Die einfachste Art, deine Ernährung mit den richtigen Gewürzen und Geschmacksrichtungen aufzuwerten, ist ein leckeres Chutney. Dieses enthält alle sechs Rasas (Geschmäcker) und regt damit Agni in seinem Verdauungsprozess an. Ob als i-Tüpfelchen bei der Hauptmahlzeit oder als Dip zum Sandwich – ein Chutney bereichert jedes Menü auf kulinarische und therapeutische Weise.
Pflaumen-Birnen-Chutney
ZUTATEN:
3 reife rote Pflaumen
1 Birne
200 ml Apfelsaft
1 TL Ghee
1/4 TL Cuminsamen
1/4 TL Ajwainsamen
3 Nelken
1 Zimtstange
1 Sternanis
1 MS Kurkuma
Pfeffer und Salz
ZUBEREITUNG:
Die Früchte schälen und in 3-5 cm große Stücke schneiden. Etwas Ghee in einem kleinen Topf erhitzen. Cumin- und Ajwainsamen anmörsern und im Ghee anschmoren. Nelke, Zimt und Sternanis hinzufügen. Die Früchte in den Gewürzsud geben und anschmoren lassen. Mit Apfelsaft auffüllen und das Chutney zehn Minuten köcheln lassen. Zum Schluss mit etwas Kurkuma, Pfeffer und Salz abschmecken und verfeinern.
Honigmelonen-Chutney
ZUTATEN:
1/2 Honigmelone
1/2 TL Chilipulver
1/4 TL Kurkuma
1/4 TL Koriander, gem.
1/4 TL Ingwerpulver
1 MS Piment, gem.
1/2 TL Senfsamen
1/4 TL Steinsalz
1 Sternanis, ganz
1 EL Sesamöl Saft von einer Zitrone
2 EL brauner Zucker
ZUBEREITUNG:
(Zubereitungszeit: 15 Minuten)
Die Melone schälen, die Kerne entfernen und das Fruchtfleisch in ca. 3 cm große Würfel schneiden. Die Hälfte der Melonenstücke in den Mixer geben und fein pürieren. Chilipulver, Kurkuma, Koriander, Ingwer, Piment und Salz untermischen und kurz mitmixen. Das Sesamöl in einem Topf erhitzen, Senfsamen und Sternanis kurz darin anbraten. Nach wenigen Sekunden das Melonenpüree zufügen. Die Hitze reduzieren, 5 Minuten sanft köcheln lassen und den Zucker unterrühren. Die Melonenstücke und den Zitronensaft dazugeben, vorsichtig umrühren und einmal aufkochen. Dann bei niedriger Hitze 3-4 Minuten durchziehen lassen. Das Chutney vorsichtig umrühren, das sich der Gewürzsud verteilt, ohne dass die Melonenstücke ganz zerfallen.
Auch wenn du nicht gerade Idealgewicht hast, kann dir Yoga Beweglichkeit, Balance, Kraft, Gelassenheit und ein besseres Körperbewusstsein schenken. Denn dank einiger einfacher Abwandlungen fühlen sich auch übergewichtige Yogis bei den Übungen wohl.
Schon nach der Hälfte ihrer ersten Yogastunde wünschte sich Kay Erdwinn nur noch eins. Bloß weg hier! Eigentlich war die junge Kalifornierin auf der Suche nach einer nach innen gerichteten Körperpraxis ins Yogastudio gekommen. Stattdessen traf sie auf einen Lehrer, der von ihr erwartete, dass sie ihren 1,60 Meter kleinen, 117 Kilo schweren Körper in Halasana (Pflug) zwängt. Direkt neben ihr feuerte er sie an wie ein hysterischer Fitnesstrainer. „Komm schon, komm, du schaffst das!“ Kay fühlte sich tief gedemütigt. Mit 23 Jahren hatte sie nicht das Selbstbewusstsein, dem Lehrer klarzumachen, dass er sie in Frieden lassen soll. Sie quälte sich durch die Stunde, dann verließ sie fluchtartig das Studio und kam nie wieder.
Dennoch blieb ihr Wunsch nach einer meditativen Bewegungspraxis bestehen. Also versuchte Kay Erdwinn mit Hilfe eines Buches zu üben. Sie nahm Probestunden in verschiedenen Studios und fand Jahre später endlich die Yogaklasse, von der sie instinktiv immer wusste, dass es sie geben müsse. Ganz anders als bei ihrem ersten Versuch war die Gruppe klein und nahm sie herzlich auf. Jede Stunde begann mit einer Meditation, die Lehrerin gab sanfte Ratschläge. Sie stellte niemanden bloß und betonte immer wieder, dass jeder Teilnehmer die Freiheit habe, für ihn schwierige Asanas so abzuwandeln, dass sie funktionieren. Mit zunehmender Praxis wurde Kay Erdwinn beweglicher und selbstsicherer. Sie nahm zwar nicht ab, aber sie fühlte sich gesünder und bekam ein besseres Körperbewusstsein. „Dieses Körperbewusstsein war ein riesiges Geschenk“, weiß sie heute. Denn dadurch erlangte sie das Glück der Erdung, sie war entspannter und bekam eine bessere Körperhaltung.
Yoga ist für alle da
Leichtigkeit und Entspannung sind für jeden Körperbau zugänglich. Wenn man seine speziellen Bedürfnisse berücksichtigt und würdigt.
In sämtlichen Industrienationen steigt die Zahl übergewichtiger Menschen kontinuierlich an. Und immer mehr von ihnen erforschen die alte Tradition des Yoga und machen sie sich auf ihre Weise zu eigen. Sie erkennen, dass Yoga für alle da ist. Leichtigkeit und Entspannung sind für jeden Körperbau zugänglich. Wenn man seine speziellen Bedürfnisse berücksichtigt und würdigt. So kommen übergewichtige Yogis in den Genuss der selben Vorzüge einer körperlichen Yogapraxis wie alle anderen. Beweglichkeit, Balance, Kraft, Stressabbau und eine bessere Verbindung von Körper und Geist.
Lies auch: Plus Size Yoga – Body Positivity E-Book von Amiena Zylla
Fit ist wichtiger als schlank
Dass gute Gesundheit nur in einem schlanken Körper zu haben sei, ist ein Mythos. Der Body-Mass-Index (BMI), der für fast alle Statistiken herangezogen wird, steht seit einiger Zeit schon in der Kritik. Für die Gesamtgesundheit ist er viel weniger entscheidend, als selbst viele Ärzte bis heute meinen. Glenn Gaesser, Direktor eines Forschungsinstituts für gesunden Lebensstil in Arizona geht sogar noch einen Schritt weiter: „Der Nutzen der Gewichtsreduzierung wird generell überbewertet.„ Bei zahlreiche Studien fand er heraus, dass Bewegungsarmut und eine schlechte Ernährung eine viel entscheidendere Rolle für die Gesundheit spielen als das Körpergewicht im Verhältnis zur Größe. Seiner Meinung nach ist es für übergewichtige Menschen nicht nur möglich, fit, gesund und lange zu leben. Es ist vor allem viel einfacher, fit zu werden, als schlank zu werden. Und der gesundheitliche Nutzen ist dabei größer.
Übergewicht: Grenzen in der Yogapraxis
Für sich genommen setzt das Gewicht der Yogapraxis möglicherweise Grenzen. Vor allem sind die Gelenke bei mehr Körpermasse höherem Druck ausgesetzt und sollten daher besonders schonend behandelt werden. Einige Asanas muss man abwandeln, um Raum für Bauch, Po, Schenkel und Oberarme zu schaffen. Außerdem kann es sein, dass man Umkehrhaltungen aus Sicherheitsgründen ganz weglassen muss. Aber mit diesen drei Punkten wäre das Wesentliche schon gesagt. Die ansonsten nötigen Modifikationen sind individuell verschieden, schließlich unterscheiden sich füllige Menschen genauso stark voneinander wie dünne. Auch hier ist die gesamte Palette zwischen fit und schlapp, stark und kraftlos, beweglich und steif vertreten.
Als Neuling muss man sich fragen, was man möchte. Geht es um Entspannung und Anleitung zur Meditation? Möchte man auf sanfte Weise mehr Bewegung in sein Leben bringen. Oder sucht man eher nach einem fordernden Workout? Wünscht man sich Gewichtsreduzierung oder möchte man sich selbst genau so akzeptieren und würdigen, wie man ist? Ebenso wichtig ist eine ehrliche Einschätzung der momentanen Fitness. Wie bei jeder neuen körperlichen Betätigung ist es wichtig, eigene Konstitution und Einschränkungen gut genug zu kennen, um verantwortungsvoll üben zu können. Fachleute raten allen über 40-Jährigen zu einem ärztlichen Check-up, bevor sie neu mit Yoga beginnen. Das gilt insbesondere für Menschen, die längere Zeit nicht beim Arzt waren. Zum Beispiel weil sie befürchten, auf ihr Gewicht angesprochen zu werden.
Vor der ersten Yogastunde: Gesundheitscheck
Vor allem wenn man sich bisher wenig bewegt hat, können gesundheitliche Themen nicht bekannt sein, die man aber unbedingt abklären und berücksichtigen sollte. Ein erhöhter Blutdruck stellt bei Haltungen, in denen der Kopf niedriger liegt als das Herz, eine Gefahr dar. Diabetes kann das Gleichgewichtsgefühl beeinträchtigen. Herzkranke sollten darauf achten, gerade in Umkehrhaltungen fließend zu atmen. Auch Probleme mit Muskeln, Sehnen und Gelenken sollte man kennen und gerade zu Beginn der Yogapraxis beachten. Denn hier können bisher nicht bewusste Schwächen bestehen. Besonders Füße, Sprunggelenke und Knie sind durch ein höheres Körpergewicht oftmals einigem Stress ausgesetzt. Menschen mit großem Bauch müssen bei manchen Asanas die Lendenwirbelsäule schützen.
Welcher Yogastil für Übergewichtige?
Bei der Auswahl eines Yogastils ist neben dem Gesundheitszustand vor allem die Fitness entscheidend. Wenn du nicht schon bisher häufig Sport treibst, dann solltest du Stile vermeiden, bei denen die Übergänge gesprungen werden. Denn diese schnellen Bewegungen erhöhen das Verletzungsrisiko. Auch Yogarichtungen, die auf einer festen Abfolge an Asanas beruhen (etwa Ashtanga Yoga), sind zu Beginn nicht unbedingt empfehlenswert. Weil sie weniger Spielräume für die individuelle Anpassung der einzelnen Haltungen bieten und zur Selbstüberforderung verleiten. Mit ein bisschen Grundwissen und Ausdauer finden aber auch füllige Yogis das Richtige.
Nicht wenige übergewichtige Yogis stoßen dabei auf ähnliche Widerstände, wie Kay Erdwinn sie erlebt hat. Es kann schwierig sein, sich in einer Yogawelt angenommen zu fühlen. Weil deren Image von Hochglanzbildern schlanker, ultrabeweglicher Körper dominiert wird. Zumal viele Lehrer kein Gespür für die Bedürfnisse übergewichtiger Schüler haben.
Suche dir einen Lehrer, bei dem du dich wohlfühlst
Manchmal erlebt man aber auch das Glück, auf Anhieb einen verständnisvollen Lehrer zu treffen, der einen unterstützt und passende Varianten der Asanas zeigen kann. Dies war der Fall bei Kevin Knippa, als er sich vor vielen Jahren bei einem regenerativen Yogakurs gleich bei ihm um die Ecke anmeldete. Er begriff schnell. Es war seiner Lehrerin nicht nur egal, dass er bei einer Größe von knapp 1,60 122 Kilo auf die Waage brachte. Es hatte auch nichts mit der Essenz von Yoga zu tun. Mit zunehmender Praxis erhöhte sich seine Beweglichkeit, seine Kurzatmigkeit nahm ab. Sein Gewicht blieb unverändert, aber seine Gesundheit blühte auf. Knippa ist fest davon überzeugt, dass sein Weg zum Yoga dadurch geebnet wurde, dass seine Lehrerin Leistungsgedanken aus dem Unterricht fernhielt und den Spaß an der Bewegung in den Vordergrund stellte.
Höre auf deinen Körper
Mittlerweile gibt es ein (langsam) wachsendes Angebot an Kursen für übergewichtige Yogis. „Big Yoga“, „Yoga XL“, oder „Yoga for Round Bodies“ heißen solche Klassen etwa. Auch bei uns kann man schon vereinzelt unter Stichworten wie „Yoga für Mollige“ oder „Yoga für Füllige“ fündig werden. Wenn nicht, dann sind Stunden unter dem Stichwort „gentle“, „sanft“ oder „regenerativ“ meist geeigneter als die klassischen Anfängerkurse. Hast du ein vielversprechendes Angebot gefunden, melde dich zur Probestunde an und bespreche vor der Stunde deine Wünsche. Erkundige dich auch nach Altersstruktur und Fitness-Level des Kurses und frage nach, ob Stühle, Bolster, Blöcke und andere Hilfsmittel vorhanden sind. Wenn es losgeht, solltest du folgende Grundregeln beherzigen.
Erstens: Bewege dich langsam und behutsam in und aus den Haltungen.
Zweitens: Nimm Schmerzen als Warnsignal ernst. Zwar geht es im Yoga auch darum, Herausforderungen anzunehmen. Aber Schmerz oder intuitives Unbehagen sind fast immer ein Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt.
Sehr bald begegnen dir auch individuelle Themen, die deine Aufmerksamkeit verdienen. Zum Beispiel solltest du gut überlegen, ob und welche Umkehrhaltungen du praktizieren möchtest. Viele dieser Asanas erzeugen Druck auf die Halswirbel. Und je mehr Kilo dabei im Spiel sind, desto problematischer kann es werden. Dazu kommt ein schwieriger zu haltendes Gleichgewicht. Eine gute Alternative ist Viparita Karani. Dabei liegst du auf dem Rücken, das Gesäß liegt dicht vor der Wand, die Beine stehen senkrecht nach oben und werden von der Wand gestützt. Alle anderen typischen Elemente einer körperlichen Yogapraxis sind auch übergewichtigen Yogis zugänglich. Vorwärtsbeugen, Rückbeugen, die Dehnung der Flanken und Beinrückseiten, Drehungen und Gleichgewichtshaltungen.
Yoga bei Übergewicht: Tricks und Kniffe
Mantra für Übergewichtige Yogi*nis: „Ich bin stark, mein Körper ist stark.“
Die größte Herausforderung für übergewichtige Yogis beim Üben kann der füllige Bauch sein. Durch sein Gewicht und Volumen können sich viele Asanas anders anfühlen. Genia Pauli, Kripalu-Yogalehrerin und Autorin rät, die Lage des Bauches mit den Händen zu verändern. „Vor allem in Bauchlage, zum Beispiel bei der Kobra, ist es nötig, unter den Bauch zu greifen und das weiche Fleisch sanft Richtung Zwerchfell zu streichen, so dass die Beckenknochen Kontakt zum Boden bekommen.“
Ähnliches lässt sich auch auf viele andere Asanas übertragen. Im Ausfallschritt bewegt man den Bauch mit den Händen mittig über den vorderen Oberschenkel, um eine stabile Basis zu finden. Bei Drehungen im Stand wie Parivritta Trikonasana (gedrehtes Dreieck) streicht man ihn zur Seite, um der Wirbelsäule Raum für die Drehbewegung zu geben. Manchmal muss man variieren, um Platz für den Bauch zu schaffen. Zum Beispiel indem man bei Uttanasana (Vorwärtsbeuge im Stehen) die Beine etwas grätscht. Für Balasana (Stellung des Kindes) raten einige Lehrer, die Knie weiter zu öffnen und Stirn oder Gesäß erhöht abzulegen. Während andere diese Stellung ab einer gewissen Körperfülle für ungeeignet halten.
Hilfsmittel für übergewichtige Yogi*nis
Die Verwendung von Hilfsmitteln stellt gerade für übergewichtige Yogis eine wertvolle Unterstützung dar. So ebnet ein Stuhl, auf dem man beide Hände ablegt, den Weg zu Adho Mukha Shvanasana (herabschauender Hund). Auch in Utthita Trikonasana (gestrecktes Dreieck) kann ein unter der nach unten zeigenden Hand platzierter Stuhl einen Teil vom Gewicht aufnehmen. In Gleichgewichtshaltungen verleiht ein Stuhl oder der Kontakt zur Wand mehr Sicherheit. Und wenn man seine Füße nicht mit den Händen erreicht oder die Hände nicht hinter dem Körper verschränkt, überbrückt ein Gurt die fehlenden Zentimeter. Manchmal sind Hilfsmittel auch unerlässlich für die Sicherheit. So kann Virasana (Heldensitz) ohne den erhöhten Sitz die Kniegelenke verletzen. Generell empfiehlt es sich bei allen Yogis selbst hineinzuspüren, welche Asanas sich eignen.
Dafür gibt es natürlich keine allgemeingültigen Regeln. Manche Lehrer für Übergewichtige glauben, viele Übungen zur Mobilisierung der Hüftgelenke seien problematisch. Andere sehen eher die Weitung des Brustkorbs kritisch. Einige vermeiden Gleichgewichtshaltungen. Andere unterrichten kein Surya Namaskar (Sonnengruß) oder andere fließende Sequenzen. Das Wichtigste ist, dass jeder Schüler aufmerksam seinen eigenen Körper beobachtet. Und dass er lernt, diesen Botschaften zu vertrauen, anstatt alles mitzumachen.
Vorurteile überwinden
Neben den körperlichen Herausforderungen, kann es auch ganz andere Schwierigkeiten geben. Jene, die in deinem eigenen Geist oder in dem der dich umgebenden Menschen auftauchen. Nur weil man Yoga übt, ist man nicht automatisch frei von dem Urteil, schlank sei gut und dick sei schlecht. In der US-amerikanischen Yogaszene gab es sogar eine Debatte darüber, ob übergewichtige Yogis überhaupt Yoga unterrichten sollten. Schließlich seien sie ein schlechtes Beispiel für ihre Schüler. Aber egal, wie schwierig dir der Weg zu einer erfüllenden Yogapraxis manchmal zu sein scheint. Es lohnt sich! Ein tieferes Bewusstsein für den eigenen Körper kann dich in deiner Akzeptanz bestärken. Und das wirkt gerade in einem kulturellen Umfeld, das ausladende Körper (noch) als inakzeptabel wertet, ungemein befreiend.
„Dicke Menschen haben manchmal die Tendenz, Geist und Körper voneinander zu trennen. Denn sie erleben es teilweise als schmerzhaft, in unserer Fetthasser-Gesellschaft in einem dicken Körper zu leben“, sagt Mara Nesbitt, eine Körpertherapeutin aus Oregon, die eine Reihe von Yogavideos für übergewichtige Menschen veröffentlicht hat. Ihr Credo: „Yoga ist eine gute Art, wieder in Kontakt zum eigenen Körper zu kommen. Und um Freundschaft mit ihm zu schließen.“
Plus Size-Yogi*nis: Fokus auf innere Prozesse
Für viele übergewichtige Yogis liegen die Probleme viel weniger auf der Matte als im Kopf. Sie fürchten sich vor Verurteilung. Oder haben Hemmungen, Sportkleidung anzuziehen. Vielleicht fühlen sie sich unwohl in der Umgebung von schlankeren und scheinbar „besseren“ Mitschülern. Auch der Umgang mit dem eigenen Bauch kann unangenehm sein. Angesichts all dieser negativen Gedanken ist es hilfreich, sich daran zu erinnern, dass Scham unnötige Hürden aufbaut, die uns von angemessener Bewegung abhalten. Nimm deinen runden Buddha-Bauch urteilsfrei an. Dann fällt es dir auch leichter, liebevoll und sanft mit ihm Yoga zu üben. Indem du bewusst eine solche Einstellung kultivierest, machst du riesige Fortschritte in Richtung Freiheit, Wohlgefühl und innere Ruhe.
Wie jeder andere Yogaschüler sollten auch übergewichtiger Yogis immer mehr auf die inneren Prozesse beim Üben richten. Mach dir bewusst, welche Gedanken in einer Haltung in deinem Geist aufsteigen. Lästerst du innerlich gerade über deinen Bauch? Oder überlegst du, was die Mitschüler wohl über deinen Po denken? Tausche solche negativen Gedanken gegen neue Mantras aus, wie „Ich bin stark, mein Körper ist stark.“
Autorin Carrie Peyton Dahlberg gehört selbst zur Kategorie „übergewichtige Yogis“. Sie unterrichtet Yoga in ihrer kalifornischen Heimat. Und ist als Fachjournalistin auf wissenschaftliche medizinische Themen spezialisiert. // Titelfoto: Tim Samuel via Pexels
Willst du dein Yogawissen vertiefen, eine Yogalehrerausbildung machen und selbst irgendwann unterrichten? Dann ist es wichtig, dass du das richtige Teacher Training für dich findest. Wir haben eine Checkliste, die dir bei der Entscheidung helfen kann.
In einer Umfrage gaben fast ein Viertel der Yoga Journal-Leser*innen an, über ein Teacher Training nachzudenken. Dabei sind die Inhalte, Anforderungen und Kosten der angebotenen Ausbildungen mindestens so vielfältig wie die Yogapraxis selbst: Vom dreiwöchigen Crash-Kurs in Indien bis zum 4-jährigen Studium mit 1000 Unterrichtseinheiten ist alles zu haben. Entsprechend reichen auch die Kosten von unter 2000 bis weit über 10.000 Euro. Dazu musst du wissen, dass die Berufsbezeichnung „Yogalehrer“ oder „Yogalehrerin“ nicht geschützt ist. Jeder darf Yogakurse anbieten, egal ob er oder sie nun eine sehr umfangreiche Ausbildung durchlaufen hat – oder überhaupt keine.
Für die Anbieter von Yogalehrer-Ausbildungen gilt im Prinzip das gleiche: Niemand prüft ihre Qualifikation, niemand schreibt ihnen vor, was genau die von ihnen ausgegebenen Zertifikate eigentlich zertifizieren – es sei denn, sie sind bei der Yoga Alliance registriert, gehören einem Verband wie dem BDY an oder sind Teil eines der zentral organisierten Yogastile wie Iyengar, Ashtanga, Sivananda oder Yoga Vidya (wobei sich auch all diese Standards stark unterscheiden). Dass ein Beruf, der so viel Verantwortung mit sich bringt, so wenig reguliert ist, wird oft kritisiert. Dennoch ist diese Freiheit an sich nichts Falsches, denn sie entspricht der Vielfalt und Freiheit, mit der wir Yoga leben möchten. Du musst nur wissen, dass Ausbildung eben nicht gleich Ausbildung ist – und du solltest sehr genau hinschauen, bevor du dich für eine Schule entscheidest. Unser Tipp: Sie dir mehrere Schulen an, nimm Probestunden, sprich mit Ausbildern und Absolventen – und dann in aller Ruhe entscheiden.
4 x 4 Fragen, die dich zur idealen Yogalehrer-Ausbildung führen
1. Anspruch
Zu was soll mich meine Ausbildung befähigen? Will ich auf jeden Fall unterrichten oder möchte ich vor allem tiefer in die Praxis eintauchen?
Wie qualifiziert sind die Ausbilder, wie sehen die Prüfungen aus und welches Zertifikat wird verliehen?
Welche Inhalte werden abgedeckt und welche Schwerpunkte setzt die Ausbildung?
Was wird rings ums Training geboten (z.B. Lernmaterialien, E-Learning, Mentoren-Programm, im Anschluss Supervisionen und Weiterbildungen)?
2. Zeit
Wieviel Zeit kann ich für den Unterricht aufwenden?
Wieviel Zeit brauche ich, um Lerninhalte gut zu verarbeiten?
Was passt am besten in mein Leben: ein Intensive am Stück, mehrere Blocks oder Wochenenden über einen längeren Zeitraum? Ein fortlaufender Kurs oder flexible Module?
Dabei nicht vergessen: Wieviel Zeit muss ich on top zum eigenen Üben, Lernen und Assistieren freihalten?
3. Geld
Wieviel darf die Ausbildung kosten?
In welchem Zeitraum kann ich die Gebühren bezahlen?
Fallen zusätzliche Kosten für Anfahrten, Unterkunft etc. an?
Wie wichtig ist es für mich, dass sich diese Investition in absehbarer Zeit finanziell auszahlt?
Wie gut kenne ich meine zukünftigen Ausbilder? Vertraue ich ihnen wirklich?
Wie wohl fühle ich mich in der Ausbildungsschule? Wie ist der Umgang miteinander?
Mit welcher Gruppengröße ist zu rechnen? Handelt es sich um eine feste Gruppe oder wechseln die Teilnehmer in den einzelnen Blocks?
Was sagen ehemalige Absolventen dieser Ausbildung?
Was du in der Yogalehrerausbildung lernst
Die folgenden Inhalte sollten auf jeden Fall Teil deiner Ausbildung sein. Erkundige dich, wie viele Unterrichtseinheiten dafür jeweils vorgesehen sind, wer welche Teile unterrichtet und wie die Prüfungen aussehen. Der Vergleich lohnt! Am Ende ist das Können und die Qualität der Ausbilder entscheidend: Manchmal ist eine tiefgehende 200 h Ausbildung besser als eine oberflächliche mit 800 Stunden.
Asana
Pranayama
Meditation
Philosophie
Anatomie
Didaktik
Stundenaufbau
Lehrproben
Welche Zertifikate für Yogalehrerausbildungen gibt es?
Yoga Alliance (YA):
Die 1999 von amerikanischen Yogalehrern mehrerer Stile gegründete Vereinigung hat es sich zur Aufgabe gemacht, transparente Standards für die Ausbildung festzulegen. Jede registrierte Schule (RYS) und jeder registrierte Yogalehrer (RYT) verpflichtet sich zu gewissen Richtlinien. Die große Mehrzahl der von der YA zertifizierten Ausbildungen folgt dem Minimal-Standard RYT 200, der 200 Unterrichtseinheiten umfasst. Mehr Info: www.yogaalliance.org
Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland e.V. (BDY/EYU):
Der BDY/EYU bezeichnet sich selbst als den „Maßstab für Qualität“. Seit seiner Gründung 1967 wurden die Standards für die bundesweit 34 Ausbildungsschulen laufend erhöht. Derzeit umfasst eine BDY-Ausbildung 800 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten im Lauf von mindestens 4 Jahren. Daneben gibt es seit einiger Zeit ein Basic-Training mit 500 Einheiten. Auch etliche Schulen außerhalb des BDY-Verbunds orientieren sich an deren Richtlinien. Mehr Info: www.yoga.de
Zentrale Prüfstelle für Prävention (ZPP):
Die ZPP ist keine Yoga-Institution, sondern eine von den gesetzlichen Krankenkassen initiierte Einrichtung, die Standards für ganz verschiedene Gesundheitskurse festlegt. Von der ZPP zertifizierte Yogakurse kann man sich in Deutschland bis zu einer bestimmten Höhe von seiner Krankenkassen erstatten lassen. Die Kriterien der ZPP sind umstritten, insbesondere die Forderung nach einer Berufsausbildung im medizinischen oder pädagogischen Bereich erscheint vielen erfahrenen Yogalehrern als unsinnig. Mehr Info: www.zentrale-pruefstelle-praevention.de
Text: Stephanie Schauenburg // Titelfoto: Ana Shvets via Pexels
Bei unserem dynamischen Summer Flow geht dir garantiert das Herz auf: Er verbindet energetisierende Rückbeugen mit gezieltem Kraftaufbau für den Core. So findest du aus der Stabilität deiner Körpermitte heraus zu mehr Freiheit, Beweglichkeit – und purer Sommer-Power.
Wir zeigen dir das Video zum Summer Flow hier im Hyperlapse. Die ausführliche und bebilderte Step by Step-Anleitung von Nela Königs Summerflow findest du ab dem 17.Juni im aktuellen Yoga Journal am Zeitschriften-Kiosk oder bei uns im Online-Shop.
Wenn du mehr über die Berliner Yogalehrerin und Fotografin Nela König wissen möchtest, dann schau doch mal hier vorbei: Auf Instagram dreht sich fast alles ums Yoga: @nelakoenig Auf der Webseite kannst du ihre fotografischen Arbeiten sehen: www.nelakoenig.com
Der Sommer ist da und wir wollen ihn in Bestform genießen. Mit diesen einfachen Ayurveda Beauty-Tipps sind wir von Kopf bis Fuß perfekt gepflegt und können unser strahlendstes Sommer-Sonnen-Lächeln zeigen.
1. Rosen-Effekt: Augen- und Gesichtswasser
Unbehandelte Rosenblüten über Nacht in Wasser legen, wenn möglich ins Mondlicht stellen.
Am nächsten Morgen Augen und Gesicht damit waschen. Das duftet herrlich und erfrischt. Das luxuriöse Cleopatra-Gefühl kommt dabei ganz von allein.
Tipp für gereizte, trockene Augen: Gurkenscheiben und Aloe Vera Gel wirken entspannend und befeuchten.
2. Luxus-Hautpflege: Öl-Kur vor dem Duschen
200 ml Kokosöl, je 2 Tropfen ätherisches Öl Rosenholz, Lavendel und Sandelholz miteinander vermischen.
10 bis 30 Minuten VOR dem Duschen einmassieren und einwirken lassen.
Ohne oder nur mit sanften Reinigungsmitteln abduschen und das herrlich samtige Körpergefühl genießen.
3. Fußbad: Entspannung am Abend
Die Füße am Abend mit Triphala Öl (erhältlich im Fachhandel) massieren, einen TL des Öls auf dem Scheitel verteilen und hier gut einmassieren. Wirkt harmonisierend!
Danach 100 g Salz, Lavendelblüten und Minze (alternativ als ätherisches Öl) in vier bis fünf Liter lauwarmes Wasser geben und die Füße 10 bis 20 Minuten darin baden. Dabei entspannen und bewusst den Tag loslassen.
Tipp bei schweren und geschwollenen Füßen oder Beinen: Legen dir nachts etwas unter das Fußende deiner Matratze, so dass die Füße ein wenig höher als dein Herz liegen.
Die Peak-Pose ist im Vinyasa-Flow Yoga die schwierigste Pose der Stunde. Lehrer*innen bauen die ganze Yogastunde anatomisch so auf, dass man sie besser durchführen kann und danach durch gute Ausgleichshaltungen entspannt.
Alignment ist die anatomisch korrekte Ausrichtung, die man während der Asana am eigenen Körper durchführen kann. Dabei kann man sich selbst durch Hilfsmittel unterstützen. Beispielsweise richtet man mit den Händen an den Hüften im Krieger I seine Hüfte gerade nach vorne aus. Nicht zu verwechseln mit Adjustment.