Verletzungsgefahr beim Yoga: Von der Kobra an die Krücke?

Verletzungsgefahr Yoga

Die Kobra ist nur eine von etlichen Asanas, die für immer mal für negative Schlagzeilen sorgt. Verletzungsgefahr beim Yoga ist immer wieder Thema in den Medien – und entfacht regelmäßig neue Diskussionen. Ein Zwischenruf.

Die Aufregungswelle begann vor ein paar Jahren mit einem Artikel in der „New York Times“. Er schilderte schockierende Gesundheitsschäden durch Yoga und löste einen Sturm der Entrüstung aus. Der Autor wurde als Skandaljournalist beschimpft, der mit Einzelfällen PR für sein Buch „The Science of Yoga“ mache. Später sorgte das Thema auch in Deutschland für Wirbel. „Von der Yogamatte an die Krücke?“ titelte die „Bild“ damals. „Tagesspiegel“, „Süddeutsche Zeitung“, „Stern“ und andere zogen nach. Alle unterstrichen die Risiken. 

Verletzungsgefahr beim Yoga – Ist die Aufregung berechtigt?

Dabei stellte keiner den gesundheitlichen Nutzen von Yoga in Frage. Ebenso wenig wie Internet-Kommentatoren die Gefahren leugnen. Warum also die ganze Aufregung? Vielleicht weil die Warnungen wegen der geringen Fallzahlen überzogen schienen? Weil manches einseitig und oberflächlich aufbereitet und nur mangelhaft belegt war? Oder vielleicht nur, weil wir unser schickes Image lieb gewonnen haben? Dabei bringt die Diskussion in meinen Augen mehr Nutzen als Schaden. Nicht nur, weil sie für die zweifellos bestehenden Verletzungsgefahr beim Yoga sensibilisiert.

Sie trägt hoffentlich dazu bei, das oberflächliche Bild zu differenzieren. Und sie kann den Blick schärfen für das, was Yoga eigentlich auszeichnet. „Wohlfühlsport“, „Meditationssport“, oder „Trendsport“. Das sind die Bezeichnungen, mit denen Yoga in Massenblättern fast immer beschrieben wird. Darin verbinden sich auf unheilvolle Art gleich zwei Mythen über Yoga. Das eine reduziert Yoga auf eine rein körperliche Praxis. Wenn man Yoga als Sportart ansieht, dann sind Ehrgeiz und Leistungsdenken nur die logische Folge.

Einige der Zeitungsartikel haben zurecht darauf hingewiesen, dass Ehrgeiz mit schlechter Anleitung das größte Verletzungsrisiko darstellt. Vernünftige Standards in der Yogalehrer-Ausbildung sind ein wichtiges Thema. Auch wenn die Verhältnisse in Europa weitaus besser sind als in den USA. Ein verantwortungsloser Lehrer kann seinen Schülern Schaden zufügen.

Hineinspüren um die Verletzungsgefahr beim Yoga zu verringern

Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch der beste Yogalehrer Verletzungen nicht sicher verhindern kann. Wenn ein Schüler oder eine Schülerin unachtsam übt, wenn Vorschädigungen ignoriert werden oder man unbedingt mithalten will. Wir alle sind so sehr vom Leistungsdenken geprägt, dass es naheliegender ist, mittels Training und Willenskraft eine schwierige Asana zu meistern. Einfach mal „nur“ den Atem beobachten und Körpergefühl ausbilden?

Für die meisten von uns ist es eine echte Herausforderung, sich auch dann spüren zu lernen, wenn wir nicht an unsere Grenzen gehen, wenn wir bewusst sogar mal hinter unseren Möglichkeiten bleiben und kein Erfolgserlebnis suchen. Noch schwieriger ist es, sich selbst dabei zu beobachten, wenn falscher Ehrgeiz und Eitelkeit aufkommen. Genau diese Themen muss ein guter Yogaunterricht aufgreifen. Denn erst da beginnt Yoga überhaupt. Ohne diese Idee der Selbsterforschung sind Kobra, Kopfstand und Krähe nichts als akrobatische Gymnastik. Dabei sind Verletzungen unvermeidlich.

Wohlfühl-Image auf dem Prüfstand

Gleichzeitig verknüpft sich mit dieser geistigen Komponente aber das zweite unseelige Klischee. Dem „Trendsport“ wird ein spiritueller Mehrwert beigemessen. Und genau der macht Yoga in unserer konsumfreudigen Zeit so attraktiv. Selbst wenn sich die „Spiritualität“ oft auf ein paar Buddha-Figuren, Räucherstäbchen und Om-Klänge beschränkt. Das Wohlfühl-Image von Yoga weckt bei vielen Menschen ein fast kindliches Vertrauen. Sie sind davon überzeugt, dass Yoga ihnen „nur gut tut“.

Wer auf diese Weise ermutigt wird, zu üben, kommt nicht so leicht auf den Gedanken, auf sich aufpassen zu müssen. Auch deshalb ist es so wichtig, dass bei der Vermittlung von Yoga nicht Klischees bedient, sondern die Eigenverantwortung gestärkt werden. Ich will nicht behaupten, dass sich dann niemand mehr verletzen würde. Aber die Chancen, zu einem wirklich angemessenen, bewussten und sicheren Üben zu finden, stünden besser.

Titelbild: Foto von Karolina Grabowska von Pexels

Nicole Widdecke

„Spirit of Darkness“ – Trance Dance Reise

„Spirit of Darkness“ ist eine Trance Dance Reise, in der du Breathwork und Tanz miteinander verbinden lernst, um Heilung für dich und das Kollektiv entstehen zu lassen. Diese Art der Arbeit mit deinem Unterbewusstsein, lässt dich in andere Sphären eintauchen. Trance Dance ist seit sehr vielen tausenden Jahren bekannt auf unterschiedlichen Kontinenten und in vielen verschiedenen Kulturen. Diese Praktik wird und wurde zur Bewusstseinserweiterung, zum Lösen von Blockaden & Themen, zum Entspannen und Feiern von Festen vieler Arten genutzt.

Über eine geführte Meditationsreise, die von Musik, Trommeln, Rasseln, Klängen und Düften begleitet wird, führt Nicole dich über Atemübungen, Theta-Wellen, Tanz und Bewegung in einen möglichen Trance-Zustand. Kulturelle Trance Musik begleitet dich und passt sich den Chakra-Schwingungen an.

Gestartet wird zuallererst mit der Praxis. Breathwork sorgt für einen freien Geist und reinigt dein System. Dies unterstützt dich in deiner Intentionsfindung für den Tanz, wodurch sich deine Erfahrung für dich leichter interpretieren lässt und du die Möglichkeit hast, hier tiefgreifende Veränderungen entstehen zu lassen. Du kommst in deiner Tiefe an, um hier die Reinigung und Öffnung der Chakren zuzulassen. Sinn ist es, dass unsere Zentren in der Erfahrung frei fließen können, wodurch unsere Lebenskraft erweckt werden kann.

Bitte bringe eine eigene Augenbinde mit

Um tief in deiner eigentlichen Essenz zu landen und alle Eindrücke im Außen abzuschirmen, all das, was dich in deinem wahren Kern ablenkt zu sein, werden diese Reize durch die heilige Augenbinde einmal komplett abgeschirmt. Nun darfst du deine eigene heilige Dunkelheit kennenlernen. Aus Dunkelheit wird Licht, welches dich, durch den Feueratem begleitet, deine eigene Wirklichkeit sehen lassen kann. Du lernst durch die schamanische Begleitung tiefe transformierende Prozesse geschehen zu lassen und ins Hier und Jetzt zu holen. Je nachdem was du benötigst, wird dir hier gereicht. Vergiss Zeit & Raum und Folge deinem eigenen Beat. 

Über Nicole Widdeckes Arbeit

Anspannung und Erschöpfung sowie tägliche Fragen und Aufgaben des Lebens setzen uns im Alltag immens unter Druck. Meine Intention in meiner Arbeit ist es, dich dabei zu unterstützen bei dir anzukommen, zur Ruhe zu finden und all das, was dich im Außen und in deinem Alltag krank macht, Sorgen bereitet und nachts nicht schlafen lässt, einmal ganz ruhig werden zu lassen. Und gleichermaßen einen Ausgleich im Innen zu schaffen, dass du mit diesen Herausforderungen gesund, in Freude und in Selbstliebe leben kannst. Finde Ruhe und Lebenskraft, Antworten und Ausgleich für den alltäglichen Wahnsinn des Lebens.

Mehr über Nicole auf Insta @heimathafen_nic


Warum du auf deine Seele hören musst

Welchen Plan hat deine Seele

Deine Seele hat einen Plan für dich. Dein Seelenplan. Es ist die wunderschönste Reise, deines Lebens, die du dir erträumen kannst. Maßgeschneidert für dich. Voller Liebe, Abenteuer, Freude und Adrenalinkicks. Kati Gehres weiß, was deine Seele dir sagen will.

Im Yoga gehen wir in die Stille. Wir gehen in unsere Essenz. Wir finden Ruhe durch Bewegung. Wir finden Klarheit durch das Halten und Aushalten von Posen. In jeder Form von Yoga finden wir die Zentrierung in unserer Mitte, den Frieden im Herzen, die Erfüllung des Körpers durch Bewegung. Vielleicht hast du schon einmal Kundalini Yoga ausprobiert. Für mich ist es das Yoga des Herzens. Die Aktvierung der Kundalini-Energie. Der leichteste körperliche Weg die Balance, Ruhe, Freude, Frieden und Liebe in uns wieder zu finden.

Lesetipp: 11 Kundalini-Übungen für den Neustart

Ich liebe alle herzöffnenden Übungen. Sie bringen die Seele zum Scheinen. Das Strahlen in dir lässt sich dann gar nicht mehr verstecken. Doch wie leben wir außerhalb der Yogastunde in dieser Herzöffnung? Indem wir unserer Intuition folgen. Deine Intuition ist das Flüstern deiner Seele. Wenn du den Ruf deiner Seele hörst, dann ist dein Weg leicht und voller Freude. Ja, manchmal hat deine Seele ‚harte Aufgaben‘ für dich geplant. Doch auch diese kannst du in Liebe und in innerem Frieden durchschreiten.

Deine Seele spricht jeden Tag zu dir. Sie leitet dich. Sie gibt dir Wegweiser. Und dieser Wegweiser ist in deinem Herzen. Dein Herz zeigt dir immer ganz klar, was gut und richtig für dich ist. Wenn du es ihm erlaubst. Wenn du dir selbst die Freiheit schenkst aus deinem Herzen heraus zu leben. Aus der Liebe heraus.

Die wichtigste Entscheidung unseres Lebens: Angst oder Liebe

So oft fallen wir in die Angst. Angst ist ein Mittel zur Manipulation. Angst hält deine Energie klein, hält dich klein. Und wenn wir zu lange in Angst leben, werden wir krank. Denn Angst aktiviert den Fight or Flight Modus. Und in diesem Modul bist du von deinem Herzen abgeschnitten. Wir haben immer die Wahl: Angst oder Liebe. Die Entscheidung ist klar, was wir wirklich wollen.

Lesetipp: So wirkt Yoga gegen Ängste

Liebe. Das Leben mit seinen Ups und Downs lässt uns aber manchmal unachtsam werden und in Angst und Mangelgedanken abgleiten. Doch alle Gedanken, die dich nicht glücklich machen gehören nicht in deinen Kopf. Sie stammen nicht aus deinem Herzen. Angst und negative Gefühle kommen immer aus dem Ego. Sie entsprechen nicht der Wahrheit.

Denn unser aller Wahrheit ist Liebe. Die Liebe zum Leben. Die Liebe zu dir. Die Liebe zu deiner Familie. Die Liebe zu allem was ist. Genauso wie es jetzt ist. Genauso ist es perfekt. Für diesen Moment. Die Sorgen über morgen oder nächste Woche, lassen den Moment jetzt dunkel werden. Doch aus einer traurigen Energie heraus entsteht keine Fülle und endlose Freude im Morgen. Wir haben verlernt im Moment zu leben und darauf zu vertrauen, dass wir immer geführt werden von unserem Herzen.

Kannst du deinem Herzen vertrauen? Hörst du dein Herz?

Was wäre, wenn du zu hundert Prozent aus deinem Herzen heraus leben würdest? Einfach so. Wie fühlt sich das an? Was wäre, wenn du einfach so wieder hundert Prozent deiner Fähigkeit zu Fühlen ausleben würdest? So oft reduzieren wir unser Fähigkeit zu fühlen, weil wir verletzt wurden. Aus Angst wieder verletzt zu werden. Doch was ist ein Leben ohne intensive Gefühle. Es ist schaal. Es ist leer. Erfüllung beginnt nie im Außen. Sie beginnt immer im Herzen.

Du willst kein leeres Leben. Du willst vermutlich auch ein intensives Leben. Und das geht nur mit einem offenen Herzen. Mit der Bereitschaft zu lieben und aus vollem Herzen zu leben. Frei. Wild. Laut. Echt. Du. So wie du bist. Perfekt und einzigartig. Wenn wir die Blockaden in unserem Herzen heilen, dann sind wir frei. Wir finden zurück zu unserer Essenz. Zu dem wer wir wirklich sind. Zurück zu unserem wahren Sein. Verletzlichkeit ist
einer der Schlüssel. Frei sein bedeutet mutig sein. So mutig zu sein, dass du dein Herz einfach jeden Tag offen hältst und deinen Weg voller Liebe gehst – und zwar egal was passiert.

Das echte Leben ist ein Abenteuer, es ist nicht in Watte gepackt. Es ist roh und wild, es ist ein Bündel voll intensiver Gefühle. Das Leben ist ein Abenteuer. Und deine Seele hat das Drehbuch geschrieben. Glaubst du wirklich, deine Seele würde ein Drama oder einen Horrorfilm für dich schreiben. Ist es nicht eher so, dass es ein Action-Romantic-Comedy Movie wäre? Ein buntes, lautes, liebevolles Leben voller Magie, Schmetterlinge und Selbstreflexion?

Schmetterlinge… das sind deine Transformationen. Wie oft wirst du dich in diesem Leben ganz neu entdecken? Wie viele Hüllen wirst du fallen lassen? Wie sehr wirst du dich in dich selbst verlieben? Tanze dein Leben. Es wartet darauf mit vollem Herzen gelebt zu werden und dich in deiner Wildheit und Unbändigkeit zu entdecken. Folge dem Ruf deiner Seele.


Kati Gehres

Kati Gehrés ist Authenticity Coach und Buchautorin von “SHINE – A Manifestation Guide to Love, Passion & Abundance”. Mit dem SHINE Your Inner Light Konzept von Divine Glow hat sie über 16.000 Menschen auf dem Weg zum Inneren Strahlen unterstützt. Mehr auf www.divine-glow.com.

Titelbild: Photo by Anthony Tran on Unsplash

Reise zu deinem inneren Kompass

Wainando Yogareise

Ein Städtetrip nach Paris, der geplante Strandurlaub in Italien oder zum Yoga-Retreat nach Indien – Reisen ist momentan nicht mehr so leicht wie vor der Pandemie. Aber was suchen wir bzw. glauben wir zu finden am anderen Ende der Welt? Vielleicht sollten wir vorher einfach mal ganz leise und achtsam in uns hineinhorchen, in die Stille gehen und uns fragen, was uns wirklich glücklich macht? Im Interview erzählt Michaela Müller von Wainando Travel, wie sich ihre Reisen durch die Ereignisse in 2020 verändert haben. //anzeige

Michaela, jedes Mal, wenn ich mir eure Internetseite anschaue, packt mich mein unbändiges Reisefieber. Wie kam es denn zu der Idee, Wainando zu gründen und was bedeutet der Name eigentlich?

Die Idee, einen Spezialreiseveranstalter für Sinnreisen zu gründen, hatte meine Schwester Bernita bereits vor vielen Jahren. Sie beschäftigt sich persönlich bereits seit 20 Jahren mit Meditation. Damals war allerdings noch nicht der richtige Zeitpunkt für eine Gründung. Doch dann hat sich das Bewusstsein vieler Menschen Stück für Stück verändert und der Wunsch vieler nach einer Atempause wurde immer größer. Dafür bin ich selbst ein gutes Beispiel. An so etwas hätte ich früher nie gedacht, aber 2013 war ich dann selbst auf einer Auszeitreise. Bei unseren Reisen geht es immer darum, die Magie des Augenblicks zu entdecken, indem wir uns eins fühlen. Das kann in der Begegnung mit der Natur sein, in der Meditation oder während man seinen Blick auf den weiten Ozean schweifen lässt. Es gibt so viele Wege, den einen magischen Augenblick und die Magie in uns zu spüren.

Der Name Wainando spiegelt das wieder, richtig?

Ja. denn „Wai“ bedeutet auf Maori fließendes Gewässer und symbolisiert das Im-Fluß-sein und das Reisen. „Ananda“ steht im Sanskrit für Freude und Glückseligkeit. Übersetzt bedeutet Wainando so viel wie Reise zum Glück, denn bei uns geht es immer darum, nicht nur Orte, sondern auch sich selbst zu entdecken.

Wainando Yogareise
Michaela in Neuseeland, ihrem ganz persönlichen Kraftort …

Hattest du selbst auch schon so ein magisches Reise-Erlebnis?

Oh ja, als ich gemeinsam mit meinem Freund ein halbes Jahr in Asien und in Neuseeland unterwegs war. Das war eine echte Reise zu mir. Reisen ist für mich nicht das Gleiche wie Urlaub. Auf Reisen verlassen wir unser gewohntes Terrain. Das bringt auch Herausforderungen, aber die Begegnung mit anderen Kulturen, anderen Traditionen gibt uns einen anderen Blickwinkel, Inspiration, Anregung, eine andere Sicht auf die Dinge. Und Kraftorte wie zum Beispiel Neuseeland und Island wirken da aus meiner Sicht wie ein Turbobooster!

Und genau diese Kraftorte bietet ihr mit Wainando heute an, oder?

Ja genau. Aber das muss nicht immer so weit weg sein, wichtig ist uns, dass es ein besonderer Ort ist. Neben unseren Fernzielen haben wir auch ganz viele tolle Reisen in Deutschland und Europa – egal ob Yogaurlaub, Ayurvedakur, Naturauszeit oder Meditationsretreat.

Apropos Meditation … Wir haben bei euch Themen wie „Wege in die Stille“ und „Reisen zu dir“ entdeckt. Erzähl doch mal, was sich dahinter verbirgt …

Stille ist ein echtes Herzensthema von meiner Schwester und mir, weil sie uns selbst so tief berührt. Echte Stille ist an keine Bedingungen geknüpft: Sie entsteht in unserem Inneren. Dort reichen Sorgen und Zweifel nicht hin. Hier gibt es keine einfachen, sondern echte Antworten auf die großen Fragen des Lebens. Seit jeher ziehen sich die Menschen an friedvolle Orte zurück, um sich von der Stille inspirieren zu lassen. Bei einem Stille-Seminar oder einem individuellen Retreat von Wainando erfahren Reisende, dass Stille eine Oase des Friedens ist, aber auch Herausforderungen mit sich bringen kann.

Wainando Yogareise
„Reise zu Dir“: Hier können sich die Reisenden selbst entdecken, das Selbstbewusstsein fördern und in ihre eigene Stärke finden, erzählt Michaela.

Klingt nach Erholung pur und Stressabbau.

Auf jeden Fall. Vor allem unsere Erlebnisse in der Rubrik „Reise zu Dir“ sind schwerpunktmäßig Persönlichkeitsseminare und Anti-Stress-Reisen. Hier können sich die Reisenden selbst entdecken, das Selbstbewusstsein fördern und in ihre eigene Stärke finden. Gerade jetzt ist es extrem wichtig, unseren Alltag in Stresssituationen zu meistern. Auf unseren Reisen versuchen wir das nötige Handwerkszeug dafür zur Verfügung zu stellen.

Das klingt sooo schön, würde am liebsten sofort meinen Koffer packen. Jetzt war das Jahr 2020 ja für die meisten von uns nicht leicht. Was hat sich bei euch durch die Pandemie verändert?

Auch für uns war es nicht immer einfach. Die letzten Monate haben unsere Welt gefühlt einmal komplett umgekrempelt. Ich bin da auch ein bisschen stolz auf uns, wir waren mutig und haben uns unseren Ängsten wirklich gestellt. Und das hat uns stark gemacht. Wir durften 2020 Ängste loslassen, haben so viel Unterstützung erfahren und konnten viele Menschen auf besondere Auszeiten schicken. Dafür sind wir sehr dankbar. Wir haben das Gefühl, genau am richtigen Platz zu sein und mit unseren besonderen Reisen, die Menschen dabei zu unterstützen, in ihre Stärke zu finden, den inneren Kompass wieder ausrichten zu können.

Ein großer neuer Trend ist ja das Erleben vor der eigenen Haustür geworden. Raus in die Natur, spazieren gehen, die Felder und Wälder um uns herum neu entdecken und schätzen lernen.

Oft spüren wir das magische Gefühl, ganz verbunden zu sein, an besonderen kraftvollen Orten. Aber jetzt durften wir erleben, dass diese Verbundenheit tief in uns zu Hause ist – ganz egal, wo wir gerade sind. Aus diesem Gefühl heraus haben wir die letzten Monate tolle neue Auszeiten kreiert – mit viel Raum für Individualität, stiller Natur und inspirierenden Begegnungen. So haben wir nun viele neue Wainando-Herzensplätze vor der Haustür.

Michaela Weinando
„Herzensplätze gibt es auch vor der Haustür,“ erzählt Michaela.

Das heißt ihr bietet jetzt auch so etwas wie Sinnesreisen Zuhause an?

Wir haben tatsächlich eine neue Reisekategorie eingeführt, die „Zuhause“ heißt. Dort haben wir viele Online-Angebote mit sehr erfahrenen Yoga- und Meditations-Lehrern. die man ganz bequem von zuhause aus in Anspruch nehmen kann. (Anm. der Redaktion: Hier gibt es z.B. Mini-Retreats oder Achtsamkeits-Übungen für zuhause.)


Michaela und Bernita Müller von Wainando Yoga Reise

Die beiden Schwestern Michaela und Bernita Müller haben Wainando im April 2015 gegründet und bieten seitdem individuelle Meditations-, Yoga, Ayurveda und Natur- & Abenteuerreisen an. Ob Schweige-Retreat, Yogaurlaub oder Austausch mit Gleichgesinnten, ob Reisen in warme, kalte, nahe oder ferne Gefilde – alle Kraft-Ziele und Reisethemen sind handverlesen und erprobt. Im Fokus steht die individuelle Beratung. So findet sich für jeden die individuell maßgeschneiderte Lösung, um auf Reisen wieder bei sich anzukommen. Mehr Info: wainando.de

Titelbild: Michaela Müller

Mythbuster: Kann man durch Yoga abnehmen?

Yoga abnehmen

Im heutigen Mythbuster-Beitrag geht Yogalehrerin Eva der Frage nach, ob man durch Yoga abnehmen kann und warum das ein heikles Thema ist.

Tatsächlich wird mir diese Frage vor oder nach Yogakursen häufig gestellt – und wie man sich denken kann, fragen mich zu 99 Prozent Frauen. Es ist ein heikles Thema, und von daher möchte ich vorab klar Stellung beziehen: Ich persönlich esse was mir schmeckt, ich mache Sport, weil ich grundsätzlich Spaß an Bewegung habe, und es gibt für mich nichts, was weniger über deine menschlichen Qualitäten aussagt, als die Zahl, die deine Waage anzeigt.

Ich helfe immer wieder jungen Mädchen auf dem beschwerlichen Weg, sich mit ihrem Körper anzufreunden und den Bildschirmschoner meines Handys ziert das wertvolle Zitat „I am more than my body“. In der Tat, wir sind so viel mehr als diese äußere Hülle.

Kalorienverbrauch beim Yoga

Im Vorfeld dieses Artikels wollte ich es ganz genau wissen und schaltete meinen Fitness-Tracker vor einer Yogastunde an. Und ich war über das Resultat überrascht. Es handelte sich um eine All-Level-Stunde mittlerer Intensität mit Anfangsmeditation, ein paar Sonnengrüßen und dem Fokus auf Steh- und Balancehaltungen: Mein Durchschnittspuls betrug 87 Schläge pro Minute, und das Maximum waren 106. Die Gesamtzeit des Kurses betrug 63 Minuten, jedoch berechnete mir der Tracker nur eine effektive Trainingszeit von 13 Minuten – die restliche Zeit, satte knapp 50 Minuten, verbuchte er als Pause! Der „Trainingseffekt“ lag bei null. Wäre ich jemand, der die Yogaeinheit wegen des Kalorienverbrauchs besucht hätte, wäre ich enttäuscht gewesen: Magere 35 Kcal zeigte meine Uhr an. Diese Zahl stimmt meiner Meinung nach allerdings nicht und müsste geringfügig nach oben korrigiert werden. Die Pulswerte finde ich aber sehr realistisch.

Ist Yoga Sport?

Dennoch sind dies natürlich alles nur Richtwerte, auch wenn es nun klar sein sollte, in welche Richtung dieser Artikel gehen wird. Auch aus diesem nüchternen und zahlenbasierten Blickwinkel kann man vorab schon sagen: Yoga ist kein Sport! Und es gibt YogalehrerInnen, die allein schon die Verwendung eines Fitness-Trackers, einer Pulsuhr oder Armbanduhr während des Kurses kritisch kommentiert oder gar verboten hätten – mit Recht!

Im Gegensatz dazu stehen meine Werte z.B. beim HIIT-Training mit knapp unter 200 Pulsschlägen und einem so hohen Kalorienverbrauch, dass ich das Studio danach bereits mit einem Bärenhunger verlasse. Und auch im Yoga gab es bereits Kurse, bei denen ich Pfützen geschwitzt habe, bei denen mir der Schweiß eine Kontaktlinse aus den Augen gespült hat und ich danach mein Shirt auswringen konnte. 

Lesetipp: Mythbuster – Detox im Yoga

Gewicht verlieren mit Yoga?

Der Kalorienverbrauch von einer „normalen“ Yogaeinheit ist aber nur etwa mit einem leichten Spaziergang für ungefähr dieselbe Zeitspanne vergleichbar. Und hier geht es wohlgemerkt nur um Kalorien, und nicht um kardiovaskuläre Werte, die Muskelarbeit o.Ä.

Wenn man relativ schnell und effektiv Gewicht verlieren möchte, dann fehlt einer Yogastunde u. A. der Herz-Kreislauf-Aspekt, denn der Großteil findet im deutlich aeroben Bereich statt: Der Körper hat zu jeder Zeit genügend Sauerstoff zur Verfügung, und der Puls befindet sich im moderaten oder entspannten Bereich. Eine sehr ruhige Stunde kann sogar kontraproduktiv sein, da sämtliche körperliche Vorgänge, und somit auch der Stoffwechsel, heruntergefahren werden! Ganz anders als bei einem intensiven Fitnesskurs, der erwiesenermaßen einen Nachbrenneffekt hat.

„Von nichts kommt nichts“, und das gilt definitiv auch, wenn man sein Gewicht reduzieren möchte. Für einen effektiven Gewichtsverlust ist einerseits aerobes Training ein Schlüssel zum Erfolg, ebenso wie die Zunahme an Muskelmasse, denn im Muskel wird Fett verbrannt. 

Lesetipp: Mythbuster – Dehnt Yoga die Beinrückseiten?

Es gibt also durchaus intensive(re) Formen des Yoga, die Kraft und Ausdauer fördern können. Somit ist ein gewisses Potenzial für einen Gewichtsverlust gegeben. Typische Ausdaueraktivitäten wie Joggen, Radfahren oder Schwimmen sind aber insbesondere für mehrgewichtige Menschen um ein Vielfaches effektiver und inklusiver.

Yoga formt den Körper

Dass regelmäßiges Yoga das äußere Erscheinungsbild dennoch verändern kann, ist häufig augenscheinlich. Ein Grund dafür ist, dass die Muskulatur überwiegend im langen Zustand trainiert wird, ähnlich wie beim Ballett oder Pilates. Die Ernährung kann durch Yoga bewusster werden und man überlegt sich immer genauer, welche Mahlzeit man sich vor oder nach dem Yoga gönnt.

Darüber hinaus hilft der danach hoffentlich gesunkene Cortisol-Level vielen „Stress-Essern“, den einen oder anderen Snack wegzulassen. Vielleicht beginnt man auch, sich eingehender mit den Prinzipien des Yoga zu befassen und entscheidet sich zum Beispiel für die fleischlose Ernährungsweise. 

Yoga ist kein Sport und Einheiten, die das Erreichen irgendeines Schönheitsideals versprechen („Get the Yoga-butt!“), treiben die westliche Absurdität auf die Spitze. Häufig lässt sich kaum noch unterscheiden, ob man vielleicht nicht doch versehentlich im BBP-Kurs gelandet ist, und im Yoga soll es doch genau nicht um das Körperbild gehen, sondern viel eher darum, sich davon zu lösen!

Intention des Yoga nicht der perfekte Körper

Ja, man kann also mit Hilfe von Yoga abnehmen. Bewegung ist fast immer besser als keine Bewegung. Stehen verbrennt mehr Kalorien als Sitzen, und Sitzen verbrennt mehr Kalorien als Liegen. Möchte man aber effektiv an Gewicht verlieren, dann gibt es kaum eine schlechtere Wahl, als hierfür einen Yogakurs zu besuchen. Plus: Die Intention des traditionellen Yoga ist völlig konträr zu körperlichen Trainingszielen oder dem Schönheitsdiktat.

Auch möchte ich mein Schlusswort für ein letztes, wichtiges Statement nutzen, da ich es immer wieder erlebe: Es ist nicht an uns, das Körpergewicht anderer Personen zu kommentieren. Unverfänglicher, harmloser Smalltalk geht anders. Ich möchte daran appellieren, den Gewichtsverlust einer gesunden, normalgewichtigen Person nie zu loben, nie zu thematisieren, und nie zu motivieren. Änderungen der Konstitution gehen selten mit positiven Erlebnissen oder einer positiven Grundstimmung einher. Ich kenne keinen fröhlichen, nicht-oberflächlichen und nicht-fremdgesteuerten Grund, aus dem man mit seiner Figur unzufrieden ist, Gewicht verlieren möchte oder es bereits getan hat.


Yogacycle by eva

Unsere Mythbuster-Kolumnistin und Yogalehrerin Eva kommt ursprünglich aus dem Leistungssport. Aufgrund einer gesunden Neugier liebt sie es, sich mit anatomischen Fragen auseinanderzusetzen und so den eigenen Körper besser zu verstehen. Zusätzlich nutzt sie ihr Wissen, um die Yogawelt immer inklusiver zu machen. Mehr Infos auf Instagram: @yogacycle_by_eva. Porträtbild: Sonja Netzlaf www.sonjanetzlaf.com

Titelbild: Photo by Conscious Design on Unsplash

Starke Mitte: Mini-Practice

Foto von Oluremi Adebayo von Pexels

Zur Zeit können wir von Strand und Freiheit nur träumen. Aber vielleicht kannst du dich gedanklich einfach an einen Ort versetzen, an dem du für diese Übungen gerne sein möchtest. Die Sequenz stärkt die Muskeln in der Tiefe des Rumpfes. Und genau diese sind der Schlüssel zu mehr Stabilität und einer besseren Haltung.

Tipp zu Beginn: Jede Übung baut auf die vorhergehenden auf. Werde dir dabei bewusst, wie Rumpf und Glieder zusammenarbeiten, um die äußere Form einer Haltung einzunehmen. Dann fällt es dir einfacher, den Rumpf und deine starke Mitte gezielt zu kräftigen.

Warm-Up für eine starke Mitte

Wenn dir die verschiedenen Varianten des Sonnengrußes aus dem Ashtanga Yoga vertraut sind, dann übe je zwei Runden Surya Namaskar A und B, anderenfalls vier Runden von deinem gewohnten Sonnengruß. Das wärmt die Muskeln auf und mobilisiert die Gelenke. Füge in jedem Fall drei bis vier tiefe Ausfallschritte pro Seite ein, um Leisten und Oberschenkel zu dehnen. Anschließend übst du einige Stehhaltungen wie Virabhadrasana II (Krieger II) und Prasarita Padottanasana (Vorwärtsbeuge aus der Grätsche), um auch Beininnenseiten und Hüften zu lockern.

Delfinbrett

So geht’s: Du beginnst im Vierfüßlerstand und legst Unterarme und Hände flach und parallel am Boden ab. Richte die Ellenbogen genau unterhalb der Schultern aus, das heißt die Oberarme stehen senkrecht. Dann wandere mit den Füßen nach hinten, bis Beine, Becken und Schultern eine Linie bilden. Ziehe die vorderen Rippen und den unteren Bauch sanft Richtung Körperrückseite. Die Zehen­ballen sind tief nach unten verwurzelt und du schiebst die Beine vom Becken aus bis in die Fersen kraftvoll nach hinten. Der Kopf ist so weit gehoben, dass der Nacken seine natürliche Wölbung beibehält, Brust und Schädeldecke sind nach vorn gestreckt.

bauch_yogajournalTipp: Versuche, die Haltung fünf Atemzüge lang zu halten, dann setze die Knie ab und entspanne dich eine Weile in Bauchlage oder Balasana (Stellung des Kindes). Anschließend wieder­holst du die Übung zwei weitere Male. Mit der Zeit kannst du dann die Dauer steigern.

Schräges Delfinbrett

schraeges_delphinbrett_yogajournalSo geht’s: Halte im Delfinbrett beide Unterarme am Boden und stelle zunächst den linken Fuß auf seine Außenkante und den rechten Fuß darüber. Dabei stehen die Füße auf der Mittellinie der Matte, also in einer Achse mit der Mitte zwischen den Unterarmen. Verteile das Gewicht möglichst gleichmäßig auf beide Arme. Auch hier streckst du die Füße wieder nach hinten und Brust und Schädeldecke nach vorn. Ziehe den unteren Bauch nach hinten und spüre, wie sich die Vorderseite des Beckens Richtung Brust hebt, während die Rückseite sich zu den Fersen hin bewegt. Nach fünf Atemkreisläufen pausiere einen Moment, dann wechselst du die Seiten. Wiederhole anschließend die Übung zwei weitere Male. Mit der Zeit steigere die Dauer. Spürst du deine starke Mitte?

Dreibeiniger Hund
Mitte_Yogajournal

So geht’s: Du beginnst in Adho Mukha Shvanasana (herabschauender Hund). Ziehe das rechte Knie zur Brust, ohne dabei das Gewicht nach vorn zu verlagern. Dabei kann es notwendig sein, die linke Ferse anzuheben, während du die Körpervorderseite nach oben zur Wirbelsäule ziehst. Das Knie ist dicht bei den Rippen, die Daumenballen verwurzeln sich nach unten und das Becken streckt sich nach hinten und oben. Bleibe einen Moment lang in dieser Haltung, spüre die Dichtheit der Körperrückseite, die Kraft des Rumpfs und die Integration der einzelnen Elemente der Haltung. Wahre diese Verbindung, wenn du nun das rechte Bein langsam nach hinten ausstreckst. Hebe das Bein nur so weit, dass du die Beckenkämme parallel halten kannst. Nach fünf Atemzügen gehe über zur nächsten Übung.

Knie-Zum-Arm-Brett

So geht’s: Verlagere aus dem dreibeinigen Hund das Gewicht nach vorn in die Bretthaltung und ziehe gleichzeitig das rechte Knie zum rechten Oberarm. Bleibe einen Moment lang in der Haltung, um alle Details, an denen du in der bisherigen Sequenz gearbeitet hast, noch einmal abzurufen. Knie_Arm_YogajournalDie Körpervorderseite hebt sich zur Körperrückseite hin, während die linke Ferse nach hinten schiebt. Die Hände sind unter den Schultern ausgerichtet, die Arme schmiegen sich zueinander hin und sind kraftvoll gestreckt. Brust und Schädeldecke sind nach vorn gezogen. Nach fünf tiefen Atemzügen streckst du das rechte Bein langsam wieder in den dreibeinigen Hund.

Vedische Astrologie: Wie Jupiters Power dir hilft

Vedische Astrologie Jupiter

Das Leben lässig leben, gechillt und unkonventionell, immer bereit für einen guten Deal? Könnte klappen, aber nur wenn Jupiter in deinem Horoskop keine tragende Rolle spielt …

Diese tragende Rolle bekommt Jupiter, wenn er mit dem Aszendenten oder Mond in deinem Horoskop direkt in Verbindung steht. Auch wenn dann dem vermeintlich coolen Lebenswandel ein paar Steine im Weg liegen, kannst du dich dennoch glücklich schätzen, denn Jupiter ist der große Wohltäter unter den Planeten.

Jupiters warme Dusche für Coolness

In Jyotisha, der vedischen Astrologie, teilen wir die Grahas (Planeten) in zwei Gruppen auf. Dabei stehen die Wohltäter in der einen Gruppe den Übeltätern in der anderen gegenüber. Diese Einteilung ermöglicht dir das zugrundeliegende Naturell der Grahas zu verstehen. Während die Wohltäter mehr altruistisch unterwegs sind und die Themen des Lebens verträglicher gestalten, sind die Übeltäter mehr egoistisch gepolt und bringen eine gewisse Härte ins Spiel.

Mit einem coolen Lebensstil begeben wir uns in den Bereich der Selbstdarstellung. Die Aufmerksamkeit ruht dabei auf unserer persönlichen Einstellung und unserem lässigen Verhalten. Ein oder zwei wohlplatzierte Übeltäter, wie Saturn oder Mars, die mit dem Aszendenten oder Mond konfiguriert sind, helfen dabei ungemein. Die Eigenschaften des jeweiligen Grahas (Planeten) bestimmen dabei die Art der Coolness. Mars gibt den Draufgänger, Saturn den eiskalten Strategen und wenn Rāhu und Ketu noch mit von der Partie sind wird’s richtig unkonventionell.

Jupiter hingegen ist die warme Dusche für Coolness. Wird unser Aszendent oder Mond im Horoskop von einem starken Jupiter beeinflusst, dann stehen andere Werte im Mittelpunkt unseres Denkens und Handelns. Zwei der Bezeichnungen für Jupiters aus dem Sanskrit verdeutlichen seine Agenda: Brihaspati und Guru.

Brihaspati und Guru

Brihaspati können wir mit „Meister der Größe“ übersetzen und tatsächlich ist Jupiter riesengroß. Bei weitem der größte Planet in unserem Sonnensystem. Brihaspati ist aber auch eine mythische Gestalt und dient als solche den Göttern als Lehrer. Dieser Job bedarf – wie wir uns vorstellen können – einer guten Portion Weisheit. Im Horoskop steht Jupiter für beides, für Größe und für Weisheit. Die Weisheit gibt ihm Freude an Wissen, Lernen und Lehren, sowie eine positive Ausrichtung. Die Größe findet sich wieder in Großzügigkeit, aber auch in persönlicher oder körperlicher Größe.

Guru ist als Wort der indische Exportschlager schlechthin. Wohl kaum jemand, die oder der beim Klang dieses Wortes nicht sofort eine exotische Lehrergestalt vor Augen hat. Guru heißt aber auch „schwer“. Wieder gibt es dazu eine astronomisch passende Norm, denn Jupiter ist als Planet, auf Grund seiner materiellen Dichte, schwerer als alle anderen Grahas (Planeten) zusammen. Ohne Zweifel werden wir mit Guru als Lehrerfigur erneut mit der Nase auf Lernen und Lehren gestupst. Ein traditioneller Lehrer (Guru) lehrt nicht irgendwas, sondern lehrt das tiefe Verständnis für das Leben. Als guter Lehrer lebt er, was er lehrt und ist damit Vorbild für seine Schüler. Wahrheitsliebe, Ehrlichkeit, noble Werte und Fürsorge bekommen dabei Bedeutung.

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Jupiters Power: soziale Werte und ethisches Verhalten

Was also bleibt für dich übrig, wenn Jupiter deinen Aszendenten oder deinen Mond direkt und kraftvoll dominiert? Naja, Coolness nicht, dafür aber Qualitäten, die dein Leben sinnvoll unterstützen und das Potenzial tugendhaft zu leben. Jupiter verwöhnt dich mit Fülle, Größe, Großzügigkeit, Optimismus, Freude am Lernen und Lehren, hohe Werten, Idealismus, aber auch mit der Tendenz für zu viel Gewicht.

Jupiter ist der Graha (Planet) in Jyotisha (Vedische Astrologie), der die menschliche Intelligenz auf soziale Werte und ethisches Verhalten lenkt. Das klingt und wirkt zwar nicht sehr sexy, ist aber der Inbegriff von menschlich wertvoll. Jupiters Power kommt allerdings nicht allein daher. In jedem Horoskop sind auch alle anderen Grahas (Planeten) präsent und lassen ihre Muskeln spielen.

Was also passiert, wenn ein kraftvoller Jupiter den Aszendenten und Mond im Horoskop dominiert, während er selbst unter dem Einfluss von Mars und Rāhu steht? Diese Kombination hat dann doch wiederum doch das Zeug dazu die vorbildliche Lehrerfigur hervorzubringen, die zum Inbegriff einer „coolen Socke“ wird.

Cheers Guru-jī!


Bernd Rößler Vedische Astrologie

Bernd Rößler widmet sich seit 2004 den vedischen Lehren, mit Schwerpunkt Astrologie (Jyotisha). Seit 2009 ist Bernd Rößler hauptberuflicher Astrologe. Neben seiner regen astrologischen Beratungspraxis für Menschen und Unternehmen quer durch die Gesellschaft, hält er Vorträge und gibt Workshops und Seminare in diversen Städten im In- und Ausland.
www.bernd-roessler.com

Titelbild: Bild von ParallelVision auf Pixabay 

https://yogaworld.de/vedisches-handlesen-welcher-typ-sind-sie/

Aktion kleine Helden: Ein richtig guter Tag!

Aktion kleine Helden

Die „Aktion Kleine Helden“ von Yoga Journal und Yoga for Cancer am 13. Februar 2021 war ein voller Erfolg. Fast 6000 Euro konnten für krebskranke Kinder gesammelt werden.

So viele Menschen wie möglich auf die Yogamatte bringen – für die Kinder: Das war das Motto der „Aktion Kleine Helden“, die am Samstag, den 13. Februar 2021, vom Yoga Journal und der Berliner Charity-Organisation Yoga for Cancer im Rahmen der internationalen Kinderkrebstags veranstaltet wurde. Das Event fand live auf Zoom statt. Und fast 400 Yoginis und Yogis waren am Start. Das Ergebnis am Ende eines traumhaften Yogatages: 5903,84 Euro, die an die Syltklinik der Deutschen Kinderkrebsstiftung gespendet werden.

Von Yin Yoga bis Kinderyoga – ein wunderbar buntes Yogaprogramm

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der „Aktion Kleine Helden“ bekamen einiges geboten.
Insgesamt sieben Yogaklassen, die einzeln oder als Tagespass gebucht werden konnten, standen auf dem Programm. In den hellen Räumen der Eventlocation Boque auf Croque traten nacheinander Münchens bekannteste Yogalehrer für den guten Zweck vor die Kamera und gaben eine exklusive Stunde: Jivamukti-Legende Gabriela Bozic, Faszien-Expertin Amiena Zylla von Amienas Werkstatt, Powergirl Sinah Diepold von Kale & Cake, das Djaya-Duo Tanja Seehofer und Yann Kuhlmann, Leila Kadri Oostendorp vom Kinderyogaweltinstitut, Gina Weber und Terry Brackmann von Popup-Yoga München und Yin-Spezialistin Ranja Weis. Das Programm reichte von Vinyasa Flow über Faszienyoga bis hin zu Yin, Yoga Nidra und Live-Soundhealing. Besonderes Highlight für die Kleinen: die kostenfreie Kinderyogastunde am Nachmittag.

Yogastunden bald auf Youtube

Alle Yogaklassen des Tages wurden aufgezeichnet und stehen bald auf dem Youtube-Kanal von Yoga for Cancer zur Verfügung. Besonderer Dank geht an Boque auf Croque für die tolle Location, an den Onlineshop Westwing für die schöne Ausstattung, an die Filmproduktion Lang & Lenner für den professionellen Videosupport. Und an alle Yoginis und Yogis, die an der „Aktion Kleine Helden“ teilgenommen und zu ihrem Erfolg beigetragen haben. Fortsetzung folgt!

Mehr Infos unter yogaforcancer.de