Yoga gegen Stress: Asanas plus Playlist

Wenn dich mal wieder der Stress gepackt hat, kannst du diese kleine Asana-Sequenz zwischen zwei Erledigungen schieben. Ob du die Yogamatte nun vor der Arbeit ausrollst, in der Mittagspause oder am Abend, in einer guten halben Stunde kannst du schon tolle Erfolge ­erzielen. Die „Yoga gegen Stress“ Übungen erden und intensivieren deine Selbstwahrnehmung. Versuche deine Ausatmung bei der Meditation zu Beginn etwas zu verlängern und du wirst sehen, wie du nach und nach ruhiger wirst. Vielleicht lösen sich hier schon erste Verspannungen und du schaffst es, immer mehr aus deinem Kopf herauszufinden. Konzentriere dich ganz auf deine Atmung und auf die Körperhaltungen. Das verordnet belastenden Gedanken erstmal eine Pause.

40 Minuten: Yoga gegen Stress Playlist

Wenn du nicht immer mit der gleichen Musik üben möchtest, findest du hier noch weitere Playlists.

1. Tiefe Bauchatmung im Fersensitz

Setze dich zu Beginn der „Yoga gegen Stress“ Praxis bequem hin. Das muss nicht unbedingt der Fersensitz sein, achte nur darauf, dass du aufrecht sitzt. Atme tief in den Bauch ein und wieder aus. Fühle, wie sich die Bauchdecke sanft bewegt. Du kannst ruhig im natürlichen Rhythmus ein- und ausatmen. Wenn du dabei die Beckenbodenmuskulatur sanft anziehst, fördert das das Gefühl der Erdung. Verweile für etwa 5 Minuten.

2. Meditation

Egal wo und zu welcher Tageszeit du gerade übst, häufig überfordern wir unser Gehirn mit einer Vielzahl an Gedanken. Nehme dir 5 Minuten Zeit, den Gedanken Ruhe zu verordnen bevor du mit den Asanas beginnst. Vielleicht möchtest du die Meditation auch mit einem Mantra verbinden oder eine weitere Atemtechnik üben. Denke bei der Einatmung leise „So“, und bei der Ausatmung „Ham“. Das heißt: „Ich bin“ und stärkt die Selbstwahrnehmung.

3. Parvatasana – Der Berg

Bringe die Handflächen vor der Brust zusammen und führe die Arme beim Einatmen langsam nach oben und atme zwei Atemzüge tief ein und aus. Wenn du möchstest, kannst du die Finger ineinander verschränken und die Handteller nach oben stülpen. Verweile weitere zwei Atemzüge in dieser Haltung, beuge schließlich die Ellbogen und ziehe die Schulterblätter fest zusammen. Wiederhole diesen Vorgang noch drei mal. Dies beruhigt Nerven und Gemüt, tonisiert die Lungen und entkrampft die Schulter- und Nackenmuskulatur.

4. Balasana – Stellung des Kindes

Komme zurück in den Fersensitz und lasse den Oberkörper schließlich nach vorne sinken, bis die Stirn den Boden berührt. Arme und Hände liegen neben den Füßen ab, der Rücken ist lang. Stelle dir vor, wie du immer weiter in ein Gefühl von Geborgenheit hinein sinkst. Vielleicht bemerkst du hier schon, dass du entspannter bist als am Anfang der Übungen.

5. Adho Mukha Shvanasana – Nach unten schauender Hund

Schiebe dich zurück in den Fersensitz und hoch in den Vierfüßlerstand. Von hier drückst du das Gesäß nach oben und streckst die Beine. Atme tief und ruhig in den Bauch. Der Kopf wird jetzt besonders gut durchblutet, was zur besseren Harmonisierung von Blutdruckschwankungen in Stress-Situationen hilft. Halte die Stellung für etwa 5 Atemzüge. Das stärkt die Muskulatur in Schultern und Rücken. Zudem unterstützt es eine gute aufrechte Haltung im Alltag.

6. Bhujangasana – Die Kobra

Komme in die Bauchlage und lege die Fersen aneinander. Der Po ist leicht angespannt, die Hände sind in Brusthöhe aufgesetzt, die Stirn zeigt zum Boden. Bei der nächsten Einatmung hebst du Kopf und Brust, der Nacken bleibt lang. Gehe dabei nur so weit, wie du eine Verbindung von der Brustwirbelsäule durch das Becken bis in die Beine aufrecht erhalten kannst. Die Kraft dazu kommt aus dem Rumpf, die Hände tragen kaum Gewicht. Die Fersen bleiben geschlossen. Beim Ausatmen senken sich Brust und Kopf bis die Stirn den Boden berührt. Wiederhole diese Übung 5 mal.

7. Purvottanasana – Schiefe Ebene

Setze dich mit ausgestreckten Beinen auf den Boden und gebe die Hände hinter dem Körper auf den Boden. Hebe die Hüften so weit hoch, bis der Körper gerade ist. Halte die schiefe Ebene für etwa 5 Atemzüge und senke dich langsam und bewusst wieder ab. Diese Bewegung entspannt die Muskulatur im unteren Rücken und lockert die Schultern.

8. Sahaj Ushtrasana – Gestütztes Kamel

Komme in den Kniestand und nehme die Hände an die Hüfte oder im Lendenwirbelbereich an den Rücken. Spanne das Gesäß an und neige dich ausatmend langsam und sanft nach hinten. Die Übung wirkt gegen den gefürchteten „Schreibtisch-Rücken“ und stärkt die gesamte Rumpfmuskulatur. Komme langsam wieder nach vorne und zurück in den Fersensitz. Wenn du möchtest, kannst du hier nochmal für 5 Atemzüge in die Stellung des Kindes (4) kommen.

9. Ardha Matsyendrasana – Drehsitz aus dem Fersensitz heraus

Der Drehsitz hilft die, die Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen: Lege die Hände auf Knie und Hüfte und drehe dich zur Seite. Halte diese Stellung für einige tiefe Atemzüge und komme dann langsam zur anderen Seite. Diese Übung dehnt und kräftigt nicht nur die Rückenmuskulatur, sie sorgt auch auf geistiger Ebene für Klarheit.

10. Savasana – Entspannungslage

Die wichtigste Übung unserer „Yoga gegen Stress“ Praxis. Lege dich in Rückenlage auf den Boden und öffne die Beine hüftbreit. Die Zehen fallen locker nach außen, die Arme sind etwas abseits vom Körper. Selbst Kiefer und Zunge sind entspannt. Atme ein, schließe die Augen, bemerke welche Gedanken aufkommen und lasse diese beim Ausatmen los. Du darfst in den letzten Minuten deiner Praxis nun ganz in die Stille hinein sinken. Drehe dazu gerne die Playlist ab und schenke dir einige Minuten Heilung bevor es mit neuer Energie zurück in den Alltag geht.


Alexandra Keller: „Wir brauchen mehr Yoga in unserem Leben“

Alexandra Keller Ayouga

Business und Spiritualität müssen sich nicht ausschließen: Alexandra Keller macht vor, wie man einen Job in der Finance-Branche mit Yoga und Ayurveda verbindet und wie beide Bereiche sogar voneinander profitieren. Wir haben uns mit der inspirierenden jungen Frau über fehlende Spiritualität in unserem Alltag und die Kraft von Yoga und Ayurveda unterhalten.

Job in der Bank, Start up, Yoga Ausbildungen … Das klingt ja nach vielen Eisen im Feuer. Warst du schon immer so vielfältig interessiert?

Ja, total. Das liegt wahrscheinlich in meinem Naturell begründet. Nach der ayurvedischen Konstitutionsbestimmung bin ich ein Vata-Pitta Typ, wobei Vata dominiert. Vata-Typen sind ja von Natur aus schnell begeisterungsfähig, lieben Abwechslung und neue Herausforderungen. Kaum habe ich ein Thema abgeschlossen, überlege ich schon was ich als nächstes machen könnte. Das zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben. Besonders stark zum Ausdruck kam diese Eigenschaft als es um die Berufswahl nach dem Abi ging. Ich hätte mir aufgrund meiner vielfältigen Interessen vieles vorstellen können – angefangen von Sportmanagement, über Eventmanagement, Tourismus und schließlich bin ich im Finance Bereich, genauer im Consulting, gelandet. Ich habe schon früh meine Leidenschaft für Sport (Tennis, Tanzen, Fitness, und später Yoga) und Ernährung entdeckt. Gleichzeitig bin ich ein absoluter Planungsmensch, habe für alles To Do-Listen und bin ein Meister darin, Dinge vorauszuplanen – deswegen auch Eventmanagement. Aber auch der Tourismusbereich ist toll: Ich liebe es zu reisen und würde am liebsten jeden Fleck auf dieser Erde erkunden und fremde Kulturen kennenlernen. Naja und in Sachen Finance und Consulting schlägt mein Pitta Typ durch! Besonders kennzeichnend für Pitta-Typen ist eine analytisch-strukturierte Arbeitsweise; nicht selten neigen Pitta-Typen zum Workaholic …

Muss man eine sehr fokussierte Person sein, um das alles unter einen Hut zu bekommen?

Fokus ist bei der Vielzahl an Themen auf jeden Fall wichtig, um sich nicht zu verlieren: Ich habe – zum Leidwesen meines Freundes, der Familie und Freunden – die Gabe, dass ich alles um mich ausblenden kann, wenn ich ein Ziel vor Augen habe: Wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, suche ich solange nach Mitteln und Wegen bis ich es erreicht habe. In meiner Disziplin und meinem Perfektionismus zeigt sich wiederum mein Pitta-Typ. In einem sehr hektischen Alltag helfen mir vor allem auch meine Routinen in Balance zu bleiben: Dazu gehört eine regelmäßige Schlafroutine, feste Zeiten für Yoga/Sport, Zeit in der Natur sowie bewusste und konstitutionsgerechte Ernährung.

Wie passt dein Job im Consulting zu deinem spirituellen Weg? Schließt sich das nicht eher aus?

Alexandra Keller Ayouga
Ich bin ein Fan davon, Paradigmen zu durchbrechen, neue Denkanstöße und Impulse zu geben und zu zeigen, dass nicht immer alles nach „Schema F“ im Leben laufen muss.

Natürlich wirkt es in einer sehr analytisch-logisch denkenden Welt wie der Finance Branche für viele erst mal befremdlich, wenn jemand eine spirituelle Richtung einschlägt: Auch die Reduktion der Arbeitszeit auf eine 4-Tage Woche ist für den Consulting-Bereich eher untypisch. Ich bin ein Fan davon, Paradigmen zu durchbrechen, neue Denkanstöße und Impulse zu geben und zu zeigen, dass nicht immer alles nach „Schema F“ im Leben laufen muss. Wir sind alle einzigartig und so sollten auch unsere Lebensweisen sein. Was sich für Dich gut und richtig anfühlt, muss nicht unbedingt das Beste für mich sein und umgekehrt. Wir können nur dann unser volles Potenzial entfalten und langfristig glücklich sein, wenn wir uns ehrlich eingestehen wer wir sind, zu unseren individuellen Bedürfnissen und Wünschen stehen und unser Leben danach ausrichten. Die Vielfältigkeit und Einzigartigkeit drückt sich bereits durch unsere Doshas aus.

Lies auch: Dosha-Test – Welcher Konstitutionstyp bist du?

In meinem Vata-Pitta Dosha treffen zwei Herzen in einer Brust zusammmen. Der spirituelle Freigeist trifft auf den ambitionierten Planungsmensch. Für mich ergänzen sich die Wesenszüge perfekt. Wenn mich bspw. mein Ideenreichtum und Aktionismus (Vata Typ) mal wieder dazu verleitet, viele Themen gleichzeitig zu verfolgen, hilft mir meine strukturierte Seite (Pitta Typ) wieder Ordnung in mein Leben zu bringen. Die verschiedenen Ausrichtungen helfen mir auch beruflich sehr. Durch mein Finance-Studium sowie meine Tätigkeit im Consulting habe ich gelernt wirtschaftlich zu denken, Arbeitsabläufe vorauszuplanen und Projekte zu strukturieren – das hat mir beim Aufbau meiner eigenen Firma AYOUGA enorm geholfen. Umgekehrt helfen mir Yoga / Ayurveda in meinem oft hektischen und dynamischen Arbeitsalltag im Consulting, in Balance und bei mir selbst zu bleiben.

Yoga und Ayurveda sind ja mittlerweile auch ein Lifestyle-Trend geworden. Genau das wird oft kritisiert, nach dem Motto „Wer nur Asanas macht, macht kein echtes Yoga“ oder „Yoga sollte kein cooles Lifestyleding sein“. Wie denkst du darüber? 

Für mich sind Yoga und Ayurveda keine Trenderscheinung. Yoga und Ayurveda sind seit tausenden von Jahren Grundkonzepte des indischen Gesundheitssystems und eine gängige / bewährte Praxis für einen gesunden Lebensstil. Mit Zunahme unserer Reisetätigkeiten und Erkundung fremder Kulturen wurde Yoga und Ayurveda auch in der westlichen Gesellschaft immer populärer und Menschen haben die Vorzüge kennen und schätzen gelernt. Es ist im Yoga völlig in Ordnung erst mal „nur“ mit Asanas zu beginnen. Ich erinnere mich zurück, als ich mit Yoga angefangen habe, ging es mir primär auch erst mal nur um mehr Flexibilität und ich habe mich eher auf den sportlichen Aspekt konzentriert. Ich dachte immer, ich sei viel zu rational, als dass Yoga das Potenzial hätte, mich innerlich zu verändern. Tatsächlich ist aber genau das schleichend passiert. Das ist natürlich ein Prozess und passiert nicht von heute auf morgen. Wer aber mit Leidenschaft und Herz praktiziert kommt früher oder später an einen Punkt, an dem er tiefer gehen möchte und sich mit den philosophischen Aspekten auseinander setzen möchte. Auch das Thema Mindfulness ist mittlerweile gar nicht mehr wegzudenken aus unserer Gesellschaft.

Warum denkst du, brauchen wir alle mehr Yoga und Spirit in unserem Leben?

Mit fällt dazu eine sehr passende Aussage von Albert Schweizer ein: „Wir leben in einem gefährlichen Zeitalter. Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen.“ Die heutigen Nachrichten werden bestimmt von Themen wie Ressourcenverschwendung, Umweltverschmutzung, Klimawandel, Artensterben, kriegerischen Konflikten, Flüchtlingskrisen, Armut, Hunger und Not. Nachhaltige Lösungen scheitern nicht zuletzt immer wieder an Egoismen, Ignoranz, Gier, und kapitalistischen Verhaltensweisen. Bildungssysteme lehren uns mathematische Gleichungen aufzulösen, ein Gedicht auf Englisch zu interpretieren und, dass Bayern eine Bundesland von Deutschland ist. Selten jedoch lehren und Bildungssysteme im Umgang mit anderen und uns selbst. Persönlichkeitsfördernde Fächer wie Psychologie und Philosophie fehlen im Lehrplan oft komplett. Angesichts der Tatsache, wie viele Menschen trotz einem „guten“ Job und viel Geld zu Depressionen neigen, an Burn-Out-Syndromen leiden und vergeblich nach ihrem Lebensglück suchen, bin ich der Meinung, dass die Themen rund um Mindfulness, Yoga und Spirit noch einen viel höheren Stellenwert in unserer Gesellschaft benötigen. Yoga stärkt uns nicht nur auf körperlicher, sondern auch auf geistiger und seelischer Ebene. Die ethischen Prinzipien „Yamas“ und „Niyamas“ des 8-gliedrigen Pfads lehren uns in einem liebevollen und respektvollen Umgang mit unserer Umwelt und uns selbst. Würden wir alle unser Verhalten an diesen Prinzipien ausrichten, bestünde auf dieser Welt im Grunde kein Raum mehr für Gewalt, Verletzung, Täuschung, Missgunst, oder Gier und Menschen könnten in Frieden und als Einheit zusammenleben.

Leben wir also zu hektisch, zu Erfolgs orientiert und zu wenig achtsam?

Gerade bei den jüngeren Generationen ist im Moment eine Trendumkehr zu erkennen. Jüngere Menschen legen heute viel mehr Wert auf eine gesunde Work-Life Balance, Nachhaltigkeit und Achtsamkeit – getreu dem Motto: Ich arbeite um zu Leben. Nicht umgekehrt. Ziele wie Zufriedenheit, Gesundheit und Lebensfreude sind oft wichtiger als Karriere, Ruhm und Materialismus. Ich freue mich, dass hier ein Umdenken und eine Sinnorientierung in der Gesellschaft stattfindet und hoffe, dass wir diesen Wandel auch in Unternehmen in Zukunft noch stärker sehen. Zunehmende Angebote zur Stressbewältigung (wie Yoga und Meditation), flexible Arbeitszeiten/-orte und die Förderung von selbstbestimmtem Arbeiten sind für mich Schritte in die richtige Richtung.

Hast du ein paar einfache Tipps für unsere Leser, wieder mehr Achtsamkeit in ihr Leben zu bekommen?

Alexandra Keller Ayouga
„In unserem hektischen Alltag vergessen viele, wer sie eigentlich sind und gehen mechanisch einem Lebensstil nach, der im Grunde gar nicht zu ihnen passt und sie daher auch nicht erfüllen kann.“

Es ist zunächst einmal wichtig, dass du dir darüber bewusst zu wirst, wer du eigentlich bist. Was sind deine Bedürfnisse, Wünsche, Träume, die du im Leben verwirklichen möchtest? Welcher Lebensstil passt zu dir? In welchem Umfeld fühlst du dich am wohlsten? Eine Konstitutionsanalyse kann dich dabei unterstützen, Klarheit darüber zu bekommen. Nur wenn du weißt wer du bist, kannst du dein Leben danach ausrichten. In unserem hektischen Alltag vergessen viele, wer sie eigentlich sind und gehen mechanisch einem Lebensstil nach, der im Grunde gar nicht zu ihnen passt und sie daher auch nicht erfüllen kann. Viele brauchen erst einen Wendepunkt in ihrem Leben – etwa eine gescheiterte Beziehung, Kündigung oder Krankheit – um ihr Leben neu auszurichten – bei mir war es bspw. ein Bandscheibenvorfall. Warte nicht, bis dass Leben dich dazu „zwingt“ dein Leben und dich selbst zu reflektieren. Gönn dir eine Pause, um dich mit dir selbst auseinanderzusetzen. Und wenn du weißt wer du bist, fasse den Mut, zu dir selbst zu stehen, lege ggf. alte Gewohnheiten ab und lass Freiraum für Neues entstehen.

Hast du deswegen auch dein eigenes Start up AYOUGA gegründet? Um andere auf diesem Weg zu unterstützen?

AYOUGA steht schon im Wort für die Symbiose aus Ayurveda und Yoga. Ayurveda und Yoga bilden eine wunderbare Symbiose für ganzheitliche Gesundheit. Ayurveda kümmert sich um unser physisches und geistiges Wohlbefinden durch Massagen, Kräuterlehre, Ernährung, und Reinigung. Yoga wiederum hilft uns, durch Asanas, Meditation, Mantras, Pranayama, und ethische Disziplin mit uns selbst, unserem Umfeld und der Natur in Verbindung zu treten. Ich möchte Menschen inspirieren, durch die Verbindung von Yoga & Ayurveda ganzheitliche Gesundheit zu erfahren und dadurch Leichtigkeit und Glück in ihr Leben bringen.


Mehr über Alexandra und AYOUGA: ayouga.de und @ayouga.studio

Yoga-Pionierin: Anneliese Harf

Anneliese Harf

Von 1974 bis 1984 war sie im deutschen Radio die Stimme des Yoga. Auch über ihre aparte Stimme hinaus hat die Yoga-Pionierin Anneliese Harf entscheidend dazu beige­tragen, die Praxis hierzulande salonfähig zu machen.

Eine andächtige Runde hat sich im Münchner Yogazentrum eingefunden. Die jüngste Teilnehmerin  ist 69, die älteste 85 Jahre alt. Gemeinsam sind sie Yogis der ersten Stunde. Denn sie  haben in den 1960er- und 70er-Jahren mit der Praxis begonnen, als diese von der Allgemeinheit bestenfalls als „exotisch“ empfunden wurde. Für YOGA JOURNAL erinnern sie sich an ihre Lehrerin Anneliese Harf. Die 1990 verstorbene Gründerin des Zentrums und Wegbereiterin des Yoga in Deutschland. Die Art des Yoga, die sie vermittelte, ist so traditionell, konzentriert und ruhig, dass sie sich erhalten hat. Kein „Fitness-Stress“. Sondern Rückverbindung mit dem Selbst und ihre Verwirklichung im Alltag.

„Anneliese Harf war kein Yogi in Sack und Asche, sondern hatte einen inspirierenden Stil“, erinnert sich die Yogalehrerin und Heilpraktikerin Gabriele Reischl. Sie begleitete Harf jahrelang auf ihrem Weg. Mit unfehlbarer Intuition hat Harf das Potenzial und die Berufung ihrer Schüler erkannt. Yogalehrer konnten bei ihr nur werden, wert über Jahre jede Stufe ihres Unterrichts durchlief. Dazu gehörten Atmungs- und Entspannungslehre, Konzentration, Hatha Yoga. Aber auch Hara-Übungen, Meditation, Feinstoff- und Chakralehre, Raja Yoga und Vedanta.

In der Ruhe liegt die Kraft

„Schnell ging bei Anneliese Harf gar nichts“, so Reischl. Wer sich jedoch bewährte, hatte quasi keine Chance: „Sie sagte mir: Du wirst Yoga unterrichten. Ich hatte drei kleine Kinder, einen skeptischen Mann. Aber zur ersten Ausbildungsstunde war ich da.“ Für Margareta Blätte, 77, war die Stimme der Grund, Harf zur Lehrerin zu wählen. „Sie strahlte Klarheit und Stärke aus, was mir neuen Selbstwert vermittelte.“

Anneliese Harf kannte aber auch ihre Grenzen, wie Heinrich Textor, 66, erzählt. Er ist bis heute Meditationslehrer am Münchner Yoga­zentrum. „Sie wusste genau, wann sie nicht weiterhelfen konnte und verwies die Schüler dann an andere Meister.“ Jedoch verlor sie aufgrund einer körperlichen Nervenkrankheit die ihr so wichtige Sprache. Deshalb nahm sie den Verlust als weitere Fokussierung und schrieb ihren Schülern eine stenografierte Notiz. „Ohne dieses Leiden hätte ich weniger Tiefe erfahren.“ Auch ihre Schülerin Tilde Gruber-Melchers erinnert sich. „Sie strahlte auch ohne Worte. Sie war eine Sonne. Eine strenge Sonne.“

Münchner Urgestein

1930 in München geboren, war ihre Jugend von der Liebe zur Musik geprägt. Bereits als 15-Jährige erteilte Anneliese Harf das Händel-Konservatorium die Erlaubnis, Klavier zu unterrichten. Aus einer christlichen Familie stammend, brachte ihr ihre Musiklehrerin Maria Heyden auch die Spiritualität näher. Immer schon ein kränkliches Kind, begann sie 1956 mit der Asana-Praxis. Bereits 1959 war sie Mitarbeiterin der Deutschen Yoga-Gemeinschaft. Diese wurde von ihrem Lehrer Karl Lorenz Mesch geleitet. 1962 übergab er ihr seine Raja Yoga-Gruppe. Zu ihrer Überraschung. „Eigentlich wollte ich ihm nur bei den Vorbereitungen helfen, den Kursraum putzen und mit Blumen schmücken.“ So schreibt sie im Buch „Himmel und Erde verbinden“. Allerdings gründete sie noch im gleichen Jahr das Münchner Yogazentrum (MYZ). Eine der ältesten Yoga­schulen Deutschlands hat heute noch das Ziel, Yoga für westliche Menschen zugänglich zu machen.

Von der Volkshochschule bis zum Radio

Ab 1965 brachte sie die Praxis an die Volkshochschule, wirkte an der Gründung des BDY mit, unterrichtete Yoga im Radio­programm des Südwestfunks. Außerdem richtete sie das MYZ in den 1980er-Jahren als spirituelles Zentrum der Friedensbewegung aus. Intuitiv schien der regelmäßigen Betenden die Einheit zwischen Yoga und Christentum klar zu sein. Revolutionär war zu dieser Zeit, diese Verbindung zu betonen. Unter anderem bei ihren Seminaren zum Thema „Tod“ arbeitete Harf sogar mit dem Klerus zusammen. Obwohl die Kirche nicht selten starke Vorbehalte gegen Yoga äußerte. „Anneliese zog viele Gläubige an, die ihren Weg praktischer und vor allem erfahrbarer gestalten wollten“, so Heinrich Textor.

Mit ihrem Hang zu Perfektionismus und Disziplin habe sie Yoga eher als Mittel gesehen, starke Emotionen zu kontrollieren als mit ihnen zu arbeiten. Der große Unterschied zur Osho-Meditation, dem anderen spirituellen Zeitgeist der Epoche. Und vor allem als Weg zu Gesundheit. Da sie bereits als Dreijährige regelmäßig Klavier übte und ihre Eltern aus Angst vor Fingerbrüchen keinen Sport erlaubten, war sie nie gelenkig. Doch mit Yoga konnte sie unter anderem eine schwere Gelbsucht kurieren.

Disziplin aus Leidenschaft, nicht aus Strenge

Impulsen gab sie selten nach. Nur hin und wieder lockerte sie beispielsweise ihre vegetarische Ernährung. Zu sich selbst war sie sehr streng, aber uns sagte sie diesbezüglich. „Ständig von Würstchen zu träumen, ist schwerwiegender als einmal eins zu essen.“ Bei aller Strenge ging es ihr hauptsächlich ums Loslassen. So Gabriele Reischl. Die Heilpraktikerin erlebte oft Harfs augenzwinkernde Natur. Nach einem intensiven Kundalini-Erlebnis durch Pranayama hatte Reischl Schlafstörungen. Um die starke Helligkeit zu dämpfen, legte sie nachts ein Tuch über die Augen. Harfs Kommentar: „Sieh an, da möchte jemand das Licht der Seele mit einem Handtuch abdecken.“

Hat sie ein speziell weibliches Yoga geprägt? Eher eine pragmatische, methodisch unterfütterte Verbindung mit dem Geist. Dennoch oder deshalb hat sie beigetragen, dass Yoga populär wurde. 1967 zeigte sich die Süddeutsche Zeitung im MYZ geradezu visionär. „Yoga­übungen kann man eigentlich überall treiben, in der Straßenbahn, auch am Steuer. Richtig angewendet kann es zum großen Helfer in der hastigen Umwelt werden.“

Stress im Psoas abbauen: Praxis Nela König

Der Psoas wird auch der Muskel der Seele genannt – durch anhaltenden Stress , Anspannung oder Trauer kann dieser Muskel stark verspannen und zu einer ganzen Reihe von Problemen führen. Die Berliner Yogalehrerin Nela König zeigt dir in diesem Yogavideo, wie du den Psoas mit Yoga lockerst.

Was ist der Psoas

Der Psoas setzt an der Lendenwirbelsäue an und zieht durch das Becken hin zu unserem Oberschenkelknochen. Er verbindet die Wirbelsäule mit den Beinen. Durch ihn können wir aufrecht stehen und unsere Beine anheben. Der Psoas stabilisiert die Wirbelsäule, unterstützt den Rumpf und bildet eine Art Ablage für die Organe im Unterbauch. Außerdem ist der Psoas durch Faszien mit dem Zwerchfell verbunden, die sowohl den Atemreflex wie einen Angstreflex auslösen können. Er ist unmittelbar mit dem Reptiliengehirn, dem ältesten Teil des Hirnstamms und des Rückenmarks, gekoppelt. Anhaltende Stresssituatuonen bewirken ein chronisches Triggern und Straffen des Psoas.

Das Resultat können Rückenschmerzen, Bandscheibenprobleme, Knieschmerzen, Menstruationsbeschwerden, Unfruchtbarkeit und Verdauungsstörungen sein. In diesem Yogavideo zeigt Yogalehrerin Nela König wie ihr Spannung und Stress im Psoas abbauen könnt. Dabei wird der Psoas intensiv gedehnt –  das ganze in einem fließenden, kraftvollen Flow. Ziel ist es wieder Erdung und Gleichgewicht zu finden und dich gleichzeitig zu dehnen und zu öffnen – so, dass die Energie wieder ungehindert fließen kann.

Yoga-Flow gegen Spannung und Stress

Yogalehrerin Nela König

Die Berlinerin hat ihre Leidenschaften zum Beruf gemacht: Fotografie und Yoga. „Jede Yogastunde birgt die Chance auf Heilung in sich – nicht auf einem intellektuellen Weg, sondern über das tiefe Spüren und die intensive Verbundenheit mit dem eigenen Ich, kann man in jeder Yogastunde den Weg zu Freiheit und Transformation finden. Ich habe 2009 meine Yogalehrer-Ausbildung bei Spirit Yoga gemacht. Seitdem bleibe ich neugierig, erforsche verschiedenste Stile und Traditionen und möchte nie aufhören zu lernen,“ erklärt Nela ihre Liebe zu Yoga.

Wenn du mehr über Nela wissen möchtest, dann schau doch mal hier vorbei:
Auf Instagram dreht sich fast alles ums Yoga: @nelakoenig
Auf der Webseite kannst du ihre fotografischen Arbeiten sehen: www.nelakoenig.com

https://yogaworld.de/produkt/yoga-journal-nr-71/

5 Dinge, die du über Osteopathie wissen solltest

Osteopathie und Yoga

Osteopathie und Yoga verfolgen ein gemeinsames Ziel. Wie das aussieht und welche weiteren Fakten du über die alternative Heilmethode wissen solltest, erfährst du hier.

Woher kommt die Osteopathie?

Die Osteopathie ist eine manuelle, strukturelle Therapie, die von dem US-amerikanischen Arzt Andrew Taylor Still (1828-1917) im 19. Jahrhundert entwickelt wurde. Osteopathen finden und lösen mit ihren geschulten Händen Funktionsstörungen des Körpergewebes, die bei den Betroffenen zu unterschiedlichen Symptomen führen können. Dem Osteopathen, der fundierte Kenntnisse in Anatomie und Physiologie besitzt, stehen dafür eine Vielzahl von Techniken zur Verfügung, mit denen Organe, Muskeln, Gelenke und Bindegewebe behandelt werden. Diese Techniken können vom Patienten sowohl als sanft, aber durchaus auch als schmerzhaft empfunden werden.

Wie wirkt Osteopathie?

Ist das Körpergewebe in seiner Beweglichkeit eingeschränkt, bedeutet dies, dass der Stoffwechsel nicht genug versorgt ist: Körperflüssigkeiten wie Blut oder Lymphe können nicht mehr richtig fließen – damit ist ihre gesunde Funktion nachhaltig gefährdet. Der Körper versucht die Störung auszugleichen. Gelingt dies nicht, zeigen sich Symptome und der Mensch wird krank. Die Osteopathie dient also der Wiederherstellung und Erhaltung von Bewegung und Beweglichkeit des Gewebes im gesamten Organismus.

Möglichkeiten und Grenzen der Osteopathie

Die Osteopathie ist kein Allheilmittel. Lebensbedrohliche Erkrankungen gehören immer in die Hände eines Schulmediziners. Dennoch kann die Osteopathie im Rahmen einer interdisziplinären Zusammenarbeit Unterstützung bieten. Sie leistet damit als umfassende Therapie einen wertvollen Beitrag, der über eine lediglich am Symptom ausgerichtete Behandlung hinausgeht.

Für wen ist Osteopathie geeignet?

Mit Osteopathie kann prinzipiell jeder Mensch behandelt werden – Neugeborene, ältere Menschen und generell Patienten aus jedem Lebensbereich. Dabei ist das Behandlungsspektrum groß. So werden neben den typischen Beschwerden am Bewegungsapparat (Ischias, Gelenkprobleme etc.) unter anderem auch Verdauungsstörungen, Kopfschmerzen, Schwindel, Tinnitus und viele andere Beschwerden behandelt.

In welchem Zusammenhang steht Osteopathie mit der Yoga-Praxis?

Osteopathie und Yoga verfolgen beide das gleiche Ziel: Sie stellen beim Patienten bzw. beim Übenden eine verbesserte Beweglichkeit her, vertiefen seine Atmung und gestalten die Bewegung des Körpers insgesamt fließender. Auf diese Weise sorgen beide Disziplinen für eine bessere Stoffwechsel-Aktivität im Körper und ergänzen sich auf ideale Weise.


Osteopathie ist für mich die medizinische Handwerkskunst des Aufspürens und Behandelns körperlicher Beschwerden,“ meint Angelo Dietze und hat uns diese 5 wunderbaren Fakten zusammengetragen. Er selbst ist Mitglied im Verband der Osteopathen Deutschlands und besitzt eine Privatpraxis für Osteopathie und Kinderosteopathie in Kiel.

Yogapionierin: Barbara Rütting

Yogapionierin_Barbara Ruetting

Während ihres bewegten Lebens ist Barbara Rütting ein Mensch geblieben, der sich nicht verbiegen lässt. Gerade deshalb ist die Schauspielerin, Politikerin und Autorin eine Pionierin des Yoga im ganzheitlichen Sinn.

Am Anfang herrschte die Idylle vom „Leben auf dem Ponyhof“. Barbara Rütting – alias Waltraud Goltz – wird als erstes Kinde eines Lehrerehepaars à la Montessori im ländlichen Wietstock an der Nuthe geboren. Eine heile Welt mit Kräuterschulgarten, Wanderungen und abendlicher Hausmusik. Der Papa spielt Geige, die Mama Klavier. Szenen wie aus einem Postkartenmotiv. Doch bereits im Teenager-Alter erlebt sie den Ausnahmezustand. Denn der Zweite Weltkrieg überschattet nun das Land. Die Idealisierung des regimtreuen Vaters und die jugendliche Begeisterungsfähigkeit verblenden ihre Klarsicht auf die Grausamkeit.

Gezwungenermaßen erwachsen

Die Bekanntschaft mit dem Anti-Nazi Hans Rütting, der sie mit der Wahrheit konfrontiert, weckt sie auf. Gemeinsam fliehen sie nach Dänemark. Das Leben der gut behüteten Siebzehnjährigen nimmt schlagartig einen neuen Kurs. Sie durchlebt den Verlust von Sicherheit, Kultur und Heimat. Dann geht sie mit dem Intellektuellen Rütting eine Scheinehe ein, um in Dänemark zu bleiben. Er stillt ihren Wissenshunger mit internationaler Literatur und beflügelt ihren Freigeist. Doch die Ehe ist ein Zwang. Und sie schafft es erst Jahre später, sich daraus zu lösen.

Etwa zu dieser Zeit beginnt Barbara Rütting, Yogastunden bei der Tänzerin Marussja Berg zu nehmen. Sie lernt, sich mithilfe der Übungen zu entspannen. Im Verlauf ihres unsteten Lebens kommt sie so immer wieder in der Gegenwart an. Morgens, abends und bei Panikattacken auch zwischendurch. Nach der Trennung von Rütting schlägt sie sich als Fremdsprachenkorrespondentin durch. Als sie nach Deutschland zurückkehrt, kann sie jeden Job gebrauchen. Deshalb geht sie nicht nur Blut spenden, sondern nimmt auch Komparsenrollen beim Film an.

Das Fräuleinwunder

Das Talent von Barbara Rütting wird schließlich entdeckt. Die „Geierwally“ ist eine Paraderolle. In den Wallace-Verfilmungen gibt sie die Femme fatale. Die Autodidaktin überzeugt als „Fräuleinwunder“. Der Prototyp einer jungen, attraktiven, und selbstbewussten Frau des Nachkriegsdeutschlands. Sie spielt sich dadurch hoch bis nach Hollywood. Egal ob in Rollen wie Sartres „Ehrbarer Dirne“ oder Büchners „Woyzeck“. Barbara Rütting hat sämtliche Neurotikerinnen der Weltliteratur nicht nur gespielt, sondern gelebt. Vielleicht sind es die Wechselbäder ihrer Beziehungen. Oder eine sich zunehmend auf materielle Werte beschränkende oder einfach nur die Sehnsucht nach der verlorenen heilen Welt.

Barbara Rütting beginnt nun, die Dinge zu hinterfragen. Außerdem hört sie auf, sich die Haare zu färben. So steigt sie aus dem Luxusleben aus und entsagt den Eitelkeiten der Schönen und Neureichen. Anschließend verlässt sie die Bühne und beginnt ein ganzheitliches Leben. Zunächst mit neuem Lebensabschnittsgefährten auf einem Pferdehof. Das Zusammenleben mit den Tieren festigt ihr Bewusstsein für den Vegetarismus und sensibilisiert sie für die dahinschwindende Artenvielfalt. Nachdem die Beziehung zerbricht, engagiert sie sich für ein Lebens- und Gemeinschaftsprojekt im Salzkammergut.

Auf den Barrikaden

Wie in ihren Rollen gibt sie alles. Es ist ein nervenaufreibendes und kräftezehrendes Pilotprojekt mit stimmungswankenden Partnern und unsicherer Finanzierung in der oberösterreichischen Provinz. Von den kleingeistigen Bürgern wird die mutige Visionärin höchstens belächelt. Einmal mehr verspürt Barbara Rütting das sprichwörtliche Unbehagen in der Kultur. Sie geht in den gesellschaftspolitischen Widerstand und auf die Barrikaden von Wackersdorf, Mutlangen & Co. In den 1980er-Jahren wird sie zur Frontfrau der Ökobewegung. Das Zitat der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ wird zum Leitmotiv der leidensfähigen Vor- und Querdenkerin. „Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht.“ Für ihre Überzeugung geht Barbara Rütting sogar in Untersuchungshaft und setzt ihre Gesundheit aufs Spiel. Ohne regelmäßiges Yoga, meint sie lakonisch, wäre sie schon längst tot. Das Yogasutra des Patanjali betrachtet sie als „roten Faden“ für einen ethisch-moralischen Lebenswandel, den sie in der Gegenwart vermisst.

Lach-Yoga und Meditation

Heute hält sie sich zunehmend mit Meditation über Wasser. Nach heftigen Wellenbewegungen kommt sie so  zur Ruhe. Von Osho hat sie damals gelernt, dass es nicht genügt, auf der Matte zu meditieren. Die Meditation muss Teil des täglichen Lebens werden. In Pune absolvierte sie auch ihre Ausbildung zur Lach-Yogalehrerin. Lachen ist seitdem ihre bevorzugtes Pranayama. Sie klärt den Geist, vertieft die Ausatmung und verbessert die Stimmung.

Die Wahl in den Bayerischen Landtag nach ihrer Rückkehr aus Indien hielt sie zunächst für einen Scherz. Doch tatsächlich saß sie als Abgeordnete der Grünen im Landtag. Dann folgte ein Burn-out und damit der Ausstieg aus der Politik. Nebenbei hat sie eine ganze Reihe von Kochbüchern und Ratgebern geschrieben. Diese machten vegetarische Vollwertkost en vogue und die ökologische Bewegung salonfähig. 2015 hat sie zudem ihre Autobiografie (Herbig Verlag) veröffentlicht. Der bezeichnende Titel: „Durchs Leben getobt.“

Barbara DeckerYJ-Autorin Barbara Decker traf ihre Namenskollegin während einer Lesung. Im Kreis von Vollwertkostanhängern, Tierschützern, Atomkraftgegnern, Vegetariern, Bewunderern und Neugierigen.


Foto: Manuela Liebler

Rezept für vegane Haferkekse

haferkekse vegan backen

Supersimple vegane Haferkekse für glückliche Blenderbesitzer – und andere, denn es geht auch ohne.

Diese Kekse von Yogalehrerin Flora Fink sind super schnell gemacht, vegan, ziemlich gesund und glutenfrei, wenn glutenfreie Haferflocken verwendet werden. Gerne können auch andere Haferflocken verwendet werden.

Zutaten und Zubereitung für 12 vegane Kekse

  • 3/4 Tasse (= klassische Kaffeetasse bzw. cup) Haselnüsse – im Mixer fein mahlen
  • 1/2 Tasse entsteinte Datteln (etwa 10 von der Sorte Deglet Nour) – dazugeben und mixen
  • Je 1 Esslöffel Kokosöl (weich oder zerlassen) und Ahornsirup in einer Schüssel mit dem Löffel verrühren, Nussmix dazugeben
  • 1 Tasse Haferflocken – im Mixer fein mahlen, untermengen
  • 1 Prise Salz, knapp 1 Teelöffel Zimt und 1/4 Tasse Wasser (damit gerne erst mal den Mixer reinigen, also rein in den Becher und schütteln oder kurz laufen lassen, um Reste auszuwaschen) – zum Mix geben, mit Löffel und dann Händen mischen
  • Aus je etwa 1 Esslöffel Teig einen runden Keks formen, im auf 180 Grad vorgeheizten Backofen ungefähr 10 Minuten backen, auskühlen lassen 

Und zum Schluss: Schokoguss

Für eine Schokoglasur in einer kleinen Schale oder Tasse einen Esslöffel Kokosöl im noch warmen Ofen schmelzen lassen, zwei Esslöffel Ahornsirup und etwa drei Esslöffel Kakao unterrühren, bis eine zähflüssige und glatte Masse entsteht, damit die Kekse verzieren.

Lust auf noch mehr Schokolade? Dann probiere doch auch mal diesen veganen Schokokuchen mit Rote Beete und Avocado.

Trau dich: Varianten für vegane Haferkekse

Wenn Flora backt, dann tut sie das meist intuitiv und traut sich, immer etwas Neues auszuprobieren. Kein Wunder, dass auch ihre superschnellen veganen Kekse in mehreren Variaten funktionieren.

1. Die Variante ohne Mixer: gemahlene Nüsse und Hafer- oder anderes Mehl verwenden, Datteln mit einem Messer fein hacken.

2. Die Variante ohne Backen: Wie bitte Kekse ohne backen? Ja. Funktioniert und schmeckt auch.

3. Die Variante ohne Kokosöl und Sirup: Etwas weniger saftig, aberfast genauso gut.

4. Weitere Varianten: andere Nüsse, Trockenfrüchte, Gewürze … eigentlich funktioniert so ziemlich alles! Trau dich und probiere einfach aus.

Lust auf noch mehr leckerer Rezeptideen? Dann folge Flora auf Instagram.

Yoga (Girl) Playlist von Rachel Brathen

Natürlich und nahbar: So begeistert Rachel Brathen ihre Internet-Fangemeinde. Das ist ihre aktuelle Yoga Girl Playlist. Foto: Ben Kane Photography
Natürlich und nahbar: So begeistert Rachel Brathen ihre Internet-Fangemeinde. Das ist ihre aktuelle Yoga Girl Playlist. Foto: Ben Kane Photography

Diese Yoga-Playlist kommt von der schwedischen Yoga-Lehrerin Rachel Brathen, die mit Mann und Kind auf der Karibik-Insel Aruba lebt. Von dort hat sie eine weltweite Yoga-Welle losgetreten und ist mit unglaublichen 2,1 Millionen Followern auf Instagram als @yoga_girl bekannt. Jeden Monat packt sie ihre Yoga-Lieblings-Songs in diese Yoga Girl Playlist. Das sind aktuell ihre Favoriten für einen 90-minütigen Vinyasa-Flow.

Die Yoga Girl-Community

Neben Mutter, Ehefrau und weltweit-gefeierter Yoga-Lehrerin ist Rachel noch vieles mehr. Sie bezeichnet sich als Serial Entrepreneur und selbst das ist noch untertrieben. Ihre Online-Platform oneOeight ist das erfolgreichste ‚crowd-funded‘ Yoga-Projekt aller Zeiten. Daneben hat sie zwei Non-Profit-Organisationen ins Leben gerufen: Sgt Pepper’s Friends, einer Tierauffangstation in Aruba und der Yoga Girl® Foundation, eine Stiftung, die Frauen und Kindern in Not hilft. Damit möchte sie ihrer Community etwas zurückgeben. Zudem hat sie vor über drei Jahren Island Yoga eröffnet. Das ist das größte Yoga-Studio der Karibik.

To Love and Let Go

Rachel Brathen Yoga Playlist

Oh, und nicht zu vergessen: Sie ist New York Times Bestseller-Autorin. Nach ihrem ersten Buch Yoga Girl – So findest du Freiheit und innere Balance hat sie nun ihr zweites veröffentlicht: „Ich bin so glücklich. Und stolz. Mein ganzes Herz liegt in diesen Seiten. In dem Buch stecken fünf Jahre der Heilung. Fünf Jahre, in denen ich gefühlt, geatmet und geschrieben habe. Ich kann es kaum abwarten, dass es Menschen in der Hand halten.“ Wir auch nicht – und das müssen wir auch nicht länger. Denn die deutsche Ausgabe von To Love and Let Go ist nun endlich auf dem Markt. Und passend dazu gibt es heute die Yoga Girl Playlist für euch.

Yoga Girl Playlist

Aruba-Feeling für zuhause

Du möchtest mehr von Rachel und ihrem Leben auf Aruba mitkriegen? Auf Instagram hält sie dich immer auf dem neusten Stand. „Ich liebe es, Teile meines Lebens mit der Welt zu teilen. Das tue ich tatsächlich auch jeden Tag über Social Media. Neben meinem Alltag kannst du mich hier auf meinen Reisen begleiten. Das gibt mir die Möglichkeit, mich mit der wundervollen Community zu vernetzen, die ich Zuhause nenne.“


Lust auf mehr Yoga-Musik? Die findest du hier!