Montags-Mantra für Heilung und Reinigung

Om Shri Dhanvantre Namaha

Was bedeutet das Mantra?

Dhanvantari ist der himmlische Heiler, der Gott des Ayurveda. Wer um Heilung und Reinigung bitten möchte, kann das mit diesem kurzen Mantra tun. Für angehende Ayurveda-Ärzte ist es Pflicht, in einem der wenigen Dhanvantari-Tempeln zu beten und seinen Segen zu erbitten. Um der Bedeutung des Wortes auf den Grund zu gehen, rezitiert man das Mantra 108 Mal und zerlegt es in seine Einzelteile. „Dhan“ bedeutet energetisch „geben“, „Dana“ ist die Spende oder freiwillige Gabe

In den fünf Silben in Na-Ma-Shi-Va-Ya steht Va für die Luft. Im Ayurveda ist das Element Luft Vata. 

Loslassen kann heilen

Am Ende steht „Tra“. Tra ist das Transzendieren, das Transformieren, das Durchgehen und Umwandeln. „Man-Tras“ helfen dabei, den Geist (Manas) zu transzendieren, uns vom Kopfkarussell zu befreien. Wir bekommen ein Bild von der Energie und Aktivität, die in dem Gottesnamen Dhanvantre stecken. Wenn wir den verehrten (Shri) Dhanvantre beim Namen nennen (Namaha), geben wir etwas frei, lassen los durch einen Wind, eine Brise, eine Luft, die uns befreit. Dhanvantre selbst ist die kühle Brise, diese frische Bewegung des Loslassens, die uns leicht machen und heilen kann.

Das Mantra der „Himmlische Heilung“ hilft den richtigen Weg zur Heilung zu finden. Es wird auch während dem Kochen verwendet, um das Essen mit heilender Energie zu vibrieren – zur Vorbeugung.

Dir gefällt die Idee der Mantras? Hier findest du noch mehr davon.

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Posthotel Achenkirch: Yoga & TCM für Adults only

Posthotel Achenkirch

Die Lust aufs Reisen und eine Auszeit wächst wieder – auch bei uns in der Redaktion. Also halten wir unsere Augen offen und suchen überall nach diesen ganz besonderen Ruhe-Oasen, wie dem (Adults only) Posthotel Achenkirch am Achensee. Der nachhaltige Kraftplatz für Körper und Geist hat uns mit seiner fein abgestimmten Kombination aus grünem Luxus, regionaler Sterneküche, TCM und einem herrlich bunten Aktiv- und Wellnessprogramm überzeugt. //anzeige

Erst eine Wanderung zum Dalfaz Wasserfall, danach Shaolin Qi Gong, Balance und Faszientraining, gefolgt von Hatha Yoga, sowie Tai Chi – wer möchte, kann im Posthotel Achenkirch achtsam aktiv sein und zwar das ganze Jahr über. Spezialisten für Achtsamkeit, Meditation, TCM und natürlich auch Yoga sorgen für Entspannung. Das Posthotel bildet einen Ruhepol und Urlaubskosmos für Erwachsene, den auch ich als liebende Mama zweier Jungs sehr wertschätze. Es ist super einen Ort zu haben, an dem ich mich wirklich auf eine Reise nur zu mir selbst begeben kann.

TCM Puls- und Zungendiagnose und Shaolin-Massage

Worauf wir uns besonders gefreut haben: Frei nach dem Motto „Finde deine Mitte, suche stets die Harmonie und richte dich nach den Jahreszeiten“, bieten TCM-Fachleute, wie die Fachärztin für Traditionelle Chinesische Medizin Hu Ji, spezielle Behandlungen an. Nach einer Puls- und Zungendiagnose wird das Wellnessprogramm individuell auf das eigene Befinden und den Gesundheitszustand abgestimmt – was will man mehr? Mein persönliches Highlight war die Shaolin Behandlung. Durch diese spezielle Massage-Methode wird durch das Streichen, Klopfen, Kneten, Rollen und Walken von Akupunkturpunkten ein Reiz auf den ganzen Körper ausgelöst und der Energiekreislauf stimuliert. Sie regt den Blut- und Lymphfluss an, löst Verspannungen und beruhigt das Nervensystem. Ich konnte spüren, wie sich mein Körper von Minute zu Minute entspannt hat und eine wohlige Wärme durch mich strömte. Eigentlich perfekt um danach ins Bett zu fallen, wenn da nicht noch das TENZO locken würden.

Genuss pur Haubenküche und TCM-Restaurant

Posthotel Achenkirch

Im TENZO, dem hauseigenen TCM-Restaurant, trifft die Fünf-Elemente-Lehre der Traditionellen Chinesischen Medizin auf die klassischen Kulinarik aus den Alpen und Zutaten aus der eigenen nachhaltigen Bio-Landwirtschaft. Dabei werden die Speisen nach dem individuellem Yin- oder Yang-Bedarf zubereitet. Was ich besonders mag: Bei der Auswahl der Menüs und Speisen achten die Küchenchefs auf Regionalität und Saisonalität. Die frischen Heilkräuter werden im Hotelgarten geerntet, Käse und Honig kommen vom eigenen Hof oder von Bauern aus dem Zillertal. Die Marmeladen sowie der aromatische Fichtenspitz-, Fliederblüten- und Holundersirup werden im Posthotel selbst produziert.

Ausgezeichnetes Öko-Hotel: Grüner Luxus und Nachhaltigkeit

Mittlerweile wissen wir, dass sich Luxus und Öko nicht ausschließen müssen und das Posthotel Achenkirch ist der beste Beweis dafür: 5-Sterne-Ausstattung trifft hier auf gelebte Nachhaltigkeit bis ins Detail, wie die ökologischen Wasch- und Reinigungsmittel. Drei Bienenvölker sorgen für die nachhaltige Sicherung der heimischen Ernte und auch die verwendeten Lebensmittel stammen von den umgebenden Almen. Geheizt wird im Waldhackgut, einem heimisch gewachsenen Energieträger und das kristallklare, erfrischende Wasser stammt aus der eigenen Quelle. Seit 2020 ist das Hotel klimaneutral und unterstützt Photovoltaik- und Wasserkraftprojekte.

Warum sich ein Aufenthalt im „Posthotel Achenkirch“ lohnt

Wenn du den Text bislang aufmerksam gelesen hast, wird es dich kaum wundern, dass wir ziemlich angetan sind von der 5-Sterne-Bleibe am Achensee. Es ist diese Kombi aus Ruhe und Aktivurlaub, Achtsamkeit und Aufregung, Luxus und Nachhaltigkeit, die wir spannend finden – und ja, auch einfach mal ein paar Tage ohne Kids genießen. Und das sage ich als begeisterte zweifach Mami. Ein wenig Zeit zu Zweit oder auch allein, runterkommen, sich so richtig verwöhnen lassen und abschalten, neue Energie sammeln, dem Körper etwas Gutes tun – das Posthotel Achenkirch ist ohne Zweifel ein Kraftplatz für Körper und Geist und eine absolute Empfehlung wert.

Weitere Infos und Buchung unter www.posthotel.at

Niki Stephanus

Niki Stephanus ist Beauty Expertin, Gründerin des Om am See Yogafestivals und Yogalehrerin in Vinyasa Flow, Yin Yoga, Pranayama Intensiv und Face Yoga. Sie wird auf der YogaWorld zwei Workshops anbieten, in denen sich alles rund um Gesichtsyoga dreht. Das sagt sie selbst über Face Yoga:

Ich liebe diesen wundervollen Nebeneffekt beim Yoga, dass dadurch unter anderem die Faszien ihre Geschmeidigkeit behalten. Das ist sehr wichtig beim Zwerchfell (im Hinblick auf Pranayama und die Atmung) und sehr praktisch beim Gesicht. Seit einiger Zeit ist Gesichtsyoga in aller Munde. Viele hören es, wenige praktizieren es. Obwohl genau diese Art von Yoga, wenn es denn Yoga ist, viele Frauen extrem glücklich machen würde.

Warum? Weil es so ein effizientes Anti Aging-Programm ist. Im Gesicht wird im Laufe der Zeit alles etwas anders: Muskeln und Faszien verhärten sich, die Kollagenproduktion nimmt ab und so weiter. Deshalb „flitscht“ eine Mimik nicht sofort wieder zurück, sondern bleibt manchmal unbewusst statisch im Gesicht und wir schauen komisch aus. Es wird also auch im Gesicht nicht einfacher, aber man kann dagegenwirken. Mit gezielten Übungen hilft Gesichtsyoga die Muskeln aufzubauen, Sehnen und Faszien zu entspannen, die Durchblutung wieder anzukurbeln und die Lymphe zu aktivieren. Ich freue mich euch dies zu erklären und zu zeigen!

Mehr Infos zu Niki Stephanus und ihrer Arbeit unter www.nikiandnature.com und auf Insta @nikiandnature / @niki_stephanus


Niki Stephanus auf der YogaWorld 2026 in Stuttgart:

Freitag, 10. April // 12:15 – 13:00 Uhr // Pro Aging / Face Yoga // Ganesha Yogaspace

Sonntag, 12. April // 10:15 – 11:00 Uhr // Pro Aging / Face Yoga // Ganesha Yogaspace


Niki war auch im YogaWorld Podcast zu Gast. Erfahre hier noch mehr über die Wirkung von Face Yoga:

Meditative Körperreise + Audioanleitung

Durch Stress und Ablenkung entfremden wir uns von unserem Körper und verdrängen die „kleinen Wehwehchen“. In unserer heutigen Kolumne “Atem und Meditation” erklärt Tina Beitinger, Yogalehrerin und Atemtherapeutin, wie wir mit einem simplen Body-Scan in Verbindung mit uns und unserem Körper kommen – inklusive Audio-Anleitung zur Entspannung.

Mein Körper ist mein Tempel

Unser eigener Körper sollte doch eigentlich das sein, was wir am besten kennen. Schließlich haben wir ihn 24 Stunden am Tag bei uns und leben in ihm. Aber gerade bei unserem eigenen Körper haben wir uns angewöhnt, öfter Mal nicht genau hin zu hören oder hin zu sehen. Durch Stress und Ablenkung entfremden wir uns von ihm und verdrängen die „kleinen Wehwehchen“. Dabei würde es uns gesundheitlich oft sehr helfen, uns gut in unserem Körper auszukennen und zu wissen, wo seine Schwachstellen liegen. Nur so können wir negative Auswirkungen von Stress oder Krankheiten rechtzeitig erkennen und gegensteuern solange noch Zeit ist und nicht etwa der Burnout vor der Tür steht.

Audio-Anleitung „Meditative Körperreise“

Lege deinen Körper entspannt ab – nutze Hilfsmittel, wie Bolster und Decke für den maximalen Komfort.

Sogenannte Körperreisen sind eine Form, um diese Wahrnehmung achtsam zu schulen. Oft entdecken wir den Körper dabei neu. Die Muskeln entspannen, aber der Geist bleibt wach und beobachtet. Ein paar Minuten für eine geführte Körperreise reichen aus, um Stress abzubauen, tief zu entspannen und in Verbindung zu treten. Schrittweise durchwandert der Geist den Körper, angefangen bei den Füßen, bis hinauf in den Kopf. Probier es aus bei dieser angeleiteten Körperreise. Viel Freude bei dieser Begegnung mit Dir selbst!


Tina Beitinger

Tina Beitinger ist Yogalehrerin, spezialisiert auf Hormonyoga und ausgebildet in progressiver Muskelentspannung nach Jacobson und autogenem Training. Sie war jahrelange beim Radio Moderatorin (M94,5, Rockantenne) – inzwischen arbeitet sie als Entspannungstherapeutin und unterrichtet Yoga in München. Mehr Infos zu Tina findet ihr unter www.entspannungundyoga.de

Titelbild: Canva


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Dr. Ronald Steiner: So entsteht Beweglichkeit im Yoga

Beweglichkeit Yoga

Wieso praktizierst du Yoga? Ein Ziel vieler ist die Flexibilität. Aber wie entsteht Beweglichkeit im Yoga überhaupt? Unser Anatomie-Experte Dr. Ronald Steiner erklärt, wie das das Zusammenspiel von Zug und Druck den Bewegungsspielraum an Gelenken definiert. Als Beispiel nimmt er das Hüftgelenk. 

Wie oft arbeitest du intensiv an einer bestimmten Haltung, um flexibler zu werden? Vielen ist dabei aber nicht genau bewusst, wie diese Flexibilität überhaupt entsteht. Dabei ist ein achtsames und bewusstes Herangehen an eine Position der Schlüssel für wirkliche körperliche Veränderungen durch die Praxis. „Was begrenzt die Beweglichkeit?“, ist in diesem Zusammenhang eine entscheidende Frage – und doch schauen mich viele Übende verdutzt an, wenn ich sie stelle. Sie antworten: „Na es geht halt nicht weiter!“ Wenn es gelingt, diese Limitation näher einzugrenzen und zu beschreiben, erfahren wir, wie wir unser Üben gestalten können, um mehr Flexibilität zu erreichen.

Körperhaltung ist Balance

Die Körperhaltung entsteht dadurch, dass jeder Knochen mit einem anderen Knochen über ein Gelenk in einem bestimmten Winkel verbunden ist. Dieser Winkel wird bestimmt über den Halt, den das Gewebe dem Gelenk von allen Seiten gibt. Beispielsweise wird beim Stehen das Becken (Pelvis) senkrecht über dem Oberschenkelknochen (Femur) gehalten. Beteiligt sind Muskel-Faszien-Züge an Vorder- und der Rückseite des Hüftgelenks. Sie balancieren das Becken wie einen Schiffsmast auf dem Oberschenkelknochen. Doch anders als die Seile, die den Schiffsmast halten, hat das von Muskeln durchzogene Bindegewebe eine gewisse Eigenfestigkeit. Es dient also nicht nur als Zugseil, sondern auch als stützender Pfeiler – wobei diese Funktion erst an den Grenzen des Bewegungsspielraumes eine Rolle spielt und weniger im aufrechten Stand. Allgemein gilt: Das Bindegewebe hält das Becken durch Stützen und Zug in Balance. Das Becken wird aufgespannt und gehalten wie durch druck- und zugelastische Federn.

Bild 1: Die Position des Beckens (Pelvis) wird über das Bindegewebe von vorne und hinten wie durch stütz- und druckelastische Federn in Balance gehalten.
Bild 1: Die Position des Beckens (Pelvis) wird über das Bindegewebe von vorne und hinten
wie durch stütz- und druckelastische Federn in Balance gehalten.

Wie sich das Gleichgewicht verändert

Bewegen wir uns beispielsweise aus dem Stand in eine Vorwärtsbeuge, so geschieht dies, indem sich die Muskel-Faszien-Züge an der Rückseite des Hüftgelenks verlängern, während sich die Züge an der Vorderseite verkürzen. Dies geschieht zum einen, indem die in die Faszienzüge eingelagerten Muskeln an der Rückseite Länge geben. Sie fungieren als zugelastische Feder. An der Vorderseite der Hüfte verkürzen sich die Muskel-Faszien-Züge dagegen. Zunächst indem die Muskulatur kontrahiert. Je weiter man jedoch in die Vorwärtsbeuge hinein sinkt, desto mehr bekommt auch die Eigenfestigkeit der Strukturen an der Vorderseite der Hüftbeuge Bedeutung. Sie stützen nun das Becken wie eine druckelastische Feder, so dass es eine erneute Balance-Position findet. Auf diese Weise kann der menschliche Körper die Stellung jedes Gelenkes in immer wieder neuen Winkeln im Gleichgewicht aus Zug- und Druckelastizität ausbalancieren und seine Körperhaltung verändern.

Bild 2: Die Position des Beckens (Pelvis), neu ausbalanciert, wobei das Bindegewebe hinten mehr die Funktion einer zug-, das vorne mehr die einer druckelastischen Feder übernimmt.
Bild 2: Die Position des Beckens (Pelvis), neu ausbalanciert, wobei das Bindegewebe hinten
mehr die Funktion einer zug-, das vorne mehr die einer druckelastischen Feder übernimmt.

Was limitiert die Beweglichkeit?

Ganz allgemein ist die Beweglichkeit durch die Zug und Druckelastizität des Bindegewebes limitiert. An der Grenze des Spielraums der Beweglichkeit ist das Bindegewebe an der Innenseite der Bewegung auf das Maximum der Druckelastizität zusammengedrückt, während an der Außenseite in der Dehnung das Maximum der Zugelastizität erreicht wird. Doch nicht immer begrenzen Zug- und Druckelastizität den Bewegungsspielraum gleichzeitig. Oft ist die eine Grenze vor der anderen erreicht – das ist individuell sehr verschieden. Schon alleine das bewusste Wahrnehmen dieser individuellen Gegebenheiten verändert die Möglichkeit der Bewegung grundlegend.

Überwiegt die Begrenzung durch Zug, so kann man sicher sein, dass mit Beharrlichkeit und der richtigen Dehnmethode die Muskel-Faszien-Züge allmählich an Länge gewinnen und mehr Bewegungsspielraum freigeben. Man muss sich lediglich bewusst machen, ob man in diesem Bereich auch wirklich mehr Beweglichkeit möchte, denn nur durch die richtige Festigkeit der Faszienzüge bewahren die Gelenke die nötige Führung.

Überwiegt hingegen die Begrenzung durch Druck, so kann man nicht erwarten, auf diese Weise mehr Flexibilität zu gewinnen. Dennoch lohnt es sich, zu unterscheiden, welche Strukturen konkret unter Druck geraten. Sind es vor allem „überschüssige Pfunde“, ist eine Ernährungsumstellung hilfreich. Drückt ein Bein gegen die Rippen, kann eine kleine Veränderung der Beinposition manchmal helfen, dem Oberkörper gewissermaßen am Bein vorbei neuen Bewegungsspielraum zu geben. Wenn sich keine offensichtliche Lösung anbietet, bleibt nur noch die Wahl, wie fest man gegen den Druck arbeiten möchte: Die Kompression von Weichteilen und Muskeln kann deren Durchblutung fördern und helfen, sie gesund zu erhalten. Stoßen jedoch knöcherne Strukturen aneinander, dann ist Behutsamkeit gefragt: Die Kollision sollte man generell vermeiden.

Du möchtest dein Wissen über die Beweglichkeit im Yoga nun gerne in die Praxis setzen? Dann kannst du mit diesen Übungen für die Hüfte das gesunde Zusammenspiel der Muskeln fördern, das Gelenk in seine harmonische Schwebe bringen und dir so den natürlichen Bewegungsraum deines Hüftgelenks erschließen.

Um was es beim Yoga geht

Bei all dem ist es wichtig, eines nicht zu vergessen: Im Yoga geht es, anders als bei der Akrobatik, nicht darum, einen flexiblen Körper zu entwickeln, sondern darum, über die Körperarbeit innere Beweglichkeit und Flexibilität zu kultivieren. Ziel ist eine ganzheitliche physische und psychische Balance. Freude und Achtsamkeit beim Üben sind daher viel wichtiger als der Fortschritt bei einer bestimmten Körperposition. Viel Freude beim Üben!

Übrigens: Hast du während einer “hüftöffnenden Übung” an der Außenseite der Hüfte, tief unter den oberflächlichen Gesäßmuskeln, eine Dehnung beobachtet? Und dich gefragt, um welchen Muskel es sich dabei handelt und warum es sich so gut anfühlt? Erfahre hier, was es mit dem Hüftöffner auf sich hat.

Dich interessiert die Anatomie hinter der Yogalehre? Lese hier mehr über die Anatomie der Kniescheibe.


Dr. Ronald Steiner ist Arzt für Sportmedizin und zählt zu den bekanntesten Praktikern des Ashtanga Yoga. Die von ihm begründete AYInnovation®-Methode baut eine Brücke zwischen der Tradition und progressiver Wissenschaft, zwischen präziser Technik und praktischer Erfahrung.

www.AshtangaYoga.info


Podcast-Folge mit Dr. Ronald Steiner anhören…

Handgelenk-Anatomie mit Dr. Ronald Steiner

Handgelenk-Anatomie

Die Füße sind unsere Wurzeln, die Hände unsere Flügel …  Nur auf der Yogamatte ist das manchmal ganz anders. Dort stützen wir unser Gewicht oft teilweise oder sogar ganz auf unseren Händen ab. Dr. Ronald Steiner erklärt uns die Handgelenk-Anatomie.

Leider bemerken wir häufig erst aufgrund von Schmerzen, dass die zum Teil sehr filigranen Knochen und Gelenke der Hände und Unterarme stark beansprucht werden. Schade eigentlich, denn durch ein Verständnis der anatomischen und funktionellen Gegebenheiten können wir die Kraft unserer Handgelenke entwickeln und erhalten. Schon eine kleine, regelmäßig vorkommende Fehlhaltung kann auf Dauer zu einer Verletzung und zu Schmerzen führen.handgelenk_02

Zwei Handgelenke – an jeder Hand

Das Handgelenk ist ein sehr komplexes Gebilde, da dort die sieben (inklusive Erbsenbein sogar acht) Handwurzelknochen und die beiden Knochen des Unterarms zusammenkommen. Da derart viele Knochen zusammentreffen, entstehen zwei Gelenkflächen am Handgelenk:

  • körpernahe (proximale) Gelenkfläche:
    Drei Knöchelchen der Handwurzel (Os scaphoideum, lunatum, triquetrum) formen eine eiförmige Gelenkkugel, die von den beiden Unterarmknochen (Radius, Ulna) schalenförmig aufgenommen wird.
  • körperferne (distale) Gelenkfläche:
    Durch eine proximale (Os scaphoideum, lunatum, triquetrum) und eine distale Reihe (Os trapezium, trapezoideum, capitatum, hamatum) von Handwurzelknochen ergibt sich die Gelenklinie in der Mitte.

Beide Gelenkflächen haben unterschiedliche Aufgaben. In der körpernahen (proximalen) Gelenkfläche ist das Beugen zur Handflächenseite (Flexion) leicht möglich. Beim Strecken zur Handrückenseite (Extension) stößt dieses Gelenk jedoch schnell an seine Grenzen. Und die körperferne (distale) Gelenkfläche kommt zum Einsatz. Allerdings ist die Streckung des Handgelenks bei vielen Stützhaltungen nötig. Deshalb sind Beschwerden an diesem Gelenk bei Yogapraktizierenden besonders häufig. Eine exakte Ausrichtung ist also essenziell.handgelenk_01

Aus der Eiform des Gelenks kann man auch seine Funktion ableiten. Das proximale Handgelenk bewegt die Handfläche Richtung Unterarm (Flexion) und nur in geringem Maß den Handrücken Richtung Unterarm (Extension). Seitliches Winken ist ebenso möglich (Abduktion und Adduktion). Für jegliche Rotationsbewegung ist das Handgelenk jedoch nicht geeignet.

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Ausrichtung in der Neutralstellung

Wenn in einer Position denen das Handgelenk annähernd in der Neutralstellung ist. Achte darauf, dass die Handfläche parallel zur Breitseite des Unterarms verläuft. Im herabschauenden Hund (Adho Mukha Shvanasana) etwa befindet sich dein Handgelenk annähernd in Neutralposition bzw. in leichter Extension. Hier sollen die ganze Länge der Daumen- und der Kleinfingerseite der Handfläche gleichmäßig im Boden verwurzelt sein. Jedes Abheben einer Seite entspräche einer Rotationsverdrehung im Handgelenk. Dafür ist das proximale (körpernahe) Handgelenk nicht geeignet.

Anatomie Handgelenk Yogaworld

Ausrichtung in der Extension

Wenn das Handgelenk in der maximalen Extension angekommen ist, ändert sich scheinbar alles. Die Extensionsbewegung verläuft hauptsächlich durch das distale (körperferne) Handgelenk. Die Gelenkstellung des proximalen (körpernahen) Handgelenks ändert sich nur wenig. Während eine Ab- oder Adduktion bei neutraler Handstellung die Richtung der Finger im Verhältnis zum Unterarm beeinflusste, ändert sich nun die Stellung der Handfläche in Relation zum Unterarm. Die Fingerrichtung relativ zum Unterarm zu verändern, entspräche einer Rotationsbewegung, wofür das proximale (körpernahe) Handgelenk anatomisch nicht ausgelegt ist.Herabschauender Hund Handgelenk Yogaworld

Bei Positionen, in denen sich das Handgelenk in der Extension (Streckung) befindet, gilt folgendes. Achte darauf, dass dein Zeigefinger in etwa rechtwinklig zum Handgelenk steht. Im heraufschauenden Hund (Urdhva Mukha Shvanasana), im Handstand (Vrikshasana), in der Krähe (Kakasana) oder im Kranich (Bakasana) soll die Zeigefingerachse vom Handgelenk aus etwa im 90-Grad-Winkel verlaufen. Da jede Richtungsabweichung dieser Achse einer Rotationsverdrehung gleichkommt. Dafür ist weder das proximale noch das distale Handgelenk geeignet.

Übrigens: Das bedeutet keineswegs, dass dein Zeigefinger bei allen Stützbewegungen nach vorne zeigen muss. Sondern lediglich, dass er relativ zum Handgelenk im rechten Winkel stehen soll. In welche Richtung der Zeigefinger weisen sollte, hängt davon ab, in welche Richtung das Handgelenk ausgerichtet ist. Und dies hängt von der Yogahaltung, der Flexibilität der Schulter und der Rotationsfähigkeit im Unterarm ab.

handgelenk Handstand Yogaworld

Achtsamkeit und Geduld

Auch wenn du auf eine exakte Ausrichtung achtest, stellt jede armgestützte Gleichgewichtshaltung eine Herausforderung für deine Handgelenke dar. Gib ihnen daher Zeit, sich anzupassen. Übe niemals belastende Positionen, wenn es weh tut. Eine achtsame und regelmäßige, jedoch maßvolle Praxis verbessert die Kraft in Handgelenken und Armen. Bei korrekter Ausrichtung führt das dazu, dass du dich auch auf deinen Händen gut getragen fühlst.

Du interessierst dich für mehr als die Handgelenk-Anatomie? Lies mehr über die Anatomie der Kniescheibe und des Hüftgelenks.


Dr. Ronald Steiner ist Arzt für Sportmedizin. Er zählt zu den bekanntesten Praktikern des Ashtanga Yoga.

Seine AYInnovation®-Methode baut eine Brücke zwischen der Tradition und progressiver Wissenschaft. Zwischen präziser Technik und praktischer Erfahrung.


Podcast-Folge mit Dr. Ronald Steiner anhören…

Ines Wirth

Ines Wirth ist eine der wenigen Gewürzsommelière im Bundesgebiet und hat sich über viele Jahre mit den Themen Ernährung, Genuss und Psychologie beschäftigt. In diesem Vortrag hast Du die Möglichkeit, Fragen zu stellen, Dein Gewürzwissen noch weiter auszubauen und Dich inspirieren zu lassen.

Ines Wirth liebt die aromatische Geschmacksreise in die Welt der Gewürze und Kräuter. Sie ist leidenschaftliche Gewürzsommelière, Ayurveda-Köchin, Psychologische Ayurveda-Beraterin sowie Ernährungsberaterin. Die begeisterte Yogini hat neben ihrer Gewürzkiste die Yogamatte und den offenen Blick für neue Geschmacksmomente im Gepäck. „Kochen ist mein Yoga“ sagt sie selbst von sich und konnte ihr Wissen um Gewürze und Ayurveda ganz lebensnah in einer dreiwöchigen Reise nach Indien kennenlernen. Ihr besonderer Fokus liegt auf Achtsamkeit und Bewusstsein beim Essen sowie auf dem wertschätzenden und respektvollen Umgang mit Lebensmitteln. Das Wissen um die Wirkung von Gewürzen und Geschmacksrichtungen runden ihr Portfolio ab. Gern gibt sie ihr Können in Schulungen, Workshops und Seminaren in Präsenz oder auch online weiter. Ihre handgefertigten Produkte kannst Du auf Messen oder im Onlineshop zur Verfeinerung Deiner Kochkünste erwerben.

Mehr zu Ines Wirth und „Ganz mein Geschmack“ unter www.ganz-mein-geschmack.de und Insta @ganzmeingeschmack

Vortrag: „Ayurveda & Gewürze“

Der Fokus von Ayurveda liegt auf einer ganzheitlichen Balance von Körper, Geist und Seele, welche unter anderem mit einer Dosha-basierten Ernährung erreicht werden kann. Wie Du Dein Gericht mit den richtigen Gewürzen aufpeppst und welche Kombinationsmöglichkeiten es gibt erkläre ich Dir in diesem Vortrag. Welche Gewürze unterstützen Deine Verdauung? Welche sorgen für ein Wohlgefühl und gute Laune? Was unterstützt den Stoffwechsel? Welche Gewürze wirken harmonisch und beruhigend? Kleine Hausapotheke mit Gewürzen, Kräutern und unseren heimischen Wildkräutern (k)ein Problem?


Ines Wirth auf der Yoga- und VeganWorld 2023 in Stuttgart:

Freitag, 14. April // 16:30 – 17:15 Uhr // Ayurveda & Gewürze // Yamuna Vortragsraum

Jetzt Ticket für die Yoga- und VeganWorld 2023 in Stuttgart sichern!


Erfahre mehr über Ines Wirth und „Ganz mein Geschmack“ in diesem Artikel:

https://yogaworld.de/yogaworld-stuttgart-der-perfekte-messetag/

Titelbild: Zauberhaftes Sauerland

Nadine Gürsch

Namaste, ich bin Nadine Gürsch! Als Heilpraktikerin mit Schwerpunkt Ayurvedamedizin helfe ich dir dabei, ein langes, gesundes und vor allem glückliches Leben zu führen. Dabei stehst du als Mensch mit deiner Einzigartigkeit im Mittelpunkt. Mir ist es wichtig, dich und dein Anliegen wirklich zu verstehen. Ich widme dir meine volle, ungeteilte und bewertungsfreie Aufmerksamkeit und begegne dir auf Augenhöhe, ohne erhobenen Zeigefinger. Ich unterstütze dich dabei, dein ganzes Potential zu entdecken, dich mutig auf den Weg zu machen und dein Leben so leben zu können, wie du es schon immer wolltest.

Ayurveda ist anders. Ganz individuell.

Alles ist mit allem verbunden, im Außen wie im Innen, im Großen und im Kleinen. Denn wir Menschen sind ein Teil des großen Ganzen, ein Abbild der Natur. Wir sind ein Mikrokosmos im Makrokosmos. So wie der Mond Einfluss auf Ebbe und Flut hat, so haben die fünf Elemente – Feuer, Wasser, Erde, Luft und Raum – und ihre jeweiligen Eigenschaften einen Einfluss auf alles Lebende, auf uns Menschen, auf die Natur und ihre Lebewesen. Der Ayurveda beschreibt genau diese Eigenschaften und wie sich all diese in uns wiederfinden und unsere Gesundheit prägen. Bei Holistic Ayurveda geht es um die großen ganzheitlichen Zusammenhänge, die unsere Gesundheit ausmachen. Um all die Themen, die unser Leben direkt und indirekt beeinflussen – Ernährung, Lebensstil, Bewegung, Schlaf, soziales Umfeld, Arbeit, Stress. Es geht darum, Körper und Geist als Teile unseres Seins im Gleichgewicht zu halten.

Wenn wir uns selbst vertrauen, achten und wertschätzen, beginnt das größte Abenteuer unseres Lebens.

Vortrag: „Gesunde Verdauung mit Hilfe von Ayurveda und Yoga“

In meinem Vortrag erhältst du einen ersten Einblick, welch große Rolle agni – unser Körperfeuer – spielt. Ein Schwerpunkt wird sein, wie wir agni mit Ayurveda und Yoga stärken können, somit eine gesunde Verdauung ohne Blähungen oder Verstopfung fördern und die bestmögliche Resorption unserer Nahrung ermöglichen.

Mehr unter www.holisticayurveda.de


Nadine Gürsch auf der Yoga- und VeganWorld 2023 in Stuttgart:

Freitag, 14. April // 12:30 – 13:15 Uhr // Gesunde Verdauung mit Hilfe von Ayurveda und Yoga // Yamuna Vortragsraum

Jetzt Ticket für die Yoga- und VeganWorld 2023 in Stuttgart sichern!