Interview // Rod Stryker

Einheit auf allen Ebenen. Wilde Sexpraktiken, aufregende Massagen: Viele haben solche Bilder im Kopf, wenn sie das Wort „Tantra“ hören. Rod Stryker, ein bekannter Yoga-, Meditations- und Tantralehrer und Begründer von ParaYOGA aus den USA, betont im YOGA JOURNAL-Interview, dass es sich bei Tantra erst einmal nicht um Sex, sondern um eine Lebenseinstellung handelt.

YOGA JOURNAL: Viele denken bei Tantra sofort an esoterische Praktiken, die das Sexleben verbessern sollen. Ist das ein Mißverständnis oder kannst Du uns ein paar davon verraten?
ROD STRYKER (lacht): Zunächst einmal: Tantra ist eben nicht einfach nur Sex. Sex wird in der tantrischen Welt „Maithuna“ genannt und ist nur ein winzig kleiner Aspekt unter vielen anderen im Tantra. Tantra-Yoga ist ein riesiges Instrument zur Erweiterung des Bewusstseins. Es ermöglicht uns körperliche und sinnliche Erfahrungen, die verborgene energetische Prozesse im Körper hervorrufen – und unter anderem eben auch unsere sexuelle Lust steigern und bereichern können. Vor allem aber ermöglicht Tantra, unsere Selbstbezogenheit durch Gefühle der Verschmelzung zu überwinden.

Dein „ParaYoga“ basiert auf traditionellen Lehren – darunter auch Tantra. Welche Rolle spielt Tantra in diesem System und was genau steckt dahinter?
ParaYoga besteht aus den sogenannten sechs Juwelen: Dharma, Tantra, Vidya, Agni, Sri und Parampara. Jedem Menschen ist durch das Dharma eine größere Idee (Mahad) mitgegeben, die er im Laufe seines Lebens verwirklichen sollte. Durch die regelmäßige Yoga-Praxis finden wir heraus, welche Idee uns innewohnt und welches Talent uns mitgegeben wurde. Tantra lehrt uns, uns selbst zu meistern, um im Leben glücklich zu werden. Das bedeutet, dass wir lernen, unseren Geist („citta“) und unsere Lebenskraft („prana“) zu lenken. Alte (Ur-)Ängste, aus früheren Leben oder der Kindheit, müssen abgelegt werden, damit wir frei agieren und unser Leben positiv gestalten können. Das Wissen (vidya) aus den alten Schriften wie den Upanishaden, Patanjalis Yogasutra und der Bhagavad Gita helfen uns dabei, gelassen zu werden. Dabei lernen wir: Nicht alles, was wir wollen, ist auch gut für uns und unsere Ausgeglichenheit. Um voranzukommen, benötigen wir Agni, das innere Licht oder Feuer. Das Konzept des Sri stammt aus dem Hinduismus und besagt, dass allen Dingen eine tiefere Schönheit innewohnt. Der sechste Juwel, Parampara, ist die Tradition, Wissen weiterzugeben und dadurch die Evolution voranschreiten zu lassen. Sie vermittelt uns, dass wir uns durch Yoga nicht nur um unsere eigene Entwicklung, sondern auch um die der anderen kümmern sollten.

Wenn Du von Tantra sprichst, sprichst Du von zwei Schulen, die beide im Prinzip das gleiche Ziel haben, aber eine unterschiedliche Herangehensweise, um es zu erreichen. Wie darf man das verstehen?
Nun, die eine dieser beiden Schulen lehrt uns Bhoga, das Vergnügen oder sinnlichen Genuss an sich – dazu gehört unter anderem auch „Maithuna“, also Sex. Dabei ist Maithuna allerdings ebenso komplex wie der Bauplan eines Flugzeugs. Man muss schon alle Teile korrekt einbauen, um es abheben zu lassen. (lacht) Die andere Schule lehrt uns, unser erhöhtes Bewusstsein in unser alltägliches Leben zu integrieren, unsere erhöhte Schwingung zu halten und kontinuierlich zu erhöhen. Wenn wir beide Schulen aufmerksam besuchen, erleben wir höchste Ekstase und Glückseligkeit auch außerhalb des Schlafzimmers – in allen Lebensbereichen.

Wie gut funktioniert „Maithuna“ bei Dir? Erlebst Du die ständige Ekstase?
Nicht immer. (lacht) Aber es funktioniert sehr oft.

Woher hast du dein Wissen über Tantra?
Ich habe 17 Jahre lang bei Yogameister Kavi Yogiraj Mani Finger gelebt und bin anschließend bei zwei weiteren Meistern in die Lehre gegangen. Letztendlich hat mich aber jeder Mensch geprägt, der mir auf meinem Yogi-Weg begegnet ist – auch damalige Mitschüler wie Shiva Rea. Wir sind so etwas wie die Generation von Wegweisern für ein erwachendes spirituelles Bewusstsein.

Glaubst du an ein spirituelles Erwachen aller Lebewesen in diesem Leben?
Ich würde sagen, es besteht durchaus die Möglichkeit dazu. Es kommt nur darauf an, ob wir gemeinsam die richtigen Schritte zum Erreichen dieses Ziels gehen und wie sehr wir bereit sind, dafür an uns zu arbeiten.

‚Para‘ bedeutet ‚höchstgestellt‘ – die Zusammenführung aller Mühen. Wie viel kann ParaYoga bei Menschen bewirken, die sich bisher im Leben nur wenig um sich selbst „bemüht“ haben und jetzt mit der Praxis beginnen?
Die Wirkung von ParaYoga ist davon abhängig, inwieweit man dazu bereit ist, sich im Hier und Jetzt um Veränderung zu bemühen und sein Leben sowie die Sichtweise auf gewisse Dinge von Grund auf zu verändern. Ich denke, dass Yoga generell jeden Menschen auf den Weg bringen kann, ein glücklicheres und zufriedeneres Leben zu führen – wenn er dazu bereit ist. Dazu gehört auch eine konsequente Yogapraxis. Wer sich zurücklehnt und auf Veränderungen wartet, ohne etwas dafür zutun, wird vermutlich kein erfülltes Leben führen können.

Von Sina Scherer
Sina Scherer ist begeisterte Yogini, arbeitet als freie Autorin und PR-Beraterin in München.

 

Interview // Angela Farmer & Victor Van Kooten

Bereits die Interviewsituation ist ungewöhnlich: Das Gespräch mit Angela Farmer
(75) und Victor van Kooten (73) findet an und in einem Badeteich in Osterloh statt.
Vor der Kulisse der bayerischen Voralpen sprechen die erfahrenen Yogalehrer über starke Männer, kreative Frauen und Yoga als Form individuellen Ausdrucks.

YOGA JOURNAL: Im Yoga wollen wir Verbindung, wollen mit unserer Umwelt verschmelzen. Wie wahren wir dabei unsere Individualität?
VICTOR VAN KOOTEN: Das wichtigste Prinzip in unserem Unterricht lautet: Niemand teilt die gleiche Wahrheit oder geht den gleichen Weg. In diesem Sinn ist es die Aufgabe des Lehrers, Schülern einen Raum zu bereiten, in dem sie ihren persönlichen inneren Leitfaden entdecken und ihm ihr Vertrauen schenken können. Für uns ist Yoga kein geschlossenes System, auch keine Abfolge von Haltungen. Du bist Yoga.

Hängen wir zu sehr an Begriffen?
VK: Yoga, Tantra, und so weiter… Diese Wörter sind inzwischen bis zur Unkenntlichkeit strapaziert. In unserer leistungsbetonten Zeit würde ich fast nicht von Yoga sprechen, eher von „YouGo“.

Wie hat diese Haltung euren Unterrichtsstil beeinflusst?
VK: Wir haben uns 1971 als Schüler von B. K. S. Iyengar kennengelernt. Im Laufe der Jahre haben wir gemerkt, dass wir eine neue Richtung einschlagen wollen. Wir sehen den Körper nicht als äußere Form, sondern als Gefäß für den inneren Strom des Lebens.

Seit 30 Jahren unterrichtet ihr als Paar gemeinsam. Wie läuft dieser Dialog ab?
ANGELA FARMER: Wir stehen konstant im Austausch mit uns selbst. Diesen natürlichen Fluss spiegelt auch unser Unterrichtsstil: Wir praktizieren niemals zusammen. Erst in unseren Stunden finden wir heraus, wo der andere auf seiner inneren Entdeckungsreise steht und was er dort gefunden hat. Es ist ein konstantes Inspirieren, Zuhören und spontanes Aufgreifen, das zu ganz besonderen Momenten führt. Ein bisschen wie beim Liebesspiel …

Es gibt Schüler, die vor allem in eure Stunden kommen, um euch als Paar zu erleben und sich in diese Art der Kommunikation einzufühlen. Wie erlebt ihr eure eigene Beziehung in Bezug auf Yoga?
AF: Yoga unterscheidet sich nicht von allem anderen im Leben. Es geht immer um Transformation. Auch Beziehungen, unsere eingeschlossen, finden nicht in der Konfrontation statt, sondern wachsen und entwickeln sich organisch.

Es scheint, als sei die Paarbeziehung eines der größtenThemen unserer Zeit, das
einer radikalen Umbewertung bedarf.
VK: Ich habe gehört, dass jetzt stärkere Männer gefragt sind!

Was ist ein starker Mann für dich?
VK: Jemand, der seine feminine Seite tragen – und ertragen! – kann. Der vermeintliche Unterschied zwischen „Mann“ und Frau“ war immer eine große Herausforderung für mich. Wo soll hier die Trennung liegen? Natürlich haben wir unterschiedliche Genitalien und als Mann kann ich keine neue Generation auf die Welt bringen – aber ohne die Hilfe des Mannes kann es die Frau auch nicht.

Für manche Männer ist die Vorstellung einer femininen Seite sicher erschreckend.
VK: Unser gesamter Ansatz besteht darin, dass wir aus dem inneren Körper heraus unterrichten. Dieser wird in Kontrast mit dem äußeren, muskelbetonten Männerkörper eher mit femininer Energie verbunden. Ich persönlich habe mit Yoga begonnen, um mehr vom Außen ins Innere zu kommen und zu dem gelangen, was mich geschaffen hat – was oder wer auch immer das sein mag. Heute bewegt sich viel im Yoga in die maskuline Richtung, statt die Polaritäten auszugleichen: Aus Hatha Yoga ist „Haha Yoga“ geworden! Dabei geht es nicht darum, als Mann feminin zu werden, sondern diese Seite einfach wahrzunehmen.
AF: Als Yoga noch keinen Namen hatte, hat es sich aus dem Femininen entwickelt – wie alles, das direkt aus der Natur kommt, sich im Rhythmus mit ihr bewegt und nach den Jahreszyklen lebt. Es war ein ständiges Experimentieren mit dem, was gut tut: sich nach etwas strecken, dehnen, sich der Sonne zu öffnen. Es waren Männer, die diesen Zugang formalisiert und ein System daraus gemacht haben.

Ist es nötig, uns der Sonne, uns selbst und unserem Partner mehr zu
öffnen? Welche Qualität sollte diese Offenheit haben?
AF: Die wichtigste Bedingung für Offenheit ist Vertrauen. Die größte Blockade ist Angst. Manchmal wissen wir gar nicht, wo sie herkommt. Ein Wort oder eine Geste von jemandem, der uns nahe steht, kann unerklärliche Angst auslösen. Haben wir genug Raum und Vertrauen, können wir uns dieser Angst und den Bedürfnissen des anderen öffnen. Ein guter Ort, uns unserer eigenen Angst zu öffnen, ist die Yogapraxis. Wir lernen, Stellen im Körper zu vertrauen, die normalerweise dichtmachen. Wenn sie merken, dass sie achtsam behandelt und nicht verletzt werden, öffnen sie sich. Sobald man einem anderen Menschen näher kommt, nähert man sich auch einem Ort in sich selbst, der so viel Angst hat, dass er sich versteckt. Wenn dieser Ort integriert werden kann, wird die Beziehung 100 Meilen tiefer.

Wie können wir es vermeiden, dass der Raum, den wir uns für uns nehmen, nicht zur Distanz zum anderen wird?
VK: Der Raum, den wir uns nehmen, sollte durchlässig bleiben, nicht
eingemauert werden.
AF: Als Frauen beeinflusst uns noch heute der historische Hintergrund, in dem es nicht erlaubt war, uns wirklich authentisch auszudrücken. Wenn unser Partner also nicht bereit ist, uns auf unserer Entdeckungsreise zu begleiten, sich gemeinsam und einander zu öffnen und damit gemeinsam verletzlich zu werden, passiert folgendes: Wir denken, dass wir mehr Raum erhalten, finden aber plötzlich Entfremdung. Dazu kommt die Angst, dass sich im Prozess des Öffnens in das, was uns wirklich ausmacht, die Beziehung auf der Strecke bleibt. So entsteht ein Zug in zwei Richtungen – als ob wir mit den Füßen auf auseinander driftenden Eisschollen stünden …
VK: Das Interesse an persönlicher und gemeinsamer Entwicklung sollte von beiden Seiten kommen. Dazu ist eine gewisse Elastizität nötig. Wird sie jedoch überstrapaziert, reißt das Gummiband. Wir sind da wie zwei Magneten: Gehen wir zu weit voneinander weg, lässt die Anziehungskraft nach und verschwindet schließlich.

Victor, du bist auch bildender Künstler. Welches Bild würdest du von eurer Beziehung malen?
VK: Für mich ist unsere Beziehung absolut selten und erstaunlich. Ich habe sie oft portraitiert, unter anderem mit vier Gesichtern, die nach außen, sowie vier Gesichtern, die nach innen blicken und vom unteren Chakra ausgehend eine Blume bilden. Mein Ideal ist es, dass wir uns auf vielen Ebenen, nicht nur der sexuellen, konstant nach innen und außen bewegen. Kompromisse gibt es immer, aber wenn aus ihnen Angebote zur Wertschätzung werden, brennt die Flamme des Yoga wieder auf. Schwierigkeiten, äußere Kräfte und Herausforderungen sind wichtige Veränderungen auf diesem Weg. Wir sollten jedoch nicht der Spielball dieser Kräfte werden, sondern in uns ruhen, zurücktreten und sie annehmen. Es sind die Stürme, die den Bäumen interessante Formen geben.

Von Christina Raftery
Fotos: Elias Hassos // www.eliashassos.de

Angela und Victor leben in Eftalou auf der griechischen Insel Lesbos. Dort und weltweit unterrichten sie Workshops und Retreats.
www.angela-victor.com
Auf den Fotos in diesem Interview tragen sie Kleidung der von ihnen selbst
inspirierten Marke Pelagou Sensual Bodywear München
www.pelagou.com/ E-Mail:sabina@pelagou.com

Das Magazin // November + Dezember 2013 + CD#5

Viel Musik, Gemeinschaft und… Berlin!

Willkommen im Spätherbst! Damit der in jeder Hinsicht bunt und fröhlich wird, haben wir wie immer zu dieser Jahreszeit eine “Yogi Beats”-CD mit inspirierenden Yoga-Sounds für Sie zusammengestellt – neben klassischen Mantras, urbanem Kirtan und elektonischen Beats findet sich darauf sogar ein gesprochenes Stück aus Khalil Kibrans “Der Prophet”: “Über die Selbsterkenntnis”. Für bunte Großstadtbilder sorgt in dieser Ausgabe eine Fotostrecke, für die sich das YOGA JOURNAL, Fotograf Wari Om aus Barcelona und Yogis aus ganz Deutschland in Berlin getroffen haben: Es geht um Gemeinschaft, kula, die Grenzen überschreitet, um Yoga, das direkt aus dem Herzen kommt, und um den Glauben an etwas Größeres, uns alle Verbindendes. Nicht zuletzt deshalb macht es Sinn, sich für dieses große Ganze einzusetzen, für uns(er) Selbst (Erfahrungen mit der Vipassana-Meditation ab Seite 50) und für andere (verschiedene Charity-Projekte ab Seite 56). In diesem Sinne: Let`s play, love and rock om!

Namasté und herzliche Metta-Grüße aus der Redaktion

TITELTHEMEN:
– 3 Übungssequenzen für Ruhe und Entspannung
– Interviews: Yogalegende B.K.S. Iyengar, Oscar-Gewinnerin Caroline Link über Spiritualität und Kunst
– From Berlin with Love: Eine yogische Fotoreise durch die Hauptstadt
– Musik: Interviews mit Spring Groove, Ólafur Arnalds, UND die YOGI BEATS CD #5
– Ernährung: Köstlichkeiten mit Kürbis
– Charity-Projekte: Wer teilt, gewinnt!
– Yoga City Trip: Delhi

Sie können die Ausgabe 06/2013 bequem und versankostenfrei in unserem Wellmedia-Shop bestellen.

 

Weibliche Mystik – Buch von Sally Kempton

Es kann sehr kraftvoll sein, sich mit der heiligen Weiblichkeit zu verbinden: Für kreative Inspiration wenden Sie sich an Saraswati, für mehr Wildheit in Ihrem Leben an Kali oder Durga und an Lakshmi für mehr Fülle. Das neueste Buch der bekannten amerikanischen Meditations- und Yogaphilosophie-Lehrerin Sally Kempton trägt den Titel „Awakening Shakti“ und ist eine Einladung, die innere Konversation mit der göttlichen Weiblichkeit zu vertiefen und dadurch Ihre Shakti-Essenz anzuzapfen. Elf Hindu-Göttinnen, darunter auch weniger bekannte wie Dhumavati (die Herrin des Rauches) und Lalita Tripura Sundari (die spielerische Schöne der drei Welten), werden vorgestellt. Kempton vermag es mit viel tantrischem Geschick, uns diese Superfrauen durch Verweise auf und Beispiele aus Popkultur, Sozialkultur und Literatur näherzubringen. Beyoncé oder Kate Middleton strahlen beispielsweise Lakshmi-Energie aus, während Uma Thurmans Rolle in „Kill Bill“ ein typisches Beispiel für Kalis raue Seite ist. Erzählt sind die Mythen um die Göttinnen auf solch spannende Weise, dass man das Buch eigentlich gar nicht mehr aus den Händen legen möchte.

FAZIT: Bisher ist dieses Buch nur auf Englisch erschienen, doch wer die sprachliche Kompetenz mitbringt, sollte es unbedingt lesen: Shakti Power pur!

„Awakening Shakti: The Transformative Power of the Goddesses of Yoga“ von Sally Kempton (Sounds True, ca. 15 Euro; Kindle Edition ca. 6 Euro).

Einfach Sitzen

Sukhasana
sukha = einfach, bequem, stabil
Asana = Haltung

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Der Hals ist weich.
Die Handflächen liegen aneinander.
Die Füße befinden sich unter den Knien.
Der untere Bauch wird angehoben.
Die Schlüsselbeine sind geweitet.

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Im Yoga übt man, sich anzustrengen und zugleich freudvoll und friedlich mit sich selbst verbunden zu bleiben. Wenn man das gelernt hat – egal ob in der einfachen Sitzhaltung Sukhasana oder im Alltag – dann geht man positiv und ohne Angst durchs Leben.

Seit Jahrtausenden sitzen die Menschen überall auf der Welt auf dem Boden – meist in Haltungen mit gekreuzten Beinen wie in Sukhasana. Obwohl das ganz einfach und vertraut aussieht, hat die Haltung doch eine große Kraft: Mit einer klaren Intention eingenommen kann sie den Übenden tief nach innen ziehen, in einen meditativen Zustand führen und den Zugang zu der natürlichen Freude eröffnen, die im Herzen wohnt.
Sukhasana birgt also ein ganz eigenes Innenleben, das Sie mit der Zeit beim Üben entdecken werden. Die Voraussetzung dafür ist eine präzise Ausrichtung in der Haltung, denn nur so ermöglicht sie einen entspannten und zugleich wachen Zustand von Körper und Geist. Die erste Herausforderung bei der präzisen Ausrichtung besteht darin, die Beine zu entspannen, zugleich die Wirbelsäule aufzurichten und die Brust zu weiten. Eine Reihe kleiner korrigierender Bewegungen helfen Ihnen, das Gewicht gleichmäßig über beide Sitzknochen nach unten abzugeben, die Schultern oberhalb der Hüften auszurichten und den Kopf gerade über der Wirbelsäule zu balancieren. Dafür braucht man etwas Kraft im Rumpf, weshalb regelmäßiges Üben die Oberkörpervorderseite, die Rückseite und die Flanken gleichermaßen stärkt. Indem Sie Ihre Ausrichtung immer mehr verfeinern und die Wirbelsäule Stück für Stück aufrichten, wird die Aufmerksamkeit mehr und mehr nach innen, zum Herzen hin gelenkt. Die Folge: Sie sitzen bequem und sind körperlich und geistig im Gleichgewicht.
Sukhasana bedeutet zwar „einfache Sitzhaltung“, doch für viele Menschen ist die Haltung alles andere als einfach – vor allem weil man es in unserem Kulturkreis gewohnt ist, auf Stühlen zu sitzen. Dabei lehnt man sich zurück und lässt sich durch die Körpermitte nach unten sacken, langfristig schwächt das die Bauch- und Rückenmuskulatur. Wenn die Hüften steif sind, die Knie schmerzen oder der untere Rücken rebelliert, ist es schwierig, aufrecht am Boden zu sitzen. Mit den richtigen Hilfsmitteln kann man sich der Haltung dennoch nähern. Vor allem das in dieser Sequenz erhöht auf gefalteten Decken gelagerte Becken erlaubt es Ihnen, die Hüften geschmeidiger zu machen und zugleich die Wirbelsäule aufzurichten und lang zu strecken. Mit der Zeit lernt man dann, sich auch ohne die Unterstützung einer Rückenlehne aufrecht zu halten.
Um die Wirbelsäule in Sukhasana zu ihrer vollen Länge zu entfalten, muss man zunächst für Stabilität an der Basis der Haltung sorgen. Die Grundfrage lautet: Wie steht das Becken? Neigen Sie dazu, es im Sitzen nach hinten zu kippen und den Rücken zu runden? Oder kippen Sie das Becken eher nach vorn, sacken ins Hohlkreuz und lassen den Bauch nach vorne fallen? So oder so werden Sie lernen, das Becken gerade auf der Mitte der Sitzknochen auszurichten, so dass sich das untere Ende des Kreuzbeins nach innen bewegt und der untere Bauch nach innen und oben.
Erst nachdem Sie diese Stabilität an der Basis gefunden haben, richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf den Oberkörper. Ein wichtiges Ziel von Sukhasana ist es, einen ruhigen, mühelosen Atem zu fördern. Um die Brust zu weiten, legen Sie die Handflächen vor dem Brustbein aneinander und bringen Raum zwischen die Schlüsselbeine. Dadurch festigen sich äußere Schulterblätter und obere Rückenmuskeln und der obere Teil der Wirbelsäule erhält einen Impuls, sich nach innen zu bewegen. Auch das Langziehen der Flanken hilft Ihnen dabei, den Brustkorb zu weiten und den Atem zu vertiefen. Im ersten Übungsschritt finden Sie zu mehr Länge in der Wirbelsäule, indem Sie die Finger verschränken und die Arme über den Kopf strecken. Dabei heben Sie aktiv den Brustkorb und dehnen spürbar die Zwischenrippenmuskulatur. Wenn Sie die Arme dann wieder senken, versuchen Sie, diese Länge im Oberkörper beizubehalten.
Aber auch die Rückseite des Brustkorbs sollte sich in Sukhasana weiten und ausdehnen. Eine einfache Art, das zu erreichen, ist die im zweiten Schritt gezeigte Vorwärtsbeuge mit den Händen auf Blöcken. Dabei spüren Sie, wie sich die Rückseite des Brustkorbs nach allen Seiten hin ausbreitet, während sich zugleich die Wirbelsäule nach vorne verlängert. Dieses Gefühl der Ausdehnung nehmen Sie schließlich mit in den dritten Schritt, die klassische Form von Sukhasana. Dabei beobachten Sie, wie sich der gesamte Brustkorb frei mit dem Atem bewegt.
Obwohl das Wort sukha meist mit „einfach“ oder „bequem“ übersetzt wird, kann es auch „glücklich“ oder „freudvoll“ bedeuten. Das erinnert uns an das angeborene Gefühl der Freude in unserem Inneren. Diese Freude können Sie manchmal wahrnehmen, wenn es Ihnen in Ihrer Yogapraxis gelingt, Stabilität im Körper mit müheloser Ausdehnung im Atem zu verbinden. In solchen Momenten empfinden Sie Körper, Geist und Atem nicht mehr als getrennte Teile. Alle drei sind eins und das Herz schlägt leicht und frei in Ihrer Brust.

Von Nikki Costello
Fotos: David Martinez

 

Korrekte Anweisungen in die Sukhasana-Haltung finden Sie in unserer Ausgabe 05/13!

Yoga für Hörgeschädigte

Während der Yogastunde die Augen zu schließen und sich nur noch von den Anweisungen des Lehrers leiten zu lassen, kann sehr entspannend sein. Aber was, wenn man schlecht oder nichts hört? Die selbst hörgeschädigte Yogalehrerin Betty Schätzchen weiß aus eigener Erfahrung, dass der Unterricht für Hörgeschädigte anders gestaltet werden muss…

Welche Vorteile hat die Yogapraxis für Hörgeschädigte?

Hörgeschädigte „hören“, indem sie von den Lippen lesen und sehr konzentriert akustische Reize aufnehmen. Aufgrund dieser Anstrengung sind sie oftmals körperlich und geistig erschöpft. Yoga und Meditation entlasten da die überbeanspruchten Sinne sehr gut. Viele Hörgeschädigte haben auch Gleichgewichtsprobleme. Für sie erstelle ich individuelle Programme, um das Gleichgewicht, d. h. die äußere und innere Balance, wiederherzustellen. Auch die, die ohne Vestibularapparat (Gleichgewichtsorgan im Innenohr) geboren wurden, schaffen es nach regelmäßiger Praxis, auf einem Bein zu stehen oder den Kopfstand zu üben.

Wie hast du als selbst hörgeschädigte Yogini den Yogaunterricht früher wahrgenommen?

Seit meiner ersten Begegnung mit Yoga im Jahr 2002 habe ich verschiedene Yogaschulen besucht und festgestellt, dass die Akustik in den meisten Räumen für Schwerhörige sehr ungünstig ist. Bestimmte Geräusche und Töne können nicht herausgefiltert werden. Wie viele Schwerhörige kann ich Lippenlesen; Yogalehrer gehen aber oft in einem großen Radius durch den Raum. Während der Meditation nehme ich mit geschlossenen Augen nur undefiniertes Stimmengemurmel wahr und kann im Zusammenhang mit der ungünstigen Raumakustik und dem fehlenden Lippenlesen nicht erkennen, ob der Lehrer nun Anweisungen gibt oder die Meditation vorbei ist. Bei der Asanapraxis habe ich meine Hörgeräte nicht im Ohr, da sie durch den Schweiß nass werden und darauf empfindlich reagieren. Meistens höre ich also gar nichts, sodass vieles durch Beobachtung und Intuition abläuft. Was ich im Unterricht nicht mitbekam, habe ich durch Selbststudium, Erfahrung und Einzelgespräche mit Yogalehrern nachgeholt.

Daraufhin hast du beschlossen, Yogaunterricht speziell für Hörgeschädigte anzubieten. Wie baust du den Unterricht auf?

Hörende können den Anweisungen des Lehrers akustisch folgen. Hörgeschädigte müssen meine Gebärden gut sehen können und sitzen im Halbkreis um mich herum. Wichtig ist auch, dass ich meinen Bewegungsradius klein und ruhig halte. Zudem nehme ich einzelne Schritte, Übungen und Techniken elementar auseinander. Nur wenn die „Einzelteile“ verstanden werden, können Hörgeschädigte diese zu einem Ganzen zusammensetzen. Bei der Meditation erkläre ich die erste Meditationstechnik und wecke alle nach der gemeinsamen Übung wieder auf. Dann erkläre ich die nächste Meditationstechnik. Wenn meine TeilnehmerInnen den Ablauf der Techniken verinnerlicht haben, wissen sie, dass sie bei der Berührung nicht die Augen öffnen müssen, sondern „automatisch“ zur nächsten Technik übergehen können. Im Vergleich zu Hörenden ist der Unterricht also kleinschrittiger aufgebaut und dauert am Anfang etwas länger. Wenn aber alle wichtigen Elemente verinnerlicht sind, wird der Ablauf auch fließender.

Durch Pratyahara, den Rückzug der Sinne, lernen wir, uns noch tiefer auf unser Inneres einzulassen. Wie ist es für dich, wenn du deine anderen Sinne bei der Praxis zurücknimmst?

Wenn ich meine Hörgeräte herausnehme, ist das für mich ein Ritual, ein Abschalten der Außenwelt. Ich betrete meine „individuelle Meditationskabine“ – ich höre nichts, sehe nichts, merke nichts. Von daher betrachte ich meine Hörschädigung nicht als Behinderung, sondern als eine Besonderheit und ein Geschenk.

Von Laura Hirch

 

Betty Schätzchen bietet international Workshops, Vorträge und Yogareisen an, gibt in Berlin Yoga-Einzelunterricht für Hörgeschädigte und produziert regelmäßig Informationsvideos in deutscher Gebärdensprache mit deutschem Untertitel, die kostenfrei auf dem YouTube-Kanal DeafYogaGermany zur Verfügung stehen. Mehr Infos unter www.yoga-massage.de.

Gut geölt ist halb gegessen

Die „Low fat“- und „No fat“-Hysterie ist im wahrsten Sinn des Wortes „gegessen“: Dank neuer medizinischer Erkenntnisse und einer riesigen Auswahl an hochwertigen Produkten liegen Pflanzenöle heute voll im Ernährungstrend.

Seit überall die Rede von „gutem Fett“ und gesunden Fettsäuren ist, löst das Wort „Öl“ keine Abwehrreflexe mehr aus. Eher besteht die Kunst inzwischen darin, angesichts der Vielzahl an Sorten und Preisklassen den Überblick zu behalten und richtig auszuwählen. Wenn Sie Ihren Salat mit Olivenöl in Nativ-extra-Qualität anmachen (der wichtigsten Zutat der viel gepriesenen mediterranen Küche), dann ist das schon ein guter Anfang. Aber es gibt noch viel mehr zu entdecken. „Eine Vielfalt an den richtigen Ölen ist die beste Art, sich mit gesunden Nährstoffen und Antioxidantien zu versorgen“, meint Jennifer Adler vom ernährungswissenschaftlichen Institut der Bastyr University in Kenmore, Washington.

Jüngere Forschungsergebnisse belegen, dass viele Speiseöle gesundheitsfördernde Eigenschaften besitzen. Sie unterstützen zum Beispiel die Herzgesundheit, die Hirnfunktion und die Aufnahme fettlöslicher Vitamine wie Vitamin D und K. Einige Ölsorten stecken auch voller Antioxidantien und stoppen so die freien Radikalen, die unsere Zellen angreifen. Andere hemmen wirksam Entzündungen im Körper.

Dazu muss man allerdings wissen, welche Öle sich gut zum Kochen eignen und welche durch das Erhitzen ihre gesundheitsfördernden Eigenschaften einbüßen. Olivenöl in Nativ-extra-Qualität, Hanföl, Sesamöl aus gerösteten Saaten und andere hitzeempfindliche Sorten haben einen niedrigen Rauchpunkt. Dieser in Grad Celsius angegebene Wert zeigt an, bei welcher Temperatur das Öl beginnt, zu rauchen und seine Molekularstruktur zu verändern. Ab diesem Punkt kann ein Öl potenziell gefährliche Stoffe freisetzen, die so genannten Transfettsäuren, die die LDL-Cholesterinwerte erhöhen und die Aktivität der freien Radikalen sogar erhöhen. Hitzeempfindliche Öle verwendet man daher eher für kalte Zubereitungen, bei denen sie obendrein ihre feinen Geschmacksnoten besonders gut entfalten können: Man träufelt sie über Suppen oder Salate, rührt sie in Hummus (Kichererbsenpüree) oder einen Dip aus weißen Bohnen, oder man setzt sie als aromatisches Finish für pfannengerührtes Gemüse ein. Generell gilt: Bei raffinierten Ölen liegt zwar der Rauchpunkt höher (meist um 200 Grad) und sie sind länger haltbar, durch die Behandlung haben sie aber auch sekundäre Pflanzenstoffe, Farbe und Aroma eingebüßt.

Auf den folgenden Seiten finden Sie einen Überblick über die gesündesten und leckersten Öle zum Kochen, zum Backen und für den kalten Genuss. Sie alle sind reich an einfach ungesättigten oder mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren. Das ist das wichtigste Merkmal der so genannten „guten“ Fette, die den gefährlichen LDL-Cholesterinspiegel senken und Entzündungen eindämmen können, was das Risiko von Herzgefäßerkrankungen und Schlaganfall mindert. Von stark verarbeiteten Pflanzenölen wie Mais- oder Sojaöl raten Ernährungsexperten in der Regel ab. Sie enthalten viele Omega-6-Fettsäuren und stehen im Verdacht, entzündungsfördernd zu sein.

Achten Sie beim Einkauf auf das Verfallsdatum und kaufen Sie nur Mengen, die Sie innerhalb der entsprechenden Zeit auch problemlos aufbrauchen können. Für die Lagerung empfiehlt sich ein kühler, dunkler Platz, möglichst nicht in unmittelbarer Nähe des Herds. Denken Sie daran, die Flaschen nach dem Gebrauch wieder gut zu verschließen, damit möglichst wenig Luft hineingelangt.

Von Matthew Kadey

Fotos: Erin Kunkel; Food Styling: Erin Quon

 

REZEPTE

Pfannengerührter Spargel mit Tofu

(als Hauptspeise für 2 Personen, als Beilage für 4)

Zutaten:

Sesamöl (kalt gepresst zum Pfannenrühren, aus gerösteten Saaten als Finish)

250 g fester Tofu, in Stifte geschnitten

3 Knoblauchzehen, fein gehackt

2,5 cm frischer Ingwer, geschält und gerieben

3 kleine rote Chilis, gehackt (nach Belieben)

1⁄2 Bund dünner grüner Spargel, geputzt und schräg in Stücke geschnitten

geriebene Schale und Saft von 1 Bio-Limette

feinkörniges Meersalz

Zubereitung:

1. Bei mittlerer Temperatur etwas kalt gepresstes Sesamöl in einem Wok oder einer großen beschichteten Pfanne erhitzen. Wenn das Öl heißt ist, aber noch nicht raucht, den Tofu dazugeben. In einigen Minuten goldbraun anbraten, dann aus der Pfanne nehmen.

2. Wieder etwas Öl in den Wok geben und erhitzen. Knoblauch, Ingwer, Chili und Spargelstücke darin 1 bis 2 Minuten lang pfannenrühren. Anschließend den Tofu wieder dazugeben und alles mit Limettenschale und -saft vermengen. Unter ständigem Rühren nochmals 1 Minute garen.

3. Den Wok vom Herd ziehen. 1 bis 2 Teelöffel Sesamöl aus gerösteten Saaten darüber träufeln und mit Salz abschmecken.

 

Italienischer Olivenöl-Zitronen-Kuchen

für eine 23 Zentimeter große, runde Kuchenform

Zutaten:

1 1⁄3 Tassen Mehl

1 1⁄2 Teelöffel Backpulver

1⁄2 Teelöffel Salz

3 große Eier mit Raumtemperatur

1 Tasse Zucker

1⁄3 Tasse Olivenöl

1 Teelöffel Vanilleextrakt

2 Esslöffel frisch gepresster Zitronensaft

1 Teelöffel geriebene Zitronenschale

Puderzucker

Zubereitung:

1. Ein Gitter auf mittlerer Höhe in den Backofen schieben und den Ofen auf 175 °C vorheizen. Eine 23 cm große, runde Springform mit etwas Öl einfetten.

2. Mehl, Backpulver und Salz in eine Schüssel sieben.

3. Die Eier in einer extra Teigschüssel aufschlagen und mit dem Rührgerät etwa 3 Minuten lang schlagen, bis die Eiermasse dick und hellgelb ist. Bei laufendem Rührgerät zuerst den Zucker und dann das Öl langsam und stetig dazurieseln bzw. -rinnen lassen, bis alles zu einer homogenen Masse verquirlt ist. Die Geschmackszutaten (Vanille, Zitronensaft und -schale) unterrühren.

4. Das Mehl in drei Partien mit einem Gummispatel locker unter die Masse heben, dabei möglichst wenig rühren. Die fertige Kuchenmasse in die vorbereitete Form gießen.

5. Etwa 35–40 Minuten backen, bis der Kuchen goldbraun ist und elastisch zurückschwingt, wenn man ihn in der Mitte eindrückt. Auf einem Kuchengitter 10 Minuten auskühlen lassen, dann mit einem kleinen Messer zwischen Kuchen und Form entlangfahren, um den Kuchen von der Form zu lösen, bevor der Rand der Springform abgenommen wird. Auf eine Kuchenplatte heben und mit Puderzucker bestäuben.

Das richtige Öl

Zum Kochen: Avocado, Raps, Kokos, Traubenkern, Reiskleie, Sesam (nicht aus gerösteten Saaten)

Zum Backen: Avocado, Raps, Kokos, Olive nativ extra, Traubenkern, Reiskleie

Zum Verfeinern und für Salate: Avocado, Olive nativ extra, Hanf, Sesam (aus gerösteten Saaten)

Kaltgepresstes Öl ist ein Öl, das ohne jegliche Wärmezufuhr rein unter Druck und Reibung in Ölmühlen aus Ölsaat oder Ölfrüchten von Ölpflanzen gewonnen wird. So bleiben alle Inhaltsstoffe und Vitamine erhalten. Diese machen den eigentlichen Geschmack und Geruch des Öles aus, weshalb das kalt gepresste Öl in der Regel von höherer Qualität zeugt. Nach dem Pressen wird das kaltgepresste Öl gefiltert.

Natives Öl ist naturbelassenes kaltgepresstes Öl. Das heißt Öl, dass ohne weitere Wärmezufuhr, rein unter Druck und Reibung in einer Ölmühle gepresst wird. Naturbelassen bedeutet hierbei, dass weder der Rohstoff (die Ölsaat oder Ölfrucht) durch Röstung noch das gewonnene Öl durch Raffination oder Dämpfung behandelt wird. Bei dieser Herstellung bleiben alle Inhaltstoffe und Vitamine erhalten welche den typischen Geruch und Geschmack des nativen Öles ausmachen.

Raffiniertes Öl ist Öl, das bei einer Temperatur von mehr als 100 Grad gepresst werden. Hierbei gehen wertvolle Inhaltsstoffe verloren, so dass dieses Öl meist geschmacklos und farbloser ist. Vorteil von raffiniertem Öl ist hingegen die längere Haltbarkeit.

Der Rauchpunkt bezeichnet die genaue Temperatur bei der das Öl beim Erhitzen Rauch erzeugt. Die Höhe des Rauchpunktes eines Öles hängt von dem Anteil an freien Fettsäuren sowie anderen flüchtigen Substanzen im Öl ab. Je höher der Rauchpunkt, desto besser ist das Öl zum Braten und Frittieren geeignet. Olivenöl besitzt den höchsten Rauchpunkt aller Ölsorten. Öle mit geringem Rauchpunkt sollten nicht erwärmt werden.

 

Mehr Wissenswertes unter www.öl-kontor.de

 

YOGA JOURNAL goes VEGGIE

Das aktuelle YOGA JOURNAL (September/ Oktober 2013) erscheint durch unseren Layout-Relaunch im neuen Look mit vielen spannenden Themen. Zudem gibt es nun an ausgewählten Verkaufsstellen das „2-IN-1“-Schnupperangebot, das sowohl das YOGA JOURNAL auch die erste Ausgabe des Veggie Journals enthält.

 

Ein perfektes Paar – das Ihnen helfen kann, mehr über ein rundum yogisches Leben zu erfahren!

 

Wir wünschen euch viel Freude damit,
<3 lich, eure YOGA JOURNAL-Redaktion