Der Hinduismus ist für seine vielen bunten Gottheiten bekannt und entstammt dem indischen Indus-Tal. Obwohl Yoga viele Elemente, wie die Gottheiten und die Veden, aus dem Hinduismus übernommen hat, sind Yogi*nis nicht unbedingt Hinduist*innen. Manche Aspekte der Religion, etwa das Kastenwesen, widersprechen sogar der modernen Interpretation der yogischen Ethik (Yamas und Niyamas).
Hilfsmittel
Im Yoga werden je nach Yogastil und Fortgeschrittenheit der Schüler*innen verschiedene Hilfsmittel genutzt, um die Asanas noch zu vertiefen. Die gängigsten Hilfsmittel sind: Blöcke, Bolster, (gefaltete) Decken, Gurt, Kopfstandhocker und Augenkissen. Mach dir selbst ein Bild, ob Hilfsmittel für dich nötig sind.
Hier und Jetzt
Vielleicht ist es für neue Yogi*nis etwas befremdlich und unklar, wieso in den Yogastunden immer vom „Hier und Jetzt“ gesprochen wird. Natürlich halten wir uns mit unserem Körper ganz automatisch im „Hier und Jetzt“ auf. Allerdings bezieht sich das Konzept auf den Zustand des Geistes, da wir dazu tendieren, in die Zukunft oder in die Vergangenheit abzuschweifen. Durch Yoga kommen wir mit unserem Geist immer mehr ins Hier und Jetzt und nähern uns auf diese Weise der Erleuchtung.
Herz-Chakra
Das Herz-Chakra bildet den Mittelpunkt der Chakra-Reise. Hier treffen sich die Energie der Erde von unten und die des Himmels von oben. Es behandelt Liebe aller Art, genau wie die Selbstliebe und damit verbunden ein gesundes Selbstbewusstsein. Diese bilden die Grundvoraussetzung für gute Beziehungen zu anderen Menschen. Symbolisch wird dieses Chakra dem Gott Krishna und der Farbe Grün zugeordnet.
Hausaltar
Ein Hausaltar ist typisch für den Hinduismus und die Yogaphilosophie. In dieser Ecke des Hauses oder der Wohnung gibt es meistens Statuen oder Bilder von verehrten Gottheiten, denen dort auch Opfergaben in Form von Blumen oder Essen dargebracht werden. Am Hausaltar kann auch meditiert oder gechantet werden. Hast du auch einen persönlichen Altar?
Hanuman
Hanuman ist der hinduistische Affengott. Mit dem Gesicht, der Stärke und Flexibilität eines Affen ist er Namensgeber des Spagats: Hanumanasana. Der Legende nach soll Hanuman nämlich Sita, Ramas Verlobte, aus den Händen von Dämonen gerettet haben, indem er seine Beine so weit dehnte, dass er nur einen Schritt von Indien nach Sri Lanka machen musste, wo diese gefangen wurde. Der Gott zeichnet sich durch besondere Treue, Mut und Durchhaltevermögen aus.
Hatha(yoga)pradipika
Die Hatha(yoga)pradipika ist eine klassische yogische Schrift und wurde von Svatmarama verfasst. Sie stammt ungefähr aus dem 14. Jahrhundert. Die Abhandlung erzählt nicht nur von yogischer Philosophie: Hier werden zum ersten Mal auch Asanas, Mudras, Pranayamas und Samadhi genannt, also vier Glieder des 8-gliedrigen Pfad des Yoga. Zudem gibt es ausführliche Informationen über die Ernährungsvorschriften von Yogi*nis (siehe Gunas) und Reinigungsrituale (Kriyas).
Hatha-Yoga
Hatha-Yoga ist eine traditionelle Form der Asanapraxis, aus der sich später viele verschiedene Yogastile entwickelten. Übersetzt stehen die beiden Wortteile „Ha“ und „tha“ für die energetischen Prinzipien von Sonne und Mond (männliche und weibliche Energie/Shiva und Shakti/Yin und Yang). Der Yogastil vereint Anstrengung und Dynamik mit Dehnung und Entspannung. Im Hatha-Yoga werden die Asanas anatomisch sehr präzise ausgerichtet und mindestens fünf tiefe Atemzüge lang gehalten.







