Filme und Dokus, die Yogi*nis lieben

Yoga abseits der Matte: Das lässt sich unterschiedlich gestalten, denn Yoga ist ein Lifestyle und bereichert unser Leben in verschiedenster Weise. Die berühmte Self-Care-Praxis ist ein großer Teil der Lehre und dazu darf man ruhig mal ein paar gemütliche Stunden auf der Couch beim Fernsehen verbringen. Schließlich gibt es so einige Filme und Dokumentationen, die unsere Yogapraxis auf eigene Weise bereichern. Wir haben dir die Favoriten der Redaktion herausgesucht, die auf deine To-Watch-Liste gehören. //anzeige

Der Yoga-Kult

Die dunkle Seite der Macht… Sie war charismatisch, witzig, inspirierend – auch bei uns im Heft kam sie bis zu ihrem frühen Tod 2021 regelmäßig vor. Doch hinter der lebensfroh-spirituellen Fassade soll es noch eine andere Guru Jagat gegeben haben. Eine, die sich irgendwann „der Dunkelheit angeschlossen“ haben soll. Das sagt ihre Mutter in dieser vierteiligen Doku-Serie. Trotz des mitunter etwas theatralischen Stils ein sehenswerter Blick auf die Schattenseiten des Wellness-Booms. Zu streamen über WOW/Sky.


The Yoga Teacher

Namaste, Nervenzusammenbruch! Manchmal muss es einfach eine Rom-Com sein, bei der man den grauen Herbst ausblenden und sich einfach nur entspannen kann. In diesem verhilft Yogalehrerin Ann (Heather Graham) anderen, ihre innere Mitte zu finden, steht aber selbst kurz vor dem Durchdrehen angesichts von Familien-Chaos, eines ungeschickten Händchens bei der Männerwahl und, und, und. Ein Lichtblick scheint der bodenständige Steve (Jonathan Brotherton) zu sein – hätte der nicht eine äußerst eifersüchtige 7-jährige Tochter (Ella Grace Helton) …


Der Salzpfad

Was bleibt, wenn alles verloren scheint? „Vielleicht sollten wir einfach laufen“, schlägt Raynor (Gillian Anderson) ihrem Mann Moth (Jason Isaacs) vor. Das Ehepaar steht vor dem Nichts: Durch ein riskantes Investment hat es Haus und Vermögen verloren, dazu kommt Moths Parkinson-Diagnose. „Laufen verschafft uns Zeit zum Nachdenken“, glaubt Raynor. Und so wandern die beiden los, mittel- und obdachlos, rund 1000 Kilometer die englischen Küste entlang … Ein leiser, eindringlicher Film nach der wahren Geschichte von Moth und Raynor Winn, die Letztere in ihrem gleichnamigen Bestseller verarbeitet hat.


Mein Weg – 780 km zu mir

Man müsse dorthin gehen, wohin das Herz einen führt, heißt es an einer Stelle in Bill Bennetts Spielfilm über seine Jakobsweg-Erfahrung. Im australischen Original klingt das „heart“, mit italienischem Akzent gesprochen, ein bisschen wie „hurt“, „Verletzung“. Und vielleicht ist das manchmal auch dasselbe. Tatsächlich hat der Schmerz etliche der Pilgerinnen und Pilger, die einem in diesem leise-humorigen Streifen begegnen, auf den Jakobsweg geführt. Die Krankheit der Ehefrau, eine vermeintliche Schuld, Sinnfragen … Einzig der Regisseur selbst, im Film verkörpert von der australischen Kinolegende Chris Haywood, weiß im Grunde gar nicht so genau, was ihn überhaupt hierher getrieben hat, er empfindet sich nicht mal als sonderlich spirituell veranlagt. Denn ja, der Film beruht auf wahren Begebenheiten – beziehungsweise auf dem Buch, das Bill Bennett über seine eigene Pilgerreise geschrieben hat. Während eines Spanienurlaubs mit seiner Frau Jen (gespielt von der echten Regisseurs-Ehefrau Jennifer Cluff) waren ihm ein paar seltsame Gestalten auf Pilgerschaft aufgefallen. Was trieb diese Verrückten hierher? So nutzlos er ihr Unterfangen fand: Nun wollte er selbst herausfinden, was es damit auf sich hat.

Nein, das ist nicht der erste Jakobsweg-Film und wird vermutlich auch nicht der letzte sein. Dennoch ist „Mein Weg – 780 km zu mir“ allein schon wegen seiner Authentizität und Wärme sehenswert. Man bekommt direkt Lust, selbst die Wanderschuhe zu schnüren und loszulaufen, um die Welt, andere Menschen und natürlich sich selbst zu entdecken.


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