Energiestau im Herzen: Wenn der Guru in dir schweigt

Energiestau im Herzen

Der Zugang zu deiner Seele erfolgt über das achtsame Wahrnehmen deiner Gefühle. Wann immer dein Herz tanzt und du von innen heraus strahlst, bist du auf deinem Seelenweg. Doch manchmal wollen sich Freude, Leichtigkeit und Liebe einfach nicht einstellen. Es sieht so aus, als tun wir das Richtige. Es fühlt sich so an, als tun wir jede Menge. Doch das Glitzern in den Augen ist nicht da. Das Kribbeln in den Mundwinkeln, die automatisch nach oben wandern und dich strahlen lassen… es stellt sich einfach nicht ein. Warum? Es handelt sich um einen Energiestau im Herzen.

Die Geheimbotschaften deiner Seele für ein erfülltes Leben

Wenn dein Herz sich mehr wie ein Vakuum anfühlt als wie ein rauschendes Meer voller Freude und Liebe, dann ist es Zeit nach innen zu schauen. Und dich wieder mit deinem inneren Guru zu verbinden. Mit deiner Seele. Wann immer die Freude langsam aus deinem Leben schleicht, bedeutet es nur eins: Du lebst nicht dem Plan deiner Seele entsprechend. Wann immer wir nicht voller Liebe aufwachen, fehlt uns etwas Essentielles.

Das Wesentliche im Leben ist immer Liebe. Und Liebe hat so viele Formen. Partner. Kinder. Kunden. Bewegung. Natur. Tiere. Verbundenheit mit allem, was ist. Liebe hat im Außen unendlich viele Formen. Doch sie kann sich im Außen nur formen, wenn sie im Innen fließen darf. Sprich: Nur wenn die Liebe in dir fließt, ist dein Leben im Außen voller Liebe, Fülle und Freude möglich. Deine Seele weiß genau, was zu tun ist.

Wann immer etwas in deinem Leben nicht fließt und dein Freude-Level unter 10 von 10 fällt, ist es an der Zeit hinzuschauen. Ja, es ist wichtig sofort hinzuschauen. Denn es ist ein Zeichen unserer Seele, die möchte, dass wir hinhören, hin spüren und hinschauen wo wir gerade von unserem Weg abkommen.

Der Weg in die Liebe geht nur durch intensives Fühlen

Wir streben danach alles zu fühlen, intensiv zu fühlen. Deswegen sind wir auf diese Erde gekommen. Wir sind nicht hier um „nichts zu fühlen“. Wir sind auch nicht hier um 8 Stunden am Tag zu arbeiten und abends erschöpft aufs Sofa zu fallen. Wir sind hier, um die Schönheit unserer Seele zu erkunden. Um die Wunder unseres Seins zu erleben. Um die eigene Liebe in uns so zum Schwingen zu bringen, dass sie das Herz anderer berührt. Für Selbstverwirklichung.

Im Kern unseres Seins sind wir Liebe. Es kommt im Leben nicht auf das Haus, das Auto, die Kleider, den Partner, die Karriere an. Auch wenn man uns das glauben macht und wir alle oft viele Jahre damit verbringen, diesen „Errungenschaften“ hinterher zu rennen. Die Freude, Liebe und Leichtigkeit kommen aus uns heraus. Oder eben nicht.

Es macht dich nicht glücklicher jeden Monat 30.000 Euro zu verdienen, einen BMW i8 zu fahren, einen gutaussehenden Ehemann zu haben und in einem schicken Stadtteil zu wohnen. Aber wir glauben das. Weil wir es von klein auf so erzählt bekommen. Ich habe das auch geglaubt. Lange. Ich habe lange so gelebt. Auch als Heiler – und gerade als Heiler, denn ich bin schnell erfolgreich geworden, hatte Wartelisten von 3 Monaten für meine Klienten und immer ausgebuchte Seminare. Doch war ich an einem Ort, der mich nicht erfüllte. In der wunderschönen Schweiz, im schönen Zürich. Doch die Berge und Seen sind nicht meins, ich liebe das Meer. Immer an einem Ort zu sein ist auch nicht meines. Ich liebe es alle 3 Monate woanders zu leben.

Im Korsett des Egos

Wir pressen uns ganz schnell in ein Korsett, das wir uns selbst anziehen. Geld. Erfolg. Karriere. Image. All das ist wichtig. Für unser Ego. Aber nie für unser Herz. Und egal wie schön dein Leben im Außen aussehen mag. Wenn es dich im Herzen nicht zu hundert Prozent erfüllt, dann ist es nicht dein Leben. Das heißt nicht, dass es dann ein schlechtes Leben ist, es ist einfach nur nicht „deins“. Bist du bereit hinzuschauen, wer du wirklich bist? Bist du bereit zu fühlen, was dein Herz dir zeigen möchte?

Wenn wir lange dem Ego-Trip folgen, der sich oft schön versteckt hinter einem immer vollen Konto, schönen Reisen, einem Vorzeigeleben… dann wird die Stimme des Herzens leiser. Manche fangen an zu rauchen. Denn Rauchen tötet Gefühle. Nun, das klingt sehr dramatisch. Rauchen vernebelt deine Gefühle und macht den Alltag erträglicher. Andere greifen zu Schokolade oder anderen Süßigkeiten. Doch jedes Verhalten, das uns schadet ist immer nur ein Zeichen unserer Seele hinzuhören.

Wenn wir unsere Gefühle zu lange missachten, dann spricht unsere Seele mit uns via Krankheiten, kleinen Beschwerden, ungesunden Angewohnheiten… Warum? Damit wir den Weg zurück zur Liebe finden und den Energiestau im Herzen beseitigen. Denn wenn du in der Selbstliebe bist, wirst du dir das Leben gönnen, dass dich glücklich macht. Egal was andere sagen. Egal was du denkst, dass andere denken könnten. Die Liebe zu dir: Sie ist der Schlüssel für ein Leben voller Freude und Glück.

Das Herz öffnen & die Freude fließen lassen

Unsere Gefühle sind der Spiegel unserer Gedanken und der Spiegel unserer verborgenen Muster. Genauso sind fehlende Gefühle ein Zeichen, dass etwas nicht stimmt… dass etwas gesehen werden will. Dass wir nach Heilung streben. Können Gefühle „fehlen“? Ja, bei einem Energiestau im Herzen. Wann immer wir nur wenig Freude, Liebe und Heiterkeit in uns spüren, haben wir bestimmte Ereignisse unserer Vergangenheit noch nicht verarbeitet. Das Fehlen von Liebe, Freude und Leichtigkeit kann auch ein Hinweis auf verborgene Ereignisse sein. Ereignisse in der Kindheit, die unser Unterbewusstsein gespeichert hat und unser Kopf verdrängt hat. Besonders, wenn man viel für sich getan hat, „eigentlich“ alles hat was man sich wünscht, aber das Glücksgefühl nicht eintritt… dann will die Seele Heilung erleben.

Nicht jeder hat verborgene Ereignisse in seiner Vergangenheit und das ist gut so. Denn Ereignisse, die uns prägen, aber an die wir uns nicht mehr erinnern können, gehen meist mit emotionalem, körperlichem oder sexuellen Missbrauch einher. In meiner Heilarbeit sehe ich das oft, viel zu oft. Wir reden nicht öffentlich darüber, doch nicht jeder hatte eine schöne Kindheit. Manchmal passieren Dinge, die nie passieren sollten. Für Kinder sind diese Erlebnisse noch viel dramatischer als für Erwachsene.

Deshalb geht das Unterbewusstsein hin und versteckt alles vor dem Versand. Aus dem simplen Grund: Was wir uns nicht erklären können, darf nicht passiert sein. Ein Schutzmechanismus, der zum Energiestau im Herzen führt. Doch Gefühle, die nicht in die Heilung gebracht werden, hindern uns auch am intensiven Fühlen. Und das ist der Schlüssel für ein erfülltes Leben. Denn wir können alles heilen. Aber manches braucht seine Zeit. Doch wir können immer alles in uns heilen.

Gegen den Energiestau im Herzen: Meditation für deinen Herzenswunsch

Unsere Gefühle sind der Wegweiser unserer Heilung, unserer Selbst-Erkenntnis und unserer Persönlichkeitsentwicklung. Besser gesagt: Unsere Gefühle zeigen uns unseren Seelenweg. Wir alle haben kleinere oder größere Ereignisse, die sich in uns eingeprägt haben und den Fluss der Liebe in uns verlangsamen oder gar für eine Weile stoppen können. Es sind Ereignisse, die wir in die Heilung bringen möchten. Und diese Heilung muss nicht lange sein, nicht schwer, nicht anstrengend. Doch in der Tat erfordert sie immer Mut und Kraft. Denn wahre Heilung passiert nur dann, wenn wir unser Herz wieder vollkommen öffnen. Für die Schönheit des Lebens. Für die Leichtigkeit der Liebe. Für den Fluß unserer Seele.

Rumi sagte schon „Du musst dein Herz so oft brechen, bis es sich öffnet“. Das ist nicht leicht, das tut jedes Mal weh. Doch stell dir vor, wie ist ist, wenn dein Herz einfach immer offen ist. Kein Energiestau im Herzen mehr. Dann fließt immer diese unendliche Liebe durch dich hindurch… 

Heilung für den Energiestau im Herzen

Weisheit entsteht nicht durch den Verstand. Weisheit kann man nicht aus Büchern lernen. Weisheit kommt aus dem Herzen. Weisheit entsteht aus dem Fließen lassen der Liebe. Denn in der Liebe ist alles enthalten. Alles was du dir wünschst. Alles wonach dein Herz sich sehnt. Denn die Liebe ist ein rauschender Fluss, wenn wir sie den fließen lassen. Wie heilt man nun ein geschlossenes Herz? Ein verletztes Herz? Ein Herz mit einem großen Schutzwall drum herum? So oft habe ich Klientinnen in einer Session zu Beginn sagen hören „mein Herz ist nicht verschlossen“ oder „mein Herzchakra ist nicht verschlossen“. Doch wenn ich es ihnen für eine Sekunde geöffnet habe und sie die Tränen, Trauer und den Kummer spüren konnten, den sie darin vergraben haben, die Tränen geflossen sind, dann hat es keiner Worte mehr gebraucht.

Wir müssen nicht diskutieren ob unser Herzchakra offen ist oder nicht. Wir fühlen es. Wir fühlen es für uns selbst und wir können es auch für andere fühlen. Es ist ein Wissen, dass aus unserem Herzen kommt. Aus der Liebe für den anderen. Wir müssen uns auch nicht dafür rechtfertigen oder verteidigen, wenn unser Herz verschlossen ist. Was auch immer ist, hat seine Ursache. Seine eigene Geschichte. Eine Geschichte, die in die Heilung gebracht werden kann.

Und wenn diese Geschichte in der Heilung ist, dann ist auch das Herzchakra wieder offen. Weil wir im Vertrauen sein können, weil wir uns wieder wohl und sicher in der Liebe, in der Verletzbarkeit und in der Offenheit fühlen. Denn ein offenen Herz ist so viel verletzlicher, doch so entstehen tiefe, intensive Gefühle: aus einem weit geöffneten Herzchakra. Deshalb gehen wir Sessions mit meinen Klientinnen dahin, wo es weh tut. Wir heilen den alten Schmerz, der oft bereits im Mutterleib entsteht.

Der Glaube an den Guru in dir: Das Vertrauen in deine Seele

Unsere pränatale Prägung: Diese Zeit ist so unendlich wichtig. Jedes Gefühl unserer Mutter wird zu unserem eigenen und Teil unseres Systems. Jede Zurückweisung, Verletzung, fehlende Umarmung unserer frühen Kindheitsjahre prägen tief. Die Liebe uns Sicherheit, die wir in dieser Zeit erleben führt dazu ob wir uns als Erwachsener sicher, geliebt, gesehen fühlen. Ob wir selbstbewusst oder unsicher sind.

Die Liebe kommt nie von Außen. Liebe kommt nicht durch einen Partner in dein Leben. Freude kommt nicht durch Kinder in dein Leben. Leichtigkeit kommt nicht durch einen vollen Geldbeutel in dein Leben. Liebe, Freude und Leichtigkeit müssen zuerst in dir vorhanden sein. Warum? Alles was in dir ist, wird sich im Außen widerspiegeln. Bist du unglücklich, wirst du eine unglückliche Partnerschaft anziehen. Bist du einsam, wirst du keine liebevolle Beziehung manifestieren können. Bist du wütend auf deine Eltern, wirst du einen unzufriedenen Partner in dein Leben rufen. Wir bekommen genau das was wir sind. Nicht mehr, nicht weniger und schon gar nichts anderes.

Deine Playlist für Herzöffner

Wir leben mit dem Gesetz der Resonanz. Liebe kommt nur dann im Außen, wenn sie im Innen bereits da ist. Freude entsteht in dir. Und Leichtigkeit wird von Liebe und Freude immer automatisch in dein Leben gerufen. Sie gehen Hand in Hand. Wenn wir das Gesetz der Resonanz einmal verstehen, entdecken wir nicht nur unsere unendliche Power, sondern auch die Verantwortung, die damit einher geht.

Liebe, Freude und Leichtigkeit

Die Verantwortung für deine Worte. Verantwortung für deine Gedanken. Denn deine Worte und Gedanken erschaffen deine Zukunft. Sie sind unser Karma. Sie sind das was wir werden und das was sich in unsrem Leben manifestiert. Sie sind unsere größte Herausforderung in schwierigen Zeiten. Es ist leicht positiv zu denken, wenn alles rund läuft. Doch in schwierigen Zeiten nur positiv zu denken und ausschliesslich wohlwollende Worte zu wählen, ist eine Kunst. Eine Kunst, in der wir uns alle üben. Gleichzeitig wird das Gesetz der Resonanz nie außer Kraft gesetzt: was immer du sagst, denkst und tust, es hat Konsequenzen. Und diese werden sind über kurz oder lang in deinem Leben vertrauen.

Deshalb ist es so wichtig, mit der eigenen Seele verbunden zu sein. Ihr Flüstern zu hören und im Vertrauen zu bleiben, dass alles was passiert sich fügt. Dass alles was passiert ist, einen Sinn macht. Wenn wir uns dem Fluss des Lebens hingeben und vertrauen, dass unsere Seele uns den Weg zeigt, dann lässt das Krampfen und Kämpfen los. Je weniger wir im Kopf und je mehr wir im Herzen sind, desto mehr füllt sich unser Leben mit Liebe und Freude. Mit Fülle und Leichtigkeit. Mit Glück und Seligkeit. Ohne Energiestau im Herzen.


Kati Gehres

Kati Gehrés ist Authenticity Coach und Buchautorin von „SHINE – A Manifestation Guide to Love, Passion & Abundance“. Mit dem SHINE Your Inner Light Konzept von Divine Glow hat sie über 16.000 Menschen auf dem Weg zum Inneren Strahlen unterstützt. Mehr auf www.divine-glow.com.

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#105 Gelassen altern mit Pro Age Yoga – mit Elena Lustig

Wie Yoga unsere Einstellung zum Älterwerden transformiert und Vitalität schenkt

Das Älterwerden ist ein Thema, das in unserer Gesellschaft geradezu gefürchtet wird. Dabei ist unser paradoxer Umgang mit dem Thema Altern besonders interessant. Einerseits gibt es einen riesigen Markt für Faltencremes, Botox und Schönheitsoperationen. Andererseits wird das Altern regelrecht tabuisiert, denn irgendwie will keiner so richtig zugeben zu altern. Aber warum ist das so? Und wie kann Yoga dabei helfen, diesen Prozess mit Gelassenheit und Vitalität zu erleben? Darüber sprechen Gastgeberin Susanne Mors und die erfahrene Yogalehrerin Elena Lustig in dieser Folge „YogaWorld Podcast“. 

Elena hat sich darauf spezialisiert Yoga auf das Älterwerden abzustimmen und nennt diese Art Yoga zu üben „Pro Age Yoga“. Dabei ist ihr wichtig zu zeigen, dass Yoga nicht nur unseren Körper beim gesund Altern unterstützt, sondern auch unsere innere Einstellung zum Älterwerden positiv beeinflussen kann – eben Pro Age und nicht Anti Age. So teilt Elena ihre Expertise und gibt viele praktische Tipps, wie eine entsprechende Yoga Praxis konkret aussehen kann. Zum einen kann diese Praxis präventiv wirken und zum anderen helfen, mit den Herausforderungen des Älterwerdens besser umzugehen. Zudem verrät sie, welche philosophischen Ansätze uns helfen gelassen und glücklich zu altern.

Der Sponsor dieser Folge ist YogaMeHome. Mit dem Code YogaWorld14 könnt ihr das Online-Studio für zwei Wochen kostenlos testen. Hier entlang:  https://www.yogamehome.org/gutschein

Dr. Ronald Steiner: Alignment Cues für Baddha Konasana

Baddha Konasana: Alignment Cues

Ein Klassiker in vielen Yogastunden: der Schustersitz oder Baddha Konasana wörtlich übersetzt: die gebundene Winkelhaltung. Sie gilt als klassischer „Hüftöffner“, erhöht also die Flexibilität in den Hüftgelenken. Auf den ersten Blick scheint sie simpel zu sein, für eine gesunde Ausführung ist aber überraschend viel Aufmerksamkeit nötig.

Text: Dr. Ronald Steiner / Fotos: Richard Pilnick

Wirkung von Baddha Konasana

Baddha Konasana entwickelt die Flexibi­lität aus einer Kombination von Außen­rotation und Abduktion im Hüftgelenk. Das Zusammenspiel dieser beiden Bewegungsrichtungen wird oft „Hüft­öffnung“ genannt.

So geht’s

Baddha Konasana: Alignment Cues

Step 1: Beginne in einem aufrechten Sitz. Lasse dabei deine Oberschenkel locker nach außen rollen und beuge die Knie, bis sich die Fußsohlen berüh­ren können.

Step 2: Fasse nun von außen um das Fußgelenk herum deine Fersen und ziehe sie nahe an dein Becken.

Step 3: Zum Schluss kippst du den Oberkörper langsam nach vorne, bis sich Bauchnabel und Fersen einander annähern. Die Hände bleiben an den Fersen, während sich die Ellenbogen beugen und dicht am Körper vorbei nach hinten ziehen. Wenn möglich, setzt du das Kinn am Boden auf.

Alignment Cues

Gutes Alignment schützt in dieser Haltung vor allem die Knie und erweitert zugleich den Bewegungsraum im Hüftgelenk. Diese Tipps können dir helfen:

Druck erzeugt Zug: Drücke die Fersen kraftvoll gegeneinan­der, noch während du aufrecht sitzt (Step 2). Dieser Druck nach innen erzeugt im Hüftgelenk einen Zug nach außen. So zentriert sich der Oberschenkelkopf in seiner Gelenkpfanne und es entsteht mehr Raum für seine Bewegung.

Knöchelstabilität: Um uns beim Laufen vor versehentli­chem Umknicken und Stürzen zu schützen, stabilisieren wir reflexartig das Hüftgelenk, sobald das Sprunggelenk ver­dreht wird. Bei Baddha Konasana kann dieser Reflex leicht gegen uns arbeiten: Wenn wir mit den Händen an den Ze­hen ziehen, kommt Spannung auf das Sprunggelenk und automatisch limitiert die Muskulatur rund um das Hüftge­lenk dessen Flexibilität.

Fasse daher von außen unter den Schienbeinen hindurch, bis deine Finger die Fersen berühren. Das hebt die Fersen leicht an und die Schienbeine set­zen sich in der Richtung des Fußrückens in gerader Linie fort. Mit dieser Stabilität in Knöchel und Rückfuß kannst du Mittelfuß und Vorfuß entspannen. Der vordere Teil der Fuß­sohle weist entspannt nach oben, während die Fersen fest gegeneinander drücken.

Gegenrotation von Becken und Oberschenkel: Sobald du den Oberkörper nach vorne neigst (Step 3), kippen oft auch Becken und Oberschenkel nach vorne. Dabei entsteht Druck auf die Innenmenisken, was eine Verletzung provozieren kann. Achte daher darauf, die Bewegung des Oberkörpers nach vor­ne isoliert aus dem Hüftgelenk heraus entstehen zu lassen. Das kannst du erreichen, indem du die Vorderseite der Ober­schenkel bewusst nach außen hinten ziehst. Behalte diese außenrotierende Spannung und die Position der Oberschenkel während des Kippens des Beckens bei.

Alternative: Basic Form von Baddha Konasana

In der links beschriebenen traditionellen Form birgt Baddha Konasana bei nicht ausreichender Hüftflexibilität und einer nicht ganz perfekten Ausführung die Gefahr, die Knie zu überlasten. Vor allem bei Vorschädigungen am Innenmeniskus empfehle ich daher diese sicherere Basic Form.

So geht’s

Baddha Konasana Alignment Cues

Step 1: Beginne auch hier in einem auf­rechten Sitz, lasse die Oberschenkel locker nach außen rollen und beuge deine Knie, bis sich die Fußsohlen berühren können.

Step 2: Halte deine Füße dabei so weit vom Becken entfernt, dass die Knie­gelenke nur etwa rechtwinklig gebeugt sind.

Step 3: Um dich nun zusätzlich nach vorne zu beugen, platzierst du deine Hände vor den Füßen auf dem Boden und stützt dich auf ihnen ab. Auch hier bewegst du dich nur aus den Hüft­gelenken heraus. Die Knie bleiben in der Luft und du kannst sie zusätzlich mit Kissen oder schräg gestellten Blöcken abstützen.


Dr. Ronald Steiner ist Arzt, Wissenschaftler und Sportmediziner sowie einer der bekanntesten Ashtanga­-Yogis. Mehr zu ihm findest du auf seiner Website ashtangayoga.info. Mehr zu Baddha Konasana erfährst du unter https://tinyurl.com/23maezcz.

Auch im „YogaWorld Podcast“ war Dr. Ronald Steiner bereits mehrmals zu Gast. Wie z.B. in dem spannenden Zweiteiler über Yogatherapie:

Geben und Nehmen: Klare Statements zum Thema „Yoga und Geld“

Ist es nicht auffällig, wie verschämt und verklemmt es häufig wird, sobald wir im Zusammenhang von Yoga über Geld sprechen? Dabei verdient dieses Thema genauso viel Bewusstsein und Klarheit wie alle anderen Aspekte des Lebens.

Text: Stephanie Schauenburg, Titelbild: bondarillia via Canva

Spiritualität und schnöder Mammon, das hat scheinbar noch nie zusammengepasst: Erleuchtete Menschen brauchen nichts und wollen nichts, sie geben mehr als sie nehmen und opfern sich auch gerne auf, wenn es um eine gute Sache geht, ist schließlich gut fürs Karma … Dieses Bild hält sich hartnäckig, vielleicht sogar umso mehr, als es das genaue Gegenteil der gnadenlos kapitalistischen Welt ist, in der wir leben. Geldgierige Ausbeuter*innen hier, heilige Asket*innen dort, Luxus auf der einen Seite, schlichte Genügsamkeit auf der anderen. Wahrer Reichtum liegt ja im Inneren. Aber wo bewegst du dich selbst in diesem Schwarz-Weiß-Bild? Und ganz konkret: Darf man mit Yoga Geld verdienen?

Was sagen die Upanishaden dazu?

Ein Blick in die alten Schriften zeigt: Selbst im alten Indien waren spirituelle Lehren nicht umsonst zu haben: Ein gewisser Janashruti bietet dem erleuchteten Raikva 1000 Rinder, seinen Wagen und eine Menge Goldschmuck an, damit der ihn unterweist. Satyakama hütet zwölf Jahre lang die Rinder seines Gurus. Genauso lange kümmert sich Upakosala im Haus seines Lehrers um die Feuerstellen. Nur drei beliebige Beispiele aus der Chandogya Upanishad, die zeigen: Es gab wohl auch im Yoga immer das Prinzip von Leistung und Gegenleistung. „Energieaustausch“, nannte man das in spirituellen Kreisen eine Zeitlang gerne – meistens in Zusammenhang mit sehr bescheidenen Preisen. An denen hat sich seit Jahren nichts geändert.

3 Modelle, wie es funktioniert

Eigentlich bräuchten wir viel mehr professionelle Lehrende, die sich mit vollem Einsatz dem Yoga widmen. Aber Yoga als Hauptberuf funktioniert nur in drei Modellen (oder einer Mischung aus ihnen). Erstens Askese: Ich entscheide mich bewusst für einen genügsamen Lebensstil. Zweitens Unabhängigkeit: Ich bin dank Erbe, Ehe oder früherer Karriere nicht auf Verdienst angewiesen. Oder drittens: Ich bekenne mich zum Unternehmertum. Letzteres ist immer eine Gratwanderung: Einerseits muss auch ein Yoga-Business finanziell funktionieren, um Bestand zu haben – und wie schwierig das ist, haben wir nicht zuletzt während der Pandemie erlebt.

Andererseits wünscht sich niemand eine Yogawelt, die von Profitdenken geprägt ist und in der alle Dollarzeichen in den Augen haben. Der Anspruch, Yoga für alle zugänglich zu machen, darf kein Lippenbekenntnis bleiben, und im Zentrum sollte niemals der Umsatz stehen, sondern immer die ideelle und menschliche Ebene. Die alten Geschichten machen es vor: Auch in den Upanishaden ist die „geschäftliche“ Transaktion nie der Kern, aber sie ist eben auch keine Nebensächlichkeit. Bei den (sicherlich absichtlich übertriebenen) 1000 Rindern oder zwölf Jahren als Diener ist immerhin klar, dass alle Beteiligten sehr genau wissen, wie kostbar das ist, was hier vermittelt wird.

Was bedeutet Geld für uns?

Aber es steckt noch mehr Potenzial in dem Thema: Welche Beziehung haben wir überhaupt zu Geld? „Viele Menschen machen Geld für alle Übel der Welt verantwortlich, vermeiden es aber, sich ihr eigenes Verhältnis dazu wirklich klar vor Augen zu führen,“ meint Brent Kessel. Er ist Buchautor, Yogi und Mitbegründer einer Firma für nachhaltige Investments. Sein Credo: „Geld kann ein spiritueller Lehrer sein, wenn man bereit ist, ihm mit demselben Grad an Bewusstheit und klarer Intention zu begegnen wie anderen spirituellen Praktiken.“ Eigentlich eine spannende Idee, oder?

Was sich bei dieser Selbstreflexion zeigt, wird individuell sehr verschieden sein: Für die einen ist finanzielle Sicherheit ein wichtiges Bedürfnis, andere leben mehr im Vertrauen, dass immer genug da sein wird. Manche geben allzu leicht Geld aus, andere kämpfen damit, es jemals loszulassen. Diese Neigungen, Widerstände und Ängste reichen sehr tief ins eigene Wesen, aber man kann sie als Yogi*ni ebenso freundlich anschauen wie den Dehnungsschmerz in einer Vorwärtsbeuge – und mit der Zeit bewusster und entspannter im Umgang mit ihnen werden. Vielleicht können wir dann auch im Yoga endlich unverkrampfter über Geld sprechen.

Nachgefragt: Wie stehst du zum Thema Yoga und Geld?

Wir haben uns im Rahmen der YOGAWORLD JOURNAL-Ausgabe 05/23 mal in der Yoga Community umgehört. Diese spannenden und doch teils unterschiedlichen Aussagen konnten wir sammeln:

Thomas Meinhof:

„Wir müssen über geld sprechen!“

„Auch im Yoga, wo hauptsächlich mit Luft und Liebe gehandelt wird, gilt: Geld ist nichts Böses, im Gegenteil. Es ermöglicht uns wunderbare Dinge, wie zum Beispiel eine ordentliche Schulbildung für unsere Kinder, ein paar Tage am Meer oder auch den Besuch einer Yogaklasse. Nicht mal in den alten Schriften findet sich etwas Abfälliges hinsichtlich des Materiellen. Yoga und Geld sind für Yogaprofis untrennbar miteinander verbunden. Und darum solltest du dich als Yogalehrer*in auch darum kümmern, dass es in deine Richtung fließt. Denn weder Prana noch Karma werden am Ende deine Miete bezahlen.

Obwohl du für dein Teacher Training vermutlich nicht gerade wenig bezahlt hast, wurde dort über Geld erstaunlich wenig gesprochen. Wahrscheinlich gibt es keine andere Berufsausbildung, aus der die Schüler*innen in Sachen Finanzen und Organisation so ratlos herauskommen, wie die der Yogalehrenden. Mathematik beschränkt sich dort im Allgemeinen auf fünf Atemzüge pro Asana, und selbst die Frage, was Yogalehrende pro Stunde verdienen, wird in der Regel alles andere als transparent beantwortet. Dabei leben wir in einer Welt des perfektionierten Kapitalismus. Und in dieser Welt regieren nicht Gurus mit langen Bärten, sondern Gelehrte in Sachen BWL. Wenn du als Yogalehrer*in in dieser Welt überleben willst, musst du einen Zugang zum System finden.“

In seinem Buch „Selbstständig mit Yoga“ hat der Münchner Yogalehrer und studierte Betriebswirt THOMAS MEINHOF (aka YogaDude) ein kompaktes – und humorvolles – Gründer-Coaching für Yogi*nis zusammengestellt.

Tipp: Thomas hat für uns bereits mehrere Artikel geschrieben. Besonders passend hierzu: „Tipps vom Yogadude: Was verdient man als Yogalehrer*in?


Ronald Steiner:

„Es geht auch anders.“

Mir ist es wichtig, die Lehren der Yogaphilosophie auch praktisch zu leben. Deswegen verfolgen wir bei AYI einen anderen Ansatz als die meisten Yogaschulen: Es gibt bei uns keine festen Preise pro besuchter Stunde, sondern einen Mitgliedsbeitrag. Dafür kannst du wöchentlich 25 Yogastunden in unserem Studio oder online besuchen, Inspiration aus über 650 aufgezeichneten Tutorials und Yogastunden ziehen und sogar unsere Sauna genießen. Wir geben also mit vollem Enthusiasmus alles, was wir können. Wie viel du zurückgeben möchtest, entscheidest du selbst. Denn die Mitgliedschaft bei uns hat keinen festen Beitrag, du legst völlig frei fest, wie viel du monatlich zahlst.

Auf diese Weise ermöglichen wir es auch Menschen mit geringeren finanziellen Mitteln, Yoga vollständig zu erleben und in seinen Tiefen zu erfahren. Es macht mich glücklich, wenn ich nach einer schönen Yogapraxis in die strahlenden Augen von Menschen blicke. Dabei ist es mir egal, was sie jeweils finanziell beitragen. Gelingt dieses Experiment? Wir denken: Ja! Finanziell ist das Ergebnis oft eng. Doch die AYI Community trägt sich. Wir sind dankbar für die verantwortungsvolle Selbsteinschätzung all der wundervollen Yogin*is, die über ihre Mitgliedschaft ein Teil dieser Gemeinschaft sind.

Das AYI-Studio von Yogi, Arzt, Ausbilder und Autor RONALD STEINER findest du in Ulm oder online unter ashtangayoga.info


Lisa Hoerz-Weber:

„Dankbarkeit und Hingabe.“

Yoga ist ein göttliches Geschenk, etwas Heiliges. Yoga zu erfahren ist eine Gnade. Demut und Dankbarkeit dürfen daher an erster Stelle stehen. Wenn wir Yoga aus tiefer Glückseligkeit lehren, dann fühlen wir uns verbunden. Wenn wir Yoga primär für Geld unterrichten, dann fühlen wir uns erschöpft und leer. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich berichten, dass ich sowohl meine individuelle Arbeit als Yogalehrerin als auch unser gemeinsames Ausbildungsinstitut von null aufgebaut habe. Geleitet hat mich dabei immer die Dankbarkeit für Yoga. Am Anfang habe ich oft kostenlos oder für wenige Euro unterrichtet. Mit der Zeit kamen automatisch unternehmerische Aspekte hinzu: Mieten, Gehälter, Steuer. Aber sie dürfen nicht im Zentrum stehen.

Seit einigen Jahren praktiziere ich aktiv die Hingabe zu Gott und ich erkenne, dass es im Grunde immer diese Hingabe war, die mich dorthin geführt hat, wo ich heute bin. Auch der Yogahof, den wir gerade aufbauen, ist durch diese Hingabe in unser Leben gekommen. Was uns leitet? Das tun, was zu tun ist. Mehr geben als nehmen. Wahre Größe und Reichtum zeigen sich nicht in dem, was du hast oder dir zufällt, sondern in dem, was du gibst. Jeden Tag, wenn ich aufwache, richte ich mich darauf aus. Ich übe Meditation, Dankbarkeit und Akzeptanz. Was kommt, das kommt. Wenn wir dabei innerlich in der Mitte bleiben können, dann sind wir reich – und frei.

Mit dem Ausbildungsinstitut Hatha Yoga Institut in Graz, ihrem Studio Yoga and More und dem Umbau eines alten Bauernhofs zum Yogahof haben sich LISA HOERZ-WEBER und ihr Mann Martin Weber viel vorgenommen. Sie nimmt es mutig und vertrauensvoll: „Geld ist immer im Fluss.“

Podcast-Tipp: #82 Bhakti Yoga: Entdecke die Kraft der Hingabe – mit Lisa Hoerz-Weber


Nicole Bongartz:

„Es gibt Handlungsbedarf!“

Ich sehe ganz viele Yogalehrende, die irgendwann ausbrennen: Sie geben wahnsinnig viel, aber es kommt in monetärer Form sehr, sehr wenig zurück. Dadurch entsteht eine energetische Dysbalance. Viele bilden sich jahrelang in unzähligen Trainings fort, aber ihre Stunden kosten immer noch gleich viel. Ich finde, da haben wir uns zu viel von dem asketischen Ideal übergestülpt, ohne dass das für die meisten zu der Art passt, wie sie leben: Natürlich kann man sagen, ich will weniger essen, weniger reisen, weniger Kleider besitzen, einfach weniger konsumieren, deshalb kann ich auch für kleines Geld unterrichten. Aber für die meisten Frauen, die ich unterrichte, passt das eben nicht. Die haben oft Kinder, möchten gute Lebensmittel kaufen, nachhaltig reisen und für all das brauchen sie eine gute Menge Geld.

Das kann nur funktionieren, wenn wir Yoga in der Wertigkeit positionieren, die es hat. Dazu müssen wir klarmachen: Wir haben etwas sehr Wertvolles anzubieten – und es darf innerhalb der Yogawelt auch Unterschiede geben. Warum soll die 10er-Karte bei einer sehr erfahrenen Lehrerin gleich viel kosten wie bei allen anderen? Man kann ja auch Jeans kaufen für 20 Euro und welche für 200. Dahinter steckt – vor allem bei Frauen – oft auch ein Selbstwertproblem: Ich kann eine Personal-Training-Stunde für 200 Euro nur anbieten, wenn ich auch das Gefühl habe, dass sie das wert ist. Es gibt also eine Reihe von Faktoren, die allesamt dazu führen, dass das Preisniveau im Yoga nicht angestiegen ist, in so vielen anderen Bereichen aber schon. Ich finde, da gibt es wirklich Handlungsbedarf, denn sonst brechen uns die guten Yogalehrer*innen irgendwann weg.

NICOLE BONGARTZ ist als Lehrerin, Ausbilderin und Gründerin von Lord Vishnus Couch in Köln eine der einflussreichsten Yoginis hierzulande. Sie bekennt sich zu ihrem Unternehmertum – und auch dazu, einen Hang zum Luxus zu haben.


Cornelia Brammen:

„Wir nennen nicht den richtigen Preis.“

Yoga ist gesellschaftlich relevant – sowohl Lifestyle-Yoga als auch Soziales Yoga. Tag für Tag begleiten Yogalehrende Menschen durch Unsicherheit, Angst und Krisen. In der Pandemie haben sie wirkungsvoll gestützt und stabilisiert. Wir in der Yogawelt wissen, dass Yoga wirkt. Aber wir nennen dafür nicht den richtigen Preis. Oder wir tun es und erleben merkwürdige Dinge: Wenn eine Yoga-Unternehmerin wie Sinah Diepold vom Personalmanager eines Konzerns ernsthaft gefragt wird, wieso sie denn Geld für einen Yoga-Workshop wolle, es mache ihr doch Spaß, Yoga zu unterrichten – dann sind wir noch nicht da, wo wir sein sollten.

Auch wenn unser Verein „Yoga für alle“ Wohlfahrtsverbänden und Behörden immer wieder erklären muss, was soziale Arbeit mit Yoga ist und dass sie einen Preis hat, sind wir noch nicht da, wo wir sein sollten. Qualifiziertes Yoga hat einen Preis. Der fängt für Yogalehrende bei etwa 60 Euro netto pro Stunde an, damit es wirtschaftlich Sinn ergibt. Deshalb: Hört auf, kostenlos Yoga anzubieten! Seid solidarisch und rechnet aus, wie viel ihr braucht, um ausschließlich vom Yoga leben zu können! Daraus resultieren echte Preise, die allen Yogalehrenden nützen.

Und denkt in Arbeitsteilung: Lifestyle-Yoga für Menschen, die sowohl ökonomisch wie psycho-sozial dazu in der Lage sind – und Soziales Yoga (in Kooperation mit sozialen und staatlichen Einrichtungen) für Menschen, die nicht am Lifestyle-Yoga teilnehmen können. Wenn wir das alle gemeinsam ab sofort berücksichtigen, bekommt Yoga die Wertschätzung, die es verdient. Dann klappt es auch mit dem Pricing bei Konzernen, Behörden und anderen Institutionen, die Yoga für ihre Mitarbeiter*innen, Gäste, Klient*innen, Patient*innen, Besucher*innen anbieten wollen.

Als Geschäftsführerin des Vereins Yoga für alle e.V. steht CORNELIA BRAMMEN auch für die zahlreichen Programme von „Yoga hilft!“: präventives Yoga für Grundschulkinder in Brennpunktvierteln, psychosensitives Yoga und Yoga für Senior*innen.

Podcast-Tipp: #37 Sozialarbeit durch Yoga – mit Cornelia Brammen


Wie stehst du zum Thema Yoga und Geld? Lass gerne einen Kommentar da!

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Antonia Langsdorf im „YogaWorld Podcast“

In der neuesten Folge „YogaWorld Podcast“ begrüßt Moderatorin Susanne Mors die Astrologie-Expertin Antonia Langsdorf, um über die subtilen Einflüsse der kosmischen Zyklen auf unser Leben zu sprechen.

Planeten und Chakren

Yoga und Astrologie
Nutze die Energie der Planeten als Inspiration für deine Yogapraxis. Foto: AdisResic via Pixabay

Interessant ist auch die Verbindung zwischen den sieben Chakren und Planeten, denn genau wie die Chakren stehen auch die Planeten für bestimmte Energien und Themen im menschlichen Erleben, und genau wie die Chakren haben auch die Planeten Körperregionen, denen sie zugeordnet sind. Diese Systeme lassen sich nicht ohne weiteres in Deckung bringen und es gibt auch keine allgemeingültige Zuordnung zwischen Planeten und Chakren, das darfst du nicht denken.

Wenn das irgendeiner behauptet, dann ist das frei erfunden. Falls du das recherchierst, wirst du auch feststellen, dass verschiedenste Zuordnungen durchs Netz geistern, aber wie gesagt, keine davon kann den Anspruch erheben, allein gültig zu sein. Für mich macht es am meisten Sinn, wenn man die Planeten ganz intuitiv zuordnet und danach geht, welche Planeten in etwa den Energien der Chakren entsprechen. 

Daraus ergibt sich folgende Zuordnung: 

  • 7 Kronenchakra: Jupiter, Uranus
  • 6 Drittes-Auge-Chakra: Neptun, Jupiter
  • 5 Halschakra: Merkur
  • 4 Herzchakra: Mond, Venus
  • 3 Solarplexus-Chakra: Sonne, Mars
  • 2 Sakralchakra: Jupiter, Venus, Pluto
  • 1 Basis Chakra oder Wurzelchakra: Mars, Saturn, Mond (Instinkte)

Die Verbindung von Chakren und Energien beim Yoga zu nutzen ist vielleicht dann besonders nützlich, wenn man das eigene Horoskop und die wichtigen Planeten gut kennt und weiß, welches Planetenthema gerade eine Stärkung gebrauchen könnte oder vielleicht hat man gerade einen schwierigen Transit oder man möchte das Thema einfach besser ganzheitlich integrieren.

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Wir wissen ja, alles ist mit allem verbunden. Man kann also eine Verbesserung im Leben durch eine Yogaübung anstoßen, während man vielleicht in der Außenwelt auf andere Weise an diesem Thema arbeitet. 

Beispiel Yoga/Geburt

Ein Beispiel aus meinem eigenen Leben ist eine unvergessliche Yogasituation, die ich erleben durfte, als ich mit meiner Tochter Marilen hochschwanger war, das war wenige Wochen vor der Geburt. Ich habe dieses Erlebnis in meinem Buch „Lilith – die Weisheit der ungezähmten Frau“ verewigt und zitiere aus meinem Buch: 

„Bis direkt vor meiner Geburt absolvierte ich meine regelmäßigen Yogakurse bei Birgit, meiner spirituellen Lehrerin. Einige Wochen vor meiner Niederkunft machte sie mit uns eine Gruppenmeditation. Mit der Gruppe baute sie einen Tempel aus Licht auf und sagte dann: ‚Wenn eine von euch besondere Energie braucht, kann sie jetzt in die Mitte des Kreises gehen und die gebündelte Energie empfangen.‘

Meditative Geburtserfahrung

Ich ließ mich nicht lange bitten und nutzte die Gelegenheit. Ich kniete mich in die Mitte und schloss die Augen. Während Birgit leise die Meditation weiterführte, sah ich vor meinem inneren Auge, wie sich mein Basischakra öffnete, trichterförmig zur Erde hin und tiefrot leuchtend. Ich hatte die Vision, dass meine Tochter durch diesen Trichter wie auf einer Rutsche aus meinem Körper auf die Erde glitt und mich aus großen Augen anschaute. Es war wundervoll. Und es sollte schließlich genauso kommen.“

Ich habe dann tatsächlich eine Hausgeburt hingelegt, mit fantastischer Unterstützung unserer Hebamme Andrea. Sie leitete uns so an, dass ich die finale Phase der Geburt in der Hocke absolvieren konnte, wobei mich Marilens Vater in den Armen hielt. 

Und ich zitiere noch mal: „Wir fanden einen Rhythmus, in dem wir uns von den Presswehen mitreißen ließen und zwischendurch entspannten. Das Kind war auf dem Weg. Ich konnte es spüren. Die Presswehen waren wie riesige Ozeanwellen, die mich mitrissen. Ich nahm so gut wie keinen Schmerz wahr, nur eine unglaubliche, heiße, strahlende Energie im Bereich meines Basischakras.

Eine transformierende Entwicklung

Schließlich war meine Tochter da, aufgefangen von unserer wundervollen Hebamme, und schaute mich mit großen Augen an. Sie war auf die Welt geglitten wie in meiner Vision aus dem Yoga-Lichtkreis. Sie schrie nicht und weinte nicht. Sie wirkte vollkommen … ja, zufrieden. Ja, meine kleine Göttin war zufrieden, wie alles gelaufen war.“

Für mich war das eine besondere spirituelle Entwicklung, von der verunsicherten 37-jährigen „Spätgebärenden“ zu einer selbstbewussten Schwangeren, die eine Hausgeburt hinlegen konnte. Ich bin sicher, dass meine regelmäßigen Yogasessions bis kurz vor der Geburt erheblich dazu beigetragen haben, dass ich diese Entwicklung nehmen durfte.

Yoga und Jahreslauf, Planeten, Sonnengruß

Ein weiterer guter Weg, Yoga mit Astrologie zu verbinden wäre, sich bei den Yogaübungen vom Jahreslauf der Sonne durch die zwölf Sternzeichen inspirieren zu lassen, oder von den 13 Mondzyklen mit ihren Phasen, von den vier Sonnenwendpunkten oder man kann sich auch einzelnen kosmischen Kräften widmen.

Da werde ich sofort kreativ, wenn ich mir das vorstelle. Und für die Königin des Horoskops die Sonne, gibt es ja bereits die beste Übung aller Zeiten, den Sonnengruß! Und vielleicht gibt es ja auch schon andere Planetenübungen, die ich jetzt nur nicht kenne, weil ich keine Yogaspezialistin bin. 

Aber mir fällt dazu auch selber ganz viel ein, zum Beispiel Lilith Yoga – das wäre ein Yoga, was die Hormone und die innere Leidenschaft stimuliert und uns in Verbindung mit unserer wilden Urkraft bringt. 

Mars Yoga wäre ein dynamisches Yoga mit Übungen im Stand, z.B. „der Krieger“. 

Mond und Hormonyoga passt gut zusammen, wir wissen ja dass die Mondin unseren Zyklus steuert. 

Jupiter Yoga wären demnach Übungen, die unseren Optimismus, unsere innere Stärke und unseren Weitblick stärken, da fallen mir ganz wunderbare Übungen für die Augen ein, die meine Yogalehrerin immer mit uns gemacht hat. 

Saturn Yoga können Übungen sein, die stark erdend wirken und auch Übungen, bei denen wir gewissermaßen der Schwerkraft trotzen und den Körper damit herausfordern. Außerdem regiert Saturn die Grenzen, das heißt Saturn ist in dem Konzept enthalten, dass man im Yoga immer bis an die Grenze heran, aber nicht darüber hinausgehen soll.

Bei Uranus denke ich an Übungen, die den Rhythmus fördern und die Atmung herausfordern. 

Neptun ist der Planet der Fantasie, der Träume und der Bilder, dazu passen geführte Meditationen oder Yogaübungen, die das Erleben innerer Bilder fördern. 

Venus Yoga wäre demnach eine Übungsfolge, die das Herz und die Beziehungsfähigkeit stärkt und vielleicht auch die Nieren und die Blasenregion, die der Venus untersteht und mit dem Thema Beziehungen in Verbindung gebracht wird. 

Yoga im Einklang mit der Zeitqualität

Und wenn man dann Yoga im Einklang mit der Zeitqualität gestalten will, dann kann man sich von den jeweils gültigen Sternzeichen und Elementen anregen lassen. Da gibt es dann auch wieder viele Möglichkeiten. Man kann sich auf die jeweilige Jahreszeit und die Themen des jeweiligen Sternzeichens einlassen oder man kann den Planetenherrscher des Monats würdigen.

Zum Beispiel kann man in der Zwillinge-Zeit im Juni Übungen machen, die zu Merkur passen, dem Planeten des Denkens und der Kommunikation. Übungen, die ganz konkret die Zunge und den Sprechapparat stärken oder die Empathie in der Kommunikation fördern. Mit Merkur bzw. Zwillinge werden auch die Hände und die Arme verbunden, sehr gut dazu passen Mudras, die Übungen der Hand. Da gibt es so viele tolle Möglichkeiten! 

Verbinde dich mit den Elementen

Oder man geht nach den Elementen, das ist auch eine tolle Sache. Wenn die Sonne zum Beispiel in einem feurigen Zeichen steht wie Widder, Löwe oder Schütze könnte man dynamische Übungen machen, die das innere Feuer stärken, den Enthusiasmus anfachen, auch die sexuellen Kräfte und die Leidenschaft anregen. Und so kann man das natürlich auch mit den anderen Elementen Erde, Wasser und Luft durchspielen. 

Ich denke, vor allem für Yogalehrende oder auch alle, die allein Yoga praktizieren und Anregungen suchen, welche Übungen sie so machen könnten, bietet die Verbindung zur Astrologie ohne Ende Anregungen. Dafür reicht ein intuitives Grundwissen über Astrologie oder man kann ja auch ganz einfach im Internet recherchieren, welche Sternzeichen und Planeten gerade gültig sind oder Furore machen. 

Das erfährst du auch bei mir auf meinem YouTube Kanal oder auf Instagram, da poste ich Deutungen zu wichtigen Planetenbewegungen. Und im Monatshoroskop findest du viele wertvolle Infos darüber, welche kosmischen Energien gerade wirken und integriert werden wollen. Außerdem, wie diese auf dein Sternzeichen bzw. den Aszendenten wirken.

Ich wünsche dir viel Freude damit, kreativ die Verbindung zwischen Yoga und Astrologie auszuprobieren!


Yoga und Astrologie
Foto: Antonia Langsdorf

Antonia Langsdorf studierte freie Kunst in Köln und begann parallel ihre Medienkarriere, als Kultur- und Musikjournalistin. Nach einem Studium der traditionellen Astrologie ist sie heute eine international gefragte Vortragsrednerin. 2013 wurde ihr Erfolgsbuch „Lilith – die Weisheit der ungezähmten Frau“ veröffentlicht. Seit 2016 betreibt sie ihren YouTube Kanal „Antonias Sterne“.

Mehr zu Antonia Langsdorf unter www.antonialangsdorf.com

BEWUSST SEIN – Achtsamkeitstage im Zeichen der Elemente in Oberstaufen im Allgäu

Yoga in Oberstaufen
Einatmen. Ausatmen. Ankommen (Foto: Oberstaufen Tourismus Marketing GmbH Moritz Sonntag)

Erlebe die Magie der Verbindung von Körper, Geist und Seele im Zeichen der Elemente. Gönn‘ dir, deinem Körper und deinen Gedanken eine Auszeit bei den Yoga-Tagen rund um die Sommersonnwende in der herrlichen voralpinen Landschaft Oberstaufens im Allgäu. //anzeige

Einatmen. Ausatmen. Ankommen. Ruhe und Balance finden, die Körpermitte stärken und den Kopf frei bekommen: Entfliehe dem Alltag und tauche vom 20. bis 23. Juni 2024 in der atemberaubenden Landschaft Oberstaufens ein, in die Achtsamkeitstage und ein Yoga Wochenende voller Entspannung, Bewegung und Ruhe. An den längsten Tagen des Jahres, kannst du vielseitige Angebote für Körper, Geist und Seele erleben. Jeder Tag ist einem Element gewidmet, um die Stärke der jeweiligen Naturkraft – Wasser, Feuer, Erde, Luft – für sich zu spüren und deren Eigenschaften zu nutzen.

Yoga in Oberstaufen
Yoga im Park (Foto: Oberstaufen Tourismus Marketing GmbH)

Erfahrene, regionale Experten führen dich durch die insgesamt 20 Sessions. Neben kraftvollen Yoga-Einheiten und entspannenden Meditations- und Klangreisen erlebst du kulinarische Entdeckungen aus der Ayurveda-Lehre und kreative Workshops. Hinzu kommen Wohlfühl-Rezepte, kleine Atemübungen und Natur-Erlebnisse für deinen Alltag zum „Mit-nach-Hause-nehmen“.

Eines haben alle Angebote gemeinsam: Sie laden dich ein, ganz bewusst Ruhe und Balance zu finden, die Körpermitte zu stärken und den Kopf freizubekommen, Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Tu dir etwas Gutes und buche dein individuelles Yoga-Retreat im Allgäu! Die Tage können einzeln (ab 60 Euro) zusammengestellt oder in Kombination als komplettes Retreat (280 Euro) gebucht werden. Eine weitere schöne Besonderheit: Du kannst deine Unterkunft nach Belieben auswählen, von der Ferienwohnung bis zum 5-Sterne-Wellness- Hotel.

  • Yoga in Oberstaufen

Von Feuer-Meditation bis Floating im Sole-Becken

Der erste Tag widmet sich dem Zeichen der Ausdauer und Erneuerung – Wasser. Das Element steht für Reinigung, Transformation und Flexibilität. Noch vor der offiziellen Öffnung des Erlebnisbades Aquaria geht es für eine Floating-Einheit in dessen Außen-Sole-Becken. Mit frischer Bergluft in der Nase und Morgensonne im Gesicht schwebt man an der Wasseroberfläche und erlebt eine tiefe Entspannung von Körper und Geist. Es folgen Meditations- und Yoga-Einheiten. Der krönende Abschluss des Tages ist eine Stand-Up-Paddling-Tour über den Alpsee, während die untergehende Sonne den Himmel in ein beeindruckendes Farbspektakel verwandelt.

Element Wasser (Foto: Oberstaufen Tourismus Marketing GmbH Leo Schindzielorz)

Feuer steht für Stärke, Mut und Energie.

Entsprechend gestaltet sich der zweite Tag. Am Morgen wird zunächst ein Feuer mit Naturmaterialien entzündet. Anschließend stellen die Teilnehmer Ritualkerzen mit persönlich ausgewählten Kräutern her. Bei geführten Meditationen aktivieren die Teilnehmer ihr Kraftzentrum und treten bei einer energievollen Hatha-Yoga-Stunde mit dem inneren Feuer in Kontakt.

Element Feuer (Foto: Oberstaufen Tourismus Marketing GmbH Nico Bogenreuther)

Am dritten Tag stehen Standfestigkeit und die Verbindung zum Selbst im Vordergrund, denn das Element Erde steht für Kraft und Verwurzelung. So beginnt der Samstag mit einem Genusserlebnis beim frisch gekochten Ayurveda-Brunch, später lernt man alles über das Heilgetränk Oxymel und saisonale Kräuter. Der Tag wird abgerundet durch eine Yoga Meditation mit klangvoller Begleitung, um in einer Tiefenentspannung anzukommen.

Element Erde (Foto: Oberstaufen Tourismus Marketing GmbH Moritz Sonntag)

Luft ist leicht, beweglich und steht für Freiheit und Austausch mit sich selbst und anderen.

Am finalen, vierten Tag lernen die Teilnehmer loszulassen und zu spüren, wie sich Leichtigkeit anfühlt. Sei es bei der Atemreise, die zu tiefer Entspannung einlädt oder bei der geführten Morgenmeditation: Die Atmung dient als Schlüssel der Innen- zur Außenwelt, ein erhöhtes Energielevel wird abgerufen und wohliger innerer Frieden gefunden.

Element Luft (Foto: Oberstaufen Tourismus Marketing GmbH Leo Schindzielorz)

Informationen und Buchung unter oberstaufen.de/yoga

Oberstaufen – Sehnsuchtsort mit Alpenpanorama

Die Gemeinde Oberstaufen liegt im Dreiländereck am Rand der wunderschönen Allgäuer Alpen. Die abwechslungsreiche Landschaft, das besondere Heilklima, die jahrhundertelangen Traditionen und das gelebte Brauchtum sowie die Gastfreundschaft machen es zu einem beliebten Reiseziel. Urlauber können ihre Sehnsucht stillen, nach Bergen, Natur und Weite – ideal für eine erholsame Auszeit. Aber auch Aktivurlauber und Familien finden ein großes Angebot für jede Menge Spaß, Abenteuer und unvergessliche Erlebnisse.

Traditioneller Vollmondkalender 2024: Was der Mai-Vollmond mit Holz zu tun hat

Vollmondkalender 2024

Unsere Experten Johanna Paungger-Poppe & Thomas Poppe begleiten dich mit unserem Vollmondkalender durchs Jahr und verraten dir spannende Themen rund um den aktuellen Vollmond. Traditioneller Vollmondkalender 2024: Was der Mai-Vollmond mit Holz zu tun hat, liest du hier unten im Artikel.

25. Januar 2024: Vollmond im Krebs

Anmerkung der Redaktion: Gehe während der Mondkur in die liebevolle Achtsamkeit mit deinem Körper und deiner Ernährung im Rhythmus mit dem Mond. Achte auf dich und gehe nachsichtig mit dir und deinem Körper umder Mond kann dir dabei helfen. Hungere nicht und höre auf die Signale deines Körpers. Es geht nicht darum ein Schönheitsideal zu verfolgen, sondern darum, dich wohl in deinem Körper zu fühlen.

In der Hitparade guter Vorsatz-Themen zum neuen Jahr nahm der eigene Körper sicherlich einen Platz auf dem Siegerpodest ein. Die gute Nachricht: Der Mondkalender kann helfen, und das auf eine Weise, die weder harsche Selbstdisziplin noch schmerzhaften Verzicht erfordert. Geduld – das ist die einzige Investition, die nötig ist.

Die „Mondkur“ ist das ganze Geheimnis und die geht so:

Bei Vollmond

Iss möglichst schon zwei, drei Tage vorher weniger als sonst und nach 18 Uhr nichts mehr. Trinke zwischen 15 und 19 Uhr möglichst viel. Faste dann am Vollmondtag (nur wenn es ohne Kreislaufprobleme möglich ist) und trinke an diesem Tag viel Wasser oder nimm eine klare Gemüsesuppe zu dir.

Bei abnehmendem Mond

Halte die Regeln der Trennkost ein, so gut es dir möglich ist (Eiweiß und Kohlenhydrate nicht gleichzeitig auf den Teller bringen). Trinke am besten öfter einen Bio-Entschlackungstee, etwa Brennnesseltee (aber nicht länger als 1 Minute ziehen lassen, sonst wirkt er nicht!). Iss nach 17 Uhr nichts mehr.

Bei Neumond

Iss schon zwei, drei Tage vorher weniger. Faste am Neumondtag, wenn es ohne Kreislaufprobleme möglich ist, und trinke an diesem Tag mehr als zwei Liter stilles Wasser – am meisten zwischen 15 und 19 Uhr.

Bei zunehmendem Mond

Iss insgesamt etwas weniger als sonst und achte auch jetzt ab und zu auf die Regeln der Trennkost. Iss nach 18 Uhr nichts mehr. Trinke täglich genug, wieder besonders zwischen 15 und 19 Uhr. Danach nur noch, wenn du Durst haben.

Tipps und Anmerkungen hierzu:

* Eiweiß tierischer Herkunft ist für eine gesunde Ernährung nicht notwendig. Gute Dinge aus dem Pflanzenreich liefern hochwertigstes Eiweiß und alle lebensnotwendigen Stoffe. Mache einen Selbstversuch: Verzichte zweimal im Jahr genau eine Woche lang – am besten bei abnehmendem Mond – auf jegliches Eiweiß tierischer Herkunft (Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Eier). Dies ist eine der sinnvollsten Maßnahmen für dein Wohlergehen, wie du recht bald herausfinden wirst.

* Zum Thema „Welches Lebensmittel vertrage ich?“: Wenn du nach dem Essen immer müde bist, isst du entweder regelmäßig etwas, das du nicht verträgst, oder du isst regelmäßig zu viel. Die Müdigkeit ist eigentlich ein allergisches Symptom. „Nicht vertragen“ heißt auch nicht, dass du sofort Probleme bekommen musst. Es bedeutet, an folgenden Symptomen zu leiden: Müdigkeit, Gewichtszunahme, Lustlosigkeit, Allergien, Juckreiz, Gereiztheit und so weiter. Oft spürt man erst mit zeitlicher Verzögerung, dass man etwas nicht vertragen hat – manchmal erst am nächsten Tag. Ein chronischer Morgenmuffel ist oftmals nur das Opfer seiner Essgewohnheiten vom Vortag beziehungsweise Vorabend. Es lohnt sich, hier Detektiv zu spielen und den Auslösern in der Ernährung auf die Spur zu kommen!


24. Februar 2024: Vollmond im Löwe

Vollmond im Tierkreiszeichen Löwe – das ist ein idealer Zeitpunkt, um einmal über eine besondere Qualität der Löwe-Tage zu sprechen, nämlich ihre Wirkung auf das menschliche Haupthaar. Regelmäßig an Löwe geschnitten wächst das Haar nämlich gesünder und robuster und viele Haarprobleme lassen sich allein mit der Wahl des richtigen Zeitpunkts in den Griff bekommen.

Kürzlich meinte ein Friseur, dass Haare „totes Material“ seien, nämlich Horn, worin kein „Saft steigen kann“ wie etwa in einer Pflanze. Insofern sei der Zeitpunkt des Schneidens egal. Wie aber ist dann die positive Wirkung zu erklären, die so viele Leser*innen unserer Bücher längst erfahren haben?

Haare sind kein „totes Material“, sie nehmen teil am gesamten Energiefeld, das uns umgibt. Sie wirken in mancher Hinsicht wie Antennen, die uns intuitive Vorgänge erleichtern helfen. Und sie wirken für Ladungen aller Art wie ein Speicher, was die große Erleichterung erklärt, die man manchmal nach dem Haarewaschen beziehungsweise Duschen verspürt. Der besagte Friseur hat sicher auch noch nie erlebt, dass Haare nach einem starken Schock tatsächlich über Nacht grau werden können. Haare sind nur dann „leblose Materie“, wenn ein Chemiker sie untersucht. Ein Physiker, der sich mit Strahlungen und elektrischer Aufladung auskennt, würde ganz andere Dinge zu erzählen haben. Und erst recht ein Mensch mit Erfahrung, der beispielsweise beobachtet, dass es in Tirol kaum Männer über 70 gibt, die eine Glatze haben. Weil es vor 70 Jahren dort selbstverständlich war, Kindern nur bei Löwe die Haare zu schneiden.

Der Friseur sollte vielleicht einmal die Adern an seinem Handrücken beobachten – wie unterschiedlich sie sich verhalten, je nachdem, welche Menschen er gerade bedient. Oftmals schwellen sie durch die starke „Ladung“ an, die er aufnimmt. Es wäre sicherlich eine gute Idee, wenn er sich nach jedem Kunden die Hände unter kaltem Wasser wäscht, um solche Belastungen loszuwerden (gilt übrigens auch für manche Telefonate, die man führen muss!).

Vielleicht noch ein paar Tipps rund um die Haarpflege:

* Haare färben: Der Mond kann zwar auch hier helfen, seine Wirkung ist jedoch nicht so stark, dass es sich lohnen würde, eine „eiserne Regel“ zu formulieren. Bei zunehmendem Mond hält Haarfarbe etwas länger und die Farbe ist etwas intensiver. Bei abnehmendem Mond gefärbt, wäscht sich Abtönfarbe etwas schneller aus. Wer sich die Haare mit starken chemischen Mitteln färben lässt, merkt diese Unterschiede nicht, schädigt aber auf Dauer die Haare.

* Haare entfernen: Der abnehmende Mond ist grundsätzlich immer geeignet für das Loswerden unerwünschter Körperhaare. Wenn gleichzeitig auch noch Steinbock herrscht, ist das die allerbeste Voraussetzung, dass sie lange nicht nachwachsen. In der Jahreshälfte „ohne Steinbock im abnehmenden Mond“ würde es genügen, den Tierkreiszeichen Krebs, Löwe und Jungfrau aus dem Weg zu gehen. Bei Krebs wachsen die Haare kreuz und quer, bei Löwe werden sie zu dicht (siehe oben) und bei Jungfrau wachsen sie schnell wieder nach. Auch im abnehmenden Mond sollte man diese Tierkreiszeichen nicht wählen. Ansonsten genügt für ein lang anhaltendes Ergebnis, die Haare zu entfernen, wenn gleichzeitig der Mond abnimmt. Wer besonders empfindlich ist, vermeidet auch noch Skorpion für den Bikinibereich, Zwillinge für die Achselhaare und Wassermann für die Beine.

Bei zunehmendem Mond entfernte Haare wachsen schnell nach und können sogar kräftiger und dichter werden (besonders lästig übrigens für Männer, wenn die Nasenhaare auch noch zu piksen beginnen). Wenn du deine Körperhaare normalerweise täglich entfernst, verzichte zumindest in den Tierkreiszeichen Löwe, Jungfrau und Krebs darauf. Speziell im Sommer kann es ja immer wieder einmal passieren, dass man häufiger ans Werk gehen möchte. Verzichte übrigens auf jegliche chemischen Enthaarungsmittel. Langfristig schaden sie Haut und Körper.

Alles in allem: Persönliche Erfahrung zählt mehr als tausend Worte. Einfach ausprobieren und Mut zu eigenen Erfahrungen gewinnen. Dabei wünschen wir dir alles Gute und viel Erfolg!


25. März: Vollmond zu Ostern

Wenn du ab Dienstag mit einem gründlichen Frühjahrsputz den Frühling einladen willst, kommt dir der Mondkalender mit speziellen Energien zu Hilfe: Die Zeit bis zum 8.4. ist dafür ideal. Viele Arbeiten in und um Haus und Wohnung sind oft mühevoll, langwierig und machen einfach nicht genug Spaß. Das könnte sich aber sofort ändern, wenn auf den richtigen Zeitpunkt geachtet wird! Bei abnehmendem Mond gehen nämlich alle Reinigungsarbeiten leichter von der Hand. Alles wird schneller sauber und bleibt es auch länger. Der positive Effekt betrifft nicht nur tägliche Routinearbeiten, sondern besonders alle Putzaktionen, die man nur ein- oder zweimal im Jahr macht – etwa Arbeiten mit einem Hochdruckreiniger, Säubern von Gehegen, Saisongeräte säubern, etc. Du wirst auch die Erfahrung machen, dass du weniger Putzmittel brauchst und dass die Arbeit körperlich als nicht so anstrengend empfunden wird. Und nicht zuletzt: Auch eine körperliche Reinigungskur und ein inneres, seelisches Aufräumen sind vom abnehmenden Mond begünstigt. Lassen dich von den Kräften des Mondlaufs tragen!

Tipps für einen schmerzenden Rücken

Was manchmal die Freude an der Arbeit in der beginnenden Gartensaison (und auch an anstrengender Hausarbeit!) verderben kann, ist ein schmerzendes Kreuz. Nach jeder schweren Arbeit wäre es deshalb eine gute Idee, zwei spezielle Gymnastik-Übungen zu machen – geeignet für jede Mondphase und jedes Tierkreiszeichen, aber ganz besonders wirksam am 2. und 3. April im Tierkreiszeichen Steinbock, das fürs Knochengerüst zuständig ist. Und die gehen so:

Lege dich auf den Rücken, vielleicht auf einen Teppich oder Teppichboden, die Arme seitlich ausgebreitet, die Handflächen auf dem Boden. Ziehe nun die Beine mit angewinkelten Knien zu sich heran, Oberschenkel senkrecht zum Boden, Unterschenkel waagerecht, parallel zum Boden, die Füße in der Luft.

Lege beide Beine jetzt langsam zuerst auf die rechte Seite, bis die Außenseite des rechten Knies den Boden berührt. Stelle dir einfach vor, wie du die linke Hüftkugel in Richtung Oberschenkel verlängerst. Atme dabei aus.

Atme ein, während du die Beine wieder in die Senkrechte hebst, atme aus, wenn du sie jetzt auf die linke Seite sinken lässt.

Dabei liegen die Handflächen weiterhin flach auf dem Boden, die Schultern sollten möglichst den Kontakt zum Boden nicht verlieren. Anfangs ist Letzteres etwas schwierig und auch nicht unbedingt nötig, aber im Laufe der Zeit fällt es leichter. Es ist bei dieser Übung besser, die Schultern vom Boden zu heben, als mit den Knien nicht den Boden zu berühren. Diese Übung sollten alle Gärtner*innen nach getaner Arbeit machen, beziehungsweise auch zwischendurch.

Die zweite Übung heißt auch „Bankstellung“: Diese Übung bringt Energien im ganzen Körper zum Fließen und ist wunderbar geeignet zur Kräftigung der Rückenmuskulatur.

Nimm den Vierfüßlerstand ein; die Hände liegen senkrecht unter den Schultergelenken, die Knie senkrecht unter den Hüftgelenken. Die Ellbogen sind leicht gebeugt, das Gewicht sollte gleichmäßig auf allen vieren verteilt sein. Blicke nach unten zum Boden. Strecke nun den rechten Arm und das linke Bein ganz gerade aus – waagerecht, sodass Arm, Rücken und Beine eine möglichst gerade Linie parallel zum Boden bilden. Nicht ins Hohlkreuz fallen und nicht das Becken verdrehen. Nach Gefühl kannst du diese Übung mit gestreckten Zehen oder gestreckter Ferse (und Zehen nach unten) durchführen. Atme langsam aus, zähle bis sieben und wechsele dann Arm und Bein. Dazwischen immer kurz entspannen und einatmen, dabei ebenfalls bis sieben zählen – das Ganze nun jeweils dreimal. Mache zum Schluss vor dem Aufstehen langsam einen Katzenbuckel.

Die beste Vorbereitung und Begleitung schwerer Arbeiten und für die Gartensaison!

Johannas Spezialtipp:

Immer wieder werden wir gefragt, ob für Haustiere die gleichen Mondregeln gelten wie für uns Menschen, beispielsweise wenn es um die Fellpflege geht. Im Prinzip bleibt alles gleich! Wenn du besonders sorgfältig bei abnehmendem Mond bürstest, ist das Ergebnis dauerhafter als mit derselben Intensität bei zunehmendem Mond gearbeitet. Katzen, die zum falschen Zeitpunkt kastriert oder sterilisiert worden sind, können unter vorübergehendem Haarausfall leiden. Sie vertragen generell diesen Eingriff bei abnehmendem Mond besser, wobei das Tierkreiszeichen Skorpion vermieden werden sollte.


24. April 2024: Vollmond im Skorpion

In vielen Sprachen der Welt ist der Mond weiblich: La luna, la lune, a lua, etc. Vielleicht drückt sich darin die Anerkenntnis aus, dass die Mondphasen stark mit vielen Aspekten verbunden sind, die speziell im Leben von Frauen eine große Rolle spielen. Nicht zuletzt natürlich die Menstruation, die annähernd in Harmonie mit den Mondphasen verläuft. Aber es gibt noch so manche weiteren Eigenschaften der Mondphasen, die sich hilfreich im Frauenleben auswirken können, speziell wenn es um Vorbeugung geht – etwa bei Blasenentzündungen, gezielten Übungenbei einer Gebärmuttersenkung (siehe Johannas Spezialtipp!), Linderung von Menstruationsbeschwerden und Migräne.

Zu den wichtigsten Dingen zählt hier der Sammelzeitpunkt von Frauenkräutern, die speziell dem weiblichen Körper zu Diensten sind:

* Frauenmantel: bei zunehmendem Mond sammeln, nachdem der Tau abgetrocknet ist. Generell das beste „Frauenkraut“ zur Vorbeugung und Heilung.

*Schafgarbe: ebenfalls bei zunehmendem Mond, aber in der Mittagssonne. Ideal als Tee bei Migräne und Kopfschmerzen, wirkt stärkend und fördert das Wohlbefinden.

Diese drei Kräuter entfalten ihre beste Wirkung als Tee getrunken, jeweils mit mindestens sieben Minuten Zieh-Zeit.

* Hirtentäschel: ebenfalls bei zunehmendem Mond sammeln und nach der Tauabtrocknung. Das beste Kraut bei einer Gebärmuttersenkung, bei Frauenleiden und bei zu starken Regelblutungen (Bei schwachen Regelblutungen nicht verwenden!) Hirtentäschel kann man in 40 prozentigem Kornbranntwein einlegen, ca. 14 Tage lang ziehen lassen und dann damit täglich den Bauch einreiben.

Und natürlich gibt es im Mondkalender auch einen idealen Zeitpunkt für die Anwendung dieser Kräuter, nämlich bei Mond in Skorpion. Die Kräuter sind auch vorbeugend wirksam und können über mehrere Wochen zur Anwendung kommen. (Wichtig ist jedoch auch hier immer, bei akuten Schmerzen nicht auf den richtigen Zeitpunkt zu warten, sondern sofort zu handeln und vom Arzt abklären lassen.)

Ein Anwendungsbeispiel: Ein „Kräutersitzbad“ an Skorpion ist wie ein Miniurlaub mit Maxiwirkung. Lasse einmal den Unterschied zwischen einem Sitzbad an Skorpion und an beliebigen anderen Tagen auf sich wirken. Für solche Bäder eignen sich am besten Schafgarbe, Frauenmantel und Kamille (wirkt in erster Linie entzündungshemmend) und Hirtentäschel.

Im Idealfall sind die verwendeten Kräuter frisch geerntet und zu Hause bei abnehmendem Mond getrocknet worden. Das Rezept: Überbrühe zwei kleine Hand voll Kräuter mit ungefähr zwei bis drei Liter Wasser. Lasse die Kräuter länger ziehen als bei Tees, etwa 15 Minuten lang. In der Zwischenzeit Badewasser einlaufen lassen (vorher heiß ausspülen), Wasserspiegel bis zur Hüfte, nicht bis zum Bauch hinauf. Schließlich den abgeseihten Kräutersud hinzufügen. Ob du nach diesem Genuss duscht oder nicht, bleibt deinem Gefühl überlassen, es wirkt jedoch intensiver, wenn du auf das Duschen verzichtest!

Johannas Spezialtipp:

Eine feine Übung speziell für Frauen: Spanne, so kräftig es geht, die Gesäßmuskeln an. Einfach die Pobacken ganz fest zusammendrücken und in deinem Geist den Unterleib hochziehen.

Atme dabei vorher ein, schließe während dieser Übung die Augen und stelle dir beim Anspannen vor, dass du durch den Unterleib hindurch ausatmest. Das trägt in gleicher Weise wie das Anspannen selbst zur Belebung und Durchwärmung dieser Region bei. Zudem wirkt diese Übung anregend und kräftigend auf die Milz und das Lymphsystem. Schwangere sollten diese Übung jedoch nicht machen, dafür nach der Entbindung umso häufiger! Die Gebärmutter bildet sich optimal zurück.


23. Mai 2024: Vollmond im Skorpion

Eine wichtige Arbeit im Bereich von Hausbau, Renovieren oder Holzbearbeiten steht bevor? Kannst du sie bis zum 24. Mai verschieben? Es würde sich lohnen, denn wie kann das sein? Da steht eine Almhütte oder ein altes Bauernhaus – vielleicht in einem Museumsdorf -, jahrhundertealt, gefügt ohne einen einzigen Nagel, ohne chemische Imprägnierung fürs Holz, ohne dass ein Blatt Papier in die Fugen passt, teilweise sogar mit hölzernen Kaminen. Welches Holz aus dem Baumarkt würde eine solche Langlebigkeit aufweisen? Die Antwort auf diese Unterschiede gibt der Mond. Das Holz wurde zum richtigen Zeitpunkt gefällt, zum richtigen Zeitpunkt natürlich getrocknet und weiterverarbeitet. Die gute Nachricht für alle, die biologisch bauen, renovieren und in der häuslichen Werkstatt mit Naturstoffen arbeiten: Die Regeln vom richtigen Zeitpunkt im Mondrhythmus sind gültig wie eh und je.

Die Wichtigste: Was zusammengefügt werden soll – durch Verschränken, Kleben, Verputzen, Pressen, Verzinken, etc. -, hält besser und ist langlebiger, wenn man bei abnehmendem Mond arbeitet. Das ideale Tierkreiszeichen dafür ist Steinbock, der während der ersten Jahreshälfte immer im abnehmenden Mond zu finden ist. Also den Vollmond noch abwarten, und dann loslegen und den 26. und 27. Mai, die Steinbocktage, nicht versäumen!

Natürlich kann man beim Bauen und Renovieren während der 14 Tage eines zunehmenden Mondes nicht untätig bleiben, aber alle heiklen Arbeiten könnte man problemlos zum richtigen Zeitpunkt durchführen. Etwa das Aufrichten eines Dachstuhls, denkmalgeschützte Häuser in Schuss bringen, schwierige Restaurierungsarbeiten, das Verlegen eines Naturholzbodens, das Anlegen eines Naturweges ohne Betonbett. Vom 24. Mai bis zum 6. Juni ist dafür die beste Zeit.

Angenehmer Nebeneffekt der Wahl des richtigen Zeitpunkts: Man kann auf Unmengen von Chemie verzichten und natürliche Stoffe für Verbindungen wählen, wichtig etwa beim Bau eines Kachelofens in traditioneller Bauweise.

Was die besten Zeiten für die Holzernte betrifft, mit speziellen Terminen für bestimmte, erwünschte Holzeigenschaften, das steht ausführlich in unserem Buch „Bauen mit dem Mond“. Renovieren, Heimwerken zum richtigen Zeitpunkt bei abnehmendem Mond – der Erfolg spricht für sich selbst.

Ein Spezialtipp für den Umgang mit Beton: Auch hier wäre der abnehmende Mond ideal, aber das Tierkreiszeichen Löwe solltest du meiden. Die Trocknung erfolgt dann manchmal zu schnell, es könnten sich Risse bilden.

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Arbeit am Bau und in der Werkstatt – manchmal kann das ganz schön „auf die Knochen“ gehen. Die folgende kurze Übung wird immer dann ausgeführt, wenn dir danach ist, und du hast viel getan, um deinen Kreislauf fit zu halten.

Die Welt umarmen – so könnte man diese Übung nennen. Sie wird im Sitzen oder im Stehen durchgeführt. Breite dazu deine Arme seitlich aus. Ganz waagerecht ausstrecken, mit ausgestreckten Fingern. Vielleicht am Anfang vor dem Spiegel üben, man neigt dazu, die Arme zu hoch zu halten. Halte die Arme in dieser Stellung anfangs drei, später so fest du es für gut hältst. In dieser Haltung bleibst du ebenfalls drei oder sieben Sekunden lang.

Öffne dann wieder die Hände, ganz weit, alle Finger ausgestreckt, so weit es geht. Deine größte Spannweite! Wieder drei Sekunden lang, oder sieben.

Wiederhole die Übung so oft, bis du in den Unterarmmuskeln den Energiefluss spürst. Oder ganz nach Gefühl, am besten zu Beginn insgesamt nur eine Minute lang. Die Atmung kann sich nach Gefühl entwickeln, bei uns funktioniert das Einatmen beim Ballen der Fäuste gut, das Ausatmen beim Ausstrecken der Finger. Und fühle dann, was diese Übung und dein Körper jetzt für dich tut.


Alle nächsten Vollmonde 2024 im Überblick

22. Juni 2024

21. Juli 2024

19. August 2024

18. September 2024

17. Oktober 2024

15. November 2024

15. Dezember 2024


Alle unsere guten Wünsche begleiten dich in diesem Jahr! Deine Johanna Paungger-Poppe & Thomas Poppe

Hast du noch mehr Fragen zum Neumondkalender 2024 oder zum Thema „Leben in Harmonie mit den Mondrhythmen“? Dann schreibe gerne eine Mail an die beiden Autoren unter vrz@aon.at

Zu den Autoren:

Johanna Paungger-Poppe & Thomas Poppe sind das erfolgreichste Buchautoren-Ehepaar Europas. Ihre bisherige Buch- und Kalenderauflage fasst über 20 Millionen und ihre Bücher wurden in über 30 Sprachen übersetzt. Johanna wurde 1953 als eines von zehn Kindern in Walchsee/Tirol in einer Bauernfamilie geboren. Den Grundstein für ihr umfangreiches Wissen um die Einflüsse der Mondrhythmen bekam die Mond-Expertin bereits in ihrer Kindheit vom Großvater übertragen. Seit 1983 ist Johanna als Autorin tätig und hält regelmäßig Vorträge. Ihr Ehemann Thomas wurde 1952 in Falkenstein/Oberpfalz geboren und wuchs in München auf. Mittlerweile kann er auf eine mehrjährige Erforschung der Mondrhythmen im Alltag zurückgreifen.

Gemeinsam hat das Ehepaar einen Versandhandel mit Produkten, die nach den Mondrhythmen hergestellt werden, gegründet. Darunter eine eigene Körperpflege-Serie,
Kräuterteemischungen und Holzprodukte. Allein durch das Achten auf den richtigen Zeitpunkt
bei Ernte, Herstellung und Verarbeitung können diese Produkte auf den Einsatz von
Konservierungsmitteln in jeglicher Form verzichten. Begleitend zu den Büchern erscheinen jährlich neun Mondkalender „Das Mondjahr“.

Mehr Infos unter: paungger-poppe.com und mondversand.de

Johanna Paungger-Poppe im „YogaWorld Podcast“:

Publikationen (Auszug):

  • „Bausteine für ein positives Mikroklima“ Delphin-Verlag
    Ratgeber für Baubiologie und gesundes Leben.
  • „Der Löwe in uns allen“, Rowohlt-Verlag, Hamburg
    Die Tierfabel als Spiegel der Seele.
    Weitere Sachbücher in den Bereichen Lebenshilfe, Gesundheit, Religion, Esoterik,
    Psychologie, Philosophie etc.

Publikationen gemeinsam mit Johanna Paungger

  • „Vom richtigen Zeitpunkt“ (1991, Irisiana-Verlag,
    erweiterte und überarbeitete Jubiläumsausgabe 2016)
  • „Aus eigener Kraft“. (1993, Goldmann-Verlag)
  • „Alles erlaubt!“ (1999, Goldmann-Verlag)
  • „Der Mond im Haus“ (2000, Goldmann-Verlag)
  • „Fit zum richtigen Zeitpunkt“ (2018, Goldmann-Verlag)
  • „Der lebendige Garten“ (2004, Goldmann-Verlag)
  • „Das Tiroler Zahlenrad“ (2008, Heyne-Verlag)
  • „Fragen an den Mond“ (2010, Goldmann-Verlag)
  • „Lebenschance Zahlenrad“ (2010, Heyne-Verlag)
  • „Moon Power“ (2015, Mosaik-Verlag)
  • „Alpha Omega Formel“ (2021, Gräfe & Unzer München)
  • „Im Rhythmus von Mond, Natur und Zahl“ (2022, Gräfe & Unzer Verlag)
  • „Meditieren zum richtigen Zeitpunkt“ (2022, Goldmann-Verlag)

Hier geht’s direkt zu unserem traditionellen Neumondkalender mit Paungger & Poppe: