Dr. Ronald Steiner: 3 Übungen bei Kniebeschwerden

Übungen bei Kniebeschwerden

Faszien streichen, Radfahrer, Fußwischer – Dr. Ronald Steiner zeigt dir drei Techniken, wie du Erkrankungen am Knie vorbeugen und bei Kniebeschwerden Schmerzen lindern kannst.

Das Kniegelenk ist nicht nur das größte, sondern auch eines der kompliziertesten Gelenke des menschlichen Körpers. Was es genau damit auf sich hat, erklärt Dr. Ronald Steiner im Artikel „Therapie für die Knie„. Wenn du aktiv etwas gegen Kniebeschwerden tun möchtest, versuche es doch einmal mit den folgenden Übungen bei Kniebeschwerden.

1. Faszientechniken im Sitzen

Übungen bei Kniebeschwerden

Strecke im Sitzen ein Bein nach vorne aus und streiche die Bein­innenseite aus. Dazu drücke Zeige- und Mittelfinger spitz zwischen die Muskelstränge und fahre von der Nähe des Schambeins nach unten bis über den Knöchel. Als nächstes ziehst du mit Daumen und Zeigefinger eine kleine Hautfalte ab und lässt sie entlang des gleichen Muskel-Faszien­strangs nach unten wandern. Wiederhole dieselben Techniken, also Längs­friktion und die Hautfalten-­Methode, an der Außenseite des Beines. Hier beginnst du möglichst weit oben in der Nähe des großen Rollhügels (Trochanter Major) und ­wanderst in Richtung Außenknöchel­ oder sogar darüber hinaus. Anschließend wechselst du zum anderen Bein.

Wirkung: Verklebungen der Faszienschichten lösen

Im Verlauf dieser Faszienstränge liegen das Innenband­ mit dem damit verwachse­nen Innen­meniskus und das ­Außenband. Die Technik löst Verklebungen­ in den verschiedenen Faszienschichten und fördert ein ­ge­sundes Gleiten der Fasern. Da Innen- und Außenband gemeinsam das Kniegelenk in der sogenannten Zug­gurtung stabil halten, solltest du die Technik immer sowohl am Innen- als auch am Außenband durch­führen. Entzündungen werden dadurch schneller aufgelöst und Verletzungen heilen besser. Besonders wichtig sind die Techniken bei früheren Verletzungen des Innenbands. Hier entstehen schnell Vernarbungen mit dem Innen­meniskus – das vermindert seine Gleitfähigkeit, langfristig wird er überlastet und schließlich geschädigt.

Übrigens: Die Faszientechnik kann auch helfen, wenn die Beinrückseite schmerzt. Klick dich durch die Galerie.

2. Radfahrer auf dem Rücken

Übungen bei Kniebeschwerden
Radfahren in der Luft

Lege dich auf den Rücken. Strecke die Beine in die Luft und führe langsame und bewusste Radfahrbewegungen aus. Nach einiger Zeit wechselst du die Richtung. Das heißt, du trittst sowohl vorwärts als auch rückwärts. Achte dabei darauf, dass Fuß- und Kniege­lenke immer in die gleiche Richtung zeigen.

Wirkung: Knorpel werden genährt

Die Gelenkflüssigkeit im Knie wird durch die Bewegung verteilt und der Knorpel auf diese Weise genährt. Zudem verfeinerst du mit dieser Übung die Muskelsteuerung des Kniegelenks. Dadurch wird eine bessere Ausrichtung möglich, da die Fasern der Gelenkkapsel durch die Übung den nötigen Reiz bekommen, um sich für eine korrekt ausgerichtete Bewegung zu organisieren.

3. Fußwischer: Rotation des Unterschenkels

Übungen bei Kniebeschwerden

Setze dich aufrecht auf den Boden. Beuge ein Knie etwa in einem 90-Grad-Winkel und umfasse es, indem du mit den Fingern den Gelenk­spalt ertastest. Rotiere nun den Fuß wie einen Scheibenwischer hin und her. Du kannst die Rotation des Unterschenkels im Kniegelenk mit ­deinen Fingern deutlich spüren.

Wirkung: Menisken werden mit Nährstoffen versorgt

Das Gelenkplateau des Schienbeins bewegt sich unter den Gelenkrollen des Oberschenkelknochens hin und her. Die Menisken folgen dieser Bewegung ohne Belastung. Sie verformen sich und werden durch die Gelenkflüssigkeit gezogen. Dadurch ­werden sie mit Nährstoffen versorgt. Deshalb ist diese Übung eine der effektivsten, um Meniskusverletzungen vorzubeugen oder den Heilungsprozess zu unterstützen.


Autor von „Übungen bei Kniebeschwerden“

Dr. Ronald Steiner ist Arzt für Sportmedizin und zählt zu den bekanntesten Praktikern des Ashtanga Yoga. Die von ihm begründete AYInnovation®-Methode baut eine Brücke zwischen der Tradition und progressiver Wissenschaft. Sie verbindet präzise Technik und praktische Erfahrung. www.AshtangaYoga.info


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Ich weiß ja nicht, wie es euch da draußen so geht. Aber mir fällt im Homeoffice langsam die Decke auf den Kopf. Also versuche ich mit allen Mitteln gegenzusteuern: Ich mache Yoga und auffällig viele Atemübungen zum Runterkommen. Ich versuche besonders lecker zu essen und unbeschwerte Momente festzuhalten. Und ich umgebe mich mit schönen Dingen. Wenn die Sonne schon nicht scheint, dann brauche ich wenigstens Farbe im Wohnzimmer und auf der Matte. Also durchforste ich regelmäßig das Netz nach neuen Ideen und Shops. Dabei bin ich auf eine kleine Perle gestoßen: Ruthtutgut.

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Der schimmernde Lotus

Schimmernder Lotus

Lotosblüten sind was Wunderschönes – und wer würde als Yogi*ni nicht gerne entspannt im Lotos sitzen? Leider ist das nicht so ohne. Stattdessen bringt unsere Asana-Kolumnistin Jelena Lieberberg Padmasana hier in der halben und zur Seite geneigten Variante zum Blühen.

Der Lotos spielt fast überall in Asien eine wichtige Rolle. Im Buddhismus steht er für Reinheit des Herzens, für Treue und Erleuchtung, außerdem soll der Buddha in einer Lotosblüte geboren worden sein. Hindus haben die Chakren mit den Blütenblättern der Lotusblume dargestellt, denn sie steht für spirituelle Entfaltung und Vollkommenheit:

Ihre Wurzeln stecken im Schlamm, sie wächst aus dem trüben Wasser zum Licht und entfaltet sich mit den ersten Sonnenstrahlen. „Om Mani Padme Hum“ lautet das älteste und populärste Mantra der Tibeter. Es bedeutet „Om, Juwel im Lotus“ und soll in Klang und Bild Ausdruck der grundlegenden Haltung des Mitgefühls sein.

Kein Wunder also, dass der Lotossitz auch im Yoga so eine zentrale Bedeutung hat. Vor allem Nicht-Yogis denken (vom Baum mal abgesehen) bei Yoga wohl zu allererst an Padmasana. Doch der Lotos ist nicht nur der klischeemäßige Inbegriff der Praxis, sondern auch eine wichtige traditionelle Meditationshaltung – dabei aber alles andere als einfach.

Die extreme Auswärtsdrehung in den Hüftgelenken, bei der die Beine zugleich gebeugt und angewinkelt sind, erfordert nicht nur viel Übung und Geduld, sie ist für viele Menschen anatomisch schlicht unmöglich. Wer das nicht berücksichtigt und sich mit Gewalt in die Haltung brezelt, kann sich ziemlich übel verletzen, ganz besonders in den Knien. Wir begnügen uns hier mit dem halben Lotos, also Ardha Padmasana, und kombinieren ihn in der weiten Seitbeuge mit einer wunderschöne Dehnung.

Macht das Spaß?

Auf jeden Fall. Die Seitbeuge aus dem stabilen Sitz zieht die Flanken lang und entspannt den Nacken – kombiniert mit der Hüftmobilisierung macht das doppelt gute Laune.

Muss ich das können?

Nein. Auch der halbe Lotus ist hier nicht zwingend notwendig. Du kannst die Haltung auch in Sukhasana, dem einfachen Schneidersitz, üben. Wenn es in Knien oder Fußgelenken ziept, solltest du dich außerdem erhöht auf ein Meditationskissen setzen.

Was muss ich dafür tun?

Mobilisiere zur Vorbereitung deine Hüftgelenke. Dazu kannst du im Sitzen jeweils ein Bein mit den Händen anheben und sanft kreisen lassen. Auch das Nadelöhr oder die halbe Taube helfen dir, besser im Lotos (und den anderen klassischen Sitzhaltungen) sitzen zu können.

Lies auch: Hilfsmittel im Yoga – notwendig? Und wenn ja, wie viele?

Step by Step in den schimmernden Lotus

Schimmernder Lotus
Der schimmernde Lotus – Foto: Gordon Schirmer
  1. Wir beginnen im Sitzen und versuchen zuerst, den rechten Fuß mit Hilfe der Hände auf den linken Oberschenkel in den halben Lotus zu legen. Sei dabei ganz vorsichtig und spür gut hin: Wenn es im Knie oder Fuß spannt, dann legst du den Fuß lieber auf den Boden. Erde dich über beide Sitzknochen – hier kann eine Sitzerhöhung (Kissen, Decke) eine gute Idee sein.
  2. Ziehe den linken Fuß am Boden zu dir heran und beuge beide Füße (sprich zieh die Zehen Richtung Knie), um deine Knie zu schützen.
  3. Hebe mit einer Einatmung den rechten Arm und lehne dich mit der nächsten Ausatmung zur linken Seite. Dabei stützt du dich sanft auf deine linke Hand. Achte darauf, dass dein rechter Sitzknochen am Boden bleibt und strecke dich, als würdest du mit den Fingerspitzen die nächst gelegene Wand erreichen wollen. Lasse dabei das Ohr sanft zur Schulter und die Schulter Richtung Boden sinken.
  4. Bleibe 5-10 Atemzüge lang in der Haltung. Dann richtest du dich behutsam wieder auf und löst achtsam das obere Bein. Strecke beide Beine locker nach vorne aus und bewege dabei deine Füße, bevor du das Ganze auf der anderen Seite wiederholst.

Fragen oder Anregungen? Du findest Jelena Lieberberg auf instagram.com/kickassyogakickassyoga.net oder im Buch „KickAssAsanas“. Foto: Gordon Schirmer

Dr. Ronald Steiner: Alignment Cues für Utthita Trikonasana

Dr. Ronald Steiner Utthita Trikonasana

In der „gestreckten Dreieckshaltung“ formt der Körper mehrere ineinander stehende annähernd gleichseitige Dreiecke. Energetisch gesehen transformieren wir dabei Energie zwischen Himmel und Erde. Doch auf was ist körperlich zu achten? Unser Asana-Kolumnist Dr. Ronald Steiner weiß Rat…

Wirkung

Die Haltung des Dreiecks, Utthita Trikonasana, entwickelt die Außenrotation im Hüftgelenk und die Flexibilität an den Beinrückseiten. Sie gibt der Wirbelsäule eine Gelegenheit, in die Länge zu wachsen und den Schulterblättern, sich zur Seite auszubreiten. Mythologisch oder symbolisch betrachtet steht das Dreieck für die Dreiheiten dieser Welt, zum Beispiel: Werden, Bestehen, Vergehen; Oben, Unten, Mitte; oder Sattva, Raja, Tamas.

So geht’s

Setze deine Füße in etwa einer Beinlänge Abstand. Der rechte Fuß weist dabei nach vorne, während der linke leicht eingedreht ist. Oberkörper und Becken zeigen zur langen Seite der Matte. Richte dich lang auf und hebe die Arme seitlich auf Schulterhöhe, bevor du den Oberkörper nach rechts streckst. In der klassischen Form der Haltung umgreifst du mit zwei Fingern der rechten Hand deine große Zehe. Der linke Arm ist senkrecht nach oben gestreckt und du folgst ihm mit deinem Blick.

Alignment Cues

Fundament schaffen!

Wie so oft kommt es auf ein gutes Fundament an. Der rechte Fuß gibt dabei mit seiner Mittellinie (vom zweiten Zeh zur Ferse) die Achse der Haltung vor. Platziere die linke Ferse in Verlängerung dieser Linie, während die Zehen schräg nach vorne weisen. Um mit den Beinen ein gleichschenkliges Dreieck zu formen, sollte der Abstand zwischen den Füßen etwa deiner Beinlänge entsprechen.

Vorderes Bein aktiv!

Um dein vorderes Bein in eine aktive Spannung zu bringen, entriegelst du dein Kniegelenk etwas und drehst den Oberschenkel so weit nach außen, dass die Kniescheibe in die Richtung der Achse dieser Haltung weist (sprich: Mittellinie des vorderen Fußes). Drücke nun vor allem mit Großzeh- und Kleinzehballen aktiv gegen den Boden, während du deine Ferse etwas entlastest

Hinteren Fuß verwurzeln!

Am hinteren Fuß drücken Großzehballen, Kleinzehballen und Ferse gleichmäßig stark gegen den Boden. Zwischen diesen Punkten dürfen sich drei Gewölbebögen heben: Stehst du tendenziell auf der Fußaußenkante, so hebst du bewusst den Zwischenraum zwischen Ferse und Kleinzehballen an und verwurzelst den Großzehballen. Dein Sprunggelenk wandert auf diese Weise weiter nach innen und erfährt Führung. Stehst du umgekehrt zu weit auf der Innenkante des Fußes, verwurzelst du bewusst deinen Kleinzehballen. So hebt sich dein Fußgewölbe ganz von alleine an.

Becken kippen!

Kippe aus der zuvor beschriebenen Basis von Füßen und Beinen bewusst dein Becken. Die Lendenwirbelsäule formt so zunächst eine leichte Rückbeuge. Das schafft Weite im Iliosakralgelenk und ermöglicht es dem großen Rollhügel (Trochanter Major) hinter der Beckenschaufel vorbeizutauchen. Dieser Alignment Cue steht bewusst im Widerspruch zu der weit verbreiteten Anleitung, man solle den gesamten Körper so flach wie zwischen zwei Glasscheiben halten.

Zwei anatomische Argumente sprechen für ein leicht gekipptes Becken: In der „flachen“ Ausführung drückt der große Rollhügel gegen die Beckenschaufel. Das macht zum einen ein tiefes Hineingehen in die Haltung schier unmöglich. Zum anderen hebelt dabei der Oberschenkelkopf aus der Pfanne, was das Gelenk unnötig belastet. Auch der Bewegungsraum im Iliosakralgelenk ist in dieser Ausführung eingeschränkt und die Wirbelsäule kompensiert mit einer vermehrten Seitneigung.


Apropos Rücken – hier findest du Tipps und Übungen für Rückenschmerzen von Dr. Ronald Steiner.


Kreuzbein und Hinterkopf spannen in die Länge!

Gehst du auf die oben beschriebene Weise in die Haltung, dann befindet sich dein Oberkörper etwas vor dem Oberschenkel. Die Lendenwirbelsäule wölbt sich in ein leichtes Hohlkreuz. Durch einen Zug mit dem Kreuzbein nach hinten und mit dem Hinterkopf nach vorne kannst du nun die gesamte Wirbelsäule lang strecken. Achte dabei darauf, die Beckenhälften weiter in ihrer gekippten Ausgangsstellung zu bewahren. Dein Kreuzbein taucht also zwischen den Beckenhälften ein.

Nutze den Griff als Anker!

Nutze den Griff der Finger deiner rechten Hand am rechten großen Zeh als Anker. Strecke dich von dort mit der linken Hand weit nach oben. Rotiere mit den Schulterblättern nach außen, während diese am Rücken zur Seite gleiten. Etwa so, als ob du die Achselhöhlen in Richtung Kopf drehen und gleichzeitig die Haut zwischen deinen Schulterblättern spannen wolltest.


Alternative Form

Dr. Ronald Steiner Utthita Trikonasana
Dr. Ronald Steiner in der alternativen Form von Utthita Trikonasana Foto: Richard Pilnik

1 Wie jede Asana kannst du auch diese in verschiedenen Varianten ausführen. Diese alternative Form übernimmt die wichtigen Wirkungen und die Charakteristik des gestreckten Dreiecks, vermeidet jedoch ihre Schwierigkeiten. Die Flexibilität der Beinrückseite des vorderen Beines und die Außenrotation im vorderen Hüftgelenk sind die beiden limitierenden Faktoren in der Haltung des Dreiecks.

2 Nicht so tief: Damit deine Wirbelsäule gerade in die Länge wachsen kann anstatt sich in die Seitbeuge zu krümmen, solltest du dich mit dem Oberkörper nur so weit nach vorne strecken, wie dies im Hüftgelenk noch mit einem freien Gefühl verbunden ist.

3 Hand ans Bein: Erreichen nun deine Finger nicht den Fuß, dann drücke mit dem Handrücken von innen gegen dein Schienbein. Dieser Druck gibt dir Halt und erleichtert dir zudem das Aufspannen der Arme in die Weite.

Egal ob Rückenschmerzen, Nacken, Schultern, BeineDr. Ronald Steiner erklärt auf yogaworld.de, wie du Schmerzen mit Hilfe von Yogatherapie vorbeugen kannst.


Yoga-Anatomie


Dr. Ronald Steiner ist Arzt für Sportmedizin und zählt zu den bekanntesten Praktikern des Ashtanga Yoga. Die von ihm begründete AYInnovation®-Methode baut eine Brücke zwischen der Tradition und progressiver Wissenschaft, zwischen präziser Technik und praktischer Erfahrung. www.AshtangaYoga.info


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Fitte Faszien mit Amiena Zylla: Der fröhliche Hund

Der fröhliche Hund

Wenn du deinen Serotoninspiegel in den Herbst- und Winter-Monaten noch ein bisschen mehr pushen möchtest, dann hätte unsere Asana-Kolumnistin Amiena Zylla da einen perfekten Tipp: Hüpfen. Das produziert angeblich nicht nur Glückshormone, es soll überhaupt ziemlich gesund sein – ganz besonders für die Faszien…

Weißt du noch, wann du das letzte Mal fröhlich herumgesprungen bist? Wahrscheinlich schon etwas länger her, oder? Wenn ich meine Tochter so an- schaue, macht sie eigentlich den ganzen Tag nichts anderes als zu hüpfen. Am liebsten auf dem großen Bett. Sie hat schon sehr früh erkannt, wie toll das ist, und konnte gefühlt schon springen, bevor sie lief. Am Anfang hielt sich am Gitter ihres Bettchens fest und übte und übte, bis sie es konnte. Das Schöne daran ist, dass durch das Springen Unmengen an Glückshormonen ausgeschüttet werden – kein Wunder, dass Kinder so viel lachen.

Was das mit den Faszien zu tun hat?

bieten sie den Gelenken einen ver- mehrten Schutz, außerdem werden Ge- lenke, Knochen und Knorpel besser mit Nährstoffen versorgt. Aber die Liste der positiven Effekte ist noch länger: Munteres Hüpfen erhöht die Stoffwechselaktivität, stimuliert das Herz-Kreis- lauf-System und baut Stress ab. Hier will ich dir eine vermutlich erstmal un- gewohnte Art des Springens vorstellen, die besonders auf die Faszien abzielt.

Der Hintergrund

Bindegewebe besitzt die Eigenschaft, Bewegungsenergie speichern und katapultartig wieder freisetzen zu können, Faszienforscher nennen das „Rebound Elasticity“. In der Tierwelt kann man diesen Katapulteffekt sehr gut zum Beispiel bei Gazellen und Kängurus beobachten: Beide erzeugen ihre beeindruckende Sprungkraft weniger aus der Beinmuskulatur als aus der dynamischen Federung der Faszien. Aber auch wir Menschen sind in der Lage diese kinetische Speicherenergie zu nutzen, es sind aufgrund der kürzeren Achillessehne lediglich geringere Sprunghöhen zu erwarten. Übrigens: Nach meiner Erfahrung können auch „Kniepatienten“ auf die unten beschriebene Art hüpfen, während das schwerfällige muskuläre Springen für ihre Knie eher ungünstig ist.

Gleich mitmachen: 60 Minuten Faszienyoga mit Amiena Zylla im Video

Step by Step Anleitung

Der fröhliche Hund
Fitte Faszien mit dem fröhlichen Hund – Foto: Susanne Schramke
  1. Du beginnst im Vierfüßlerstand mit aufgestellten Füßen, verwurzelst deine Hände kraftvoll am Boden, aktivierst die Schultern und hebst die Knie. Wenn du jetzt noch den Po nach hinten und oben ziehst, bist du im herabschauenden Hund.
  2. Stelle dir vor, dass du in einen dehnbaren Ganzkörperanzug schlüpfst und dich in der Haltung zu allen Seiten hin ausdehnst. Was wir mit dieser bild- haften Vorstellung erreichen wollen, ist, dass du dein Fasziennetzwerk, also die kollagenen Fasern, ausdehnst.
  3. Jetzt hebe deine Fersen deutlich an, lass die Beine dabei aber gestreckt. Stelle dir vor, dass der Boden unter deinen Füßen heiß ist und beginne in beidbeinigen kleinen Hüpfern zu springen. Wenn du Mühe damit hast, versuche es mal mit einem kleineren Abstand zwischen Händen und Füßen und etwas mehr Gewicht auf den Händen.
  4. Beim faszialen Springen kommt es nicht auf Höhe an sondern auf Schnelligkeit. Die Füße heben sich nur ganz wenig vom Boden ab. Ganz wichtig: Halte die Beine immer gestreckt und bewege nur die Füße: Springe auf die Fußballen, strecke und beuge Fußgelenke. Springe so lange, wie du möchtest.

Tipp zum Varieren

• Setze die Füße beim Springen abwechselnd auseinander und wieder zusammen.
• Springe mit geschlossenen Beinen nach rechts und links.

Wirkungen

• stärkt und nährt die Gelenke
• erhöht die Stoffwechselaktivität
• beschleunigt die Zellerneuerung
• löst Verspannungen
• macht glücklich
• hält jung

Lies auch: Faszienyoga gegen Kopfschmerzen


Fragen oder Anregungen? Dann findest du Amiena Zylla hier: amienazylla.com & instagram.com/amienazylla

Kürbis-Apfel-Suppe

Kürbis und Apfel – diese Suppe vereint zwei Früchtchen, die uns den Herbst wunderbar versüßen. Die Liaison ist cremig und wärmt mit Ingwer und Curry, wenn draußen der Herbststurm tobt.

  • 750 ml Gemüsebrühe
  • 1 mittelgroßer Hokkaido-Kürbis
  • 2 mittelgroße Äpfel
  • 1 Stück Ingwer, ca. 2-3 cm
  • 200 ml Kokosmilch
    (1 EL zum Garnieren)
  • 1 Prise Currygewürz
  • ¼ TL Salz
  • 1 Prise Cayennepfeffer

Erhitze die Gemüsebrühe. In der Zwischenzeit wasche den Kürbis, entferne die Kerne und schneide ihn in kleine Würfel (der Hokkaido-Kürbis muss nicht geschält werden). Die Äpfel werden geschält, entkernt und in Scheiben geschnitten. Zusammen mit dem zerkleinerten Ingwer kommt schließlich alles in die kochende Brühe. Diese sollte bei mittlerer Hitze etwa 15 Minuten köcheln. Anschließend pürierst du die Suppe mit dem Stabmixer, rührst die Kokosmilch ein und schmeckst sie mit Curry, Salz und Cayennepfeffer ab. Kurz vor dem Servieren garnierst du die Suppe mit etwas Kokosmilch.

Tipp für ein intensiveres Aroma:
Beträufele den Kürbis mit etwas Olivenöl und röste ihn etwa 40 Minuten lang bei 180 Grad im Ofen, bevor du ihn in die Brühe gibst.

Meditation in 15 Minuten: Frei in der Natur

Meditation Natur

Im Freien vertiefen wir unsere Verbindung zur Natur und zur eigenen Mitte. In 5 simplen Schritten zeigt uns Yoga- und Meditationslehrerin Kate Vogt eine wunderbare „15 Minuten Meditation“ zum Runterkommen.

1. Finde einen schönen Platz im Freien

Setze dich bequem hin und nimm etwas Erde in die Hand. Spüre die Erde einen Moment lang, bevor du sie wieder zurückgibst und beide Handrücken entspannt auf die Oberschenkel legst.

2. Schließe die Augen

Entspanne deine Gesicht, Hüften und Füße. Atme zehn Mal langsam und ruhig ein und aus und stelle dir dabei vor, dass du aus deinem Körper Wurzeln in die Erde unter dir wachsen lässt. Gleichzeitig verlängerst du deine Wirbelsäule nach oben, der Kopf balanciert ganz locker auf der Spitze. Stell dir vor, wie deine Wurzeln immer kräftiger werden, während die Spannung aus Schultern und Brustkorb abfließt.

3. Nimm weitere zehn sanfte Atemzüge

Beim Einatmen visualisierst du die aus der Erde stammenden Nähr- und Mineralstoffe in deinen Knochen. Beim Ausatmen lässt du alle Muskeln, von Kopf bis Fuß, entspannt von den Knochen sinken. Die Erde trägt dich. Spüre genau hin: Überlasse dich diesem Getragensein, oder halte dich noch und drücke dich vom Boden ab? Lass bewusst los.

4. Bleibe einige Minuten lang still sitzen

Gedanken und Gefühle sickern in den Boden hinein. Überlasse dich dem Leben, wie eine Pflanze es tut. Alles, was du brauchst, hast du.

5. Zurück zum Atem

Nach einigen Minuten bringst du die Aufmerksamkeit sachte wieder zurück zum Atem. Lege die Handflächen vor dem Herzen aneinander und senke einen Moment lang den Kopf. Dann legst du die Handrücken wieder auf die Oberschenkel, hebst langsam den Kopf und öffnest sanft deine Augen. Auch wenn du jetzt wieder aufstehst, weißt du: Die Erde unter mir trägt mich voll und ganz. 


Kate Vogt unterrichtet Asana, Meditation und Patanjalis Yoga Sutras in der Nähe von San Francisco.

Titelbild: Anastase Maragos via unsplash

TriYoga: Style Guide

TriYoga

Vor ungefähr zehn Jahren erfuhr ich durch eine Freundin von den TriYoga-Flows der Amerikanerin Kali Ray. Damals war TriYoga in Deutschland noch relativ unbekannt. Da meine Freundin sehr von ihrer Neuentdeckung schwärmte, wollte ich es selbst ausprobieren. So nahm an einem Workshop der Lehrerin Eva-Maria Beck teil, die hierzulande stark zur Verbreitung des Stils beitrug. Damals ahnte ich nicht, dass dieses Erlebnis mein Leben in neue Bahnen lenken und ich schließlich ein TriYoga-Studio in München eröffnen würde.

Zwar war ich vor dem Workshop ein wenig skeptisch. War dieses TriYoga nach Kali Ray nur eine weitere amerikanische Yogarichtung, die bereits Bekanntes mit einem neuen Namen bestückt? Nachdem ich es ausprobierte, war ich jedoch begeistert. Denn TriYoga ist ein Yogastil, der anmutige Flows mit gehaltenen Stellungen (Asanas), dem Atemfluss und Mudras (Handgesten) verbindet. Durch seine verschiedenen Schwierigkeitsstufen ist er für alle Menschen geeignet. Er verknüpft die uralten Yogatraditionen mit dem modernen Leben.

Gründung des Stils

TriYoga wurde 1980 von Kali Ray als vollständige Hatha-Yoga-Methode entwickelt. Kennzeichnend sind die harmonisch fließenden Bewegungen von einer in die nächste Asana. Der Fokus auf die ruhigen, rhythmischen Bewegungen beruhigt den Geist und ermöglicht ein sogenanntes Flow-Gefühl. Man kann sich vollständig auf das Tun konzentrieren und im Fluss der Bewegung aufgehen. Die Silbe „Tri“ steht für die Dreieinheit, die Einheit von Haltung, Atmung und Fokus. Oder Asana, Pranayama und Mudra.

Die universelle Lebensenergie, Prana oder auch Chi genannt, kann man ausgegleichen, so dass sie harmonisch und ohne Anstrengung fließen kann. TriYoga basiert auf der ursprünglichen Hatha-Yogatradition, den Prinzipien von Asana, Pranayama und Mudra, wie sie durch die Hatha Yoga Pradipika bekannt sind. Einzigartig im TriYoga-Stil sind neben der harmonischen Choreografie der Flows vor allem seine Verbindung von Flows und Mudras.

Die Flows

Die Flow-Praxis von TriYoga umfasst drei grundlegende Prinzipien. Wellenförmige Bewegungen der Wirbelsäule (wave-like movements). Entspannung in Bewegung (relaxation-in-action). Ökonomie der Bewegung (economy-in-motion).

Die Wirbelsäule kann sich auf vier Arten bewegen. Beugung nach vorne (Flexion), Beugung nach hinten (Extension), seitliche Neigung und Drehung. Um beispielsweise von der Extension in die Flexion zu kommen, richtet TriYoga die Wirbelsäule Wirbel für Wirbel von unten nach oben auf. Das folgt der natürlichen Schwingung. Das richtet die tief liegende Rückenmuskulatur, die die Wirbelsäule stabilisiert auf, und kräftigt auf natürliche Weise. Damit kann man Rückenbeschwerden, die etwa durch eine starre Haltung vor dem Computer entstehen, entgegenwirken. Sogar, ohne die Wirbelsäule durch übermäßiges Beugen oder Drehen unnötig zu belasten. Die grazile Wellenbewegung der Wirbelsäule fließt weiter durch den gesamten Körper von einer in die nächste Haltung.

Die Abfolgen, die so genannten Kriyas, werden als Vorbereitung auf die Asanas wiederholt. Zudem halten wir die Asana am Ende der Flow-Sequenz einige Atemzüge lang. Der Übergang spielt im TriYoga eine elementare Rolle. Denn er ist genauso wichtig wie die Asana selbst und wird bewusst und koordiniert durchgeführt. Dadurch entsteht ein einzigartig meditativer Bewegungsablauf, der elegant und geschmeidig aussieht. Ein yogischer Tanz der Shakti.

Das Flow-Gefühl erreicht man, indem man nur die Muskeln und Körperteile anspannt, die für die Bewegung gebraucht werden. Trotzdem bleiben die anderen Körperstrukturen locker und entspannt. Dieses Prinzip nennt Kali Ray „Entspannung in Bewegung“. Zusätzlich wird jede überflüssige Bewegung vermieden, um den besten Effekt durch minimalem Aufwand zu erzielen. Die Bewegungen werden ruhig und präzise ausgeführt. Außerdem führt der Ujjayi-Atem. Dieses „Ökonomie der Bewegung“ genannte Prinzip ist auch im Rolfing und in einigen Kampfsportarten bekannt.

Pranayama

Prana bedeutet Lebensenergie. Deshalb ist Pranayama die achtsame Regulierung und Vertiefung der Atmung. Als viertes Glied des Raja-Yoga spielt die Atmung auch im TriYoga eine entscheidende Rolle. Die Konzentration auf den Atem entspannt den Körper und beruhigt den Geist. Du synchronisierst Körper und Atmung so, dass die Bewegungen weich und rhythmisch ablaufen. Der Atem führt die Bewegung. Im TriYoga wird der Atem schrittweise verlängert und dadurch vertieft. Die Auswirkungen auf unser Nervensystem sind enorm. Stehen wir unter Stress oder haben wir Angst, atmen wir schnell und flach. Tiefes Atmen dagegen optimiert die Sauerstoffversorgung und beruhigt den Geist. Die alten Yogis glaubten, dass langsames Atmen das Leben verlängert, weil jedem Menschen bei seiner Geburt nur eine bestimmte Anzahl von Atemzügen zugeteilt wird.

Mudras

Mudras sind Körpergesten. Meistens versteht man darunter Handgesten (hasta mudra). Dabei arbeitet jedes Mudra mit speziellen Nadis, also Leitbahnen von Prana. Im TriYoga begleiten Handgesten die Asanas und den Atem, um die Energie der Dreieinheit zu fokussieren. Genauso wie der ganze Körper eine Position einnimmt, stellen die Hände eine „Asana“ dar. Dies kann das Jnana-Mudra sein. (Dabei berühren sich Daumen und Zeigefinger). Oder das Erde-Mudra. (Dann liegen die Hände auf dem Boden.) Ider auch Augen-Mudras wie das Bhrumadhya Drishti. Dabei konzentriert man sich mit geöffneten oder geschlossenen Augen auf das dritte Auge.

Durch den Fluss der Kundalini-Energie bildete Kali Ray Dutzende bis Hunderte von Handmudras. Das erste Mal erschufen Kali Rays Hände 1980 über 800 Handmudras. Alle diese Mudras wurden fotografiert, und es gab nicht eine einzige Wiederholung! Ich hatte das Glück, diesem Prozess 2007 während eines Workshops mit Kali Ray in München beizuwohnen. Damals entwickelten sich neuartige Handgesten aus Kali Rays Kundalini heraus. Einfach so, spontan, ohne Anstrengung.

Die fünf Elemente

Die Flows und Asanas im TriYoga stehen in Verbindung mit den fünf Elementen Erde, Wasser, Feuer, Luft und Raum (Äther). Aus denen ist die Materie zusammengesetzt. Die Elemente korrespondieren mit den ersten fünf Chakras.

Die Erde-Serie besteht aus erdenden Flows mit Hüftöffnungen, die das erste Chakra (Muladhara Chakra) ansprechen. Dabei lernt man, sich zu verwurzeln und im Körper anzukommen, Sicherheit und Vertrauen zu entwickeln. Das zweite Chakra (Svadhisthana Chakra) steht mit dem Wasserelement in Zusammenhang. Zur Wasser-Serie gehören viele bewegende Flows für die Wirbelsäule. Dynamische, einfache Flows werden vom Atem getragen – in die Yogapraxis kommen Leichtigkeit und Lebendigkeit. In der Feuer-Serie erlebt man durch energetisierende Stehhaltungen Hitze, Transformation und Aktivität und spürt die Kraft des dritten Chakras in der Körpermitte (Manipura Chakra). Die Luft-Serie schenkt Ausdehnung, Leichtigkeit und Anmut. Rückbeugen öffnen das Herzchakra (Anahata Chakra) für Licht und Liebe. Das Element Raum (Äther) hat seinen Sitz im fünften Chakra (Vishuddha Chakra). In der Raum-Serie erfährt man in Umkehrstellungen und länger gehaltenen Dehnungen die Qualitäten Stille, Freiheit und Sein. Tiefe Harmonie und geistige Ruhe kann dadurch entstehen.

Die vier Jahreszeiten

Die Flow-Sequenzen werden in höheren Levels zusätzlich zu den fünf Elementen in Frühling, Sommer, Herbst und Winter unterteilt. Der Frühling enthält sanfte Abfolgen, um den Körper aufzuwecken und die Lebensenergie zum Fließen zu bringen. Das ist vergleichbar mit der aus dem Winterschlaf erwachenden Natur. Hier bietet TriYoga viele Variationen unterschiedlicher Sonnengrüße an. Die Frühjahrsenergie harmonisiert und gleicht aus. Im Sommer stehen kräftigende und erhitzende Serien im Fokus, hauptsächlich Flows mit Stehhaltungen. Die Sommerwärme steht für Lebensfreude und Wachstum. Der Herbst zeichnet sich durch Flows mit Rückbeugen und vertiefende Dehnungen aus. Die Übungen erinnern an das Ernten der Früchte, die im Sommer herangewachsen sind. Der Winter enthält Serien, die helfen, die Aufmerksamkeit nach innen zu lenken, beispielsweise Umkehrstellungen und lange, tiefe Stretchings. So wie die Natur, die sich wieder zurückzieht. Am Ende des Winters schließt sich Yoga Nidra an.

TriYoga-Praxis

TriYoga legt viel Wert auf die exakte Ausrichtung (Alignment), nicht nur, um im Flow zu bleiben, sondern auch, um die Strukturen des Körpers optimal auszurichten. Dazu zählen etwa Muskeln und Gelenke. Daher gibt es im TriYoga verschiedene Levels. Deshalb vermittelt das Basics-Level die Grundlagen, die helfen, den Flow zu spüren und den Körper für herausfordernde Asanas zu stärken. Beispielsweise übt man Asanas wie den herabschauenden Hund (Adho Mukha Shvanasana), die Kobra (Bhujangasana), das Dreieck (Trikonasana) und verschiedene Heldenstellungen in harmonischen Flow-Abfolgen.

Je nach Level gibt es beispielsweise verschiedene Kobra-Flows. Je höher der Level, umso herausfordernder der Kobra-Flow, weil er mehr Stützpositionen enthält. Da bei den meisten Yogaanfängern die Schulter- und Armmuskulatur wenig gekräftigt ist, gibt es keinen Kopfstand im Basics-Level. Außerdem wird niemand in Stellungen gedrängt, für die sie oder er noch nicht vorbereitet ist. Die Muskulatur wird in den höheren Levels auf Haltungen wie Hand- und Kopfstand vorbereitet. Bekannte Asanas und Flows werden verfeinert und vertieft.

Ein weiteres Merkmal der TriYoga-Flows ist der Einsatz von Hilfsmitteln wie Blöcken, Gurten oder Kissen. Die Hilfsmittel unterstützen eine maximale Öffnung, Dehnung und Ausrichtung in den Yogapositionen. Damit der Flow nicht unterbrochen wird, werden die Hilfsmittel behutsam eingesetzt.

Die Essenz

Außerdem zeigen die Verbindungen der Körperhaltungen mit den fünf Elementen und den vier Jahreszeiten sowie das System der Flow-Serien, dass TriYoga ein komplettes Yogasystem ist. Die universelle Energie manifestiert sich als Dreieinheit „sat chit ananda“. Existenz/ Sein, Wissen, Glückseligkeit. Tief in mir fühlend, dass dies die Yogarichtung sein wird, die meinen Körper und mein Herz öffnen würde, begegnete ich wenig später der Yogameisterin Kali Ray persönlich. Da wusste ich: Ich bin angekommen!

Über Kali Ray
TriYoga wurde vor über dreißig Jahren von der Amerikanerin Kali Ray entwickelt. Ursprung war eine Kriyavati-Erfahrung, spontane Hatha Yoga-Bewegungen, die aus der erwachten Kundalini-Energie entstanden. Auf der Grundlage dieser anmutigen und dynamischen Flows entwickelte Kali Ray eine präzise, systematische und umfassende Yogamethode. TriYoga wird in mehr als 40 Ländern von über tausend Lehrer*innen unterrichtet. Tri-Yoga-Center sind mittlerweile in vielen Ländern in Europa, Amerika, Asien und Australien zu finden. Kali Ray spielt Harmonium und hat einen Chant-Club gegründet. Als engagierte Tierliebhaberin und Ausdruck des Ahimsa-Prinzips (Gewaltlosigkeit) lebt sie seit mehr als 30 Jahren vegan. TriYoga International: www.triyoga.com

Autorin:
Beate Bleif ist eine der führenden TriYoga-Expertinnen in Europa. Nach langen Jahren auf der Suche nach einem geeigneten Yogastil entdeckte sie TriYoga. Seither ist es ihre große Leidenschaft. Diese gibt sie mit Begeisterung in ihrem Unterricht weiter. Beate leitet das TriYoga Studio in München, gibt Workshops und leitet seit vielen Jahren Yogalehrer-Ausbildungen.