Kinderyoga gehört den Kindern – von Andrea Helten

Eltern Kind Yoga

Kinderyoga ist ein wunderbares Tool, um Kindern sowohl yogische Haltungen als auch Achtsamkeit zu vermitteln. Das wissen natürlich in allererster Linie auch Yogalehrer*innen – und sie sind es, die ihre Kids in den Kinderyoga-Unterricht schicken oder gemeinsam mit ihnen zu Eltern-Kind-Yoga-Workshops kommen. Warum das meist wunderbar, manchmal jedoch problematisch ist, erklärt die Gründerin von Kinderyoga Berlin, Andrea Helten.

Kürzlich war es wieder einmal soweit: Nach der langen Pandemie-Zwangspause fand einer unserer beliebten Eltern-Kind-Yoga-Workshops in Präsenz statt. Die Kinder sind hier ab vier Jahre alt und jedes kommt mit jeweils einem Elternteil. So ist der Fokus aufeinander noch intensiver, gelingen Partner-Übungen und eine abschließende Partner-Massage zu einer innigen Verbindung. Neben sechs anderen Paaren hatte sich für dieses Mal auch eine Yogalehrerin mit ihrer siebenjährigen Tochter angekündigt. Sie schrieb mir vorher eine Mail, in der sie ihren Beruf nannte und sich daher besonders über mein Angebot und auf die gemeinsame Zeit mit ihrer Tochter auf der Yogamatte zu freuen schien. Sie teilte mir noch mit, dass Mutter und Tochter zuhause eher Schwierigkeiten hätten, gemeinsam Yoga zu machen, da die Kleine nicht so richtig bei der Sache wäre. Als wir uns dann am Workshop-Tag im Raum befanden, starteten wir nach einer kleinen Vorstell-Einheit erst einmal mit einer Runde wildem Tanzen sowie einem Gruppen-Spiel. Ich beginne die Familienyoga-Workshops stets so, damit sich Groß und Klein im fremden Raum wohlfühlen und die anfängliche Aufregung in einer neuen Gruppe durch Lachen und Bewegung auf ein Minimum reduziert wird. Schon an dieser Stelle spürte ich, dass die Yogalehrerin diese Spiele eher befremdlich fand – aber sie machte mit ihrer Tochter natürlich mit. Und diese hatte sichtlich Freude!


YogaWorld Podcast mit Andrea Helten

Hier geht’s zum Podcast zum Thema Kinderyoga mit Andrea Helten

Wenn Eltern die Intention des Kinderyoga missverstehen

Als wir dann mit dem Asana-Part begannen und uns alle in eine Katze verwandelten, sah ich es: Während alle anderen Teilnehmerinnen katzenhafte, relativ freie Bewegungen machten, instruierte die Yogalehrerin ihre Tochter leise, möglichst korrekt die Vorderseite des Körpers zu strecken und anschließend die Wirbelsäule im Katzenbuckel zu runden. „Steißbein Richtung Boden, nimm das Kinn zur Brust“, hörte ich sie leise instruieren, und sie legte zur Verdeutlichung eine Hand an den unteren Rücken ihrer Tochter. In der anschließenden Stellung „Hund“ ging es noch weiter: Aus ihrer „Hund-Haltung“ heraus flüsterte die Mutter ihrem Kind zu, die Beine etwas zu beugen, damit der Rücken mehr in Streckung käme. Während wir anderen in ein lautes Bellen und Jaulen einstimmten und ein Bein hoben, um „an den nächsten Baum zu pullern“, konnte ich sehen, dass die kleine Tochter der Teilnehmerin durch die Anstrengung, möglichst korrekt den dreibeinigen Hund auszuführen, zusehends weniger Freude hatte.

Aktion Kleine Helden 2022
Kinderyoga mit Andrea Helten – Dieses Bild entstand während einer Stunde der Aktion Kleine Helden 2022 – Foto: Nela König

„Und denkt daran, beim Kinderyoga wie auch beim Eltern-Kind-Yoga geht es nicht um das korrekte Ausführen der Haltungen“, sagte ich an niemanden spezifisch gewandt, während ich selbst mein anderes Bein hob, um nochmals zu „pinkeln“. Nach dem Asana-Part folgte die Partnermassage – das Highlight jedes Eltern-Kind-Yoga-Workshops! Erst massierten die Mütter die Hände ihrer Kids, dann wurde gewechselt und die Kinder massierten liebevoll die Hände ihrer Mamas. Ein magischer Moment, wenn die Entspannung und Verbindung im Raum so greifbar ist. Die besagte Mama, die Yogalehrerin, schien nicht so richtig zufrieden mit den Massagekünsten ihrer Tochter zu sein und wies ihre Kleine leise an, trotz meiner eigenen Anleitungen. Als wir uns nach der Massage und einer Runde Kuscheln wieder im Sitzkreis zur Feedback-Runde wiederfanden, sah ich in leuchtende Augen von Groß und Klein. Auch der Tochter der Yogalehrerin hatte es richtig gut gefallen, „vor allem die Massage“. Nur ihrer Mama äußerte sich kritisch: „Ich fand, es war insgesamt zu wenig Yoga“.

Auch Eltern wollen „gesehen“ werden

Ich habe noch lange nach dem Workshop an ihre Worte denken müssen. Und ich habe verstanden, dass auch Eltern sich beim Eltern-Kind-Yoga-Workshop „gesehen“ fühlen wollen. Und mittlerweile meine Inhalte so nachjustiert, dass auch die Eltern auf ihre Kosten kommen.

Die Erwartungshaltung macht den Unterschied

Und dennoch macht dieses Erlebnis deutlich, dass wir alle nicht frei von Erwartungshaltungen zum Yoga gehen. Und naturgemäß ist die Erwartungshaltung an den Kinderyoga bei praktizierenden Yogalehrer*innen eine andere als bei Kids, die schon im Kindergarten mit Yoga in Berührung kommen.

Jede*r, der Yoga für Erwachsene unterrichtet, ist es gewohnt, dass 90 Minuten lang nur die eigene Stimme zu hören ist. Und man kann sicher sein, dass die Schüler*innen im Raum die Asana-Folge bestmöglich mitmachen – eben soweit es ihre Körperlichkeit zulässt. Es geht um die korrekte Haltung, um den richtigen Atemrhythmus – und am Ende liegen alle entspannt in Savasana. Glücklich darüber, für einige Minuten wirklich im Flow gewesen zu sein, bevor das Kopfkino wieder beginnt.

In Andrea Heltens Kinderyogastunden geht es sehr lustig zu. Hier ein Foto von der „Aktion Kleine Helden 2022“ Foto: Nela König

Im Kinderyoga geht es nicht um die korrekte Haltung

Beim Kinderyoga dagegen geht es laut und wild zu – und eine gute Kinderyogalehrer*in ermuntert ihre kleinen Schüler*innen sogar, sich aktiv einzubringen. Es geht ums Miteinander, vielleicht um eine kleine Rahmengeschichte, in der die Grundwerte des „Ahimsa“ vermittelt werden. Und natürlich geht es darum, zum ersten Mal im „Hund“ kopfüber zu stehen (und das auch kurz auszuhalten). Wir verwandeln uns in fauchende Kätzchen und hüpfende Frösche. All das ist spielerisch und hat mit korrekter Haltung recht wenig zu tun (es sei denn, es wird gefährlich), mit Flow dagegen umso mehr!

Die Verbindung macht’s im Eltern-Kind-Yoga

Beim Eltern-Kind-Yoga dagegen steht die Verbindung auf der Yogamatte im Vordergrund: Groß und Klein berühren sich – auf körperlicher Ebene, aber eben auch darüber hinaus. Und das ist der wesentliche Aspekt im Kinderyoga, den wir Kinderyogalehrer*innen vermitteln wollen: Auf der Matte die größtmögliche Freude zu erleben. Die Yogamatte als Ort zu erleben, an dem ich „Ich“ sein kann – denn dann kehren wir als Erwachsene hier vielleicht wieder zurück.

Das könnte dich auch interessieren…

Im Kinderyoga die unbegrenzte Freiheit erleben

Ich bin mir ganz sicher, die eingangs beschriebene Yogalehrerin wusste es nicht besser und sie hat keinesfalls böswillig gehandelt: Sie hat das gemacht, was sie gut kann und was durch ihre Tätigkeit von ihr normalerweise verlangt wird: zeigen und instruieren, wie Yoga funktioniert. Leider begab sie sich mit ihrem Kind jedoch wieder in die Rolle der Lehrerin und nicht, wie es wünschenswert wäre, auf Augenhöhe, auf ein „Du und Ich“. Und die Tochter erlebte ein „Richtig“ und „Falsch“ auf der Yogamatte.

Auch im Kinderyoga erleben wir es, dass Kinder zu uns geschickt werden, um etwas zu erreichen: Der Kleine soll sich besser konzentrieren können, abends leichter einschlafen und weniger herausfordernd im Alltag sein. Auch hier besteht eine gewisse Erwartungshaltung an den Kinderyoga seitens der Eltern. Versteht mich nicht falsch: Yoga ist wundervoll! Achtsame Übungen können schon bei kleinen Kindern positive Effekte haben. In allererster Linie soll Kinderyoga aber – ihr wisst es bereits – Freude machen. Und die wird getrübt, wenn Eltern Kindern ihre Erwartungen überstülpen, wenn Kinder schon beim Kinderyoga nach ihren Leistungen bewertet werden.

Also: Lasst die Kids beim Yoga ihre eigenen Erfahrungen machen! Lasst sie sich austoben, ausprobieren, spüren und entfalten. Lasst sie wenigstens ein kleines bisschen Freiheit erleben. Denn die offenen Räume zur freien Entfaltung sind heutzutage so rar geworden. Das ist doch ein guter Schritt in eine glückliche Kindheit. Und eben auch ein glücklicher Start in das Erleben von Kinderyoga.


Andrea Helten ist Gründerin von Kinderyoga Berlin, Kinderyoga-Lehrerin, Autorin von „Yoga für dich und dein Kind“ und „Yoga mit der Maus“ (gerade im April erschienen), Produzentin umfangreicher Online-Weiterbildungen und Chefredakteurin von PLUS.Kinderyoga.de. Sie hat sich auf Eltern-Kind-Yoga, kreativen Kinderyoga und Teen-Yoga spezialisiert und liebt es, ihr umfangreiches Wissen an so viele Menschen wie möglich weiterzugeben. Über 10 Jahre arbeitete Andrea als MTV-Redakteurin. Insofern ist ihre große Leidenschaft für Musik natürlich auch in ihrem Yoga-Unterricht zu spüren. Mehr zu Andrea findest du auf Kinderyoga Berlin und @kinderyogaberlin //

Fotos: Nela König


Das könnte dich auch interessieren…

Ute Albrecht-Mayr

Ute Albrecht-Mayr

Triff Ute Albrecht-Mayr, Gründerin und Betreiberin des Salon de Shakti und Hormonyoga Zentrum München, bei der offenen Yogastunde auf der YogaWorld München 2023.

„Zum Yoga fand ich 2002, wie so viele war ich schon nach der ersten Stunde „hooked“. Dass ich deshalb aber meine geliebte PR als Haupteinnahmequelle einmal aufgeben würde, hätte ich nie und nimmer vermutet,“ erzählt Ute.

Im Jahr 2013 hat Ute eine Yogalehrerausbildung bei der international anerkannten Yoga Vedanta Forest Academy absolviert – anfangs um mit Unterricht ihren Verein Azurkind e. V., der sich für Kinder und Jugendliche in Sri Lanka einsetzt, zu unterstützen. Da Yoga einen immer größeren Platz in ihrem Leben eingenommen hat, gründete sie shift down yoga, das verschiedene Yogastile und -Ansätze miteinander verbindet.

Zahlreiche Fortbildungen folgten, prägend war das Hormonyoga Teacher Training 2017 bei Dinah Rodrigues, ihrer Guruji, die allen jüngeren Frauen den Weg zu mehr Selbstbewusstsein, Tatkraft und Erfüllung weist.

2018 eröffnete sie das Hormonyoga Zentrum München, 2021 in der unsicheren Corona-Zeit den Salon de Shakti. Entstanden ist das Ganze auf der Basis von Azurkind, noch immer geht ein Teil der Einnahmen an den Verein. Shakti: der Name ist Programm. Ute unterstützt die weibliche Urkraft, sei es mit dem Kernstück Hormonyoga, das jetzt auch durch Fachberatung Alternative Frauenheilkunde von ihr komplettiert wird, Selfcare for Women, Yogastilen wie Yin und Restorative, Yoga for Healing, Selfhealing, Nervous System, Immunystem, Rückenyoga, Schamanisches Yoga und jetzt auch Ayurveda Yoga…

Vielfalt wird großgeschrieben, die Lehrenden werden keinem bestimmten Stil unterworfen, und jede*r ist willkommen. Nicht als Worthülse, sondern erfahrbar.

Mehr auf salondeshakti.de

Offener Workshop: „Salon de Shakti – Hormonyoga“, Samstag 14. Oktober, 11:15 – 12:00 Uhr

„In 45 Minuten biete ich einen kleinen Einblick in die Magie des Hormonyoga, das in den 90-er Jahren von der brasilianischen Yoga-Therapeutin und Psychologin Dinah Rodrigues entwickelt und in Buchform gegossen wurde. An ihrem 90. Geburtstag überreichte sie mir das Zertifikat zur Hormonyoga-Lehrerin. Seitdem habe ich an vielen Hunderten Frauen erleben dürfen, wie wertvoll diese ganzheitliche Methode ist.

Im Workshop erfährst du etwas über Hormonyoga und seine Wirkungsweise: Einerseits werden die endokrinen Drüsen, allen voran Hypophyse, Schilddrüse, Eierstöcke und Nebennieren aktiviert, andererseits wirkt Hormonyoga auf unsere Energiezentren, die Chakren. Du lernst dynamische Asanas, Atemübungen, Mudras und die tibetische Energielenkung kennen und erhältst so einen kleinen „Glimpse“ in die stimulierende und ausgleichende Wirkung dieser natürlichen und schonenden Methode. Übrigens: Persönliches und Fragen sind ausdrücklich herzlich willkommen!“


Ute Albrecht-Mayr auf der YogaWorld 2023 in München:

Samstag, 14. Oktober  // 11:15 – 12:00 Uhr // „Salon de Shakti – Hormonyoga“ // Vishnu Yogaspace


Jetzt Ticket für die YogaWorld 2023 in München sichern!

#17 Kundalini Yoga nach Yogi Bhajan

Satya Singh erzählt von der Kraft der Energiearbeit

In dieser Folge „YogaWorld Podcast“ will Susanne mehr über Kundalini Yoga wissen. Das ist ein sehr traditioneller Yogastil, bei dem der Fokus auf Energiearbeit liegt. Dazu hat Susanne einen Gast eingeladen, der schon seit 47 Jahren Kundalini Yoga nach Yogi Bhajan praktiziert: Satya Singh vom Yogazentrum Hoheluft in Hamburg.

Satya Singh spricht über Ursprung, Praxis und Ziel des Kundalini Yoga und erzählt dabei humorvoll aus seinem Leben. Er verrät, wie du den Zugang zu deiner Seele finden und ein Leben in wirklicher Fülle erlangen kannst. Unverblümt berichtet er, wie Kundalini Yoga ihm aus einer schweren Depression geholfen hat. Außerdem äußert er sich ehrlich zum Missbrauchsskandal um seinen einstigen Meister Yogi Bhajan und erklärt, wie er gelernt hat damit umzugehen.

Veganer Karottenkuchen mit Cashewcreme

Karottenkuchen vegan

Wunderbar nussig und saftig zugleich. Sophia Lewis von „Dear Doris“ hat mit diesem Karottenkuchen – inspiriert von ihrer Großmutter Doris – wieder etwas ganz Leckeres aus dem Hut gezaubert. Getoppt wird der Kuchen mit einer Cashewcreme als vegane Sahne-Alternative.

Sophia Lewis: „Meine Beziehung zu Kuchen reicht Jahre zurück, entstanden in den ersten 18 Jahren meines Lebens bei meinen Großeltern. Die Kuchendose von Oma Doris war immer voll, falls unerwartet Familie oder Besuch kamen und eine Tasse Tee und ein Gespräch wollten, was bei uns immer von Kuchen begleitet wurde. Als ich während der Pandemie anfing zu backen und die Rezepte zu aktualisieren, erkannte ich die wahre Ideologie des Backens, ein Akt des Gebens und ein Ausdruck von Freundschaft und Liebe. Angesichts der beeindruckenden Taille meines Großvaters würde ich behaupten, dass die Beziehung zwischen ihm und Doris blind funktioniert haben muss.“

Rezept für Karottenkuchen (8-10 Personen): 

Nussiger Karottenkuchen mit Cashewcreme
So lecker sieht der nussige Karottenkuchen mit Cashewcreme aus, wenn er fertig ist. Foto: Maximilian Bartsch
  • 3 EL Chiasamen
  • 100 g Kokosblütenzucker
  • 1 TL Vanillepulver
  • 275 g Karotten
  • 2 reife Bananen
  • 125 ml Walnussöl
  • 275 g gemahlene Haselnüsse
  • 110 g gemahlene Mandeln
  • 1 TL Zimt
  • 1⁄4 TL frisch geriebene Muskatnuss
  • 2 EL Backpulver
  • 75 g Kokosraspeln
  • 2 cm breites Stück Ingwer
  • 90 g Rosinen
  • Kokosöl zum Einfetten
  • 200 g Cashewnüsse
  • 400 ml Kokosmilch (aus der Dose)
  • Saft einer halben Zitrone
  • 2 EL Kokosöl
  • 2 TL Vanillepulver
  • 6 EL Ahornsirup
  • Prise Meersalz

Zubereitung

1. Am Vorabend den Chia-Ei-Ersatz zubereiten. Dazu 3 EL Chiasamen mit 200 ml Wasser mischen. Ich benutze dafür ein altes Glasgefäß. Nach dem Mischen schüttele ich das Glas und stelle es über Nacht in den Kühlschrank. Am nächsten Morgen hat die Masse eine Textur, die der eines rohen Eis sehr ähnlich ist. Die Mischung ist perfekt, um damit zu backen, weshalb ich sie immer im Kühlschrank parat habe. Als Ersatz für ein Ei reicht 1 EL davon aus.

2. Die Cashewkerne für mindestens 4 Stunden in Wasser einweichen, am besten über Nacht.

3. Den Backofen auf 160 °C vorheizen.

4. Esslöffel der am Vorabend zubereiteten Chia-Ei-Masse mit dem Kokosblütenzucker und Vanillepulver in eine Rührschüssel geben. Mit einem Handmixer oder einer Küchenmaschine gut verrühren.

5. Die Karotten waschen und raspeln.

6. Die Bananen mit einer Gabel zu einem Brei zerdrücken.

7. Den Bananenbrei mit dem Zucker und den Chiasamen 2–3 Minuten bei hoher Geschwindigkeit vermischen.

8. Dann das Öl und den frisch geriebenen Ingwer sowie die geriebenen Karotten hinzufügen. Nochmals 1–2 Minuten mischen.

9. Die restlichen Zutaten in eine Schüssel geben und vermengen. Je ein Viertel der vorbereiteten Mischung unterheben. Gut mischen und dann das nächste Viertel hinzugeben, bis alle Zutaten zu einer glatten Masse vermischt sind.

10. Drei 15 cm große Kuchenformen mit Kokosöl einfetten. Die Mischung hineingießen und gut andrücken. Ich fahre gerne mit einem Messer um den Rand, um die Kuchenmischung von der Form zu trennen. Dies hilft, um den Kuchen nach dem Backen zu lösen.

11. Den Kuchen 80 Minuten im Ofen backen. Um zu prüfen, ob der Kuchen fertig ist, einfach ein Holzstäbchen mittig hineinstechen. Wenn beim Herausziehen kein Teig am Stäbchen klebt, ist er fertig.

12. Den Kuchen abkühlen lassen und anschließend aus der Backform lösen.

13. Das Kokosöl bei schwacher Hitze erwärmen, bis es flüssig ist.

14. Die Cashewnüsse abtropfen lassen und mit allen anderen Zutaten einschließlich dem warmen Kokosöl im Mixer oder einer Küchenmaschine vermischen. Bitte achte darauf, dass das Öl nur warm und nicht heiß ist.

15. Alle Zutaten vermischen bis eine weiche, glatte Paste entsteht.

16. Den ersten Kuchen mit einer Schicht Sahne bedecken, dann den nächsten Kuchen wie ein großes Sandwich darauflegen. Nochmals mit einer Schicht Sahne bedecken und die letzte Kuchenschicht darauflegen.

17. Den Rand des Kuchens ebenfalls mit der Sahne bestreichen und mit einem Kuchenglasurschaber oder einem flachen Holzspatel glätten. Ich finde diese Optik der unten zu sehenden fertigen Torte sehr modern – ähnlich wie ein hauchdünner Seidenstoff, der die Torte einhüllt.

18.  Nach Belieben mit Früchten dekorieren.


Über Sophia Lewis von Dear Doris

Foto: Gaby Schütze

2020 begann die Designerin, die traditionellen Backrezepte ihrer Großmutter Doris für Kuchen, Pudding und Brot zu modernisieren. Gemeinsam mit ihrer Tochter Gwenifer verlieh sie walisischen Klassikern ein veganes, zucker- und teils getreidefreies Update. Für Sophia sind ihre veganen Rezepte eine Herzensangelegenheit, mit dem ehrlichen Wunsch, wertvolle Alternativen zu bieten, die das Backen zelebrieren und gleichzeitig unseren ökologischen Fußabdruck reduzieren. Mehr zu Dear Doris unter www.deardoris.de

Probiere unbedingt auch die leckere Schwarzwälder Kirschtorte von Sophia Lewis:

Yin Yoga für den Rücken

Twist, bend and yield: In diesem Video leitet dich Yogalehrerin Helga Baumgartner durch eine spannungslösende Yin Yoga Sequenz, die nicht nur dein Nervensystem beruhigt.

Fühlst du dich verspannt? Plagen dich Rückenschmerzen? Dann mach mit bei Helga Baumgartners Yin Yoga gegen Rückenschmerzen. In der 50-minütige Sequenz legt die Yogalehrerin den Fokus auf das Lösen von Spannung am Rücken und der Wirbelsäule. Yin Yoga bedeutet, wir üben mit möglichst passiver Muskulatur. Die Übungen finden hauptsächlich am Boden statt und werden je mehrere Minuten gehalten.

Du gehst durch einige Twists (Drehungen), genießt Vorbeugen (bends) und wirst vor allem loslassen und „schmelzen“ (yield). Die Sequenz ist für jedes Level geeignet. Übe immer achtsam. Achte bei Bandscheibendegeneration darauf, nicht tief in die Haltungen zu gehen und spüre zuerst wie diese Sequenz insgesamt auf dich nachwirkt – weniger ist oft mehr. Matte, Bolster, Decke und Blöcke – sei gern großzügig mit Hilfsmitteln!

50-Minuten Yin Yoga Praxis

Wenn du weitere Videos mit Helga üben möchtest, kannst du dich für 14 Tage mit dem Code „Helga“ kostenlos und absolut unverbindlich bei Yogamehome anmelden. Hier kannst du den Gutschein einlösen: www.yogamehome.org


Helga Baumgartner Yogaworld

Helga Baumgartner ist mit ihrem 650 h Studium bei Paul Grilley die Expertin für Yin Yoga. Die vielfach publizierte Autorin (Buch: „Yin Yoga„) unterrichtet Yoga seit 15 Jahren – auch mit Lehrauftrag. Helga ist eine gefragte Lehrerin auf Konferenzen und Festivals und bietet Yin Yoga Ausbildungen an. Mehr zu Helga findest du auf yinplusyoga.de und auf Instagram unter @helgabaumgartneryinyoga 


Jetzt Podcast mit Ranja Weis über Yin Yoga hören

Kurz erklärt: Was bedeutet die Bhagavad Gita für moderne Yogi*nis?

Bedeutung der Bhagavad Gita

Viele kommen erst in der Yogalehrerausbildung mit dem Gesang der Götter in Berührung, so die wörtliche Übersetzung der Bhagavad Gita. Dabei ist die Bedeutung der Bhagavad Gita auch für moderne Yogi*nis immer noch aktuell. Deshalb findest du hier eine kurze Zusammenfassung des Inhalts, Hintergründe und ihren Einfluss auf die Lebensphilosophie des Yoga, die wir so sehr schätzen.

Der Inhalt ist auf den ersten Blick weniger spirituell als ein echtes Epos. Wir treffen den Protagonisten Prinz Arjuna am Rande des Schlachtfeldes, wo über seine ganze Zukunft entschieden wird. Prinz Arjuna muss wegen seines eigenen Verwandten um den der Erbfolge nach ihm zustehenden Thron fürchten. Das lässt ihn zweifeln, ob er wirklich gegen den Thronräuber kämpfen will, da es sich um seine eigene Familie handelt.

Gottheiten an deiner Seite

Ihm zu Hilfe kommt die Gottheit Krishna. Er ist eine Inkarnation des Vishnu. Hier zeigt sich die in der Yogaphilosophie verbreitete Weltsicht der Wiedergeburten. So wie Menschen das Rad der Wiedergeburten durchlaufen, tun dies auch Gottheiten. Krishna ist in der Erzählung Arjunas bester Freund seit Kindertagen, offenbart sich jetzt aber als Gottheit. Auch die Lehre von Samsara, dem Rad der Reinkarnation wird im Buch eingeführt. (Diese stehen in dieser Zusammenfassung nicht im Vordergrund.)

Lies hier mehr über Wiedergeburten.

Gottheiten symbolisieren im Yoga keine von uns getrennte Entität. Wir können uns entscheiden, ob wir unserem göttlichen oder unserem dämonischen Anteil mehr Raum in unserem Leben geben wollen. Also steckt in uns allen sowohl das Potenzial zu einem reinen und göttlichen, wie auch zu einem gewaltsamen und grausamen Leben. Deshalb sind die in der Bhagavad Gita aufgelisteten Vorschläge für ein gutes Leben auch menschlich und lebensnah formuliert. Gottheiten erscheinen als Menschen. Im Hauptteil des Buches erklärt Krishna Arjuna vier Wege zur Erleuchtung und zu einem achtsamen Leben. Diese sind bis heute als die vier Margas im Yoga bekannt.

Die vier Margas

  • Raja Yoga: Der königliche Yogaweg und des 8-gliedrigen Pfad des Patanjali
  • Karma Yoga: Das Yoga der Handlungen
  • Jnana Yoga: Das Yoga des Wissens
  • Bhakti: Das Yoga der Hingabe

Lies hier mehr über die vier Wege des Yoga.

Daraus können wir schlussfolgern, dass es für ausnahmslos alle einen passenden Weg zur Spiritualität gibt. Jede*r kann dem Göttlichen auf ihre/ seine Weise dienen. Die Lehre der vier Yogawege macht die Bhagavad Gita heute zum bekanntesten Abschnitt der Veden, der Sammlung heiliger spiritueller Schriften aus Indien. Diese Bücher besitzen auch im Hinduismus eine große Bedeutung. Darin stecken noch mehr spirituelle Botschaften.

Podcast-Folge zur Bhagavad Gita mit Dr. Eckard Wolz-Gottwald

In dieser Podcast-Folge geht es um die Bhagavad Gita. Die gehört zu den wichtigsten alten Schriften für Yogis und Yoginis. Eckard Wolz-Gottwald, ehemals Dozent für Philosophie und Religionswissenschaft an der PTH Münster, Autor und Ausbilder, erklärt, warum die Bhagavad Gita bis heute nichts an Aktualität eingebüßt hat.

Podcast-Folge zur Bhagavad Gita jetzt anhören…

Vereinbarkeit von Beruf(ung) und Spiritualität

Der Krieg, in dem sich der Prinz befindet, ist in diesem Buch nicht der Hauptteil, sondern der Rahmen oder die Voraussetzung, dafür, dass er spirituell wachsen muss. So ist es für uns Leser*innen auch im Leben. Es geht nicht wirklich darum, was scheinbar unsere größten Voraussetzungen im Außen sind. Sondern es geht darum, wer wir uns entscheiden zu sein in den Ungewittern des Lebens.

Arjuna kämpft gegen seine eigene Familie. Daraus lernen wir, dass wir selbst uns die ärgsten Feind*innen sind. Um diese dämonischen Anteile abzuschütteln müssen wir manchmal zu extremen Mitteln greifen. Das ist bei uns vielleicht eine Reinigungskur oder eine intensive Yogapraxis, bei der wir alles, was wir nicht mehr brauchen, ausschwitzen. Bei Arjuna ist es ein tatsächlicher Kampf im Außen.

Durch die Umsetzung der von Krishna dargelegten Richtlinien für ein gutes Leben gibt es für den Prinzen ein Happy End. Denn Arjuna gewinnt den Krieg um den Thron, wird aber kein Tyrann, sondern ein gütiger und gottesfürchtiger Herrscher. So kann er seine Spiritualität mit der Arbeit und seinen weltlichen Aufgaben verbinden.

Die Bedeutung der Bhagavad Gita in 5 Punkten:

  • Es gibt viele Wege hin zur Spiritualität, sodass für alle das Richtige dabei ist.
  • Du musst nicht dem Leben entsagen, um spirituell zu sein. Suche dir einen Beruf, wo du Gott durch einen Dienst an anderen Menschen dienst.
  • Im Yoga wohnen sowohl Gottheiten als auch Dämonen in uns. Wir entscheiden, wer wir sein wollen.
  • Die schlimmsten Dämonen lauern in uns selbst.
  • Um diese loszuwerden, müssen wir einen radikalen Wandel durchlaufen.

Text: Kerstin Thost | Foto von Thought Catalog von Pexels

Cherryl Duncan

Cherryl ist vor 11 Jahren aus Südafrika nach München gezogen. Hier gründete sie „The Conscious Lab“, eine Plattform für digital wellbeing, und entwickelte dharmakaya® Yoga. Wir freuen uns, dass sie in diesem Jahr auch auf der YogaWorld in München unterrichtet.

Bei dharmakaya® yoga geht es darum, das eigene Leben mit Yoga zu bereichern, nicht darum, sich durch Yoga zu definieren. Diejenigen, die Cherryls Klassen kennen, wissen, dass sie dynamisch, aber langsam sind, so dass man sich ganz auf die Praxis einlassen kann. Cherryl nimmt sich selbst nicht zu ernst, und so hat sie einen sicheren Raum geschaffen, in dem auch du ganz du selbst sein kannst. All die Vorteile von Yoga ohne die erzwungene Ernsthaftigkeit – jetzt auch in schlechtem Deutsch ;-)

Na, erkennst du sie wieder? Cherryl zierte das Cover unserer YOGA JOURNAL Ausgabe 03/23

dharmakaya® yoga entstand zum Teil aus ihrem Wunsch heraus, in einem für sie authentischeren Stil zu unterrichten:I’ve always believed in keeping it real and being true to who I am (for better or worse!) // Ich habe immer daran geglaubt, echt zu bleiben und mir selbst treu zu bleiben (wohl oder übel!)“

München ist zu Cherryls Heimat geworden. Daher ist es nur logisch, dass sie die deutsche Sprache mehr in ihr Leben und ihre Arbeit integriert. Erwarte daher in ihren Klassen eine Kombination aus Englisch und Deutsch.

Workshop am Sonntag, 15. Oktober, 15.15 – 16 Uhr: „dharmaKaya©️ yoga – Master Class“


Cherryl Duncan auf der YogaWorld 2023 in München:

Sonntag, 15. Oktober // 15:15 – 16:00 Uhr // dharmaKaya©️ yoga – Master Class // Vishnu Yogaspace

Jetzt Ticket für die YogaWorld 2023 in München sichern!


Im YOGA JOURNAL 03/2023 zeigte Cherryl eine tolle Übungssequenz für Yoga an der Wand. Hier geht’s zum Heft:

https://yogaworld.de/produkt/yoga-journal-nr-87-03-23-print-ausgabe/

Gesunde Kniescheiben: Mini Praxis von Dr. Ronald Steiner

Mit ein paar wenigen Handgriffen und Übungen förderst du das Gleichgewicht der Muskeln an den Kniescheiben. So erhalten die Faszienzüge eine ausgewogene Spannung und zentrieren die Patella in ihrem V-förmigen Gleitlager. Egal ob therapeutisch oder präventiv. Diese Übungen helfen dir, die Gesundheit deiner Knie zu fördern. 

Hinweis: Wenn du keine Beschwerden hast, beugst du mit diesen Übungen Erkrankungen vor und verbesserst deine Yogapraxis. Bei bestehenden Symptomen kann die Sequenz außerdem therapeutisch wirken. Du solltest deshalb mit deinem Arzt klären, welche Übungen für dich momentan geeignet sind. Lies vor den Übungen die Einleitung zum Thema gesunde Kniescheiben.

1. Längsfriktion

Setze zuerst deine Daumen innerhalb der Kniescheibe im unteren Drittel des Oberschenkels an. Fahre von dort aus mit den Daumenkuppen nach unten. Dabei folge dem natürlich ergebenden Faserverlauf. Deine Daumen finden nun von selbst den Weg entlang innerhalb der Kniescheibe nach unten bis zum Schienbein. Die selbe Bewegung wiederholst du anschließend an der Außenseite.

Effekt: Bereits nach kleineren Verletzungen verkleben sich Bindegewebsfasern häufig. Dann ist die Kraftübertragung gestört. Diese Technik wirkt auf die Faszien wie Haarekämmen. Die Fasern finden ihre Ausrichtung wieder und Verklebungen lösen sich.

2. Hautfaltentechnik

Hebe wieder im unteren Drittel des Oberschenkels und auf der Innenseite die Haut an und bilde mit den Fingern eine kleine Falte. Wenn du die Hautfalte hältst, dann bewege diese mit tippelnden Fingern nach unten Richtung Schienbein. Dabei folgst du wieder dem Faserverlauf an der Innenseite der Kniescheiben und im zweiten Durchgang an der Außenseite. Ist dieses Rollen mühsam oder nicht möglich? Dann löst du die Hautfalte immer wieder und nimmst eine neue auf.

Effekt: Diese Übung erzeugt einen leichten Unterdruck zwischen den Faszienschichten. So zirkuliert Flüssigkeit. Entzündungsstoffe werden abtransportiert und die Faszien mit neuen Nährstoffen versorgt. Heilung entsteht.

3. Patella-Kreisen

Achte jetzt darauf, dass deine Oberschenkelmuskel so entspannt wie möglich sind. Meist ist Sitzen mit leicht gespreizten Beinen am besten. Die Kniescheibe sollte sich nun in ihrem Gleitlager hin- und herschieben lassen. Genau dieses lockere Hin- und Herschieben ist bereits die Übung. Erforsche die V-Form der Rinne, in der die Kniescheibe gleitet, mit sanften, kreisenden Bewegungen.

Effekt: Gelenkflüssigkeit bewegt sich zwischen dem Knorpel dem Knie hindurch. Sie versorgt den Knorpel mit Nährstoffen und schafft optimale Bedingungen, um sich selbst zu reparieren.

4. Klopfmassage

Vom leicht gegrätschtem Sitz streckst du jetzt aktiv dein Knie. In der Streckung bewegt sich die Kniescheibe nach oben, doch du erzeugst mit einer Hand einen deutlichen Gegendruck. Richte diesen Druck leicht schräg nach außen unten. So, dass vor allem die Innenseite des Oberschenkelmuskels dagegen hält. Sobald dieser Muskel maximal angespannt ist, klopfst du ihn mit deinen Knöcheln. Du spürst, wie sich der Muskel zunächst noch härter anspannt. Sobald die Muskelentspannung einsetzt Spannung, beendest du die Übung. Dabei wiederholst du das Patella-Kreisen (Übung 3). Wiederhole dies noch zwei weitere Male.

Effekt: Bei der Zentrierung der Kniescheiben spielt der innere Oberschenkelmuskel eine wichtige Rolle. Doch dieser Muskel neigt oft zur Abschwächung. Diese Übung aktiviert und kräftigt ihn. Beim Klopfen unter Anspannen werden leichte Kerben in den Muskel gedrückt. Der Muskeleigenreflex reagiert mit Aktivierung.

5. Streckung über die Rolle

Du legst dir für diese Übung oberhalb des Knies eine Rolle unter den Oberschenkel. Dafür eignet sich auch eine gerollte Yogamatte. Rotiere deinen Oberschenkel leicht nach außen. Dann streckst du dein Bein kraftvoll. Beziehe anschließend bewusst den Vastus Medialis mit in ein. Dies gelingt nachdem man geklopft hat besonders leicht. Um dem Muskel stärker zu aktivieren, kannst du das mit Übung 4 kombinieren. Halte die Spannung einige Augenblicke. Jetzt lässt du sie vollständig los. Wiederhole schließlich diese Übung, bis du den Vastus Medialis bewusst wahrnimmst.

Effekt: Der Vastus Medialis ist außerdem für das endgradige Strecken zuständig. Diese Funktion machen wir uns hier, um den Muskel effektiv zu kräftigen.

6. Ausrichtung im Stehen

Nutze das neue Bewusstsein für die Position der Kniescheibe und die Aktivität des Vastus Medialis im Anschluss für Asanas. So überträgst du dieses Körperwissen. Des Weiteren lernt der innere Oberschenkel, seine Funktion auch in anderen Bewegungen wahrzunehmen. Optimal kannst du das bei Standhaltungen erleben. Dabei ziehst du in jeder Haltung die Kniescheiben nach innen und oben.

Effekt: Wenn die Kniescheibe ihre Zentrierung verliert, gleitet sie meistens nach außen ab. Deshalb ist es wichtig, sie nach innen oben zu ziehen. Hierbei ist nicht die Kraft entscheidend, sondern die koordinierte Aktivität in der Bewegung.


Dr. Ronald Steiner ist Arzt für Sportmedizin und zählt zu den bekanntesten Praktikern des Ashtanga Yoga. Seine AYInnovation®-Methode baut eine Brücke zwischen der Tradition und progressiver Wissenschaft, zwischen präziser Technik und praktischer Erfahrung. www.AshtangaYoga.info


Podcast mit Dr. Ronald Steiner anhören…