The Sat Nam Sessions ist das musikalische Projekt der Kundalini Yoga- & Meditationslehrerin und Sängerin Mitali Chatterjee-Ehrenbrand und ihrem Ehemann, dem Musiker, Coach und Yogalehrer Robert Ehrenbrand. Für die Playlist des Monats haben Robert und Mitali einen Mix aus eigenen Liedern, einem brandneuen Oasis-Cover und Songperlen befreundeter Künstler zusammengestellt – wirklich anders und hörenswert.
Yoga-Playlist Sat Nam Sessions
Neben ihren eigenen Songs beinhaltet diese Playlist Tracks von Mitalis und Roberts viel zu früh verstorbenen Lehrerin Guru Jagat, Mitalis Lehrer White Sun, engen Freunden wie Pritam Siri oder Sunniai oder Lieblings-Mantra-Songs wie Soul Prayer von Snatam Kaur. Die Playlist ist eine Einladung yogische Sounds, innere Transformation, Freundschaft und Liebe zu zelebrieren. Das ist nicht immer leise: Auch Elektro-Rock Versionen von den Stereobrothers feat. Guru Jagat mit treibenden Riffs und Schlagzeug-Einlagen sind dabei. The Mantra Revolution continues – viel Spaß beim Reinhören.
Tipp: Den brandneuen Mantra Track und das Oasis Cover von „She is Love“ hören wir in der Redaktion auf repeat – einfach nur schön.
Das sind The Sat Nam Sessions
Foto: Seth Abea @theafrocanario
Basierend auf der tiefen Liebe zueinander und der Hingabe zu yogischen Technologien und Mantra Meditation, erschafft das Duo einzigartige Sound Vibrationen, um die meditative Erfahrungen ihrer Hörer zu vertiefen und deren Bewusstsein zu erweitern. Mehr Infos unter www.thesatnamsessions.com und auf Instagram.
Über Robert Ehrenbrand
… Vater. Ehemann. Yogi. Autor. Wirtschaftspsychologe. Coach & Trainer. Fighter. Musiker (Bassist der US-amerikanischen Band „Boysetsfire“ und Gitarrist des Mantra-Projekts „The Sat Nam Sessions“). All das und noch vieles mehr ist Robert Ehrenbrand. Vor allem aber wird Robert von der tiefen Leidenschaft angetrieben, anderen zu helfen, ihre innewohnenden Potentiale wieder zu erwecken. Menschen dabei zu unterstützen physisch und vor allem mental stärker zu werden, ist Roberts erklärtes Ziel.
Robert betreibt seit seinem siebten Lebensjahr Kampfsport und seit seiner frühen Jugend intensiv Yoga und Meditation. Aufbauend darauf verbinden sich in seinem BecomingMe Yoga & Coaching System Technologien aus dem Yoga mit intensiven Meditationstechniken, aktivierenden Atemtechniken und dynamischen Übungen. Der Aufbau von innerer Kraft und Dynamik stehen hierbei im Mittelpunkt. Im März 2021 erschien Roberts erstes Buch „Die Kraft des Suchens – Dein Weg zu physischer und mentaler Stärke“ im AURUM/Kamphausen Verlag. Robert hält international Seminare, Klassen, Workshops, Retreats und Coachings ab. Mehr zu Robert auf www.robertehrenbrand.de und auf Instagram.
Über Mitali Chatterjee-Ehrenbrand
Mitali ist Mama, Ehefrau, Kundalini Yoga- und Meditationslehrerin, Holistische Mentorin für Frauen, Human Design Reader und Musikerin. Sie ist in einem künstlerischen und kreativen Umfeld aufgewachsen und war immer von Musik, Tanz und yogischen Technologien umgeben. Ihre indische Herkunft führte sie ganz organisch dazu Yoga zu unterrichten und Mantra Musik als Sängerin der Sat Nam Sessions zu erschaffen.
Mitalis Lebensweg hat ihren Glauben in die Kraft von Mantra, Meditation, Breathwork und Yoga und die Wichtigkeit ein offenes Herz zu haben, stetig vertieft. Sie sieht sich als immer währende Schülerin und liebt es, für und mit anderen tiefe und kreative, gemeinschaftliche Erfahrungen zu erschaffen. Mitali unterrichtet international Klassen, Workshop und Retreats und bietet Mentoring und Human Design Readings an.
Diese Woche schaut Susanne sich Iyengar Yoga genauer an. Iyengar Yoga gilt als fordernder und körperbetonter Yogastil. Der Fokus liegt auf der präzisen Ausführung der Asanas. Dafür wird mit verschiedenen Hilfsmitteln, wie Gurten, Kissen oder Blöcken gearbeitet. Zu Gast ist Yogalehrer Michael Forbes. Er übt schon seit 40 Jahren Iyengar Yoga und ist vom Begründer der Tradition, B.K.S. Iyengar, persönlich ausgebildet worden. Er erklärt, warum Iyengar Yoga bei der korrekten Körperhaltung ansetzt und erzählt von seiner Zeit in Indien bei B.K.S Iyengar. Willst du wissen wie er den großen Yogameister erlebt hat?
Energetische Verschlüsse – die sogenannten 5 Bandhas – regeln nach yogischer Vorstellung den Energiefluss im Körper. Yoga mit Bandhas ist für viele Yogis ungewohnt sanft, aber dieser achtsame Zugang zu den Bandhas hilft, mehr Freiheit im eigenen Körper und mehr Leichtigkeit im Leben zu finden.
Im Prinzip stellt man sich ein Bandha also so vor wie das Ventil an einem Fahrradschlauch: Es leitet Luft ins Innere und verhindert, dass sie wieder entweicht. Kann Prana gut fließen, dann verleiht das dem physischen Körper Stabilität und Leichtigkeit. Gleichzeitig sollen auch emotionale Blockaden in den Chakras gelöst werden.
Es gibt deutliche Unterschiede zwischen der Arbeit mit den Bandhas im traditionellen und modernen Yoga
Im traditionellen Yoga arbeitet man sehr systematisch auch auf energetischer Ebene mit den Bandhas: Man aktiviert beim Pranayama (Atemarbeit) bestimmte Muskeln. Dadurch sollen energetische Verschlüsse (Bandhas) erzeugt werden, die die Lebensenergie (Prana) in den zentralen Energiekanal (Sushumna Nadi) entlang der Wirbelsäule lenken und dort halten. Im modernen Yoga hat sich seit einiger Zeit ein sanfterer Zugang zu den Bandhas durchgesetzt: Man unterrichtet sie eher im Zusammenhang mit Asana als im Pranayama und vor allem mit deutlich geringerer Intensität.
Irgendwann wurde mir klar: durch die energetische Arbeit mit den Bandhas wollen wir auch einfach sein – wie bei Meditationsübungen – dabei hilft mir nur Weichheit und nie Kraft oder gar Gewalt: Nur indem ich Spannung in der Umgebung der Bandhas löse, anstatt Spannung zu erzeugen, kann ich das sanfte, spontane Aufsteigen von Prana spüren. Auch bei meinen Schülern kann ich es deutlich wahrnehmen: Wenn sie die Bandhas auf diese Weise einsetzen, dann werden ihre Bewegungen fließender und jede einzelne Haltung wirkt weiter und offener.
Außerdem bietet diese Art von Arbeit auch einen Schutz gegen schlechte Ausrichtung und Verletzung: Sobald ich es mit einer Asana übertreibe, verliere ich das Gefühl für die Energie im zentralen Kanal. Versuche es selbst: Mit den folgenden Übungen lernst auch du, die Bandhas wahrzunehmen und sanft zu aktivieren.
Die drei Haupt-Bandhas (1-3) sind entlang der Wirbelsäule angesiedelt. Die gemeinsame Aktivierung dieser setzt auf- und absteigende Energie gleichzeitig frei und erweckt so die Kundalini-Energie.
1. Jalandhara Bandha – Kehlverschluss: Zieht man das Kinn zur Brust, dann wird Prana abwärts Richtung Nabel gelenkt, anstatt nach oben in den Kopf zu steigen und durch den Schädel zu entweichen.
2.Uddiyana Bandha – Bauchverschluss: Hier kommen zwei Funktionen zusammen: Aufsteigende Energie wird in der Körpermitte weiter nach oben gelenkt, zugleich werden von Mula Bandha aufund von Jalandhara Bandha absteigendes Prana intensiviert.
3.Mula Bandha – Wurzelverschluss: Von der Mitte des Beckenbodens aus schiebt Mula Bandha die Energie nach oben Richtung Nabel und verhindert das Entweichen nach unten.
Hände und Füße – weniger starke, aber sehr nützliche Bandhas
4. Pada Bandha – Fußverschluss: Mit Hilfe von Pada Bandha kann man Energie von den Fußsohlen aus nach oben lenken. Das stabilisiert die Beine und erleichtert die Aufrichtung.
5. Hasta Bandha – Handverschlus: Hier leitet man Energie von der weichen Mitte des Handtellers aus nach oben, um Arme und Oberkörper zu stabilisieren und zu kräftigen.
8 Übungen zur Bandha-Praxis
Einen sanften, achtsamen Zugang zu den einzelnen der 5 Bandhas zu finden, erfordert Konzentration und Übung. Lass dich also nicht entmutigen, wenn du die Wirkung nicht gleich spürsz. Genau wie du eine komplexe Asana viele Male probieren musst, brauchst du auch für die Feinjustierung der Bandhas Zeit und Geduld.
1) Pada Bandha & Mula Bandha | Tadasana – Berghaltung
Stelle die Füße in hüftbreiten Abstand und ziehe die Oberschenkel sanft nach oben. Mit einer Einatmung lass die Wirbelsäule und Flanken in die Länge wachsen, die Stellung des Beckens bleibt neutral. Breite die Zehen weit aus. Mit einer Ausatmung löst du Spannung an den äußeren Rändern der Füße, ohne dass dabei die Fußgewölbe einsinken. Mit einer Einatmung richtest du die Aufmerksamkeit in die weiche Mitte der Fußsohlen und spürst, wie von dort ein sanftes Heben ausgeht – Pada Bandha. Spüre das Glück der Erdung. Erlaube dieser Energie, durch die Beine nach oben zu strömen. Als nächstes entspannst du ausatmend die Gegend um Schambein, Steißbein, Sitzknochen und an den Rändern der Beckenbodenmuskeln. Spüre zum Ende der Ausatmung zur Mitte des Beckenbodens und nimm wahr, wie sich dieser Punkt etwas oberhalb des Damms sacht hebt. Einatmend spürst du, wie diese Energie nach oben fließt – Mula Bandha. Weiterhin bleibst du mindestens 5 Atemzüge lang bei dieser Betrachtung und verbinde dich mit der im zentralen Kanal aufsteigenden Energie.
2) Mula Bandha | Ardha Uttanasana – Halbe Vorwärtsbeuge im Stehen
Mit einer Einatmung hebe in Tadasana die Arme, ausatmend gibst du in den Knien etwas nach und beugst dich aus dem Hüftgelenk nach vorn. Einatmend streckst du die Wirbelsäule lang nach vorn, hebst die Brust und setzt die Hände unter deine Schultern auf Blöcke. Anschließend entspannst du ausatmend bewusst die Ränder des Beckenbodens. Zum Ende der Ausatmung und mit der Einatmung beobachtest du ein sanftes, müheloses Heben aus der Mitte des Beckenbodens durch den zentralen Kanal – Mula Bandha. (Wenn es dir schwer fällt, diesen Energiefluss wahrzunehmen, drücke die Ränder des Beckenbodens einen Moment lang nach unten, um leichter Zugang zu finden. Im Anschluss löst du die Spannung wieder.) Bleibe 5 Atemzüge lang in der Asana.
3) Hasta Bandha | Marjaryasana und Bitilasana – Katze und Kuh
Richte im Vierfüßlerstand die gespreizten Hände unter den Schultern und die Knie unter den Hüften aus. Becken und Wirbelsäule sind neutral, der Nacken lang. Mit einer Ausatmung entspannst du die Ränder der Handteller, die Fingergelenke und die Handwurzeln zum Boden hin, um Druck aus den Handgelenken zu nehmen. Einatmend spürst du ein sanftes Heben und eine Leichtigkeit, die aus der weichen Mitte der Hände durch die Arme nach oben fließt – Hasta Bandha. Vielleicht kannst du diese Energie bis in den zentralen Kanal hinein spüren. Dann hebst du mit einer Einatmung Sitzknochen und Brust, während der Bauch nach unten sinkt (Kuh). Ausatmend rundest du die Wirbelsäule nach oben und lässt den Kopf sinken (Katze). Diesen Wechsel wiederholst du mindestens 5 Mal. Konzentriere dich auf die aufsteigende Energie.
4) Hasta Bandha, Mula Bandha & Uddiyana Bandha | Adho Mukha Shvanasana – herabschauender Hund
Bilder von HAROLD PEREIRA
Stelle im Vierfüßler die Zehen auf. Ausatmend entspannst du die Ränder deiner Handflächen, einatmend lässt du die Energie aus der weichen Mitte der Hände aufsteigen – Hasta Bandha. Dann hebst du die Knie und schieben das Becken nach hinten in den herabschauenden Hund. Mit einer weiteren Ausatmung löst du die Ränder des Beckenbodens und spürst zum Ende der Ausatmung die Richtung Nabel fließende Energie – Mula Bandha. Durch die Umkehrposition kann sich der Bauch lösen. Mit einer Einatmung entspannst du bewusst die Bauchmuskeln und weitest den Brustkorb, um Raum für die aufsteigende Energie zu schaffen. Ausatmend ziehst du die Bauchhöhle sanft noch etwas dichter unter die Rippen – Uddiyana Bandha. Bleibe ebenfalls 5 Atemzüge lang in der Haltung. Mula und Uddiyana Bandha bedingen sich auf energetischer und physischer Ebene.
5) Pada Bandha, Mula Bandha & Uddiyana Bandha | Halbmond-Ausfallschritt
Für diese Übung, die 3 der 5 Bandhas aktiviert, ziehst du dem Hund ziehst du ausatmend den rechten Fuß nach vorn und setzt ihn neben die rechte Hand. Einatmend verwurzelst du die Füße nach unten und richtest den Oberkörper auf. Hebe die Arme und weite die Brust in eine sanfte Rückbeuge. Richte das vordere Knie über der Ferse aus, halte das hintere Bein leicht gebeugt und zieh die hintere Ferse über den Fußballen.
Mit einer Ausatmung entspannst du die Ränder der vorderen Fußsohle. Einatmend spürst du den sanften Energiefluss nach oben, der von der Mitte des Fußes ausgeht – Pada Bandha. Der Atem kann nun entspannt weiterfließen: Die Erde trägt dein Gewicht, deine Gelenke stabilisieren es nur. Anschließend löst du mit einer weiteren Ausatmung die Ränder des Beckenbodens. Einatmend geschieht auch hier ein sanftes energetisches Heben von der Mitte her – Mula Bandha. Nun unterstützt du die energetische Aufwärtsbewegung, indem du einatmend die Rippen nach außen weitest. Dabei wirst du eine sanfte Kontraktion der Bauchmuskeln wahrnehmen – Uddiyana Bandha. Die Bauchhöhle bewegt sich in dieser Ausrichtung weniger deutlich nach innen als im Hund. Nach etwa 5 Atemzügen wechselst du über den Hund zur anderen Seite.
6) Mula Bandha & Uddiyana Bandha | Eka Pada Rajakapotasana – einbeinige Taube
Ziehe aus dem Hund das rechte Knie zur rechten Hand und bewege den rechten Fuß etwas nach links. Das linke Bein schiebst du gerade nach hinten und legst es ab. Falls nötig, stützt du die rechte Gesäßhälfte mit gefalteten Decken. Lege die Hände auf Blöcken ab. Der Oberkörper sollte so weit wie möglich aufgerichtet sein, ohne dass du dabei in den Hüftgelenken durchhängst. Eichte das Becken achtsam so aus, dass du eine Verbindung zwischen der Mitte des Beckenbodens und dem zentralen Energiekanal wahrnimmst. Entspanne die Ränder des Beckenbodens und spüre die aus der Mitte aufsteigende Energie – Mula Bandha. Dann weite die Rippen und erlaube dieser Energie, durch eine sanfte Aktivität der Bauchmuskeln weiter nach oben gezogen zu werden – Uddiyana Bandha. Beobachte mindestens 5 Atemzüge lang, wie die Bandhas Leichtigkeit, Stabilität und Kraft in Becken, Wirbelsäule und Brustkorb erzeugen. Dann wechselst du zur anderen Seite.
7) Mula Bandha & Uddiyana Bandha | Pashchimottanasana – Vorwärtsbeuge im Langsitz
Setze dich auf die Kante einer gefalteten Decke und strecke die Beine lang nach vorne aus. Richte mit einer Einatmung die Wirbelsäule lang auf. Dann neigst du das Becken sanft nach vorn und hinten, bis du die Verbindung zwischen der Mitte des Beckenbodens und dem zentralen Energiekanal spürst. Mit einer Ausatmung löst du jegliche Spannung an den Rändern des Beckenbodens. Einatmend nimmst du wahr, wie Prana aus seiner Mitte in den zentralen Kanal aufsteigt – Mula Bandha. Mit der nächsten Einatmung weitest den Brustkorb. Ausatmend lenkst du die Energie weiter im Rumpf nach oben – Uddiyana Bandha. Zugleich beugst du dich aus den Hüftgelenken lang gestreckt nach vorn. Lege die Hände an die Schienbeine oder greife nach den großen Zehen. Halte 5 Atemzüge lang die Verbindung zu dem Energiefluss, der mit jedem Atemzug in Ihrer Körpermitte aufsteigt.
8)Maha Bandha | Sukhasana – einfache Sitzhaltung
Nimm eine bequeme Sitzhaltung mit gekreuzten Beinen ein. Mit einer sanften Ausatmung löst du die Ränder des Beckenbodens. Dann atmest du aus der Mitte des Beckenbodens tief und vollständig ein. Lege die Hände auf die Oberschenkel und beuge dich mit der Ausatmung nach vorn. Richte dich wieder auf ohne dabei einzuatmen. Die Hände drücken gegen die Beine, die Arme sind gestreckt. In diesem Zustand löst du erneut die Ränder des Beckenbodens. Dann ziehst du in einer Art vorgetäuschter Einatmung (es strömt keine Luft in die Lungen) die Energie aus der Mitte des Beckenbodens nach oben – Mula Bandha. Der Bauch wird nach innen gesaugt wie in der klassischen Version von Uddiyana Bandha und die Brust hebt sich Richtung Kinn. Hebe den Kopf vom Scheitel her und strecke den Nacken lang. Dann neigst du das Kinn Richtung Brust – Jalandhara Bandha. Dadurch schiebst du die aufsteigende Energie wieder etwas zur Körpermitte. Im Anschluss um Maha Bandha zu lösen und wieder einzuatmen, hebst du zuerst das Kinn, dann entspannst du den Bauch. Wiederhole die Abfolge noch 1 bis 2 Mal.
Zum Abschluss der Sequenz für die Aktivierung der 5 Bandhas entspannst du dich mindestens 5 Minuten lang in Shavasana (Totenstellung). Dabei beobachtest du, wie sich der Energiefluss in deinem Körper verändert hat.
Die 5 Bandhas wurden von ESTHER EKHART verfasst. Sie unterrichtet seit über 25 Jahren Yoga und Meditation. Als Gründerin der Online-Plattform Ekhart Yoga ist sie international bekannt. Für diesen Artikel hat sie nicht nur als Autorin, sondern auch als Model fungiert.
Hast du dir auch schon mal überlegt deine Yoga-Praxis in Indien zu intensivieren? Willst du vielleicht sogar eine Yogalehrer-Ausbildung im Mutterland des Yoga machen? Wir verraten, was du im Vorfeld klären solltest. Außerdem: Packliste, Visum & Co. – das musst du für deine Einreise nach Indien beachten. //anzeige
Führt dein Weg dich demnächst nach Indien, an den Ursprung des Yoga? Dann ist es wichtig, dass du dir erst einmal ganz genau überlegst in welcher der vielen Schulen/Ashrams du dein Teacher Training absolvieren möchtest. Für die allermeisten ist eine solche Reise ein einmaliges Erlebnis, das geprägt ist von persönlicher Weiterentwicklung, internen Heilungsprozessen und transformierenden Ereignissen. Aber: Ausbildung ist eben nicht gleich Ausbildung und du solltest sehr genau hinsehen, bevor du dich für eine Schule entscheidest. Ein Teacher Training in Indien bedeutet, dass du dein alltägliches Leben hinter dir lässt. Es gibt keine Ablenkungen und du konzentrierst dich nur auf deine Yoga-Ausbildung. Damit du für dich das Beste aus deiner Zeit in Indien herausholst, stelle dir vorher folgende Fragen:
Will ich danach unterrichten oder vor allem meine Praxis vertiefen?
Welche Inhalte werden abgedeckt und welche Schwerpunkte setzt die Ausbildung?
Wie sehen die Prüfungen aus? Bekomme ich am Ende ein Zertifikat, welches von der Yoga Alliance anerkannt wird?
Was wird rings ums Training geboten?
Mit welcher Gruppengröße ist zu rechnen?
Was sagen ehemalige Reisende/Absolventen?
Was kostet der Kurs?
Damit du für dich das Beste aus deiner Zeit in Indien herausholst, ist gute Vorbereitung Pflicht.
Visum, Gepäck & CO.: Praktische Vorbereitungen für deine Reise nach Indien
Ganz wichtig: Sobald du dich für eine Yogaschule in Indien entschieden hast, solltest du dich rechtzeitig um deine Einreise kümmern, sowie um Flug und Flughafen Transfer. Manche Yogaschulen bieten einen kostenlosen Shuttle an. Sehr wichtig ist auch, dass du dich rechtzeitig um ein Visum für die Einreise nach Indien kümmerst. Das gewöhnliche Touristenvisum ist für einen Aufenthalt von 30 Tagen gültig. Solltest du länger bleiben, musst du einen gesonderten Antrag stellen. Hier findest du Unterstützung in Sachen Einreise-Visum für Indien.
Das gehört in deinen Koffer
Wenn möglich, erkundige dich bei der Ausbildungsschule welche Kleidung angemessen ist und ob es so etwas wie eine Packliste gibt. Leichte und bequeme Kleidung, deine Yoga-Matte, Hygiene-Artikel, Notizbuch sowie ein Wecker und/oder Handy sind die wichtigsten Gegenstände, die nicht fehlen dürfen. Im Normalfall lebst du während deiner Yogalehrer-Ausbildung in Indien recht spartanisch, lasse also alles Überflüssige gleich zu Hause. Handtücher werden allerdings oft nicht gestellt, also packe zumindest eines mit ein.
Wichtig: Das solltest du im Voraus klären
Wie wasche ich meine Wäsche/Gibt es einen Wasch-Service?
Sollte ich Snacks mitbringen oder gibt es vor Ort genug Möglichkeiten?
Gibt es geplante Ausflüge und ist dafür besondere Ausrüstung nötig?
Neue Ernährungstrends verbreiten sich über die Sozialen Medien und Influencer immer schneller. Dabei ist es wichtig zu verstehen, dass diese spezifischen Ernährungsmodelle für deren spezifische Bedürfnisse funktionieren. Heilpraktiker, Yogalehrer und Ayurveda-Berater Sascha Peschke erklärt…
Ayurveda-Wissen vs. neue Ernährungsforschung
Ernährung ist ein komplexes Thema und in der Forschung gibt es stetig neue Entwicklungen, die aufgrund ihrer Komplexität in scheinbarem Widerspruch mit früheren Erkenntnissen stehen. Im Ayurveda versuchst du deinem individuellen Ursprung wieder so nahe wie möglich zu kommen, indem du akzeptierst, dass du zwar einzigartig bist, aber Archetypen dir helfen eine grobe Richtung einzuschlagen. In der Forschung ist man sich mittlerweile auch sicher, dass der wichtigste Faktor bezüglich Ernährung gleichzeitig der frustrierendste ist, weil du nichts daran ändern kannst: deine Genetik.
Deine Vorfahren haben dir ein Verdauungssystem mitgegeben, das manche Dinge besser und andere schlechter verwerten kann. Das hat mit unserer Herkunft und der spezifischen Anpassung an die Lebensumstände zu tun. Hinzu kommt noch der genetisch, individuelle Mix aus dem Erbgut deiner Eltern.
Manche Menschen können gefühlt alles essen, während andere einen Spießrutenlauf erleben, bei dem sie scheinbar monatlich gegen etwas anderes empfindlich reagieren. Was du davon mitnehmen kannst, ist deine Ausgangssituation zu erkennen und zu akzeptieren. Beschäftige dich mit den Faktoren, die du beeinflussen kannst, damit du deine Verdauung unterstützen kannst.
Wie die Psyche auf deine Ernährung wirkt
Was mir als Yogi am wichtigsten erscheint, ist die Psyche und wie sie auf unsere Nahrungsaufnahme wirkt:
Entspannung: Nur wenn du entspannt bist, können deine Organe am besten funktionieren. Gestresst essen oder dich nebenbei mit etwas zu beschäftigen, was dich aufregt, ist wohl der sicherste Weg, auch den stabilsten Verdauungstrakt aus der Bahn zu werfen.
Wertschätzung: Ausserdem geht es beim Essen und trinken ganz viel um Wertschätzung. Je besser du über dich und deinen Körper denkst, umso mehr wirst du darauf achten, was du deinem Körper zuführst. Das kann eine Aufwärts-, aber auch eine Abwärtsspirale für dich bedeuten, da sich dein Körper aufgrund der zugeführten Ernährung mittelfristig verändern wird, was wiederum deine Wahrnehmung verändert.
Gewissen: Für Yogi*nis ist klar, dass das Unterbewusstsein jedes mal mitleidet, wenn du das Leid von Lebewesen akzeptierst. Umso mehr, wenn es nur um die Befriedigung von Gelüsten geht. Diese Energie wird dich langfristig krank machen. Deswegen ist der Versuch immer mehr auf tierische Lebensmittel zu verzichten ein Schritt zu mehr seelischer Gesundheit. Dabei ist kein Weg perfekt und muss es auch gar nicht sein. Versuche nur im Einklang mit dem eigenen Gewissen Schritt für Schritt immer bewusster zu werden.
Gewohnheit: Deine Familie hat dir nicht nur Gene, sondern auch Gewohnheiten mitgegeben. Begonnen mit der Regelmäßigkeit und Menge der Nahrungsaufnahme, bis hin zu Mustern in deiner Ernährung. Diese sind nicht leicht zu ändern, aber es ist möglich. Wenn du als Kind Süßes zur Belohnung bekommen hast, wirst du Süßes im Geist immer mit Belohnung verbinden. Ausserdem bekommst du bei der Geburt die Darmbakterien deiner Mutter geschenkt. Diese bestimmen erheblich welche Lebensmittel dein Darm verarbeiten möchte und worauf du Gelüste entwickelst. Indem du diese Muster erkennst, lassen sie sich abschwächen und deine Darmflora wird sich nach und nach an dein verändertes Verhalten anpassen.
Leichtigkeit: Essen sollte schmecken und Spaß machen. Solange du hautsächlich saisonal, regional, frisch, und wenig verarbeitet isst, kannst du gerne schlemmen. Aber sei ehrlich mit dir. Du weißt, was dir gut tut. Behandle dich selbst so, wie dich ein guter Trainer behandeln würde: Mit Liebe und Respekt! Und wenn dir das gelingt, belohne dich auch ab und zu und erlaube dir bewusste Fehltritte.
Zur Veranschaulichung einiger Zusammenhänge, die mir sehr häufig begegnen, hier ein paar Beispiele. Dabei wichtig: Da Ernährung sehr individuell ist, werden die folgenden Verallgemeinerungen von deiner Lebenswirklichkeit abweichen. Hier geht es mir in erster Linie darum, etwas Bewusstsein zu schaffen. Bitte sprich eventuelle Symptome immer zuerst mit deinem Arzt ab!
Ernährungstyp 1:
Du hast vor einigen Monaten mit Yoga begonnen und es begeistert dich so sehr, dass du es bereits mehrmals die Woche praktizierst. Ausserdem trinkst du häufiger Wasser, isst mehr Gemüse und viel weniger Fleisch. Du bist von Natur aus schlank, verlierst dennoch Gewicht und fühlst dich leicht, allerdings geht dir auch schnell mal die Kraft aus und du wirst häufig krank.
Vermutung: Du verbrauchst durch die Yogapraxis mehr Kalorien. Ausserdem verringert die Praxis deinen Appetit. Gleichzeitig führst du über die Veränderung der Ernährung weniger Kalorien zu. Durch das Defizit verlierst du Gewicht. Da du aber auch weniger Eiweiss zu dir nimmst, kann der Körper keine neuen Muskeln aufbauen und auch die Abwehrzellen deines Immunsystems können nicht ausreichend gebildet werden.
Mögliche Lösung: Achte auf eiweissreiche Bestandteile deiner Ernährung wie Hülsenfrüchte, Haferflocken, Nüsse, Tofu, Brokkoli oder auch mal ein veganes Eiweißpulver. Diese sind sehr sättigend und der Körper kann überflüssiges Eiweiss leicht in Kohlenhydrate umbauen. Der Muskelaufbau erhöht den Grundumsatz deines Körpers und das hilft wiederum bei der Fettverbrennung. Der Körper wir schwerer, sieht gesund trainiert aus, ohne Überschüssiges in Fettpolster zu lagern.
Ernährungstyp 2
Du praktizierst seit 10 Jahren Yoga und bist fast genauso lange Vegetarier mit starker Tendenz zum Veganer. Bis vor kurzem ging es dir damit großartig, doch seit einiger Zeit fühlst du dich oft müde, die Konzentration lässt nach und ab und zu spürst du kribbeln in den Armen und Beinen.
Vermutung: Jod, Eisen, und Vitamin B12 haben Depots im Körper, die Tage, Monate bis zu Jahre halten können. Wenn diese geleert sind, kann es zu Mangelerscheinungen kommen.
Mögliche Lösung: Entweder du machst ein großes Blutbild für eine informationsbasierte Entscheidung. Oder du überprüfst, was in deiner Ernährung fehlen könnte und nutzt Nahrungsergänzungsmittel für eine Weile, um mögliche Veränderungen zu beobachten.
Ernährungstyp 3
Solltest du dich bei den oberen Beispielen nicht erkennen, hier ein Beispiel für ein statistisch durchschnittliches deutsches Leben. Unabhängig vom subjektiven Wohlbefinden kannst du mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass weniger Alkohol, Zucker, Salz, Fleisch, Milchprodukte und Transfette und mehr Vollkornprodukte, Früchte, Nüsse, Samen, Omega 3 Fettsäuren, Ballaststoffe, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Hülsenfrüchte und Calcium, deine Lebensqualität deutlich verbessern werden.
Top 3 der übersehenen Lebensmittel
Kürbiskerne: viel Protein, viel Eisen
Leinöl: viel Omega 3 Fettsäuren
Chiasamen: viel Kalzium, viel Protein, viel Omega 3 Fettsäuren
Ernährung ist ein unglaublich spannendes Thema und schon einige kleine Veränderungen können große Wirkung haben. Lass dich nicht von Trends oder Verallgemeinerungen mitreissen. Hör auf deinen Bauch. Ernährung sollte auf keinen Fall zu Stress oder schlechtem Gewissen führen. Kleine Veränderungen, die sich direkt gut anfühlen, sind fast immer besser als radikale Umstellungen, die man nicht lange durchhalten kann.
Falls du tiefer in die Thematik einsteigen möchtest, kann eine persönliche Ayurveda-Typ-Beratung oder ein Gespräch mit einem Ernährungsexperten ein Start sein, um dich in eine gute Richtung zu lenken!
Tipp: Als ergänzende Literatur zu diesem Thema im allgemeinen und die vegetarisch/vegane Ernährung, empfehle ich die Bücher und Youtube-Videos von Niko Rittenau. Hier wird aus ernährungswissenschaftlicher Sicht jeder Aspekt beleuchtet.
Über Sascha Peschke
Sascha ist Heilpraktiker und Yogalehrer verschiedenster Traditionen. Seine Erfahrung stützt sich auf 25 Jahre Praxis in körperlicher und mentaler Weiterentwicklung und der daraus resultierenden praktischen Anwendung als Lehrer und Behandler. Sascha verbrachte mehrere Jahre auf Reisen zu den entlegensten Klöstern und Lehrern in Indien, Nord- und Südamerika und Australien.
Heute bildet er Yogalehrer, Profisportler und Therapeuten in Anatomie, Physiologie und Energielenkung weiter. Mehr Infos findest du unter www.saschapeschke.com und auf Instagram.
In dieser Folge von „Yogaworld“ geht es mal wieder um den Goldstandard im Yoga: Die Meditation. Nur interessiert sich Susanne diesmal weniger für die wissenschaftlichen Hintergründe. Jetzt steht die spirituelle Dimension im Vordergrund. Alle yogischen Praktiken, wie Asanas, die Körperstellungen, oder Pranayama, die Atemübungen, zielen im Endeffekt auf die Durchführung einer gelungenen Meditation ab. Bei so viel Aufheben um einen Sache, muss das Ergebnis ja wirklich vielversprechend sein. Warum das tatsächlich so ist, erklärt Sukadev Bretz von Yoga Vidya. Er selbst meditiert seit über 40 Jahren jeden Tag – ohne Ausnahme.
„Ich weiß, dass ich nichts weiß“ – im Prinzip könnte dieses Sokrates-Zitat das Motto der Corona-Krise sein. Warum sich dennoch so viele im Besitz der absoluten Wahrheit glauben, und inwiefern das Einfluss auf ihre Lieblingswörter hat, darüber macht sich YOGA JOURNAL-Kolumnistin Carmen Schnitzer Gedanken.
Meist ist meine Kolumne der erste Text, den ich für das YOGA JOURNAL fertigstelle – ich muss nur ein wenig über den Schwerpunkt der jeweiligen Ausgabe nachdenken, schon sprudelt es in mir los. Aber diesmal … diesmal sträubte sich etwas in mir, ich verwarf Ideen und schreibe diese Seite nun auf den letzten Drücker. Es ist nicht so, dass mir das Thema Intuition (Titelthema der Ausgabe 02/2022) missfällt, ganz im Gegenteil! Ich finde es faszinierend, welch vernünftige Entscheidungen wir spontan „aus dem Bauch“ heraus treffen können und wie oft unser vages Gefühl, das wir zum Beispiel beim ersten Aufeinandertreffen mit jemandem haben, sich im Nachhinein als berechtigt herausstellt. Als Partnerin eines Polizisten und Feuerwehrmannes ist mir außerdem nur zu bewusst, wie (lebens-)wichtig es sein kann, blitzschnell und ohne langes Abwägen zu handeln. Was also ist mein Problem?
Nun, vielleicht das: In den letzten zwei Jahren habe ich einige Wörter, die ich gern mochte, „verloren“. Ganz vorne mit dabei ist „Querdenken“. Ob ich das jemals wieder in dem Sinne benutzen werde, wie ich es einst tat? Momentan kann ich nur noch schwer daran glauben. Etwas mehr Hoffnung habe ich beim „intuitiven Wissen“, das ich eigentlich als etwas Wunderbares empfinde, das mir aber zuletzt des Öfteren in Zusammenhängen begegnet ist, die mir, um es vorsichtig auszudrücken, problematisch erscheinen. Dann nämlich, wenn besagtes Wissen als eine Art göttliche Eingebung verstanden wird, die über allem steht. Die die Welt unterteilt in Erleuchtete und Blinde, die die große Wahrheit nicht sehen (wollen). Ich möchte gar nicht ausschließen, dass manch spiritueller Mensch auch in der aktuellen Krise Dinge erkennen kann, die sich der rationalen Forschung (noch) nicht erschließen. Nicht einmal die Wissenschaft selbst behauptet schließlich, im Besitz der einzigen, endgültigen Wahrheit zu sein. Was mir in spirituellen Kreisen in letzter Zeit allerdings oft fehlt ist … Demut. Übrigens ein Wort, mit dem ich mich lange nicht anfreunden konnte und das ich seit einigen wenigen Jahren immer mehr liebgewinne (am Ende gar seit exakt zwei, so genau weiß ich das nicht mehr). Vielleicht soll es so sein: Ich verliere die einen Begriffe und gewinne dafür andere.
So wie seriöse Wissenschaftler*innen ihre Forschungsergebnisse stets hinterfragen, immer wieder neu einordnen und von Kolleg*innen gegenchecken lassen, sollten wir auch bereit sein, unsere Intuition auf den Prüfstand zu setzen. Wer nicht glaubt, dass diese uns manchmal in die Irre führen kann, der muss sich nur mal eine Quizshow im Fernsehen angucken, bei der manch Kandidat*in viel Geld verzockt. Oder sich an eine Liebschaft erinnern, derer wir uns so sicher waren, die sich im Nachhinein aber als Reinfall entpuppte. Es gibt einige Gründe, warum uns unser Bauchgefühl auch mal täuschen kann, und hier gilt es, sehr gut in sich hineinzuspüren und ehrlich zu sein: Macht uns unsere Unsicherheit, unser Nicht-Wissen vielleicht Angst, möchten wir uns beruhigen? Wollen wir lieber an einfache Erklärungen und scharf getrennte Gut-Böse-Muster glauben, weil uns die Komplexität der Wirklichkeit überfordert? Haben wir schlechte Erfahrungen mit der Schulmedizin gemacht und sehen in ihr mittlerweile ein Feindbild? Ist es eventuell der Reiz eines Überlegenheitsgefühls, der uns anspricht? Ein*e Eingeweihte*r zu sein, zu einer Gruppe heroischer Freiheitskämpfer*innen zu gehören, die den Durchblick haben, wo andere straucheln, das hat schließlich was.
Mein Ideal wäre eine Welt, in der rationales und spirituelles beziehungsweise intuitives Wissen nicht als Gegensätze (oder gar Gegner) betrachtet werden, sondern sich gegenseitig partnerschaftlich befruchten und letztlich eine Einheit bilden. Das schließt ein, dass wir mal mehr auf das eine, mal auf das andere hören, dabei aber nie aus den Augen verlieren, dass wir uns irren könnten. So viel am Schluss noch mal zum Thema Demut, dem neugewonnen Begriff in meinem persönlichen Lebensfluss der Wörter …
Carmen Schnitzer arbeitet als Journalistin und schreibt seit Jahren für das YOGA JOURNAL.
The Sat Nam Sessions ist das musikalische Projekt der Kundalini Yoga- und Meditationslehrerin und Sängerin Mitali Chatterjee-Ehrenbrand und ihrem Ehemann, dem international tourenden Musiker, Coach und Yogalehrer Robert Ehrenbrand.
Basierend auf der tiefen Liebe zueinander und der Hingabe zu yogischen Technologien und Mantra-Meditation, erschafft das Duo einzigartige Sound Vibrationen, um die meditativen Erfahrungen ihrer Hörer*innen zu vertiefen und deren Bewusstsein zu erweitern.
Mitali und Robert sind beide mit Yoga und Mantras aufgewachsen. Mitali wurde bereits im Mutterleib als Tochter eines bengalischen Tabla-Meisters in die spirituelle und musikalische Identität Indiens eingeführt. Robert fand als rebellischer Teenager aufgrund seiner frühen Verbindung mit Bhakti Yoga zu Mantra-Meditation.
Für beide stellt die Verbindung zu Mantras eine lebenslange Leidenschaft und den Hauptfokus ihrer spirituellen Praxis dar. Auch bekannt unter dem Namen „The Sat Nam Sessions“ verbinden sie ihre Hingabe als musikalisches Projekt mit internationalen Auftritten, Workshops und Seminaren.
Basierend auf einer tiefen Hingabe und Dankbarkeit für alle Mantras kreiert das Ehepaar nicht nur einzigartige Sound Vibrationen, sondern lehrt auch die tiefgreifenden Inhalte und Hintergründe zur Auseinandersetzung mit Mantra und Mudra, u.a. in der renommierten Yoga Akademie von Patrick Broome. Alles theoretische und praktische Wissen wird mit dem einen Ziel gelehrt, die meditative Erfahrung der Teilnehmer*innen zu vertiefen und ihr Bewusstsein zu erweitern.
Live Mantra Meditation, Sonntag, 15. Oktober 14.15-15.00 Uhr
Mantra Meditation ist ein kraftvolles Werkzeug zu innerer Ruhe zu finden und neue Kraft für die Herausforderungen des Alltags zu schöpfen. Mitali und Robert als The Sat Nam Sessions ermöglichen dir die Erfahrung einer tiefen meditativen Praxis und ein gemeinschaftliches Erleben von Yoga in Sound.
The Sat Nam Sessions auf der YogaWorld 2023 in München:
Sonntag, 15. Oktober // 14:15 – 15:00 Uhr // „The Sat Nam Sessions“ // Vishnu Yogaspace