Yogapraxis für Vertrauen und Offenheit – mit Nina Heitmann

Große Transformationen verlangen uns einiges ab. Diese Sequenz hilft dir, dich in einer vertrauensvollen Offenheit in dir selbst zu verankern und positiv auszurichten. So fällt es dir leichter, die unendlichen Möglichkeiten zu sehen und einen bedeutsamen Beitrag zum großen Ganzen zu leisten.

Text und Sequenz: Nina Heitmann / Fotos: Nela König

Nach dem Stand der Wissenschaft gibt es mehr Sterne im Weltall als Sandkörner an allen Stränden und in allen Wüsten der Erde zusammen. Und dennoch ist dieses unermessliche Universum in diesem Augenblick nur vollständig mit jedem einzelnen, winzigen Sandkorn darin. Auch wenn dieses Beispiel unsere Vorstellungskraft sprengt, so hilft es doch zu begreifen, wie relativ unser persönliches Drama ist – und wie unersetzlich unser Dasein dennoch in der kosmischen Komposition des Augenblicks ist.

Über diese kosmische Komposition zu staunen, kann uns Vertrauen in den Sinn der eigenen Existenz geben und gleichzeitig den Blick für das bigger picture öffnen. Darin sind wir als Individuen zwar verschwindend winzig, aber trotzdem ein untrennbarer, notwendiger Teil des Ganzen. Das nimmt uns den Druck, etwas beweisen, leisten und erreichen zu müssen und motiviert uns dazu, uns mehr auf das Wohl aller auszurichten: Wir erkennen, dass das Wohl aller auch unser eigenes ist. Und die Welt braucht ganz offensichtlich mehr denn je Menschen, die genau das tun.

Die folgende Sequenz darf dich mit ihrem Schwerpunkt aus Rückbeugen und Hüftöffnern dabei unterstützen, dich immer wieder mit dem dafür nötigen Gefühl von Vertrauen und Offenheit in dir selbst zu verankern und positiv auszurichten. Dahinter steht die Überzeugung, das Yoga neben der körperlichen Ebene immer auch eine energetische, eine mentale, eine geistige und eine spirituelle Ebene hat. Wenn man sich jede dieser Ebenen bewusst macht, kann man die ganzheitliche Wirkung der Praxis noch feiner ausloten und ihre transformierende Kraft erleben.

Körperlich gehen die Hüftöffner und Rückbeugen in Bereiche, in denen wir uns besonders häufig verengen. In der Regel halten wir dann mit der körperlichen Spannung auch eine mentale. Wenn wir uns in einer herausfordernden Asana-Praxis aus der Komfort-Zone herausbewegen, zeigen sich diese mentalen Bewältigungsmechanismen oft besonders deutlich.

Solche Bewältigungsmechanismen sind zum Beispiel der Impuls, sich zu verengen, sei es nun, indem man sich durchbeißt oder aufgibt. Vielleicht gibt es im Leben Situationen, in denen das hilfreich ist, aber in Rückbeugen und Hüftöffnern kommt man damit nicht weit.

Wenn wir uns aber stattdessen in ein Gefühl von Vertrauen und Offenheit begeben, entspannt sich der Körper und aufgestaute Emotionen können abfließen. Energetisch wirkt diese Übungsreihe besonders auf Muladhara- und Anahata-Chakra (das Wurzel- und das Herzzentrum). Ein vitales Muladhara-Chakra gibt uns ein starkes Urvertrauen. Dieses Zentrum wird hier vor allem in den sitzenden Haltungen durch den Druck auf das Perineum aktiviert. Die Rückbeugen wirken als „Herzöffner“ auf Anahata-Chakra, dessen Potenzial bedingungslose Liebe und Mitgefühl sind.

Aber auch die anderen Energiezentren unterstützen die Intention von Vertrauen und Offenheit: Hüftöffner arbeiten mit Svadhistana-Chakra, dem Sakralzentrum, das uns offen für Sinnlichkeit und Lebensfreude macht. Drehungen wirken auf Manipura-Chakra, das Nabelzentrum, das uns Selbstsicherheit gibt. Mit Simhasana befreien wir Vishuddha-Chakra, das Kehlzentrum, das uns einen authentischen Selbstausdruck ermöglicht. Mit Anjali-Mudra an der Stirn sammeln wir uns in Ajna-Chakra, dem Zentrum des dritten Auges, das unser Zugang zur tieferen Einsicht und universellen Wahrheit ist.

Die geistige Ebene der Praxis ist das Bewusstsein, mit dem wir die körperlichen, mentalen und energetischen Bewegungen bezeugen, ohne uns darin zu verlieren. Das trainiert unsere Fähigkeit, auch im Alltag nicht zum Spielball der Gegebenheiten zu werden, sondern bewusst zu entscheiden, in welcher Weise und in welches Geschehen wir uns involvieren wollen.

Die spirituelle Ebene der Praxis kann man nicht praktizieren, aber wir können ein spirituelles Erleben begünstigen. Zum Beispiel durch die Geschichte von den winzigen Sandkörnern, die das gigantische Universum erst vollständig machen. Oder indem wir einfach über das unfassbare Wunder des Daseins staunen und uns ergreifen lassen von etwas, das sich nicht begreifen lässt.

Bevor du beginnst

Du kannst die Sequenz im Anschluss an eine dynamische Yogapraxis üben oder dich gezielt dafür aufwärmen, zum Beispiel mit Sonnengrüßen. Wähle dafür eine Variante, die Rückbeugen und den tiefen Ausfallschritt enthält, um deine Brustwirbelsäule, Hüften, Oberschenkel und Leisten zu mobilisieren. Einige der gezeigten Asanas sind ziemlich anspruchsvoll, du kannst die Sequenz aber genauso gut mit den jeweils angegebenen einfacheren Alternativen üben!

Für eine korrekte Ausführung schau bei unserem Asana Finder vorbei.

1. Atemmeditation

Nina-Heitmann: Praxis Vertrauen und Offenheit: Atemübung

Finde dich in einer bequemen Sitzhaltung ein. Das kann ganz einfach der Fersensitzauf einem Kissen sein oder zum Beispiel das hier gezeigte Siddhasana, der Schneidersitz mit einem Fuß vor dem anderen. Erde deine Sitzfläche und richte dich auf. Dann legst du die rechte Hand auf deinen Bauch und die linke Hand auf dein Herz. Schließe die Augen und vertiefe sanft deinen Atem.

Stelle dir vor, dass du ein Gefühl von Offenheit und Liebe in dein Herz einatmest und ein Gefühl von Vertrauen und Sicherheit in deinen Bauch ausatmest. Verbinde so Bauch und Herz in Vertrauen und Offenheit. Bleibe so lange bei dieser Meditation, wie es sich gut anfühlt, mindestens aber 10 Atemzüge lang.

2. Utthana Sukhasana: Rückbeuge aus dem Schneidersitz

Nina-Heitmann: Praxis Vertrauen und Offenheit: Rückbeuge aus dem Schneidersitz

Kreuze im Sitzen die Fußgelenke mit dem rechten Fuß vorne. Lehne dich etwas zurück, setze die Hände in schulterweitem Abstand hinter dich und drücke die Fingerspitzen auf die Matte. Richte dich mit einer Einatmung noch einmal gerade auf und hebe dann ausatmend dein Becken vom Boden ab. Dabei rollst du automatisch auf Unterschenkel und Knie. Weite mit jeder Einatmung deinen Brustkorb und betone mit jeder Ausatmung das Heben des Beckens etwas mehr. Bleibe einige Atemzüge lang in der Haltung, dann setzt du dich wieder auf den Boden.

Einfachere Alternative: Lege die Hände erhöht auf Blöcke.

3. Adho Mukha Sukhasana: Vorwärtsbeuge aus dem Schneidersitz

Nina-Heitmann: Praxis Vertrauen und Offenheit: Vorwärtsbeuge in der doppelten Taube

Du sitzt weiterhin im Schneidersitz mit gekreuzten Füßen und wanderst jetzt mit den Fingerspitzen nach vorne. Lass die Sitzbeinknochen dabei gleichmäßig in den Boden sinken und entspanne den unteren Rücken, die Leisten und die Hüften. Weite deinen Herzraum mit jeder Einatmung und erde dein Becken mit jeder Ausatmung. Bleib auch hier einige Atemzüge lang.

Einfachere Alternative: Setze dich erhöht auf ein Kissen und stütze eventuell auch deine Knie seitlich mit Kissen ab.

Wiederhole Haltung 2 und 3 mit dem linken Fuß vorne.

4. Eka Pada Mandukasana: Einbeinige Frosch-Variante

Nina-Heitmann: Praxis Vertrauen und Offenheit Einbeinige Frosch-Variante

Lege dich lang ausgestreckt auf den Bauch und setze die Fingerspitzen neben den unteren Rippen an die äußeren Mattenkanten. Ziehe das rechte Bein bis maximal in einen rechten Winkel neben der Hüfte und flexe dabei den Fuß, um das Knie zu schützen. Hebe dann mit einer Ausatmung den Rumpf vom Boden ab.

Weite den Brustkorb und den Schultergürtel mit jeder Einatmung und erde das Becken mit jeder Ausatmung. Bleibe einige Atemzüge lang, dann wiederholst du die Übung mit dem linken Bein angezogen. Vor dem Wechsel kannst du einige Atemzüge lang in der Stellung des Kindes loslassen.

Einfachere Alternative: Ziehe das Knie nur ein Stück weit zur Seite, stütze dich auf die Unterarme und lasse die Rippenbögen am Boden.

5. Mandukasana: Frosch

Vertrauen-Offenheit-Nina-Heitmann: Frosch

Beginne im Vierfüßlerstand und schiebe von dort aus die Knie so weit auseinander, wie möglich. Die Unterschenkel liegen möglichst parallel zueinander, die Zehen zeigen nach außen.

Stütz dich dann entweder auf die Unterarme oder, wenn möglich, legst du den Oberkörper ganz zum Boden ab und streckst die Arme lang nach vorne aus. Entspanne den Bauch und lass dein Brustbein Richtung Boden sinken. Bleibe einige weiche und tiefe Atemzüge lang in der Haltung und komme dann behutsam zurück in den Vierfüßler. Kreise zum Ausgleich das Steißbein ein paar Mal in jede Richtung.

Einfachere Alternative: Lasse die Knie dichter beisammen und die Hände aufgestützt.

6. Parivritta Utthan Prishthasana: Eidechsen-Twist (Variante)

Nina-Heitmann: Praxis Vertrauen und Offenheit: Eidechsen-Twist

Komm in einen tiefen Ausfallschritt mit dem linken Fuß vorne. Das rechte Knie liegt am Boden, der Fuß streckt lang nach hinten. Hebe einatmend den linken Arm und kippe gleichzeitig den linken Fuß auf die Außenkante, sodass auch das linke Knie zur Seite kippt. Lege die linke Hand an den Hinterkopf und lasse die rechte Leiste bewusst Richtung Boden sinken. Einatmend wächst du durch die Wirbelsäule in die Länge, ausatmend ziehst du den linken Ellenbogen Richtung Decke und das linke Knie Richtung Boden.

Dabei spürst du eine Dehnung in der linken Brust und Schulter und in der rechten Hüfte. Bleibe einige Atemzüge lang und setze dann linke Hand und linke Fußsohle wieder auf. Von hier aus machst du direkt ohne Seitenwechsel weiter mit Übung 7.

Einfachere Alternative: Setze die untere Hand auf einen Block und strecke den oberen Arm zur Seite.

7. Eka Pada Rajakapotasana: Königstaube

Nina-Heitmann: Praxis Vertrauen und Offenheit: Königstaube

Schiebe den linken Fuß zur rechten Hand und senke das Becken ab (Phase a). Wenn das gut möglich ist, hebst du den rechten Fuß (Phase b). Um noch einen Schritt weiter zu gehen, ziehst du den rechten Fuß zu dir heran. Wenn möglich, legst du ihn in die rechte Ellenbogenbeuge (Phase c). Als letztes hebst du den linken Arm. Wenn möglich, legst du die Hände hinter deinem Kopf ineinander.

Sei bei jedem Schritt achtsam, lass dir Zeit und bleibe jeweils ein paar Atemzüge lang. Gehe nur weiter, wenn du dabei mit der Intention der Übungssequenz in Offenheit und Vertrauen ein- und ausatmen kannst. Löse dich anschließend behutsam aus der Haltung und lege Fuß und Hände zurück auf den Boden, bevor du direkt weitergehst zu Übung 8.

Einfachere Alternative: Bleibe in Phase a, zusätzlich kannst du deine Sitzfläche durch ein Kissen oder eine gerollte Decke erhöhen.

8. Matsyendrasana: Drehsitz

Nina-Heitmann: Praxis Vertrauen und Offenheit: Drehsitz

Bewege aus der Taube dein rechtes Bein nach vorne und stelle den rechten Fuß außen an den linken Oberschenkelseite am Boden auf. Richte den Oberkörper lang auf, bevor du ihn mit einer Ausatmung nach rechts drehst und die rechte Hand hinter dir auf die Matte oder einen Block setzt, dabei legst du den linken Arm locker um das aufgestellte Bein (Phase a).

Wenn es gut möglich ist, legst du den linken Ellenbogen außen gegen den rechten Oberschenkel und legst deine Handflächen aufeinander (Phase b). Finde mit jeder Einatmung mehr Aufrichtung, mit jeder Ausatmung schmiegst du dich in den Twist. Bleibe einige Atemzüge lang und drehe den Rumpf einmal ausgleichend nach links, bevor du zur Mitte zurückkommst. Von hier gehst du direkt weiter zu Übung 9.

Einfachere Alternative: Bleibe in Phase a, zusätzlich kannst du das linke Bein nach vorn ausgestreckt lassen und den rechten Fuß an seine Innenseite stellen.

9. Simhasana in Agnistambhasana: Löwe in der doppelten Taube

Nina-Heitmann: Praxis Vertrauen und Offenheit: Löwe in der doppelten Taube

Aus dem Drehsitz legst du den linken Unterschenkel parallel zur vorderen Mattenkante und stapelst den rechten Unterschenkel darauf, das rechte Fußgelenk liegt dabei nach Möglichkeit auf dem linken Knie. (Bei Schmerzen im Knie unbedingt die einfachere Alternative wählen!) Setze die Fingerspitzen außen vor den Knien auf die Matte und atme so tief ein, wie du kannst. Halte die Luft einen Moment an. Dann öffne den Mund weit, strecke die Zunge heraus und brülle mit der Ausatmung wie ein Löwe. Für die kommenden beiden Übungen bleibst du in dieser Sitzhaltung.

Einfachere Alternative: Sitze erhöht auf einem Kissen und / oder lege nur die Füße statt der Unterschenkel übereinander.

10. Uddiyana Bandha in Agnistambhasana: Zwerchfellverschluss in der doppelten Taube

Nina-Heitmann: Praxis Vertrauen und Offenheit: Zwerchfellverschluss in der doppelten Taube

Bleibe nach deinem Löwenschrei ausgeatmet und aktiviere Uddiyana Bandha, indem du die Bauchdecke locker lässt und sie dann unter die Rippen ziehst. Halte Uddiyana Bandha, solange es mühelos geht. Dann entspannst du die Bauchdecke und atmest wieder tief ein. (Während der Schwangerschaft, bei Bluthochdruck oder Entzündungen und Operationsnarben im Bauchraum, praktiziere die Atemverhaltung nach der Löwenatmung ohne Uddiyana Bandha.)

11. Agnistambhasana: Vorwärtsbeuge in der doppelten Taube

Nina-Heitmann: Praxis Vertrauen und Offenheit: Vorwärtsbeuge in der doppelten Taube

Nachdem du Uddiyana Bandha gelöst und eingeatmet hast, lässt du dich mit der nächsten Ausatmung in eine Vorwärtsbeuge sinken. Komm dabei ruhig etwas aus deiner Komfortzone, aber geh nicht über deine Grenze hinaus, sondern bleibe weiter in der Qualität von Vertrauen und Offenheit. Entspanne dich mit jedem Atemzug ein wenig mehr. Wenn es genug ist, richtest du dich behutsam wieder auf. Löse die Beine und strecke sie zum Ausgleich aus.

Wiederhole 6–11 jetzt mit dem rechten Fuß vorne.

12. Upavishtha Konasana: Vorwärtsbeuge aus dem gegrätschten Sitz

Nina-Heitmann: Praxis Vertrauen und Offenheit:Vorwärtsbeuge aus dem gegrätschten Sitz

Bringe die Beine in eine weite Grätsche und erde bewusst deine Sitzknochen und Beinrückseiten. Setze die Fingerspitzen vor dir auf die Matte und richte die Wirbelsäule gerade auf. Atme tief ein und wandere ausatmend mit den Händen nach vorne (Phase a). Wenn möglich, legst du die Ellenbogen am Boden ab und legst die Hände in Anjali Mudra an die Stirn. Erlaube dir, Vertrauen und Offenheit tief zu verinnerlichen. Bleib einige Atemzüge lang, bevor du dich behutsam wieder aus der Haltung löst.

Einfachere Alternative: Sitze erhöht auf einem Kissen, stütze deine Kniekehle mit einer gefalteten Decke und bleibe in Phase a.

13. Shavasana: Abschlussentspannung

Beende die Praxis in einer bequem eingerichteten Rückenlage mit Shavasana. Entspanne dich mindestens 5 Minuten lang. Dann kommst du behutsam wieder zum Sitzen und wiederholst die Atemmeditation vom Anfang. Lade dich dabei bewusst für dein eigenes Wohlempfinden ganz mit Vertrauen und Offenheit auf – und damit zum Wohle aller.


Aktion Kleine Helden Nina Heitmann

Nina Heitmann unterrichtet seit beinahe 20 Jahren in Berlin und international Yoga, Pranayama und Meditation. Ihre Schüler*innen lieben sie für ihre unvergleichliche Mischung aus Charisma, Hinwendung und Lebensklugheit. Was Yogi*nis nicht unbedingt wissen: Als Nina MC war sie in jungen Jahren ein Star der deutschen der Rap- und Hiphop-Szene. Wenn du mehr über Nina Heitmann wissen willst, besuche ihre Website oder Instagram-Account.


Nina Heitmann war auch schon Gast in unserem Podcast, hier kommst du direkt zur Folge mit ihr:

#115 Praxischeck Pranayama Teil 2: Hebe deine Atempraxis auf ein neues Level – mit Ann-Sophie Briest

Expertenwissen zu speziellen Pranayama-Techniken und deren Anwendung in Asanas und Alltag

In dieser Folge „YogaWorld Podcast“ setzen wir den Praxischeck Pranayama fort und vertiefen das Thema der yogischen Atemarbeit. Gastgeberin Susanne Mors und die erfahrene Ärztin und Yogalehrerin Ann-Sophie Briest führen durch diese spannende Fortsetzung, in der sie sowohl grundlegende als auch fortgeschrittene Techniken besprechen. Dabei steht nicht nur die Theorie im Vordergrund, sondern vor allem praktische Tipps und Anleitungen für eine sichere und effektive Praxis.

Ann-Sophie teilt ihr fundiertes Wissen über verschiedene Pranayama-Techniken, darunter Wechselatmung (Nadi Shodhana), Ujjayi und Brahmari, oder spezielle Anwendungen von Kumbhaka, der Atempause, die die Atemarbeit intensiviert. Sie erklärt, wie man durch den gezielten Einsatz dieser Techniken gesundheitliche Aspekte, wie beispielsweise die Atemkapazität, verbessern und eine tiefere meditative Praxis fördern kann. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Vermeidung häufiger Fehler und wie man diese durch bewusste Korrekturen vermeidet.

Außerdem richten die beiden Frauen den Blick auf Mudras und Bandhas, spezielle Hand- und Körperhaltungen sowie energetische Verschlüsse, die die Wirkung der Atemübungen verstärken und Energien im Körper lenken. Hier findest du wertvolle Hinweise, wie diese Techniken konkret angewendet werden können, um körperliche und geistige Blockaden zu lösen und die Lebensenergie (Prana) besser fließen zu lassen.

Zusätzlich erfährst du, wie Pranayama-Techniken in Asanas integriert werden können, um die Wirkung der Körperhaltungen zu vertiefen und eine ganzheitliche Yogapraxis zu fördern. Ann-Sophie gibt einige Tipps, wie du Pranayama gezielt im Alltag nutzen kannst, um zum Beispiel bei Lampenfieber die Ruhe zu bewahren oder bei Erschöpfung neue Energie zu tanken. Diese Folge bietet somit nicht nur eine Vertiefung des Wissens aus Teil 1, sondern erweitert auch die Möglichkeiten, Pranayama in verschiedenen Lebenslagen anzuwenden.

Lass dich inspirieren, deine Atempraxis auf ein neues Level zu heben!

Die Kraft der veganen Ernährung: LiveFresh Foodkur für dein Wohlfühlgewicht

LiveFresh Foodkur für dein Wohlfühlgewicht

In einer Welt, die sich zunehmend der Bedeutung einer gesunden Lebensweise bewusst wird, gewinnt die vegane Ernährung immer mehr an Relevanz. LiveFresh hat sich darauf spezialisiert, Menschen dabei zu unterstützen, ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu fördern. Die neue vegane Foodkur verspricht nicht nur Gewichtsverlust, sondern auch eine nachhaltige Steigerung des Wohlbefindens. Erfahre, wie du dein Wohlfühlgewicht erreichen kannst. //anzeige

Warum vegan?

Eine vegane Ernährung, die auf pflanzlichen Lebensmitteln basiert, bietet zahlreiche Vorteile, die sowohl ethischer als auch gesundheitlicher Natur sind. Ethisch betrachtet bedeutet eine vegane Lebensweise, Tiere und ihre Lebensräume zu respektieren und zu schützen. Dies reduziert das Leid und die Ausbeutung von Tieren in der Lebensmittelindustrie.

Gesundheitlich gesehen ist eine vegane Ernährung reich an Nährstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien, die zu einer gesunden Lebensweise beitragen. Zudem fördert der hohe Ballaststoffgehalt pflanzlicher Lebensmittel die normale Funktion der Verdauung und trägt zur Gewichtskontrolle bei.

Auch ökologisch hat der Verzicht auf Fleisch, Fisch und andere tierische Erzeugnisse Vorteile, da du so einen geringeren CO2-Fußabdruck hinterlässt und weniger natürliche Ressourcen wie Wasser und Land verbrauchst.

Was ist die LiveFresh Foodkur?

LiveFresh Foodkur für dein Wohlfühlgewicht

Die LiveFresh Foodkur ist ein speziell entwickeltes Programm, das auf den Prinzipien der veganen Ernährung basiert und auf wissenschaftlicher Basis entwickelt wurde. Die Kur umfasst eine Reihe von ausgewogenen veganen Bowls, leckeres Low-Carb Porridge, gesunde Snacks, High-Protein Shakes sowie kaltgepresste Säfte. Alles sorgfältig zusammengestellt, um deinen Körper mit allen notwendigen Nährstoffen zu versorgen.

Bereits vor der Foodkur wirst du optimal auf die kommende Ernährungsumstellung vorbereitet. Während und nach der Kur erhältst du ganzheitliche Tipps für mehr Bewegung im Alltag sowie leckere und gesunde Rezept-Ideen. So lässt sich die Kur einfach in deinen persönlichen Alltag integrieren und du kannst langfristig dein Wohlfühlgewicht erreichen.

Die Vorteile der veganen LiveFresh Foodkur:

  • Wissenschaftlich fundiert: Die LiveFresh Foodkur wurde von der promovierten Ernährungswissenschaftlerin Dr. Ulrike Fischer entwickelt und basiert auf den neuesten wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen. Die Kur entspricht damit der deutschen Diätverordnung und garantiert somit eine sichere und vor allem effektive Gewichtsreduktion.
  • Bequem und zeitsparend: Die Kur ist darauf ausgelegt, dir den Alltag zu erleichtern. Alle Mahlzeiten sind in wenigen Minuten fertig zubereitet – ohne dabei auf Geschmack oder Nährstoffe verzichten zu müssen. Du sparst Zeit bei der Planung und Zubereitung und kannst dich voll und ganz auf dein Wohlbefinden konzentrieren.
  • Lecker und abwechslungsreich: Die LiveFresh Foodkur bietet eine breite Palette an schmackhaften Mahlzeiten. Mit verschiedenen Porridges, Trinkmahlzeiten, Snacks und Abendgerichten wird jeder Tag zu einem kulinarischen Erlebnis, das nie langweilig wird.
  • Effektives Kaloriendefizit: Durch die speziell zusammengestellten, kalorienarmen Mahlzeiten erreichst du ein tägliches Kaloriendefizit von bis zu 800 kcal. Dies fördert eine gesunde und nachhaltige Gewichtsabnahme ohne Hungergefühl.
  • Rundum-sorglos-Paket: Mit der LiveFresh Foodkur erhältst du ein Komplettpaket, das alle notwendigen Mahlzeiten und Snacks beinhaltet. Du wirst durch die gesamte Kur geführt und begleitet, sodass du dich um nichts kümmern musst.

Starte in eine dauerhaft gesunde Lebensweise

Die LiveFresh Foodkur ist so konzipiert, dass sie einfach in den Alltag integriert werden kann. Ein typischer Tag könnte wie folgt aussehen:

LiveFresh Foodkur für dein Wohlfühlgewicht
  • 8:00 Uhr – Frühstück: Starte den Tag mit einem Low-Carb High-Protein Porridge und Zitronenwasser. Der Porridge ist in den Geschmacksrichtungen Apfel-Zimt, Schoko oder Waldfrucht erhältlich und sorgt für einen energiereichen Start in den Tag.
  • 12:00 Uhr – Mittagessen: Genieße eine leckere Trinkmahlzeit, einen Snack und eine Vitaminkapsel mit hohem Proteingehalt. Die Trinkmahlzeit gibt es in den Sorten Schoko, Vanille oder Waldfrucht und versorgt dich mit allen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen.
  • 15:00 Uhr – Snack: Ein Bio Knabbersnack wie Veggie Mix oder Tamari Soja hilft, kleine Tiefs oder Hungerattacken zu überbrücken und liefert dir zusätzliche Energie.
  • 18:00 Uhr – Abendessen: Eine vollwertige Low-Carb High-Protein Mahlzeit und ein Sunshine Berry Shot bilden den Abschluss des Tages. Die Mahlzeiten sind schnell und einfach in maximal neun Minuten zubereitet und bieten dir jeden Abend eine neue, leckere Variante.

Möchtest du mittags lieber mehr essen? Kein Problem! Bereite die vegane Bowl schon zum Mittagessen zu und genieße die High-Protein Trinkmahlzeit abends. Gestalte deine Abnehmreise flexibel und passe sie deinen persönlichen Bedürfnissen und deinem Alltag an.

Mehr Info: livefresh.de


Dr. Ronald Steiner: Alignment Cues für Salamba Sarvangasana

Ein Klassiker: der Schulterstand. Als Umkehrhaltung führt er uns in ein energetisch-meditatives Erleben. Allerdings birgt die Asana auch potenzielle Verletzungsgefahren. Daher sind eine gründliche Nackenvorbereitung und präzises Alignment während der Übung entscheidend.

Text: Dr. Ronald Steiner / Fotos: Richard Pilnick

Wirkung von Salamba Sarvangasana

In der Umkehrhaltung wird der Körper neu ausgerichtet, das stabilisiert die Wirbelsäule, kräftigt die Atemmuskulatur und verbessert den Blutrückstrom aus den Beinen zum Herzen. Letzteres ist bei Flüssigkeitsstau in den Beinen hilfreich und trainiert das Herz-Kreislaufsystem. BKS Iyengar schreibt der Übung außerdem die Verbesserung des Blutflusses zum Gehirn zu, was zu mentaler Klarheit und einer Steigerung der Merkfähigkeit führen soll. Traditionelle Hatha-Yogis sahen bei der Übung sogar einen Anti-Aging-Effekt.

So geht’s:

Dr. Ronald Steiner: Alignment Cues für Salamba Sarvangasana

Step 1: Hebe aus der Rückenlage mit einer Einatmung deine Beine und strecke sie senkrecht nach oben.

Step 2: Wenn die Senkrechte erreicht ist, kippst du die Beine etwas nach hinten und rollst den Rücken vom Boden weg.

Step 3: Stütze den Rumpf mit den Händen. Deine kleinen Finger sollten sich dabei berühren und entlang der Wirbelsäule nach oben weisen. Deine Füße sind gepointet. Die Fußrücken setzen also die nach oben strebende Gerade aus den Beinen fort.

Alignment Cues

Schulterblätter aktiv: Der Schulterstand ist kein Nackenstand. Um deine Halswirbelsäule zu schützen, ist es wichtig, dass du auf Schulterblättern und Hinterkopf stehst und zwischen den Schulterblättern etwas Abstand zum Boden hältst. Der Hinterkopf liegt auf, die Halswirbelsäule bleibt aber ebenfalls in der Luft. Das erreichst du, indem du die Schulterblätter aktiv nach hinten schiebst und den Hinterkopf bewusst gegen den Boden drückst.

Becken weit: Achte darauf, deine Iliosakralgelenke nicht zu verengen. Halte daher bewusst die Sitzbeinhöcker weit und strecke das Kreuzbein zwischen den Beckenhälften nach oben.

Rumpf aufspannen: Baue bewusst eine Spannung zwischen der Vorderseite des Beckens und dem Herzraum auf. Kreiere einen weiteren Spannungsbogen zwischen Kreuzbein und Hinterkopf. Ziehe einatmend vom Schambein und ausatmend von den Rippenbögen jeweils Richtung Bauchnabel. So entsteht Stabilität im Rumpf und deine Wirbelsäule erfährt Länge.

Spannung bis in die Füße: Leite deine Körperspannung bis in die Füße. Das gibt deinem gesamten Körper Stabilität und hilft dir, die Balance über deinen Schulterblättern zu finden.

Risiken

Der Schulterstand kann bei nicht ganz optimaler Ausführung und Vorbereitung zu viel Gewicht auf die Halswirbelsäule bringen. Das kann die filigranen Facettengelenke, die aus der Halswirbelsäule hervortretenden, Nerven und sogar das Rückenmark quetschen und schädigen. Umkehrhaltungen werden auch mit erhöhtem Glaukom-Risiko in Verbindung gebracht und können bei erhöhtem Blutdruck, bei vorheriger Schädigung der Blutgefäße im Gehirn und bei Einnahme von Blutverdünnern Hirnblutungen verursachen. Der erhöhte Rückstrom von Flüssigkeit aus den Beinen zum Herzen trainiert das Herz, kann es aber bei bestehender Herzinsuffizienz auch überfordern.

Vorsichtsmaßnahmen:

  • Kläre mögliche Vorschädigungen am Herzen, an den Augen und Hirn-Gefäßen mit einem Arzt oder einer Ärztin ab.
  • Bleibe im Schulterstand nur einige Atemzüge lang – nicht mehrere Minuten.
  • Kräftige Hals, Nacken und Schulterregion mit gezielten Übungen.
  • Achte dann auf gutes Alignment.

Alternative Form von Salamba Sarvangasana

Dr. Ronald Steiner: Alignment Cues für Salamba Sarvangasana - Alternative

Wenn du die wohltuende, regenerierende Wirkung der Umkehrhaltung genießen möchtest, aber kein Risiko eingehen kannst oder willst, lässt du das Becken am Boden (oder leicht erhöht auf Kissen oder Bolster) und streckst nur die Beine senkrecht nach oben.


DR. RONALD STEINER ist Arzt, Wissenschaftler und Sportmediziner sowie einer der bekanntesten Praktiker des Ashtanga Yoga. Mehr zu Ronald Steiner und Salamba Sarvangasana findest du auf ashtangayoga.info.


Auch im „YogaWorld Podcast“ war Dr. Ronald Steiner bereits mehrmals zu Gast. Wie z.B. in dem spannenden Zweiteiler über Yogatherapie:

Pancha Mahabhuta: So verbindest du dich mit den 5 Elementen

Pancha Mahabhuta, die 5 Elemente im Yoga

In der indischen Kultur und besonders im Ayurveda spricht man von fünf
Elementen, den Pancha Mahabhutas. Sie sind in allen Erscheinungen enthalten – auch in uns selbst. Besonders beim Outdoor-Yoga bietet sich die Gelegenheit, mit diesen 5 Elementen in Verbindung zu treten.

Text: Stephanie Schauenburg, Titelbild: Philippe Degroote via Canva

Das Element Erde (Prithivi)

Pancha Mahabhuta 5 Elemente und Yoga
Element Erde: Hier geht es um Stabilität und die Kraft der unteren Körperhälfte.

Barfuß über den Waldboden gehen, die Zehen tief in den heißen Sand graben, rücklings in einer Wiese liegen oder sich mit Händen und Füßen am Kletterfelsen emporhangeln – im Sommer spüren wir die Erde so deutlich wie sonst selten. Sie schenkt uns Nahrung, Struktur und Halt. Unser physischer Körper mit all seinen Knochen, Muskeln und Organen ist aus diesem Element, aus irdischer Materie geformt. Ihm verdanken wir die Möglichkeit zu wachsen, Kraft und Selbstvertrauen zu entfalten. Nicht umsonst sprechen wir in der Asana-Praxis so häufig davon, uns zu „erden“: Die Erde trägt uns dank der Schwerkraft in jeder Körperhaltung und jeder Lebenslage. Daher assoziiert man im Yoga vor allem Stehhaltungen mit dem Element Erde: Hier geht es um Stabilität und die Kraft der unteren Körperhälfte.

Anregung: Erforsche in einfachen Stehhaltungen wie Tadasana (Berg) und Vrikshasana (Baum) deine Verbindung zur Erde. Stelle dir vor, wie aus deinen Füßen Wurzeln wachsen, durch die mit jeder Einatmung die nährende Kraft der Erde in deinen Körper aufsteigt, während du dich ausatmend ihrem Halt immer tiefer anvertraust.

Das Element Wasser (Apas oder Jala)

Pancha Mahabhuta 5 Elemente und Yoga
Wasser steht für für Kreativität und Selbstausdruck.

Mit einem großen Platsch mitten hinein ins kühle Nass, schwimmen, planschen, viel trinken und auch mit den Augen ins große Blau eintauchen und stundenlang aufs Meer, den See oder Fluss schauen: Im Sommer zieht uns das Wasser fast magisch an. Die fließende Qualität dieses Elements, seine Geschmeidigkeit und Anpassungsfähigkeit lehren uns Akzeptanz und Mitgefühl. Auch in unserem Körper erfahren wir dieses Fließen, denn wir bestehen zu ca. 60-65 Prozent aus Wasser. Zudem hat Wasser eine dynamische Kraft, die den härtesten Stein zu formen vermag. Deswegen steht dieses Element auch für Kreativität und Selbstausdruck. Die dem Wasser zugeordnete Qualität der akzeptierenden Hingabe üben wir im Yoga bei Vorwärtsbeugen und Übungen, die die Hüften mobilisieren.

Anregung: Nimm Verbindung zu deiner eigenen Wassernatur auf, indem du dich sachte schüttelst, drehst oder auch wild hüpfst und tanzt. Stelle dir vor, dass diese Bewegungen die Flüssigkeiten in deinem Körper aufwühlen wie Wasser, das man in einer Flasche schüttelt. Danach stehst du still und beobachtest, wie die Bewegtheit sich ganz allmählich wieder legt.

Das Element Feuer (Tejas)

Pancha Mahabhuta 5 Elemente und Yoga
Wenn die Sonne abends glutrot untergeht, erleben wir das Feuerelement, seine Intensität und transformierende Kraft.

Man muss nicht unbedingt ein Lagerfeuer entfachen, um im Sommer dem Element Feuer nahe zu sein: Schon wenn morgens die Sonne aufgeht, wenn sie uns auf der Haut brennt und zum Schwitzen bringt, um dann abends glutrot unterzugehen, erleben wir das Feuerelement, seine Intensität und transformierende Kraft. Fast alle alten Kulturen haben die Sonne als Lebensspenderin verehrt, ihr Licht symbolisiert Intelligenz und Erkenntnis, zugleich steht ihr Feuer für Aktivität und Emotion. Auf körperlicher Ebene ist dem Feuerelement das Nervensystem zugeordnet. Weil auch das in der Körpermitte angesiedelte, sonnengelb dargestellte Manipura-Chakra zum Element Feuer gehört, stehen im Yoga all jene Asanas unter seinem Zeichen, die Kraft und Halt aus dem Bauch erfordern, ganz besonders fordernde Armbalancen.

Anregung: Die indischen Yogis haben eine wunderbare Form gefunden, um sich mit der Sonne zu verbinden: Surya Namaskar, den Sonnengruß. Am berührendsten ist es, ihn im Freien und mit Blick auf die auf- oder untergehende Sonne zu üben und dabei wahrzunehmen, wie sich der eigene Körper aufwärmt und sein Feuer entfacht.

Das Element Luft (Vayu)

Pancha Mahabhuta 5 Elemente und Yoga
Luft steht nicht nur für Klarheit, Frische und Leichtigkeit, sondern vor allem auch für Dynamik.

Vor die Tür treten und tief durchatmen, die Nase in den Wind halten oder am ganzen Körper spüren, wie eine sanfte Brise ihn umschmeichelt: Das Luft-Element ist sofort präsent, wenn man rausgeht „an die frische Luft“. Im Sanskrit-Wort zeigt sich, dass Yoga und Ayurveda dieses Element vor allem als Bewegung begreifen: Vayu bedeutet Wind. Entsprechend steht die Luft in dieser Tradition nicht nur für Klarheit, Frische und Leichtigkeit, sondern vor allem auch für Dynamik. Der rhythmische Wechsel von Expansion und Kontraktion in Atem und Herzschlag, aber auch der Tastsinn, die geistige Bewegung der Vrittis und die Intuition sind diesem Element zugeordnet. In der Yoga-Praxis ist die Bewegtheit von Vayu fast allgegenwärtig, besonders aber in herzöffnenden Rückbeugen, Umkehr- und Gleichgewichtshaltungen – und natürlich beim Pranayama, den yogischen Atemübungen.

Anregung: Mit dieser Atemübung im Freien machst du dir bewusst, wie sehr du über den Atem in jedem Moment mit der Welt verbunden bist. Dazu richtest du die Wirbelsäule auf und stimmst dich eine Weile auf deinen Atem ein. Dann beginne damit, dir den Atem als eine Art Tanz mit deiner Umgebung vorzustellen: Wenn du ausatmest, atmet der Raum um dich herum ein. Wenn du einatmest, atmet er aus.

Das Element Äther (Akasha)

Pancha Mahabhuta 5 Elemente und Yoga
Im Element Äther begegnen sich Leere und Klang, Helligkeit und Bewusstsein.

Das fünfte Element ist das subtilste. Am besten verstehen wir es vielleicht, wenn wir an einem schönen Tag in einen hohen, weiten Himmel hinein lauschen. Denn in Akasha, dem Äther oder Raum, begegnen sich nach indischer Vorstellung Leere und Klang, Helligkeit und Bewusstsein. Gleichzeitig steht dieses Element aber auch für das Prinzip von Verbundenheit, denn der Raum umschließt alle anderen Elemente. Erst in ihm können sie sich überhaupt manifestieren, also im wahrsten Sinn des Wortes „in Erscheinung treten“.

Anregung: Da das Äther-Element dem Klang und dem Hörsinn zugeordnet ist, liegt es nahe, sich ihm mit einem Mantra anzunähern. Mit dem Klang „OM“ im leeren Raum begann nach hinduistischer Vorstellung das Universum. Chante ihn mit geschlossenen Augen und lausche in deinen Körper hinein: Meistens kann man die Schwingung, die er erzeugt, gut wahrnehmen. Beim Chanten im Freien können wir uns dabei besonders schön bewusst machen, dass der Klang nicht nur in uns selbst schwingt, sondern auch durch den Raum ringsum. Ein modernes Mantra, das die umfassende und verbindende Qualität von Akasha wunderschön in Worte fasst, stammt von Luis Zett: „Im Samen der Baum. Der Baum im Raum. Der Raum in der Unendlichkeit. Unendlichkeit im Samen.“


#114 Praxischeck Pranayama Teil 1: Tiefe Einblicke und häufige Fehler – mit Ann-Sophie Briest

Ein noch so kleiner Impuls kann ein echter Gamechanger für deine Praxis sein

In dieser Folge des „YogaWorld Podcast“ tauchen wir tief in die Welt des Pranayama ein. Diese yogische Atemarbeit bietet sowohl Anfängern als auch erfahrenen Yogis eine wahre Schatzkammer an Möglichkeiten. Gastgeberin Susanne Mors schätzt Pranayama als einen wichtigen Teil ihrer eigenen Yogapraxis und freut sich besonders auf ihre Gästin, die Ärztin und Yogalehrerin Ann-Sophie Briest, weil diese ihre Fragen nicht nur aus der Perspektive einer Yogi*ni beantwortet, sondern ihre Antworten zusätzlich mit fundiertem medizinischen Wissen untermauert.

Gemeinsam beleuchten Susanne und Ann-Sophie die größten Do’s und Don’ts des Pranayama und liefern wertvolle Einblicke und praktische Tipps für deine eigene Atempraxis. Ann-Sophie erklärt die physischen, geistigen und energetischen Wirkungen des Pranayama und betont die Wichtigkeit einer regelmäßigen Praxis, um die vollen Vorteile zu erfahren. Sie beschreibt auch, worauf es bei der richtigen Sitzhaltung ankommt.

Außerdem erläutert Ann-Sophie die Rolle von Kumbhaka, der Atempause im Pranayama, und wie sie gezielt eingesetzt werden kann, um die Praxis zu vertiefen. Zudem sprechen die beiden Frauen über Mudras und Bandhas – spezielle Hand- und Körperhaltungen sowie energetische Verschlüsse, die die Wirkung der Atemübungen verstärken können. Du erhältst wertvolle Informationen zur Bedeutung und Anwendung dieser Techniken.

Im „Praxischeck Pranayama“ werden einzelne klassische Pranayama-Techniken näher beleuchtet und die häufigsten Fehler geteilt, die Menschen beim Pranayama machen, sowie Tipps, wie du diese vermeiden kannst, um deine Praxis sicher und effektiv zu gestalten. Der erste Teil dieser Doppelfolge endet mit Kapalabhati, der Schnellatmung. Im zweiten Teil geht es dann weiter mit der Wechselatmung.

Freue dich auf ein inspirierendes und lehrreiches Gespräch voller praktischer Tipps und wertvoller Impulse.

„Meine Botschaft ist Einigkeit“ – Interview mit Sam Garrett

Sam Garrett im Interview

Er trommelt, surft, fährt Skateboard, praktiziert Yoga und spricht viel über Spiritualität. Fast könnte man vergessen, wie erfolgreich Sam Garrett als Singer-Songwriter ist. Dass er sich bewusst allen Schubladen entzieht, wurde auch beim Interview nach seinem Tour-Stop in Berlin schnell klar. Dabei erzählte er von seinem spirituellen Lehrer Mooji, der Bedeutung der Rastafari-Kultur – und seiner Liebe zu einem ganz bestimmten Hörbuch.

Text: Lea Dlugosch / Fotos: Aiste Amari Jucyte-Urvake / Healingfestival CZ

Du bist aktuell auf Tour. Trotzdem strahlst du eine große Ruhe aus. Was erdet dich?

Es gibt da keinen wirklichen Trick. Oftmals denken wir, wenn wir etwas Bestimmtes tun, erhalten wir als Nebenprodukt innere Ruhe: zum Beispiel mit Yoga oder Meditation. Aber innerer Frieden ist tatsächlich unsere Natur. Gute Gewohnheiten sind schön, aber es geht darum, wer wir sind: Es ist unser natürlicher Zustand, glücklich und entspannt zu sein, wenn uns der eigene Geist nicht in die Quere kommt. 

Es geht also um die richtige Geisteshaltung?

Es ist weniger die Geisteshaltung: die kann negativ oder positiv sein. Es geht darüber hinaus. Es geht um den Seinszustand. Der Seinszustand kommt immer vor den Gedanken. Das Sein kommt vor dem Denken. Gedanken können sehr laut sein.

Das klingt sehr nach Yoga …

Ich liebe Yoga genauso wie Skateboarding, Surfen oder Trommeln und Singen. Es gibt so viele Dinge, die ich liebend gerne praktiziere, aber keines davon ist essentiell wichtig für diesen inneren Zustand. Ob gerade viel los ist im Leben oder ob innere Ruhe herrscht, ist irrelevant. Je länger ich auf dieser Reise namens Leben unterwegs bin, desto mehr erkenne ich das.

Wie empfindest du es, Musik zu machen, die Menschen auf dem Yogaweg ganz besonders zu erreichen scheint? 

Meine Musik reflektiert meine Wahrheit. Ich kann kein Lied singen, das nicht mein wahres Selbst oder meine Situation reflektiert. Ich mache Musik daher nicht für eine besondere Gruppe, auch nicht nur für spirituelle Menschen, sondern für alle. Spirituell zu sein, ist ein Stempel, der häufig mit der passenden Kleidung, den richtigen Freunden und einem bestimmten Lifestyle definiert wird. Es geht aber um etwas, das tiefer reicht als diese Definition von Identität.

Sam Garrett Interview

Das bedeutet in deinem Fall auch, Genre-Grenzen zu überschreiten. Du hast unter anderem früher in einer Punk-Rock Band gespielt, richtig?

Ich hatte nie das Gefühl, dass meine Musik einer Richtung entspricht. Ich bin von so vielen verschiedenen Genres beeinflusst. Vieles, was in der Welt passiert, inspiriert mich. Meine Botschaft ist vor allem „Unity“ (Einigkeit). Wir müssen lernen, unsere Unterschiede zu respektieren. 

Du bist schon sehr früh in einen Ashram gegangen, hast dich schon als Teenager mit Achtsamkeit beschäftigt. Wie kam das?

Als ich sieben oder acht war, hatte ich einen wiederkehrenden Traum: Jede Nacht beim Einschlafen wurde mir meine Grenzenlosigkeit bewusst: Ich löste mich von meinem Körper und meinem Geist und spürte meine eigene Unendlichkeit. Ich identifizierte mich nicht mehr mit meiner körperlichen Anwesenheit, sondern erlebte pure Freiheit, Glückseligkeit und inneren Frieden. Dann kam ich plötzlich wieder zurück in meinen Körper und mein Zimmer und alles war wie vorher. Natürlich haben mich, wie jeden Teenager, auch Videospiele interessiert und ich habe Alkohol und andere Dinge ausprobiert. Aber diese nächtliche Erfahrung ist geblieben und hat mich immer wieder angestupst – als ob da noch mehr wäre.

Was passierte dann?

Als ich etwa 16 war, hatte mein Vater ein spirituelles Erwachen, was auch auf mich großen Einfluss nahm. Davor war er ein anderer Typ Mensch, aber als er Eckhart Tolles Buch „Die Kraft der Gegenwart“ entdeckte, passierte ein Wandel. Ich habe es mir dann als Hörbuch mit Kopfhörern angehört, während ich durch die Natur geradelt bin. Das hat etwas in mir verändert. Mein Vater und ich sind uns dadurch sehr nahe gekommen. Wir begannen Yoga und Meditation zu praktizieren und uns bewusster zu ernähren. Es hat meine ganze Familie beeinflusst.

Du bist später nach London gezogen und hast dort Mooji kennengelernt, deinen spirituellen Lehrer bis heute. Wie kam es dazu?

Eigentlich sah ich Mooji zum ersten Mal nach einem Nahtoderlebnis auf einer Indienreise. Er erklärte in einem Youtube-Video: „Du hast keinen Anfang und kein Ende, du bist reines Bewusstsein. Du bist unendlich, deine Natur ist Frieden, Liebe und Harmonie.“ Ich kannte das aus meiner Erfahrung als Kind, aber ich spürte es nicht mehr, sobald ich zurück in meinen Körper gekommen war. 

Ich glaube nicht an Zufälle. Menschen kommen aus einem bestimmten Grund zu einer bestimmten Zeit in dein Leben. Als ich Babaji, wie ich Mooji nenne, kennenlernte, war es so, als ob ich ihn schon immer gekannt hätte. Ich verstand das nicht in meinem Kopf, aber ich fühlte etwas in meinem Herzen. Es gab eine tiefe Verbindung zwischen uns beiden, aber auch viel, das noch vor uns lag.

Ihr seid stetig in Kontakt?

Babaji zu treffen war für mich eine erneute Erinnerung daran, warum ich hier bin und wer ich wirklich bin. Ich lebe jetzt in seiner Nähe. Je länger ich mit ihm auf dieser Reise bin, desto mehr kommt eine innere Weisheit dazu, die schwer in Worte zu fassen ist. 

Versuch es doch mal …

Man kann manche Dinge hören, sich sogar in Anwesenheit eines Meisters befinden oder eines Erleuchteten, aber ihr Geist ist noch zu stark. Viele bleiben an der Oberfläche, sie können nicht tiefer eintauchen. Aber wenn der Apfel reif ist, fällt er einfach vom Baum. Und so ist es auch zwischen uns gewesen. 

Sam Garrett im Interview
Foto: Aiste Amari Jucyte-Urvake / Healingfestival CZ

In deinem neuen Album „Forward to Zion“ klingen Reggae-Töne an. Du widmest dich auch textlich der Rastafari-Kultur.  Hat sich dein Interesse in diese Richtung verlagert?

Nicht unbedingt. Egal, welche Kultur und Tradition wir uns ansehen, wir finden die gleiche Wahrheit, weil es nur eine Wahrheit gibt. Sie hat viele Namen und kann von vielen Menschen auf verschiedene Weisen ausgedrückt werden. Es ist leicht, sich mit dem jeweiligen äußeren Ausdruck zu identifizieren und das Darunterliegende zu übersehen. Aber eigentlich sind wir alle vereint und leben unter derselben Sonne, demselben Mond und denselben Sternen, egal in welcher Kultur. 

Wie bist du zu Rastafari gekommen?

Rastafari kam für mich zu einer Zeit, als ich sehr verloren und verwirrt war: Der Lockdown machte es unmöglich, sich frei zu bewegen. Ich habe damals eine Wahrheit, eine Richtung gesucht. Rastafari bedeutet Freiheit und Frieden. Damit gehen wir weder nach links noch rechts sondern direkt geradeaus. Auf der Suche nach Klarheit bin ich auf Haile Selassie gestoßen, der für Rastafari steht (siehe unten).

Was bedeutet Rastafari für dich persönlich?

Rastafari ist wichtig, weil wir in einer Zeit von Täuschung, Korruption, Lügen und Irreführung leben, die die Menschen verwirrt und verloren zurücklässt. Wir leben im babylonischen, kapitalistischen System, das einigen wenigen nützt, während der Rest Mühe hat, die Familie zu ernähren. Rastafari ist eine Rebellion gegen das koloniale System, das versklavt, verwirrt und eine Art Gefängnis erschafft, in dem wir leben. Das ist jetzt gerade unheimlich wichtig. 

Wie würdest du diese Rebellion beschreiben?

Es ist eine gewaltlose Revolution. Es ist mir wichtig, nicht wegzusehen. In der spirituellen Welt geht es häufig darum, sich zu ergeben und den Dingen ihren Lauf zu lassen. Wir brauchen dieses innere Loslassen auch, sich einer höheren Macht, einem Gott zu ergeben. Das bedeutet aber nicht, dass ich angesichts von Korruption und dem Hunger der Welt einfach wegsehen kann. Ich kann nicht meinen Kopf in den Sand stecken und so tun, als existiere das alles nicht. Wir müssen als Brüder und Schwestern zusammenkommen und unsere Macht nicht an die Politiker abgeben, sondern erkennen, dass wir die Macht in uns selbst tragen.

Sam Garrett

Der Singer-Songwriter Sam Garrett ist Engländer, aber seine Musik ist auf der ganzen Welt zuhause. Sein 2023 in Hawaii produziertes neues Album „Forward to Zion“ entstand unter dem Eindruck von Pandemie und Lockdown und in der Begegnung mit der Rastafari-Kultur und deren vielleicht dessen Figur, Haile Selassie (1892-1975), der zugleich der letzte Kaiser von Äthiopien war. Besonders ein Zitat von Selassie ist Sam wichtig: 

„Wir müssen (…) unsere kleinlichen Vorurteile und Urteile übereinander begraben um einander unsere Zugehörigkeit, unsere Hingabe, unsere Loyalität und letztendlich unsere Liebe zu schulden, nicht den Nationen, Konzernen oder Regierungen, die versuchen uns auseinandertreiben und zu erobern, sondern unseren Brüdern und Schwestern innerhalb der menschlichen Familie und Gemeinschaft.


Lea Dlugosh

Lea Dlugosch arbeitet als Kulturjournalistin in Berlin und unterrichtet dort in ihrem Studio Loni Yoga. Ihr besonderes Steckenpferd ist dabei Integrative Yogatherapie.


Lies auch unser Interview mit Mantra-Musikerin Simrit Kaur:

Yoga und Ernährung: Ein ganzheitlicher Weg zur inneren Balance

Yoga und Ernährung

In einer Welt, die von Hektik und Stress geprägt ist, suchen immer mehr Menschen nach Wegen, um innere Ruhe und Balance zu finden. Yoga und eine bewusste Ernährung sind dabei zwei wesentliche Säulen, die helfen können, Körper und Geist in Einklang zu bringen. In diesem Artikel erfährst du, wie die Kombination aus Yoga und einer ausgewogenen Ernährung deine Lebensqualität verbessern kann und welche Rolle dabei natürliche Hilfsmittel wie Cannabisöl spielen können.

Die Bedeutung von Yoga für Körper und Geist

Yoga ist mehr als nur eine Serie von Körperübungen. Es ist eine ganzheitliche Praxis, die darauf abzielt, das Gleichgewicht zwischen Körper, Geist und Seele herzustellen. Durch regelmäßiges Yoga können Stress und Anspannung reduziert, die Flexibilität und Stärke des Körpers verbessert und die geistige Klarheit gefördert werden. Atemübungen, Meditation und verschiedene Asanas (Körperhaltungen) tragen dazu bei, den Geist zu beruhigen und die Konzentration zu steigern.

Ernährungsprinzipien für eine bessere Yogapraxis

Eine ausgewogene Ernährung spielt eine entscheidende Rolle für eine effektive Yogapraxis. Lebensmittel, die reich an Nährstoffen sind, unterstützen den Körper bei der Regeneration und geben ihm die nötige Energie. Hier sind einige Ernährungsprinzipien, die du beachten solltest:

  • Frische und natürliche Lebensmittel: Bevorzuge frische, unverarbeitete Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Nüsse und Samen. Diese liefern wichtige Vitamine und Mineralstoffe, die deinen Körper stärken.
  • Ausreichend Flüssigkeit: Hydration ist essenziell. Trinke ausreichend Wasser und Kräutertees, um deinen Körper mit genügend Flüssigkeit zu versorgen.
  • Leichte und bekömmliche Mahlzeiten: Vermeide schwere und fettige Speisen, die den Körper belasten und müde machen. Leichte, pflanzenbasierte Mahlzeiten sind ideal, um dich während der Yogapraxis leicht und energiegeladen zu fühlen.
  • Probiotika und fermentierte Lebensmittel: Probiotische Lebensmittel wie Joghurt, Kefir, Sauerkraut und Kimchi können die Darmgesundheit fördern. Ein gesunder Darm ist essenziell für das allgemeine Wohlbefinden und kann auch die Yoga-Praxis unterstützen.
  • Vermeidung von Zucker und raffinierten Kohlenhydraten: Reduziere den Konsum von Zucker und stark verarbeiteten Lebensmitteln. Diese können zu Energieschwankungen führen und die geistige Klarheit beeinträchtigen.

Die Rolle von Cannabisöl in einer ganzheitlichen Lebensweise

Cannabisöl als natürliches Hilfsmittel kann eine wertvolle Ergänzung zu Yoga und einer ausgewogenen Ernährung sein. Das Öl, das aus der Hanfpflanze gewonnen wird, hat in den letzten Jahren viel Aufmerksamkeit erregt. Studien und Erfahrungsberichte deuten darauf hin, dass Cannabisöl vielseitige positive Effekte haben kann. Es wird häufig zur Linderung von Stress, Angstzuständen und Schmerzen eingesetzt und kann somit die Entspannungs- und Regenerationsphasen nach dem Yoga unterstützen.

Yoga und Ernährung: Praktische Tipps für den Alltag

Um die Vorteile von Yoga und einer bewussten Ernährung voll auszuschöpfen, ist es wichtig, diese Praktiken fest in deinen Alltag zu integrieren. Hier sind einige praktische Tipps, die dir dabei helfen können:

  • Morgenroutine: Beginne deinen Tag mit einer kurzen Yoga-Einheit und einem nährstoffreichen Frühstück. Dies gibt dir Energie und bringt deinen Geist in einen positiven Zustand. Ein Smoothie aus grünem Blattgemüse, Beeren und pflanzlichem Protein kann ein idealer Start in den Tag sein.
  • Planung und Vorbereitung: Plane deine Mahlzeiten im Voraus und bereite sie frisch zu. Dies hilft dir, gesunde Entscheidungen zu treffen und Versuchungen zu widerstehen. Ein Wochenplan mit gesunden Rezepten kann dabei sehr hilfreich sein.
  • Achtsamkeit üben: Sei achtsam, sowohl bei der Yoga-Praxis als auch beim Essen. Konzentriere dich auf deinen Atem und deine Bewegungen beim Yoga und genieße bewusst jeden Bissen deiner Mahlzeiten. Achtsames Essen fördert die Verdauung und kann helfen, Überessen zu vermeiden.

Hier findest du 12 weitere, schnelle Tipps für eine gesunde Ernährung.

Yoga-Übungen für mehr Balance und Energie

Bestimmte Yoga-Übungen sind besonders hilfreich, um innere Balance und Energie zu fördern. Der Baum (Vrikshasana) ist eine solche Übung, die dein Gleichgewicht verbessert und die Beine stärkt. Stelle dich dafür aufrecht hin, verlagere dein Gewicht auf ein Bein und lege den Fuß des anderen Beins an die Innenseite deines Oberschenkels. Finde deine Balance und strecke die Arme über den Kopf.

Eine weitere effektive Asana ist die Kobra (Bhujangasana), die die Wirbelsäule dehnt und die Brust öffnet. Lege dich dazu auf den Bauch, platziere die Hände unter den Schultern und hebe langsam den Oberkörper an, während du die Ellbogen nah am Körper hältst.

Schließlich ist die Brücke (Setu Bandhasana) eine Übung, die den Rücken und die Beine stärkt. Lege dich auf den Rücken, beuge deine Knie und lege deine Füße flach auf den Boden. Hebe Hebe das Becken so weit, bis dein Körper gerade ist. Diese Übungen können dir helfen, deine tägliche Yogapraxis zu bereichern und deine innere Balance und Energie zu steigern.

Nahrungsergänzungsmittel zur Unterstützung deiner Ernährung

Neben einer ausgewogenen Ernährung können auch Nahrungsergänzungsmittel eine sinnvolle Ergänzung sein, um sicherzustellen, dass du alle notwendigen Nährstoffe erhältst. Hier sind einige Ergänzungen, die besonders für Yogis von Vorteil sein können:

  • Omega-3-Fettsäuren: Omega-3-Fettsäuren sind wichtig für die Gehirnfunktion und können Entzündungen im Körper reduzieren. Sie sind in Fischöl oder Algenöl enthalten.
  • Vitamin D: Ein ausreichender Vitamin-D-Spiegel ist wichtig für das Immunsystem und die Knochengesundheit. Vor allem in den Wintermonaten kann eine Ergänzung sinnvoll sein.
  • Magnesium: Magnesium unterstützt die Muskelentspannung und kann Muskelkrämpfen vorbeugen. Es ist in grünem Blattgemüse, Nüssen und Samen enthalten, kann aber auch als Ergänzung eingenommen werden.

Fazit

Yoga und eine ausgewogene Ernährung sind zwei kraftvolle Werkzeuge, um Körper und Geist in Einklang zu bringen. Die Integration dieser Praktiken in deinen Alltag kann dir helfen, mehr innere Ruhe und Balance zu finden. Yoga unterstützt dich dabei, Stress abzubauen, deine Flexibilität und Stärke zu verbessern und geistige Klarheit zu fördern. Eine bewusste Ernährung, reich an frischen und natürlichen Lebensmitteln, ausreichend Flüssigkeit und leicht verdaulichen Mahlzeiten, liefert deinem Körper die nötige Energie und fördert deine Gesundheit.

Zusätzlich können natürliche Hilfsmittel wie Cannabisöl, das bei der Linderung von Stress, Angstzuständen und Schmerzen helfen kann, deine Entspannungs- und Regenerationsphasen nach dem Yoga unterstützen. Achte darauf, deine Ernährung durch Probiotika und Nahrungsergänzungsmittel wie Omega-3-Fettsäuren, Vitamin D und Magnesium zu ergänzen, um sicherzustellen, dass dein Körper alle notwendigen Nährstoffe erhält.

Durch die tägliche Praxis von Yoga-Übungen wie dem Baum, der Kobra und der Brücke kannst du deine innere Balance und Energie steigern. Plane deine Mahlzeiten im Voraus, übe Achtsamkeit beim Essen und Yoga und beginne deinen Tag mit einer nährstoffreichen Morgenroutine.


Titelbild von Jannis Brandt auf Unsplash