Geführte Meditation zur Verbindung mit deiner Seele
Ein neues Jahr liegt vor dir. So viele Tage warten darauf, mit Leben gefüllt zu werden. Das Alte ist noch in Erinnerung, das Neue noch nicht ganz greifbar. So ist dies die beste Gelegenheit, um sich mit seiner Seele zu verbinden. An der Schwelle stehend, flüstert sie dir leise zu, wie wunderschön und kraftvoll du tatsächlich bist. Lausche den Worten von Yoga- und Meditationslehrerin Beate Tschirch, sinke in deinen Körper hinein und höre, was deine Seele dir ans Herz legen will…
Das neue YOGA JOURNAL ist ab sofort im Handel und als Online-Ausgabe erhältlich – ganz einfach, ohne Papier, ohne langes Warten und ohne Versandkosten. Diese Themen erwarten euch im neuen Heft…
Titelthema „Wofür wir leben“
Die Frage nach dem Sinn des Lebens treibt Menschen seit jeher um. Wir sind auf der Suche – und das nicht nur anlässlich von Jahreswechseln oder einschneidenden Erlebnissen. Auch auf dem Yogaweg ist diese Sehnsucht ein wichtiger Motor. Allgemein gültige Antworten gibt es keine, aber wir haben uns dennoch mal umgesehen – in der traditionellen Yogaphilosophie ebenso wie in der modernen Psychologie.
Außerdem
Vom Ego ins Herz – eine Yin-Yogapraxis von und mit Tanja Seehofer
Tanja Seehofer
Übrigens hat uns Tanja in einer wunderbaren Podcast-Folge von ihrem ganz persönlichen Yogaweg erzählt – wirklich hörenswert!
Ihr kennt Julia vielleicht schon vom Asana Finder auf unserem Instagram-Kanal, wo sie unsere Asanas der Woche vorstellt. Eine Übersicht der Asanas der Woche findet ihr auch auf unserer Social Media Seite. Oder hört doch mal in Julias Playlist „Spüre Dich“ rein – ein wunderbarer Musik-Mix, um während deiner Yogapraxis in Kontakt mit dir zu bleiben.
Das neue Yoga Journal gibt es auch als Online Ausgabe. Ganz einfach, ohne Papier, ohne langes Warten und ohne Versandkosten, direkt in unserem Online Shop. Lade dir einfach und bequem deine Wunsch-Ausgabe herunter – egal ob alt oder neu:
Das Jahr 2022 ist schon wieder zu Ende und in der Redaktion blicken wir zurück auf die meistgelesenen Artikel des Jahres. Sind auch deine Favoriten dabei? Oder sie sind ganz neu für dich?
Mit dabei ist Yogatherapie als Hilfe gegen eingeklemmte Handnerven, sechs schöne Vollmondrituale, die 4-7-8 Atmung gegen Ängste und Stress, Yoga Symbole und ihre Bedeutung, unser Asana-Finder, Yoga bei Erkältung, unser neuer YogaWorld-Podcast und das Lieblingsrezept aller YogaWorld.de-Leser.
Dr. Ronald Steiner: 4 Übungen für eingeklemmte Handnerven
Diese yogatherapeutische Übungsreihe von Dr. Ronald Steiner verhilft einem eingeklemmten Handnerv in seiner Bahn zu einem leichten Schlittern. Das löst den punktuellen Druck und der beeinträchtigte Bereich kann sich wieder regenerieren.
Hinweis: Wenn du keine Beschwerden hast, beugst du mit diesen 4 Übungen Erkrankungen vor und verbesserst deine Yogapraxis. Bei bestehenden Symptomen kann die Sequenz therapeutisch wirken. Du solltest aber mit deinem Arzt klären, welche Übungen für dich geeignet sind.
Erst ein halbes Jahr alt und schon einer deiner Lieblinge ist unser YogaWorld-Podcast. Die Idee dahinter: Zugang zu echtem Yoga-Wissen, ohne stundenlangem Bücherwälzen. Hier kannst du einfach alles über Yoga erfahren: Über seine Geschichte, die Philosophie dahinter, über Praxis und Meditation. Echte Expertinnen und Experten teilen ihr Wissen, geben dir konkrete Tipps wie du Yoga in deinen Alltag integrieren kannst und nehmen uns ein Stück auf ihrem persönlichen Yogaweg mit.
Moderatorin Susanne möchte ganz undogmatisch und neugierig die verschiedenen Aspekte der Yogawelt erkunden: „Ich habe mir vorgenommen ohne Scheu alle Fragen zu stellen, die mich interessieren oder von denen ich denke, dass sie dich interessieren könnten. Wir lachen, weinen, denken zusammen nach, hinterfragen, üben und hören Geschichten. Lass uns gemeinsam traditionelle und moderne Yoga-Stile entdecken und nach Antworten suchen: Wie wirkt Yoga auf Körper und Geist und warum? Begleite mich auf meiner Suche nach Antworten zu Praxis, Philosophie und Meditation.“
Kleine Rituale helfen uns an diesen meist aufreibenden Tagen innezuhalten und uns geerdet zu fühlen. Wir haben dir 6 Vollmond Rituale rausgesucht, die sich super für solche Mondtage eignen. Mit dabei sind Räuchern, Mondbaden, Atmung & Yoga und Kristalle aufladen. Wusstest du zum Beispiel, dass du deine Kristalle im Mondlicht aufladen kannst? Vorher solltest du sie erst entladen und reinigen. Entladen kannst du die Steine, indem du sie unter fließendes Wasser hältst. Eventuell findest du sogar einen fließenden Bach oder eine Quelle in der Natur. Oder, dass du mithilfe von Räucherpflanzen einen Raum reinigen und ihn von seiner alten Energie befreien kannst?
Was noch? Das erfährst du in unserem Artikel. Dann kann die nächste Vollmondnacht ja kommen …
Die 4-7-8 Atmung ist eine tiefe rhythmische Atemtechnik, die als natürliches Beruhigungsmittel für das Nervensystem gilt und eine entspannende Wirkung auf den Körper hat. Die Methode des US-Mediziners Andrew Weil überrascht. Seine 4-7-8-Atemtechnik soll bei Bluthochdruck, Ängsten und Schlafstörungen helfen. Zeit, sich die Übung mal genauer anzuschauen.
Die Methode verdankt ihren Namen dem Atemrhythmus: 4 Sekunden einatmen, 7 Sekunden die Luft anhalten, 8 Sekunden ausatmen. Das soll Panikattacken und Ängste lindern, den Blutdruck regulieren und beim Einschlafen helfen. Manche behaupten, man schlafe innerhalb einer Minute ein. Zudem soll sie Gelüste nach Zigaretten oder Schokolade lindern, Heißhunger-Attacken regulieren und für eine höhere Stressresistenz sorgen.
Die beliebtesten Yoga-Symbole, ihre Bedeutung und wie du sie in die Praxis einbindest
Kennst du diese typischen Yoga-Symbole, die man auf Yogakleidung oder Schmuckstücken sieht? Manche verewigen sie sogar in Form von Tattoos auf ihrer Haut. Und ja, die Hand auf unserem YogaWorld Logo zählt da auch dazu. Wir verbindet diese Zeichen irgendwie mit Yoga, wissen oft aber gar nicht wieso. Hier findest du einen Überblick über die Bedeutung und die Geschichte der beliebtesten Yoga Symbole.
Mit dabei sind die Lotusblume, das allgegenwärtige Om, der Buddha, die Hand der Fatima, sowie Yin und Yang. Lies nach, warum die Yoga-Symbole weit mehr als schöne Deko-Artikel sind. Außerdem erklären wir dir, wie du sie respektvoll in deine Yogapraxis integrierst.
Du bist am Kränkeln? Ein starkes Immunsystem, gekoppelt mit einer gesunden Ernährungsweise, kann die ein oder anderen Beschwerden verhindern. Und doch erwischt es selbst uns Yogi*nis manchmal. Wenn wir erste Symptome einer Erkältung verspüren, kann Yoga helfen – oder die Sache verschlimmern. Doch wie krank ist zu krank und was sollte man beachten?
Bevor du auf Tipps anderer hörst oder dich mit falschem Stolz zur Yogastunde schleppst, achte auf die Signale deines Körpers. Hast du Fieber oder starke Schmerzen? Bleib im Bett und trinke viel. Bei Beschwerden, wie Schnupfen, Gliederschmerzen oder Kopfweh kann dich Yoga dabei unterstützen, schneller wieder fit zu werden. Hier liegt es also an dir, deine innere Stimme zu deuten. Was du über Yoga bei Erkältung wissen musst und welche Asanas deine Atemwege befreien, erfährst du im Artikel.
In unserem Asana Finder stellen wir 108 Yogahaltungen im Detail vor – mit Foto, Sanskrit-Bezeichnung und einer ausführlichen Anleitung. So kannst du sicher und mit korrekter Ausführung praktizieren. Die jeweiligen Wirkungen und Gegenanzeigen weisen darauf hin, ob und wann sich die Haltung für dich eignet.
Außerdem kannst du nach Level (Basic, Medium, Advanced) filtern und dir aussuchen, welche Kategorie angezeigt werden soll, beispielsweise Steh-, Umkehrhaltungen oder Vorwärtsbeugen. Eine Liste von vorbereitenden und weiterführenden Haltungen hilft dir dabei, die jeweilige Asana sinnvoll in eine Yogasequenz einzureihen.
Das beliebteste Rezept des Jahres: Ayurvedisches Kitchari von Dana Schwandt
Ayurveda-Expertin Dana Schwandt weiß, wie du leckere, aromatische Gerichte aus der ayurvedischen Küche ganz einfach umsetzen kannst. Wie zum Beispiel Kitchari: Die Speise wird zum Detoxen genutzt, da sie maximal nährend und gleichzeitig extrem leicht zu verdauen ist.
Dana baut Kitchari immer wieder in ihren Speiseplan ein: „Ich mache regelmäßig Phasen, in denen ich mehrere Tage am Stück morgens, mittags und abends Kitchari esse. Ich koche morgens einen großen Topf Kitchari und esse es über den Tag auf. Jeden Tag variiere ich das Gemüse und die Gewürze etwas.“ Neugierig geworden? Dann probiere es gleich aus.
Na, wie feierst du Weihnachten? Vielleicht genießt du die Zeit mit der ganzen Familie oder feierst mit der Partnerin oder dem Partner. Vielleicht bist du auch freiwillig oder unfreiwillig allein oder hast einfach keine Lust zu feiern. Aber egal wie du die Feiertage verbringst: Hoffentlich hast du zwischendurch Zeit zur Ruhe zukommen und einfach mal gar nichts zu tun. Dann kannst du dir eine Tasse heißen Tee machen, dir eine Decke holen und es dir mit den Yogageschichten auf der Couch gemütlich machen.
Anna Trökes beschreibt Weihnachten in Indien. Satya Singh erzählt von einer magischen Begegnung mit einem weißen Stier. Eckard Wolz-Gottwald nimmt uns mit in den Himalaya. Carmen Schnitzer liest ihre Kurzgeschichte Step by Step. Beate Tschirch erinnert dich daran, deine Wahrheit zu leben. Ralf Müller-Amenitsch beschreibt seine Begegnung mit Yogananda. Jenny Hansen erzählt von ihrem Yogaweg und Jürgen Laske liest Shanu der Kristallzwerg.
Wir wünschen dir viel Spaß beim Hören, frohe Weihnachten und einen guten Rutsch.
Was haben Pferde mit Yoga gemeinsam? Mehr, als wir vielleicht vermuten, denn Tiere können uns spiegeln, unsere Emotionen spüren und wahre Lehrmeister sein. Alexandra König hat vor 12 Jahren die Saliho School gegründet, in der die Teilnehmer lernen können, wie Pferde wirklich kommunizieren und welche Energien dabei eine Rolle spielen.
Im Interview mit unserer Redakteurin Jenny Hansen erklärt sie uns, was dahinter steckt …
Liebe Alexandra, ich bin noch immer ganz überwältigt von diesem Kraftort, den du hier im Chiemgau für Pferde und Menschen erschaffen hast. Als ich eben ankam und die Energie dieser wunderschönen Tiere spürte, fühlte ich mich sofort geerdet und beflügelt zugleich. Fast wie in einer Meditation … die erste Frage vorab: Was bedeutet chi horsing bzw. was ist der Kern deiner Arbeit?
Eine gute Freundin, die mich mehrere Jahre in meiner Forschungsarbeit mit den Pferden begleitet hatte, brachte es eines Tages auf den Punkt. Sie meinte, „Es fällt dir so leicht Glaubenssätze, die dir und einer friedlichen Begegnung mit Pferden nicht dienen, einfach loszulassen, um alles, was das Pferd aufleuchten lässt, in einem wunderbaren Dialog in Bewegung mit dem Pferd kommunizieren zu können. Das ist wie ein in Materie gegossenes Herumspielen mit Energie.“ Aus dieser Aussage ging dann später auch das Wortspiel „chi horsing“ hervor. Dieser Name steht eher dafür, wie ich mit Pferden bin, aber auch für die Art der Begegnung, für die ich Lernkonzepte für Interessenten entwickelt habe, in denen sie sich selbst ebenfalls ganz in ihrem Tempo auf solch einen spielerischen Weg mit ihren Pferden als Beziehungscoach einlassen können. Wenn uns das gelingt, können wir unsere Lebensweise enorm verbessern.
Das klingt interessant. Was ist denn deiner Meinung nach das Hauptproblem in der Kommunikation zwischen Pferden und Menschen?
Eines der Hauptprobleme von Pferden ist heutzutage, dass sie kaum noch eine Chance haben, sich dem Menschen in ihrer Sprache mit ihren natürlichen Interessen mitzuteilen. Wir Menschen haben so viele verschiedene Methoden des Pferdeumgangs entwickelt, die sich im Kern alle darum drehen, dem Pferd psychisch wie körperlich Räume wegzunehmen und sie so an den Menschen zu binden. Das kann zum Beispiel durch einen Roundpen geschehen oder mit anderen Hilfsmitteln.
Pferdefreunde wissen aber meist nichts über die Folgen von solchen Herangehensweisen. Weder, welche Folgen es für das Pferd hat, noch für sie selbst und ihre eigene Entwicklung. Die Aufklärung über diese Dinge ist heute der Mittelpunkt meiner Arbeit. Immer mehr Menschen entwickeln ein Bewusstsein für diese Missstände und viele von ihnen suchen mich auf, weil sie den Wunsch haben, das Pferd wie einen Freund zu verstehen und ihm auf Augenhöhe zu begegnen. Nach Jahrhunderten der Unterwerfung und Konditionierung dieser wunderbaren Tiere, kommen immer mehr Menschen zu der Einsicht, dass sie so wie bisher – mit dem Hauptaugenmerk auf eine Gymnastizierung zum besseren „Gebrauch“ des Pferdes – nicht mehr weitermachen möchten.
Die Sensationslust, ein Pferd auf zwei Beinen zu sehen, sitzend oder liegend neben dem Menschen, mit Planen abgedeckt vor hunderten Zuschauern, nur um zu beweisen, dass einem das Tier vertraut und nichts mehr fürchtet, egal wie laut und unruhig es außen herum ist, hat sich als beliebtes und erstrebenswertes Ideal etabliert.
Alexandra König
Doch die Konditionierung in den Köpfen der Menschen, bezüglich dessen, wie man mit Pferden arbeitet und umgeht, sitzt oft sehr tief. Und auch die Prägung der Pferde durch die angewandten Methoden ist oft kaum noch aus Pferden herauszubekommen, wenn sie sich bereits viele Jahre einem Menschen mit bestimmten Konditionierungen im Umgang untergeordnet haben.
Die Pferde zeigen – so wie heute auch zahlreiche Menschen –, dass sie müde und abgestumpft geworden sind. Zum Teil apathisch, depressiv oder wie programmierte Maschinen tanzend neben ihrem Menschen, der sie in endlosen Wiederholungen zu einer frei beweglichen Marionette gemacht hat. Die Sensationslust, ein Pferd auf zwei Beinen zu sehen, sitzend oder liegend neben dem Menschen, mit Planen abgedeckt vor hunderten Zuschauern, nur um zu beweisen, dass einem das Tier vertraut und nichts mehr fürchtet, egal wie laut und unruhig es außen herum ist, hat sich als beliebtes und erstrebenswertes Ideal etabliert. Dass es sich dabei aber weder um echte Verbundenheit, noch um eine authentische Beziehung handelt, ist für die meisten Pferdemenschen mittlerweile nicht mehr erkennbar. Viele von ihnen haben verlernt, das Wesen Pferd überhaupt noch in seiner Natur wahrzunehmen und wissen überhaupt nicht, wie sie einen echten, empathischen Dialog mit ihm finden können.
Einige Menschen spüren aber Gott sei Dank langsam wieder den Wunsch nach echter Nähe und einer authentischen Beziehung zum Pferd, die auf natürlicher Freiwilligkeit beruht – ohne den Versuch, das Pferd durch Dressur an sich zu binden.
Um Interessenten in diesem Wirr-Warr an unterschiedlichen Techniken und Methoden im Pferdeumgang einen Leitfaden an die Hand zu geben, habe ich in über 30-stündigen Online-Seminaren eine Struktur zur Bewusstwerdung für die Menschen entwickelt, die sich der Natur eines Pferdes und ihrer eigenen Natur wieder annähern möchten.
Das ist wirklich spannend, vor allem für mich als Pferdemenschin. Welche Parallelen gibt es denn zur Yoga-Philosophie?
Alexandra und Soberano am Reitplatz: Beziehungsarbeit
Ich bin zwar kein Yoga Spezialist, aber Yoga dient ja dazu, Körper und Geist zu reinigen, damit wir die ursprünglich bestehende Einheit unseres göttlichen Wesens wieder bewusst erfahren können. Das Bewusstsein über den Atem, den feinstofflichen Körper, die Bewegungen, unsere Konzentrationsfähigkeit, die Übung der Beständigkeit und letztendlich das Spüren einer gewissen Befreiung, das sind viele Gemeinsamkeiten zu chi horsing.
Mit derselben Langsamkeit, mit der wir uns im Yoga bestimmten Dehnungshaltungen und Positionen annähern, begegnen wir in chi horsing auch dem Pferd. Es ist ein behutsamer Prozess, der sehr viel Achtsamkeit erfordert. Wir befassen uns erst mit der Pferdepsyche, der Pferdesprache und unserem eigenen Bewusstsein für unsere Körpersprache, bevor wir zum Pferd gehen. Denn ein Pferd geht schon ins Gespräch, wenn wir nur in seine Sichtweite kommen. Das Pferd wird dabei nicht zum Üben benutzt, damit wir uns unsere Wünsche erfüllen können, sondern wir erarbeiten uns eine Beziehung, in der das Pferd permanent in seinen Aussagen respektiert und geachtet wird. Das Pferd repräsentiert dabei den Körper, an dem wir im Yoga arbeiten. Es steht für den sich bewegenden, bewegten Körper, der dem Wunsch des menschlichen Geistes ein Feedback gibt. Er vermittelt uns permanent Botschaften, wie zum Beispiel: „Nein, diese Haltung oder Position kannst du noch gar nicht von mir verlangen, weil wir noch nicht stabil auf den Füßen stehen.“ Oder: „Ja, das können wir bereits miteinander erfahren, weil du mir deinen Wunsch in einer für mich verständlichen Weise konzentriert, friedlich und entspannt vermitteln kannst, ohne Druck auf mich auszuüben“. Es ist ein langsamer Weg, der uns durch das Aufzeigen der Reaktionen des Pferdes auf unsere innere Haltung und Kommunikation, immer mehr Bewusstsein über unser gesamtes Verhalten und dessen Wirkung in der feinstofflichen Welt vermittelt.
Das stimmt, Pferde haben wirklich eine ganz besondere Aura. Was können wir denn von ihnen lernen?
Pferde haben mir mit chi horsing zwei Seiten von sich offenbart. Eine sehr kindliche und instinktive Seite und eine Seite, die über eine Verbindung zur göttlichen Weisheit verfügt. Im Zusammensein mit ihnen können wir die Quelle von lebensbejahenden Lebensweisen erfahren. Dies ist aber nicht so einfach. Das Pferd zeigt uns dies nur, wenn wir ihm das bereits richtige Angebot in der Verständigung machen, dass es in sich wachsen lässt und seiner Ganz-Werdung dient. Ganz-Werdung im Sinne von mental, psychisch und physisch stark zu werden, um einen hohen Rang in seiner Gruppe zu erhalten und dadurch Stabilität, Sicherheit und Wohlsein zu erfahren. Die universellen Gesetze besagen auch, dass wenn wir uns etwas wünschen oder erreichen möchten, dann müssen wir es in uns bereits fühlen können, so tun als wäre es schon da. Auf meiner Entdeckungsreise zu chi horsing habe ich mit dem Pferd genau diese Parallele entdeckt, die uns dieses kosmische Naturgesetz sichtbarer macht. Es scheint kompliziert, aber so wie ich das sehe, einmal gespürt und verstanden habe, eröffnet mir das Pferd eine Anleitung für die materielle Umsetzung im Alltag, für das Spiel mit der Energie zum Tor des Himmelreichs. Wer aber vorher dem Pferd seine Wünsche mit dem Fokus auf Figuren oder Funktionalität aufdrückt, wird diese Offenbarung von seinem Pferd niemals erfahren können. Dieses Wissen von Pferden zu erhalten, ist für mich wie einen verborgenen Schatz in den Tiefen der Weltmeere zu finden.
Das ist eine sehr schöne Metapher, ich bin ganz berührt. Wie genau kommunizierst du mit den Pferden?
Das ist wahrlich eine sehr feine und konzentrierte Geschichte. Dazu ein Beispiel aus meiner täglichen Erfahrung im Zusammenleben mit Pferden. Wenn ich mir vornehme, zu einem Pferd auf die Weide zu gehen, dann beobachte ich davor die ganze Pferdegruppe, in der es steht, bevor ich mich ihm annähere. Bin ich etwa im Haus, dann denke ich vorher an das Pferd, zu dem ich gehen möchte. In Gedanken stelle ich mir bereits vor, wie ich seine Koppel betrete und es begrüße. Ist das Pferd bereits mit mir in einer Beziehung, dauert es ca. 2 Minuten bis es diese Intention spürt und schon am Zaun steht und auf die Eingangstüre meines Hauses starrt. Es erwartet mich bereits. Wenn es mich erblickt, beginnt bereits die Vermittlung meiner Absicht davon, was ich gleich mit ihm tun möchte. Nun ist es bei meiner eigenen Pferdefamilie von 11 Pferden eine große Herausforderung, das entsprechende Pferd geistig anzutreffen, ohne dass es gleich drei andere Tiere aus der Familie mitbekommen. Denn sie erzählen es sozusagen sofort weiter, dass Frauchen gleich kommt und etwas vorhat. Wenn sich also einer freut, weil er weiß, ich komme gleich, dann spürt der Freund das auch und freut sich gleich mit. Wenn ich für mein Vorhaben dann aber nur ein Pferd herausholen möchte, dann muss ich beim ersten Sichtkontakt zu den restlichen Pferden, die mich sehen sofort einen geistigen Satz senden, wie „Nein, ich hole nur Finn“. Das ist mein Friese. Ich stelle mir dabei Finn vor, damit sie fühlen, dass sie nicht gemeint sind. Das ist die erste Übung.
Alexandra und Minnipony Chantalle und Friese Finn im Garten
Du siehst einen Schimmel und redest mit ihm, aber stellst dir einen schwarzen Friesen vor, weil du den gleich haben willst. Dann kann zwar sein, dass der Schimmel dich noch weiter beobachtet, aber wenn ich stark genug bin und den schwarzen Friesen nebenbei fokussiere, dann geht dieser so kraftvoll zum Ausgang, dass der Schimmel zusätzlich merkt, dass er nicht gemeint ist. Und so geht das dann im Detail weiter. Die geistige Absicht, begleitet von dem Bild des Wunsches in der Zukunft (z.B. Hufe schneiden des schwarzen Pferdes und wie er ruhig am Platz steht), dieses Bild wird in meinem Kopf mit 50 Prozent Energie befeuert, während mein Körper und die restlichen 50 Prozent Energie das schwarze Pferd aus dem Auslauf holen, mit jeder Bewegung die es zum Kommunizieren in der Körpersprache braucht. Sollten doch noch andere Pferde am Ausgang stehen, zeigt sich für alle Pferde mit welchem Ton und wie friedlich ich ein Pferd aus der Gruppe nehme, oder grob und chaotisch handle. Solche Momente veranlassen alle Pferde dazu, mir zukünftig selbstverständlich zu vertrauen oder mich eher zu meiden. Das klingt ziemlich anspruchsvoll und das ist es auch. Es ist wie eine vielschichtige geistige und körperliche Disziplin. Ein Rennfahrer, der mit 300 km/h auf einer Rennstrecke mit Konkurrenten neben sich unterwegs ist und ohne Behinderungen ans Ziel gelangen möchte, muss sich auf alles am Rande, hinter und vor sich konzentrieren, damit er so glatt wie möglich ans Ziel kommt. Und so ähnlich ist meine Kommunikation mit Pferden. Am besten bin ich dabei immer nur mit der minimalsten Anspannung, aber höchsten und friedlichsten Präsenz aktiv, die die jeweilige Situation erfordert. Ja, ich würde sagen, chi horsing ist für mich die Königsklasse.
Sehr spannend, denn viele unserer Leser*innen kennen diese Visualisierungsmethode sicherlich aus anderen Bereichen. Für unsere Yogis und Yoginis, die (noch) keinen Kontakt zu Pferden hatten; welche Erkenntnisse lassen sich dennoch aus deiner Arbeit mit den Pferden für jemanden mitnehmen, der keinen Bezug zu diesen Tieren hat?
In den Feedbacks, die ich laufend erhalte, schildern mir die Menschen, dass sie Dank meiner Lehren über die Pferde nun ebenfalls die Ursachen und Wirkungsweisen ihres Denkens und Handelns besser verstehen und diese Erkenntnisse in ihr Leben integrieren können
Alexandra König
Ich habe viele Interessenten, die mich über Suchergebnisse bei Google gefunden haben, und dann meine Online-Seminare studiert haben, um einfach Hilfestellungen für ihr Leben mit anderen Menschen, Kindern oder auch Hunden zu erhalten, um die Beziehung zu der eigenen Körpersprache oder zu den Naturgesetzen besser verstehen zu können. In den Feedbacks, die ich laufend erhalte, schildern mir die Menschen, dass sie Dank meiner Lehren über die Pferde nun ebenfalls die Ursachen und Wirkungsweisen ihres Denkens und Handelns besser verstehen und diese Erkenntnisse in ihr Leben integrieren können.
Wow, das klingt toll, ich habe eine Gänsehaut … Dein Haus und Garten sehen aus wie ein kleines Himalaya-Refugium, mit bunten Fähnchen, Buddha-Figuren und handgemalten Mandalas … welche Rolle spielen der Buddhismus bzw. Yoga und Meditation in deinem Leben?
Alles hat mich auf den Weg gebracht. Angefangen vom Leid, das ich jahrelang in der Welt erfahren habe, war ich mit 35 Jahren irgendwann an einem Punkt, an dem ich nicht mehr konnte. Der Buddhismus hat mir als erstes geholfen, die Entstehung des Leids zu verstehen. Aber die Entsagung von allem, so wie ich lebte, war mir nicht so schnell möglich. Also begann ich erst das Leben zu erforschen. Ich stieß auf Mantras und heilte meine geistige und seelische Unruhe mit jahrelangem Singen. Zwei Jahre vertiefte ich mich intensiv in die Welt des Kundalini Yoga. Die Meditation half mir, ganz tief in mein Inneres einzutauchen und meinen Geist als einen friedlichen Ort, den ich steuern kann, wahrzunehmen. Durch all das bemerkte ich, dass ich gerne in höheren Schwingungen verweilen möchte, weil es dort so friedlich und leicht ist. Die Pferde konnten mich zwar im Geistigen gut wahrnehmen, aber im Körperlichen, immer weniger greifen, und so begann ich mit Qi Gong. Darin konnte ich die Energie in den Zwischenräumen noch besser erfahren, so wie ich sie für die Kommunikation mit den Pferden brauche und so fand ich meinen ganz eigenen Zugang zu Körper, Geist und Seele. Die Mandalas, die in meinem Haus hängen, sind für mich ein energetischer Ausdruck von Farben, Kraft, Symbolik und Schönheit. Die vielen Götter aus Stein oder die Fähnchen und Flaggen rund um den Hof sind für mich wie ein paradiesisches friedliches Himmelreich.
Das stimmt, genauso habe ich es auch empfunden. Einen Hof wie diesen zu betreiben, ist ein echter Knochenjob. Woher nimmst du die Energie und Kraft dafür, wenn es dir mal nicht so gut geht?
Die Pferde, die Berge, die unendliche Weite, auf die ich jeden Tag hier in unserer Alleinlage in Bayern blicken darf, erfüllen mich mit solch einer Dankbarkeit, dass es kaum einen Tag gibt, an dem es mir nicht gut geht. Alles, was ich bis hierher geschafft habe, erfüllt mich mit Stolz auf mich selbst und einer großen Selbstliebe und Zufriedenheit. Sollte das also wirklich mal der Fall sein, dann lass ich es an solchen Tagen sehr gemütlich angehen. Entweder ich fahre in die Therme, genieße warmes Wasser, esse das Leckerste, was mir in den Sinn kommt, buche mir eine Massage, tanze zu mindestens einem Lied mit guter Musik, knutsche meine Hunde solange sie es aushalten, schlafe, wenn ich müde bin und schaue mir vielleicht noch einen schönen Film an. Zu den Pferden gehe ich an diesen Tagen nur, wenn ich außer mit ihnen zusammen zu sitzen nichts möchte. Denn das, was sie immer brauchen, permanente Kommunikation, möchte und kann ich an solch einem Tag nicht bieten. Ich richte mir also solche Tage spontan, wenn sie vorkommen, so schön ein, dass ich mich fast schon darauf freue, wenn so ein Tag kommt. Denn das ist wie Urlaub vom Zufriedensein. Ich mache mir dann auch bewusst, wo ich im Körper denn das schlechte Gefühl spüre und meistens decke ich dann die Illusion dahinter auf und kann herzlich über mich selbst lachen.
Nächstes Jahr im Sommer gibt es ja ein ganz besonderesRetreat bei dir … magst du unseren Leser*innen mal ein bisschen was darüber erzählen?
Alexandra geht im Wald spazieren mit Welsh Pony Charly und Araberstute Stella
Mit diesem Retreat möchte ich die Menschen dazu einladen, wieder mehr ins Spüren zu kommen. In sämtlichen Seminaren suchen die Teilnehmer nach einem geistigen Verständnis aller Zusammenhänge im Verhalten von Pferd und Mensch. Das ist auch wichtig, aber auch sehr kopflastig. In diesem Retreat verbringen wir die meiste Zeit draußen und beobachten die Pferde in ihrem ständigen In-Verbindung-Sein. Damit wir hier vielleicht auch wieder einen Zugang zur Empathie bekommen. Denn in unserer Welt herrscht so viel Leid, dass sich so mancher nicht mehr aus Selbstschutz in andere Wesen hineinfühlen mag. Das viele Aushalten-Müssen ist so ein täglicher Bestandteil unseres Lebens geworden, dass sich der Körper oft unbewusst für uns, von ganz alleine verabschiedet und nicht mehr in der Lage ist, in Verbindung zu gehen. Wir nutzen die Tage im Retreat auch, um unsere Andersartigkeit und Individualität besser akzeptieren zu lernen. Durch gemeinsame Körperübungen entwickeln wir ein Gefühl für die Befindlichkeiten des Anderen, ohne uns selbst dabei zu verlieren und lernen, trotzdem für ihn da zu sein… Wir kochen gemeinsam und machen uns dabei bewusst, dass jeder Körper andere Bedürfnisse hat und lernen eine neutrale innere Haltung zu bewahren während wir die Entscheidungen aller Teilnehmer in Bezug auf ihre Ernährung tolerieren. Darüber hinaus möchten wir die Teilnehmer in gewaltfreier Kommunikation schulen.
Für wen sind die Workshops und Seminare geeignet?
Für jeden, der Interesse an Pferden und der Kommunikation mit Ihnen hat und für Menschen, die sich generell für die geistigen und energetischen Verbindungen zwischen Mensch und Tier interessieren. Dazu gehört auch die Aufklärung über fehlgeleitetes Wunschdenken und wie wichtig es ist, eine gute Erdung und Bodenständigkeit in der Psyche anzustreben. In den praktischen Einheiten üben wir die Körpersprache gegenüber dem Pferd zunächst noch untereinander als Menschen. Dabei erfahren die Teilnehmer ihre inneren Verhaltensmuster und ihre Lebensweise meist ganz von alleine im Spiegel des Anderen. Sie erhalten hierbei auch einmal selbst die Erfahrung, wie sich das Pferd fühlt, um die oftmalige eigene Unklarheit in der Körpersprache nochmal klarer erkennen zu können.
Wer Lust mitbringt, sich selbst zu erforschen und andere Menschen und Tiere besser verstehen möchte, der wird fasziniert sein von den Seminaren und Workshops, in denen wir dann oft mit den Fortgeschrittenen tiefer in jeweilige Themen eintauchen.
Die Gänsehaut, die ich spüre, seitdem ich hier bin, wird zur Dauer-Emotion durch deine bewegenden Geschichten … welcher Moment hat dich besonders geprägt? Was war das Schönste, das du je mit Pferden erlebt hast?
Ich durfte einmal für einen Filmdreh mit einer Sondergenehmigung in Island in eine abgelegene 40-köpfige wildlebende Islandpferdeherde hinein gehen. Davon gab es einige, die in Arealen lebten, die Touristen normalerweise nicht betreten dürfen. Einmal im Jahr findet dann für manche Herden ein Herden-Abtrieb statt, wo man besonders schöne Isländer auswählt und zum Verkauf vorbereitet. Der Gedanke war nicht so schön, aber ich freute mich die Gelegenheit zu bekommen, in eine ganz wilde Pferdeherde hineingehen zu dürfen. So konnte ich auch für mich entdecken, ob das die wirkliche natürliche Pferdesprache war, was ich jahrelang meinte gefunden zu haben. Das war eine sehr spannende Reise. Am Berg Kirkjufell, einem 463 Meter hohen Gipfel in West Iceland, kam ich mit einem sechsköpfigen Filmteam nach einem längeren Marsch endlich an. Als uns die Pferde aus ca. 2 km Entfernung wahrnahmen, galoppierten sie sofort weg.
Das waren zu viele Menschen?
Genau, ich musste das Filmteam erstmal wegschicken. Wir hatten Glück, dass sie auf einem Berg standen und so konnte sich das Filmteam den Berg hinab entfernen, während ich mich alleine bergauf der Herde langsam im Zick-Zack Schritt annäherte. Ich musste jeden Schritt immer mit den Bewegungen der Herde abgleichen. Ihr Einverständnis oder Misstrauen quittierten sie immer mit der Veränderung der Gruppendynamik und ihren unterschiedlichen Positionierungen, die ich aus der Ferne erkennen konnte und an die ich mein Verhalten dementsprechend anpassen musste, um auch für die Gruppe verständlich zu antworten. Ich wanderte ca. eineinhalb Stunden in friedlicher Absicht den Berg zu ihnen hinauf. Ich begab mich auf ein felsiges Stück Boden und legte mich hin, weil ich bemerkte, dass ich ihnen stehend oder sitzend einfach zu gefährlich vorkam. Liegend war ich für sie dann sicherer. Die Gruppe blieb erst auf ca. 100 Meter Abstand und schickte eine Stute zu mir, die mich untersuchen sollte. Gefühlt dauerte es ca. eine Stunde lang. Als sie in meinen Schuh biss und merkte, dass ich nicht zurück biss, sondern stattdessen eine harmonische Melodie summte und keine wilden Bewegungen machte, trauten sich auch langsam weitere fünf bis acht Pferde zu mir. Dann ging alles ganz schnell und ich war innerhalb von 30 Minuten umgeben von vielen neugierigen Isländern, die alle an mir herumzupften und rochen. Ich musste auch mit meinen Händen und einem kleinen Stock, den ich als verlängerten Arm benutzte, kommunizieren und andeuten, wenn mir eines der Pferde zu Nahe kommen wollte, und so hatte ich schnell durch das Beachten ihrer Kommunikationsregeln ihr Vertrauen gewonnen. Als ich aufstand, gab es weitere klärungsbedürftige Dialoge, die für mich so selbstverständlich abliefen, als wäre es immer schon meine Muttersprache gewesen. Diese Isländer waren noch so ursprünglich und hochsensibel, dass es nur kleinste Fingerbewegungen und Atemzüge brauchte, um verstanden zu werden und sich einig zu sein. So verging eh ich mich versah, eine Stunde um die andere.
Ich zog mit der Herde ein Stück am Berg entlang und mit einer kleinen Gruppe, die aus ca. 10 Isländern bestand, machte ich eine Pause an einem Felsen und sie versammelten sich um mich und wir meditierten miteinander. Ich kann kaum beschreiben, welches Gefühl das in mir weckte. Es war eine tiefe Sehnsucht, die plötzlich erfüllt wurde. Ich hatte das Gefühl, zu Hause angekommen zu sein
Alexandra König
Ich zog mit der Herde ein Stück am Berg entlang und mit einer kleinen Gruppe, die aus ca. 10 Isländern bestand, machte ich eine Pause an einem Felsen und sie versammelten sich um mich und wir meditierten miteinander. Ich kann kaum beschreiben, welches Gefühl das in mir weckte. Es war eine tiefe Sehnsucht, die plötzlich erfüllt wurde. Ich hatte das Gefühl, zu Hause angekommen zu sein. Ich vergaß sogar, dass zu Hause zwei Hunde, 11 Pferde und liebe Menschen auf mich warteten. Ich wollte nicht mehr weg, nicht ohne diese gefühlte „meine Familie“. Nach neun Stunden, die sich für mich anfühlten wie ein ganzes Leben, gab mir die Filmproduzentin plötzlich ein lautstarkes Zeichen aus der Ferne. Über mein Handy erhielt ich eine SMS. „Alle Akkus leer, Film im Kasten, wir gehen nach Hause, komm zurück, Ende“. An diesem Tag erfuhr ich das schönste und zugleich das schmerzhafteste Gefühl, das ich jemals erlebt hatte. Ich ging zurück Richtung Ausgangspunkt und die Herde begleitete mich wieder bis dorthin, wo wir uns kennengelernt haben, zu exakt dem Felsen unserer ersten körperlichen Begegnung. Ich kniete am Boden und weinte bitterlich. Plötzlich kam mir die Vorstellung, dass diese zarten, unschuldigen Isländer eines Tages vom Berg abgetrieben werden, eingefangen und die schönsten von Ihnen eingeritten und irgendwo in Europa verkauft werden sollten und in unserer lauten Welt ihren Platz einnehmen mussten. Diese Erkenntnis riss mir zeitgleich zu meinem Verlassen-Schmerz gefühlt das Herz heraus.
Das ist ja eine unglaubliche Geschichte! Danke, dass du dein innerstes Erleben mit uns teilst. Meine letzte Frage: Welches ist dein Lieblingszitat und was möchtest du hier auf dieser Erde hinterlassen?
„Man braucht nichts im Leben zu fürchten, man muss nur alles verstehen.“ Von Marie Curie. Ich möchte für die Menschen die Pferdesprache mit ihren individuellen Botschaften für jeden einzelnen Menschen in die Welt bringen. Für mehr Frieden und Wohlsein für alle.
Neuere Forschungen belegen: Yoga kann nicht nur Gedächtnis und Konzentration verbessern – es soll sogar Demenzerkrankungen wie Alzheimer entgegenwirken. Auf der Matte den Geist gesund erhalten? Hier erfährst du, was dahinter steckt.
Text: Tasha Eichenseher / Titelbild via Canva
Wer bin ich? Was ist wirklich? Warum bin ich hier? Im Yoga nehmen wir diese Fragen philosophisch. Für Menschen mit Alzheimer und anderen Formen von Demenz können sie erschreckend konkret werden. Zu bemerken, wie die eigenen Erinnerungen schwinden, wie sich das Denken mehr und mehr trübt, sich vorzustellen, dass der Bezug zu geliebten Menschen verloren geht und man sich irgendwann sogar selbst verliert, ist furchtbar. Häufig beginnt Demenz schon Jahrzehnte, bevor sie diagnostiziert wird. Umso naheliegender ist es, schon in jüngeren Jahren etwas für die Gesunderhaltung des Gehirns zu tun. Was das mit Asanas, Meditation, Mantra und Achtsamkeit zu tun hat? Vermutlich eine ganze Menge. Neuere Untersuchungen zeigen nämlich, dass diese Praktiken dazu beitragen können, Gedächtnisverlust vorzubeugen und ernsthaftere kognitive Erkrankungen zumindest hinauszuzögern.
Nach einem 12-wöchigen Yogaprogramm hatte sich das visuelle und verbale Gedächtnis der Studienteilnehmer*innen messbar verbessert.
Seit mehr als einem Jahrzehnt forscht Dr. Helen Lavretsky an der University of California zu diesem Thema. Als Psychiaterin und Professorin leitet sie Langzeitstudien über die Wirkung von Mind-Body-Methoden bei altersbedingter Depression und dem Verlust kognitiver Fähigkeiten. Ihre Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache: „Wir konnten mehrfach belegen, dass Methoden wie Meditation, Yoga, Tai-Chi und Qigong helfen, die Stimmung aufzuhellen, die Resilienz zu fördern und die kognitiven Fähigkeiten zu verbessern,“ berichtet Lavretsky. In einer 2016 publizierten Studie ging es speziell um Yoga. Dabei hat sie den Zustand von Patienten über 55 erforscht, die schon an leichter kognitiver Beeinträchtigung (mild cognitive impairment, MCI) litten und daher ein erhöhtes Risiko hatten, irgendwann an Demenz zu erkranken. Ergebnis: Nach einem 12-wöchigen Yogaprogramm waren sie ausgeglichener und ihr visuelles und verbales Gedächtnis hatte sich messbar verbessert – ein Effekt, der sechs Monate lang anhielt. In bildgebenden Verfahren konnte man sehen, dass insbesondere die Verbindungen im Default-Mode-Network von dem Kurs profitiert hatten. Diese Hirnregionen sind für komplexe Entscheidungen, Bewusstsein und Empathie ausschlaggebend und speichern Erinnerungen ab.
Nach Lavretskys Überzeugung hängen diese positiven Veränderungen im Gehirn vor allem damit zusammen, dass die Testpersonen im Yogakurs ihnen unbekannte Bewegungen einübten: Etwas zu lernen, legt nämlich neue neuronale Pfade an und verbessert so die Neuroplastizität, also die Fähigkeit des Gehirns, sich selbst zu erneuern. Das menschliche Gehirn besteht aus Milliarden von Neuronen, die Trillionen von Verbindungen untereinander bilden. Diese Verbindungen wiederum erzeugen elektrische und chemische Netze, die unsere Erfahrungen formen und es uns ermöglichen zu lernen und uns zu entwickeln. Sobald wir aufhören, immer wieder Dinge zu tun, die diese Verbindungen bilden und stärken, beginnt das Gehirn zu verkümmern und büßt an Plastizität ein. Aber es geht auch anders herum: „Indem wir neue neuronale Pfade anlegen, können wir das Gehirn regenerieren und die kognitiven Kapazitäten verbessern – wir können Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson also gezielt entgegenwirken,“ erklärt Lavretsky.
Dr. Ulrich Ott spricht im Podcast darüber, wie Meditation auf unser Gehirn wirkt.
Was passiert bei Alzheimer?
Auch mit zunehmendem Alter bildet das Gehirn immer noch ständig neue neuronale Verbindungen, doch seine Verarbeitungsgeschwindigkeit nimmt ab – weswegen einem manchmal ein Name nicht auf die Schnelle einfällt oder man unten an der Kellertreppe nicht mehr weiß, was man da überhaupt wollte. Bei Alzheimer-Patienten geschieht dagegen etwas viel Gravierenderes: Gehirnzellen sterben in großer Zahl ab. Schuld daran sind zwei verschiedene Eiweißablagerungen im Gehirn: Ein Peptid namens Beta-Amyloid bildet Plaques zwischen den Neuronen, während man sich die sogenannten Tau-Fibrillen als dicht verworrene Proteinfasern im Inneren von Gehirnzellen vorstellen kann. Die Folge dieser Ablagerungen sind buchstäbliche „Löcher im Kopf“: Der Verlust gesunder Gehirnzellen führt zu Gedächtnis-, Sprach- und Orientierungsverlust und schränkt das Urteilsvermögen ein. Leider werden diese Krankheitsbilder immer häufiger: Nach Berechnungen der Deutschen Alzheimer-Gesellschaft gab es vergangenes Jahr in Deutschland rund 1,6 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung, in den meisten Fällen Alzheimer. Dass die Zahlen mit jedem Jahr steigen, hat zum größten Teil mit der höheren Lebenserwartung zu tun. Es gibt aber auch eine Reihe weiterer Faktoren, die Demenzerkrankungen begünstigen und dazu führen, dass nach einer aktuellen Schätzung mehr als 25 000 deutsche Patient*innen unter 65 Jahre alt sind: Etwa 15 Prozent der Bevölkerung haben ein zwölffach erhöhtes genetisches Risiko, an Alzheimer zu erkranken. Schuld daran ist ein Protein der genetischen Variante ApoE4.
Dazu kommen Risikofaktoren, die vor allem mit dem Lebensstil zu tun haben: Entzündungsreaktionen, schlechte Ernährung, Insulin-Resistenzen und Giftstoffe wie Schimmelsporen oder Chemikalien. Der Arzt Dr. Dale Bredesen hat mehrere internationale Beststeller zum Thema Alzheimer geschrieben. Er ist überzeugt: „Mit den Plaques und Fibrillen im Gehirn verhält es sich so ähnlich wie mit unbezahlten Rechnungen: Man kann sie eine Weile beiseiteschieben, aber solange man nichts an den Ursachen verändert, werden es einfach immer mehr.“ Genau wie andere Experten hat Bredesen vier Bereiche ausgemacht, die wir selbst aktiv verbessern können und sollten, um länger geistig fit zu bleiben und unser Demenz-Risiko einzuschränken: Stress, Schlaf, geistige und körperliche Bewegung sowie Ernährung.
1. Stress abbauen
Entzündungsreaktionen spielen offenbar eine beträchtliche Rolle beim Schwund von Gehirnzellen – und häufig stehen sie in Zusammenhang mit dem Stresshormon Cortisol. Der Alzheimer-Experte Bredesen ist deswegen überzeugt: „Es ist ganz entscheidend, dass du für ausreichend Ruhe und Entspannung sorgst und dein Nervensystem gut regulieren kannst“ – und dafür sind ganzheitliche Körper-Geist-Praktiken wie Yoga und Meditation prädestiniert. Besonders kritisch sind in diesem Zusammenhang chronische Entzündungsprozesse. Eine 2018 in der Fachzeitschrift Neurobiology of Aging veröffentlichte Studie hat mehr als 12 000 Personen ausfindig gemacht, die im Alter zwischen 40 und 60 erhöhte Entzündungswerte aufwiesen und dann mit zunehmendem Alter auch überdurchschnittliche Probleme mit dem Gedächtnis bekamen. Sehr deutliche Zusammenhänge gibt es auch zwischen akutem Stress (etwa dem Tod eines Angehörigen) und dem Einsetzen von Demenz, erklärt der Psychiater und Autor Dr. Henry Emmons. Er empfiehlt in diesen Fällen die meditativen Praktiken des Yoga, speziell Restorative Yoga, um das Nervensystem aus dem Stressmodus herauszuholen und wieder in die Balance zu bringen.
Das Allerwichtigste, was wir für unser Gehirn tun können, ist nach Emmons‘ Ansicht tiefer, erholsamer Schlaf. Dafür gibt es gleich mehrere Gründe: Im Tiefschlaf verarbeitet das Gehirn aktuelle Erinnerungen und verlagert sie ins Langzeitgedächtnis. Eine vor einigen Jahren in der Zeitschrift Science veröffentlichte Studie zeigte außerdem einen wichtigen Zusammenhang mit dem Plaques bildenden Beta-Amyloid: „Wenn im Tiefschlaf das Gehirn zur Ruhe kommt, werden die Hirnzellen kleiner. Das schafft Raum für die Kanäle, durch die die verschiedenen Nebenprodukte des Stoffwechsel abfließen können,“ erklärt Emmons. Dazu kommt, dass der Tiefschlaf neueren Forschungen zufolge auch dazu beiträgt, Stresshormone abzubauen und den Glukose-Stoffwechsel zu verbessern, die beide wiederum Entzündungsprozesse begünstigen und so Alzheimer und andere Demenzerkrankungen wahrscheinlicher machen. Dass eine ausgewogene Asana-Praxis während des Tages den nächtlichen Schlaf verbessert, gilt als erwiesen. Emmons rät zusätzlich dazu, mehrfach täglich eine kleine Pause einzulegen und mithilfe von beruhigendem Atem das Nervensystem vom erregten Sympathikus- in den regenerativen Parasympathikus-Modus zu führen.
3. Bewegung
Körperliche Bewegung hat bekanntermaßen eine Fülle positiver Wirkungen auf das Gehirn: Sobald die Herzrate steigt, können Stresshormone besser abgebaut werden. Außerdem hilft sie, die sogenannte Entspannungsreaktion zu verbessern, also die Fähigkeit, sich auch in aufreibenden Situationen wieder zu beruhigen und das parasympathische Nervensystem zu aktivieren. Auf chemischer Ebene verbessert Sport die Insulinsensitivität (laut Bredesen ein bedeutender Risikofaktor für Alzheimer) und unterstützt die Wirkung des Wachstumsfaktors BDNF (brain-derived neurotrophic factor), ein Protein, das bestehende Neuronen schützt und das Wachstum von neuen fördert.
Dass all das für cardiointensive Sportarten wie Jogging, Tennis oder Crosstraining funktioniert, ist gut belegt. Aber auch mit weniger „anstrengenden“ Formen von Yoga kann man ähnliche Effekte erzielen, wie Dr. Helen Lavretsky in ihren Forschungen gezeigt hat: Einmal wöchentlich eine 60-minütige Kundalini-Yogaklasse mit Asanas und Meditation, kombiniert mit einer täglichen, 12-minütigen Kirtan-Kriya-Meditation (siehe unten) verbessert demnach messbar die Konnektivität im Gehirn. Warum ausgerechnet Kundalini-Yoga? Lavretsky ist selbst seit vielen Jahren Kundalini-Lehrerin und sie findet, dass die Praxis mit ihren vielen Übungen im Sitzen für ältere Menschen besonders gut zugänglich ist. Die 65-jährige Sylvia Mendoza ist eine von Lavretskys Studienteilnehmer*innen. Als sie mit dem Kundalini-Programm begann, hatte sie bereits merkliche Schwierigkeiten. Im Gespräch fielen ihr Worte nicht ein und sie verlor den Faden. Die Diagnose: leichte kognitive Beeinträchtigung (MCI) – mit dem Risiko, Stück für Stück in die Demenz abzurutschen. Nach dem 12-wöchigen Kundalini-Programm war Mendoza nach eigenem Empfinden wieder ganz die Alte: „In meinem Kopf kugelten die Gedanken nicht länger wie Murmeln durcheinander,“ erzählt sie, „ich konnte sie wieder ordnen.“ Auch etliche Monate nach Ende der Studie übt sie fleißig weiter: „Ich werde bis an mein Lebensende beim Yoga bleiben. Es gibt mir Zuversicht und Frieden.“
Forschungen zeigen: Regelmäßige Meditation scheint ein ziemlich ideales Work-out fürs Gehirn zu sein.
So viel zu körperlicher Bewegung. Aber wie sieht es mit geistiger aus? Zum einen ist es wie gesagt entscheidend, immer weiter Neues zu lernen. Aber auch eine regelmäßige Meditationspraxis scheint ein ziemlich ideales Work-out fürs Gehirn zu sein So fanden Neurologen der Universität Harvard laut einer 2011 in der Zeitschrift Psychiatry Research veröffentlichten Untersuchung heraus, dass eine tägliche, 30-minütige Meditation schon nach acht Wochen einen ziemlich verblüffenden Effekt hatte: Die Gehirne der 50-jährigen Probanden hatten ähnlich viel Graue Substanz (GS) wie die von 25-Jährigen. Lavretsky hält den klassischen Weg des Yoga dennoch für den vielversprechendsten: nämlich die Kombination von körperlicher und geistiger Bewegung. In einer 2016 erschienenen Studie konnte sie zeigen, dass nicht nur die klassischen Meditationspraktiken wie Vipassana und Zen Konzentration und Gedächtnis verbessern, sondern auch eine meditative, achtsame körperliche Bewegung. Laut Lavretsky war sie sogar effektiver als viele der in der Medizin eingesetzten Tools zum Gedächtnistraining.
4. Ernährung
Gesundes Essen ist ein weiterer wichtiger Schlüssel im Kampf gegen Demenzerkrankungen. In seinen Büchern empfiehlt Dr. Dale Bredesen eine vorwiegend pflanzliche Ernährung mit vielen gesunden Fetten, dafür aber wenig Zucker und Kohlenhydraten. Konkret gesprochen: kräftig gefärbte Gemüsesorten wie Rot- und Grünkohl, die obendrein reich an Ballaststoffen und Antioxidantien sind, Obst mit niedrigem glykämischen Index wie Beeren, Fette aus Nüssen, Saaten und Oliven, außerdem mittelkettige Triglyceride, sogenannte MCT-Fette, wie sie in Kokos- und Palmöl vorkommen.
Nach Bredesen solltest du deinem Körper zwischen Abendessen und dem Frühstück am nächsten Morgen konsequent eine 12- bis 16-stündige Fastenzeit gönnen. Das hilft, den Nüchterninsulinwert zu stabilisieren und reduziert Entzündungsreaktionen – beides wichtige Werte bei der Vorbeugung von Alzheimer. Gemeinsam mit seinem Kollegen Dr. Rammohan Rao hat Bredesen auch zur ayurvedischen Ernährung geforscht. Ihre Ergebnisse decken sich mit anderen Studien: Die traditionelle indische Gesundheitslehre vom Ausgleich der drei Grundenergien (Doshas) scheint tatsächlich dabei zu helfen, geistige Alterungsprozesse zu verlangsamen. Kernpunkte der typgerechten Ernährungslehre sind dabei auch hier der Schwerpunkt auf Gemüse und gesunden Fetten sowie regelmäßige Fastenkuren. Ayurvedische Gewürze und Heilmittel wie Kurkuma, Ashwagandha, Brahmi und Gotu Kola haben Bredesen zufolge sogar die Fähigkeit, Vergesslichkeit gezielt entgegenzuwirken, die Konzentrationsfähigkeit zu verbessern und Entzündungsreaktionen zu reduzieren.
Etwas schwieriger ist es, Aussagen über das riesige Angebot an speziellen Nahrungsergänzungsmitteln zu machen. Dr. Henry Emmons empfiehlt seinen Patienten aktivierte B-Vitamine, Omega-3-Fettsäuren, Magnesium-L-Threonat und Antioxidantien wie das Coenzym Q10. Auch für einige pflanzliche Mittel wie Gingko, Vinpocetin und Huperzin A gibt es bezüglich ihrer positiven Effekte auf Gedächtnis und kognitive Fähigkeiten verlässliche Forschungen. Bei vielen anderen Präparaten ist die wissenschaftliche Lage dünn – vor allem dann, wenn, wie bei vielen Alzheimer-Patienten, verschiedene Faktoren zur Erkrankung beitragen, etwa Insulinresistenz oder Umweltgifte.
Nicht nur das Gehirn, auch die Psyche ist mit der Ernährung verbunden…
Früh anfangen – und am Ball bleiben
Je früher im Leben du beginnst vorzubeugen und aktiv etwas für die Gesundheit von Gehirn und Nerven zu tun, desto besser. Alzheimer entwickelt sich typischerweise in vier Stadien – und gerade in den ersten beiden kann man mit Änderungen im Lebensstil noch sehr viel erreichen. Während der ersten, bis zu zehn Jahre dauernden Phase gibt es keine Symptome, ein MRT des Gehirns zeigt aber schon Abnormalitäten. Im zweiten Stadium beginnt man erste kognitive Veränderungen zu bemerken. Das kann sich über eine weitere Dekade hinziehen. Der dritte Abschnitt ist dann die Diagnose MCI: leichte kognitive Beeinträchtigung. „Die meisten Menschen mit MCI können die Entwicklung noch bremsen oder umkehren, aber nicht alle,“ erklärt Dr. Bredesen. „Die Wahrscheinlichkeit, schon im nächsten Jahr an Alzheimer zu erkranken, beträgt zwischen 5 und 10 Prozent.“
Für Dr. Helen Lavretsky ist die vielleicht wichtigste Lehre aus ihren langjährigen Forschungen diese: „Je eher man lernt, gut mit Stress umzugehen, desto besser wird man in der Lage sein, altersbedingte Erkrankungen hinauszuzögern.“ Yoga ist dafür ihre erste Wahl, doch sie betont: „Vor allem kommt es darauf an, eine Praxis zu finden, die man mag – und dann konsequent am Ball zu bleiben.“
Übung: Kirtan Kriya
Mithilfe dieser 12-minütigen Kundalini-Yoga-Meditation konnten Teilnehmer einer Studie erste kognitive Beeinträchtigungen stoppen und ihre Gedächtnisleistung messbar verbessern.
Richte eine bequeme Sitzhaltung ein, schließe die Augen und lenke deine Aufmerksamkeit auf das dritte Auge. Stimme dich etwa 1 Minute lang auf deinen Atem und das Sitzen ein.
Dann beginnst du Gyan Mudra: Dabei sind die Arme locker gestreckt, die Handrücken ruhen auf den Beinen und die Spitzen von Daumen und Zeigefingern berühren sich sanft: • Atme entspannt ein und chante in der Ausatmung den Laut „Saaa“. Er symbolisiert Unendlichkeit, den Kosmos und den Beginn der Zeit. • Atme erneut ein, lege die Daumenkuppen an die Mittelfingerkuppen und chante ausatmend „Taaa“. Diese Silbe steht für das Leben, die Existenz. • Beim nächsten Atemzug liegen die Daumen an den Ringfingern und du chantest „Naaa“, den Laut für Tod, Veränderung und Transformation. • Als letztes legst du die Daumenkuppen an die kleinen Finger und chantest „Maa“: Wiedergeburt.
Wiederhole diesen Ablauf 10 Minuten lang und stelle dir dabei vor, wie die Energie jedes Lauts durch dein Kronen-Chakra (am höchsten Punkt des Scheitels) eindringt und durch das Stirnchakra (drittes Auge) wieder hinausströmt. Dabei wechselst du zwischen unterschiedlichen Lautstärken: • Während der ersten 2 Minuten nutzt du eine normal laute Stimme. • Dann wechselst du 2 Minuten lang in ein Flüstern. • Die nächsten 2 Minuten wiederholst du das Mantra still in deinem Geist. • Es folgen noch einmal 2 Minuten im Flüsterton. • Zum Schluss intonierst du es noch einmal 2 Minuten mit deiner Stimme.
Löse die Fingerhaltung, sitze noch 1 Minute lang in der Stille und spüre der Übung nach.
Tipp: Am Anfang übst du am besten mit einem Timer.
Über die Autorin Tasha Eichenseher
TASHA EICHENSEHER hat sechs Jahre lang die US-amerikanische Ausgabe des YOGA JOURNAL geleitet. Jetzt tut sie wieder das, was ihr als Wissenschaftsjournalistin am meisten liegt: wichtige Themen rund um Gesundheit, Ökologie und Nachhaltigkeit recherchieren und darüber schreiben.
Am 23. Dezember 2022 geht der letzte Neumond des Jahres auf. Damit endet das Jahr wie es begonnen hat im Zeichen Steinbock. Warum dieser Neumond so anders ist, liest du unten im Artikel. Überhaupt ist 2022 mit dreizehn Neumonden ein magisches Jahr.
Vollmonde gelten im Allgemeinen als anregend und aufbauend, während Neumonde die Selbstbeobachtung und Ruhe fördern. Wenn du jemand bist, der versucht, seine Zeit zu füllen, anstatt seine Gefühle zu spüren, sind Neumonde wahrscheinlich schwierig für dich. Das Jahr 2022 hat uns dreizehn, statt der üblichen zwölf Neumonde geschenkt, so dass wir in diesem Jahr viele Gelegenheiten haben, um uns mit uns selbst zu beschäftigen.
Plus: Die beiden Sonnenfinsternisse des Jahres finden an Neumond statt! Mit dieser Liste aller Neumonde im Jahr 2022 kannst du die Mondphasen ehren und ein außergewöhnliches Jahr für dich gestalten.
Altes Wissen, das immer noch aktuell ist. Die Mond-Expertin über den Rhythmus des Mondes …
2. Januar: Neumond im Steinbock (Super-Neumond)
Wir beginnen das Jahr 2022 mit einem Supermond (wenn der Mond der Erde am nächsten kommt). Dies ist eine ausgezeichnete Zeit, um sich praktische Ziele für das Jahr zu setzen. Nutze die Nähe des Supermonds, um dich darauf zu konzentrieren, was dir richtig Freude bringt, um neue Erfolge voranzutreiben.
1. Februar: Neumond im Wassermann
Nachdem du im Januar praktische Ziele gesetzt hast, kann der Wassermann-Neumond helfen, deinen spirituellen Weg zu überdenken. Welche dir bereits bekannten Traditionen, Werte oder Rituale willst du dich neu widmen?
2. März: Neumond in den Fischen
„Sanftmut“ ist das Thema des Fische-Neumonds. Wie ist dein Energie-Level? Bist du erschöpft? Wenn ja, gibt es Menschen oder Umstände, die zu dieser Erschöpfung beitragen? Versuche nur heute Abend diese Stressfaktoren zu vermeiden, gehe früh ins Bett und schlafe so lange wie möglich. Gehe nur ans Telefon, wenn du dich wirklich darauf freust mit der Person zu sprechen.
1. April: Neumond in Widder
Der Widder-Neumond im April ist ein optimaler Zeitpunkt, um ein neues Projekt zu beginnen – Widder lieben es, Pläne zu schmieden. Nutze den Schwung und die Kraft dieses Zeichens, um Vorhaben voranzutreiben.
30. April: Neumond-Sonnenfinsternis im Stier
Am 30. April 2022 ab 22:29 Uhr steht bereits der zweite Neumond im April am Himmel. Deshalb wird er auch als „Schwarzer Mond“ bezeichnet. Die partielle Sonnenfinsternis von ereignet sich von 20:45 Uhr bis 00:37 Uhr. Der Mond steht dabei zwischen Sonne und Erde, doch die drei Himmelskörper bilden keine komplett gerade Linie, wie üblich beim Neumond. Die partielle Sonnenfinsternis verstärkt in Verbindung mit dem Stier-Neumond den Einfluss auf die Sternzeichen. Auch wenn es sich so anfühlt als würde sich die innere Unruhe und Müdigkeit bei dieser Sonnenfinsternis im Stier hartnäckig festsetzen – stehen Neuanfänge unter einem guten Stern. Obwohl die Stier-Energie sehr resistent gegen Veränderungen ist, bewegt sich das Universum in dir immer weiter. Mache dir keine Gedanken über Pläne oder Vorsätze – bleibe ruhig und atme mit dem Wissen, dass alles vorübergeht.
30. Mai: Neumond im Zeichen Zwillinge
Während die Nächte kürzer werden und die Sonne heller scheint, kannst du diesen Zwillinge-Neumond als Gelegenheit sehen, dich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Während der Zeit der Zwillinge neigen wir alle zur Extrovertiertheit und Geselligkeit. Nutze diese Energie und tausche dich mit Menschen aus, die ähnliche Ziele haben, denn das gibt dir den Push in die richtige Richtung.
29. Juni: Neumond im Krebs
Der Neumond im Juni entfaltet sich im empfindsamen Sternzeichen Krebs. Das Wasserzeichen ist sehr sensibel und gefühlvoll. Daher bietet der Krebs-Neumond die perfekte Gelegenheit, um sich mehr Selbstliebe zu schenken. Es ist wichtig regelmäßig abzuschalten und sich selbst etwas Gutes zu tun. Zur Mitte des Jahres solltest du dir daher etwas Zeit für Selbstfürsorge nehmen. Heute ist nicht der richtige Zeitpunkt, um auszugehen oder in großer Gesellschaft zu sein. Denke darüber nach, was im Laufe des Jahres bisher geschehen ist und nimm dir etwas Zeit zu reflektieren. Sieh diesen Neumond wie eine Halbzeitpause, bevor die zweite Hälfte des Jahres beginnt.
28. Juli: Neumond im Zeichen Löwe
Während dieses Neumondes steht Merkur im Quadrat zu Uranus und damit das Thema Kommunikation im Fokus. Das heißt unerwartete Neuigkeiten oder Pläne könnten sich ändern, sogar ein Aha-Erlebnis ist möglich. Auch Jupiter beginnt während dieses Neumondes seine Rückläufigkeit und ermutigt uns dazu, langsamer zu machen, auszuruhen und eine Auszeit von der Arbeit zu nehmen. Gönne dir Raum zum Nichtstun! Frage dich: Woher ziehst du deine Kraft? Bist du eher introvertiert, das heißt du erholst dich, wenn du alleine bist? Oder bist du eher extrovertiert, das heißt du tankst auf, wenn du Zeit mit anderen verbringst? Nimm dir an diesem Löwe-Neumond einen Moment Zeit, um herauszufinden, wer und was dir Energie raubt und wer und was dich auf allen Ebenen bereichert. Ausmisten ist eine gute Idee
27. August: Neumond im Zeichen Jungfrau
Es ist schon mehr als die Hälfte des Jahres vorüber. Haben sich alte Gewohnheiten wieder eingeschlichen? Dieser Neumond ist der richtige Zeitpunkt für eine Neuorientierung. Wenn du dich dabei ertappst, dieselben Fehler zu machen, dann ändere den Kurs jetzt. Der Neumond im August findet im reinen und nach Vollkommenheit strebenden Zeichen Jungfrau statt. Seine spirituelle Bedeutung wird uns helfen, über die oberflächliche Unordnung in unserem Leben hinwegzusehen und herauszufinden, in welche Richtung wir als nächstes steuern wollen. Der Neumond in Jungfrau im August inspiriert uns dazu, pragmatische Pläne für die Zukunft zu schmieden und uns auf unser Wohlbefinden zu konzentrieren. Die naturverbundene Energie der Jungfrau schätzt die Schönheit der einfachen Dinge.
25. September: Neumond in der Waage
Nicht nur, dass am 25. September um 22.54 Uhr der Neumond aufgeht, Power-Planet Jupiter wandert am 26. September zum erdnächsten Punkt seit 70 Jahren. Das bedeutet es wird intensiv! Planetarisch ist einiges los: Der Eintritt von Sonne und Venus in die Waage, kann uns helfen, alles, was in unseren Beziehungen und Partnerschaften aus dem Ruder gelaufen ist, wieder auf den richtigen Weg zu bringen.
Außerdem steht der Neumond dem Transit-Jupiter im Widder gegenüber und das kann eine Menge Exzesse mit sich bringen. Wir können in vielerlei Hinsicht über die Stränge schlagen, denn die Waage liebt alles, was luxuriös ist. Nutze diesen Aspekt und kombiniere ihn mit der erholsamen Neumond-Energie: Koche deine Lieblingsessen oder nimm ein ausgiebiges Bad. Heute sind die idealen Voraussetzungen für einen herrlichen Abend allein.
25. Oktober: Neumond-Sonnenfinsternis im Skorpion
Die Sonnenfinsternis im Skorpion im Oktober ist kein gewöhnlicher Neumond: Am 25. Oktober tritt der Neumond um 12:49 Uhr in den Skorpion ein. Der Skorpion ist leidenschaftlich und intuitiv und wird mit allem in Verbindung gebracht, was tabu ist. Er wird vom achten Haus der Wiedergeburt und Verwandlung und dem rätselhaften Pluto beherrscht. Als Wasserzeichen erinnert der Skorpion uns sehr an unsere emotionale Empfindlichkeit und unterstreicht jedes Mal, wenn der Mond in sein Reich eintritt, all unsere aufgestauten Gefühle. Diese Gefühle und Gedanken werden intensiver als sonst, da die Sonnenfinsternis auch unsere Schattenseite und Verletzlichkeit hervorbringt.
Im Gegensatz zur typischen Neumondstimmung, die einen Neuanfang bietet, der sich perfekt für das Setzen von Vorsätzen eignet, kann eine Sonnenfinsternis zu einer Art spirituellen „Stromausfall“ führen. Betonung auf „kann“, denn manche Menschen werden völlig unkonzentriert und verlieren den Fokus; bei andere wird der Geist kristallklar. Das kommt auf euer Sternzeichen an.
Da diese Sonnenfinsternis in exakter Konjunktion mit der Venus steht, deutet alles auf eine Wiedergeburt des Herzens hin. Venus ist der Planet, der die Liebe regiert. Anstatt eine Romanze zu manifestieren oder sich Beziehungsabsichten zu setzen, ist dies ein guter Moment, um all die Leidenschaften, die wir in uns tragen, wirklich zu leben. Das sind nicht nur Partnerschaften, sondern im Grunde alle Themen, die uns Lust machen.
23. November: Neumond im Zeichen Schütze
Die Schütze-Saison hat gerade begonnen, und wir erleben einen Neumond, während der Schütze-Herrscher Jupiter direkt im Verlauf der Fische, seinem ursprünglichen Domizil, steht. Der kommende Mondzyklus wird somit von einem starken Wunsch nach Expansion und einem gewissen Forscherdrang geprägt sein und uns Gelegenheiten bieten, neue Möglichkeiten und Wege zu entdecken.
Vielleicht spricht dich der Tatendrang des Schützen gerade gar nicht an. Der rückläufige Mars (seit dem 30. Oktober und noch bis 12. Januar) – ja auch der Mars kann rückläufig sein, nicht nur der altbekannte Merkur – wandert in das Zeichen der Zwillinge, das für Kommunikation steht. Das heißt, es kann bei all den Umwälzungen auch gerne mal krachen.
Sonne und Mond im Trigon zu Jupiter lassen uns optimistisch in die Zukunft blicken und ermutigen, an uns selbst und an unsere Fähigkeit zu glauben, mit den Herausforderungen, denen wir begegnen, umzugehen und daraus zu lernen. Jetzt ist der Zeitpunkt, um alle Altlasten hinter sich zu lassen und die Weichen für die Zukunft neu zu stellen. Der Schütze-Neumond hilft uns, auf dem Weg zum Jahresende den Glauben nicht zu verlieren – trotz rückläufigem Mars.
Ähnlich wie die beiden anderen Feuerzeichen-Neumonden, ist auch dieser Schütze-Neumond eine Gelegenheit, um deine Ziele zu überprüfen und gegebenenfalls den Kurs zu ändern. Lass dich nicht vom Frust des rückläufigen Mars unterkriegen. Frage dich: Was machst du, um deine Ziele zu verwirklichen? Und noch wichtiger: Macht es dir Spaß?
So wie das Jahr 2022 begonnen hat, so beenden wir es auch mit einem Neumond im Steinbock. Der Neumond am 23. Dezember im stabilen Steinbock steht in Verbindung mit dem Jupiter – damit ist ein guter Start in die Festtage garantiert. Dazu kommen übrigens in den folgenden Tagen auch noch Merkur und Venus, die bis zum 26. Dezember diese friedliche und harmonische Stimmung unterstützen.
Der Steinbock zum Jahresende ist ein richtiger Kraftspender: Es ist eine Zeit, in der wir uns auf die konstruktiven Eigenschaften des Zeichens konzentrieren können: zäh, einfallsreich, diszipliniert, weise, ehrgeizig, umsichtig und beständig. Diese Qualitäten können wir jetzt auch in unser Leben einbringen, uns auf praktische und erreichbare Ziele konzentrieren. Das solide Erdzeichen fördert die Entwicklung von Reife und gesundem Menschenverstand, wir können Verpflichtungen eingehen und Verantwortung übernehmen und unsere Träume auf realistische Weise verwirklichen.
Erinnere dich: Wie hast du dich seit Anfang des Jahres verändert? Was hast du hinter dir gelassen, und was wird dich weiterbringen? Mit der erwähnten Stärke der Steinbock-Energie haben wir die Chance, unserem Leben eine neue Richtung zu geben. Eine der „Lektionen“ des Steinbocks ist die Akzeptanz des Konzepts, dass vernünftige Grenzen und Regeln uns tatsächlich Freiheit bieten – Freiheit von Sorgen und Chaos zum Beispiel. Wenn wir uns selbst Ziele setzen, können wir uns auf das konzentrieren, was wirklich wichtig ist.
Neumond im Januar 2023
Das war’s für dieses Jahr. Du fragst dich vielleicht schon: Wann ist Neumond im Januar 2023? Der erste Neumond 2023 ist am 21. Januar um 21:53 Uhr und zwar im Zeichen Steinbock. Wir bringen euch auch 2023 mit einem brandneuen Neumondkalender durch die Mondphasen.
Beate Tschirch über die magische Zeit zwischen den Jahren
Sie werden meist Rauhnächte, aber auch Innernächte, Glöckelnächte oder Unternächte genannt: Mit dieser geheimnisvollen Zeit werden im europäischen Raum die verschiedensten Brauchtümer in Verbindung gebracht. Das geht von Geisteraustreibung oder -beschwörung, über das Sprechen mit Tieren bis hin zum Wahrsagen. Ob man daran glauben möchte oder nicht – auf jeden Fall sind diese Nächte irgendwie speziell. Warum das so ist, erklärt Yoga- und Meditationslehrerin Beate Tschirch im Gespräch mit Susanne beim „YogaWorld Podcast“.
Beate spricht über die besondere Stellung der Rauhnächte im Jahreskreis. Dann erzählt sie vom Orakeln und Räuchern und verrät, wie man die Rauhnächte optimal nutzen kann, um die Grundsteine für ein erfülltes neues Jahr zu legen. Außerdem deckt Beate mit historischen Erklärungen so manchen Aberglauben auf und beschreibt, warum uns diese Zeitqualität so empfindsam für bestimmte Energien macht.