Selbstmassage für Erdung und Zentrierung

Hast du dich in den letzten Wochen und Monaten auch manchmal gestresst, abgeschlagen und depressiv gefühlt? Social Distancing und der damit verbundene Berührungsmangel belasten unser Nervensystem in hohem Maße. Denn wir brauchen Berührung, ums uns geborgen und sicher zu fühlen. Hier kann Selbstmassage helfen. Wir zeigen dir, wie es geht.

Berührung hilft uns, Stress loszulassen, schüttet Glückshormone aus und stärkt das Immunsystem. Eine Unterstützung, die wir in diesen Tagen besonders gebrauchen können. Die gute Nachricht: Um liebevolle Berührung zu empfangen, bist du nicht auf die Hände eines anderen Menschen angewiesen. Du kannst sie dir auch selbst schenken. Im folgenden Video führt dich Tobias Frank durch eine einfache Selbstmassage-Sequenz, die du bequem zuhause üben kannst.

Hat dir das Video gefallen und möchtest du mehr über die Heilkraft der achtsamen Berührung erfahren? Im kostenlosen Videokurs „Loslassen leicht gemacht“ findest du mehrere kostenlose Übungsvideos mit Tobias und eine Leseprobe aus seinem Buch.


Tobias ist ein anerkannter Experte in der Kunst Loszulassen. Er ist Begründer von Thai Yoga, Autor des Buches „Thai Yoga – Körper & Seele berühren„, Gastautor im Yoga Journal und schreibt seinen eigenen Blog. Tobias ist außerdem Vorsitzender des Netzwerk Berührung e.V., ein gemeinnütziger Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, mehr achtsame Berührung in die Welt zu bringen.

Fotos: Benjamin Kurtz www.benjaminkurtz.de

Laura Biemann

Laura Biemann ist 500+ Stunden gelernte Yogalehrerin und Inhaberin des Yoga- und Bewegungsstudios Om und Company in München. Durch ihre professionelle Tanzausbildung hat Laura schon sehr früh gelernt, mit dem Körper zu arbeiten. Ein späteres Sportstudium und Ausbildungen im Fitnessbereich verstärkten ihren Fokus auf Körperarbeit.

Um auch der inneren Balance mehr Raum zu schenken, wurde Yoga ein immer größerer Teil ihres Lebens und sie absolvierte verschiedene Ausbildungen in München und Asien. Sie arbeitet außerdem als Trainerin für positive Psychologie und veranstaltet europaweit Yoga- und Happiness Events um Menschen dafür zu begeistern, das eigene Wohlbefinden zu steigern. Mit ihrem Podcast „Om to go“, in dem Laura regelmäßig Yogastunden aufnimmt, begeistert sie mittlerweile eine große Community und gibt Yogis die Möglichkeit wieder mehr ins Zuhören zu kommen.

Mehr zu Laura unter om-company.de

Workshop „Feel Good Flow“, Samstag 25. Juni 16.45-17.30 Uhr

In dieser Stunde geht es um pure Leichtigkeit. Wir gehen über den Körper in ein Gefühl der Freude und erspüren, was große und offene Haltungen bewirken können. Erlebe ganz intuitiv, was dir gut tut und empfinde Spaß im Loslassen.


Laura Biemann auf der YogaWorld München 2022:

Samstag, 25. Juni // 16:45 – 17:30 Uhr // Feel Good Flow // Ganesha Yogaspace

Slow Down-Meditation mit Alex Kleiner

Yoga, Meditation und Coaching: Dr. Alex Kleiner hilft Menschen dabei, zu sich zu finden und in die Heilung zu kommen. Mit Übungen und Tools, die auch jenseits der Yogamatte wirken, bringt sie Body, Mind, Heart und Soul wieder zusammen. Im Video zeigt die Münchnerin eine Meditation, mit der du wieder mehr Verbindung spürst.

Meditation als Kraftqelle

„Auch im Social Distancing können wir verbunden bleiben. In unserer täglichen Praxis sind wir das sowieso, denn Yoga ist Verbindung. Mit dieser kurzen Einheit geben wir Dir ein Tool an die Hand, auf das Du zurückgreifen kannst und das Dich unterstützt. Schließe deine Augen, verbinde dich mit deinem Atem, spüre und fühle dich. Meditation ist der Schlüssel zu einem tieferen Verständnis deiner Selbst, ein wahres Zuhören. Leichte Übungen, Atemübungen und schließlich eine angeleitete Meditation bringen einen Moment, in dem es nur um dich geht. Meditation ist ein sehr starkes Mittel, es reduziert körperlichen und psychischen Stress. Durch Meditation kannst du mehr in deine Präsenz kommen und wahrnehmen, wohin dein Fokus gerade wandert. Du findest mehr Balance in deinem Leben. Lerne durch Meditation, deine Muster und Reaktionen zu verstehen.“

Alles Liebe,
Deine Alex

Lust auf noch mehr Yoga-Übungen, angeleitete Meditationen und Atemübungen? Dann schau doch mal in unserer Yoga-Video Rubrik vorbei.


Zur Person: Alex Kleiner ist promovierte Rechtsanwältin, Coach, Speakerin, Yogalehrerin und Inhaberin von „The STUDIO“ in München. Sie verbindet Selbsterfahrung mit Yoga und ermöglicht ihren Schülern, ins Fühlen und damit in die Heilung zu gehen. Dabei liegt es ihr vor allem am Herzen, Brücken zwischen verschiedenen Welten zu bauen und Frauen dabei zu unterstützen, in ihre weibliche Kraft zu kommen. Außerdem bringt Alex einen Podcast heraus, arbeitet als Co-Autorin an einem Buch über Yoga und engagiert sich als Mutter von zwei Kindern für das Empowerment von Frauen.

Pranayama für den Abend: Runterkommen und entspannen

In diesem Video zeigt dir Yogalehrerin Nora Kersten, wie du mit reinigenden und entspannenden Atemübungen deinen Tag abschließen kannst. Komme zur Ruhe und fahre runter. Übe diese Pranayama-Folge vielleicht sogar vor dem Zubettgehen und finde so in einen erholsamen und ruhigen Schlaf.

Lasse den Tag hinter dir und bereite dich auf einen ruhigen Abend und eine gute Nacht vor. Nora zeigt dir in diesem Pranayama Video Schritt für Schritt, wie du deinen Körper erst mit Kapalabhati reinigst, bevor du entspannst in die Wechselatmung mit Kumbhaka übergehst – den Atem also für kurze Zeit anhältst. Das Beste: Du kannst dich ganz auf deine Atmung, deinen Sitz und dich konzentrieren, denn Nora leitet die gesamte Übung an und zählt für dich. Richte deine Sinne nach Innen und genieße diese Zeit nur für dich.

Für deine tägliche Inspiration schau doch auch mal auf Noras Insta und Co. vorbei. Dort findest du auch aktuelle Infos zu ihren Live Streams und Online-Klassen.

Instagram: Yoga Nora
Facebook: Athletic Flow
Website: www.yoganora.ch

Simone Ranke – wingwave®-Coaching

Simone Ranke ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in München. Familiär bedingt hat sie sich schon immer sehr stark mit Konzentrationsschwierigkeiten, ADHS/ADS, Hochbegabung und Hochsensibilität auseinandergesetzt und sich bei ihrer Ausbildung zum Coach auf diese Themen spezialisiert. Dadurch ist sie auf das wingwave®-Kurzzeit-Coaching gestoßen, das NLP, EMDR und Kinesiologie miteinander verbindet.

Wingwave® hat bei der Natur abgeschaut: In der Traumphase (REM-Phase – Rapid Eye Movement) verarbeitet das Gehirn die Eindrücke des Tages durch schnelle Augenbewegungen. Durch das schnelle Hin- und Her-Bewegen der Augen werden die Emotionen des Tages „aufgeräumt“. Diese Tatsache macht sich das wingwave®-Coaching zunutze, indem der Coach mit schnellen Handbewegungen den Blick seiner Coachees horizontal hin und her führt und so „wache“ REM-Phasen erzeugt, die sonst nur im nächtlichen Traumschlaf durchlaufen werden. Laut Gehirnforschung lösen die wachen Augenbewegungen – anders als beim fixierten Blick – deutlich stresslindernde Reaktionen in verschiedenen Gehirnarealen aus. Um die genauen Themen des Coachees zu bestimmen und die Wirksamkeit der Intervention zu überprüfen, wird der Myostatiktest (Muskeltest aus der Kinesiologie) als besonders gut erforschtes Muskelfeedback-Instrument eingesetzt.

Mehr zu Simone unter simoneranke.de

Vortrag „Komm zu Dir – Löse Blockaden, entfalte Dein Potenzial – mit wingwave®-Coaching“ // Samstag, 25. Juni, 17.30–18.15 Uhr

So viel zur Theorie. Das Besondere an wingwave® ist, dass in der Praxis die unterschiedlichsten Themen wie Schul- und Prüfungsängste, Burnout, Mobbing, Überlastung und Stresszustände nicht nur bearbeitet, sondern mit Hilfe der schnellen Augenbewegungen auch verarbeitet werden. Durch diese Methode können selbst Themen, die langanhaltend sind und tiefer gehen, mit Elementen aus der Familienaufstellung unter Berücksichtigung transgenerationaler Prägungen angegangen werden. So werden Blockaden abgebaut und unser Potenzial kann sich voll entfalten. In kurzer Zeit (3-5 Coachingtermine pro Thema) ist es möglich, mehr zu sich und den wichtigen Themen zu finden, statt hemmenden Ballast mit sich „rumzuschleppen“. Und woher kommt der Name wingwave®? wing – steht für die Metapher vom Flügelschlag des Schmetterlings, der große Veränderungen herbeiführen kann. wave – bezieht sich auf den englischen Begriff „brainwave“, was so viel bedeutet wie „Geistesblitz“, „tolle Idee“, „guter Einfall“.


Simone Ranke auf der YogaWorld München 2022:

Vortrag // Samstag 25. Juni // 17.30–18.15 Uhr // Komm zu Dir – Löse Blockaden, entfalte Dein Potenzial – mit wingwave®-Coaching // Yamuna Vortragsraum


Jetzt Ticket für die YogaWorld 2022 in München sichern!


Die Programm-Highlights im Überblick…

Raphaela Schön & Matthias Binsack

Matthias Binsack ist Osteopath (M.Sc. & DO Holistéa) nach dem einzigartigen französischen Osteopathiekonzept Ostea©. Raphaela Schön ist Projektmanagerin & Content Strategin für BellaBambi® sowie Heilpraktikerin und Ashtanga Yogalehrerin, ausgebildet von Dr. Ronald Steiner. Auf der YogaWorld stellen sie ihr Konzept „Cupping, Yoga & Osteopathie“ vor.

Über Matthias Binsack

Matthias Binsack ist Osteopath (M.Sc. & DO Holistéa) nach dem einzigartigen französischen Osteopathiekonzept Ostea©, welches es dem Therapeuten ermöglicht, durch genaue Diagnostik präzise auf die Ursachen verschiedener Symptome bzw. Krankheitsbilder einzugehen. Matthias praktiziert in seinen Praxen in München und bildet angehende Therapeuten am College Holistéa aus. Zudem ist er begeisterter Ashtanga Yoga Praktizierender – nicht zuletzt, weil er darin Parallelen zur Osteopathie entdecken kann.

Mehr zu Matthias unter www.osteopathie-binsack.de


Über Raphaela Schön

Raphaela Schön ist Projektmanagerin & Content Strategin für BellaBambi® sowie Heilpraktikerin und Ashtanga-Yogalehrerin, ausgebildet von Dr. Ronald Steiner.

In ihrer Arbeit fusioniert sie ihren strategischen Hintergrund („Die Gesundheit des Menschen als Projekt“) mit ihren umfassenden therapeutischen Fähigkeiten. Ihre Therapie-Schwerpunkte sind Yogatherapie, Microkinesi-Therapie, Phytotherapie sowie Cupping.

Mehr zu Raphaela unter schoen-gesundsein.de


Vortrag „Faszi(e)nation Cupping, Yoga & Osteopathie“, Samstag, 25. Juni 2022, 15.30-16.15 Uhr

Um den individuellen menschlichen Organismus gesund zu erhalten oder zu gesunden, bedarf es therapeutisch kluger Intervention – und der individuellen Mitarbeit und Bereitschaft des Patienten. In ihrem Vortrag erklären die beiden Therapeuten, wie die Gewebe unseres Körpers und verschiedene Heilmethoden zusammenhängen. Denn Cupping, Yoga & Osteopathie haben eines gemeinsam: Alle Heilmethoden wirken auf die faszialen Strukturen ein. Die beiden Therapeuten referieren darüber, wie der Mensch zu Zufriedenheit und Wohlbefinden gelangen, eine Balance zwischen abhyasa (Zielstrebigkeit) und vairagya (Gelassenheit) finden und sich selbst erkennen und verwirklichen kann – ohne blind Idealen hinterherzulaufen oder sich in Illusionen zu verlieren. Und: Wie dies mit Cupping, Yoga & Osteopathie gelingen kann.


Vortrag von Raphaela Schön und Matthias Binsack auf der YogaWorld München 2022:

Samstag, 25. Juni // 15:30 – 16:15 Uhr // Faszi(e)nation Cupping, Yoga & Osteopathie // Yamuna Vortragsraum


Jetzt Ticket für die YogaWorld 2022 in München sichern!


Die Programm-Highlights im Überblick…

5 gesundheitsfördernde Ayurveda-Kräuter

Kräuter Ayurveda Wirkung

Wenn du auf der Suche nach körperlichem und mentalem Gleichgewicht bist, versuche es doch einmal mit Ayurveda! Die ayurvedische Lehre der Verjüngung und Energiesteigerung (Rasayana) kennt einige natürliche Hilfsmittel dafür. Wir haben 5 gesundheitsfördernde Ayurveda-Kräuter für dich herausgesucht.

Amalaki (Phyllanthus emblica)

Amalaki ist eine Pflanze, die dem Alterungsprozess entgegenwirkt. Sie balanciert alle drei Doshas aus und zeigt positive Wirkungen auf fast alle Gewebe und Organe des Körpers. Die Amalaki ist eine Art Wildkirsche oder Baumstachelbeere, die sehr viel Vitamin C und andere Antioxidantien enthält. Sie aktiviert den Zellstoffwechsel, schützt vor freien Radikalen und verjüngt den gesamten Körper. Außerdem wirkt sie allen Stressbelastungen entgegen und stärkt das Verdauungsfeuer. Für Frauen ist Amalaki gut für die Empfängnis und zur Erhaltung der Schwangerschaft bzw. Verhinderung einer Fehlgeburt geeignet. Dosierung: Als Nahrungsergänzung werden täglich drei bis fünf Gramm des Fruchtpulvers mit Wasser eingenommen.

Ashwagandha (Withania somnifera)

Die Wurzeln von Ashwaganda werden verwendet, um die Stärke der Körpergewebe zu erhöhen. Sie korrigieren Immunstörungen und dienen als wirkungsvolles Aphrodisiakum, denn sie verbessern die sexuelle Kraft und Ausdauer sowie die Fortpflanzungsfunktionen (speziell für den Mann). Ashwagandha ist zudem eine klassische Anti-Stress-Pflanze, die bei körperlicher und geistiger Erschöpfung und Auszehrung eingenommen wird. Besonders gut wirkt sie auch gegen Schlafstörungen. Dosierung: Zwei bis drei Gramm täglich mit Milch einnehmen.

Lies auch: Zaubertrank – Ayurveda für deinen Libido

Shatavari (Asparagus racemosus)

Shatavari ist eines der wichtigsten Rasayanas für Frauen, denn es zeigt eine sehr gute Wirkung auf die milchproduzierenden Drüsen sowie die unterstützenden Gewebe und Hormone. Durch die Wurzeln des Spargels (Shatavari) wird die Empfängnis begünstigt. Außerdem sollen sie helfen, die Schwangerschaft zu erhalten und Fehlgeburten vorzubeugen. Für Männer und Frauen wird Shatavari als Therapeutikum gegen Übersäuerung und Magenreizung eingesetzt. Dosierung: Empfohlen werden täglich drei bis fünf Gramm des Shatavari-Pulvers mit einer Tasse heißer Milch.

Guggulu (Commiphora mukkul)

Das Gummiharz des Guggulu ist wirksam, um alle drei Doshas zu normalisieren. Dieses häufig genutzte Pflanzenprodukt besitzt, abgesehen von seinem großen medizinischen Anwendungsspektrum, Rasayana-Eigenschaften: Es hält die Srotas (Körpersysteme) frei, reinigt die Blutgefäße und verhindert die Ablagerung von fettigen Substanzen in den Geweben. Dosierung: Die normale Dosierung der Zubereitungen beträgt dreimal täglich ein Gramm.

Pippali (Piper longum)

Pippali ist ein exzellenter Immunmodulator und hilft, alle Arten von -Immunstörungen zu verhindern und zu behandeln. Um bei diesen Erkrankungen gute Ergebnisse zu erzielen, wird die Dosierung von Pippali nach einem speziellen -Muster empfohlen, bekannt als „Vardhamana Pippali“. Dosierung: Bei diesem Muster wird Pippali in aufsteigenden Dosen verabreicht und wieder allmählich verringert, nachdem eine Zeit lang die maximale Dosis eingenommen wurde.

Lies auch: Mit Ayurveda der Erkältung trotzen


Du willst noch mehr über Ayurveda wissen? Dann schau doch mal in unserer großen Ayurveda-Ecke vorbei.

Chakra-Power für eine gute Partnerschaft

Chakra-Power für eine gute Partnerschaft

Ist es wirklich egal, mit wem man zusammen ist, solange man sich selbst liebt? Die richtigen Ratgeber können einen zur falschen Zeit ganz schön unter Druck setzen. Aber es kann auch unser Verständnis für uns selbst und andere beflügeln. Wie kannst auch du Chakra-Power für eine gute Partnerschaft nutzen?

Ist er/sie noch der/die Richtige?

Wie viele Menschen in ihrem Bekanntenkreis haben begonnen, an ihrem Partner Fehler zu finden, nachdem sie angefangen haben, Yoga zu üben? Wie viele haben sich schließlich getrennt oder überlegen gerade, das zu tun? Ist Yoga ein Beziehungskiller? Gehen Yoga und Partnerschaft überhaupt zusammen? Theoretisch müsste das Leben zu zweit leichter sein, wenn wenigstens einer entspannt ist. Manchmal scheinen Beziehungen aber schwieriger zu werden, wenn man mit Yoga beginnt. Ein geflügeltes Credo in der spirituellen Szene lautet: Wenn man sich selbst liebt, ist es egal, mit wem man zusammen ist. Das hört sich erst mal gut an.

Manchmal beginnt man aber dann, sich selbst unter Druck zu setzen. Man versucht um jeden Preis, alles anzunehmen, was man beim anderen als störend empfindet. „Er/sie ist ja nur ein Spiegel von mir selbst“, sagt man sich dann. Das ist auch eine schöne und noble Idee. Leider versagt diese Theorie im Alltag oft. Denn anstatt uns wirklich mit den in uns aufsteigenden Gefühlen auseinanderzusetzen, begnügen wir uns mit der geistigen Haltung, alles sei gut, wie es ist. Insgeheim fangen wir aber trotzdem an, ein heimliches Konto zu führen. Darin zählen wir auf, was wir beim anderen alles heldenhaft „akzeptieren“. Und irgendwann – wenn die emotionalen Abbuchungen zu groß geworden sind – kündigen wir fristlos, um endlich den wirklichen „Seelenpartner“ zu finden. Oder wir ziehen uns ganz aus dem Beziehungs-Business zurück.

Zurück in die Höhle?

Den traditionellen Schriften nach sieht es sowieso gar nicht gut aus. Die Hatha Yoga Pradipika warnt bereits im ersten Kapitel vor den sechs Ursachen, die die guten Wirkungen des Yoga zerstören. Und sie ist da sehr allgemein: „Gesellschaft von Leuten“ ist eine davon. Der Raum, in dem der Yogi übt, soll „an einem einsamen Platz sein“. Die Bhagavad Gita sagt zunächst auch nichts anderes:

„Der Yogi soll beständig sich mühen in der Einsamkeit – allein, bezähmend Sinn und Selbst…“ (Bhagavad Gita, 6.10)

Yoga ist also etwas, das man allein erfährt. Warum wird dieser Artikel dann überhaupt gelesen? Wer sehnt sich – trotz Yoga und Mantra-Singen – nach einem Partner? Reichen die Erfahrungen auf der Yogamatte oder dem Meditationskissen doch nicht aus?

Auf der Suche nach der ewigen Party

Warum hat uns Yoga angezogen? Die Idee dahinter ist nicht gerade klein: die Verbindung vom individuellen mit dem kosmischen Selbst. Klar, dass das gerade in unserer Überflussgesellschaft des 21. Jahrhunderts interessanter ist denn je. Yoga ist heute für viele das, was Rock’n’Roll in den fünfziger Jahren war: ein großes Versprechen von Freiheit. Und das Gefühl der sechziger Jahre wird gleich mit eingepackt, die Idee der ozeanischen Verschmelzung mit allem: „We are one!“ Denn Yoga betont ja auch die Einheit allen Seins. Hier fängt aber das Missverständnis an, das für viele Beziehungen zur Falle wird. Denn Uabhängigkeit und Verschung oder Abhängigkeit gehen nicht gut miteinander.

Stirnkuss Paar Chakra-Power für eine gute Partnerschaft

Verbindung statt Fusion

Es lohnt sich also, genau hinzuschauen und bei der Silbe „yug“ – Verbindung – zu bleiben, die das Wort Yoga ausmacht. Genauso wie große Hoffnungen auf „Erleuchtung“ – die uns irgendwann in der Zukunft erlösen soll – uns unter Stress setzen und vom gegenwärtigen Moment wegleiten, sind übermäßige Erwartungen an den Partner das Ende jeder hoffnungsvollen Blüte. Es ist aber durchaus möglich, allein zu sein UND zusammen. Dann, wenn wir uns weder für andere aufgeben noch vor ihnen davonlaufen, weil sie unsere Praxis oder unser yogisches Leben gefährden (das wir sowieso nur alleine gestalten können). Das ist dann eine wirkliche, erwachsene Verbindung.

Empfindsam oder empfindlich?

Wer seine Achtsamkeit schult, wird feinfühliger für seine Bedürfnisse. Patanjali erklärt sehr genau, wie man mit der Lenkung seiner Energien und Sinne die Wahrheit über seine Natur erfährt. Manchmal übertreibt man aber auch mit der Praxis der Hellfühligkeit. Je nach Meditationstechnik stärkt man eher das Luft- oder Erdelement. Im ersteren Fall ist die Chance auf außersinnliche Erfahrungen groß. Leider steigt damit auch die Wahrscheinlichkeit, empfindlicher für Störungen zu werden und Handlungen oder Bemerkungen der Umwelt als Angriff zu sehen. Auch die ständige meditative Nabelschau mit Fragen wie „Tut mir das noch gut, mit ihm/ihr zusammen zu sein?“, „Gehen oder bleiben?“ oder „Ist er/sie mein Seelenpartner?“ ist langfristig der Tod einer lebendigen Beziehung. Es hilft also, eine „Gebrauchsanleitung“ für die Sinne zu haben, wenn man im Gefühlssturm steht.


Den Energiezentren zuhören

Das System der Chakren, der Energiezentren im physischen und feinstofflichen Körper, ist ganz praktisch im Alltag der Liebe spürbar. Wenn man Yoga als Entwicklungsweg sieht, dann tut man gut daran, sich nicht gleich auf die Spitze der Pyramide zu stürzen, sondern zunächst gut für sich selbst zu sorgen. Auf welchem Fundament ruhen wir? Darauf bauen schließlich auch unsere Beziehungen auf. Nutze Chakra-Power für eine gute Partnerschaft. Versuche, bereits beim Lesen die angesprochenen Bereiche deines Körpers mit der Achtsamkeit zu berühren.

Chakra-Power für eine gute Partnerschaft: Sicherheit

1. Muladhara Chakra – das Wurzel-Zentrum (unteres Ende der Wirbelsäule, Steißbein)
Ein stabiles Wurzelchakra zu haben, bedeutet, sich gut um seine Erdung zu kümmern. Wie viel Zeit nehmen wir uns, unseren Körper zu pflegen und zu nähren? Wenn es in unseren Beziehungen chaotisch ist, lohnt es, sich anzusehen, wie wir mit uns selbst umgehen. Kümmern wir uns um regelmäßige Mahlzeiten und einen gesunden Schlaf? Unser Umgang mit unserem eigenen Körper ist Spiegel und Grundlage für alle weiteren Begegnungen mit unserer Umwelt.

Chakra-Power für eine gute Partnerschaft: Gefühle

2. Swadhisthana Chakra – das Sakral-Zentrum (Schambein, Kreuzbein)
Von hier aus begeben wir uns in das Spiel und in den Fluss des Lebens. Mit dem Moment fließen zu können wie das Wasser ist eine Fähigkeit, die wir lernen können. Dies kann jedoch erst beginnen, wenn wir eine stabile Basis haben. Wenn wir uns sicher und geborgen fühlen, haben wir auch die Möglichkeit, unsere Gefühle wahrzunehmen und anderen zu zeigen. Das manifestiert sich in spielerischer Lebensfreude – und kulminiert in gutem Sex. Ein gesunder Beckenraum ist Ausdruck eines genährten Sakral-Chakras.

Chakra-Power für eine gute Partnerschaft: Selbstwert

3. Manipura Chakra – das Nabel-Zentrum (Bauch, Lendenwirbelsäule)
Vom Bauch aus können wir unsere Energie strahlen lassen wie eine Sonne. Nachdem wir unseren Anteil an der Schöpfung berührt und angenommen haben, lernen wir mit der Konzentration auf unseren Bauch, uns selbst zu schätzen. Wir präsentieren uns und sind in der Lage, zu führen und zu transformieren, mit der Elementarenergie des Feuers. Ein gesunder Selbstwert erlaubt uns auch, gesunde Grenzen zu setzen und die Grenzen anderer zu respektieren.

Chakra-Power für eine gute Partnerschaft: Liebe

4. Anahata Chakra – das Herz-Zentrum (Herz, Brustwirbelsäule)
Die Kraft unseres Atems sitzt in der Brust. Sie wird gestärkt durch einen gesunden Selbstwert aus dem Bauch. Erst dann sind wir in der Lage, bedingungslos zu lieben, ohne bedürftig zu sein. In emotional schwierigen Momenten hilft uns das Element der Luft, wenn wir tief ein- und ausatmen. Das aktiviert unseren Herzraum. So kannst du erfahren, wie du dein Herz für Liebe öffnest. Unsere bereits in den Yoga-Sutras beschriebene Liebesfähigkeit hilft uns dann, Situationen so anzunehmen, wie sie gerade sind. Wichtig ist, dass wir es uns nicht nur vorstellen, sondern wirklich in der Brust fühlen.

Chakra-Power für eine gute Partnerschaft: Kommunikation

5. Vishuddha Chakra – das Kehl-Zentrum (Kehle, Halswirbelsäule)
Das Element des Raumes trägt den Klang, mit dem wir mit unserem Partner in Kontakt sind. Wenn wir die Fähigkeit zur Hingabe erlernt haben, sind wir in der Lage, respektvoll und wertschätzend zu kommunizieren. Auf diese Weise laden wir auch unser Gegenüber ein, sich selbst als gesund und ganz wahrzunehmen. Indem wir darauf verzichten, anzuklagen, und stattdessen unseren Partnern zeigen, dass wir sie für voll nehmen, vergrößern wir auch den Raum, in dem spirituelle Entwicklung möglich wird.

Chakra-Power für eine gute Partnerschaft: Intuition

6. Ajna Chakra – das Stirn-Zentrum (Stirn, Hinterkopf)
Das Ajna Chakra steht für die reine Wahrnehmung, frei von Einfärbung durch vergangene Eindrücke. Wenn unser Verstand klar ist, kann sich unser intuitives Wissen frei entfalten. Konzentrieren wir uns auf den Punkt zwischen den Augenbrauen, dann stehen wir in Kontakt zu unseren inneren Welten. Das hilft auch unserem Umgang mit dem Partner oder der Partnerin. Wir halten keine alten Geschichten fest, sondern werden visionär – auch was unsere Beziehung und ihre Möglichkeiten angeht.

Chakra-Power für eine gute Partnerschaft: Spiritualität

7. Sahasrara Chakra – das Kronen-Zentrum (Scheitel, Schädeldecke)
Über dem Scheitel sitzt unsere Verbindung zum Zustand der Einheit. Wenn wir hier ankommen, haben die Ratgeber recht: Es ist egal, wer mit uns auf dem Weg ist. Aber es gibt keine Erleuchtung ohne Herz. Und kein Herz ohne Wurzeln. Es gibt möglicherweise keine Abkürzung zu Gott, als den Weg über das Mensch-sein und das Miteinander. Wie soll man Gott erkennen, wenn man ihn nicht im Partner oder der Partnerin sehen kann?

Das Patentrezept für gute Beziehungen

Im besten Fall sorgt man also zunächst tatsächlich gut für seine eigenen Wurzeln. Dann ist Raum, Gefühle wahrzunehmen und auszuleben, sich in der Welt zu zeigen und durchzusetzen. Wenn man präsent geworden ist, kann man Liebe schenken, anstatt sie zu fordern, und durch die eigene liebevolle Kommunikation auch andere Menschen bereichern. Wenn wir uns auf diese Weise um die Außenwelt gekümmert haben, wird schließlich der Weg nach Innen offen.

Noch mehr zum Thema Chakren? Übe unsere Chakra-Yoga Sequenz!