Stellung des Kindes – Balasana

    Balasana
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    Bala = Kind; Asana = Haltung

    Alternativ wird die Stellung des Kindes auch Kindeshaltung oder Kindesposition genannt.

    Schritt für Schritt in die Stellung des Kindes

    1. Knie dich auf die Matte, die großen Zehen berühren sich und du kommst in den Fersensitz. Ziehe die Knie etwa hüftbreit auseinander.
    2. Mit einer Ausatmung lässt du den Oberkörper nach vorn über bzw. zwischen die Beine sinken und legst die Stirn am Boden oder auf einem Kissen ab. Das Kreuzbein breitet sich über die Beckenrückseite aus, während die Beckenkämme zum Nabel hin sinken und sich an die Innenseiten der Oberschenkel schmiegen. Das Steißbein ist vom Becken weggezogen, die Schädelbasis bewegt sich in die entgegengesetzte Richtung, so dass die Wirbelsäule lang wird.
    3. Lege die Arme längs des Körpers ab, die Handflächen zeigen nach oben, die Schultern sinken Richtung Boden. Spüre, wie das Gewicht der Schultern die Schulterblätter auseinander zieht und den Rücken weitet. Atme bewusst in die Körperrückseite hinein.
    4. Balasana ist eine Ruheposition. Anfänger bekommen hier einen ersten Eindruck von einer tiefen Vorwärtsbeuge, wo der Rumpf auf den Beinen ruht. Bleibe 30 Sekunden bis mehrere Minuten lang liegen. Zum Auflösen der Haltung machst du die Vorderseite des Rumpfes lang, bevor du mit einer Einatmung das Steißbein nach unten ziehst und dich aufrichtest.

    Tipps für die Stellung des Kindes

    Wenn du Schwierigkeiten hast, dich in dieser Position auf die Fersen zurückzusetzen, lege dir eine dick gefaltete Decke in die Kniekehlen. Bei Schwierigkeiten, die Stirn am Boden abzulegen, platziere ein Bolster längs zwischen die Beine und evtl. ein zusätzliches Kissen auf Höhe der Stirn auf dem Bolster und lege die Hände vor dem Kopf oder unter der Stirn auf der Unterlage ab (Salamba Balasana, Stellung des Kindes mit Hilfsmitteln).

    Ein/e Partner*in kann dir helfen, in Balasana die Wirbelsäule zu entspannen. Sie/er kann den Rücken sanft ausstreichen, mit beiden Händen Gewicht aufs Kreuzbein geben oder er legt eine Hand mit den Fingern zum Gesäß zeigend aufs Kreuzbein und die andere mit zum Kopf zeigenden Fingern knapp unter die Schulterblätter.

     Wirkungen

    • mobilisiert die Hüftgelenke
    • dehnt sanft Oberschenkel und Fußgelenke
    • löst Spannungen am unteren Rücken
    • beruhigt den Geist
    • lindert Stress und Erschöpfung

    Gegenanzeigen