Ayurvedisch frühstücken: 2 Rezepte für kalte Tage

Ayurvedisch frühstücken

Je kälter es draußen wird, desto wärmer darf unser Frühstück sein. Wir zeigen dir, wie du einen ayurvedischen Grießbrei oder ein Linsen-Dhal mit getrockneten Pflaumen zubereitest und dir so deinen Start in den Tag versüßt.

Ayurvedischer Grießbrei

Das brauchst du für 4 Personen:

  • 200 g Weichweizen-Grieß
  • 700 ml (pflanzliche) Milch
  • 5 EL Rohrzucker
  • 4 EL Ghee oder Kokosfett
  • 1 TL Zimtpulver
  • 1 Prise Salz
  • 50g geröstete Mandelblättchen oder -stifte

Es darf etwas ausgefallener sein? Dann kannst du je nach Vorliebe noch 2 EL getrocknete Cranberries, Rosinen oder Aprikose dazugeben. Die abgeriebene Schale einer Orange und ihr Saft zaubert aber auch einen wunderbar winterlichen Geschmack in deinen Grießbrei.

Und so geht’s:

  1. Die Mandelblättchen oder -stifte in einer Pfanne ohne Fett anrösten.
  2. Das Ghee oder Kokosfett in einem Topf erhitzen und darin den Grieß unter Rühren anrösten, bis er goldbraun ist und das Ghee wieder austritt. Die (pflanzliche) Milch in einem separaten Topf erhitzen und zum Grieß geben. Es funktioniert auch mit kalter Milch, dann aber Vorsicht: Den Topf unbedingt vom Herd ziehen und die Milch vorsichtig zugießen, da der Grieß anfängt zu spritzen. Das gibt fiese kleine Brandblasen.
  3. Nun Zucker, Zimtpulver, Mandeln und eventuell Orangenschale, den Saft und die getrockneten Früchte zugeben und alles gut vermischen.
  4. Den Grieß auf kleiner bis mittlerer Hitze ca. 15 Minuten unter Rühren wachsen und gedeihen lassen. Et voilà…

Als Getränk dazu? Unbedingt unseren selbst gemachten Chai probieren!

Süßer Linsen-Dhal mit getrockneten Pflaumen

Das brauchst du für 4 Personen:

  • 200 g rote Linsen
  • 700 ml Gemüsebrühe
  • 150 g getrocknete Pflaumen ohne Kern
  • 1 geriebener frischer Apfel
  • Saft von einer Orange
  • 2 EL Ghee
  • 2 TL mildes Currypulver
  • 4 EL Rohrzucker
  • 2 TL gehackter frischer Ingwer
  • 1 TL Salz

Und so geht’s:

  1. Die Linsen mindestens dreimal mit klarem Wasser waschen.
  2. Apfel grob reiben und mit Orangensaft mischen.
  3. Das Ghee in einem Topf erhitzen. Ingwer, Pflaumen und Apfel zugeben und zwei Minuten darin glasig dünsten.
  4. Currypulver und Zucker hinzufügen, kurz darauf die Linsen zugeben und alles für drei Minuten gut verrühren.
  5. Gemüsebrühe zugießen und die Linsen auf mittlerer Hitze für 20-30 Minuten bis zur gewünschten Konsistenz einkochen lassen. Vor dem Servieren mit etwas Salz und Zucker abschmecken.

Du siehst: Ayurvedisch frühstücken ist gar nicht so schwer und kann sehr abwechslungsreich gestaltet werden. Wie sieht dein Lieblings-Frühstück zur Zeit aus? Verlinke uns gerne auf Instagram in deinem Foto.

Kürbis-Rezept: Gefüllter Hokkaido

Kürbis Rezept gefüllter Hokkaido

Wenn die Tage kühler werden, empfiehlt es sich, dem Körper viel Wärme zu geben: Unser Essen sollte unser Zentrum nähren und stabilisieren. Die folgenden Gewürze und Kräuter sind so ausgesucht, dass sie die Pole Yin und Yang ausbalancieren.

Bevor du anfängst, solltest du beachten: Die verwendeten Mengen sind von der Größe des Kürbisses abhängig. Die Angaben in diesem Rezept gelten für einen mittelgroßen Kürbis. Wie immer bei frischen Zutaten der Saison, können Garzeiten und Geschmack etwas variieren. Daher ist es wichtig, auf das eigene Gefühl und die Intuition zu hören. Experimentiere einfach ein bisschen und hab Spaß dabei.

Zutaten für einen gefüllten Hokkaido-Kürbis

  • 1 mittelgroßer Hokkaido-Kürbis
  • 1 Tasse brauner Reis (gekocht)
  • ½ Tasse klein gehackte Datteln
  • ½ Tasse Kürbiskerne
  • 2 rote Paprika (gewürfelt)
  • ½ Tasse Kokosflocken
  • 1 Tasse Koriander (gehackt)
  • 6 fein gehackte Frühlingszwiebeln
  • 1 Tasse Basilikumblätter (gehackt)
  • 1 Tasse Kokosmilch
  • ½ TL Kümmelpulver
  • ½ TL Currypulver
  • 1/3 TL Kurkumapulver
  • 2 TL Olivenöl
  • Salz und Pfeffer zum Abschmecken

Und so einfach geht’s:

Vom Hokkaido-Kürbis einen Deckel abschneiden und mit einem scharfkantigen Löffel alle Kerne aus dem Inneren entfernen. Den gekochten Reis in einer Schüssel gut mit allen anderen Zutaten vermengen und die Masse in den Kürbis geben. Den gefüllten Kürbis wieder mit dem Deckel verschließen und bei 180 Grad für ca. zwei Stunden im Ofen backen lassen.


Über Krishnataki

Krishnataki

Seele, Körper und Geist – ein gutes Essen nährt alles. Deswegen sind für den griechischen Yoga- und Thaimassage-Lehrer bei Kursen und Retreats die Mahlzeiten die wichtigsten Übungseinheiten. Krishnataki oder Thakis, wie ihn seine Freunde nennen, lässt es sich trotz vollem Stundenplan auch nicht nehmen, bisweilen selbst für die Kursteilnehmer zu kochen: mit viel Wissen und Intuition. Seine Karriere begann überhaupt in der Küche: Weil seine griechische Familie sich regelmäßig obskuren Diäten unterzog, wollte er mehr über Ernährung erfahren. Er lernte zunächst alles über die gesunde griechische Küche, wurde Koch und leitete mit 23 Jahren das Restaurant eines Casinos. Als er Thailand bereiste, um mehr über die asiatische Küche zu erfahren, riet ihm ein Mönch: „Du solltest Thai-Masseur werden, du hast gute Hände.“ So kam es. Später studierte Krishnataki auch in Indien und Japan – und zwar sowohl chinesische als auch ayurvedische Medizin und Ernährung. Zu Hause in und um sein Sunshinehouse auf der Insel Evia bei Athen wachsen allerlei Früchte, Kräuter und Gemüse, alles ökologisch versteht sich. www.thaimassage.gr

Rezeptbild: Bild von Pexels auf Pixabay 

https://yogaworld.de/herbstmeditation-und-yoga-praxis/

Judith Harsch – dōTERRA

Judith Harsch ist Expertin für ätherische Öle & Rechtsanwältin für selbstständige Frauen. Sie ist 40 Jahre alt und lebt zusammen mit ihrem Mann und zwei kleinen Kindern in Stuttgart. Ihre Herzensmission ist es, anderen Menschen zu zeigen, wie man auf einfache Art und Weise mehr Selfcare in den knallvollen Alltag integriert. Die kraftvollen ätherischen Öle von dōTERRA sind ein simples & effektives Tool dabei.

Mehr Infos unter: www.judith-harsch.de und auf Instagram unter: @judith.harsch

Vortrag: „Die Kraft ätherischer Öle“


Judith Harsch auf der YogaWorld 2024 in Stuttgart:

Samstag, 6. April // 16:15 – 16:45 Uhr // Die Kraft ätherischer Öle // Yamuna Vortragsraum



Yoga for Cancer: „Yoga hat mir geholfen gesund zu werden“

Yoga for Cancer

Weltweit gilt der Oktober als „The Breast Cancer Awareness Month“: Die Erforschung von Brustkrebs, Vorbeugung und Behandlung stehen im Fokus. Yogalehrerin Stephanie weiß aus eigener Erfahrung, dass die Krankheit jeden treffen kann. Nach ihrer eigenen Genesung gründete sie „Yoga for Cancer“ – eine Charity-Organisation, die Online Yoga auf freiwilliger Spendenbasis (nicht nur) für Krebspatienten anbietet.

Ein strahlendes Lächeln, glänzende Augen, ein starker Körper – nichts erinnert an Chemotherapie und Krankenhaus, an Schwäche und Müdigkeit. Stephanie hat den Krebs besiegt und dass ihr das so gut gelungen ist, führt die ehemalige Modejournalistin unter anderem auf ihre Yogapraxis zurück. Damit auch andere Frauen genau davon profitieren können, hat die Yogini „Yoga for Cancer“ ins Leben gerufen. Wie es dazu kam, wie Yoga ihr geholfen hat und wie auch du Teil des Projekts werden kannst, hat Stephanie uns im Interview erzählt. Übrigens: Einen ersten Einblick bekommst du am Ende des Artikel mit einem 45 Minuten-Video von Yogalehrerin Tatiana Schäfers.

Liebe Stephanie, schon vor deiner Krankheit war Yoga ein wichtiger Teil deines Lebens. Hat sich deine Praxis mit der Diagnose Krebs verändert?

Ja sehr. Vor meiner Krankheit war für mich der Fitnessfaktor entscheidend. Shavasana fiel mir unendlich schwer. Doch von dem Tag an, an dem ich die Worte hörte „Es ist gut, dass Sie gekommen sind, es ist bösartig“ wurde alles anders. Ich suchte nach Möglichkeiten, mit der Diagnose umzugehen, fing an zu meditieren, und lernte, Körper und Geist als Einheit wahrzunehmen. Wir leben in einer sehr verkopften Welt und genauso habe ich auch gelebt. Yoga hat mir beigebracht, auf meinen Körper zu hören, ihn zu spüren – auch, wenn das nicht immer leicht war während der Chemotherapie und mit den Operationen. Ich musste lernen, auf mich Rücksicht zu nehmen, und nicht immer meinem Kopf das Kommando zu überlassen. Wenn mir heute etwas zu viel wird, nehme ich mir einen Moment Zeit und schaue, wie sich das anfühlt, was der Stress in meinem Körper macht. Merke ich, dass sich das nicht gut anfühlt, mache ich eine Pause. Früher hätte ich einfach durchgepowert. Liebe ist das Schlüsselwort, aber nicht nur die Liebe zum eigenen Körper, sondern die Liebe zu sich selbst in seiner ganzen Gesamtheit aus Körper, Geist und Seele. Das hat mir Yoga beigebracht. Das hat mir geholfen, gesund zu werden. Und das möchte ich weitergeben. Krebs ist schrecklich, aber Krebs ist auch eine Chance. Dieses hier ist meine. Die möchte ich nutzen.

Vor deiner Krebs-Erkrankung hast du Yoga nur privat praktiziert. Nach der Reha kam dann die Ausbildung zur Yogalehrerin …

Die Yogalehrerausbildung war tatsächlich nicht geplant, sondern purer Zufall. Ich wollte eigentlich gar keine Yogalehrerin werden. Nicht die nächste Moderedakteurin, die auf Yoga umsattelt – dieses Bild hatte ich im Kopf und das hat dafür gesorgt, dass ich zunächst nicht auf mein Herz gehört habe. Aber dann stand die Reha an. Ich sprach mit meinem Arzt darüber und sagte beiläufig: Wenn sie dort kein Yoga anbieten, schnappe ich mir ein paar Patientinnen und unterrichte eben selber. Ich habe mir nicht viel dabei gedacht, habe das so dahingesagt, aber genauso ist es gekommen. Drei Monate nach meiner zweiten OP bin ich in ein Yoga-Retreat gefahren. Das war mein Geschenk an mich dafür, dass ich alles überstanden hatte. Dort habe ich alle Stunden mitgemacht, als wäre nie etwas gewesen. Ich war so stolz und glücklich und beschloss, den heilenden Effekt von Yoga auch anderen zu ermöglichen. Ich machte erst eine klassische Yogalehrerausbildung und danach eine Zusatzausbildung für Yoga mit Krebspatienten.

So kam es dann auch zur Gründung von Yoga for Cancer?

Ja. Das Konzept ist sehr einfach: Yogalehrer spenden eine Yogastunde. Und auch die Teilnahme läuft auf Spendenbasis. Auch die Idee zu Yoga for Cancer entstand lustiger Weise durch Zufall, in einem Gespräch mit Freunden. Plötzlich war sie da und ich merkte, wow, das ist genau das, was ich machen möchte: Mit Yoga Gutes tun. Ich hatte ursprünglich geplant, mit Yogastudios zu kooperieren, doch dann kam der Lockdown und alle Studios schlossen. Also launchte ich den Yoga for Cancer-Yogakanal auf Youtube. Ich fragte befreundete Yogalehrer, ob sie Yoga for Cancer ein Yogavideo spenden würden. Und ja, das taten sie! So fing es an. Jetzt gehe ich im Brustkrebsmonat Oktober den nächsten Schritt: Spenden-Yoga-Events online veranstalten, mit tollen Partnern wie dem slowenischen Yogamattenlabel Melon & Lime oder dem Berliner Online-Magazin Heyday.

Wendet ihr euch mit Yoga for Cancer ausschließlich an Krebspatienten?

Yoga for Cancer bietet Yoga für alle an. Ich wollte bewusst niemanden ausklammern oder hervorheben, sondern alle ansprechen und allen Menschen die Möglichkeit geben, diese zu nutzen und damit sich – und anderen – etwas Gutes zu tun. Wir haben sogar ein Stuhlyoga-Video auf unserem Youtube-Kanal, was sehr gut ankam. Natürlich sind auch ein paar Videos dabei, die sich speziell an Krebspatienten richten, weil das die Ausrichtung meiner Arbeit als Yogalehrerin ist, die ich mit meinem Happie Haus stetig weiter ausbaue. Aber auch diese besonderen Krebsvideos können im Prinzip alle nutzen.

Was ist deine Vision für Yoga for Cancer? 

Ich wünsche mir, dass Yoga for Cancer ein internationaler Begriff wird. Eine Bewegung. Ein Name wie Wimbledon oder der New York Marathon. Ich möchte, dass Menschen auf der ganzen Welt Yoga mit Yoga for Cancer Yoga praktizieren können und wir damit richtig viel Aufmerksamkeit für das Thema Krebs und Gesundheit generieren – und wir mit den eingenommenen Spenden richtig viel Gutes tun können. Deswegen hier der offizielle Aufruf: Liebe Yogalehrerinnen und Yogalehrer, wenn Ihr Yoga for Cancer ein Video spenden wollt oder bei unserem nächsten Event dabei sein wollt: Meldet Euch!

Yoga for Cancer Spenden event
Das erste „Yoga for Cancer“ Online-Spenden-Event findet am 11.10 statt. Du willst dabei sein? Dann melde dich einfach an: Zur Anmeldung #melonandlimexyogaforcancer

Übrigens, wer am 11.Oktober keine Zeit hat oder zwei Mal mitmachen möchte: Das zweite Spendenevent (in Kooperation mit Heyday) findet am 27. Oktober mit Moderatorin Loretta Stern und tollen Gästen wie Mirian Lamberth statt. Schaut einfach regelmäßig auf unserem Instagram-Kanal vorbei, dort teasern wir die Spenden-Events an.


Mehr Infos zu Stephanie und Yoga for Cancer findest du hier:
Website: yogaforcancer.de
Youtube: www.youtube.com
Instagram: powered by Happie Haus @happiehausberlin
Website Happie Haus: happiehaus.com

Video: Sanftes Yoga bei Krebs – 45 heilsame Minuten

Tatiana von Megaherz Yoga für Yoga for Cancer

Rezept für Grüne Miso-Suppe

Mal etwas ganz anderes als die typische Miso-Suppe! Mangoldblätter sorgen für Frische und Farbe, Miso-Paste für den Umami-Geschmack. Noch würziger schmeckt es, wenn du vor dem Pürieren getrocknete Tomaten dazugibst.

Zutaten für gründe Miso-Suppe

Ergibt insgesamt 4 Portionen:

  • 2 EL Traubenkernöl (oder ein anderes neutral schmeckendes Öl)
  • 1 Tasse fein geschnittene Zwiebeln
  • 4 Tassen Gemüsebrühe oder Wasser
  • 4 Tassen gehackte Mangoldblätter (Stängel und Blattrippen zuvor abschneiden und beiseite legen)
  • 3 gehäufte EL weiße oder gelbe Miso-Paste
  • 1 Tasse gehackte Mangoldstängel und -blattrippen
  • 2 EL Semmelbrösel

Zubereitung:

1. Die Hälfte des Öls bei mittlerer Temperatur in einem Topf erhitzen. Die Zwiebeln darin weich braten. Die Brühe angießen und erhitzen, bis sie schwach köchelt. Dann die Mangoldblätter dazugeben und 3 Minuten garen. Den Topf vom Herd nehmen, Miso unterrühren und die Suppe fein pürieren (falls nötig portionsweise).

2. Das übrige Öl in einer kleinen Pfanne stark erhitzen. Mangoldstängel und -blattrippen mit den Semmelbröseln darin unter ständigem Rühren 1–2 Minuten anbraten, bis die Mischung knusprig wird.

3. Die Suppe in vorgewärmten Schalen anrichten und mit der Knuspermischung garnieren.

Wärme-Sequenz für inneres Feuer

Yoga für inneres Feuer

Diese Yoga-Sequenz für inneres Feuer heizt dich auf und fördert deine Fitness. Zudem dehnen und kräftigen die Asanas die Muskeln und regen Kreislauf und Durchblutung an.. Wie wäre dazu es mit dieser Yoga-Playlist?  

Stimme dich in die Praxis ein 

Meditation: Nimm eine angenehme Sitzhaltung ein und chante drei Mal das OM. Anschließend stimmst du dich auf deinen Atem ein und beobachtest einige Minuten lang, wie er ein- und ausströmt.
Drehen und Atmen: Lege die Hände auf die Schultern und strecke die Schultern zu den Seiten. Mit einer Einatmung drehst du dich nach rechts, ausatmend nach links – das kann ganz langsam sein oder dynamisch. Nach zwanzig Wiederholungen wechselst du die Richtung: Einatmung nach links, Ausatmung nach rechts.
Die Sonne grüßen: Mit drei bis fünf Runden Sonnengruß wärmst du den Körper auf und bringst den Kreislauf in Schwung.

Asanas, die inneres Feuer entfachen 

Gedrehte Stehhocke

Parivritta Utkatasana mit Anjali Mudra – Gedrehte Stehhocke

Diese Haltung fördert Kraft und Ausdauer und bewirkt eine schöne Dehnung und Öffnung für den unteren Rücken. Sie beginnt in Tadasana (Berghaltung). Mit einer Einatmung beugst du die Beine, kommst in Utkatasana (Stehhocke) und legst die Hände vor der Brust im Anjali Mudra aneinander. Mit einer Ausatmung drehst du dich nach rechts. Wenn möglich, legst du den linken Ellenbogen oder gar die linke Schulter an die Außenseite des rechten Beins, anderenfalls ans linke Bein. Achte darauf, dass die Knie dabei auf einer Höhe bleiben. Zum Schluss drehst du auch den Kopf möglichst entspannt nach rechts.

Uttanasana – Vorwärtsbeuge aus dem Stand

Gehe möglichst geschmeidig von Parivritta Utkatasana in Uttanasana über. Aus der Vorwärtsbeuge hebst du noch einmal Rumpf und Arme in Utkasana, dann lässt du dich wieder in die Vorwärtsbeuge sinken. Strecke die Beine nur so weit, wie du den Rumpf lang und den Bauch weich halten kannst und konzentrierst dich darauf, die Körperrückseite auszudehnen.

Ardha Uttanasana – Halbe Vorwärtsbeuge aus dem Stand

Nach einem tiefen Atemzug hebst du mit einer Einatmung den Rumpf und streckst ihn nach vorn. Dabei bleiben die Finger auf Höhe der Zehen am Boden liegen, oder du legst sie locker an die Schienbeine. Auch hier kannst du die Knie wieder gebeugt halten, wichtiger sind Weite in der Brust und Länge in der Wirbelsäule. Dazu ziehst du das Brustbein nach vorn und das Schambein nach hinten.

Chaturanga Dandasana – Viergliedrige Stabhaltung

Lege die Hände flach auf den Boden und setz die Füße mit einem Sprung oder mehreren Schritten nach hinten in die Stabhaltung, dabei geht der Blick nach unten. Du schiebst die Fersen nach hinten und ziehst Schambein, Brustbein und Schädeldecke nach vorn, so dass der gesamte Körper eine stabile Linie bildet. Dabei sollte kein Körperteil schmerzen. Wenn du dich nur mit Willenskraft in Chaturanga Dandasana hältst, dann streckst du lieber die Arme in die Bretthaltung. Aus Stab- oder Bretthaltung lässt du dich langsam in die Bauchlage sinken. Lege gerne für einen Moment die Stirn auf einem Kissen aus deinen Händen ab und schaukel die Hüfte von Seite zu Seite, um zu entspannen.

Urdhva Mukha Shvanasana – Nach oben schauender Hund

Aus der Bauchlage gehst du mit einer Einatmung in den nach oben schauenden Hund über. Dazu verwurzelst du die Handflächen, die Fuß- und die Zehen­oberseiten stabil am Boden. Ziehe das Schambein Richtung Nabel, um die Lendenwirbelsäule lang zu halten und finde eine gute Ausrichtung für die Schultern: Weder lässt du den Rumpf zwischen den Schultern hängen, noch klemmst du mit den Schultern den Nacken ein. Die Brust ist weit, der Nacken verläuft möglichst entspannt in der Verlängerung der gebogenen Wirbelsäule. Dazu stellst du dir vor, dass du sanft durch den Nacken atmest.

Adho Mukha Shvanasana mit Drehung- Nach unten schauender Hund

Richte den nach unten schauenden Hund sorgfältig ein, bevor du die Drehung dazu nimmst: Die Hände sind gut am Boden verwurzelt, die Schultern nach hinten gerollt, der Rumpf ist lang gestreckt, die Beine dürfen gebeugt sein. Mit einer Ausatmung strecke den linken Arm unter dem Körper hindurch und greife nach der rechten Wade oder Ferse. Dabei geht die Drehung von der Taille aus, das Becken bleibt möglichst gerade in seiner Ausrichtung. Bewege dich langsam und wahre die Stabilität der Haltung. Beide Beine sind gleich aktiv.

Virabhadrasana I – Heldenhaltung I

Heldenhaltung I

Aus dem Hund setzt du mit einer Ausatmung den rechten Fuß nach vorn zwischen die Hände und drehst den linken Fuß auswärts, so dass du die Ferse absetzt kannst. Mit einer Einatmung verwurzelst du die Füße und Beine nach unten und heben den Rumpf. Die Außenkante des hinteren Fußes bleibt am Boden, das vordere Knie ist über dem Fußgelenk ausgerichtet, das Schambein wird gehoben und die Brust weitet sich. Die Hände liegen an den Hüften, im Anjali Mudra vor der Brust oder sie sind locker nach oben gestreckt. Dabei bleiben die Schultern tief.

 

 

Virabhadrasana II – Heldenhaltung II

Mit einer Ausatmung drehst du aus der Heldenhaltung I den Rumpf nach links und senkst die Arme seitlich auf Schulterhöhe. Strecke dich von der Mitte zwischen den Schulterblättern aus durch beide Arme gelöst in die Länge. Becken und Beine bleiben in ihrer stabilen Ausrichtung, der Blick geht weich über die vordere Hand. Diese Haltung bringt Kraft und Beweglichkeit wunderbar in Ausgleich.

 

Prasarita Padottanasana mit Drehung- Vorwärtsbeuge aus der stehenden Grätsche

Strecke aus der Heldenhaltung mit einer Ausatmung das rechte Bein und richte die Füße parallel zueinander aus. Lege die Hände aufs Kreuzbein und ziehe die Ellenbogen nach hinten. Einatmend hebst du die Brust und senkst das Steißbein, ausatmend lässt du den Rumpf lang gestreckt nach vorn sinken. Die rechte Hand bleibt am Kreuzbein, die linke Hand legst du in die Nähe des rechten Fußes auf den Boden oder – wenn möglich – um das rechte Fußgelenk. Einatmend streckst du die Wirbelsäule lang, ausatmend drehst du den Bauch langsam nach rechts. Weite die rechte Brust und Achsel. Die Hand kann weiter am Kreuzbein liegen oder du streckst sie senkrecht nach oben. Das Becken steht weiterhin gerade, der Rumpf ist bis zum Scheitel lang gezogen, die Oberschenkelinnenseiten schmiegen sich zur Mitte hin, um die Haltung zu stützen. Nach drei Atemzügen löst du die Drehung wieder.

Parshva Bakasana- Seitlicher Kranich

seitlicher Kranich

Beginne wie in Übung 1 in der nach rechts gedrehten Stehhocke. Lege die Hände auf den Boden, der linke kleine Finger steht dabei mit etwa 30 Zentimeter Abstand in einer Linie mit dem rechten kleinen Zeh, die Hände sind schulterbreit voneinander entfernt. Drücke die Knie aneinander, um sich zu stabilisieren, und hebe die Fersen. Gleichzeitig beugst du die Arme und verlagerst dein Gewicht langsam nach vorn. Der rechte Oberschenkel ruht auf dem linken Oberarm. Nun versuchst du, einen Fuß nach dem anderen vom Boden zu lösen (Alternative: einen Block unterlegen). Richte den Blick eher nach vorn, das mindert das Risiko, nach vorn zu kippen. Um ganz sicher zu gehen, legst du ein Kissen unter. Nach drei bis fünf Atemzügen kehre zurück in die Stehhocke.

 Uttanasana – Vorwärtsbeuge aus dem Stand

Aus der Stehhocke lege die Hände auf den Boden. Mit einer Ausatmung hebe das Becken und strecke so gut es geht die Beine. Lass den Rücken lang nach vorn sinken und spüre, wie der Körper die vorangegangenen Drehungen verarbeitet und neutralisiert. Der Kopf hängt locker nach unten, dabei versuche bewusst, Spannungen los zulassen, um dann möglichst offen in die nun folgende Wiederholung zu gehen.

Wiederholung der Asanas: Übe die gesamte Sequenz noch einmal seitenverkehrt und beobachte dabei genau, was sich ähnlich anfühlt und was verschieden.

Abkühlen nach der Wärme-Sequenz für inneres Feuer

Vier Übungen helfen dir, vor der Endentspannung allmählich zur Ruhe zu kommen: Upavishtha Konasana (Vorwärtsbeuge aus der Grätsche im Sitzen), Setu Bandha Sarvangasana (Schulterbrücke), eine Drehhaltung in Rückenlage und Viparita Karani (halber Schulterstand) mit dem Becken auf einem Kissen und den Beinen an der Wand.

Um die Wärme-Sequenz für inneres Feuer abzuschließen, lege dich in Savasana (Totenstellung) und lasse dein Körpergewicht bewusst nach unten sinken. Setze dich nach 10 Minuten mit geschlossenen Augen wieder auf und chante drei Mal das OM.

Kakao-Zeremonien: Humbug oder Heilung?

Kakaozeremonie

In der Yogaszene sind Kakao-Zeremonien inzwischen kein Geheimtipp mehr. Was steckt wirklich dahinter? Handelt es sich eher um Humbug, oder kann dort nachhaltige Heilung entstehen?

Wieso überhaupt Kakao-Zeremonien?

Nein, es handelt sich bei dem verwendeten Kakao nicht um normalen Kinder-Kaba sondern um Rohkakao, der vom Geschmack her so intensiv und bitter ist, dass er nicht direkt an Schokolade, wie wir sie kennen, erinnert. Denn dem Rohkakao ist kein Zucker beigemischt, dafür ist die Kakaobutter nicht abgeschöpft, sondern schwimmt oben auf dem Getränk. Rohkakao wird in Blöcken verkauft, die man zerkleinert und dann zum Verzehr mit Pflanzenmilch oder Wasser aufgießt. Nach dem Einrühren unter Hitze kann er mit Zimt, Chili, Pfeffer oder Agavensirup verfeinert werden.

Rohkakao ist nicht nur reichhaltig an Nährstoffen wie Eisen oder Kalzium, sondern besitzt auch einen einzigartigen Wirkstoff namens Theobromin. Es wirkt ganz leicht bewusstseinsverändernd. Es handelt sich dennoch um keine Droge, denn es macht nicht süchtig. Wer Kaffee gewohnt ist, spürt wegen des Koffeingehaltes weniger. Auch auf leeren oder vollen Magen wirkt der Kakao unterschiedlich. Vor allem wird diesem Wirkstoff eine herzöffnende Wirkung nachgesagt. Wegen der aktivierenden Wirkung auf das Herz sollten Kranke und auch Schwangere vorsichtig sein.

Wieso trinkt man ihn dann? Man erhält vom Kakao Antworten, auf die man sonst nicht kommt. Es ist so, als wäre der Verstand ausgeschaltet und die pure Intuition spricht direkt zu dir. Diese magische Wirkung wurde bereits von den Maya erkannt und genutzt. In Teilen Südamerikas wird er bis heute als das „Getränk der Götter“ bezeichnet und verehrt. Aber Achtung: Man kann auch von dieser Heilpflanze eine Art Kater beziehungsweise Kopfschmerzen bekommen. Deshalb ist es sehr wichtig, nachdem die Stunde Wirkungszeit verstrichen ist, viel Wasser zu trinken. So wird alles was sich lösen durfte aus dem Körper gespült.

Was kannst du bei einer Kakao-Zeremonie erwarten?

Kakao-Zeremonien ähneln einander manchmal nur durch den Kakao. Denn jede*r Veranstalter*in setzt den Kakao mit einer anderen Intention ein. Mal stehen gemeinsamer Gesang mit Trommeln, Mantras oder Tanzen im Mittelpunkt. Andere legen den Fokus auf den Voll- oder Neumond, auf Coaching-Übungen oder einen Sharing Circle. Das sind Runden, wo jede*r die eigenen Gefühle frei oder auf ein bestimmtes Thema bezogen teilen darf. Manche Coaches setzen den Kakao sogar im 1:1-Coaching zur Unterstützung ein. Es gibt auch Kakao-Zeremonien in Frauenkreisen oder in Kombination mit Ecstatic Dance oder Yin Yoga.

Eine persönliche Erfahrung

Unsere Mitarbeiterin Kerstin Thost war bei einer Kakao-Zeremonie mit einem Sharing Circle und (Mantra)-Gesang dabei und teilt ihre Erfahrungen:

Beim Sharing Circle teilst du deine tiefsten Themen mit einer Gruppe von (meist) Fremden. Das war zunächst etwas ungewohnt. Doch niemand wird gezwungen. Es ist Teil des Prozesses, sich mal den Raum und die ungeteilte Aufmerksamkeit einer Gruppe zu nehmen. Außerdem gibt es keine Zufälle. Das Faszinierende ist, dass fast alle mit ähnlichen Themen zusammen kommen. Vielleicht liegt es an der aktuellen Zeitqualität oder der Planetenkonstellation, oder etwas noch magischerem. Die Leiterin des Kreises nimmt alle Themen auf und passt sie an Lieder an. Willst du etwas loslassen? Dann wird die Göttin Kali gerufen. Fühlst du dich im Alltag zu wenig geerdet? Dann wendest du dich an Pachamama, Mutter Erde. Kakao wird hier nicht für den Konsum, sondern für die Achtsamkeit eingesetzt und mit einer bestimmten Absicht getrunken.

Überlege dir eine Frage, auf die du eine Antwort von „Mama Kakao“ haben möchtest. Der erste Schluck schmeckt fremd und obwohl ich regelmäßig Kaffee konsumiere, spüre ich etwas. Ich bin offener und zugänglicher, verletzlicher als ich mich im Alltag traue zu sein. Ich teile Gedanken und Gefühle, bei denen es mir schwer fällt, sie meinen Freunden zu erzählen. Aber nicht weil das alle so machen und ich unter Gruppenzwang stehe. Sondern weil ich das Gefühl habe, dort alles loslassen zu können. Was im Sharing Circle geteilt wird, bleibt dort. Außerdem traue ich mich frei wie ein Kind zu singen, auch wenn ich im Alltag nicht mal beim Singen unter der Dusche gehört werden will.

Am Ende des Abends fliege ich. Ich kann nicht mehr sagen, was von dem Wirkstoff kommt und was von der offenen Gemeinschaft. Am Anfang hat es mich beruhigt, dass alle fremd waren. So hatte ich das Gefühl, dass ich von keinen Erwartungen oder Bewertungen beeinflusst werde. Danach aber scheinen die anderen Teilnehmer*innen sich schon seit Jahren zu kennen. „Eben sahst du echt fertig aus. Jetzt strahlst du so richtig“, meint eine bei der Verabschiedung. Und so fühle ich mich auch. Ob der Kakao auf dich auch so wirkt, musst du für dich selbst herausfinden. Auf jeden Fall weiß ich, dass ich wieder kommen werde, um Antworten zu bekommen. Antworten, die ich im Herzen vielleicht schon weiß. Aber wenn ich einen Weg brauche, um meinen inneren Kritiker mal auszuschalten, ist der Kakao eine wertvolle Unterstützung.

Text: Kerstin Thost

Playlist von Kirbanu: Geschichten aus dem Leben

Kirbanu Playlist

Diese Playlist kommt von Kirbanu. Als eine „in der Welt und zu sich selbst Reisende“ (so die Sängerin und Songwriterin Kirbanu über sich selbst) sammelt die Australierin Geschichten aus dem Leben und komponiert daraus Lieder voller Seele.

Kirbanu Playlist

Ihr Folkpop-Album „Drifting“ setzt sich mit Reisen, Veränderung, Liebe und Selbstbesinnung auseinander. Seine Entstehung ist eng mit Kirbanus Yogapraxis verbunden: Seit über 15 Jahren schöpft sie ihre Energie täglich aus Kraft, Ruhe und Achtsamkeit sich selbst gegenüber. Auf ihren außergewöhnlich intimen Live-Auftritten beweist sie eine ungewöhnliche Nahbarkeit als Künstlerin. Während der Praxis hilft Kirbanu ruhige, sphärische Musik von New Age bis Piano. Diese Eindrücke ihrer Lieblings-Titel hat sie uns in eine Playlist gepackt.

Yoga-Musik der Woche

 

Viel Spaß beim Reinhören & Abschalten! Wenn ihr am Wochenende Lust auf noch mehr Yoga-Musik habt, findet ihr hier all unsere Playlists.