Das Magazin // Mai + Juni 2011

13_MAI-JUNI-2011Offen bleiben für Neues – mit der YOGA JOURNAL Ausgabe Mai + Juni 2011:

Zu den Fähigkeiten des Menschen gehört es, immer wieder Neues zu lernen und sich Dinge vorzustellen und auszumalen. Doch manchmal scheitern wir dabei schon an den einfachen Sachen. Zum Beispiel dann, wenn es darum geht, uns das Leid anderer Lebewesen vorzustellen, wenn wir sie für unsere Zwecke gebrauchen. Mit dem Begriff „Nutztiere“ degradieren wir Kühe oder Schafe, als seien sie weniger wert als eine Katze oder ein Kanarienvogel. In unseren Texten zur veganen Lebensweise gehen wir unter anderem der Frage nach, wo der tiefere Zusammenhang von Yoga und Ernährung liegt (ab Seite 22). Die Schauspielerin Alicia Silverstone erläutert ihre Beweggründe, auf tierische Produkte zu verzichten. Und ihre Rezepte beweisen, dass Veganer weder verhungern müssen noch nur langweiliges Grünzeug essen (Seite 28). Probieren Sie doch mal was anderes auf Ihrem Teller aus!

Yoga versucht, uns stets einen neuen Blick auf die Dinge zu vermitteln. Durch Üben können wir einen Punkt erreichen, der vorher noch unerreichbar schien, sagt T. K. V. Desikachar. Was uns an diesem Punkt genau erwartet, kann niemand vorhersagen. Nicht alles lässt sich im Voraus planen. Das Unbekannte macht vielen Menschen Angst. Andere finden es spannend und lassen sich darauf ein. So zum Beispiel eine vierköpfige Familie, die in Hamburg alle Zelte abbrach, um in Südfrankreich in der yogischen Gemeinschaft Le Martinet zu leben, ohne zu wissen, was auf sie zukommt (Seite 96).

Es lohnt sich, das Offensein für Neues immer wieder zu üben. Darum haben unsere Übungsstrecken in diesem Heft das Thema Herzöffner als Schwerpunkt, Asanas, die den Brustkorb weiten sollen, um mehr Platz für Herz und Atem zu schaffen (z. B. die Heuschrecke auf Seite 34). Vielleicht entsteht dabei ja auch etwas mehr Spielraum für jene bedingungslose Liebe, von welcher der buddhistische Autor Frank Jude Boccio in seinem Beitrag „Meditationen für mehr Mitgefühl“ auf Seite 38 spricht.

Also auf ein Neues: Viel Spaß beim Lesen!

Michi Kern und die YOGA JOURNAL-Redaktion

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