Numerologie & Yoga: Die Zahl Null

Shunya Mudra

Unsere YOGA WORLD-Kolumnistin Denise Klier gibt euch Einblicke in die Verbindung zwischen der Numerologie und Yoga und erklärt, was die Zahl Null mit Shunya Mudra zu tun hat…

Die Datierung einer alten indischen Handschrift zeigt, dass mit der Null in Indien bereits 300 v. Chr. gerechnet wurde. In Europa wurde sie erst im 12. Jahrhundert von Leonardo Fibonacci in Italien etabliert. Er bewertete sie aber nicht als Zahl, sondern sah in ihr lediglich ein Zeichen.

Null im Hinduismus

Die Null wurde in Indien erfunden und heißt auch Shunya, was so viel wie „Leere“ bedeutet. Aber unsere Bedeutung von „Leere“ wird Shunya nicht gerecht, denn hier wird es oft negativ belegt und deutet auf die Abwesenheit von etwas hin, das da sein sollte. Doch Shunya ist keine Abwesenheit, sondern grenzenlose Präsenz. Shiva in seiner körperlosen Form symbolisiert Shunya, die Leere – das Nichts, das alles enthält.

Null im Buddhismus

Leere ist ein buddhistisches Konzept, das dem mathematischen Konzept von Null sehr ähnlich ist. Im Buddhismus bedeutet es in etwa so viel, dass jedes Ding keine inhärente Existenz hat. Buddhisten haben sich besonders der Wahrheit der Null verschrieben.

Shunya Mudra und die Zahl Null

Shunya Mudra: Drückt mit den Daumen die Mittelfinger sanft in die Handflächen und haltet die restlichen drei Finger bequem gestreckt.

Im Yoga wollen wir den Sog unseres Gedankenkarussells wahrnehmen und idealerweise an rein gar nichts denken bzw. uns nicht in den Gedankensog reinziehen lassen. Im Zen werden Gedanken auch als Wasserfall bezeichnet. Einen Wasserfall kann man nicht aufhalten, sondern nur das Plätschern des Wasser/der Gedanken beobachten.

Wenn das nur so einfach wäre! Gerade während der Meditation denkt es sich besonders gut, an besonders unwichtige Dinge. Aber manchmal verhilft mir Shunya Mudra mein „Monkey Mind“ zu beruhigen.

Shunya Mudra heißt auch Himmelsmudra und hilft dabei das Element „Raum“ zu verringern und tiefer in unsere eigene Essenz zu tauchen. Drückt mit den Daumen eure Mittelfinger sanft in die Handflächen und haltet die restlichen drei Finger bequem gestreckt.

Null in mystischen Traditionen und in der Numerologie

Die Zahl Null ist mysteriös, da sie Alles und Nichts, aber auch die Ewigkeit repräsentiert. Wenn sie mit anderen Zahlen kombiniert wird, potenziert sie den Einfluss der anderen Zahlen. Die Null ist sowohl geschlossen als auch weit offen. Sie bedeutet Vollständigkeit, Offenheit, Ganzheit und Unendlichkeit. Sie ist eine Zusammensetzung aus allem, was existiert. Sie ist die Essenz der Ganzheit, in sich vollständig. In der Numerologie ist mit der Null alles möglich. Sie birgt grenzenloses Potenzial.

Null in der Astrologie

Im Geburtshoroskop eines jeden Tierkreiszeichens symbolisieren Planeten oder Punkte bei 0° die reinste Natur des Zeichens. Auf diesem Grad hat ein Planet eine frische, unerforschte Qualität. Es gibt Neuland zu erkunden. Bei den ersten Schritten in seine neue Umgebung freut sich der Planet, sich selbst zu entdecken und geht auf eine neue Reise.

Null in der Moderne

In der Mathematik trennt der Nullpunkt die positiven von den negativen Zahlen. Dabei ist die Null die einzige reelle Zahl, die weder positiv noch negativ ist. Die Zahl Null ist gerade und kann sogar als eine natürliche Zahl betrachtet werden. Und obwohl man sie nicht teilen kann, wäre Rechnen ohne sie praktisch gar nicht möglich. Ganz besonders heute, im Digitalen Zeitalter, werden Daten aller Art nur in Nullen und Einsen geschrieben.


Unsere YOGA WORLD-Kolumnistin Denise Klier ist Pilates und Yogalehrerin in München.

Denise findet ihr unter www.deniseklier.com und auf Instagram unter @diebienenkönigin. Dort teilt sie ihr tägliches Leben, Reisen, Yoga, Tipps und Tricks für deine Praxis und vieles mehr!


Einfach sein – Meditationsübungen

einfach sein

Echtes inneres Gleichgewicht entsteht nicht im Ausgleich zwischen den Extremen, sondern in der Anbindung an einen Zustand der Ganzheit – oder anders gesagt: in dem ebenso banalen wie wunderbaren Gefühl am Leben zu sein. Um das Einfach-Sein zu verstärken, haben wir heute zwei Meditationsübungen für dich.

Übung 1: Das Gefühl zu sein

Nimm dir Zeit, um den Körper zu entspannen. Kiefergelenke, Augen, Schultern, Arme und Hände, Bauch, Hüftgelenke, Beine und Füße. Der gesamte Körper darf loslassen. Richte die Aufmerksamkeit auf die Empfindungen von sanftem Ausdehnen und Wieder-Lösen im Bauch, durch die Atmung.

Sinke tiefer in die feinen Pausen, die sich zwischen zwei Atemzügen oder zwei Gedanken auftun. Wo und wie kannst du hier ein Gefühl des Einfach-Sein erfahren? Vielleicht nimmst du es als eine Wärme oder eine Präsenz im Bauch, im Herzen oder einer anderen Körperregion wahr. Halte den Fokus auf diesen Empfindungen, während du die folgenden Begriffe liest, mit denen das Sein oft beschrieben wird. Was davon deckt sich mit deiner Erfahrung?

  • friedvoll
  • ruhig
  • liebend
  • sicher
  • im Herzen ruhend
  • leicht
  • geerdet
  • verbunden
  • weit
  • wohlig

Notiere, welche Begriffe dein eigenes Gefühl am besten beschreiben. Denn das bewusste Sein ist in den meisten Fällen ein Weg zu durchweg positiven Empfindungen. Indem du ganz in die Gegenwart eintauchst, lösen sich Zweifel und negative Gedanken auf.

Übung 2: Tiefer gehen

Die folgenden fünf Fragen helfen dir, zu Beginn jeder Meditation das Gefühl des Einfach-Sein zu vertiefen. Gehe jeder Frage auf den Grund, bevor du zur nächsten übergehst. Du beginnst die Meditation in einer angenehmen Haltung. Im Liegen oder Sitzen. Erlaube deinen Sinnen, noch einen Moment lang die Reize deiner Umgebung aufzunehmen: Bilder, Geräusche, die Luft auf deiner Haut, den Kontakt zum Boden. Dann nimm deinen Körper als ein Feld vibrierender Energie wahr, bevor du schließlich nur noch genießt, am Leben zu sein.

  1. Wenn du einfach „bist“, wie beschreibst  du, wo sich dieses Sein befindet? Hast du eine deutlich wahrnehmbare Mitte oder physische Grenzen? Beobachte, ob du zugleich die Präsenz in deinem physischen Körper wahrnimmst und dich weit und unbegrenzt fühlen kannst.
  2. Wie beschreibst du jetzt deine Erfahrung in der Zeit? Beobachte, ob sich mit dem Gefühl des Einfach-Seins das Denken verlangsamt. Wenn die Gedanken schwächer werden und für Momente zum Stillstand kommen, kann es sein, dass du den Eindruck hast, außerhalb der Zeit zu treten – jenseits von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
  3. Gibt es dann noch etwas, das dich besser sein ließe, als du schon bist? Vielleicht hast du, indem du einfach „bist“, viel eher das Gefühl, so wie du bist, auch vollkommen zu sein. Denn dein Wesenskern braucht nichts und will nichts, selbst wenn Körper und Geist sich weiter nach etwas sehnen.
  4. Ist dieses Gefühl des Einfach-Seins ungewohnt oder etwas, das du schon seit jeher kennst? Sehr wahrscheinlich fühlt sich das einfache Sein vollkommen vertraut an. Auch wenn du es seit langer Zeit nicht beachtet hast.
  5. Gibt es dann noch etwas, das dich vollständiger sein ließe, als du es jetzt bist? Wenn es dir gelingt, zur Ruhe zu kommen und sich für eine gewisse Zeit nicht ablenken zu lassen, dann wird es wahrscheinlich auch möglich, sich ganz und vollständig zu fühlen, so, wie du bist. Es mag einige Übung erfordern, aber dieses angeborene Gefühl kann in jedem Menschen wieder zum Vorschein kommen.

Nachdem du dich mit diesen fünf Fragen beschäftigt hast, nimmst du dir etwas Zeit, um noch in die Stille des Einfach-Seins einzutauchen. Beobachte dich jetzt und genieße die Aspekte, die die fünf Fragen zum Vorschein gebracht haben: du bist weit, zeitlos, vollkommen, mit deinem Wesenskern verbunden und vollständig – genau so, wie du bist.


Autor Dr. Richard Miller ist Gründungsvorsitzender des Integrative Restoration Institute (irest.us), Mitbegründer des internationalen Verbands für Yogatherapeuten und Autor von „iRest Meditation and Yoga Nidra“.

Matcha Donuts – vegan & glutenfrei

Sadie Nardini Matcha Donuts
Foto: Jennifer Olson

Dieser Rezept-Tipp kommt von Sadie Nardini. Sie ist die Gründerin von Core Strength Vinyasa Yoga und Yoga Shred, außerdem singt sie in ihrer eigenen Rock-Band. Uns hat sie ihr Lieblingsrezept verraten, falls der Heißhunger auf Süßes kommt: Matcha Donuts – vegan, glutenfrei und mit nur ganz wenig Fett.

Sadie Nardini„Nachdem ich mit Yoga angefangen hatte, wurde mir klar, dass meine heiß geliebte wöchentliche Donuts-Orgie nicht mehr zu mir passte. Schließlich lautet mein Motto ‚Fit and Fierce over 40‘! Trotzdem brauche ich ab und zu etwas Süßes. Dieses unglaublich leckere Rezept der Food-Bloggerin Leah Boston ist genau mein Ding: vegan, gluten- und fast fettfrei und obendrein noch voll ultra-gesundem, antioxidant wirkendem Matcha-Grüntee!“ (Sadie Nardini)

Zutaten für 12 Matcha Donuts

3 + 3 EL Mandeldrink
14 Medjool-Datteln, entsteint und grob gehackt
1 1⁄2 Tassen glutenfreies Mehl
1 EL Tapioka-Stärke
1 EL + 1⁄2 TL Matcha-Pulver
2 TL Backpulver
1⁄2 TL + 1 Prise Zimt
1 EL Zitronensaft
1 + 1⁄2 TL Vanilleextrakt
1 Tasse Puderzucker
1 Tasse Kokosflocken
Kokosöl zum Einfetten

Und so bereitest du Matcha Donuts zu

1 Heize den Ofen auf 175 °C vor. Erhitze 3 EL Mandeldrink und lasse die Datteln 10 Minuten darin ziehen, bevor du beides zusammen im Mixer pürierst.

2 Mische Mehl, Stärke, 1 EL Matcha, Backpulver und 1⁄2 TL Zimt in einer Schüssel und drücke eine Vertiefung in die Mitte. Gib die Dattelmischung, Zitronensaft und 1 TL Vanilleextrakt in die Vertiefung. Dann verarbeitest du alles mit dem Rührgerät zu einem glatten Teig.

3 Fette die Donut-Form mit dem Kokosöl ein und löffle den Teig hinein. Backe die Donuts 8–15 Minuten. Dann lässt du sie 5 Minuten auskühlen, bevor du sie aus der Form nimmst und auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lässt.

4 Verrühre die restlichen 3 EL Mandeldrink mit dem Puderzucker, 1⁄2 TL Matcha, der Prise Zimt und dem 1⁄2 TL Vanille. Bestreiche die Donuts damit, streue die Kokosflocken darüber und lasse die Glasur fest werden. Und dann? Nur noch genießen …

Übrigens: Noch mehr leckere vegane Rezpete findest du auf veganworld.de.


NÄHRSTOFFE PRO DONUT:
214 Kalorien + 3 g Fett (davon 2 g gesättigt) + 46 g Kohlenhydrate +3 g Ballaststoffe + 2 g Eiweiß + 148 mg Natrium


Du würdest gerne noch mehr vegan backen? Dann probiere doch mal diese Cookies aus Zucchini und Banane.

Happie Haus: Die ganzheitliche App bei Brustkrebs

Happie Haus App Brustkrebs

Jetzt ist sie da: Happie Haus, die Wellbeing-App für Brustkrebsbetroffene, die mit einem ganzheitlichen Mind-Body-Programm therapiebegleitend hilft, diese schwere Zeit etwas leichter zu machen. Hier erfährst du mehr über die APP und die wunderbare Frau, die das Leben von Brustkrebspatientinnen aktiv verbessern will.

Oktober ist Brustkrebsmonat – für Stephanie Neumann, die Gründerin von Happie Haus ein ganz besonderer Monat. Jede achte Frau erkrankt in Deutschland an Brustkrebs. Auch Stephanie erhielt 2018 diese Diagnose. Heute ist sie geheilt und hat es sich zum Ziel gemacht ihr Wissen mit Betroffenen zu teilen.

Als ich Stephanie vor rund einem Jahr kennenlernte, mochte ich sie sofort. Der Video-Call war von Sekunde eins erfrischend offen, unkompliziert und trotz des schwierigen Themas lustig und locker. Wir sprachen über Krebs, genauer gesagt über Brustkrebs und eine therapiebegleitende Yogapraxis. Mir gegenüber saß eine unglaublich starke und positive Frau, die nach einer überstandenen Brustkrebserkrankung so viel wie möglich an andere zurückgeben wollte.

Stephanie Neumann
„Von der Frau mit dem Turban zur App für Brustkrebsbetroffene.“ – So steht es auf Happiehaus.com

Also machte sie eine Yogalehrerausbildung und eine Zusatzausbildung für Yoga bei Krebs nach der Y4C-Methode. Sie gründete den Verein „Yoga for Cancer“, der Yogastunden speziell für Krebspatienten auf Spendenbasis zur Verfügung stellt und organisierte eine Yoga-Charity zum Weltkrebskindertag. Die erfolgreiche „Aktion kleine Helden“ fand im Februar 2021 zum ersten Mal statt und wird im kommenden Februar zu einem zweitägigen Online- und Live-Event in Berlin ausgebaut. Im Sommer 2020 wurde Happie Haus geboren, ein Ort der Hoffnung und Heilung. Und jetzt launcht die ehemalige Mode-Redakteurin eine ganzheitliche Wellbeing-App für Brustkrebsbetroffene – und die hat es in sich:

Von Meditation bis Selbstfürsorge: Diese Features bietet die App

„Wir bieten eine Mischung aus Live-Sessions: Von Yoga, Meditation und psycho-onkologischen Gruppensitzungen über kochen und tanzen bis hin zu Schminken. Es geht uns um informativen, immer abrufbarem Content, mit Tipps, wie man mit den Nebenwirkungen der Chemo umgeht und kleinen Lifehacks, die einem das Leben leichter machen,“ so Stephanie. Ob eine Kopfmassage, die Erleichterung bei Hitzewallungen verschafft („damit haben eigentlich alle Betroffenen zu kämpfen“), eine Atemübung, die die Nerven beruhigt, die perfekte Lunchbox während der Chemo („man sitzt da ja so einige Stunden“) oder schöne Ideen für Haaralternativen.

Tutorials und Live-Kurse, Tagebuchfunktion und Sharing mit Angehörigen

Das Angebot der App ist eine bunte, unterhaltsame Lifestyle-Mischung: „Wobei wir immer darauf achten, welches Problem wir mit unserem Angebot lösen,“ erklärt Stephanie. Im nächsten Schritt wird es auch einen Kalender mit Tagebuch- und Sharing-Funktion geben, sodass du bald deinen engen Kreis einladen kannst. An Stephanies Seite steht ein wunderbares Team aus Expertinnen in allen relevanten Bereichen: Von Fachärztinnen über Psychologinnen, Sportwissenschaftlerinnen und Ernährungsberaterinnen bis hin zu Yogalehrerinnen. Sie alle kümmern sich darum, dass die App therapiebegleitend, ganzheitlich, persönlich und medizinisch up to date ist – als Inspiration für einen gesunden Körper und positives Denken.


Mehr über Stephanie Neumann und die Happie Haus App auf happiehaus.com und auf @happiehausberlin.

IKARUS: Die Yoga-Marke für den Mann

Ikarus Yoga Kleidung Mann

Schon klar, bei Yoga geht es nicht hauptsächlich um dein Outfit … Mit einer schlecht sitzenden Hose macht aber auch der schönste Flow keinen Spaß. Das wissen die Macher von IKARUS und haben mit der Yoga-Marke für den Mann ein paar echte Alleskönner in Sachen Yoga-Outfit auf den Markt gebracht. Wir haben uns die Yoga-Wear für Männer mal genauer angesehen.

-Advertorial-

Wenn man sich die gängige Yoga-Klamotte ansieht, könnte man meinen, Yoga wäre reine Frauensache: Hosen, Tops & Co. in allen Formen und Farben. In der Männerabteilung sieht es da noch eher mau aus, dabei ist Yoga längst keine Frauendomäne mehr. Das haben auch die Yogis Claudio Heinzmann, Daniel Goihl und Heiko Spark erkannt und direkt mal Nägel mit Köpfen gemacht: 2020 gründeten sie das Fashion-Startup „IKARUS | Yoga Wear For Men„. Gemeinsam mit Yoga-Lehrern und Modedesignern haben die drei Männer ihre erste Yoga-Kollektion „Prometheus“ entwickelt: „Wir Männer brauchen beim Yoga und anderen bewegungsintensiven Sportarten wie Calisthenics viel Freiraum – und gleichzeitig muss aber alles perfekt sitzen und in Sachen Style absolut modern sein.“

Yoga-Wear: Eine Frage der Nachhaltigkeit

Wir finden: Yoga und Nachhaltigkeit sind mittlerweile nicht mehr voneinander zu trennen.

Die Yoga-Kleidung besteht fast zur Hälfte aus Modal, – einer synthetisch gewonnenen Naturfaser, die besonders weich und angenehm auf der Haut liegt, glatter, saugfähiger und hitzebeständiger ist – Bio-Baumwolle und Elasthan. Das Outfit ist auch nach einem anstrengenden Flow nicht nassgeschwitzt, da der Stoff schön saugfähig ist. Das Label verspricht zudem eine hohe Langlebigkeit, was ich allein vom „Anfühlen“ und der hochwertigen Verarbeitung sofort merke. Uns gefällt, dass Claudio, Daniel und Heiko in Sachen Produktion viel Wert auf Nachhaltigkeit legen: Die Herstellung der Stoffe und die Produktion der Kleidung finden unter fairen Bedingungen statt. IKARUS setzt in allen Prozessen auf Nachhaltigkeit, auch bei der Verpackung und beim Versand. Superschönes Plus: Von jeder Bestellung geht 1 Euro an die Ozeanfreunde, die sich um den Schutz und Erhalt der Riffe kümmern.

Wie sitzt das Yoga-Outfit von IKARUS?

Praxistest: Wie sitzen Hose und Shirt?

Yogis wissen: Entscheidend für die Wahl des eigenen Yoga-Outfits ist letztendlich der Sitz. Und auch hier müssen wir sagen: Wir sind überzeugt! Die Hosen haben einen hohen Bund, der in jeder Asana für stabilen Halt sorgt und dennoch genug Spielraum bietet, dass das T-Shirt bequem in der Hose getragen werden kann. Nichts rutscht und die Bewegungsfreiheit empfanden wir als optimal. Der Style ist von fernöstlicher Kampfsport-Kleidung inspiriert. Die Yoga-Hose ist an den Waden eher eng geschnitten und sitzt extrem angenehm. Uns hat es gar nicht überrascht, dass unsere Kolleginnen das lässige Männer-Outfit selbst auch gut finden …

IKARUS – auf unserer Watchlist

Sind wir überzeugt von den Outfits? Ganz klar: Ja. Die „Prometheus“-Kollektion von IKARUS sieht lässig aus. Der Style ist klar und geradlinig. Die Funktion steht im Vordergrund und da hält die Marke, was sie verspricht. Der Stoff ist atmungsaktiv und liegt auch bei einem kraftvoll-fordernden Flow nicht klebrig auf der Haut. Hose und Shirt sitzen perfekt und haben uns bei keiner Bewegung eingeschränkt. In Sachen Material und Produktion wird viel Wert auf Nachhaltigkeit gelegt. Die Farbpalette der Yoga-Wear ist überschaubar, geht von Schwarz und Weiß bis Dunkelgrau – eine klare Abgrenzung zur bunten Yogawear auf dem Markt. Für uns derzeit definitiv ein „Label to watch“!


Ikarus Yoga
Die Gründer von Ikarus: Claudio Heinzmann, Heiko Spark und Daniel Goihl

Lust auf mehr bekommen? Alle Infos zu IKARUS findest du hier: ikarusyoga.com. Das Beste: Mit dem Code „Yogajournal“ gibt es 10 % Rabatt auf deinen ersten Einkauf!

Playlist für Yoga bei Vollmond

Der Mond steht im Sternzeichen Widder. Dieses Feuerzeichen steht für Aufbruch, Mut und Pioniergeist im Allgemeinen. Daher geht es in diesem Vollmond auch um Kreativität und Schaffen. Der Widder Vollmond lädt dazu ein ins Handeln zu kommen. Hört in unsere Playlist für Yoga bei Vollmond rein und lasst euch inspirieren.


Vollmond Yoga Playlist


Du interessierst dich für die Verbindung von Yoga und dem Mond? Erfahre hier, wie die Kräfte des Mondes unsere Yoga-Praxis beeinflussen.

Resilienz: Warum sie so wichtig ist und wie du sie trainierst

Resilienz trainieren

Schnelle Atmung, Angstschweiß, flaues Gefühl im Bauch … Sind wir gestresst, reagiert unser Körper. Im Idealfall greift dann die Resilienz, die Fähigkeit uns selbst zu regulieren. Doch oft ist genau diese Stressregulation gestört und wir trudeln in einen Teufelskreis, aus dem es gefühlt kein Entkommen gibt. Die gute Nachricht: Resilienz kann man trainieren. Wie das geht, erklärt Dr. Isa Grüber in ihrem neuen Buch.

„Resilienz ist für mich die Fähigkeit, sich bei Stress und in schwierigen Lebenslagen zu regulieren, das heißt sich in die eigene Mitte zurückzubringen, den Kopf frei zu bekommen, wieder klar zu denken und handlungsfähig zu sein. Wir erkennen Resilienz an einem klaren Kopf und einem energiegeladenen Körper.“ Es klingt so einfach und schlüssig, was Dr. Isa Grüber in ihrem Buch „Resilienz – dein Körper zeigt dir den Weg“ erklärt. Die Heilpraktikerin weiß aber auch: Bei vielen Menschen ist die Stressregulation gestört, denn wir haben verlernt auf unseren Körper zu hören. Dabei ist unser Körper sehr weise, er hilft uns, sagt uns genau, was er braucht – wenn wir ihn nur lassen. Diese Weisheit unseres Körpers, besser gesagt die Faszination dafür, ist der rote Faden, der sich durch Dr. Isa Grübers Arbeit zieht: Sie hat sich darauf spezialisiert, seelische Spannungen im Körper aufzuspüren und aufzulösen. Wie das funktioniert und was Somatic Experiencing (SE)® nach Dr. Peter Levine damit zu tun hat, erklärt sie uns im Interview.

Liebe Frau Dr. Grüber, ihr Buch ist auf der Grundlage von Somatic Experiencing (SE)® entstanden. Was müssen wir uns darunter vorstellen?

Der Körper ist ein machtvolles Instrument, um Resilienz zu erleben. In meiner Praxis mache ich immer wieder die Erfahrung, dass er nur darauf wartet, seine Ressourcen zu aktivieren. Im Alltag nehmen wir unseren Körper meist wenig wahr oder sogar nur bei Schmerz oder Unwohlsein oder dann, wenn er nicht mehr „funktioniert“. Wir wissen alle, wie sich Stress anfühlt. Aber wer nimmt sich schon die Zeit, um der Erleichterung nachzuspüren, wenn der Stress sich löst? Dabei ist diese Form von Aufmerksamkeit der Schlüssel, um Resilienz im Körper zu verankern. Und genau das machen wir mit Somatic Experiencing. Wörtlich bedeutet es „den Körper erleben“. Wir orientieren uns an Ressourcen und lassen diese inneren Kraftquellen im Körper ankommen. Das machen wir, indem wir ihnen auf eine bestimmte Art und Weise nachspüren. Im Laufe der Zeit entsteht daraus ein neuronales Muster für Resilienz.

Im Umkehrschluss bedeutet das, dass unsere Körperwahrnehmung gestört ist. Warum verlernen wir es, auf unseren Körper zu hören?

Das hat viele Aspekte: Erstens: Wir leben in einer schnellen Zeit, doch Spüren ist langsam, es braucht Zeit. Zweitens: Wir leben in einer stark visuellen Gesellschaft und sind es eher gewohnt, uns auf Bilder zu fokussieren. Drittens: Süchte, materielle und immaterielle, dämpfen unangenehme Gefühle und Empfindungen – und die angenehmen gleich mit. Schließlich hat es mit der eigenen Lebensgeschichte zu tun. Wenn ich, vielleicht schon früh im Leben, aufgrund von chronischem oder traumatischem Stress meine Gefühle und Körperwahrnehmung abschalten musste, weil es sonst nicht auszuhalten gewesen wäre, ist Spüren manchmal bedrohlich. Dann taucht womöglich der alte Schmerz wieder auf, wenn ich in mich hineinspüre. Das Nichtspüren ist dann eine Überlebensstrategie und die ist sinnvoll! Denn Aufmerksamkeit verstärkt. Im Somatic Experiencing gehen wir daher ganz behutsam an das Spüren heran. Vor allem spüren wir dann in den Körper, wenn es sich angenehm anfühlt, wenn Erleichterung da ist und sich etwas löst.

Dabei kommt auch die „Resilienz-Schatzkiste“ zum Einsatz, die Sie in ihrem Buch beschreiben. Können Sie uns erklären, welche Schätze – oder besser gesagt Kraftquellen – in dieser wertvollen Truhe liegen und wie sie uns helfen?

Das kann alles Mögliche sein. Eine Ressource in Ihrer Schatzkiste kann zum Beispiel eine schöne Erinnerung sein. Etwas, das Ihnen niemand nehmen kann. Eine Erinnerung ist dann eine wertvolle Ressource für Sie, wenn sie in Ihrem Körper ein wohliges Gefühl auslöst. Auch eine Zukunftsvision kann eine starke innere Kraftquelle sein. Sie kann ein vages und dennoch unbeirrtes Gefühl sein wie „Ich schaffe das, auch wenn ich jetzt noch nicht weiß, wie.“ Sie kann auch ein konkretes Szenario sein, das Sie sich innerlich mit allen Sinnen ausmalen und das Ihnen Kraft gibt. Sobald eine Ressource stark genug ist, verändert sich beim Gedanken daran etwas in Ihrem Körper auf angenehme Art und Weise. Dann können Sie ihr nachspüren, sie dadurch noch weiter intensivieren und sie dann in Ihre Schatzkiste packen. Wahrscheinlich werden Sie überrascht sein, was alles Kraftquellen in Ihrem Leben sind. Ich habe diesem Thema ein ganzes Kapitel gewidmet und mache viele Vorschläge dazu. Es ist spannend, die eigenen Ressourcen besser kennenzulernen.

Dr. phil. Isa Grüber ist Heilpraktikerin und Coach mit eigener Praxis in Bonn und Bad Honnef. Foto: Ulrich Dohle

Immer mehr Kinder und Jugendliche leiden unter mangelnder Resilienz. Sollten wir als Gesellschaft größeren Wert darauf legen, diese wichtige Fähigkeit schon früh, etwa in der Schule, zu vermitteln?

Resilienz als Schulfach, das wäre wunderbar. Faktenwissen ist heute überall verfügbar. Was in der Schule mehr vermittelt werden sollte, ist „Lebenslernen“, also wohin mit der inneren Unruhe, lernen die Aufmerksamkeit zu steuern anstatt sich vom Handy verführen zu lassen, sich konzentrieren und tief in etwas eintauchen, die eigenen Stärken kennen, stolz darauf sein und sich stark fühlen. Und vieles mehr. Bis es so weit ist, können wir Erwachsene mit gutem Beispiel vorangehen und unsere eigene Resilienz stärken. Dann sind wir ein lebendiges Vorbild für unsere Kinder und Enkel.

Dabei sind auch manche Erwachsene längst keine Resilienz-Profis, ich nehme mich da selbst nicht aus. Ich wundere mich oft, wie einige Menschen scheinbar mühelos, mit Stress, Angst oder Schicksalsschlägen umgehen, während andere das kleinste Problem aus der Bahn wirft? 

Das ist eine gute Frage. Es gibt viele Möglichkeiten: Weil manche Menschen ein gutes Vorbild für Resilienz hatten, zum Beispiel eine Mutter, die gut trösten konnte oder die bei Problemen kreative Lösungen fand. Oder, weil sie kraftvolle Ressourcen haben und einen guten Zugang zu ihnen. Vielleicht auch, weil es selbst in einer schwierigen Familienkonstellation eine Person gab, von der sie gesehen und unterstützt wurden. Weil sie etwas in ihrem Leben gefunden haben, das ihnen Kraft gibt, egal was geschieht. Ein Schicksalsschlag kann sie dann umhauen, für eine gewisse Zeit, und dann rappeln sie sich wieder hoch. Und weil sie gelernt haben Hilfe anzunehmen und noch vorher, sie aktiv zu suchen.  

Wir können ein gewissen Maß an Resilienz also erlernen? Können wir auch lernen, uns selbst zu regulieren?

Ja, auf jeden Fall. Selbstregulation ist der Kern von Somatic Experiencing. In meinem Buch stelle ich viele einfache Übungen genau dafür vor. Sie zeigen, wie man sich bei Stress und in kleinen und größeren Krisen selbst regulieren kann. Konkret heißt das, sich zu beruhigen und zu motivieren für den nächsten Schritt. Bei all dem kann der Körper helfen. Es geht darum, seine feinen positiven Signale wahrzunehmen und zu verstärken. Das ist der Weg in Richtung Resilienz. So können Sie Ihren Körper als Kraftquelle erleben. Ressourcen nachzuspüren macht glücklich. Es verbreitet ein wohliges Gefühl, löst Spannungen und weckt die Lebensfreude. Je öfter wir es machen, desto leichter wird es. So fluten wir unsere Zellen mit Glücksgefühlen – und stärken ganz nebenbei Nerven und Immunsystem.

Verraten Sie unseren Lesern zum Abschluss noch, wie Sie sich persönlich immer wieder Mut machen? 

Gern. Ich habe viele Ressourcen und ich hege und pflege sie. Beim Schreiben dieses Buches habe ich sie noch einmal intensiv erforscht und gespürt. Es war Winter, Lockdown, Einschränkungen überall und ich hatte eine gute Zeit, weil ich mich so viel mit Resilienz beschäftigt habe. Das war eine interessante und nährende Erfahrung. In Phasen der Mutlosigkeit oder inneren Unruhe wende ich all das an, was ich in meinem Buch beschrieben habe. Zum Beispiel die fünf Basisübungen zur Stabilisierung. Sie sind für mich so selbstverständlich geworden, dass ich sie nicht mehr als Übung empfinde. Ich nehme mir regelmäßig Zeit, in den Körper zu spüren, vor allem meinen Ressourcen nachzuspüren. Alles was ich in meinem Buch beschreibe, habe ich im Laufe der Jahre, in denen ich Somatic Experiencing in meiner Praxis anwende, zutiefst verinnerlicht. Ich lebe es ganz natürlich.

Basisübung zur Stabilisierung: Die Energie in die Füße bringen

  • Warum? Stressenergie schießt im Körper nach oben. Bei einem hohem Stresspegel haben wir zu viel Energie im Kopf und zu wenig in den Füßen. Die Energieverteilung im Körper spielt eine wichtige Rolle für unser Wohlbefinden. Mit dieser Übung wollen wir uns dieses Thema genauer ansehen. Da die Stressregulation vom autonomen Nervensystem gesteuert wird, also nicht mit dem Willen allein beeinflussbar ist, können wir dieses System nur einladen, sich zu regulieren. Und das machen wir zum Beispiel auf folgende Weise.
  • Mache es dir im Sitzen bequem und nimm dir ein bisschen Zeit, um vollständig anzukommen.
  • Dann wandere mit deiner Aufmerksamkeit wie mit einem Scan durch deinen ganzen Körper. Wo nimmst du die Energie wahr, als Wärme, als Fließen, Strömen, Kribbeln, ausgefüllten inneren Raum oder wie auch immer? Wo ist der Schwerpunkt in deinem Körper?
  • Ist die Energie gleichmäßig im ganzen Körper verteilt? Dann brauchst du jetzt nichts weiter zu tun, als dem nachzuspüren und es zu genießen!
  • Wenn du mehr Energie in der oberen Körperhälfte als in der unteren wahrnimmst, lenke deine Aufmerksamkeit freundlich zu deinen Füßen und fange an, sie leicht zu bewegen. Du kannst zum Beispiel mit deinen Zehen spielen, den Vorderfuß links und rechts abwechselnd anheben und wieder aufsetzen, dann die Fersen, den Fuß leicht kreisen lassen, das Bein dabei ausstrecken, kleine Laufbewegungen auf der Stelle machen. Alles ist möglich, Hauptsache, es ist leicht! Es darf leicht sein. Das hier ist kein Muskeltraining und keine Gymnastik. Es ist ein spielerisches Aktivieren der Nerven, der Muskeln, der Faszien.
  • Oder du stellst deine Füße erst über Kreuz auf den Boden und spürst dem nach, dann stellst du sie flach auf den Boden. Was ist jetzt anders?
  • Du kannst dir auch vorstellen, dass du mit deinen Füßen tanzt. Du bewegst die Füße spielerisch und leicht und gehst mit deiner ganzen Aufmerksamkeit dahin.
  • Was beginnt sich dabei in deinen Füßen zu verändern? Und gleichzeitig in deinem ganzen Körper? Nach einer Weile solltest du eine Veränderung in die folgende Richtung wahrnehmen: In der oberen Körperhälfte wird es leichter, der Kopf wird leerer, es wird innerlich ruhiger. In der unteren Körperhälfte wird es schwerer, du sitzt breiter oder schwerer, die Beine sind dir bewusster, die Füße fühlen sich lebendiger und wärmer an.
  • Du kannst noch einen Schritt weitergehen und deine Füße sich so bewegen lassen, wie diese es wollen, wie es von Innen kommt.
  • Das machst du, bis du spürst: Die Energie in deinem Körper bewegt sich nach unten, etwas in dir „sackt“ im besten Sinne, etwas fließt ab nach unten – wo es auch hingehört. Deine Energie gehört in deinen ganzen Körper, nicht nur in deinen Kopf.
  • Bleibe ganz neugierig und offen, was dabei geschieht. Dein Körper kann das! Er macht es regelmäßig, wenn er nach einer Anspannung wieder entspannt. Wahrscheinlich hast du dem bisher nur noch nicht so viel Aufmerksamkeit geschenkt. (Diese Übung ist ein Auszug aus dem Buch „Resilienz – dein Körper zeigt dir den Weg“)

Über die Autorin: Mit Somatic Experiencing (SE)® nach Dr. Peter Levine, einem körperorientierten Ansatz zur Stress- und Traumalösung, begleitet Dr. Isa Grüber Klient*innen dabei, durch gezieltes und achtsames Spüren im Körper blockierte Stressenergie zu befreien und als neue Lebenskraft zu erfahren. Mehr über ihre Arbeit und SE erfährst du im Buch „Resilienz – dein Körper zeigt dir den Weg“ (Irisiana, 15 Euro) // Titelbild von Corey Dupree von Pexels

Numerologie & Yoga: Die Zahl 108

Denise Klier Sonnengruß

Die Zahl 108 gilt im Yoga als heilige Zahl. Unsere YOGA WORLD-Kolumnistin Denise Klier gibt euch Einblicke in die Verbindung zwischen der Numerologie und Yoga und erklärt, was die Zahl 108 mit dem Sonnengruß zu tun hat…

Weshalb sind Zahlen für unser Verständnis der Welt überhaupt so wichtig? Der Grieche Pythagoras war der eigentliche Begründer der Numerologie, der als Mathematiker und Philosoph bereits 500 v. Chr. versucht hat, eine durch Zahlen erfahrbare Weltordnung zu begründen. Seiner Auffassung nach, wirkt sich die Schwingung des Universums zum Zeitpunkt der Geburt ebenso auf die Charakterbildung, wie auch auf unser Schicksal aus. Egal ob in der antiken oder modernen Welt, die 108 scheint eine mysteriöse Zahl zu sein.

108 im Hinduismus

Sie ist die Zahl der Erleuchtung und ermöglicht uns Menschen den Ausstieg aus dem Kreislauf der Reinkarnation. Aus diesem Grund hat jede indische Gottheit 108 unterschiedliche Namen, jede Gebetskette „Japa Mala“ 108 Perlen, die heiligen Schriften „Upanishaden“ 108 Verse und jedes Mantra und Pranayama wirkt besonders stark, wenn es 108 mal wiederholt wird. 

Da auch 12 und 9 besonders heilige Zahlen sind, ist es kein Wunder, dass der typische Sonnengruß „Surya Namskar“ aus 9 verschiedenen Asanas besteht und gerne 12 mal wiederholt wird. Denn 12×9 ergibt 108! Alte Yogis glaubten, dass wir uns auf die Rhythmen der Schöpfung einstimmen können, indem wir Übungen in 108 Runden abschließen.

Denise Klier Mala
Jede Gebetskette (Japa Mala) hat 108 Perlen

108 im Buddhismus

Im Buddhismus gehört zu den Lehren, dass es genau 108 Arten von Befleckungen gibt – nicht mehr und nicht weniger. Um das neue Jahr einzuläuten erklingen die Glocken genau 108 mal und in der Hauptstadt des Buddhismus – in Katmandu – gibt es exakt 108 Abbildungen von Lord Buddha. 

108 in den mystischen Traditionen

Die Zahl 108 besteht aus den einzelnen Zahlen 1, 0 und 8. Dabei steht die Zahl 1 für Autorität und Führung, aber auch für Neuanfänge, Initiative und das Beschreiten eines neuen Weges.

Die Zahl 0 ist mysteriös, da sie sowohl das Nichts als auch die Ewigkeit repräsentiert. Wenn sie mit anderen Zahlen kombiniert wird, verstärkt sie jedoch den Einfluss der anderen Zahlen.

Die Zahl 8 bedeutet Energie, Macht, Fülle und Leistung. Wenn wir diese Schwingungen manifestieren, können wir große Einflüsse auf viele Lebensbereiche erwarten.

Und wenn wir die Quersumme von 108 bilden, erhalten wir 9 (1+0+8), die als hochspirituelle Zahl gilt. Wir können eine Verbindung zu dieser göttlichen Quelle durch Dankbarkeit und Großzügigkeit schaffen, was wiederum materiellen und spirituellen Wohlstand in unser Leben bringen soll.

108 in der Astrologie

Es gibt 12 Tierkreise und 9 Planeten und multipliziert erhalten wir 108. Außerdem gibt es 27 Mondvillen, die in 4 Viertel unterteilt sind. Wenn 27 mit 4 multipliziert wird, ist das Ergebnis auch wieder 108.

Auch für das Sonnensystem hat die 108 eine besondere Bedeutung: Sie repräsentiert die Einheit und Gesamtheit der Existenz. Einmal im Monat, wenn die Umlaufbahn des Mondes ein perfekter Kreis ist, ist der Abstand zwischen Mond und Erde 108 mal der Durchmesser des Mondes. Und der Abstand zwischen Erde und Sonne beträgt das 108-fache des Sonnendurchmessers. 


Unsere YOGA WORLD-Kolumnistin Denise Klier ist Pilates und Yogalehrerin in München.

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Titelbild: Alexey Demidov via unsplash