Willkommen zum 2. Teil der Manifestations-Praxis mit Nicole Bongartz! Die Körpervorderseite steht für die Zukunft, also alles, was vor dir liegt, während sich an der Rückseite hinter dir liegende Erfahrungen sammeln. Bekommen sie zu viel Gewicht, so können sie sehr bestimmend werden. Dem wirken wir entgegen, indem wir die Vorderseite bewusst weiten. Das öffnet den Blick für Möglichkeiten, die vorher nicht sichtbar waren. Körperlich bewegen wir uns dabei auf der Ebene des Herz- und Kehlchakras.
Text und Sequenz: Nicole Bongartz / Fotos: Hanna Witte / Outfits: Kismet Yogastyle
Die folgenden Übungen sind als Anregungen, Wegweiser und Unterstützung gedacht und nicht als ein festes Programm. Du kannst die drei Übungsteile variieren oder ergänzen. Lausche nach innen, sei kreativ. Es ist dein Körper, dein Prozess, es sind deine Entscheidungen, Handlungen. Übernimm die Verantwortung.
Teil 2: Ausdehnung & Öffnung für Neues
Du hast Teil 1 verpasst? Hier geht’s zur ersten Übungssequenz “Vertrauen & Selbstwert”
1. Schulteröffnung im Sitzen

Setze im Langsitz deine Hände hinter dir auf und schiebe von den Schultern aus nach hinten und unten. Das hilft dir, dein Brustbein zu heben und die Schulterköpfe nach hinten zu bewegen. Diese weitende Bewegung kannst du noch intensivieren, indem du auch die Beine kraftvoll nach unten schiebst. Spüre die angenehme Dehnung über die Schultern und die Weite in der Brust. In dieser kraftvoll geöffneten Haltung formulierst du deine Intention. Etwa so: “Ich öffne mich für meine Möglichkeiten. Meine Manifestation ist weder zu viel verlangt, noch zu schwer, noch zu weit weg. Das, was ich mir wünsche, ist konkret möglich.” Um das im Körper zu verankern, erinnerst du dich an die Umkehrung des limitierenden Glaubenssatzes im letzten Journaling. Verbinde dich mit deinem Herzen und sprich diesen Satz laut oder leise dreimal aus.
2. Tiefe Hocke und halbes Kamel

Komme in eine tiefe Hocke und setze die rechte Hand hinter dir am Boden ab. Blöcke unter Sitzfläche und Hand können dich dabei unterstützen. Strecke den linken Arm locker nach vorne aus, bevor du deine Knie nach vorne schiebst und das Becken hebst.

Ziehe den freien Arm lang nach oben und finde Weite in der gesamten Körpervorderseite. Bleibe einige Atemzüge, dann kehre zurück in die Hocke und wechsle die Seite. Anschließend kannst du die Abfolge gerne auch bis zu 8 Mal dynamisch üben: Die Einatmung bringt dich in die Kamel-Variation, die Ausatmung zurück in die Hocke. Spüre die entstandene Wärme, Weite und Ausdehnung.
3. Kamel

Du bist nun gut vorbereitet für diese sanftere Variante des Kamels. Dafür brauchst du ein dickes Yoga-Bolster, gerne auch zwei. Lege im Kniestand das (oder die) Kissen quer über deine Fersen und Waden. Spüre ihr Gewicht. Lasse dann auch deine Sitzfläche darauf nieder und spüre erneut. Dann setzt du die Fingerspitzen auf dem Kissen auf und beginnst dein Kamel von hinten aufzuzäumen: Hebe das Becken, schiebe das Brustbein gen Himmel und weite die Kehle. Spüre, wie du ausgehend von der Auflagefläche deiner Schienbeine das Brustbein mehr und mehr anzuheben vermagst. Bleibe mindestens 5 tiefe Atemzüge lang. Dann setzt du dich zurück auf das Kissen und spürst zu dieser inneren Weite hin. Führe dir deine Manifestation vor Augen und spüre den energetischen Raum, den du für sie geschaffen hast.
4. Passive Rückbeuge

Diese Haltung hilft dir, die innere Großräumigkeit der ersten drei Übungen in dir zu verankern. Fixiere die Oberschenkel im Sitzen mit einem Gurt, lege die Füße auf ein quer liegendes Bolster und klemme einen Block zwischen die Fersen. Dann legst du Oberschenkel, Becken und Wirbelsäule so auf ein längs liegendes Bolster, dass dein oberer Schulterrand entspannt und aufgefächert auf dem Boden liegt. Spüre dann deine Atmung und lasse sie als einen kontinuierlichen Strom fließen, ohne längere Pausen zwischen Ein- und Ausatmung. Dabei versuchst du, die Ein- und Ausatmung gleich lang werden zu lassen.
Spüre, wie die Lungen nach vorne geschoben werden und wie dies deine Atmung beeinflusst. Nimm wahr, wie sich dein Nervensystem beruhigt. Visualisiere dann die Zukunft: Wie fühlt es sich an, deine Manifestation zu leben? Wie sieht diese Zukunft konkret aus? Spüre, ob sich auf körperlicher Ebene etwas verändert und verankere diese Veränderung. Löse die Haltung behutsam auf, wenn du genug hast.
Stay tuned! Morgen geht es weiter mit Teil 3.

Nicole Bongartz ist der kreative Kopf und die Geschäftsführerin von Lord Vishnus Couch in Köln. Sie unterrichtet, bildet Yogalehrende aus und begleitet als ganzheitlicher Coach Menschen dabei, zu sich und in ihre Kraft zu kommen. Mehr auf nicolebongartz.de oder auf Instagram @nicolebongartz.de

Mehr über ihr ganzheitliches “Me Yoga“- Konzept aus Yoga und Manifestation erfährst du in ihrem gleichnamigen Buch (Scorpio, 29 Euro).
Hier erfährst du mehr über das Prinzip Manifestation durch Transformation:
Hier findest du Teil 1 der Manifestations-Reihe mit Nicole Bongartz:


