Kapalabhati ist ein Pranayama und bedeutet wörtlich übersetzt „scheinender Schädel.“ Diese Atemübung zeichnet sich durch eine besonders schnelle, beinahe hechelnde Atmung aus, der eine lange Atempause folgt. In dieser Atempause kann es dazu kommen, dass man Kundalini und Prana so deutlich fühlt, dass der Kopf kribbelt. Wegen der Gefahr einer Ohnmacht sollte die Atmung nur unter Anleitung erfahrener Yogalehrer*innen und nur ohne Vorerkrankungen erlernt und geübt werden. Diese Atemübung ist unter Lungenreinigung als eines der yogischen Reinigungsrituale Kriyas bekannt.
Iyengar-Yoga
Iyengar-Yoga ist ein von B.K.S. Iyengar begründeter Yogastil, der den Körper präzise ausrichtet, um so von den spirituellen und geistigen Vorteilen des Yoga zu profitieren. Durch die genaue anatomische Ausrichtung gestützt von Hilfsmitteln, kommen die Yogi*nis an die tieferen Körperschichten (Koshas) und transformieren diese.
Ishvara Pranidhana
Ishvara Pranidhana bedeutet übersetzt „Hingabe an etwas Größeres“ und ist eines der Niyamas auf dem 8-gliedrigen Pfad des Yoga. Es bezeichnet den meditativen Fokus auf das Göttliche, das bei Yogi*nis nicht nur im Meditationssitz, sondern auch während des gesamten Alltags passieren soll.
Inside-Flow-Yoga
Inside-Flow-Yoga ist ein von Young Ho Kim entwickelter Yogastil. Es handelt sich um einen kreativen Vinyasa-Flow, der dynamisch und mit tänzerischen Elementen synchron zur Musik fließt. Durch diesen Fluss der Bewegungen wird beim Inside-Flow praktisch kein Halt in einer Asana gemacht. Jede Asana ist immer ein Übergang zur nächsten.
Jnana-Yoga
Jnana bedeutet wortwörtlich „Erkenntnis“. Damit ist Jnana-Yoga der Yogaweg des Wissens, einer der vier Margas. Es handelt sich also um das Gegenteil von Avidya. Dabei geht es jedoch nicht nur darum, die yogischen Schriften zu kennen und damit theoretisches Wissen zu erlangen. Das Wissen soll praktisch angewandt und so zu gelebter Weisheit werden.
Jivamukti-Yoga
Dieser dynamische, zur Musik fließende und moderne Vinyasa-Yogastil wurde von Sharon Gannon und David Life in den 1980ern in New York gegründet. Es handelt sich eigentlich um mehr als einen Yogastil. Jivamukti-Yoga bezeichnet fast eine ganze Lebensweise, die mit bestimmten ethischen Aspekten, wie der Interpretation von Ahimsa als Veganismus und der Bekämpfung des Klimawandels als spirituellem Aktivismus einhergeht. Auch die Aspekte von Bhakti, Nadam, Shastra und Dhyana spielen eine große Rolle. Mehr darüber in unserem Stil-Guide.
Jalandhara Bandha
Jalandhara Bandha ist der Kehlkopfverschluss, der durch das leichte zur-Brust-ziehen des Kinns erzeugt wird (siehe Bandhas).








