Nicht nur für die Natur, sondern auch für unsere Haut bringt der Herbst einige Veränderungen mit sich. Mit diesen Pflegetipps bereitest du dein größtes Sinnesorgan optimal auf die kalten Tage vor. So einfach geht Hautpflege im Herbst.
Die Tage werden kürzer, die Bäume verlieren ihre Blätter und die Heizung kommt wieder öfter zum Einsatz. Für die Haut bedeutet der Wechsel von Warm und Kalt Stress: Sie wird trocken und ihr Zellstoffwechsel und ihre Regeneration verlangsamen sich. Um sie gut auf das was kommt vorzubereiten, sollten wir sie in dieser Zeit besonders verwöhnen, die Pflege umstellen und an die kühlere Jahreszeit anpassen.
Hautpflege im Herbst: Steige von Lotionen auf Cremes um
Im Sommer bevorzugen wir leichte Lotions, die nicht fetten und die Haut unnötig schwitzen lassen. Wird es draußen kälter, darf auch deine Pflege ruhig wieder reichhaltiger sein. So beugst du Schüppchen, roten Äderchen und Hautspannen vor. Die trockene Heizungsluft greift den natürlichen Schutzmantel deiner Haut – die Lipidschicht – an. Cremes, die einen hohen Lipidanteil aufweisen, hemmen bei regelmäßiger Anwendung den Feuchtigkeitsverlust der Haut und machen sie widerstandsfähiger.
Reinigung – lieber alkoholfrei
Wichtig bei der Hautpflege im Herbst: Deine verwendeten Reinigungsprodukte sollten alkoholfrei sein. Alle anderen entziehen zusätzlich wertvolle Feuchtigkeit – und damit hat die Haut dank Heizungsluft und Co. sowieso schon zu kämpfen! Zu empfehlen sind zum Beispiel Reinigungsöle oder eine milde Reinigungsmilch. So schonst und pflegst du du deine Haut beim täglichen Reinigungsritual.
Wasser marsch! Lieber Öl statt Schaumbäder
Wenn es draußen stürmt und kalt ist, sind duftende Bäder mit glitzernden Schaumtürmchen eine herrliche Verlockung. Im Sinne einer winterfesten Haut solltest du dir dieses Vergnügen jedoch nicht öfter als einmal die Woche gönnen. Gute Alternative für Alle, die mehrmals pro Woche die Badewanne belagern wollen: lauwarme Ölbäder mit rückfettenden Substanzen. Danach nur vorsichtig mit dem Handtuch abtupfen, nicht rubbeln – so bleibt der feine Ölfilm auf deiner Haut zurück. Am besten verwöhnst du dich zusätzlich nach dem Baden mit einer reichhaltigen Creme oder Körperbutter!
Für die Extraportion Feuchtigkeit: Nachtkerzenöl und Avocado
Eine Maske aus Nachtkerzenöl schenkt deiner Haut eine Extraportion Feuchtigkeit! Das Öl unterstützt die Regeneration und ist für jeden Hauttyp, egal ob fettige oder trockene Haut, geeignet. Auch eine Maske aus Avocado hilft deiner Haut sich nach einem stressigen Tag zu regenerieren.
Eine gute Beratung ist wichtig
Auch bei der Hautpflege im Herbst gilt: Nicht jede Pflege ist für jede Haut geeignet. Wenn du nicht sicher bist, ob eine Creme, Maske oder Bodybutter zu dir passt, lass dich in einer Apotheke oder guten Drogerie beraten. Aber: Versuche nicht zu viel auszuprobieren. Wechselst du in Sachen Pflege zu viel hin und her, kann das deine Haut auch irritieren.
Am 23. September beginnt der kalendarische Herbst. Die Tage werden kürzer, Blätter fallen und die Natur zieht sich langsam zurück. Die Zeit der Innenschau beginnt auch in der Yogapraxis. Willst du Herzensthemen endlich angehen, weißt aber nicht wie? Der US-Yogalehrer und Kirtan-Musiker Sean Johnson erklärt, wie du mit diesen 4 Asanas und der richtigen Intention dahinter, mehr Frieden in dein Seelenleben bringst.
Bevor du dich ans Üben der folgenden Asanas machst, solltest du dir überlegen, welche Intention du deiner Praxis zugrunde legst und in welcher Weise du neue Einsichten und Inspiration in deine Yogapraxis und dein Leben bringen möchtest. Die Anleitungen sind nur Beispiele aus meiner persönlichen Erfahrung. Mit etwas Gespür und Kreativität kannst du auch ganz individuell Haltungen mit mehr Bedeutung und Kraft erfüllen und deine Leidenschaft für Yoga neu beleben.
Sich seiner Lebensinhalte versichern im nach unten schauenden Hund
Adho Mukha Shvanasana – herabschauender Hund
Adho Mukha Shvanasana kann dir helfen, dich sowohl auf der Matte als auch im Alltag mit deinen persönlichen Lebensinhalten zu verbinden. Die Haltung verleiht ein Gefühl von Kraft und Vitalität, vor allem dann, wenn du dabei an dein Dharma denkst, also die Aufgabe deiner Seele in diesem Leben.
So geht’s: Du beginnst im Vierfüßlerstand. Schließe die Augen und konzentriere dich auf die Punkte, an denen deine Fingerspitzen den Boden berühren. Dann stellst du die Zehen auf, hebst das Becken und streckst den Rumpf von den Daumenballen bis in die Sitzknochen. Breite die Finger noch etwas weiter aus und schiebe die Hände noch deutlicher gegen den Boden. Dabei fragst du dich: „Wie kann ich die Erde am besten mit diesen Händen, diesen Füßen, diesem Körper berühren? Welches Geschenk kann ich der Welt machen?“ Beuge ein Knie und schiebe die gegenüberliegende Ferse deutlicher nach unten (wenn sie den Boden nicht berührt, dann lege sie an der Wand an). Dann wechsele die Seiten. Mit jedem tiefen Anbinden nach unten bewegst du dich tiefer in diese Fragestellung hinein. Anschließend vertiefst du deine Atmung und fragst dich: „Welchem Ziel soll ich meinen Atem und meine Lebenskraft widmen?“
Wann immer Antworten auf diese Fragen in dir aufsteigen, nutze sie, um noch etwas länger in der Haltung zu bleiben und um dich deinen Lebensinhalten mit mehr Kraft, Fokus und Klarheit zu verpflichten. Vielleicht wird dir dabei klar, dass ein wichtiger Lebensinhalt für dich darin besteht, zu singen, einen Garten zu pflegen, zu unterrichten, zu schreiben, andere zu unterstützen oder zu inspirieren – was auch immer es ist, stelle dir vor, wie du dich über deine Hände und Füße darin verankerst, wie die von unten aufsteigende Energie durch Arme, Rumpf und Beine in diese Aufgabe hineinfließt und wie du sie mit jedem Atemzug nährst und bereicherst. Spüre, dass du von ganzem Herzen zu deinem Dharma stehst.
Liebevolle Güte verströmen in der Haltung des liebevollen Kriegers
Virabhadrasana II – Krieger 2
In dieser Variation von Virabhadrasana II fließen Atem, Bewegung und Vorstellungskraft ineinander, um Liebe und Anteilnahme auszusenden. Vor allem wenn du gerade völlig in die eigenen Lebensthemen verstrickt bist, kann dir diese aus der buddhistischen Metta-Meditation abgeleitete Technik einen Ausweg aus selbstzentriertem Denken und Fühlen eröffnen.
So geht’s: Richte in einer weiten Schritthaltung das gebeugte rechte Knie über dem rechten Fußgelenk aus und strecke das linke Bein. Rumpf und Gesicht sind der langen Mattenseite zugewandt. Die Arme hängen zunächst herab, die Hände sind mit nach oben zeigenden Handflächen vor dem Körper ineinander gelegt und der Kopf ist sanft nach unten geneigt. Mit einer Einatmung streckst du das rechte Bein und hebst die Arme langsam mit nach oben zeigenden Händen zu den Seiten und bis über den Kopf. Gleichzeitig hebst du auch das Gesicht Richtung Decke. Ausatmend beugst du das rechte Bein wieder und senkst Arme und Kopf zurück in die Ausgangsposition.
Wenn dir der Bewegungsablauf nach einigen Atemzügen vertraut geworden ist, schließe die Augen. Angetrieben von deinem Atem und den langsamen, anmutigen Bewegungen stelle dir vor, dass du von deinem Herzen aus über deine Arme und Hände Liebe, Anteilnahme und Mitgefühl für dir nahe stehenden Menschen verströmst. Vielleicht nimmst du dabei eine zirkulierende Energie wahr oder ein subtiles Kribbeln entlang der Wirbelsäule. Nach einer Weile stellst du dir vor, wie diese Ströme aus Liebe sich aus deinem näheren Umfeld heraus ausbreiten. Mit jedem Atemzug erweiterst du das Feld dieser Strahlen – über die ganze Stadt, das Land und die Welt. Anschließend wiederholst du die Übung mit dem linken Bein vorne.
Die Vorfahren würdigen im Baum
Vrikshasana – Baum
Atme tief und stelle vor, wie du dich über die Zeit hinweg mit deinen Urgroßmüttern und Urgroßvätern verbindest. Wenn dir Geschichten zu einem dieser Menschen einfallen, dann richte deine Aufmerksamkeit dorthin. Danke ihr oder ihm für alle Freuden und Leiden, die sie durchlebt haben. Während du die Übung auf dem anderen Standbein wiederholst, verbinde dich in Dankbarkeit mit deinen Lehrern, deiner spirituellen Familie. Vergegenwärtige dir ihre Energie, Weisheit und Inspiration, die sie dir vermittelt haben. Dabei wiederholst du innerlich das kraftvollste aller Mantras: Ich danke euch.
Eine zerbrochene Beziehung heilen in der Schulterbrücke
Setu Bandha Sarvangasana – Schulterbrücke
In Setu Bandha Sarvangasana baust du eine symbolische Brücke, die dir hilft, eine schwierige Beziehung zu heilen. Das kann dich dabei unterstützen, Wut und Enttäuschung zu überwinden und zu mehr Mitgefühl, Vergebung und Anbindung zu finden. Vielleicht gelingt es dir so besser, aus dem Herzen heraus zu handeln und mit der Zeit deine typischen Beziehungsmuster zu verändern.
So geht’s: Stimme dich zunächst gedanklich auf die Beziehung ein, die du heilen oder verbessern möchtest. Vielleicht handelt es sich um eine schwierige Arbeitskollegin oder eine alte Liebe. Vermeide es, gedanklich in die verschiedenen Aspekte des emotionalen Dramas einzusteigen. Stattdessen formulierst du eine positive Intention, um eine Brücke zwischen dir und der betreffenden Person zu bauen. Dann stellst du in der Rückenlage die Beine an, hebst langsam das Becken und bildest mit Rumpf und Beinen, mit Herz und Atem eine wunderschöne Brücke.
Lies auch: Wie du dein Herz für Liebe öffnest
Weite den Atem in Bauch und Brust aus, um mehr Sensibilität zu wecken und dein Herz zu öffnen. Denke mit Mitgefühl an die Person, derentwegen du die Brücke gebaut hast und erlaube ihrem Gesicht, vor deinem inneren Auge zu erscheinen. Stelle dir vor, wie die Brücke – und damit euer Verhältnis – mit jedem Atemzug repariert wird, wie du mit jeder Ein- und Ausatmung stärker und stabiler wirst. Dann senkst du das Becken mit einer Ausatmung wieder ab und spürst der emotionalen Verbindung, die du durch dieses Ritual hergestellt hast, eine Weile nach.
Autor SEAN JOHNSON ist nicht nur Yogalehrer, sondern auch ein bekannter Kirtan-Musiker. Er unterrichtet Workshops und Lehrerausbildungen, die Hatha und Bhakti Yoga miteinander verbinden. www.wildlotusyoga.com
Der Berliner Illustrator und Künstler OLAF HAJEK verbindet folkloristische Elemente, florale Motive und verspielte Detailliebe zu farbenfrohen, phantastisch anmutenden Bilderwelten. www.olafhajek.com
Schon mal von Metal Yoga gehört? Yogalehrerin Annette rockt auf Metal-Festivals die Musikbühne und bringt mit ihrem energetischen Metal Yoga die verschiedensten Leute auf die Matte.
Als einer meiner lieben Kollegen vor Kurzem auf dem „Summer Breeze“-Festival unterwegs war, bekam ich einen begeisterten Anruf: „Hier macht eine Yogalehrerin Metal Yoga, das ist der Hammer!“ Metal Yoga? Das klang für mich erstmal wie ein Widerspruch in sich und genau deswegen richtig spannend. Also entschieden wir uns, die Yogalehrerin zu kontaktieren und direkt bei ihr nachzuhaken, was es damit auf sich hat. Eines schon mal vorneweg – Ruhe und Stille suchst du beim Metal Yoga vergebens. Dafür bekommst du etwas ganz anderes: Eine neue Perspektive auf deine Praxis, ein Gemeinschaftsgefühl der besonderen Art, den Extra-Kick Energie und natürlich darf auch das „Devil Mudra“ nicht fehlen.
Wieso Metal Yoga?
Inspiriert wurde Yogalehrerin Annette vom Metal Yoga auf dem bekannten Metal-Festival „Wacken“: „Mein Mann kam vor Jahren vom Festival zurück und meinte: ‚Das wäre doch was für dich‘. Vorher hatte ich noch nie darüber nachgedacht, meine zwei Leidenschaften Musik und Yoga zusammenzubringen.“ Ein paar Wochen später veranstaltete Annette im Studio ihren ersten Metal-Yogakurs (als Samstagabend-Special) und es kam direkt großartig an. Und wenn wir bedenken, was Yoga mit uns macht, gar kein so großes Wunder: „Yoga setzt Energie frei und weckt Emotionen. Genau das macht Metal auch! In der Verbindung von beidem können wir tiefer in uns hineinsehen.“
Genau darin liegt für Annette auch die Besonderheit von Metal Yoga. Es sind keine stillen, ruhigen Yogaklassen, es ist laut und wild. „Hier werden all unsere Gedanken übertönt und wir kommen so leichter in einen meditativen Zustand,“ erzählt sie. „Die Musik ist laut! Ich habe ein Headset auf, damit mich auch alle verstehen. Die Metal Yoga-Einheit ist eher sportlich als „yogisch“, meine Ansagen sind rauh, „herrisch“, war Feedback eines Teilnehmers. Ich verwende keine Sanskritbegriffe und sage auch nicht den Atem an. Der darf frei fließen, wie der Schweiß auch.“ Ansonsten ist Metal Yoga aufgebaut wie eine klassische Yogastunde: Anfangsentspannung, Mobilisation, Hauptteil, Cool Down, Shavasana.
Musik, die deine Emotionen rausbringt
Die Setliste, in die Annette gerne die Musikwünsche der Teilnehmenden einbaut, ist dementsprechend zusammengestellt. „Die 60 Minuten Metal Yoga auf dem Summer Breeze haben immer ein Metal- oder Festival-Thema, sowohl musikalisch als auch inhaltlich. Dieses Jahr war es zum Beispiel „Fit for the Pit“, mit vielen Standhaltungen und Erdung. Und auch „Alles gute für den Rücken“ weil die Teilnehmenden schon ein paar Nächte kurzen und harten Festivalschlaf hinter sich haben.“ Außerdem versucht Annette immer Songs von den anwesenden Bands in die Setliste aufzunehmen. „Die Übungen sind auf die Songs abgestimmt. Das Üben ist dann mal flowiger oder auch kraftvoll statisch. Alle Positionen verbinden wir mit dem „Devil Mudra“ und ich baue auch mal Luftgitarren ein. Manchmal schreien wir oder strecken die Zunge raus. Immer ist auch ein Mantra dabei, da gibt es viele gute Bands, die diese im Metal Style arrangieren.„
Okay, klingt interessant soweit. Dazu muss man aber auch sagen, dass ich sehr gerne Neues im Yoga ausprobiere und weniger dogmatisch an die Sache rangehe. Tatsächlich gehöre ich den Yogi*nis, die gerne dynamisch üben und mit Musik experimentieren. Nur logisch also, dass ich auch Metal Yoga ausprobieren möchte. Ich rolle meine Matte aus und übe mit Annettes Playlist. Und YES – das ist definitiv ein besonderer Kick. Zunächst wirklich gewöhnungsbedürftig für mich, aber dann lasse ich mich darauf ein und spüre wie sich zum Beispiel im Krieger mit Devil Mudra die Gefühle mächtig aufladen. Das geht so weiter, bis zur Endentspannung: „In Shavasana läuft immer der gleiche Song, „Winter“, bei dem kann man gaaanz tief in seine Seele hineinsinken.“ Und ja, bei dem viereinhalb Minuten langen Stück der Band „Celtic Frost“ bekomme ich richtig Gänsehaut. Hier kommen die Energie, die wilden Emotionen zur Ruhe und ich bin wieder ganz bei mir.
Yoga auf dem Metal-Festival – vom Moshpit auf die Matte
Alleine auf der Metal-Matte ist das eine… Aber wie ist es wohl, während eines Festivals auf der großen Bühne mit Menschen zu üben, die vorher vielleicht noch keine Berührung mit Yoga hatten? Mit Festivalbesucher*innen, die gerade noch im Moshpit waren und jetzt gemeinsam Asanas üben, während die nächste Band sich startklar macht? „Also auf einer Festival-Bühne Yoga zu machen ist schon sehr aufregend. Nicht weil ich bzw. wir „Vorturner“ sind, sondern weil ich mir Sorgen mache, dass niemand kommt und dann sind es plötzlich doch Hunderte von Teilnehmenden. Erstaunlicherweise sind bei Metal Yoga auf dem Summer Breeze viele erfahrene Yogis dabei, die bereits vor der Stunde z.B. den nach oben schauenden Hund üben. Auch die Leute, die noch nie Yoga gemacht haben sind voll motiviert und haben ihren Spaß. Natürlich kann ich nicht darauf achten, dass jeder die Übungen „sauber“ ausführt, aber ich weise immer wieder darauf hin auf sich aufzupassen und vor allem genug Wasser zu trinken.“
Dabei gibt es vieleBilder und Begegnungen, die Annette im Gedächtnis bleiben: „In der ersten Reihe die Hardcore-Yogis und Yogamädels, die meine Metalleggings mit Patches feiern, die Jungs mit nacktem Oberkörper, mit Bierdosen an die Hände getaped, weiter hinten diejenigen, die einfach nur zuschauen und die Musik genießen. Es gibt Dinosaurier, Leute in pinkfarbenen Klamotten, Schnapstrinkende und völlig Erstaunte, dass Yoga doch so anstrengend und so wohltuend ist.„
Festival-Fotos: Markus Werner
Annette praktiziert seit 1999 Yoga, wie bei so vielen aus einer Lebenskrise heraus. 10 Jahre lang hatte sie sich zum Iyengar Yoga hingezogen gefühlt, dann später ihre Freude am dynamischen Üben entdeckt. Seit 2008 unterrichtet sie, noch bevor sie ihre Ausbildung(en) zur Yogalehrerin begann. „Ich durfte bei verschiedenen Lehrenden und Instituten meine Yogaliebe vertiefen. 2011 habe ich mich dann selbstständig gemacht und mein erstes Yogastudio eröffnet.Treffen kann man mich jederzeit im Studio in Bietigheim-Bissingen: Yogannette Studio & Akademie. Unser nächster Metal Yoga wird im November an einem Samstag Abend sein. Wir hoffen natürlich, nächstes Jahr wieder auf dem Summer Breeze sein zu dürfen, vielleicht dann sogar an drei Tagen. Wir sind offen für weitere Anfragen, denn: Wir lieben Metal & Yoga!„
In Annettes Studio findet der Metal Yoga viermal im Jahr, aktuell in der historischen Kelter in Bietigheim statt.
Befreie deinen Körper effektiv von schädlichen Toxinen
Die Entgiftung des Körpers ist auch bekannt als Detox und hat in den letzten Jahren zunehmend an Popularität gewonnen. In unserer modernen Welt sind wir einer Vielzahl von Toxinen ausgesetzt, sei es durch die Umweltverschmutzung, den Konsum von verarbeiteten Lebensmitteln oder auch durch Stress. Detox verspricht, den Körper von schädlichen Substanzen zu befreien und ihn auf natürliche Weise zu reinigen. Doch was verbirgt sich hinter diesem Trend? Ist Detox wirklich effektiv und sicher? Und wie gehe ich am besten vor? Das und vieles mehr, erklärt Yogalehrerin Martina Hiltl im Gespräch mit Susanne.
Martina erläutert was Entgiften mit einer ganzheitlichen Yogapraxis zu tun hat. Sie zählt auf, welche Giftstoffe in unserer Umwelt am häufigsten vorkommen und wie sie den Körper beeinflussen können. Außerdem verrät Martina wie man erkennen kann, ob der Körper eine Detox-Kur tatsächlich braucht und welche Möglichkeiten es gibt. Darüber hinaus zeigt sie Wege auf, wie du im Alltag deine natürlichen Entgiftungsmechanismen stärken kannst. Dabei beschreibt sie ausführlich die Rolle von Wildkräutern, Detoxyoga und Fasten bei der Entgiftung.
Hier hat Martina die wichtigsten Fakten über das Entgiften für dich aufgelistet: Kompaktwissen Detox.
Der Sponsor der Folge ist Vanilla Sand – nachhaltige Stoffe für dich. Mit dem Rabattcode YOGAWORLD bekommst du 10% auf deine Bestellung! Hier geht‘s zum Shop: vanilla-sand.com
Detox-Yoga Expertin Martina Hiltl gibt dir wichtige Detox-Infos, wenn du mit dem Gedanken spielst, dich ganzheitlich zu entgiften: für dich, dein Leben und deine Gesundheit.
Ganzheitliches Entgiften kann nicht nur für mehr Wohlbefinden sorgen, sondern auch deine allgemeine Gesundheit und die Immunkraft von Körper, Geist, Seele fördern – für ein längeres und gesünderes Leben.
Wichtige Anzeichen, dass Detox dir guttun würde
Hast du öfter leichte Bauchbeschwerden und Blähungen? Ist deine Haut immer mal wieder gerötet, oder leidest du an Akne? Deine Beine sind geschwollen? Leidest du an chronischer Müdigkeit und Verstopfung ist bei dir an der Tagesordnung? Wenn du nach einer ganzheitlichen, wirkungsvollen und langanhaltenden Alternative suchst, könnte eine Detox-Kur in Verbindung mit Detox-Yoga die Antwort sein.
Grundsätzlich solltest du dir folgende Fragen stellen, bevor du dich für eine Detox-Kur entscheidest:
Was sagt mein Bauchgefühl?
Wieviel Zeit habe ich für Detox oder wieviel Zeit möchte ich mir dafür nehmen?
Warum möchte ich entgiften?
Was möchte ich erreichen?
Möchte ich Detox-Yoga zu Hause durchführen?
Welche Detox-Möglichkeit für dich am besten wäre, findest du grundsätzlich durch Ausprobieren heraus, gerne auch mit medizinischer Anleitung.
Martina weiß, wovon sie spricht, denn schon als Kind und auch als Krankenschwester und besonders als Purser (Chefstewardess) war sie mit Entzündungen und Krankheiten geplagt. Später, alszertifizierte Yogalehrerin (auch von den Krankenkassen), suchte sie nach Alternativen zur Gesundwerdung und entwickelte zusammen mit Dr. Switzer und dem Bio Landgut Tiefleiten Detox-Yoga. Gerne schickt Martina ihre Teilnehmer*innen auch zu ausgesuchten Kuren, Ärzt*innen oder Heilpraktiker*innen weiter. Für sie heißt Yoga zusammenfügen und zusammenschirren, wie eine Kutsche mit Ross und Reiter. Dazu braucht es nicht nur Körperübungen, sondern eben auch Reinigung, in Sanskrit Shatkarma genannt.
YogaWorld Podcast Folge mit Martina: „Gesund durch Detox: So entgiftest du ganzheitlich“
Wodurch können wir Gifte in unserem Körper aufnehmen?
Ungefiltertes Wasser
Atemluft (besonders in der Stadt)
Beim Fliegen durch die Kabinenluft
Beim Fliegen durch die unsichtbaren Strahlungen
Medikamente und Impfungen
Zahnfüllungen
Ernährung, etwa ungewaschenes Obst und Gemüse
Kosmetika und Körperpflegemittel
Kleidung, Wohntextilien
Wasch- und Putzmittel
Tattoofarben
Mikroplastik
Baustoffe, Farben, Klebestoffe, Bodenbeläge etc.
Welche Gifte können wir in unserem Körper haben, die uns nicht guttun?
Schwermetalle und metallische Giftstoffe
Leichtmetalle wie z.B. Aluminium
Formaldehyd
Auto- und Fliegerabgase
Nanopartikel
Plastik und Mikroplastik
Chemikalien
Antibiotika und Kortison
Pilze, Parasiten, Viren und Bakterien, die leider auch Giftstoffe ausschütten
Welche Organe sind Entgiftungsorgane und wie ist die Reihenfolge?
Darm
Lunge
Leber
Nieren
Lymphe
Haut
Wie stelle ich die Giftstoffe im Körper fest?
Am besten du gehst zu einem*einer gut ausgesuchten Arzt oder Ärztin oder Heilpraktiker*in, der*die sich mit Entgiftung auskennt. Folgende Tests können mit deren Hilfe und gemeinsam mit ausgewählten Laboren durchgeführt werden:
Bluttest
Urintest
Stuhluntersuchung
Haaranalyse
Dunkelfeld
Speicheltest
Hauttest
Frequenztest
Welche Möglichkeiten für erfolgreiche Detox-Kuren gibt es?
Ayurveda-Kuren wie Panchakarma
Heilfasten-Wochen
Basenfasten-Wochen
Smoothiefasten-Wochen
Saftfasten-Wochen
Leberreinigungen
TCM
FX Mayr Kuren
Buchinger Fasten
Welche Möglichkeiten bieten ausgesuchte und speziell ausgebildete Heilpraktiker*innen und Ärzt*innen?
Colon-Hydro-Therapie
Infusionen mit Alpha-Liponsäure und Vitamin C-Infusionen
Lichttherapie
Biofrequenztherapie
Magnetfeld- und Bio Frequenz Matten
Aminosäurentherapie
Basen – Vitamine – Mineralstoffe auffüllen
Ozontherapie
Eigenbluttherapie
Basen-Infusionen
Frequenztherapie mit Magnetfeld und Frequenzen
Welche Detox-Möglichkeiten kann man gut zu Hause durchführen?
GANZ WICHTIG: Bitte sprich alles mit deinem Arzt oder deiner Ärztin, Heilpraktiker*in oder Therapeut*in ab!
Körper-Hatha-Detox-Yogaübungen, wie etwa Drehübungen, Schraubübungen im Liegen, Sitzen oder Stehen (Marichyasana, Makarasana und Trikonasana)
Die 5 E’s der Detox-Yoga-Methode nach Martina Hiltl
Auch Martinas ganzheitlicher Augenyoga-Ansatz basiert auf ihrem selbstentwickelten Konzept der 5 E’s:
Ernährung: Vitalstoffreiche Kost, angereichert mit Vitaminen, Mineralstoffen und Aminosäuren sind besonders wichtig und werden in Martinas Detox-Yoga Wochen vorgestellt. Besonders Blaubeeren und Wildkräuter wie Löwenzahn helfen dabei, Schlacken abzuführen. Basische Ernährung, blutgruppenspezifische Ernährung, ayurvedische Kost und Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamin C und Hyaluronsäure ergänzen das Ernährungskonzept. Wasser ist ein Lebenselixier und beim Entgiften nicht wegzudenken, achte auf gut gefiltertes und sauberes Wasser.
Entspannung: Leichte Atemübungen, Meditationen.
Entgiften: Detox für Augen und Körper führt zu mehr Klarheit, Reinheit und besserem Sehen, fördert das Wohlbefinden und stärkt die Gesundheit. Es gibt viele einfache Methoden, die beim Entgiften und Reinigen der Augen helfen.
Emotionen: Oft bleiben in unserem Sehsystem und auch besonders im limbischen Gehirn Traumata und Emotionen stecken, wenn sie nicht gelöst werden. Als ausgebildete Traumatherapeutin hat Martina Hiltl auch hier Methoden entwickelt, die helfen.
Exercises: Eine ausreichende Blutversorgung ist sehr wichtig für unseren Darm. Diese wird durch hilfreiche, für dich speziell ausgesuchte Atemübungen, Körper- und Augenyoga-Übungen erreicht. Außerdem zeigt Martina hilfreiche Drehübungen, die in einer speziell entwickelten Reihenfolge für dich leicht entgiftend wirken. Der Toilettengang ist dir am nächsten Tag sicher….
Disclaimer: Egal ob du nur ein wenig Unterstützung für deinen Körper zum Entgiften brauchst oder ob du auf der Suche nach einer ganzheitlichen Alternative für deine Gesundheit bist, das ganzheitliche Detox-Yoga nach der Methode von Martina Hiltl könnte eine Möglichkeit für dich sein. Probiere es aus und erlebe selbst, wie es dein Leben in Richtung Gesundheit verbessern kann. Bitte beachte, dass bei allen Körpersymptomen oder Erkrankungen immer auch ein Arzt oder eine Ärztin konsultiert werden sollte. Die von Martina Hiltl dargestellten Methoden und Übungen sind alternative Ansätze zur Unterstützung für deinen Körper, Geist, Seele und deine Augen.
Martina Hiltl lebt und unterrichtet in München Yoga mit einem ganzheitlichen medizinischen Ansatz, geprägt von Herzlichkeit, Ruhe und Leichtigkeit. Als zertifizierte Yogalehrerin, Krankenschwester und Sehtrainerin unterstützt sie Menschen mit verschiedenen Körper- und Augenproblemen. Ihr Angebot umfasst Detox Yoga – Hatha Yoga – Augen Yoga – und Hormon Yoga in Präsenz und auch Online. Martina Hiltl und ihr Yoga-Kurse und Seminare schätzen Privatpersonen, Hotels, Unternehmen, Yogastudios und auch Bildungsinstitute. Im Bio Landgut Tiefleiten bei Passau bietet Martina Hiltl regelmäßig Detox Yoga Wochen an.
Spätestens seit den Lockdowns ist Online-Yogaunterricht nicht mehr aus der Yogawelt wegzudenken. Viele haben dadurch Online-Yoga erst kennen und lieben gelernt. Für manche war das in dieser Zeit auch der allererste Kontakt zu Yoga. Zum Glück gibt es inzwischen tolle Online-Yoga-Plattformen wie YogaMeHome, die dafür die perfekte „Infrastruktur“ geschaffen haben, sowohl für Anfänger*innen als auch Fortgeschrittene. Ich durfte YogaMeHome sieben Tage lang testen. Meinen Erfahrungsbericht liest du hier… //anzeige
Der Auftrag für den Redaktionstest kam für mich genau zum richtigen Zeitpunkt. Gerade als ich mir – mal wieder – zum Ziel gesetzt habe, „jetzt aber wirklich“ wieder täglich zu praktizieren. Meine eigene Yogapraxis hatte sehr gelitten in den letzten Wochen und ich könnte mich darüber grün und blau ärgern, denn ich weiß doch eigentlich, wie gut mir das tun würde. Side Fact: Nein, auch wir Yogalehrer*innen springen nicht jeden Morgen um 6 Uhr hochmotiviert auf unsere Matte und legen 20 Sonnengrüße aufs Parkett.
In den Phasen, in denen ich eine beständige Yogapraxis habe, übe ich zu Hause für mich allein und sehr intuitiv. Es ist aber gerade während solcher Durststrecken sehr schön, sich mit Hilfe von Online-Plattformen wie YogaMeHome etwas an die Hand nehmen zu lassen, sich von anderen Lehrer*innen inspirieren zu lassen und neue Stile auszuprobieren. Los geht’s!
Ich finde mich nach meiner Anmeldung sehr schnell auf yogamehome.org zurecht. Als allererstes verschaffe ich mir mit einem Klick auf „Lehrer“ einen Überblick: Sofort fallen mir Namen wie Helga Baumgartner, Britta Kimpel, Satya Sing, Robert Ehrenbrand, Remo Rittiner und Elena Lustig ins Auge. Andere Lehrer*innen kenne ich jedoch noch nicht. Was mir auffällt: Es gibt auch eine Vielzahl von Ärzt*innen und Yogatherapeut*innen. Es liegt bei YogaMeHome offenbar ein großer Schwerpunkt auf Yogatherapie, was ich sehr spannend finde.
Ich scrolle mich durch die Übersicht der Lehrer*innen und Therapeut*innen…
Natürlich halte ich bei der Lehrer*innensuche gleichzeitig Ausschau nach meinen bevorzugten Stilen und Philosophien. Letztendlich entscheide ich mich für die mir sehr sympathische Danja Lutz, die in der Tradition des Tantra unterrichtet. In der Zwischenzeit gesellt sich sogar mein Freund neben mich auf seine Yogamatte. Auch er möchte sich zum Tagesausklang etwas Gutes tun. Der Titel des 30-minütigen Videos „Verspannungen lösen: schütteln & frei werden“ klingt für uns beide in diesem Moment genau richtig. Mir gefällt die Einheit sehr gut: von zunächst intuitiven Bewegungen leitet Danja uns durch ein ausgiebiges Schütteln des ganzen Körpers und anschließend durch einige Haltungen, in denen wir die somatische Technik des neurogenen Zitterns anwenden. Ich liebe es, Neues auszuprobieren. Der Start meiner YogaMeHome-Reise: absolut gelungen.
Tag 2: Erst Yang, dann Yin
Noch recht verschlafen stolpere ich morgens auf meine Yogamatte. Diesmal ist mir nach einem Vinyasa Flow, um mich zu energetisieren und aufzuwecken. Ich klicke auf „Alle Videos“ und wähle beim Reiter „Themen“ die Rubrik „Yoga am Morgen“ aus. Dabei bin ich fasziniert, wie viele unterschiedliche Themen zur Auswahl stehen, zum Beispiel „Angst“, „Beckenboden“, „Yoga am Stuhl“, „Skoliose“ und viele mehr. Beim Regler für die Dauer des Videos stelle ich 20-30 Minuten ein. Aus der immer noch großen Auswahl entscheide ich mich für eine Morgenpraxis von Bettina Schuler. Tatsächlich ist mir danach richtig warm, ich bin wach und bereit für meinen Arbeitstag!
Wir spulen einige Stunden vor: der Tag ist langsam am Ausklingen und ich wünsche mir vor dem Abendessen noch etwas Me-Time. Eine kurze Yin-Yogaeinheit wäre jetzt fein. Ich durchsuche erneut die Video-Datenback von YogaMeHome und werde schnell fündig. Meine Wahl fällt auf Helga Baumgartner und ihre 25-minütige Praxis „All You Need Is Yin“.
All I need is Yin!
Ich genieße die Praxis sehr und bin ganz verzaubert von Helga. Ich klicke auf ihr Profil und sehe mir das Interview mit ihr an. Sie spricht mir aus der Seele als sie sagt, dass das Üben zu Hause eine besonders schöne Tiefe hat und ermöglicht, zu einer sehr authentischen eigenen Praxis zu finden.
Tag 3 und 4: Kurze Sequenzen für den Alltag
An den kommenden beiden Tagen schaffe ich jeweils nur abends eine Praxis. Ich bleibe auf jeden Fall dran und bin richtig stolz darauf. Inzwischen hat sich ja herumgesprochen, dass der Effekt von Yoga viel nachhaltiger ist, wenn wir täglich, aber dafür kurz praktizieren, als einmal die Woche für 90 Minuten. 20-30 Minuten lassen sich auch viel einfacher in den Alltag integrieren, vor allem wenn man in den eigenen vier Wänden bleiben kann. An Tag 3 gehe ich mit Britta Kimpel durch einen knackigen Flow mit tricky Übergängen, an Tag 4 gönne ich mir „Yoga gegen Bürobuckel“ mit Barbi Krippner, eine überraschend intensive Praxis an der Wand, für den perfekten Übergang von der Arbeitswoche ins Wochenende.
Es gibt eine Auswahl von über 1000 Übungsvideos und es kommen jeden Monat sechs neue dazu. Doch obwohl die Auswahl so riesig ist, fällt es mir durch die verschiedenen Suchfilter sehr leicht, eine für meine jeweilige Tagesform passende Sequenz zu finden:
So kann man zusätzlich auswählen, ob man lieber mit oder ohne Musik praktizieren möchte. Besonders toll finde ich die Auswahl-Buttons links mit dem Herz- und dem Navasana-Symbol. Das Herz steht für „Herz&Inspiration“ und Navasana steht für „Körper&Fitness“. Der Gedanke dahinter: Manchmal hat man einfach Lust, ins Schwitzen zu kommen und an anderen Tagen ist man offener für spirituelle und emotionale Themen. Einige Yogi*nis haben hier sicherlich ohnehin eine Grundtendenz und dieser Filter fängt das sehr gut auf.
Tag 5 und 6: Theorie und Praxis
Es ist Wochenende und ich habe schön viel Zeit, mich noch intensiver mit dem Angebot auf YogaMeHome zu befassen. Es gibt die Möglichkeit, den Test „Welcher Yoga-Typ bist du?“ zu machen. Als Ergebnis bekommt man zehn individuell passende Videos vorgeschlagen. Auch toll finde ich die Funktion „Überrasche mich“. Hier gibt man nur die gewünschte Dauer und Intensität der Praxis an, im Anschluss werden drei passende Videos vorgeschlagen. Super, wenn man sich etwas uninspiriert fühlt oder keine Zeit hat, sich durch die Datenbank zu klicken.
Als nächstes durchstöbere ich die Auswahl an mehrtägigen Übungsprogrammen auf YogaMeHome:
Hier gibt es zum Beispiel Yoga für den Rücken, eine Einführung in Ashtanga Yoga, Qigong, Yoga fürs Gesicht, Hormonyoga und viele mehr. Ich sehe mir eine fünfteilige Videotutorial-Reihe von Dr. Peter Poeckh zum Thema „Gesünder praktizieren“ an, in denen er wertvolle Tipps zu Fehlhaltungen im Yoga gibt. Danach schnuppere ich in die Einführung in Thai Yoga Massage von Kai Ribéreau hinein – auch super interessant! Für noch mehr Theorie gibt es einen Blog mit vielen spannenden Artikeln rund um Yoga, Achtsamkeit und Spiritualität.
Nach all der Theorie gehe ich hochmotiviert zurück auf meine Matte und praktiziere zum zweiten Mal mit Danja Lutz. Diesmal suche ich mir einen ruhigen, aber kraftvollen, 45-minütigen Kali-Flow für Mut und Klarheit aus. I love it!
Tag 7: Entspannter Start in den Tag
Es ist der letzte Tag meines Testzeitraums. Natürlich gibt es noch so viel mehr zu entdecken, aber da ich mir inzwischen sicher bin, dass ich noch länger mit YogaMeHome praktizieren werde, picke ich mir für heute eine meiner neu entdeckten „Rosinen“ heraus. So starte ich in den Montagmorgen mit einer 30-minüten Yin-Yogapraxis bei Helga Baumgartner. Ich bin es gewohnt, Yin Yoga eigentlich nur abends zu üben, doch gerade für einen Montag finde ich die Praxis perfekt, da Helga mich unglaublich sanft vom Liegen zu Beginn der Praxis zum Stehen am Ende der Praxis führt.
Mein Fazit
Ich bin sehr dankbar, dass ich dank YogaMeHome wieder zu meiner täglichen Praxis zurückgefunden habe. Ich finde, die Plattform ist eine super Möglichkeit, Yoga in den Alltag zu integrieren. Vor allem die mehrtägigen Programme verleiten dazu, regelmäßig an der eigenen Praxis dranzubleiben. Für Yoganeulinge eignet sich die Plattform wunderbar, um einen ersten Überblick zu bekommen und verschiedene Stile und Lehrer*innen auszuprobieren. Natürlich kann und soll Online-Yoga keinen Präsenzunterricht ersetzen. Das sehen sicherlich auch die Macher von YogaMeHome so. Doch es ist eine wundervolle Ergänzung. Außerdem: Für alle, die behaupten, „ich habe doch keine Zeit für Yoga“, gibt es keine Ausreden mehr: Ohne den Weg zum Yogastudio auf sich nehmen zu müssen, kann man sich noch vor der Arbeit von professionellen Lehrer*innen durch einen kurzen Flow leiten lassen – und muss dazu lediglich den Laptop aufklappen.
YogaMeHome wurde 2012 von Yogalehrer Philipp Strohm gegründet und ist ein Video-Portal von Yogi*nis für Yogi*nis und alle, die es noch werden wollen. Teste auch du YogaMeHome!
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Die ultimative Bestätigung, dass dieses Baklava fantastisch schmeckt: Nach dem Fotoshooting hat sich die Crew um die Reste gerissen und innerhalb weniger Minuten waren alle Stücke verputzt. Dieses Rezept von den Profiköchinnen Jessica Wolf und Kristina Mohr stammt aus ihrem Kochbuch „Gemüse feiern! Genial zubereitet – grandios serviert.“
Zutaten Pistazien-Mandel-Baklava mit süßer Kürbiscreme und Berberitzen
Für 8–10 Personen | Zubereitungszeit: 1 Std., Backzeit: 25 Min., Kühlzeit: mind. 30 Min | Auflaufform (ca. 25 × 35 cm)
Für das Pistazien-Mandel-Baklava:
200 g vegane Margarine 100 g Pistazienkerne 100 g Mandeln 50 g Zucker 230 g Filo- oder Yufkateig
Für den Zuckersirup:
200 g Zucker
Für die süße Kürbisceme:
350 g Hokkaidokürbis 2 EL vegane Margarine 2 EL Zucker 300 ml Orangensaft 2 EL Cashewmus 6 EL Ahornsirup
Außerdem 4 EL getrocknete Berberitzen
Zubereitung
Gräfe und Unzer / Lars Walther
Schritt 1
Die vegane Margarine in einem Topf schmelzen lassen. Pistazien und Mandeln sehr fein hacken, dabei 2–3 EL gehackte Pistazien beiseitestellen. Pistazien und Mandeln mit dem Zucker und 2–3 EL flüssiger Margarine verrühren. Die Filoteigblätter in der Größe der Auflaufform zuschneiden. Den Backofen auf 180° vorheizen.
Ein Teigblatt in die Form legen, mit flüssiger Margarine bepinseln, ein weiteres Teigblatt darauflegen, wieder mit Margarine bestreichen und noch ein Teigblatt darauflegen. Ein Drittel der Pistazien-Mandel-Mischung auf dem Teig verteilen. Wieder fünf mit Margarine bestrichene Teigblätter darauflegen, mit einem Drittel der Pistazien-Mandel-Mischung bestreichen und erneut fünf mit Margarine bestrichene Teigblätter darauflegen. Mit der restlichen Pistazien-Mandel-Mischung bestreichen und mit zwei mit Margarine bestrichenen Filoteigblättern bedecken. Die Schichten in kleine rautenförmige Stücke schneiden und mit der übrigen Margarine bestreichen.
Die Baklava im Ofen (Mitte) in 20–25 Min. goldbraun backen
Zuckersirup Inzwischen den Zucker mit 150 ml Wasser in einem Topf aufkochen und in ca. 15 Min. sirupartig einköcheln lassen.
Süße Kürbiscreme Den Kürbis waschen, die Kerne entfernen und das Kürbisfleisch in grobe Stücke schneiden. 1 EL vegane Margarine in einem Topf schmelzen lassen, den Kürbis darin andünsten. Mit Zucker bestreuen, karamellisieren lassen und mit Orangensaft ablöschen. Den Kürbis weich köcheln lassen. Das Cashewmus und den Ahornsirup untermischen und alles mit dem Stabmixer fein pürieren.
Schritt 2:
Die Baklava aus dem Ofen nehmen und den heißen oder warmen Zuckersirup daraufgießen. Mit den übrigen gehackten Pistazien bestreuen und abkühlen lassen.
Anrichten
Die Kürbiscreme mit einem Löffel wild auf Desserteller verteilen. Jeweils zwei Baklavastücke darauf anrichten und mit Berberitzen und Pistazien bestreuen.
Über die Autorinnen
Gräfe und Unzer / Lars Walther
Jessica Wolf, vegane Unternehmerin und leidenschaftliche Köchin, gründete 2019 mit Kristina Mohr das vegane Restaurantkonzept „die FETTE BEETE“, das 2020 zu den Gewinnern des deutschen Gastro-Gründerpreises zählte. Kristina Mohr lebt vegan und ist leidenschaftliche Köchin. Gemeinsam mit Jessica Wolf beweist sie in ihrem Restaurant „die FETTE BEETE“ jeden Tag, wie kreativ pflanzliche Küche sein kann. In der angeschlossenen Kochschule geben die beiden Gastronominnen ihr Wissen weiter.
Vegane Rezepte aus der kreativen Profiküche, die auch Nicht-Veganer*innen überzeugen und begeistern – das und vieles mehr gibt es im aktuellen Kochbuch „Gemüse feiern!“ mit dem die Profiköchinnen mit geschmacklichen Highlights durch das ganze Jahr begleiten. Ob Gourmet-Abend mit Freunden, After-Work- oder Candlelight-Dinner: In „Gemüse feiern!“ werfen sich die Zutaten in Schale und treten in den aufregendsten Kombis auf, ob Süßkartoffel-Bruschetta mit Grünkohltopping oder Frittierter Rosenkohl mit Whiskeykaramell.
„Gemüse feiern!“ (240 Seiten), erschienen im GU Verlag
Probiere auch dieses leckere Rezept aus Kristinas und Jessicas Buch „Gemüse feiern!“:
Übe dich in liebender Güte gegenüber anderen und dir selbst
Bestimmt hast du schon mal von Metta, dem buddhistischen Konzept der liebenden Güte, gehört. Doch was genau ist damit gemeint? Der Begriff Metta stammt aus dem Pali, der Sprache Buddhas. Liebende Güte ist die uns innewohnende Qualität, alle Lebewesen mit Liebe anzunehmen und auf eine fürsorgliche Weise zu betrachten. Die Metta-Meditation lebt von Visualisierung, wobei bewusst nach den gütigen Anteilen eines Menschen geschaut wird. Das Ziel ist, unsere Fähigkeit, andere wohlwollend zu betrachten und damit anzunehmen, zu erhöhen. Je öfter wir die Meditation der liebenden Güte üben, desto leichter fällt es uns, diese in unser Leben zu übertragen und die Art und Weise zu verändern, wie wir auf andere reagieren.
In dieser Folge der Praxisreihe leitet dich Timo Wahl durch eine kurze Metta-Meditation. Timo war bereits bei uns im „YogaWorld Podcast“ zu Gast und hat uns eine zweiteilige Einführung in das Thema Buddhismus gegeben. Höre dir dazu gerne nochmal die Folgen #65 und #66 an. Hier hat Timo bereits über die Metta gesprochen – und heute darfst du gemeinsam mit ihm üben.
Traditionell geschieht die Metta-Meditation in vier Schritten: Zunächst fokussiert man sich dabei auf sich selbst, dann auf eine nahestehende Person, auf eine neutrale Person und schließlich auf einen Menschen, zu dem man ein eher schwieriges Verhältnis hat. Timo hat jedoch im Westen die Erfahrung gemacht, zunächst mit der liebenden Güte gegenüber einer nahestehenden Person zu beginnen und dann erst zu sich selbst vorzudringen.