Besser essen: 12 schnelle Tipps für eine gesunde Ernährung

Gesunde Ernährung
Gesunde Ernährung ist keinesfalls langweilig - Foto by jwlez on Unsplash

Die Nahrung ist der Treibstoff für deinen Körper – und damit ein entscheidender Faktor, ob du dich müde und schlapp oder wach und energiegeladen fühlst. Mit diesen 12 einfachen Tipps für eine gesunde Ernährung versorgst du deinen Körper mit allem was er braucht und wirst nebenbei richtig fit.

Ab heute zählen keine Ausreden mehr. Wenn du dich irgendwie abgeschlagen fühlst, musst du eben einfach etwas ändern. Sagt sich so leicht … Ist es aber auch. Denn du fängst einfach bei deiner Ernährung an, mit kleinen neuen Angewohnheiten. Ja, du musst konsequent dabei bleiben. Aber du wirst mit Happiness und einem wachen Kopf und fitten Körper belohnt. Und keine Bange: Kleine Sünden dürfen sein.

1. Den Tag mit Zitronenwasser starten

Ein Glas lauwarmes Wasser mit dem Saft eines Zitro­nenschnitzes ist das perfekte Vorspülprogramm für dein Verdauungssystem – und obendrein ein Energy-Boost für Morgenmuffel. 

2. Grün, grüner, am Grünsten

Gemüse spielt eine Schlüsselfigur in Sachen gesunde Ernährung. Es steckt voller Mineralien und ist somit ein sitzenmäßiges Basenmittel. Chlorophyll ist wie flüssiger Sonnenschein – es bringt die Lebensenergie zum Fließen. Wichtig: Grünes Gemüse sollte möglichst frisch sein. Grüner Kick auf die Schnelle: Brokkoli ein paar Minuten im Wasserbad dämpfen, etwas Himalajasalz und gutes Olivenöl darüber träufeln. Eventuell zusätzlich ein paar Tropfen Zitronensaft und etwas Bierhefe – so geht gesundes Fastfood! Oder du probierst es mit einem leckeren Brokkoli-Salat mit Limetten.

3. Weißen Zucker verbannen

Versuche es mal: Du wirst schnell merken, wie gut es tut, vollständig auf raffinierten Zucker zu verzichten! Bei Lust auf Süßes gibt es auch viele andere Optionen, zum Beispiel getrocknete Feigen. Vor allem die Bauchspeicheldrüse, aber auch andere Organe werden dir dankbar sein – und die häufig unterschwellig wirkende Zuckersucht ist bald endgültig passé.

4. 60 Prozent basisch, 40 Prozent sauer

Eine basenreiche gesunde Ernährung hält fit, gesund und macht glücklich. Das heißt: Wenig Süßes, nicht so viel Backwaren. Wenig tierische Produkte, nicht mehr als zwei Tassen Kaffee oder Schwarztee pro Tag und nur ein Glas Wein – dafür alles aber mit Genuss. Und der beste Stoff für eine basenreiche Ernährung ist Gemüse! Übrigens auf veganworld.de findest du leckere vegane Rezepte, wenn du die tierischen Produkte ganz weglassen möchtest.

5. So frisch und natürlich wie möglich

Die Devise in Sachen gesunde Ernährung heißt Biomarkt statt Supermarkt. Naturbelassene, frische Lebensmittel sind nicht nur gesünder, sondern auch nahrhafter. Unterm Strich lohnt sich das sogar finanziell, denn man braucht weniger, um satt und zufrieden zu sein. Hauptargument ist aber: Körper und Umwelt werden nicht mit Pestiziden und Konservierungsmitteln belastet.

6. Tageszeiten beachten

Am Morgen braucht der Körper aus ayur­vedischer Sicht etwas Warmes zum Erden und Ankommen. Am Mittag darf’s schon etwas üppiger sein, jetzt können auch eiweißreiche Nahrungsmittel gut verdaut werden. Dank dem hohen Stand der Sonne ist auch die Verdauungsenergie am höchsten. Am Abend soll’s dann wieder leicht verdaulich sein. Faustregel: Nach 19 Uhr besser gar nichts mehr essen, davon profitiert auch ein guter, gesunder Schlaf.

7. Fenchelsamen kauen

Besser als das traditionelle Verdauungsschnäpschen helfen Fenchelsamen dem Körper nach üppigen Mahlzeiten auf die Sprünge: Einfach ein paar Minuten lang auf den aromatischen Samen herumkauen. Das wirkt verdauungsfördernd und hilft gegen Blähungen.

8. Vor dem Essen Wasser trinken

Ein Glas Wasser vor der Mahlzeit füllt den Magen etwas an. Das verhindert, dass man sich den Bauch allzu voll schlägt. Außerdem können die Verdauungsenzyme besser wirken, wenn sie nicht durch gleichzeitig getrunkene Flüssigkeiten heruntergespült werden.

9. Weniger ist mehr

Die alte Diätregel „FDH“ (Friss die Hälfte) hat einiges für sich. Besser als sich den Bauch zu füllen, ist es, das Verdauungssystem nicht zu strapazieren. Faustregel: Der Magen sollte mit einem Drittel flüssiger Nahrung, einem Drittel fester Nahrung und einem Drittel Luft gefüllt sein. So kann er optimal arbeiten.

10. In Ruhe essen

Damit ist nicht nur das Tempo gemeint, auch die Atmosphäre muss stimmen. Denn nur so kann die Energie im Magen wirken, anstatt im Kopf festzustecken. Also: kein Food-to-go, kein TV, kein Handy, keine heftigen politischen Debatten und kein Streit am Esstisch! Übrigens ist es auch für deine Yoga-Praxis von entscheidender Bedeutung, wann du was isst. Hier kannst du lesen, an welche Regeln du dich halten musst.

11. Regelmäßigkeit

Unsere innere Uhr braucht eine gewisse Rou­tine. Deshalb solltest du regelmäßig essen und regelmäßig verdauen. Wenn wir die gewohnten Essenszeiten beibehalten, kann sich der Körper viel besser darauf einrichten, wann gegessen und wann verdaut wird.

12. Auf den Genuss kommt’s an!

Das bedeutet nicht nur, dass man gut einkauft, mit Liebe kocht und genussvoll isst: Du darfst dir schon auch mal etwas Leckeres gönnen, das nicht hundertprozentig dem Ernährungsplan entspricht. Wie zum Beispiel der weiße Schokoladen-Birnen-Kuchen von Surdham Göb. Denn Soulfood ist Balsam für deinen Seele und entspannt deinen Körper und einen gestressten Kopf. Guten Appetit!

Montags-Mantra: Emotionen – Energie in Bewegung

Emotionen – Energie in Bewegung

Kummer, Schmerz, Sehnsucht, Einsamkeit, Scham oder Wut: Bei manchen Emotionen würden wir jeden Umweg in Kauf nehmen. Drüber, drunter, fünfmal drumherum – solange wir sie nur nicht spüren müssen. Dabei sind Emotionen nichts anderes als Energie in Bewegung und sollten daher nicht blockiert werden. 

Unterdrückte Gefühle

Babys oder Kleinkinder haben noch nicht gelernt, ihre Emotionen zu unterdrücken. Manchmal kann man an ihren Gesichtszügen beobachten, wie sie in kürzester Zeit von einer Stimmungslage zur nächsten wechseln. Nach und nach lernt man jedoch, Gefühle in gut oder schlecht zu unterteilen und sie zu kontrollieren. Selbst wenn wir alleine sind, erlauben wir uns oft nicht, den Schmerz bewusst zu fühlen und einfach mal zu weinen, zu schreien oder traurig zu sein.

Der Weg drumherum

Wollen wir uns nicht mit unseren Emotionen auseinandersetzen, wimmelt es im Alltag nur so von Ablenkungen. Manche stürzen sich Hals über Kopf in die Arbeit oder verplanen jede Minute ihrer Freizeit. Andere betäuben die Gefühle indem sie stundenlang vorm Fernseher sitzen oder am Smartphone hängen: allen Freunden im Telefonbuch texten oder durch die sozialen Medien scrollen – nur nicht alleine fühlen. Es scheint der einfachste Weg zu sein, doch bringt es langfristig wenig.

Unterdrückte Emotionen werden im Körper angestaut und blockieren auf die Dauer fließende Energien. Entweder der Staudamm bricht und sie sprudeln alle auf einen Schlag heraus oder sie können sich irgendwann in Unwohlsein, Verspannungen oder Krankheit äußern. Erst wenn wir Gefühle akzeptieren, annehmen und durchleben, können wir sie loslassen und Raum für schöne Emotionen schaffen. Wir dürfen uns mehr Zeit für uns selbst nehmen und können eine neue Beziehung zu uns aufbauen.

Der Fluss der Emotionen

Das bedeutet nicht, dass wir bei jedem Wutanfall losschreien oder bei jeder Kränkung direkt in Tränen ausbrechen sollten. Wir können die Emotionen jedoch wahrnehmen und sie zurückhalten, bis wir einen Ort finden, an dem wir sie intensiv spüren können. Ein Weg, das Alleinsein zu üben und aufkommende Gedanken hinzunehmen, ist die Meditation. Verordnet man dem Verstand Ruhe, lässt Emotionen zu und kämpft nicht dagegen an, kann man sie danach weiterziehen lassen. Jede einzelne von ihnen lehrt uns mehr über uns selbst und birgt die Möglichkeit, auf einer tieferen Ebene zu heilen.

„Der einzige Weg raus, ist der Weg mittendurch.“

Wer sich mit dem Meditieren noch schwer tut, kann die Meditation von Yogalehrerin Seane Corn ausprobieren. Diese hilft besonders in Momenten der Trauer und des Schmerzes. 

Less Carbs: Tipps für weniger Kohlenhydrate im Essen

Low Carb Tipps
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Less Carbs bitte! Hier erfährst du, wie du kinderleicht ein paar Kohlenhydrate einsparen kannst, ohne gleich ganz auf sie zu verzichten. Gastautorin Kerrie-Ann Jennings hat drei hilfreiche Tipps zusammengestellt.

Die Pfunde sollen purzeln, Gesundheitsbeschwerden sollen gelindert werden – und all das dank kohlenhydratearmer Ernährung. Aber ist es wirklich so gut, für immer auf Kohlenhydrate zu verzichten? Das darf jeder für sich selbst entscheiden. Kerrie-Ann hat sicher der Frage etwas näher gewidmet und in „Nie wieder Nudeln“ den No- bzw. Low Carbs-Hype genauer untern die Lupe genommen. Ihr Fazit: Nicht alles stimmt, was da so an Mythen durchs Internet geistert. Dennoch sollten wir weniger Kohlenhydrate zu uns nehmen – oder zumindest genau darauf achten, welche Carbs wir futtern. Denn die Verdauung kommt damit eindeutig besser zurecht.

Tipp 1: Ballaststoffe zum Frühstück

Vollkorn ist ballaststoffreich, das verlangsamt die Verdauung und führt dem Blut kontinuierlich statt schlagartig Zucker zu. Weißmehl und andere stark bearbeitete Getreideerzeugnisse dagegen werden sehr schnell verdaut, sie lassen den Blutzuckerspiegel kurz in die Höhe schnellen und dann wieder rapide abfallen. Das spricht für Quinoa-Brei, Amaranth-Müsli oder Vollkornbrot und gegen Croissants und Baguette. Wenn du nicht völlig auf Vollkornprodukte umsteigen möchtest, solltest du den Frühstückstoast wenigstens mit Eiweiß und Fett kombinieren. Zum Beispiel mit einem Aufstrich aus reinem Nussmus oder aus zerdrückten Avocados. Das verlangsamt die Verdauung und verhindert, dass der Zucker aus den Kohlenhydraten des Getreides schlagartig ins Blut übergeht. Eine weitere Strategie ist ein Low-Carb-Frühstück. In diesem Fall entscheidest du dich zum Beispiel für eiweißreiche Karotten-Walnuss-Muffins oder für ein lockeres Rührei mit frischem Spinat.

Tipp 2: Blumenkohl statt Kohlenhydrate

Auch ohne kohlenhydratreiche Nudeln, Reis, Linsen und Mehl kann man schnell und gesund kochen. Blumenkohl zum Beispiel eignet sich wegen seiner körnigen Konsi­stenz auch super für ein Couscous und liefert dabei ganz nebenbei noch eine Extraportion Gemüse. Und anstatt zum Nachtisch Kuchen oder Tiramisu zu servieren, kannst du mit verschiedenen Chia-Puddings experimentieren. Das Grundrezept ist denkbar simpel: 1 Tasse Milch über 3 Esslöffel Chia-Samen gießen und im Kühlschrank mehrere Stunden quellen lassen. Zum Schluss kommt frisches Obst darüber und eventuell ein Paar Nüsse oder Schokostreusel.

Tipp 3: Mehr Gemüse, weniger Mehl

Weil die meisten Menschen tendenziell zu viele Getreideprodukte essen, ist auch die Kalorienzufuhr höher als nötig. Dem kann man unkompliziert entgegenwirken, ohne deswegen hungern zu müssen: Erhöhe den Anteil an Obst und Gemüse. Eine Portion Zucchini-Pasta spart im Vergleich zu den traditionellen Spaghetti aus Weizenmehl 200 Kalorien und 40 Gramm Kohlen­hydrate, macht aber genauso satt und enthält viele wichtige Nährstoffe. Auch im Restaurant ist es oft gar nicht so schwer, ein bisschen Low-Carb-Philosophie zu pflegen. Frage nach, ob du statt der vorgesehenen Beilage lieber eine Extraportion Gemüse oder Salat haben können. In vielen Fällen ist das überhaupt kein Problem.


Kerri-Ann Jennings ist nicht nur freiberufliche Autorin, sondern auch Yogalehrerin. Sie schreibt am liebsten über Gesundheitsthemen und Ernährung.

So gut ist Yoga für das Herz

Rolle Yoga für das Herz
Welche Rolle spielt Yoga für das Herz?

Das Herz spielt im Yoga die Hauptrolle – aber welche Rolle spielt Yoga für das Herz? Wir widmen uns der Frage: Kann Yoga helfen, Herz und Kreislauf gesund zu erhalten? Kann Yoga womöglich sogar kranke Herzen gesund machen? Vieles spricht dafür.

„My heart is beating like a jungle drum – rakatang katang tang.“ Wenn das Herz so wild verliebt klopft wie in Emiliana Torrinis Song, dann ist das ein tolles Gefühl. Selbst wenn die Dschungeltrommel dröhnt, weil ich in letzter Sekunde zur S-Bahn hetze, fühlt sich das noch ziemlich gut an. Mein Herz scheint mir zuzurufen: „Hossa, das ist heftig, aber ich schaff ’s!“ Doch was, wenn es eben nicht mehr so zuverlässig bumpert, wenn es rast, stolpert, schwächelt oder gar aussetzt? Noch vor 30 Jahren wurden Herz-Kreislauf-Patienten vor allem zwei Dinge verordnet: starke Medikamente und Schonung. Seither hat in der Herzmedizin eine ziemliche Revolution stattgefunden: Nicht nur versucht man heute viel offensiver, Erkrankungen durch einen gesunden Lebensstil vorzubeugen, man hat auch erkannt, dass das sogar bestehende Erkrankungen lindern und die Prognose deutlich verbessern kann.

Können sich Ablagerungen an Herzkranzgefäßen zurückbilden?

Einer der Anführer dieser Revolution war der amerikanische Arzt Dr. Dean Ornish. Er wies 1990 in einer Studie erstmals nach, dass sich bestehende und potenziell lebensgefährliche Ablagerungen in den Herzkranzgefäßen vollständig zurückbilden können – und zwar ganz ohne Medikamente. Dazu entwickelte Ornish ein Programm, das zum einen Cholesterin und Fett in der Ernährung drastisch senkte und zum anderen auf Bewegung und Entspannung setzte. Maßgeblich an diesem Programm beteiligt war damals eine Yogalehrerin: Nischala Joy Devi. Bis heute bildet sie Yogalehrer und medizinisches Personal mit ihrem Kurs „Yoga for the Heart“ weiter. Sie ist überzeugt: „Die Arbeit für das Herz ist physisch, emotional und spirituell. Wir brauchen Lehrer, die den Menschen helfen, ein gesundes Leben zu führen.“

Inzwischen haben eine ganze Reihe weiterer Untersuchungen die Wirkungen von Yoga bei Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems belegt. So wird immer deutlicher, dass die Praxis ein wertvolles Werkzeug sowohl in der Prävention als auch in der Therapie sein kann, denn sie begegnet wirksam den wichtigsten Risikofaktoren. Welche das sind, erfahren Sie im Artikel „Wie Yoga Risikofaktoren für Herzerkrankungen beeinflusst„.


Wenn sie mal wieder mit dröhnendem Herzen zum S-Bahn Gleis hetzt, fragt sich YOGA-JOURNAL-Redakteurin STEPHANIE SCHAUENBURG manchmal schon, ob sie nicht öfter mal joggen gehen sollte. Stattdessen legt sie aber lieber ein paar Extra-Runden Sonnengruß ein.Für diesen Artikel hat sie auch auf Recherchen von Annett Böhme und Tanja Ziegert zurückgegriffen.

Anatomie und Praxis: Der Atemkreislauf

Atmung Foto: Pixabay

Mit jeder Ein- und Ausatmung läuft im Körper ein faszinierender Prozess ab. Dieses Verständnis der Anatomie kann auch die Yogapraxis positiv beeinflussen. Der Atemkreislauf ist ein Wunder der Natur und wir erklären wie er funktioniert.

Die Einatmung

Das Zwerchfell stellt man sich häufig als eine einfache Trennwand zwischen Bauch- und Brusthöhle vor. In Wirklichkeit handelt es sich um einen imposanten Muskel, den wichtigsten Atemmuskel. Er ist wie eine Doppelkuppel im gesamten Rumpf aufgespannt. Im antiken Griechenland wurde das Zwerchfell für den Sitz der Seele gehalten. Davon kommt auch das Wort „schizophren“ (schizo – gespalten, phren – Seele/ Zwerchfell). Ist es nicht faszinierend, wie gut dieses Verständnis zu der Auffassung von „Prana“ als Atem und Lebensenergie in der vedischen Tradition passt?

Atem – ein ausgeklügeltes System

Aktiviert sich das Zwerchfell (und mit ihm ein ganzes System weiterer Atemhilfsmuskeln), dann wird die Bauchhöhle nach unten hin zusammengedrückt. Dadurch erhält der Brustkorb nicht nur mehr Raum, es entsteht auch ein Unterdruck in den Lungen, durch den automatisch Atemluft angesaugt wird. Diese Luft gelangt durch die Nasenlöcher in die Nasen­höhle, passiert Kehlkopf und Luftröhre und erreicht schließlich die Bronchien. Die verzweigen sich in immer kleinere Durchgänge bis in die nur 1 Millimeter dicken Bronchiolen und enden in den Alveolen, den Lungenbläschen.

Gasaustausch in den Lungenbläschen

Die Lungenbläschen nehmen Sauerstoff aus der Atemluft auf und leiten dieses ins Blut. Das beim Stoffwechsel in den Zellen entstandene Kohlendioxid hingegen wird aus dem Blut herausgefiltert und ausgeschieden wird. Dehnungsrezeptoren in den Alveolen übermitteln mit jeder Einatmung eine Information an Stammhirn und Vagusnerv. Diese erhöhen den Puls, um mehr Blut durch die Arterien zu den Lungen zu transportieren. Dort gelangen Sauerstoffmoleküle aus den Lungenbläschen in die feinsten Blutgefäße, die Kapillaren. Sie heften sich an rote Blutzellen und treten ihren Weg durch die Lungenvenen zur linken Herzkammer an. Diese pumpt das angereicherte Blut in die Aorta (Hauptschlagader) und von dort aus über das Netzwerk der Arterien und Kapillaren zu sämtlichen Zellen des Körpers.

Verschaffe dir einen Überblick: Tipps, Übungen und Wissenswertem rund um den Atem.

Der Atemkreislauf: die Ausatmung

Innerhalb der Zellen nutzen die Mitochondrien, die Kraftwerke der Zellen, den Sauerstoff, um Zucker, Fett und Eiweiß zu verbrennen. Dabei entsteht als biochemischer Abfallstoff Kohlendioxid. Es wird aus den Zellen ausgeschieden, gelangt über Kapillaren ins Blut und durch die Venen zur rechten Herzkammer. Diese pumpt das mit Kohlendioxid angereicherte Blut über die Lungenarterie zurück in die Lungen. Dort geht das CO2 aus dem Blut beim Gasaustausch in die Atemluft über.

Das Zwerchfell entspannt sich, das Volumen und der Druck im Brustkorb nehmen ab und die Ausatmung wird eingeleitet. Dabei verlangsamt sich der Puls und die Zufuhr von Blut in die Lungen wird geringer. Der veränderte Druck presst die nun mit Kohlendioxid angereicherte Luft aus den Lungen heraus. Durch die Luftröhre gelangt sie wieder zum Kehlkopf, in die Nasenhöhle und verlässt schließlich den Körper. Wenig später wiederholt sich dieses Wunder: Der Atemkreislauf geht weiter und die nächste Einatmung setzt ein.

Atme zur Musik mit unserer Playlist für Atemübungen.

Warum wir atmen

Die Atmung ist der einzige lebenswichtige Körpervorgang, der völlig automatisch abläuft, zugleich aber auch willentlich gesteuert werden kann. Spannendes Detail: Für den automatischen Atemreflex ist weniger das Bedürfnis nach Sauerstoff ausschlaggebend, als die Notwendigkeit, Kohlendioxid auszuscheiden. Der Hintergrund: Kohlendioxid erhöht den Säuregehalt des Bluts und das kann die Funktion sämtlicher Körperzellen beeinträchtigen. Deshalb ist das Stammhirn darauf ausgerichtet, den PH-Wert im Blut stabil zu halten. Sobald sich der Säuregehalt erhöht, triggert das Stammhirn eine Stressreaktion. Es wird die dringende Botschaft ans Zwerchfell gesendet, die Atmung in Gang zu setzen und das Blut mittels Sauerstoff wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Hier kannst du einfache einfache Atemübungen für jeden einfach nachlesen um deinem Wunderwerk Körper näher zu kommen.

Vata-ausgleichende Kürbissuppe

Kürbissuppe

An Kürbis kommt jetzt niemand vorbei – und Kürbissuppe ist Herbst-Feeling in Reinform. Diese Variante wärmt herrlich, beruhigt, ist einfach zu machen und auch in Sachen Ayurveda relevant: Denn sie ist schmeckt nicht nur bestens, sondern wirkt auch Vata-ausgleichend.

Apropos Ayurveda: Vata, Pitta oder Kapha? Weißt du welcher Ayurveda-Typ du bist? Mit unserem Dosha-Test findest du es heraus. 

Zutaten für Kürbissuppe

Ergibt drei Portionen.

  • 2 EL Ghee
  • 1 mittelgroßer Butternuss-Kürbis, geschält, Fruchtfleisch in 2 cm große Würfel geschnitten
  • 1 mittelgroße Süßkartoffel oder 2 Karotten, geschält und gewürfelt
  • 1 große Zwiebel, geschält und grob gewürfelt
  • 2 große Knoblauchzehen, geschält und zerdrückt
  • 1 Stück frischer Ingwer (2,5 cm), fein gehackt
  • 1 TL Zimtpulver
  • 1/4 TL Nelkenpulver
  • 1/2 TL Kreuzkümmelpulver
  • 1/2 TL Kurkumapulver
  • 3 Tassen Gemüsebrühe oder Wasser
  • 1 Tasse Kokosmilch
  • Salz, frisch gemahlener Pfeffer
  • frisch gehackte Petersilie zum Garnieren

Und so bereitest du die leckere Kürbissuppe zu

1 . Zerlasse 1 EL Ghee bei mittlerer Temperatur in einer tiefen Pfanne.

2. Brate Kürbis, Süßkartoffel und Zwiebel darin 7 bis 8 Minuten lang an. Dabei rührst du zunächst wenig und dann immer mehr, bis das Gemüse rundum goldbraun ist.

3. Senke die Temperatur, gib den Knoblauch dazu und brate das Gemüse langsam weiter. Wenn es karamellbraun geworden ist, ziehst du die Pfanne vom Herd.

4. Erhitze in einem Suppentopf das übrige Ghee. Darin brätst du den Ingwer und die Gewürze an, bis sie duften.

5. Gib die Brühe und das angebratene Gemüse in den Topf und bringe alles zu einem schwachen Köcheln. Nach 10 Minuten im halb geschlossenen Topf sollte das Gemüse gar sein.

6. Püriere die Zutaten glatt und gieße genug Kokosmilch an, dass die Suppe zwar vom Löffel rinnt, aber dennoch dick und herzhaft ist.

7. Schmecke die Suppe mit Salz und Pfeffer ab, erhitze sie nochmals und serviere sie mit Petersilie garniert.


Übrigens: Noch mehr leckere vegane Rezepte findest du auf veganworld.de

Dr. Ronald Steiner: Therapie für die Knie

Frau macht Therapie für die Knie

Das Kniegelenk ist ein wahres Wunderwerk der Natur: Es ist nicht nur das größte, sondern mechanisch gesehen auch eines der kompliziertesten Gelenke des menschlichen Körpers. Dr. Ronald Steiner zeigt mit seiner Therapie für die Knie, wie du es schützen kannst.

Als Dreh-Scharnier-Gelenk kann das Knie das Bein beugen, strecken und in der Beugung leicht ein- und auswärts drehen. Zudem ist es durch seine Verankerung über Bänder, Kapseln und Sehnen ein wahres Multi-Talent: Kaum ein anderes Gelenk besitzt so viele verschiedene stabilisierende Bänder und zugleich ein so großes Maß an Beweglichkeit. Es überrascht also nicht, dass bereits kleinste Störungen, etwa im ­Gleitverhalten der Menisken (scheibenförmige ­Gelenkknorpel), erhebliche Folgen haben: Sie können zu ­ausgeprägten Bewegungseinschränkungen oder Schmerzen führen.

Zusammenspiel von Körper und Geist

Selbst wenn keine Verletzung vorliegt: Wer kennt nicht die sprichwörtlich „vor Angst schlotternden Knie“, die dafür sorgen, dass wir nicht mehr sicher gehen, ja kaum noch aufrecht stehen können? Oder die „weichen Knie“ in Situationen, in denen wir ­nervös sind? Redensarten wie diese verwenden wir im Alltag, ohne weiter darüber nachzudenken. Sie unterstreichen, wie wichtig gesunde und stabile Knie sind.

Schenken Sie den Knien Aufmerksamkeit

Noch deutlicher wird die Bedeutung gesunder Knie, wenn man sich aktuelle Zahlen aus der Orthopädie ansieht. Das Kniegelenk ist nach der Hüfte das am zweithäufigsten mit einem Gelenkersatz (Totalendoprothese) versorgte Gelenk. Auch bei Sportlern ­stehen Knieverletzungen nach Bänderrissen am Fuß an zweiter Stelle. Oft bleiben nach solchen Verletzungen ­Instabilitäten zurück, die mittelfristig zu Verspannungen, Fehlhaltungen und Überlastungen auch in anderen Körperregionen führen können.

Wenn du keine Beschwerden hast, beugst du mit einfachen Übungen Erkrankungen vor und verbesserst deine Yogapraxis. Bei bestehenden Schmerzen kann die Sequenz therapeutisch wirken. Du solltest aber in diesem Fall mit deinem Arzt abklären, welche Übungen für dich momentan geeignet sind und welche nicht. Dann kann es auch schon losgehen, mit unserer Mini-Praxis „Therapie für die Knie“


Dr. Ronald Steiner ist Arzt für Sportmedizin und zählt zu den bekanntesten Praktikern des Ashtanga Yoga. Die von ihm begründete AYInnovation®-Methode baut eine Brücke zwischen der Tradition und progressiver Wissenschaft, zwischen präziser Technik und praktischer Erfahrung. Mehr Info unter www.AshtangaYoga.info

Eva Klein

Eva Klein
Eva Klein

Wir können es kaum erwarten: Bald ist es wieder soweit, im Januar 2020 kommt die YogaWorld nach München. Rund 8.000 Besucher verwandeln dann die Bayernmetropole zum Yogazentrum – vom neugierigen Anfänger bis hin zum erfahrenen Profi.

Einige möchten ihre Netzwerke erweitern, sind auf der Suche nach ihrem ganz persönlichen Yogastil oder Yogalehrer, der passenden Ayurveda-Therapie, neuen Yoga-Hilfsmitteln, ansprechenden Accessoires oder einem Retreat am anderen Ende der Welt. Und natürlich sind auch diesmal wieder tolle Lehrer mit dabei, wie zum Beispiel Eva Klein.

Infos zu Eva Klein

„Your body is more than a brain taxi. Unsere Körper-Haltung beeinflusst unsere Geistes-Haltung – und umgekehrt. Darum ist dieser solch ein wertvolles Instrument für ein authentisches, glückliches und erfolgreiches Leben“. Diese Überzeugung möchte Eva weitergeben. Hierbei kombiniert sie traditionelle Elemente und klassische Asanas aus dem Yoga mit fließenden, intuitiven Bewegungen aus dem Embodiment. Als Naturwissenschaftlerin verbindet sie wissenschaftliche Erkenntnisse mit östlicher Weisheit. Ihre Einheiten sind sanft, elegant und kraftvoll zugleich. Ihre Stunden zeichnen sich durch viel Humor, Sanftheit und Tiefe aus, und auch Leichtigkeit ist ein wichtiger Teil ihres Unterrichts. Eva gibt europaweit Workshops und Retreats – als Embodiment Specialist coacht sie Einzelpersonen, Olympioniken sowie Geschäftskunden.

Auf internationalen Festivals, wie dem weltweit bekannten „Wanderlust“, begeistert Eva Tausende Menschen für Yoga. Sie ist eine der Pionierinnen im deutschsprachigen Raum für Embodied Yoga Principles. Als Covergirl und Interviewpartnerin findet man Eva in zahlreichen Fachmedien.

Hier gibt’s weitere Infos und Tickets zum Special Workshop mit Eva Klein auf der YogaWorld-Messe 2020.


Eva Klein auf der Yoga World 2020 in München:

Sonntag, 19. Januar // 12:30 – 14:00 Uhr // Embodied Yoga // Special Workshop