Pflug

    Halasana
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    Hala = Pflug; Asana = Haltung

    Schritt für Schritt

    1. Sie beginnen in Salamba Sarvangasana (gestützter Schulterstand) und senken mit einer Ausatmung langsam die Beine, bis die Zehen hinter dem Kopf aufsetzen. Diese Bewegung geht alleine von den Hüftgelenken aus, der Rumpf bleibt möglichst senkrecht stehen und die Beine sind gestreckt. Diese Variante sollten Sie nur mit entsprechenden Vorkenntnissen und unter Anleitung eines erfahrenen Lehrers erlernen. Als Einstieg und immer dann, wenn die Haltung zu viel Spannung im Nacken und/oder Druck auf die Schilddrüse erzeugt, empfiehlt es sich, die Füße erhöht auf der Sitzfläche eines Stuhles oder an der Wand abzusetzen.
    2. Sobald die Füße einen Halt gefunden haben, heben Sie aktiv Oberschenkelvorderseiten und Steißbein und ziehen die Leisten ins Becken hinein. Stellen Sie sich vor, der Rumpf sei an den Sitzknochen aufgehängt. Zugleich halten Sie Nacken und Hals weich, die Nase zeigt zur Decke, das Kinn ist eher gehoben, als zum Brustbein gezogen. Achtung: Wenden Sie in dieser Haltung niemals den Kopf zur Seite!
    3. In Halasana können die Hände weiter wie in Salamba Sarvangasana (gestützter Schulterstand) gegen den Rücken geschoben sein, oder die Arme liegen vom Rumpf weggestreckt am Boden. In ersterem Fall drücken Sie die Unterarme gegen die Unterlage und schieben den Rücken nach oben. In der zweiten Variante ziehen Sie die Oberarme dicht zueinander, pressen die gestreckten Arme aktiv in die Unterlage und heben Oberschenkel und Sitzknochen. Dabei sind die Hände entweder verschränkt oder Sie schieben die Handflächen nach unten.
    4. Halasana wird generell im Anschluss an Salamba Sarvangasana (gestützter Schulterstand) geübt und zwischen 1 und 5 Minuten gehalten. Um die Haltung aufzulösen, legen Sie die Hände ggf. wieder an den Rücken und heben die Beine mit einer Ausatmung wieder in Salamba Sarvangasana. Dann beugen Sie die Beine, ziehen sie zum Rumpf, heben die Stirn Richtung Knie und rollen sich mit einer Ausatmung langsam und behutsam zum Sitzen.

    Tipp

    In dieser Haltung besteht, genau wie in Salamba Sarvangasana (gestützter Schulterstand), die Tendenz, den Nacken zu überstrecken. Ziehen Sie die Schultern daher nicht zu kräftig weg von den Ohren und experimentieren Sie so lange mit der Höhe und Beschaffenheit der Unterlage (gefaltete Decken, Schaumstoffplatten, flache, rechteckige Polster), bis Sie die für Ihre Anatomie beste Variante gefunden haben. Dabei sollte die natürliche Wölbung im Nacken erhalten bleiben, das heißt die oberen Halswirbel liegen nicht am Boden. Ziehen Sie das Kinn auch nicht zur Brust, sondern lassen Sie das Brustbein allmählich dichter zum Kinn aufsteigen.

     Wirkungen

    • beruhigt das Gehirn
    • stimuliert die Schilddrüse und die Bauchorgane
    • dehnt Schultern und Wirbelsäule
    • kann bei Wechseljahrsbeschwerden, Sinusitis, Stress und Schlafstörungen lindernd wirken

    Gegenanzeigen

    • Verletzungen der Halswirbelsäule
    • Glaukom, erhöhter Augeninnendruck
    • Durchfall
    • bei Bluthochdruck und Asthma nur die sanftere Variante mit erhöht abgelegten Beinen üben
    • während der Schwangerschaft nur nach langjähriger Praxis empfehlenswert