Satyakama-Übung: Meditation für deinen Herzenswunsch

Diese Meditation von Rod Stryker kann dir dabei helfen, den Botschaften deiner Seele zu lauschen. Sie zeigt dir den Weg zu deinem Satyakama, dem wahren, größten Herzenswunsch.

Text: Rod Stryker / Titelbild: RF._.studio via Pexels

Schließe deine Augen. Nimm deinen Körper wahr. Dann richte die Aufmerksamkeit auf deinen Atem. Mache dir einige Minuten lang dein leichtes, müheloses Atmen bewusst – bis du dich innerlich ruhig fühlst.

Lenke nun die Aufmerksamkeit zu deiner Stirn, zu dem Punkt zwischen den Augenbrauen. Während du deinen Fokus dort hältst, werde dir deines atmenden Körpers bewusst. Entspanne dich. Versuche, deinen Atem nicht zu lenken. Dann erlaube deinem Bewusstsein, eine Verbindung zwischen deinem Atem und dem Punkt zwischen deiner Augenbrauen herzustellen. Während du spürst, dass dein Körper einatmet, fließt dein Fokus von dem Punkt zwischen den Augenbrauen in Richtung Schädelmitte zum „dritten Auge“ – es liegt mittig zwischen den Schläfen. Während dein Körper wieder ausatmet, beobachte, wie deine Aufmerksamkeit sich von dort aus wieder zurück zu dem Punkt zwischen den Augenbrauen bewegt.

Sei präsent und entspannt

Spüre, wie diese Übung mit der Zeit müheloser wird und dein Geist zur Ruhe kommt. Während du diese Stille erfährst, kannst du vielleicht beobachten, wie sich in deiner Schädelmitte eine Weite und Präsenz entfaltet. Du musst nichts weiter tun, als zu fühlen und zu lauschen. Während du mehr und mehr in diesen friedlichen, mühelosen Rhythmus eintauchst, kannst du vielleicht wahrnehmen, dass sich deine Bewusstheit vom dritten Auge aus allmählich ganz von selbst nach innen und außen bewegt – unabhängig vom Atem. Wenn das der Fall ist, höre auf, an deinen Atem zu denken. Bleibe ganz bei diesem mühelosen Pulsieren.

Nimm wahr, wie sich daraus nach und nach eine Art Glückseligkeit entwickelt. Dein gesamtes Sein füllt sich mit einem grenzenlosen Gefühl von Zufriedenheit und Freude. Strenge dich nicht an. Sei einfach nur präsent und entspannt. Das Gefühl wird sich umso eher entfalten, je mehr du dich in die Mühelosigkeit fallen lässt.

Du bist die Quelle deiner Freude

Werde dir nun dessen bewusst, dass diese Zufriedenheit und Freude, die du spürst, im Grunde du selbst bist. Lasse alles los, um wirklich wahrzunehmen, dass du selbst die Quelle bist. Es braucht Zeit und Übung, so weit in diese Meditation hineinzufinden. Auf ihrer höchsten Stufe bist du so völlig in den Zustand der Freude und Glückseligkeit eingetaucht, dass du keine Trennung mehr zwischen dir und dem Universum wahrnimmst. Du selbst bist die Glückseligkeit, von der uns die alten Schriften versichern, dass sie die Natur aller Dinge ist.

In diesem Zustand wende dich an dein „Weisheitszentrum“ – die Instanz in dir, die genau weiß, was du brauchst und was nicht. Fühle dich mit diesem inneren Wahrheitskern verbunden, der immer bereit und absolut fähig ist, dich zu deiner bestmöglichen Lebensweise zu führen. Bleibe bei diesem Gefühl und stelle deinem höheren Selbst folgende Frage: „Welche der vier Sehnsüchte dient meinem Dharma, meinem höchsten Zweck am besten? Was soll sich in den nächsten 6 bis 18 Monaten für mich erfüllen?“ Lasse nicht zu, dass dein Verstand das Kommando übernimmt; die Antwort sollte ganz natürlich und intuitiv zu dir kommen, bestimmt und klar sein.


Rod Stryker ist einer der bedeutendsten Yoga- und Meditationslehrer der USA. Dieser Artikel basiert auf Auszügen aus seinem Buch „The Four Desires“, in dem er sich eingehend mit den Purusharthas beschäftigt. Mehr Infos auf rodstryker.com


Im Freien vertiefen wir unsere Verbindung zur Natur und zur eigenen Mitte. Probiere auch diese Meditation aus:

Das Neueste

Vollmondkalender 2026: So wirkt der Vollmond am 29. Juli im Zeichen Wassermann

Wann ist Vollmond?  Der nächste Vollmond am 29. Juli 2026 steht um 16:35 Uhr im Zeichen Wassermann. Welche Energien...

Aubergine all around the world – 3 köstliche Rezepte

Auberginen, Melanzani, Eierfrüchte, Eggplants: Im Supermarkt gibt es sie fast ganzjährig, aber jetzt im Juli ist Auberginen-Hauptsaison! Also schnell...

Box Breathing – Atemtechnik für mehr Ruhe, Fokus und innere Balance

Wenn wir gestresst sind, wird unser Atem oft flach und schnell. Fühlen wir uns hingegen ruhig und entspannt, verlangsamt...

Die Wissenschaft der Balance – und wie du sie trainierst

Wackelig oder stabil? Schräg oder gerade? Ob wir gut im Gleichgewicht sind oder im nächsten Moment umzufallen drohen, spüren...

Blick ins Jenseits – über das Leben nach dem Tod

Komme ich als Pinguin zurück, als Popstar oder als Stein? Werde ich vor ein Gericht gestellt und muss für...

Diese Kombi rockt: Yogasequenz für Kletterer

Klettern und Yoga haben vieles gemeinsam: zum Beispiel die enge Verbindung von Körper und Geist, das Spiel zwischen Kraft...

Pflichtlektüre

Das könnte dir auch gefallen
Unsere Tipps