigen, sprechen wir gerne von Erdung. Spirituell betrachtet verbinden wir unser geistiges Zentrum im Kopf mit der Ebene der universalen Materie. Die folgende Asana-Sequenz beschäftigt sich ganz praktisch mit den Füßen. Diese sorgen auf körperlicher Ebene für Stabilität. Daneben können sie auf mentaler Ebene neue Impulse geben und zudem Tiefenschärfe im Wahrnehmen der Verbindung vom Äußeren zum Inneren erzeugen.

Erfahre hier mehr über Hilfsmittel im Yoga: Das können Block, Gurt & Co

Beweglichkeit oder Festigkeit?

Das Sprunggelenk ist eines der am stärksten belasteten Gelenke. Deshalb konzentriert sich diese Übungspraxis besonders darauf. Vor allem das obere Sprunggelenk (OSG) ist hoher Verletzungsgefahr ausgesetzt. Außerdem es ist die Verbindung zwischen dem Wadenbein, Schienbein und dem Sprungbein. Denn unter hoher Körperlast bewegt es den Fuß auf und ab. Hier wirkt große Kraft aus statischer und dynamischer Last. Diese wird über das Sprungbein und das untere Sprunggelenk (USG) an die Fußwurzelknochen weitergegeben. Das Sprungbein ist im komplexen Sprunggelenk das zentrale Mittelstück. Eine intelligente Asana-Praxis mit geeigneten Vorbereitungsübungen kräftigt die Fußgelenke (Stabilität) und mobilisiert (Flexibilität).

DIY-Tipp: Rutschfeste Füße beim Yoga

1 und 2: Vorbereitung der Füße im Sitzen

(1) Ziehe in der Sitzhaltung Virasana ein Bein nach oben. Dabei solltest du ausreichend hoch sitzen. Beachte: Die Dehnung des Fußrückens ist intensiv. Bei Knieproblemen sollte die Übung nicht ausgeführt werden da das Knie hierbei stark gebeugt wird.

(2) Virasana mit aufgestellten Füßen: Bei dieser Variante ist die Beugung des Großzehengelenks besonders intensiv. Wähle deine Sitzhöhe so, dass die Großzehenballen auf der Matte aufgesetzt werden können (z.B. mit zwei Blöcken). Achtung: Bei Knieproblemen wieder auf diese Haltung verzichten.

3: Drehsitz/ Malasana Variante

(3) Der tiefe Hocksitz in gedrehter Variante ist eine komplexe Dehnung, welche die Füße einbezieht und eine interessante Art der Girlande ist. Den meisten fehlt jedoch die Beweglichkeit in den Fußgelenken. Falls das bei dir der Fall ist, unterstütze die Ferse mit Hilfe eines Blocks.

4: Utkatasana mit Variation auf dem Block

(4) „Die Mächtige“ ist manchmal zu mächtig. Ein Block unter den Fersen überträgt die Kraft vom OSG weiter auf den Fuß. Die (Dorsal-)Flexion ist dadurch schwächer. Dies ist besonders für Menschen mit eingeschränkten Sprunggelenken gut.

5: Balance trainieren

(5) Das Üben von Balance sollte Teil jeder Übungspraxis sein. Das Gleichgewicht ist essenziell für die Koordination und das Körpergefühl. Das USG gewährleistet die seitliche Kippbeweglichkeit der Füße. Sie dient der Anpassung der Fußfläche an unterschiedliche Bodenprofile. Jedoch verlieren wir diese Fähigkeit oft durch falsches Schuhwerk.

6: Dreieck aufgestützt auf zwei Blöcken

(6) Diese abgewandelte Form von Parshvottanasana bereitet die Dorsalflexion im OSG vor. Die intensive Dehnung der Waden sorgt für mehr Bewegungsfreiheit im Fuß, den hinteren Fuß erdest du bewusst.

7 bis 9: Der besondere Praxis-Tipp: Mit Balance zu Ekagrata. Hierzu ist der hintere Block flach aufgelegt, der vordere zeigt mit der schmalen Kante nach oben.

Setze zuerst den vorderen Fuß auf einen Block. Vertraue dabei deinem Fußgefühl! Konzentriere dich darauf, das Gewicht ganz langsam nach vorne zu verlagern. Halte für einen Moment die Balance auf einem Bein. Dann verlagerst du das Gewicht auf den hinteren Fuß. Halte auch diese Position kurz. Dann führst du die Bewegung so langsam wie möglich aus. wippe vor und zurück. Das Auf- und Absteigen auf den vorderen Block erfordert volle Konzentration.

Kommt der Geist aus einer Zerstreutheit (Kshipta) in die Konzentration (Vikshipta)? Je mehr Gedanken sich auf diese Weise verabschieden, um so näher rückt Ekagrata – der Zustand des „In-sich-Versenkens“ durch eine konzentrierte Handlung. Das kräftigt nicht nur die Füße, sondern auch den Geist.


Autorin Sonja Söder ist Yogalehrerin BDY/EYU und Gründerin des Woyo-Stils. Mehr Infosüber sie findest du unter www.woyo.de.