Film-Tipp: Lucky

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lakonisch Ein kleines Wüstenstädtchen im amerikanischen Nirgendwo und ein Mann, dessen gesamte Erscheinung Vergänglichkeit ausdrückt: Jeden Morgen beginnt der 90-jährige Lucky (Harry Dean Stanton) den Tag mit dem gleichen Ritual von Aufstehen, Eiskaffee und Yoga mit den „Fünf Tibetern“. Auch sonst verläuft das Leben des stoischen Eigenbrötlers zwischen Diner, Quizshow und Bar in immer gleichen Bahnen – bis ihn ein kleiner Unfall aus der Bahn wirft und sich der spirituelle Cowboy endgültig mit der Essenz der Existenz beschäftigen muss. Bei seinen melancholischen Überlegungen begleiten ihn eine Runde skurriler Individualisten, darunter Howard, der seine entlaufene Schildkröte vermisst – gespielt von Regisseur David Lynch, dem Aushängeschild der Transzendentalen Meditation.

Fazit  Die Hommage an die verstorbene Schauspiellegende Harry Dean Stanton ist Film gewordene Medita­tion zwischen Kakteen und enthält die schönste Etymologie seit Langem: „‚Allein‘ kommt von zwei Wörtern, ‚alle‘ und ‚einer‘. Steht im Wörterbuch.“


Lucky

Regie: John Carroll Lynch

Mit: Harry Dean Stanton, David Lynch, Ed Begley jr.
Kinostart: 18. März 2018

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