Wurzelverschluss – Mula Bandha

    Mula Bandha
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    Mula = Wurzel; Bandha = Verschluss

    Hinweis: Alle Bandhas wie der Wurzelverschluss dienen der intensiven Energielenkung. Sie sollten unter Aufsicht eines Lehrers erlernt und mit Vorsicht und Behutsamkeit eingesetzt werden. Ist der Wurzelverschluss allerdings einmal erlernt, kommt er in den meisten Standpositionen und insbesondere auch bei Balancen wie dem Handstand oder dem Kranich zum Einsatz.

    Schritt für Schritt in den Wurzelverschluss

    1. Am besten näherst du dich Mula Bandha im Heldensitz an, eventuell erhöht auf einem Block oder Meditationskissen sitzend. Aktiviere den Beckenboden, indem du das Steißbein und Sitzknochen zueinander hin ziehst. Dabei stellst du dir vor, dass die drei Knochen zugleich nach unten sinken. Das kannst du unterstützen, indem du Bolster auf den Oberschenkeln platzierst. Außerdem schiebst du mit den Händen die Beckenkämme etwas zueinander.
    2. Die Kombination dieser Bewegungen führt dazu, dass der Unterbauch sich leicht anspannt und der Beckenboden sich hebt und festigt. Das wiederum hat zur Folge, dass sich die Wirbelsäule nach oben hin verlängert und sich der Oberkörper bis in die Schädeldecke hinein hebt. Wie intensiv der Wurzelverschluss geübt wird, ist sehr unterschiedlich. Es empfiehlt sich, sich sehr behutsam heranzutasten.
    3. Setze Mula Bandha gegen Ende der Einatmung ein. Der Verschluss bleibt während Kumbhaka (Atempause) gesetzt und wird während oder zum Ende der Ausatmung wieder langsam und vollständig gelöst.

    Tipp für den Wurzelverschluss

    Einigen Schülern fällt die Aktivierung des Beckenbodens leichter, wenn sie, anstatt die Knochen zueinander hin zu ziehen, den Damm nach oben saugen.

    Mit der Zeit kann man lernen, die drei unterschiedlichen Schichten des Beckenbodens zu unterscheiden und fein dosiert zu bewegen.

    Wirkungen

    • soll verhindern, dass der zurückgehaltene Atem und die darin eingeschlossene Energie nach unten entweichen und wirkt damit auch positiv auf die Erweckung der Kundalini Energie ein
    • kann in Sitz- und Stehhaltungen eingesetzt werden, um die Wirbelsäule zu stützen
    • kräftigt den Beckenboden

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