Oberschenkel: Verspannt oder gereizt?

Müde, verspannte Rückseiten der Oberschenkel müssen gedehnt werden, oder? Nicht immer: Manchmal macht Dehnung die Sache eher schlimmer – etwa wenn der Schmerz auf feine Muskelrisse und Entzündungen hinweist.

Text: Julie Gudmestad

Die Gefahr zu überdehnen

Überraschenderweise sind Risse und Zerrungen in der hinteren Oberschenkelmuskulatur bei Yogis keine Seltenheit. Die Ursache: wiederholte Überdehnung in Kombination mit nicht ausreichender Kraft, um diese Flexibilität auszugleichen. Überdehnung kann zu feinen Verletzungen in Muskeln, Bändern, Sehnen oder anderem weichen Gewebe des Halte- und Stützapparats führen. Man spricht dabei von Mikrorissen (im Gegensatz zu größeren Muskelfaserrissen wie zum Beispiel bei einem Sturz). Wenn die Muskelfasern erst einmal geschädigt sind, behindert weiteres Dehnen den Heilungsprozess. Dann ist es nicht mehr weit bis zu chronischen oder periodisch auftretenden Entzündungen und Beschwerden und das betroffene Gewebe wird anfällig für weitere Risse.

Muskulatur kräftigen

Schaut man sich weitverbreitete Formen der Yogapraxis an, wird klar, dass es hier ziemlich leicht zu Überdehnung kommen kann: Viele Übungssequenzen enthalten einen hohen Anteil an Vorwärtsbeugen im Stehen und Sitzen, die die Oberschenkelrückseiten dehnen. Übungen zur Kräftigung dieser Muskeln kommen dagegen seltener vor. Das ist schade, denn so versäumen Yogis es häufig, die dringend nötige Ausdauer und Widerstandskraft dieser Muskelfasern zu fördern. Die Kräftigung der Muskeln erhöht gleichzeitig die Festigkeit der Sehnen und Faszien, die Muskel und Knochen miteinander verbinden, und macht insgesamt weniger anfällig für Zerrungen und Risse.

Aufbau des Oberschenkels

Ein Blick auf die Anatomie der hinteren Oberschenkelmuskulatur zeigt: Die im Englischen als „Hamstrings“ (wörtlich: „Schinkenschnüre“) bezeichnete Muskelgruppe besteht aus drei großen Muskelsträngen und den dazugehörigen Sehnen und Faszien. Sie setzen an den Sitzbeinhöckern des Beckens an und verlaufen an der Oberschenkelrückseite abwärts. Zwei liegen an der Innenseite (medial), einer an der Außenseite (lateral) des Beins. Alle drei sind durch lange, über die Kniekehle laufende Sehnen mit dem Unterschenkel verbunden. Wenn beim Dehnen die Muskulatur mittig an der Oberschenkelrückseite etwas spannt, ist das normalerweise der übliche Dehnungsschmerz.

Wenn jedoch während der Praxis Schmerzen nahe der Sitzbeinhöcker auftreten oder wenn längeres Sitzen oder Liegen auf hartem Untergrund wehtun, deutet das darauf hin, dass die Muskulatur selbst schon vollständig gedehnt ist und der Zug stattdessen auf Sehnen und Faszien am oberen Ende der Muskel-Faszien-Züge wirkt. Auf die Dauer macht dieser Stress die Fasern brüchig, es kommt zu Zerrungen, Rissen und Entzündungen.

Videotipp: Dynamisches Faszienyoga mit Amiena Zylla

Dehnung vermeiden

Spätestens wenn Sie das Gefühl haben, Ihre Oberschenkelrückseiten sind durch intensives Dehnen schon gereizt oder gar verletzt, ist es höchste Zeit, die Praxis zu verändern und die Heilung zu erleichtern. Ein paar Wochen oder in schlimmeren Fällen einige Monate lang sollten Sie die betroffene Muskulatur überhaupt nicht dehnen. An diesem Punkt protestieren viele Yogis: „Ach nein, das geht schon!“ Wenn du aber nicht willst, dass das Problem chronisch wird, dann musst du dem Gewebe Zeit zum Heilen geben. Das bedeutet keinen Komplettverzicht auf die Yogapraxis: Konzentriere dich einfach auf Dinge wie Kraftaufbau im Oberkörper, Flexibilität im Quadrizeps oder Pranayama.

Sanfter Einstieg

Sobald die Fasern geheilt sind, das heißt, wenn du ein oder zwei Wochen keine Schmerzen mehr wahrnimmst, kannst du langsam wieder mit dem Dehnen beginnen. Gehe dabei sanft vor, eine schmerzfreie Dehnung nach der anderen. Schon während des Heilungsprozesses kannst du behutsam anfangen, die hintere Oberschenkelmuskulatur zu kräftigen. Das regt die Durchblutung an, was wiederum die Heilung unterstützt und das Gewebe gesünder und widerstandsfähiger macht. Aber Vorsicht: Wenn das Üben schmerzt, dann deutet das darauf hin, dass die Entzündung noch zu stark ist, um die Muskulatur überhaupt zu belasten. Zum Kraftaufbau eignen sich neben der im Kasten geschilderten Schulterbrücke auch statisch ausgeführte Stehhaltungen mit gebeugtem Bein, also etwa Virabhadrasana I und II (Krieger I und II) oder Utthita Parshvakonasana (gestreckte seitliche Winkelhaltung).

Bei diesen Asanas arbeitet nicht nur der Quadrizeps, also die Oberschenkelvorderseite, auch die hintere Muskulatur ist aktiv, um Hüfte und Knie gegen die Schwerkraft zu stabilisieren. Baue deine Yogapraxis langsam auf und achte grundsätzlich immer auf eine ausgewogene Mischung zwischen Dehnung und Kräftigung. Am besten beginnst du mit kräftigenden Asanas und dehnen erst, wenn die betreffenden Muskeln warm ist. Alternativ legst du den Fokus an einem Tag auf Kräftigung, am nächsten auf tiefe Dehnung. Dein Ziel für eine gesunde Yogapraxis sollten starke, flexible Muskeln sein, die die Gelenke umfassend stabilisieren und gleichzeitig so beweglich sind, dass sich dir die Vielfalt wunderbarer Asanas erschließt.

Wenn du Schmerzen in der hinteren Oberschenkelmuskulatur hast, findest du hier einige Übungen von Dr. Ronald Steiner für eine gesunde Beinrückseite:

Regenerierende Yoga-Übungen: Neue Energie in 10 Minuten

Regeneriernde Yoga-Übungen
Bild von Irina Logra auf Pixabay

Ständig auf dem Sprung und das nächste Projekt schon im Kopf? Klar, geht dir da die Puste aus. Regenerierende Yoga-Übungen helfen dir, deine Batterien wieder aufzuladen: Meditative Sitzhaltungen wirken beruhigend und nährend. Hund, Rückbeugen, Krieger- und Umkehr­haltungen fördern ein Gefühl für deine eigene Kraft.

Regenerierende Yoga-Übungen: Einstimmung 

2 Minuten: Beginne in einer bequemen, aufrechten Sitzhaltung einige Minuten lang mit dem kühlenden Sitali Pranayama. Dazu rollst du die Zunge wie einen Strohhalm, durch den du die Einatemluft einsaugst. (Wenn du die Zunge nicht rollen kannst, legst du statt dessen die Zungenspitze hinter die Schneidezähne.) Zum Ausatmen schließt du den Mund und verengst leicht die Kehle, so dass ein sanftes Rauschen hörbar wird. Auch während der folgenden Übungen bleibst du in Verbindung zu deinem Atem.

Katze-Kuh im Sitzen

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1 Minute, 8–10 Atemzüge: Nimm Sukhasana (einfache Sitzhaltung) mit dem rechten Bein vorn ein. Falls du nicht bequem sitzt, erhöhe die Sitzfläche mit Decken. Lege die Hände auf Knie oder Oberschenkel, schließe die Augen und erde dich durch deine Sitzknochen. Mit jeder tiefen Einatmung rollst du die Schultern nach hinten und weitest die Brust nach vorn. Ausatmend ziehst du das Kinn sanft zur Brust, spannst den Bauch an und rundest den Rücken behutsam nach hinten. Nach der Hälfte der Zeit wechselst du die Beinhaltung.

Halbmond im Sitzen

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2 Minuten, pro Seite 8–10 Atemzüge: Öffne die Augen, lege in der Sitzhaltung das rechte Bein wieder nach vorn und die Fingerspitzen der rechten Hand seitlich neben der Hüfte an den Boden. Mit einer Einatmung hebst du den linken Arm, ausatmend streckst du ihn über dem Kopf nach rechts. Dabei rollst du die rechte Schulter zurück und wanderst mit der Hand nach rechts. Gleichzeitig weitest du die Brust nach oben und streckst die linke Flanke. Anschließend wechselst du wieder die Beinhaltung und übst die andere Seite.

Drehsitz

hp_274_13_fnl2 Minuten, pro Seite 8–10 Atemzüge: Lege erneut den rechten Fuß nach vorn und richte die Wirbelsäule auf. Mit einer Ausatmung legst du die linke Hand auf den rechten Oberschenkel und die rechte hinter dem Körper auf den Boden. Stelle dir vor, dass die Atemluft mit der Einatmung die Wirbelsäule entlang nach oben streicht und dir hilft, dich aufzurichten. Ausatmend ziehst du den Nabel nach innen und drehst dich nach rechts. Nach 8 bis 10 Atemzügen in der Drehhaltung wechselst du die Beinhaltung und drehst nach links.

Vorwärtsbeuge mit Mudra

hp_274_11_fnl1 Minute, 8–10 Atemzüge: Lege die Hände im Anjali Mudra vor das Herz. Mit einer Einatmung streckst du die Arme nach oben, dabei bleibst du durch die Sitzknochen nach unten verwurzelt. Ausatmend verschränkst du die Hände hinter dem Rücken und ziehst die Schulterblätter sanft zueinander. Einatmend hebst du die Brust, ausatmend lässt du den Oberkörper nach vorn sinken und hebst die Arme. Dabei lässt du die Stirn auf dem Boden oder erhöht auf einem Kissen oder Hocker ankommen.

Katze-Kuh

hp_274_20_fnl2 Minuten, 16–20 Atemzüge Komme in den Vierfüßlerstand, die Handgelenke sind unter den Schultern und die Knie unter den Hüften ausgerichtet. Stelle die Zehen auf und spreize die Finger, dabei zeigen die Mittelfinger gerade nach vorn. Mit jeder tiefen Einatmung hebst du Kopf und Steißbein, ausatmend rundest du den Rücken nach oben. Dabei aktivierst du die Bauchmuskeln und ziehst das Kinn sanft Richtung Brust.


Wenn du noch mehr Stress abbauen musst, dann findest du in „Yoga gegen Stress“ nicht nur die passende Playlist, sondern auch weitere regenerierende Yoga-Übungen, die dir helfen den Kopf frei zu machen.

Alexandra Habermaier

Alexandra Habermaier
Alexandra Habermaier, Yogalehrerin und Ayurveda-Gesundheitsberaterin

Alexandra unterrichtet Ashtanga-Yoga, Vinyasa-Flow, Yin-Yoga, therapeutisch ausgerichteten Yoga und Business-Yoga. Nach einer vierjährigen BDY-Yogalehrerausbildung bildet sie sich seit 2004 stetig weiter. Zum klaren und präzisen Ashtanga-Yoga, kamen kreative Yoga-Stile, eine Yoga-Therapie Fortbildung, eine Weiterbildung als Kinderyogalehrerin, eine Ausbildung zur Ayurveda-Therapeutin und die Gründung eines Yogastudios im Rheinland hinzu. Hier hat sie dir Lehre des Yoga und des Ayurveda acht Jahre lange freigeistig, aber in der Tradition gewachsen, vermittelt. Nach ihrem Umzug nach München, arbeitet sie freiberuflich in ausgewählten Studios als Yogalehrerin und Ayurveda-Ernährungsberaterin. Für NEUE WEGE ist Alexandra seit 2009 als Kursleiterin im In- und Ausland tätig und leitet jährlich mehrere Retreats.

Mit westlichen und östlichen Philosophiesystemen ist Alexandra durch ihr Studium der Germanistik, Philosophie und Pädagogik an der Universität in Köln vertraut. Hier hat sie auch den Grundstein für ihre freiberufliche Tätigkeit als Autorin und Lektorin gelegt.

Alexandras Unterrichtsstil ist klar, lebendig, energetisch und humorvoll. Ihre Stimme trägt und prägt jede Stunde in der Konzentration auf das Wesentliche. In ihrer Praxis lässt sie philosophische Aspekte einfließen, um sie im Licht des modernen Alltags widerzuspiegeln, mit Leichtigkeit zu brechen und lebensnah anzuwenden.

 

Alexandra ist seit 2008 zertifizierte Yogalehrerin bei den gesetzlichen Krankenkassen.

Workshop: Trust & Shine – Strahlen im Urvertrauen

Wir spielen mit der Energie unserer Körpermitte aus dem Manipura-Chakra, die wir aus der Zentrierung in die entlegensten Winkel unseres Körpers strömen lassen. Das Selbst nährend und Widerstände empfangend, integrieren wir Gegensätze im feinen Pulsieren des Atems. Alles darf, alles kann – nichts muss. Wie ein gutes ayurvedisches Essen mit allen Geschmacksrichtungen und Gewürzen, vereinen wir die Elemente Feuer (Transformation), Erde (Struktur), Wasser (Schwingung) und Luft (Atem) im grenzenlosen Herzraum.

Be confident, grateful and shine happy!


Alexandra Habermaier auf der YogaWorld 2020 in München:

Samstag, 18. Januar // 17:45 – 18:30 Uhr // Trust & Shine – Strahlen im Urvertrauen // Siddharta Yogaspace


 

Anuvan – Thomas Eberle

Anuvan ( Thomas Eberle ), Dipl.Musiktherapeut, Obertonsänger, Klangkünstler & Klangschamane

Anuvan (alter Sanskritname mit der Bedeutung “ Das wahre Selbstwissen “) ist ein KlangMensch von Kopf bis Fuß und ein HerzensMensch aus tiefster Überzeugung.

Er ist Autor folgender zwei Bücher, die im Arun Verlag 2017 u. 2018 erschienen sind (beide Bücher beinhalten jeweils 2 wunderschöne CDs !10) :

Die Schwingende UrMedizin: Wie Klänge berühren und heilen können

Die Singende UrMedizin: Wie deine Stimme berühren und heilen kann

Er lebt und er verkörpert, was er schreibt. Er ist ein “ singendes Herz “. Wenn er seine Stimme erklingen lässt, ist der ganze Raum erfüllt mit liebevoller Präsenz und & heilsamer Energie, mit schwingender und singender UrMedizin .

Seine gelebtes Selbstwissen und seine Lebensweisheit im schöpferischen Reich der Klänge hat er einmal mit folgenden Worten beschrieben:

“ Das Wesen des Klangs ist Licht,
Das Wesen des Lichts ist Liebe,
Das Wesen der Liebe bist Du:
Du Selbst bist
Klang, Licht und Liebe „

Anuvan gibt seit vielen Jahren Ausbildungsseminare für die singende Klangmassage mit Klangschalen und für die klangschamanische Heilungsbegleitung. Seine Seminare sind geprägt von einer tiefen Weisheit und von einem heilsamen Raum von Klang, Licht & Liebe . Nähere Infos zu seine Seminaren unter: www.surya-music.com

Hier die Resonanz einer Seminarteilnehmerin nach einer Seminarwoche in Dübbekold ( klangschamanische Heilungsbegleitung ) :

“ Nun sind schon einige Tage vergangen, seit der licht- und klangvollen gemeinsamen Zeit in Dübbekold. Anuvan, ich danke dir von Herzen, für die Weite und den Seelen Raum, den du mit deinem Sein und deinem Reich der vollen Liebe geschaffen hast. Es ist ein Segen, dass du mir begegnet bist und das du mich eingeladen hast! Deine Klänge begleiten mich im Alltag. Sie sind tröstend, wenn ich Kummer habe. Sie sind stärkend, wenn ich geschwächt bin. Sie berühren und beruhigen mich in lichten und dunklen Momenten.
Du hast mich wieder auf den Weg meines Herzens geführt und durch deine Impulse komme ich wieder in Kontakt mit meiner inneren Stimme. Es schwingt und klingt noch ordentlich und wunderbar nach, in mir und um mich herum. Auch darf ich meine neuen Schätze mit lieben Menschen teilen, das ist eine tiefe, satte Freude “.

Hinweis: Auf der Yoga World bietet Anuvan ( Thomas Eberle ) mit seiner Firma Surya Music im KlangRaum F 110 die Möglichkeit eine Vielzahl von wundervollen ausgesuchten therapeutischen Klangschalen und anderen Klanginstrumenten zu erleben und zu erspüren. Bei Interesse können diese einzigartigen Instrumente auch gekauft werden.
Außerdem finden hier im KlangRaum F 110 am Samstag und Sonntag verschiedenste KlangErlebnis – Workshops statt u.a. über die Schwingende UrMedizin und über die Singende UrMedizin. Die Zeiten werden am KlangRaum ausgehängt .


WORKSHOP am Samstag im Ganesha Yoga Space von 13.15 – 14.00 Uhr

Tandava ( Tanz der Stille ) – Die singenden Klangschalen empfangen und den Tanz der Stille erleben

In diesem Workshop tauchen wir tief hinein in das Wesen der Klänge und in das Wesen der Stille und in die grenzenlose Weite unseres Seins. Ausgesuchte Klangschalen begleiten uns im Hören und im Spüren, in unsere innersten Resonanzräume. Heilsame Gesänge der Seele und freischwebender Obertongesang erschaffen gemeinsam mit den singenden Klangschalen ein schöpferisches “ klingendes Feld “ in dem die schwingende und die singende UrMedizin wirken können und wir in unserer inneren Resonanz tiefe Harmonie – und Heilungsimpulse für Leib und Seele empfangen können. Inmitten dieses empfangenden Lauschen kann nach einer Weile der Tanz der Stille ( Tandava ) erwachen. Unser Leib und unsere Seele sind eingeladen, sich ganz natürlich und frei zu bewegen und Tandava, den Tanz der Stille einfach geschehen zu lassen.

Dieser Weg könnte auch als freies NadaYoga ( freies KlangYoga ) benannt werden: Der Klang und die Stille führen uns in unseren ganz natürlichen Bewegungsfluss, ohne vorher zu wissen, wie sich der jeweils nächste Bewegungsimpuls entwickelt, der aus dem Sein heraus, inmitten der Stille erwacht, vollkommen frei und schöpferisch.
In diesem Workshop können wir uns mit Leib und Seele, als Schöpfer und Schöpferin unseres Lebens immer wieder neu und spielerisch entdecken und erforschen: Tandava ist dein Tanz der Stille und dein Lebens – & Heilung -Tanz im Hier & Jetzt .

Tandava ist vielleicht die ursprünglichste & zugleich natürlichste Weise dein eigenes heilsames Klang & Stille-Yoga zu praktizieren, deinen ureigenen heilsamen Tanz .

Herzlich Willkommen zu diesem besonderen gemeinsamen Resonanz – Raum !


Anuvan (Thomas Eberle) auf der YogaWorld 2020 in München:

Samstag, 18. Januar // 13:15 – 14:00 Uhr // Tandava (Tanz der Stille) – Die singenden Klangschalen empfangen und den Tanz der Stille erleben // Ganesha Yogaspace


 

Dr. Shijoe Mathew Anchery

Dr. Shijoe Mathew Anchery was born in Kuwait and raised in Kerala, South India. Dr. Mathew was influenced by the Ayurvedic heritage in his family early on and eventually decided to dedicate his life to practicing and sharing this ancient knowledge. Dr. Mathew has been an Ayurvedic physician for more than a decade, most notably at Ananda in the Himalayas in Rishikesh, India.

He has consulted and dispensed Ayurvedic remedies & wellness advice to patients suffering from chronic illnesses and in the process built deep & lasting relationships with a very diverse clientele both in India and UK. Currently, Dr. Mathew is working on developing a holistic ‚vedic lifestyle‘ format for natural wellness and preventive healthcare — based on the principles of the Ashtanga Hrudaya and Ayurvedic traditions of Kerala. His practice in Haywards Heath and Brighton, UK mainly focuses on dosha diagnosis-based body balancing, Chronic health issues, Panchakarma and Ayurvedic lifestyle planning.

Vortrag: „Simple ayurvedic techniques to detoxify body and mind“

The content will be focused on:

  • An introduction to the origin of Ayurveda and it’s development.
  • Basic concepts of Doshas and personalized medicine.
  • The need of detoxification. Detoxifying Herbs and oils.
  • Types of ayurvedic Fasting for detoxification (Anasana, Pathya and Peyaadikrama).
  • Mind and soul cleansing in everyday life.

Dr. Shijoe Mathew Anchery auf der YogaWorld 2020 in München:

Freitag, 17. Januar // 19:00 – 19:45 Uhr // Simple ayurvedic techniques to detoxify body and mind // Lakshmi Vortragsraum


 

Verena Simmann und Laura Biemann

Verena Simmann und Laura Biemann

Praktiziere mit Laura und Verena einen kreativen Vinyasa Flow, der dich im konstanten Kontakt zu deinem Atem hält.

Verena Simmann ist eine Lehrerin und Ausbilderin, die mit Erfahrung und Natürlichkeit berührt. In ihren Klassen vereint sie Präzision und Klarheit mit Gefühl. Es ist ihr Anliegen, ihre Schüler*innen zu einem achtsamen Umgang mit dem eigenen Körper zu inspirieren und dabei hinter den Körper und seine Strukturen in die Tiefe spirituellen Bewusstseins zu blicken. Egal ob Du als interessierte*r Schüler*in oder als Yogalehrer*in kommst, in Verenas Kursen findest Du sowohl Anregungen für deine persönliche Praxis als auch für Deinen Unterricht. Verena bringt langjährige Erfahrung als Yogalehrerin mit, ist Ausbilderin für Yogalehrende im Bereich Ausrichtung und leitende Lehrerin im Ausbilderteam von YOGALIFE.

Mehr über Verena, ihre Aus- und Weiterbildungen findest Du unter www.verenasimmann.de und www.yogalife.de

Laura Biemann ist Inhaberin des Yoga- und Bewegungsstudios Om und Company in München. Sie unterrichtet Yoga seit vielen Jahren, ist Ausbilderin, arbeitet als Personal Trainerin und Coach für positive Psychologie. Seit ein paar Jahren hat Laura auch einen eigenen Podcast, in dem sie Yoga zum Anhören und Mitmachen anbietet. 

Mehr Infos zu Laura und ihrem Angebot auf www.om-company.de

Weil wir Bäume lieben: Crowdfunding zum Erhalt des Silvaticums

Crowdfunding Silvaticum

„Ein Park für alle!“ So lautet das Motto der Crowdfunding Aktion von Yoga Vidya für den Erhalt des Silvaticums in Bad Meinberg. Der Länderwaldpark bietet eine einmalige Auswahl an Gehölzen aus 14 Waldlandschaften des klimatisch gemäßigten Vegetationsgürtels. Und jetzt ist deine Unterstützung gefragt

„Das Silvaticum ist mit seinen 93 Baumarten eine einzigartig schöne Naturlandschaft. Sein Erhalt geht uns alle an!“ erklärt Susanne Sirringhaus.“Yoga Vidya übernimmt mit seinem Vorhaben, die erworbenen Teile des Parks zu pflegen und öffentlich zu halten, eine Aufgabe des Gemeinwohls. Das verdient Unterstützung von der Bevölkerung und den Gästen! Deshalb habe ich diese Crowdfunding Aktion ins Leben gerufen.“

Länderwaldpark als Erholungsgebiet für Alle

In diesem Sommer hatte der gemeinnützige Verein den Vertrag zum Teil-Erwerb des Silvaticums unterzeichnet. Bis dato war das dendrologisch, geologisch und historisch für die Region wertvolle Gebiet vom Landesverband Lippe verwaltet worden. Auch ging es dem gemeinnützigen Verein darum, den Park weiterhin öffentlich zugänglich zu halten und Beschränkungen durch private Investoren zu unterbinden. Deshalb wurde Yoga Vidya für den Landesverband der ideale Käufer. Auch Gästen von Yoga Vidya dient das Silvaticum als Erholungsgebiet zwischen den Seminarzeiten.

Ab 20.10 geht die aktionseigene Webseite an den Start

Auf dem Bauernmarkt am 19.10.2019 wird das Projekt mit einem eigenen Stand vorgestellt. Dann geht auch die aktionseigene Website unter der Adresse www.yoga-
vidya.de/einparkfueralle für das Crowdfunding an den Start. Bis dahin kann aber schon eifrig gespendet werden (Spendenkonto siehe unten). „Wir haben bereits Paten für drei große Bäume des Silvaticums gewonnen. Dabei sind allein durch Mund-zu-Mund-Propaganda bereits 2.500 Euro zusammen gekommen„, berichtet Susanne Sirringhaus stolz.

Crowdfunding Silvaticum: Jede Spende ist willkommen

„Wir freuen uns über reges Interesse und jede Spende. Das kann eine Patenschaft für einen Prachtbaum in Höhe von 700 Euro sein, aber auch ein Blatt für wenige Euros kann erworben werden.“ Alle Spender eines Prachtbaumes erhalten eine Urkunde und werden auf der Website von Yoga Vidya genannt. „Das ist auch für Unternehmer interessant, die Ihre regionale Verbundenheit und ihr Engagement für den Naturschutz zeigen möchten.“

Das Projekt-Team visiert optimistisch 1000 Baumpatenschaften an, um eine Spendensumme zu erzielen, mit dem das Areal langjährig angemessen gepflegt und der Kredit annähernd getilgt werden kann. Und Frau Sirringhaus freut sich auf die Aktion: „Es macht einfach Spaß, sich für etwas zu engagieren, was man sehen, hören, fühlen, schmecken, riechen und vor allem täglich besuchen kann. Schenken macht glücklich, besonders wenn viele Menschen etwas davon haben!


Die ortsansässige Initiatorin Susanne Sirringhaus wirbt gemeinsam mit dem neuen Teil-Eigentümer, dem Yoga Vidya e.V., für eine Beteiligung der Bevölkerung am Erhalt des Länderwaldparks. Eingehende Spenden sollen den Yoga Vidya e.V. bei Kaufpreis und Unterhaltskosten entlasten. Jeder Interessierte kann über eine Spende Pate eines Baumes oder seiner Teile werden. Die Spende besitzt ideellen Wert und ist nicht mit speziellen Rechten oder Verpflichtungen wie z.B. der Pflege des Baumes verbunden.

Silvaticum Spendenkonto
Yoga Vidya e.V.
DE 41 4726 0121 2150 0784 00
Stichwort: Silvaticum

Abhängigkeit in der Liebe: Wenn Nähe einengt

Abhängigkeit Partnerschaft
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Ist der Satz „Ohne dich will ich nicht sein“ Ausdruck von Abhängigkeit? Gehören Männer und Frauen wirklich zusammen? Wann wird aus liebevoller Nähe plötzlich großer Druck? Was suchen wir überhaupt in unserem Partner? Und was können wir von Shiva dabei lernen?

„Ich hab das Gefühl, meine andere Hälfte gefunden zu haben“, sagte meine damalige Freundin, kurz nachdem wir uns kennen gelernt hatten. In dem Moment ahnte ich, dass unsere Beziehung nicht lange halten würde, weil sie mit einer zu großen Hypothek begonnen hatte. Ich wusste damals noch nicht viel über Partnerschaft, aber ich fühlte mich auf einmal ängstlich. Ich fragte mich: Wie soll ich auf Dauer dem Anspruch genügen können, den anderen zu komplettieren? Dabei hatte ich selbst ein großes Bedürfnis nach Nähe und Intimität.

Wenn zuviel Nähe Druck erzeugt

Die meisten von uns sind damit in bester Gesellschaft. Den Göttern ergeht es ähnlich. Shiva und Parvati, das Vorzeigepaar im Yoga bekam ebenfalls nichts auseinander. Das führte in vielen Fällen leider auch zu Streit. Wenn der eine unbedingt alles mit dem anderen zusammen machen möchte, wird das, was eigentlich gesucht wurde, in den meisten Fällen irgendwann zu viel. Aus Nähe wird Druck. Dann distanziert sich der weniger nähebedürftige Partner. „Du liebst mich gar nicht“, ruft jetzt der andere. Die Rollen können dabei durchaus wechseln. Oft kann über Jahre hinweg einer der Partner vor Intimität flüchten. Wenn er dann aber irgendwann ganz unverhofft auf den anderen zukommt, dreht sich das Spiel plötzlich um. Der Grund? In dieser Phase der Beziehung haben beide noch eine heimliche Angst, ihre eigene Verletzlichkeit im Spiegel des Partners zu sehen.

Du hast Zweifel an deiner Beziehung? In „Die Kraft der Liebe“ erklärt Autor Ralf Sturm, was passieren kann, wenn wir uns entscheiden, bei unserem Partner zu bleiben

Welchen Partner ziehe ich an?

Was suchen wir überhaupt in unserem Partner? Wenn ich in Seminaren über Männer und Frauen spreche, greife ich gerne zum Stilmittel der Vereinfachung. Sätze wie „Ein Mann ist verlässlich“ können natürlich nicht allgemeingültig sein. Es geht dabei auch nie um den Mann oder die Frau an sich, sondern um die männliche und weibliche Polarität. Die ist stets in beiden Geschlechtern vorhanden. Da die Anteile in jedem von uns unterschiedlich ausgeprägt sind, suchen wir jemanden, der unsere Energie ergänzt, je nachdem ob wir selbst „männlicher“ oder „weiblicher“ sind. Wichtig ist dabei, dass wir immer schon beide Seiten in uns haben.

Aus zwei Teilen wird Eins

Vor vielen Jahrhunderten wollte der indische Weise Bhringi das unter keinen Umständen einsehen. Er akzeptierte nur Shiva in seiner männlichen Gestalt als die allumfassende Wirklichkeit. Und er weigerte sich, den Göttinnen auch nur ein Blütenblatt zu opfern. Das gefiel Parvati gar nicht. Zu dieser Zeit und auch heute noch ist es Brauch, im Kreis um die Figuren der Götter herumzugehen, um seine Verehrung auszudrücken. Also setzte Parvati sich auf Shivas Schoß, so dass Bhringi nicht darum herumkommen könnte, auch ihr zu huldigen. Darauf verwandelte dieser sich in eine Biene und versuchte, zwischen den beiden hindurchzufliegen. Parvati blieb bei ihrer Demonstration und verschmolz mit Shiva zu Ardhanarishvara (Sanskrit: „ardha“ = halb, „nari“ = Frau und „ishvara“ = Herr).

Das Göttliche als Verbindung

Jetzt war das Göttliche nur noch als Verbindung des Mannes und der Frau – der männlichen und weiblichen Anteile – zu sehen. Als Bhringi trotzdem noch gegen die Weiblichkeit wütete, entzog Parvati ihm die Lebenskraft. Der Mann, der sich selbst für so weise hielt, sah sich auf einmal auf sein Skelett reduziert und fiel zu Boden. Da verstand er durch die Beziehung zwischen der weiblichen, dynamischen Fülle seines Fleisches und Blutes und der statischen, tragenden Kraft seiner Knochen, wie beide Pole zusammengehören und keiner allein sein kann.

Unser Partner soll uns ergänzen

Uns bleibt die Aufgabe, diese Hochzeit zwischen Shiva und Parvati in unserer eigenen Persönlichkeit nachzuvollziehen. Am Anfang der Beziehung lieben wir unseren Partner meist für das, was wir in ihm sehen, das wir scheinbar gerade selber nicht haben. Wir finden uns beispielsweise selbst entweder zu sachlich oder zu emotional und schätzen den anderen für die ganz gegensätzliche Qualität. Unser Partner scheint uns zu ergänzen. Dieses Gefühl von Ganzheit steht aber auf wackeligen Füßen. Denn was, wenn der andere sich plötzlich entfernt?

Schluss mit Abhängigkeit: Wir brauchen keine „bessere Hälfte“

Die philosophische Frage ist: Kann uns jemand anders ganz machen oder können das nur wir selbst? Dem Bild von Ardhanarishvara nach sind wir das ja schon. Wenn das aber nur intellektuelle Erkenntnis bleibt, geht es uns immer noch nicht besser. Ich glaube, dass wir auf der Welt sind, um zu lernen, uns selbst zu lieben. Dazu dürfen wir weder den analytischen Geist, noch die Kraft der Gefühle einseitig idealisieren. Wir müssen beide in uns akzeptieren können. Dann brauchen wir keine „bessere Hälfte“ mehr, um uns vollständig zu fühlen. Statt in der Partnerschaft nach Fusion zu suchen, können wir uns jetzt auf eine Beziehung einlassen, in der wir gleichzeitig frei und verbunden sind.

Niemand ist perfekt und genau das ist das Schöne

Normalerweise funktioniert das nicht von heute auf morgen. Es reicht aber schon zu wissen, dass unser Weg in diese Richtung geht. Genauso wenig wie wir je einen Partner finden, der ganz mit sich im Reinen ist, genauso wenig werden wir selbst irgendwann „perfekt“ in der Selbstliebe sein. Warte also nicht darauf, dass du endlich „reif“ für eine Beziehung wirst. Wir warten ja auch nicht darauf, dass unser Geist ruhiger wird, bevor wir uns aufs Kissen setzen. Wir setzen uns zur Meditation und lassen ihn dann zur Ruhe kommen. Auf die gleiche Weise können wir in der Zuneigung von und zu unserem Partner uns selbst und ihn (oder sie) noch viel mehr schätzen lernen. Ganz ohne das Gefühl von Abhängigkeit.


Unser Autor Ralf Sturm arbeitet als Yoga- und Meditationslehrer sowie als Paar- und Sexualtherapeut. Mehr Infos über ihn gibt’s auf www.middendorf-sturm.de