Mit den Büchern „Vegan Foodporn“ und „Vegan Soulfood“ kochte sich die Autorin und leidenschaftliche Foodbloggerin Bianca Zapatka bereits in unsere Herzen. Ihr Geheimrezept: köstliche vegane Wohlfühlgerichte, die einem schon beim Ansehen den größten Appetit machen. In ihrem Buch „Vegan Cakeporn“ findet sich auch das Rezept für diese atemberaubende Erdnussbutter-Mousse-Tarte.
Zutaten für 1 Tarte / Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten / Vorbereitungszeit: ca. 20 Minuten / Kühlzeit: über Nacht
Für den Schokoboden:
200 g gemahlene Mandeln 200 g Soft-Datteln oder Medjool-Datteln 170 g (glutenfreie) Haferflocken 3 EL Kokosöl (geschmolzen) 2 EL ungesüßtes Kakaopulver 1 Prise Salz
Für die Erdnussbutter-Mousse:
250 g Sojaquark oder fester Seidentofu 240 g cremige Erdnussbutter 240 ml Kokoscreme oder andere Pflanzensahne 150 g veganer Frischkäse 60 ml Ahornsirup 1 TL Vanilleextrakt
Für die Schokoladen-Ganache:
120 g dunkle Schokolade (70 % Kakaoanteil) 120 ml Pflanzensahne oder vollfette Kokosmilch
Zum Garnieren (optional): gesalzene Erdnüsse
Zubereitung
Den Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und eine tiefe Tarte-, Quiche- oder Springform (Ø 25cm) mit Hebeboden leicht einfetten.
Für den Schokoboden die Haferflocken in einen Hochleistungsmixer (oder in eine Küchenmaschine) geben und zu Mehl mahlen. Restliche Zutaten für den Boden hinzugeben und so lange mixen, bis die Mischung leicht zusammenklebt. Wenn sie zu trocken ist, einfach einen kleinen Schuss Wasser oder Pflanzendrink dazugeben. Dann fest in die Form drücken, dabei den Rand hochziehen.
Im vorgeheizten Backofen ca. 15 Minuten lang backen (oder ungebacken in den Kühlschrank stellen). Anschließend vollständig auskühlen lassen.
Für die Mousse Sojaquark, veganen Frischkäse, Erdnussbutter, Ahornsirup und Vanilleextrakt cremig mixen. Dann beiseitestellen. In einem vorgekühlten, hohen Mixbecher die Kokoscreme aufschlagen. Dann vorsichtig unter die ErdnussbutterCreme ziehen. Anschließend auf den Schokoboden streichen.
Den Kuchen über Nacht in den Kühlschrank stellen. Wenn es schnell gehen soll, kann man ihn auch 1 Stunde im Gefrierschrank fest werden lassen.
Vor dem Servieren die Schokoladen-Ganache zubereiten. Die Schokolade grob hacken und in eine hitzebeständige Schüssel geben. In einem kleinen Topf die Pflanzensahne aufkochen und anschließend über die gehackte Schokolade gießen. Zunächst 2-3 Minuten stehen lassen, damit die Schokolade schmilzt. Dann mit einem Schneebesen glatt rühren und vorsichtig auf den Kuchen geben.
Nach Belieben mit gesalzenen Erdnüssen dekorieren und etwa 15 Minuten im Kühlschrank (oder Gefrierschrank) fest werden lassen. Anschneiden und genießen!
Tipps:
• Die Konsistenz der Erdnussbutter-Mousse kann je nach verwendeten Produkten variieren. Wenn die Füllung nach dem Abkühlen noch weich ist, den Kuchen ca. 1 Stunde anfrieren, bis die Mousse fest genug ist. Vor dem Servieren kurz antauen lassen: schmeckt auch superlecker als Eistorte!
• Statt Mandeln können auch Cashews, Erd-, Hasel-, Pekan- oder Walnüsse verwendet werden (ganze Nüsse, kein Nussmehl!). Auch Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne oder Kokosraspeln sind geeignet.
• Medjool-Datteln etwa 10 Minuten in warmem Wasser einweichen, damit sie leichter zu mixen sind. Anschließend abgießen und gut trocken tupfen.
• Kokoscreme ist der feste Anteil abgestandener vollfetter Kokosmilch aus der Dose. Man kann sie entweder fertig kaufen oder über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag den oberen festen Anteil abschöpfen.
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Titelthema „Mut“
Ohne Furcht kein Mut, ohne Mut keine Furcht und ohne beides kein Wandel. Wenn wir alte Strukturen aufbrechen und neue Wege erkunden wollen, kommen wir nicht daran vorbei, uns unseren Ängsten zu stellen. In dieser Ausgabe fragen wir, was Mut überhaupt ausmacht, wir zeigen, welche Yogapraktiken dabei vielleicht helfen und wir stellen mutige Menschen vor.
Außerdem:
– Ausgeschlafen: Eine Yogasequenz, die du auch im Bett üben kannst
– Jumpstart: 16 Übungen zum Durchstarten in den Tag oder ins neue Jahr
– Im Rhythmus: Yoga und Ayurveda für einen gesunden weiblichen Zyklus
– Philosophie: Avidya – die zerstörerische Kraft des Nicht-Wissens
– Winterzauber: Die Magie der Rauhnächte
Außerdem erklärt Jordan Smiley was Studio-Inhaber tun können, damit sich Transgender und nicht-binäre Menschen in Yogastudios wirklich zugehörig fühlen. Den ganzen Artikel findest du im Link.
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Die Yoga Journal Online Ausgabe
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Mit dieser Übung kannst du noch einmal richtig Kraft tanken. Denn wenn du gut für deine Faszien sorgst, wirst du mit einer Extra-Portion Energie belohnt. Unsere Asana-Kolumnisten und Faszien Yoga Spezialistin Amiena Zylla erklärt wie…
In meiner letzten Kolumne ging es um kleine hüpfende Fußsprünge und wie wichtig sie für die Faszien sind. Auch mit der federnden Armübung, die ich dir dieses Mal zeige, kannst du wieder die besondere Art von Energie freisetzen und spüren, die nur bei lockeren, schnellen Wiederholungen unter Gewicht entsteht. Doch bevor wir zu der Energie-Katze kommen, möchte ich dich auf eine kleine Reise in die Vergangenheit mitnehmen, denn das im Faszienyoga typische rhythmische Federn, Springen und Schwingen ist alles andere als neu: In den 1980er-Jahren war es schon einmal Trend.
Das Schlagwort lautete damals „Aerobic“ und Millionen hüpften nach Anleitung der Schauspielerin Jane Fonda durch die Wohnzimmer und Turnhallen – am liebsten in Neonpink und Neongelb. Aber auch schon im 19. und frühen 20. Jahrhundert sprang, wippte und federte die deutsche Jugend im wahrsten Sinn des Wortes um die Wette. Damals erfand der legendäre Turnvater Jahn neben ertüchtigender Gymnastik auch das wettkampfmäßige Geräteturnen. Angeblich haben sich sogar schon die alten Griechen mit rhythmischen Bewegungen fit gehalten. Erst die moderne, medizinisch geprägte Sportwissenschaft leitete ein Umdenken ein: Wippen, Federn und Springen, so hieß es nun, würde den Gelenken schaden und die Verletzungsanfälligkeit erhöhen.
Schwungvolle Aktivität und weite Radien waren seither verpönt, stattdessen trainierte man betont kontrollierte Bewegungen, die angeblich sicherer und damit gesünder seien – und den Boom der Fitnessstudios und ausgeklügelten Kraftmaschinen auslösten. Erst dank der Faszienforschung erleben Springen, Federn und Schwingen seit einiger Zeit wieder eine Renaissance. Zwar nicht exakt in der Form wie bei Jane Fonda, doch mit einigen Parallelen. Ich kann mir gut vorstellen, dass Frau Fonda ihr tolles Aussehen mit über 80 Jahren zum größten Teil ihrem damaligen „Faszien- training“ zu verdanken hat (auch wenn sie hier und da sicher operativ nachgeholfen hat). So und jetzt such dir deinen Lieblingssong raus (er darf ruhig 170 bis 180 Beats per Minute haben) und leg los!
Foto: Susann Schramke
Step-by-step Anleitung
Du beginnst im Vierfüßlerstand und verlagerst dein Gewicht nach vorn auf die Hände. Stelle dir vor, dass du in einen dehnbaren Ganzkörperanzug schlüpfst und dich nach allen Seiten hin ausdehnst. Damit versuchen wir, dein Fasziennetzwerk, also die kollagenen Fasern, die den gesamten Körper durchziehen, auszudehnen.
Stell dir nun vor, dass der Boden unter deinen Händen heiß ist und beginne, mit den Händen zu hüpfen. Dabei fächerst du deine Finger maximal auf. Ganz wichtig: Beim faszialen „Springen“ kommt es nicht auf Höhe an, sondern auf Schnelligkeit. Die Hände heben sich nur ganz knapp vom Boden ab. (Im Bild ist es etwas höher gezeigt, als es geübt werden soll.)
Achte darauf, die Arme bei diesen schnellen, federnden Hüpfern gestreckt zu halten und lasse das Gewicht auf den Händen. Du wirst merken: Man neigt leicht dazu, mit dem Becken eher zu weit nach hinten zu kommen. Während der gesamten Übung behältst du die fasziale Aufspannung aus Schritt 1 möglichst bei. Zu Beginn wird sich die Übung vermutlich etwas ungewohnt anfühlen, zumal eine Art Vibration im Kopf entsteht. Keine Sorge: Wenn du die spürst, machst du alles richtig.
Tipps zum Variieren
Setze die Hände während des Springens weiter auseinander und wieder enger zusammen.
Springe mit beiden Händen mal nach rechts, mal nach links.
Parivritta Trikonasana entwickelt Länge in der Wirbelsäule, sie beinhaltet eine tiefe Drehung der Wirbelsäule und bereitet sie zugleich auf Rückbeugen vor. Dabei entsteht Dehnung an der Rückseite des vorderen Beines. Am hinteren Bein hast du Gelegenheit, die Außenrotation zu entwickeln. Symbolisch betrachtet verbindet die Haltung die Erde mit dem Himmel: Sie weist aus einem starken physischen Fundament zu einer feinstofflichen spirituellen Inspiration.
So geht’s
Setze die Füße in eine Schrittstellung: Dabei zeigt der vordere, rechte Fuß nach vorn, der hintere, linke ist schräg nach außen gedreht. Der Abstand ist etwas kürzer als eine Beinlänge und der hintere Fuß steht etwa eine Spannbreit außerhalb der durch den vorderen Fuß gebildeten Linie. Richte dein Becken gerade nach vorne aus und breite die Arme auf Schulterhöhe zu den Seiten aus. Dann streckst du den Oberkörper in die Horizontale nach vorne. Erst jetzt leitest du aus der Brustwirbelsäule die Drehung nach rechts ein und nimmst dabei die gestreckten Arme mit in die Drehung. Wenn möglich, setzt du die linke Hand an die Außenkante des rechten Fußes. Der Blick folgt dem rechten Arm.
Alignment Cues
Füße breit!
Im Vergleich zum gestreckten Dreieck stehen die Füße hier etwa zwei Faustbreit kürzer und um den selben Abstand breiter – und damit etwa hüftbreit. Während der vordere Fuß gerade nach vorne weist, platzierst du den hinteren um etwa 45 Grad nach außen gedreht. Diese Position ermöglicht es dir, an beiden Füßen Kraft zwischen fest verwurzelter Ferse, Großzehballen und Kleinzehballen aufzubauen und dein Fußgewölbe aufzurichten.
Becken quer!
Aus dem stabilen Fundament von Füßen und Beinen fällt es leichter, das Becken quer zur Yogamatte auszurichten, es also gerade nach vorn weisen zu lassen. Rotiere dabei bewusst aus dem Hüftgelenk des linken, hinteren Beines den Oberschenkel nach außen. So bekommt dein hinteres Bein zwischen Becken und Fußgewölbe Stabilität durch die gesamte Achse hindurch.
Richtige Reihenfolge:
Erst Vorbeuge, dann Drehung, dann Rückbeuge: Für die Lendenwirbelsäule ist die Kombination aus Vorbeuge und Drehung äußerst herausfordernd. Strecke dich deshalb beim gedrehten Dreieck zuerst aus dem Becken heraus mit völlig geradem Rücken nach vorne. Durch die Positionierung von Füßen und Becken hast du dafür die optimale Voraussetzung. Erst wenn dein gesamter Oberkörper die Horizontale erreicht hat, leitest du aus der Brustwirbelsäule die Drehung ein. Bei entsprechender Beweglichkeit kannst du dabei deine linke Hand relativ mühelos auf dem Boden platzieren und mit dem Blick der rechten Hand nach oben folgen. Von hier aus weitest du deinen Herzraum, streckst die Wirbelsäule lang und rotierst in eine gefühlte leichte Rückbeuge.
Hand triggert Schulter:
Platziere die Fingerkuppen deiner linken Hand zunächst an der Innenseite deines rechten Fußgewölbes (oder auf einem Block). Lasse die Finger dabei rechtwinklig vom Fuß wegweisen. Stelle dir vor, du würdest mit der rechten Handfläche gegen die Luft drücken. So kannst du beide Achselhöhlen heben, etwa so, als wolltest du mit ihnen die Rückbeuge weiter verstärken. Dadurch hebt sich das Schulterdach vom Oberarmkopf und es entsteht eine für das Schultergelenk gesunde Weite.
Traditionelle Handstellung zum Schluss:
Erst im nächsten Schritt platzierst du die linke Hand an der Außenkante des rechten Fußes. Hier weisen die Fingerspitzen nach vorne. Achte dabei darauf, dass die zuvor beschriebene Aktivität und die Ausrichtung des Schulterblatts erhalten bleiben.
Alternative Form
Dr. Ronald Steiner in der alternativen Form von Parivritta Trikonasana Foto: Richard Pilnik
Wie jede Asana kannst du auch diese in verschiedenen Varianten ausführen. Die alternative Form übernimmt die wichtigsten Wirkungen und die Charakteristik, vermeidet jedoch ihre Schwierigkeiten. Beim gedrehten Dreieck ist vor allem die Lendenwirbelsäule mit ihren Bandscheiben in Gefahr. Darauf nimmt diese sichere Basic-Form besonders Rücksicht.
Gleiche Basis: Baue hierzu dein Fundament aus Füßen und Becken wie oben beschrieben auf. Breite deine Arme wie ein Segelflieger zu den Seiten aus und kippe von hier aus mit dem Becken und gerader Wirbelsäule nach vorne.
Stabilität statt Mobilität: Bleibe in dieser aktiven Vorwärtbeuge und genieße die Dehnung in der rechten Beinrückseite und die Streckung mit Kräftigung entlang der Wirbelsäule, ohne die Drehung.
Dr. Ronald Steiner ist Arzt für Sportmedizin und zählt zu den bekanntesten Praktikern des Ashtanga Yoga. Die von ihm begründete AYInnovation®-Methode baut eine Brücke zwischen der Tradition und progressiver Wissenschaft, zwischen präziser Technik und praktischer Erfahrung. www.AshtangaYoga.info
Arbeitest du als selbstständige*r Yogaleher*in und bist gerade dabei, dir dein eigenes Yoga-Business aufzubauen? Dann könnte Stamy Booking für dich interessant sein. Das All in One-Buchungssystem vereinfacht dir das Leben abseits der Matte. Wie das geht? Wir haben es uns von der Gründerin Julia Kempel ganz genau erklären lassen. //anzeige
Liebe Julia, was hat dich eigentlich dazu veranlasst Stamy zu entwickeln?
Stamy entstand sozusagen ungeplant, ich habe es aus einem eigenen Bedürfnis heraus entwickelt: Wir betreiben ein Coworking Hub für Therapeuten. Durch regelmäßigen Austausch mit Yogalehrer*innen und Therapeut*innen sind die Bedürfnisse an ein Buchungssystem immer klarer geworden. Diese Erkenntnisse sind in die Entwicklung von Stamy eingeflossen.
Was waren das für Erkenntnisse oder anders gefragt: Was macht Stamy als neues Buchungssystem so besonders?
Stamy ist mehr als reines Buchungssystem. Es ermöglicht einen digitalen Auftritt durch einen eigenen Pagebuilder und zahlreiche Funktionalitäten. Während einer kostenlosen Demostunde beraten wir die Kunden und stellen mit ihnen gemeinsam das passende Paket an Funktionalitäten zusammen. Wir sind Sparring Partner und unterstützen beim Aufsetzen des jeweiligen Business Models.
Und genau dieser Rundum-Service unterscheidet Stamy von anderen Produkten?
Genau, Stamy ist ein All in One-Produkt, entwickelt für selbstständige Einzelunternehmer und/oder Studios im Dienstleistungssektor. Es bietet alle Funktionen, die ein Yogalehrer braucht: Website, Kursplan, Einzelbuchungen, Kurspakete, Abosysteme, Rechnungen und Produktverkauf. Alles aus einem Pot! Gleichzeitig bieten wir ein überzeugendes Preis-Leistungsverhältnis. Denn abgesehen von Hosting-Gebühren für die Website, entstehen nur dann Kosten, wenn wirklich Buchungen umgesetzt werden.
Wie können selbstständige Yogi*nis noch von Stamy profitieren?
Vor allem durch die tolle Userfreundlichkeit: Melden sich die Kunden für die Kurse an, werden diese nicht von der Website weggeleitet. Die Kunden nutzen das Kundenportal, in dem die Yogalehrer*innen ebenfalls vollständige Übersicht über Buchungen, Rechnungen und Abos der Kunden haben. Die Abos können individuell angepasst werden. Rechnungen werden als PDF im System abgelegt. Noch dazu ist ein Produktverkauf möglich, wie etwa Retreats, die zur Buchung als Paket angeboten werden können.
In Stamy integriert ist ein Website Builder mit interaktiven Komponenten – was genau kann ich mir darunter vorstellen?
Dies bedeutet, dass die breite Palette von Apps, wie Buchungen, Termine, Rechnungen, usw., in die Website integriert werden können. Als Nutzer muss man sich nicht mit verschiedenen „Insel-Lösungen“ und deren Integration in die Website herumschlagen, denn die sind schon da und im Paket enthalten.
Stamy ist ein All in One-Produkt und bietet alle Funktionen, die ein Yogalehrer braucht: Website, Kursplan, Einzelbuchungen, Kurspakete, Abosysteme, Rechnungen und Produktverkauf.
An welche Zielgruppe richtet sich euer Angebot?
Dieses Tool kann von selbstständigen Yogalehrer*inen, Studios aber auch Coworking Studios eingesetzt werden.
Kann ich als Yogalehrer*in ALLE meine Kunden mit Stamy abholen oder gibt es irgendwelche Einschränkungen?
Das ist ja das Schöne. Es können wirklich alle Kunden abgeholt werden. Einschränkungen gibt es keine.
Brauche ich denn Vorkenntnisse in Sachen IT und Webseitenerstellung, um mit Stamy zu arbeiten?
Das kommt ganz darauf an: Nutzer die bereits Erfahrung mit Website-Baukastensystemen haben, werden es leicht haben. Wenn du dich zum ersten Mal mit der Thematik und der Gestaltung eines digitalen Auftritts auseinander setzt, bekommst du von uns Unterstützung – wir lassen da niemanden allein. Zu unseren Angeboten gehört auch die Erstellung der gewünschten Website, mit allen notwendigen Funktionalitäten.
Und mal angenommen, ich möchte Stamy ausprobieren … Was wären meine ersten Schritte?
Ganz einfach und ganz unkompliziert: Vereinbare eine kostenlose Beratungsstunde, registriere dich und klick dich durch das System. Im Beratungsgespräch besprechen wir dann gemeinsam dein Business und deine individuellen Bedürfnisse.
Die Geldfrage am Schluss: Was kostet mich das Buchungssystem?
Stamy ist zunächst einmal kostenlos. Kosten entstehen nur, wenn du Buchungen hast und die Website über uns hosten möchtest.
Du möchtest mehr über Stamy Booking wissen? Dann schau doch gleich mal auf stamybooking.com vorbei.
Robert Sturman: https://www.robertsturmanstudio.com/
Yoga ist für alle – das sollte eigentlich selbstverständlich sein. Aber stimmt das überhaupt? Bleibt – zumindest hier bei uns – nicht ein bestimmtes Milieu ziemlich unter sich? Wenn ja, dann wird es höchste Zeit, das zu ändern!
Die gute Nachricht ist: Noch nie haben so viele Menschen Yoga geübt wie heute. In Ländern wie Kenia mag die Praxis noch wenig bekannt sein, aber im Westen ist der Boom schon seit Jahrzehnten ungebrochen. Allein in Deutschland sind es laut der BDY-Studie von 2019 schon 5 Prozent der Bevölkerung, unglaubliche 3,4 Millionen Menschen. Der Begriff „Volkssport“ taucht also nicht ohne Grund immer öfter auf. Zumal es auch immer mehr Angebote für besondere Bedürfnisse gibt, zum Beispiel für Späteinsteiger, Übergewichtige, in der Reha, bei Depressionen oder Essstörungen. Kaum ein Monat, in dem keine wissenschaftliche Studie zu den vielfältigen positiven Wirkungen der Praxis erscheint. Kein Wunder also, dass Yoga immer weiter wächst.
Aber wächst Yoga wirklich in die Breite der Gesellschaft hinein, oder begeistert die Praxis nur immer mehr Menschen, die sich auf eine bestimmte Art ziemlich ähnlich sind? Gebildeter als der Durchschnitt, körperbewusster und womöglich auch beim Geldbeutel oder dem gesellschaftlichen Standing ein bisschen privilegierter?
Yoga – Eine Spielwiese der Öko-Bourgeoisie?
Wenn man Nicht-Yogis fragt, dann wird man diesen Verdacht vermutlich bestätigt bekommen. Das Klischee, das da schnell mal auftaucht, ist die SUV-fahrende Yoga-Barbie, die sich auf dem Weg ins Studio ihre Soja-Latte-to-go shoppt. Ungerecht, überzogen, fies, na klar – aber muss es uns nicht zu denken geben, dass solche Klischees überhaupt so weit verbreitet sind? Wenn Yoga in den Medien vorkommt (und das tut es immer häufiger), dann zeigt man im Boulevardblatt Fotos von Promis mit der Yogamatte unterm Arm, in TV-Filmen verknallt sich die gelangweilte Unternehmergattin in ihren gut gebauten Yogalehrer und in den meinungsbildenden Zeitungen wird darüber hergezogen, dass sich das „Selbstverwirklichungsmilieu“ in Weltflucht und Nabelschau ergeht, während die Welt am Rand des Kollaps steht. Wie gesagt Klischees, aber wie viel Wahres ist dran an diesem Bild von Yoga als einer Spielwiese der gebildeten, aber selbstvergessenen Öko-Bourgeoisie?
Zumindest in statistischer Hinsicht mehr, als uns lieb sein kann: Alle aktuellen Studien zur Verbreitung von Yoga sind sich einig, dass Yogis besser gebildet sind und in „angeseheneren“ Berufen arbeiten als der Bevölkerungsdurchschnitt. Laut BDY-Studie bilden Beamte und Selbstständige unter den Yogis die größte Gruppe. In unserer letzten Befragung 2016 gaben 75 Prozent unserer Leserinnen und Leser an, Abitur zu haben. Fast die Hälfte waren Akademiker. Wie sich solche Zahlen im Alltag ausdrücken, wirst du vermutlich in deiner eigenen Yogastunde erleben: Eher unwahrscheinlich, dass du dort deiner Briefträgerin begegnest oder Matte an Matte mit deinem Automechaniker übst.
Vielleicht nicht teuer, aber elitär
Was dagegen so nicht zuzutreffen scheint, ist die Sache mit dem dickeren Geldbeutel. Die Daten dazu sind widersprüchlich, aber die Lehrerin, die Künstlerin und die Physiotherapeutin in meinem Yogakurs fahren alle nicht im SUV vor oder fliegen zum Yoga-Retreat auf die Seychellen. Vielen graut es (genau wie mir) vor der jährliche Rentenvorhersage, aber trotzdem kaufen sie bio und würden ihren Yogakurs nicht infrage stellen. Der muss in keinem schicken Ambiente stattfinden, Hauptsache er findet statt – und sei es ganz kostengünstig an der Volkshochschule, im Sportverein oder Gemeindezentrum.
Nicht nur die gibt es inzwischen fast flächendeckend, viele Yogalehrerinnen unterrichten auch für kleines Geld in ihrem Wohnzimmer und sogar eher teure Yogastudios machen es oft möglich, dass Studenten oder Alleinerziehende üben können, ohne sich jede Stunde vom Mund absparen zu müssen.
Das Image von Yoga
Zumindest finanziell spricht also nicht allzu viel dagegen. Trotzdem bleiben wir „besser Gebildeten“ und ökobewussten „Selbstverwirklicher“ in den meisten Yogakursen ziemlich unter uns. Auch hinsichtlich Alter, Geschlecht und Fitness sind die Gruppen oft viel homogener als statistisch plausibel. Deshalb müssen wir uns schon fragen, wie offen (oder ausgrenzend) die Yoga-Community in Wirklichkeit ist.
Begrüßt die Mitarbeiterin am Empfang eines hippen Studios eine übergewichtige Mitfünfzigerin in Schlabberhosen genauso vorurteilsfrei und freundlich wie einen athletischen Studenten? Wäre der vorhin genannte Automechaniker meinen Yogafreundinnen und mir wirklich in unserer Mitte willkommen? Die Antwort kratzt womöglich an unserem liberalen Gutmenschen-Selbstbild. Sich selbst und anderen offen und vorbehaltlos begegnen, ein wertschätzendes Miteinander auch da pflegen, wo vielleicht Berührungsängste aufkommen – an dieser Stelle gibt es sicher noch viel Verbesserungspotenzial.
Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir uns diesen Situationen überhaupt stellen müssen, bisher erschreckend gering. Denn umgekehrt ist die Hemmschwelle vielleicht noch viel höher. Viele Menschen sind entweder davon überzeugt, dass Yoga nicht zu ihnen passt, oder – noch schlimmer – dass sie nicht zu Yoga passen: zu unsportlich, zu unbeweglich, zu wenig dem Bild der Fitten, Schönen und Reichen entsprechend, das man mit Yoga zu Unrecht (aber allzu oft auch unwidersprochen) assoziiert. Damit wären wir wieder beim Image, das Yoga hat – oder vielmehr: in den letzten Jahren bekommen hat.
Noch in den 1970er-Jahren nämlich war „Yoga für Yeden“, wie sich eine populäre ZDF-Sendereihe damals nannte. Man übte in Turnhallen, auf Schafwollmatten und in bequemen Freizeithosen, und wer mitmachen wollte, war drin in der Yogawelt. Das Image damals: Irgendwas mit Gymnastik, Räucherstäbchen und Sinnsuche, womöglich etwas abstrus, aber mit Sicherheit nicht exklusiv oder elitär.
Was also hat sich seither verändert? Sehr viel und im Grunde doch nur wenig. Die Praxis mag zwischenzeitlich mal athletischer geworden sein, die Stile vielfältiger, die Bilder gestylter und die Vermarktung (wie überall) aggressiver – aber noch immer üben wir mit derselben Leidenschaft und Ernsthaftigkeit wie damals. Wer erst mal wirklich auf den Yoga-Weg eingebogen ist, wird sich nicht mehr so leicht verfangen in den vermeintlichen Erwartungen davon, wie Yoga auszusehen hat oder wie wir beim Yoga aussehen müssen. Es ist also an uns, der Welt das zu vermitteln, was die Yogalehrerin Claudia Korsten-Ring so schön auf den Punkt bringt: „Niemand muss sich in die Yoga-Vorzeige- Models aus den Büchern und Zeitschriften verwandeln, sondern genau umgekehrt: Yoga passt sich dem Menschen an und dann wird es Yoga für alle.“
Genau das geschieht derzeit überall und auf ganz verschiedene Weise – und es wird auch immer sichtbarer. Es ist wunderbar, dass eine Yogalehrerin wie die schwarze, dicke Jessamyn Stanley heute so viele Menschen inspiriert, dass in Gefängnissen geübt wird, in Altersheimen, Kliniken, Schulen und Büros. Gleichzeitig (und auch hier wird leider oft zu schnell gewertet) können aber auch schicke Studios und schöne Instagram-Yogafrauen eine tiefe, ernsthafte Praxis pflegen und vermitteln. Yoga ist schon jetzt so viel bunter, offener und vielfältiger, als das Mainstream-Klischee glauben machen will. Das zu fördern, zu leben und auch nach außen noch viel sichtbarer zu machen, ist jetzt unsere Aufgabe. Doch wir meinen, dass wir auf einem guten Weg sind.
Meinungen von Yogalehrerinnen und Yogalehrern
Yoga für Alle – Das sagen Emma, Gudrun, Annette, Patrick, Conny, Timo und Claudia dazu
Emma Warmington
Wenn Emma Warmington Yogalehrer ausbildet, dann vergibt sie immer auch ein oder zwei Freiplätze, zuletzt an zwei junge Männer aus Uganda. Aber „Yoga für alle“ bedeutet für die irische Heart-of-Yoga Ausbilderin noch viel mehr als das … „Wollen wir wirklich etwas ändern an der Tatsache, dass Yoga hauptsächlich von privilegierten Menschen geübt wird? Ja, das wollen wir, und das können wir auch! Allerdings ist es garnicht so einfach, wenn die moderne Yogaindustrie von einer gigantischen Marketingmaschine angetrieben wird, die mit ihren Bildern festschreibt, was Yoga angeblich ist: schlanke, bewegliche, wohlhabende und in schicke Spandex-Höschen gewandete Menschen, die einschüchternde Posen ausführen. Der Dalai Lama hat mal gesagt, westliche Frauen würden einst die Welt retten. Auch Yoga ist dafür sicher ein guter Ansatz, aber ich frage mich, was machen wir draus? Wie viel von dem, was wir unterrichten, ist überhaupt zugänglich? Nicht nur für jeden Körper, sondern auch für jeden Geldbeutel und jeden Background! Da sollten wir als Yogalehrende ansetzen: Mit bezahlbaren Angeboten, mit einfachen, vom Atem geleiteten Übungen, angepasst an Alter, Gesundheit und Kultur. Vor allem aber, indem wir bitte, bitte endlich damit aufhören, Körper zu glorifizieren, nur weil sie eine bestimmte Form erfüllen. Asanas vermitteln nicht mal die leiseste Ahnung davon, wie sehr Yoga unser Leben in Wirklichkeit beeinflussen kann. Von dieser Botschaft müssen wir die Menschen überzeugen: Ja, auch du kannst Yoga üben und das bedeutet nicht, dass du deinen Körper optimierst. Vor allem kannst du lernen innezuhalten, deinem inneren moralischen Kompass zu folgen und in eine echte Verbindung zu treten – mit dir, mit anderen Menschen und mit dem Leben, so brutal und schön, so schmerzhaft und perfekt es eben ist. Das ist der goldene Faden, den Yoga für uns spinnt.“ jivaniyoga.com
Gudrun Kromrey
Erst Mitbegründerin der Taz, dann Chefin einer PR-Agentur und heute Yogalehrerin in einem friesischen 1500-Seelen-Dorf: Gudrun Kromrey hat sich ganz bewusst für „Volx Yoga“ entschieden – Yoga für alle.„Yoga soll sein wie die Lebensmittel in den alternativen Volxküchen: etwas, das man allen Menschen zur Verfügung stellt – möglichst niedrigschwellig, zu moderaten Preisen oder sogar kostenfrei. In meinem Studio habe ich ganze Familien, Flüchtlingskinder, friesische Teenager, Handwerker, das ist hier alles bunt gemischt und das wird auch sehr positiv bewertet. Wie das gelungen ist, weiß ich selbst nicht so genau. Vielleicht liegt es daran, dass viele Menschen hier vorher kaum Berührungspunkte mit Yoga hatten, die sind ganz einfach mal aus Neugierde hergekommen, haben Yoga und mich kennengelernt und dann ihre Kinder, Eltern oder Enkel mitgebracht. So wuchs mein Studio ganz schnell.
Ich glaube, dass wir Yogis uns, wenn wir nicht aufpassen, in eine in sich geschlossene Szene hineinmanövrieren, in die sich kein Nicht-Yogi mehr hineintraut. Aber mein Beispiel zeigt ja, dass es auch ganz anders funktionieren kann. Wir müssen auf die Menschen zugehen. Die Türen weit öffnen. Ich unterrichte weiterhin auch an der Volkshochschule, gebe Stunden auf Spendenbasis in einem alternativen Kulturzentrum und biete im Studio mehrere Kurse für Neu- und Späteinsteiger an. Da wissen die Leute, die von sich sagen, sie seien zu steif oder zu alt für Yoga, dass sie hier genau richtig sind. Auch dass ich selbst schon ein bisschen älter bin und erst mit kurz vor 50 zum Yoga kam, motiviert sehr stark. Ich kann als 63-Jährige augenzwinkernd zu einer 40-Jährigen sagen: ‚In deinem Alter konnte ich das auch noch nicht.‘ Mein Ansatz ist: Wir machen gemeinsam Yoga und das mit viel Spaß.“ volxyoga.de
Annette Söhnlein
Die Berliner Anusara-Yogalehrerin unterrichtet in Studios, Basketball-Clubs, an Volkshochschulen und für die Organisation „Citizen2be“, die Gefllüchtete bei der Integration in Deutschland unterstützt. Sie blickt kritisch auf die „Yoga-Blase“.„Einerseits hat sich alles geöffnet: Schulen, Seniorenheime oder Sportvereine bieten leichten Zugang und auch mehr Zulauf zum Yoga. Dank der unglaublich vielen Ausbildungen haben viele Lehrer auch die Möglichkeit erkannt, nicht nur in städtischen Studios zu unterrichten, sie haben ihre Wohnzimmer geöffnet oder sind in soziale Einrichtungen gegangen – also dorthin, wo Yoga so notwendig und willkommen ist. Andererseits gibt es aber neben aller Öffnung in die Breite eine ‚Szene‘ von Yogis, die sich radikal in ihrer Blase aufhalten. Damit meine ich die Yogaszene, die sich selbst als Gutmenschen sieht, einfach schon mal nur, weil sie Asanas praktiziert. Dort geht es meist um die eigenen Befindlichkeiten, blockierte Chakren oder Pranaflüsse und um den oft missverstandenen Begriff der Selbstfürsorge. Auch wenn es essenziell wichtig ist, dass wir uns gut um uns selbst kümmern, werden hier Befindlichkeiten dramatisiert und gefeiert – und alle schaukeln im Shanti-Takt. Es fliegen bedeutungsschwangere Sanskrit-Begriffe durch den Raum, die es Neulingen nicht gerade leicht machen, sich da hineinzutrauen. Manchmal tut es sicher gut, sich zurückzuziehen und in Gemeinschaft von Gleichgesinnten zu sein. Aber oft ist der Blick für das, was Yoga meiner Meinung nach in uns stärkt, irgendwie verklebt. Nicht ganz integres Verhalten wird dann gerne mit einer verdrehten Auslegung der Yogasutren erklärt. Die Soziologin Scilla Elworthy hat es auf den Punkt gebracht: Indem wir auf die Yogamatte gehen, bringen wir keinen Frieden in die Welt. Wir sollten die Kraft, die Yoga uns gibt, vielmehr nutzen, um außerhalb der Blase für eine gerechte Gesellschaft zu handeln.“ annettesoehnlein.com
Patrick Broome
Patrick Broome ist einer der renommiertesten Yogalehrer Deutschlands. Er leitet in München zwei Studios, unterrichtet unter anderem die deutsche Fußballnationalmannschaft und propagiert schon seit Langem: Yoga ist für alle. Jeder kann heute Yoga üben. Natürlich gibt es im Mainstream einen Yoga-Lifestyle, der sich durch schicke Studios und ein besser verdienendes Publikum definiert, das sich mit Vorliebe in ein bis zwei Konfektionsgrößen zu kleine Yoga-Outfits einer sehr erfolgreichen kanadischen Firma zwängt. Aber auch in den Nischen ist das Angebot viel breiter und vielfältiger geworden. Fast jedes Fitness-Studio bietet Yogakurse an, teils mit Monatsbeiträgen unter 20 Euro. Vereine und Initiativen wie Yoga für alle e.V. tragen Yoga sogar gezielt in sozial-ökonomisch schwächere Bevölkerungsschichten. Auch die Studios bemühen sich um mehr Öffnung: Wir bieten in München zwei kostenlose Klassen an: eine für Low-Budget-Studierende und eine für 50-Plus oder ein gesundheitlich eingeschränktes Publikum. Beide sind sehr gut besucht und zeigen, dass Yoga heute wirklich eine breit gefächerte Klientel erreichen kann, die immer mehr versteht, dass es nicht darum geht, wie man beim Yoga aussieht, sondern wie man sich danach fühlt. patrickbroome.de
Conny Brammen
Seit drei Jahren bringt die Hamburger Kundalini-Lehrerin mit ihrem Verein „Yoga für alle e.V.“ Yoga zu Menschen, die von selbst in kein Studio kommen könnten: etwa psychisch Kranke, Strafgefangene und Essgestörte. „Yoga hat mich sehr beschenkt: Es hat mir geholfen, eine schwierige Lebensphase anzunehmen und in etwas Tolles zu verwandeln. Das wollte ich weitergeben. Nur: Wenn man – wie ich damals – depressiv ist, dann geht man nicht einfach in ein normales Yogastudio. Die Hemmschwelle ist sowieso schon hoch und zum Symptombild von Depressionen, Essstörungen und anderen psychosensiblen Themen gehört es auch, dass man sich völlig zurückzieht, weil man sich nicht zugehörig fühlt. Das heißt, wir müssen Brücken bauen, um Yoga überhaupt zugänglich zu machen. Ist diese Brücke da, dann ist der Weg in die Praxis im sozialen Yoga in mancher Hinsicht sogar leichter: Wenn jemand 20 Jahre schwerster Alkoholiker war, Frau und Kinder verloren hat und nie wieder als Architekt arbeiten können wird, dann hat er nicht mehr diese Bremse im Kopf – der ganze Kopfkram ist obsolet. Wenn solche Menschen zum Yoga kommen, dann holen sie sich die Essenz. Die Maske ist gefallen. Bei einem Anfängerkurs in einem schicken Stadtteil habe ich dagegen manchmal das Gefühl, da liegt Stacheldraht im Raum. Ich will das Licht des Yoga weitergeben an die, die sonst gar keines bekommen. Auch auf diese Weise verändern wir das Bild von Yoga: Wenn ein Automechaniker hört, dass sogar Menschen mit Rollator oder schweren psychischen Erkrankungen Yoga machen können, dann findet er vielleicht eher einen Zugang, als wenn er nur die wahnsinnig schöne, schicke Yogafrau aus Hamburg-Pöseldorf sieht. Mit Yoga für alle e.V. schlagen wir eine Brücke zwischen der Welt, in der nur Yoga ist, und der, in der es nicht stattfindet. Denn dazwischen gibt es ganz viel.“ yogahilft.com
Timo Wahl
Türen öffnen, yogisches Denken für alle vermitteln und gleichzeitig wirtschaftlich bestehen – Timo Wahls Frankfurter Studio bewältigt diesen Spagat durch Offenheit und Überzeugungsarbeit. „Ich glaube, dass wir die Türen zu unserem Wissen für alle Menschen radikal öffnen müssen, wenn wir den Auftrag, Yoga zu leben und zu lehren, auch wirklich erfüllen wollen. Diese Öffnung beginnt bei mir im Studio damit, dass wir wirklich jede gleich behandeln. Ob dick oder dünn, alt oder jung, da wird niemand schräg angeschaut. So wie Yoga momentan medial präsentiert wird – schön, schlank, fit, vegan und nachhaltig – hat es schon was Elitäres. Ein bisschen over the top. Außerhalb der Yoga- und Medienwelt haben viele auch noch dieses alte Bild im Kopf: Yoga als was Esoterisches mit Räucherstäbchen, gar nicht anstrengend und ein bisschen weltfremd. Dass das beides nicht stimmt, müssen wir immer wieder vermitteln. Was natürlich stimmt, ist, dass Yoga bisher vor allem von Menschen praktiziert wird, die eher der höheren Bildungsschicht angehören, wobei das nicht unbedingt die Gutverdiener sind, sondern einfach Leute, die sich um die Welt bemühen und die Dinge hinterfragen. In unserem Studio in Bockenheim kommt gerade so eine junge, coole, nachhaltige Szene rein. Die haben nicht gerade viel Kaufkraft, Geld spielt also mit Sicherheit eine große Rolle. Aber andererseits sind Yogastudios ja auch Unternehmen. Bei allen altruistischen Motiven zahlen wir auch eine Miete und möchten unsere Mitarbeiter fair entlohnen. Wir wollen es sicher nicht übertreiben, aber unter einem gewissen Preis können wir uns in der Großstadt nicht tragen. Da denken wir zur Zeit über Möglichkeiten nach, zum Beispiel eine Art Greencard für die Lehrerausbildung.“ timowahl.de
Claudia Korsten-Ring
„Yoga für alle“ oder auch „Rundrum Yoga“ heißen Claudia Korstens Kurse. Sie war ihr Leben lang übergewichtig. Dadurch dass sie Yogalehrerin geworden ist, will sie anderen Mut machen und unguten Yoga-Klischees entgegentreten. „Als ich zum Yoga kam, hatte ich schon ein gutes Stück Weg hinter mir. Ich wusste: Ich bin gut so, wie ich bin, und wer mich so nicht mag, den brauche ich nicht. Das ist leider alles andere als selbstverständlich. Ich möchte dafür arbeiten, die Türen zum Yoga für alle weiter aufzumachen und ich merke: Jetzt ist die Zeit dafür, jetzt kommt das. Es gibt in Deutschland schon einige Yogalehrerinnen, die mit einem größeren Herz-Körper unterwegs sind, aber wir müssen uns noch viel mehr in der Öffentlichkeit zeigen. Und wir müssen die Leute abholen, die neugierig sind, aber noch mit Scham behaftet. Denen möchte ich beweisen: Niemand muss sich in die Yoga-Vorzeige-Models aus den Büchern und Zeitschriften verwandeln, sondern genau umgekehrt: Yoga passt sich dem Menschen an – so wird es dann Yoga für alle. Das Ziel ist ein körperpositives Bewusstsein, ganz egal ob für Übergewichtige oder Normalgewichtige. Wir sind da als Gesellschaft viel zu lange in eine falsche Richtung gegangen (worden). Man hat ja fast den Eindruck, man müsse schon eine Depression bekommen, nur weil man mal einen Pickel hat. Leider hat sich auch im Yoga eine Szene ausgebildet, die Berührungsängste auslöst: Wenn ich in ein hippes Großstadtstudio gehe, kann es passieren, dass ich schon schräg angeschaut werde, weil die Klamotte nicht stimmt. Das geht gar nicht! Es geht doch im Yoga um die Befreiung. Aber wie kann man im Kopf loslassen, wenn einem permanent irgendwelche Vorurteile entgegenschlagen? Mir hätte es sehr gut getan, schon früher Menschen zu treffen, die mir sagen: Du bist schön und einzigartig und wunderbar. Du darfst wachsen! Im Yoga sollte das das Wichtigste sein.“ oisis-yoga.de
Das Kronenchakra verbindet den Menschen mit der Schönheit und dem spirituellen Reich. Es hilft dir dabei, dein spirituelles Dasein zu verstehen. Daher befindet es sich nicht innerhalb des physischen Körpers, sondern direkt über der Kopfkrone.
Lege dich auf den Rücken und stelle sicher, dass du es warm und gemütlich hast. Falls nötig, decke dich zu und legen dir ein Kissen auf die Augen. Noch bequemer wird es unter Umständen mit einer gerollten Decke unter den Knien oder einem Kopfkissen. Lass die Füße zu den Seiten sinken und breite die Arme seitlich vom Körper aus. Die Handflächen zeigen nach oben. Atme tief ein und spanne für einen Moment alle Muskeln in deiem Körper an, dazu hebst du Kopf und Beine. Nachdem du diese Anspannung kurz gehalten hast, löst du sie mit einer Ausatmung umso gründlicher wieder auf. Wenn du magst, wiederhol das noch einige Male. Dann stell dir eine Lotusblüte an deiner Schädeldecke vor und lass weißes Licht durch den Lotus in deinen Körper fließen. Mit jeder Ausatmung lässt du alles los, was dich an die Vergangenheit bindet. Bleibe 5 bis 20 Minuten liegen. Dann kehrst du langsam mit der Aufmerksamkeit zu deiner Atmung zurück und bewegst Finger und Zehen.
Das Savasana hat die folgende Wirkung. Hebt die Stimmung und unterstützt die Lösung vom Ego. Und verbindet uns mit unserem Kronenchakra.
Sahasrara, Kronenchakra
Thema: Das Kronenchakra verbindet den Menschen mit der Schönheit und dem spirituellen Reich. Es hilft Ihnen dabei, Ihr spirituelles Dasein zu verstehen. Daher befindet es sich nicht innerhalb des physischen Körpers, sondern direkt über der Kopfkrone. Ist es verschlossen, ist man davon überzeugt, dass Freude nur von außen kommen kann. Man leidet. Die Arbeit mit diesem letzten der Chakren kann helfen, sich in jeder Situation frei zu fühlen.