Was heißt eigentlich: Upanishad?

Das aus dem Sanskrit stammende Wort upanishad (उपनिषद्, sprich: upanischad) kann mit “nahe sitzen bei” übersetzt werden. Dies bezieht sich auf die alte Tradition der spirituellen, mündlichen Unterweisung des Schülers durch einen Lehrer.

Die heiligen Schriften des Hinduismus werden Upanishaden genannt. Sie werden der vedischen Offenbarung (shruti) zugerechnet. Zusammen bilden sie die Gundlagen des Vedanta.

Allgemein werden 108 Upanishaden genannt, obwohl weitere Werke unter diesem Namen existieren. Es wird vermutet, dass die Upanishaden zwischen 700 und 200 v. Chr. entstanden sind.

Einige der Grundlehren der Upanishaden lauten: sarvam khalvidam brahma (“Wahrlich, alles ist Brahman, das höchste göttliche Wesen”), aham brahmasmi (“Ich bin Brahman”, soll heißen: die Einzelseele ist eins mit dem Unendlichen), tat tvam asi (“Das bist du”, soll bedeuten: du selbst bist das Absolute), ekam advitiyam (“Eines oder ein Zweites” meint: es gibt nichts außer dem Absoluten).

Neben der Hauptlehre von der Identität von Atman und Brahman, ist in einigen Texten die Lehre des Karma und der Reinkarnation zu finden. Die Erkenntnis, dass diese Gesetzmäßigkeiten durch bestimmte spirituelle Übungen wie Meditation oder Entsagung überwunden werden können, wird ebenfalls bereits erwähnt.

Yoga wird in den Yoga-Upanishaden als Weg zur Befreiung beschrieben.

Quelle: “Das Yoga-Lexikon” von Wilfried Huchzermeyer


Foto von Artem Beliaikin von Pexels

Exklusive Gewinnspiele, Yoga-News, Meditationen, Praxisstrecken, leckere Rezepte, Ayurveda und vieles mehr ... Melde dich hier für unseren Newsletter an.
Wir halten deine Daten privat und teilen sie nur mit Dritten, die diesen Dienst ermöglichen. Lies unsere Datenschutzerklärung.

Aktuelle Ausgabe

Das Neueste

Yoga bei Ischias-Schmerzen

Ischias-Schmerzen können verschiedene Gründe haben. Durch Yoga lässt sich herausfinden, welche dabei individuell eine Rolle spielen. Jeder, der schon...

Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich lösen

Heute zeigt dir Yogalehrerin Ranja Weis, wie du mit wenigen einfachen Übungen in nur fünf Minuten deine Verspannungen im...

Yoga-Mythbuster: “Practise and all is coming”?

In unserer neuen Mythbuster-Kolumne wagt Yogalehrerin Eva den Blick hinter die perfekte Yoga-Kulisse: Neue Sichtweisen treffen auf manchmal unbequeme...

Praxis für Energie und Gelassenheit

Mit dieser energetisierenden Morgenpraxis regst du Stoffwechsel und Durchblutung an und wappnest zugleich dein Nervensystem gegen Stress. So starten...

Mini-Practice: Yogapause im Home Office

Wer den ganzen Tag am Schreibtisch sitzt, findet oft nicht genügend Zeit für Bewegung und Entspannung. Das macht sich...

Anusara Yoga: Style Guide

Die Geschichte des Hatha Yoga ist voller Entwicklung und Innovation. Wie die Äste eines Baumes, haben sich viele neue...
- Werbung -

Pflichtlektüre

Yoga-Mythbuster: “Practise and all is coming”?

In unserer neuen Mythbuster-Kolumne wagt Yogalehrerin Eva den Blick...

Praxis für Energie und Gelassenheit

Mit dieser energetisierenden Morgenpraxis regst du Stoffwechsel und Durchblutung...
- Advertisement -

Das könnte dir auch gefallenEmpfohlen
Unsere Tipps