6 Übungen für gute Augen

Jetzt darfst du ruhig die Augen verdrehen. Denn wenn du mit den Augen rollst, tust du damit automatisch etwas für deinen emotionalen Ausgleich. Wir sehen nicht nur mit ihnen, sondern beeinflussen auch unser ganzes Nervensystem. Leg los mit diesen einfachen Übungen für die Augen. 

Titelbild: Angela Roma via Pexels

Die Augen als Spiegel der Seele

Unsere Augen geben Auskunft über unsere Stimmungslage. Umgekehrt können wir über sie aber auch unser Empfinden beeinflussen. Die Augen haben ein natürliches Bedürfnis nach Bewegung und leben durch die Abwechslung verschiedener Eindrücke auf. Beim Arbeiten am Computer wird die Belastung jedoch einseitig, zudem produziert das Auge weniger Tränenflüssigkeit. Als Abwehrreaktion spannt sich die Muskulatur an. Schultern und Nacken verhärten sich, und es kann zu Kopfschmerzen kommen

Übrigens: Dr. Ronald Steiner erklärt hier, wie du mit Yogatherapie Verspannungen im Nacken lösen kannst.

Augenübungen aus dem Yoga können auf der körperlichen Ebene nicht nur helfen, die Sehkraft zu erhalten und zu verbessern – sie helfen auch, weitere Verspannungen zu lösen. Durch die Augenbewegungen wird das parasympathische Nervensystem aktiviert, das Erholungsprogramm des Körpers wird eingeschaltet. Der Kreislauf fährt herunter, die Muskeln entspannen, der Puls wird langsamer. Bewegt man die Augen hin und her, erlebt man eine deutliche Entlastung von Ängsten und depressiven Gedanken. Das abwechselnde Aktivieren von linker und rechter Gehirnhälfte beschleunigt die natürliche Verarbeitung von Stress.

Mit anderen Augen sehen

Wir benötigen etwa 25 Prozent unserer Gesamtenergie allein für das Sehen. Mit müden Augen sind wir also auf der ganzen Linie weniger leistungsfähig. Entspannung der Augen bedeutet also, gut mit unseren Kräften umzugehen. Wenn wir uns im stressigen Alltag zwischendurch kurz Zeit nehmen, die Augen für einen Moment zu schließen, verändert sich automatisch der Blickwinkel der Augen. Dadurch wird der Entspannungsreflex auch für den ganzen Körper ausgelöst. Anschließend können wir die Welt dann wieder aktiv “mit anderen Augen” sehen.

Die Welt aus einer anderen Perspektive sehen – dazu braucht es also nicht unbedingt den Kopfstand. Wir fangen mit diesen einfachen Übungen an und führen anschließend eine Übung aus dem Hatha Yoga Pradipika durch.

How to: Einfache Übungen für die Augen

Finde einen entspannten Sitz mit aufrechter Wirbelsäule und schließe die Augen. Decke sie mit deinen Handflächen ab. Spüre die Wärme, atme vielleicht sogar bewusst in die Augen, so dass sich ermüdete Augen und die Nerven beruhigen können. Schließe jede der folgenden Übungen mit dieser gezielten Atmung in die geschlossenen Augen ab.

Übung 1: Bewegung nach rechts und links

Augen öffnen. Nach rechts schauen. Dann nach links schauen, etwa vier bis acht Mal auf jeder Seite.

Übung 2: Bewegung nach oben und unten

Augen öffnen. Etwa vier bis acht Mal nach oben und unten schauen.

Übung 3: Aktivierung der Augenwinkel

Schau nach rechts oben, dann nach links unten, anschließend auf umgekehrte Weise. Wiederhole auch diese Übung vier bis acht Mal.

Übung 4: Augenkreisen

Nach oben schauen. Mit den Augen einen weiten Kreis nach rechts und nach unten drehen. Anschließend nach links und nach oben wiederholen, vier bis fünf Mal in jede Richtung.

Übung 5: Augenkreisen in Richtung einer liegenden 8

Rechts oben, rechts unten, Mitte, links oben, links unten, Mitte. Dann in die umgekehrte Richtung, alles vier bis fünf Mal. Anschließend reibst du deine Hände, bedeckst deine Augen damit und entspannst für einige Atemzüge.

Übung 6: Trataka – Die Lichtmeditation

Hierzu braucht es etwas mehr Zeit und einen ruhigen Ort. Stelle im Abstand von 1-2 Metern eine Kerze vor dir auf. Sitze entspannt und atme ruhig. Dann schaust du für eine Minute mit geöffneten Augen in die Flamme. Versuche während dieser Zeit nicht zu blinzeln. Dann schließt du die Augen und siehst das innere Bild des Lichts vor deinem inneren Auge. Diese Übung hilft auch, dich zu sammeln und die Konzentration zu stärken.

Besonders in der dunklen Jahreszeit solltest du auf die Gesundheit deines Sehorgans achten. Führe die einfachen Übungen für Augen regelmäßig durch.

Das Neueste

Alignment Check mit Timo Wahl: Kleine Kobra, große Kobra – oder beides?

Wie bei fast allen klassischen Asanas gibt es auch zur Kobra sehr verschiedene Ansichten: Soll sich die Schlange aus...

Zwei Wochen, die alles verändern: Meine Panchakarma Kur im Rosenberg Ayurveda Kurzentrum

Was bewirkt eine medizinische Panchakarma Kur wirklich? Yogalehrerin Ranja Weis hat zwei Wochen im Rosenberg Ayurveda Kurzentrum verbracht und...

Superfood-Rezepte mit Kurkuma, Kollagen, MCT-Öl und Proteinpulver

Wie wäre es mit einem Extra-Shot – oder einfacher gesagt: Darf es etwas mehr sein? Ein paar extra Nährstoffe...

Meditation bei Überforderung und Weltschmerz – warum sie gerade jetzt wichtig ist

Die Schlagzeilen machen Angst, und ihre Schlagzahl auch. Was nützt es da zu meditieren? Glauben wir wirklich, damit die...

4 einfache Morgenrituale für mehr Energie

Oh, happy day! Um besser gelaunt und gelassener in den Tag zu starten, hilft ein persönliches Morgenritual. Auch wenn...

Asana & Mudra – Sequenz mit Susanne Mors

In der Verbindung von Körperhaltungen und energetischen Gesten kann sich die Wirkung von Asanas vertiefen – und du lernst,...

Pflichtlektüre

Erkältung und Yoga: Was hilft, was lasse ich bleiben?

Du bist am Kränkeln? Ein starkes Immunsystem, gekoppelt mit einer gesunden Ernährungsweise, kann die ein oder anderen Beschwerden verhindern....

Zwei Wochen, die alles verändern: Meine Panchakarma Kur im Rosenberg Ayurveda Kurzentrum

Was bewirkt eine medizinische Panchakarma Kur wirklich? Yogalehrerin Ranja Weis hat zwei Wochen im Rosenberg Ayurveda Kurzentrum verbracht und...

Das könnte dir auch gefallen
Unsere Tipps