Übungen, die Transformation erleichtern

Manchmal wirkt jede kleine Veränderung Furcht einflößend. Mit diesen einfachen Übungen für den Alltag sprichst du dein parasympathisches Nervensystem an. Die Ruhe, die es dir schenkt, wird es dir leichter machen, dich mutig auf das Neue in deinem Leben einzulassen.

Text: Anna Hiatt, Übungen: Tatiana Furero Puerta, Model: Noemi Nunez, Fotos: Christopher Dougherty

Aus alten Mustern auszubrechen, ist gar nicht so leicht. Aber mit etwas Übung können wir Veränderungen unterstützen. Schon ein paar Minuten mit diesen Techniken der Yogalehrerin Tatiana Forero Puerta können dazu beitragen, das sympathische Nervensystem (das mit der Reaktion Kampf, Flucht oder Erstarren verbunden ist) zu beruhigen und das parasympathische Nervensystem (Ruhe und Verdauung) zu aktivieren.

1. Klopfmassage

Beginne damit, die Gegend zwischen deinen Schlüsselbeinen 1-2 Minuten lang sanft mit den Fingerspitzen anzutippen. Dabei atmest du langsam und friedlich. Schließe die Augen und richte die Aufmerksamkeit nach innen. Danach bewegst du deine Hände klopfend da hin, wo sich dein Körper die Berührung wünscht. Indem du aus dem Denken ins Spüren kommst, kannst du herausfinden, wo im Körper sich Gefühle wie anfühlen – sei es nun eine Angst in der Magengegend oder ein Feuersturm im Kopf: Wenn du es wahrnehmen kannst, kannst du dich damit anfreunden.


2. Selbst-Mitgefühl

Wann immer dir etwas begegnet, das dich belastet, dich einschüchtert oder dir das Gefühl gibt, versagt zu haben: Beginne mit der oben beschriebenen Klopfmassage. Nimm wahr, was du im Körper spürst, aber sag dir dabei auch: „Ich liebe und akzeptiere mich. Ich bin offen für das, was ich aus dieser Situation lernen kann“ – denn genau in dieser Öffnung beginnt die Transformation.


3. Box Breathing

Zähle beim Einatmen auf 4. Halte den Atem 4 Zähler lang. Atme auf 4 Zähler aus. Und halte erneut 4 Zähler lang die Atmung sanft an. Wenn du magst, kannst du dir dabei einen Punkt vorstellen, der am Rand eines Quadrats entlangfährt (daher der Name Box Breathing). Wiederhole diesen Zyklus mindestens zehn Mal. Diese simple Übung hilft dir in jeder Lebenslage, den Geist zu beruhigen und dich sicher zu fühlen. Wenn deine Gedanken weiterhin rasen, verlängerst du zusätzlich die Ausatmung und die Atempause danach.


4. Schüttel-Meditation

Raus aus der Erstarrung und rein in Bewegung und Körperwahrnehmung! Such dir eine temporeiche, rhythmische Musik aus. Wenn es sich sicher anfühlt, kannst du bei dieser Übung die Augen geschlossen halten, wenn nicht, dann entspanne nur die Lider und halte den Blick weich. Beginne damit die Finger und Hände auszuschütteln, die Schultern zu heben und anschließend schwer fallen zu lassen. Dann schüttle Arme und Beine, beginne zu wippen und vielleicht auch immer wilder zu hüpfen, schüttle auch locker den Kopf. Wenn du magst, klopfst du dabei einzelne Körperstellen, um hierher noch mehr Empfindung einzuladen.


5. Restorative Haltungen

Diese drei Posen tragen zur Beruhigung des Nervensystem bei:

(A) Paschimottanasana (sitzende Vorwärtsbeuge) mit einem Kissen unter den Knien,

(B) Viparita Karani (Beine-an-der-Wand-Haltung) mit Becken auf ein Kissen gestützt.

(C) Setu Bandha Sarvangasana (Brückenstellung) mit Unterstützung eines Blocks.

Versuche jede Position für so viele Atemzüge zu halten wie du Jahre alt bist. Stille kann unangenehm sein, vor allem, wenn wir gerade durch eine herausfordernde Zeit gehen. Häufig ist der Anteil in uns, den wir heilen und transformieren wollen, jünger. Um den Geist zu fokussieren und unser jüngeres Selbst anzuerkennen, bleibe in dieser Position für so viele Atemzüge wie du alt warst, als das Trauma geschah.

Die Redaktion testet: Die OrthoMatte mit Vibration von OrthoMechanik

akupressurmatte ortho mechanik

Akupressurmatten sind gerade richtig im Trend und bestimmt hast auch du schon davon gehört. Das sind Matten oder Decken, die mit zahlreichen kleinen Kunststoffstacheln bedeckt sind. Diese Stacheln sollen die Durchblutung anregen und so vor allem Verspannungen im gesamten Rücken sowie im Nacken-Schulter-Bereich lösen. Die Firma OrthoMechanik hat nun auch eine solche Matte auf den Markt gebracht: die OrthoMatte. Das besondere daran: Diese Akupressurmatte hat sogar ein Vibrationsfunktion. Ich durfte sie in den vergangenen Wochen testen. Hier nehme ich dich mit auf meine Reise mit der OrthoMatte… //anzeige

Wenn ich auf Social Media durch die Feeds scrolle, ploppen sie immer wieder – dem Algorithmus sei Dank – auf: diverse Akupressurmatten in verschiedenen Farben und von unterschiedlichen Firmen. Ich bin definitiv die richtige Zielgruppe für eine solche Matte: Yogini, interessiert an allen Formen von Wellbeing – und chronisch rückengeplagt. Doch ausprobiert habe ich sie noch nie. Da kam der Redaktionstest gerade richtig. Die OrthoMatte hat auch noch eine Vibrationsfunktion? Super, ich bin dabei!

Ein paar Tage später ist das Päckchen von OrthoMechanik dann auch schon da. In einem cremefarbenen Stoffbeutel befindet sich die Akupressurmatte, ein Akupressurkissen und ein Kabel mit Stecker für die Vibrationsfunktion. Ich will die Matte natürlich direkt ausprobieren. Ich lege alles auf dem Wohnzimmerboden bereit, verbinde das Kabel mit der Matte und stecke es ein. Bevor es für mich auf die Matte geht, lese ich mir noch schnell die Bedienungsanleitung durch. Aha: Man soll sich also langsam an die 7425 pieksigen Dornen herantasten, und zwar in drei Schritten: Zunächst mit T-Shirt, dann mit T-Shirt und Vibration und schließlich – für die ganz Harten – ohne T-Shirt und mit Vibration.

© OrthoMechanik

Los geht’s: Zum ersten Mal auf der OrthoMatte

Ich schätze mich selbst zwar als sehr schmerzresistent ein, will das Spiel aber zunächst ganz konservativ angehen. Ich lasse also mein Shirt an und lege mich ohne zu zögern mit dem Rücken darauf. Okay, ich kann die Stacheln definitiv spüren, irgendwie passiert mir aber noch zu wenig. Inzwischen kommt auch mein Freund aus seinem Arbeitszimmer und beobachtet neugierig, was ich da mache. „Lass mich auch mal!“ Ihm genügt die Intensität der Akupressur mit T-Shirt. Er fragt mich, ob die Matte auch eine Heizfunktion hat, denn sein Rücken fühlt sich langsam wohlig warm an. Ich verneine und erkläre ihm, dass die Dornen die Durchblutung anregen.

Dann bin ich wieder dran. Bei den drei erwähnten Intensitätsstufen gibt es eigentlich sogar noch eine Zwischenstufe: ohne T-Shirt und ohne Vibration. Und das wird meine liebste Variante in der ersten Woche. Uiuiui, jetzt spüre ich auch die Dornen, wie sie sich in mein Gewebe drücken. Je länger ich liege, desto mehr spüre ich, wie die Wärme sich ausbreitet. Da passiert auf jeden Fall gerade was. Für das Nackenkissen, das an seiner Oberfläche ebenso mit den orangeroten Dornen besetzt ist, habe ich noch nicht die optimale Position gefunden. Am Hinterkopf fühlen sich die Dornen nicht so angenehm an. Dazu aber später mehr.

Das kann die OrthoMatte

Ich möchte verstehen, was genau die Dornen bewirken und beginne, mich einzulesen. Mit Akupressur und TCM kenne ich mich ein wenig aus, da das in einigen meiner Yogafortbildungen Thema war. Ich denke direkt an die Blasenmeridiane, die parallel links und rechts von der Wirbelsäule entlanglaufen und an die sich darauf befindenden Back Shu Points, die stellvertretend für alle anderen Hauptmeridiane auf dem Blasen-Meridian liegen. Mit einer Rückenmassage oder eben auch einer Behandlung des Rückens mit der Akupressurmatte tut man also dem gesamten Körper etwas Gutes, da man sämtliche Energiebahnen im Körper damit stimuliert. Die Energie (Qi) fließt freier und die Selbstheilungskräfte werden aktiviert und das auf körperlicher sowie seelischer Ebene.

© OrthoMechanik

Außerdem wird die Durchblutung angeregt, was einige Vorteile mit sich bringt: Verspannungen werden gelöst, entzündliche Prozesse im Körper können schneller abheilen und es kommt sogar zur Freisetzung körpereigener Schmerzmittel. Und zwar bei:

  • Kopfschmerzen
  • Nackenschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Schulterschmerzen
  • Handgelenkschmerzen
  • Menstruationsschmerzen
  • Zahnschmerzen

Das alles wird durch die Vibrationsfunktion noch weiter verstärkt. Doch die OrthoMatte verspricht noch mehr: verbessertes Einschlafen und Qualität des Schlafes, Vorbeugung von Muskelverspannungen, allgemeine Stressreduktion und infolge dessen ein gestärktes Immunsystem. Wow, das klingt nach einem echten Game Changer für sämtliche Alltagsleiden, die wir alle kennen!

In den Schlaf vibriert

Nach der ersten Woche bin ich bereit für die Vibrationsfunktion. Hierfür gibt es zwei Stufen, die man bequem durch einen Knopf am Kopfende der Matte einstellen kann. Ich finde vor allem die niedrigere der beiden Stufen sehr angenehm. Man spürt dadurch die Dornen sogar weniger pieksen und es fühlt sich insgesamt durch die Vibration sehr beruhigend an. Inzwischen hat sich mein Körper gut an die Dornen gewöhnt und es hat sich schon eine Routine eingestellt. Nach acht Stunden Schreibtischarbeit gehe ich pünktlich zum Feierabend auf meine OrthoMatte, um meinem lädierten Rücken etwas Gutes zu tun. Nach circa 10-15 Minuten fühlt sich die Session für mich beendet an und jedes Mal begutachte ich danach die lustigen Pünktchen auf meinem knallroten Rücken im Spiegel. Und auch mein Freund ist weiterhin am Ausprobieren in der Variante T-Shirt & Vibration. Was uns aufgefallen ist: Seit wir die OrthoMatte nutzen, schlafen wir abends beide schon super früh auf der Couch ein!

Mein Freund, das OrthoMatte-Kissen

Ich wollte euch ja noch zum Kissen etwas erzählen: Obwohl das Nackenkissen und ich so unsere Startschwierigkeiten hatten, sind wir inzwischen beste Freunde. Ich musste nur herumprobieren, wie ich es am besten platziere. Und zwar weiter unten, sodass es mehr unter den Muskeln meines (verspannten) Schultergürtels liegt und weniger unter meinem Schädelknochen. Die richtige Position muss wohl jede*r für sich herausfinden – je nach Körperbau und spannungsbedingten „Problemzonen“.

© OrthoMechanik

Manchmal lasse ich das Kissen auch ganz weg und erreiche manche Muskelgruppen, indem ich die Arme über Kopf nehme oder vor dem Körper überkreuzt ablege. Und manchmal nutze ich nur das Kissen: Zum Beispiel zwischendurch, wenn der Nacken zwickt nach der Arbeit am Computer oder bei Regelschmerzen. Und da war ich wirklich beeindruckt, wie schnell die Akupressurdornen meinen Schmerzen im unteren Rücken Abhilfe verschaffen konnten!

Endlose Möglichkeiten

Es gibt zahlreiche weitere Möglichkeiten, die OrthoMatte und das dazugehörige Kissen zu nutzen und ich habe noch lange nicht alle davon ausprobiert. Das ist auch gerade das Spannende daran, denn es wird nie langweilig. Zum Beispiel könnte man ebenso die Reflexzonen der Fußsohle stimulieren, in dem man sich daraufstellt oder im Sitzen die Füße auf der Matte platziert. Oder die Matte in die Asana-Praxis integrieren. Zum Beispiel Anjaneyasana mit dem vorderen Fuß auf der Matte, der liegende Schmetterling oder mein persönliches Highlight bisher: das „Happy Baby“ auf der OrthoMatte.

© OrthoMechanik

Probier’s selbst aus! Alle Infos und die OrthoMatte von OrthoMechanik findest du unter https://orthomechanik.de/products/orthomatte

#86 Praxisreihe: Nervensystem-Regulationsübung „In Verbindung kommen“ – mit Louisa Domhan

Aktiviere den ventralen Vagusnerv und stärke sanft dein Sicherheitsempfinden

Yoga bedeutet Verbindung. Wie wir diese Verbindung über die Arbeit mit dem Nervensystem spürbar machen können, erfährst du in dieser Praxisfolge im „YogaWorld Podcast“.

Unser autonomes Nervensystem möchte uns immer in Sicherheit halten. Dieses Sicherheitsempfinden wird immer dann spürbar, wenn wir in Verbindung sind und unser ventraler Vagusnerv aktiv ist.

Vielleicht hast du schon mal von der Polyvagal-Theorie gehört, die drei verschiedene Kreisläufe im Nervensystem beschreibt: Auf der einen Seite gibt es den aktivierenden Sympathikus, der uns für Kampf oder Flucht bereit macht. Beim beruhigenden Parasympathikus wird zusätzlich zwischen dem hinteren (dorsalen) und dem vorderen (ventralen) Vagus-Ast unterschieden. Der dorsale Vagus bewirkt Rückzug und Passivität, im Extremfall sogar ein völliges Einfrieren. Dagegen fördert die Aktivität des ventralen Vagus einen wachen Entspannungszustand sowie Kommunikation, Zugewandtheit – und eben Verbindung.

In dieser 15-minütigen Nervensystem-Regulationsübung darfst du gemeinsam mit Louisa Domhan deinen ventralen Vagusnerv gezielt aktivieren. Louisa ist Yogalehrerin sowie körperorientierte Coachin mit Fokus auf dem Nervensystem.

Die Folge bietet eine schöne Möglichkeit, aufmerksam in dich hineinzuspüren. Wir wünschen dir viel Freude beim Üben!

Dies.Das.Asanas mit Jelena Lieberberg: Der 7er-Kopfstand

Jelena Lieberberg Kickass Yoga 7er Kopfstand

Gar nicht so einfach, in Jelenas spielerischen Asana-Varianten immer einen kühlen Kopf zu bewahren – auch wenn es auf dem Foto ganz danach aussieht. Aber hinter der Spielerei steckt auch immer viel Potenzial zur Verbesserung von Kraft, Koordination und Körperwahrnehmung.

Text: Jelena Lieberberg / Foto: Gordon Schirmer

Der Kopfstand (Shirshasana) hat, wie wir wissen, eine Menge positiver Wirkungen auf Körper und Geist zu bieten: Er unterstützt die Blutzirkulation und fördert den Lymphfluss, was nicht nur eine Entlastung des Herzens bedeutet sondern auch mehr Sauerstoff für das Gehirn bereitstellt. Gute Gründe also, weshalb der Kopfstand auf Swami Sivanandas Top-3-Liste der besten Asanas gelandet ist.

Die Zahl 7 beschreibt die Form, die in dieser Variante durch die Stellung von Beinen und Oberkörper entsteht. Aber lass dich nicht täuschen: Es geht um mehr als nur um ein Spiel mit möglichen Positionen. Der 7er-Kopfstand ist auch eine gute Gelegenheit, sich seiner Körpermitte bewusst zu werden: Im Hohlkreuz kann man diese 7 ziemlich einfach formen – zu einfach, um genau zu sein, denn dabei wird geschummelt: Ein extrem konkaver unterer Rücken bedingt eine verlängerte Bauchseite und somit einen Kontrollverlust des Core. Stattdessen wollen wir den Beinen diese (und andere) Varianten aus wachen Bandhas, einer aktiven Körpermitte und einem Zusammenziehen der Rippen ermöglichen. Ganz ähnlich kann man die 7 unter anderem auch im Handstand üben, um Kraft und Beweglichkeit in den Schultern aufzubauen. Das geht dann auch mit den Füßen an der Wand.

Macht das Spaß?

Auf jeden Fall. Wer sich im Kopfstand (ob an der Wand oder frei stehend) schon pudelwohl fühlt, wird sich an neuen Spielmöglichkeiten erfreuen. Allerdings brauchst du für diese Variante eine gewisse Beweglichkeit der rückseitigen Faszienkette, vor allem der Ischiocruralen Muskulatur, also der Beinrückseiten. Wenn die verkürzt ist, wird das gestreckte Bein nicht parallel zum Boden, sondern eher diagonal schweben.

Muss ich das können?

Nein. Ein kerzengerader Kopfstand mit gestreckten Beinen und einem gut kontrollierten Rumpf (Bauch und unterer Rücken) ist schon sehr fortgeschritten, das reicht völlig – und ist auch die Grundvoraussetzung für alle Varianten. Wenn du dir unsicher bist hinsichtlich der Balance, dann probiere die 7 zunächst mit dem Rücken zur Wand.

Was muss ich dafür tun?

Ein gründliches Warm-up mit Sonnengrüßen, kräftigenden Bauchübungen und Vorwärtsbeugen zum Dehnen der Beinrückseiten (einbeinig wie in der Pyramide und klassisch im Stehen) hilft dir, dich auf dieses Kopfstandabenteuer vorzubereiten. Ganz wichtig, auch wenn der Kopfstand immer wieder in dieser Kolumne auftaucht und ich es immer wieder betone: Bitte NICHT in den Kopfstand springen, sondern die Beine kontrolliert nach oben schweben lassen! Deine Halswirbelsäule und die umliegende Muskulatur werden es dir danken.

Step by step

1. Wir beginnen auf allen Vieren. Verschränke deine Finger und setze die Ellenbogen etwas schmaler als schulterbreit vor dir auf. Dabei ziehst du den unteren kleinen Finger in die Faust hinein, um beide Handkanten belasten zu können. Lege deine Kopfkrone so zwischen den Unterarmen ab, dass der Hinterkopf von den Händen gestützt wird.

2. Komme zunächst in den halben Kopfstand, indem du das Becken senkrecht über den Schultern ausrichtest. Dazu musst du zuerst auf die Zehenspitzen kommen und mit den Füßen etwas dichter zur Brust wandern.

3. Am einfachsten kannst du die Beine kontrolliert nach oben bewegen, indem du die Knie gemeinsam oder nacheinander zur Brust ziehst und dann aus dieser „Päckchenhaltung“ langsam beginnst, die Beine zu strecken, bis du im klassischen geraden Kopfstand angekommen bist.

4. Um nun in die 7 zu kommen, aktivierst du noch deutlicher Beckenboden und Bauch und senkst die Beine langsam und so gestreckt wie möglich Richtung Boden. Das Ziel ist, sie annähernd waagerecht auszurichten. Indem du, wie hier gezeigt, ein Bein beugst und den Fuß in Richtung Decke zeigen lässt, erleichterst du dir diese Ausrichtung vielleicht ein wenig.

5. Drücke dich die ganze Zeit aktiv aus den Schultern heraus nach oben und erlaube den Rippen nicht, sich aufzufächern, sondern ziehe sie im Gegenteil eher zusammen. Wenn du beide Beine parallel bewegen kannst, dann hebe und senke sie 5–10 Mal. In der gezeigten Variante mit einem gebeugten Bein, wechselst du 5–10 Mal. Dann löst du die Haltung langsam und vorsichtig auf und entspannst dich mehrere Atemzüge lang in der Stellung des Kindes. Für mehr Lernerfahrung wiederholst du das Ganze am besten 3 Mal.

PNF-Special mit Jelena Lieberberg im neuen YOGAWORLD JOURNAL

Wie bei allen Yogahaltungen erfordert auch der 7er-Kopfstand ein gesundes Verhältnis von Beweglichkeit und Stabilität. Dass diese beiden zusammengehören, kann man nicht oft genug betonen. PNF-Stretching (PNF steht für Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation) ist eine Methode aus der Sportmedizin, die auch Yogis und Yoginis einen neuen Blick auf das Thema Dehnung eröffnen kann. Im YOGAWORLD JOURNAL 01/2024 findest du ein spannendes Special mit Jelena zu diesem Thema. Hier geht’s zum Online-Shop:

https://yogaworld.de/produkt/yogaworld-journal-nr-91-01-24-print-ausgabe-kopie/

JELENA LIEBERBERG ist Osteopathin und Yogacoach in Berlin. Du findest sie auf kickassyoga.com, Insta @kickassyoga oder YouTube.

Kennst du auch schon den „kleinen Weisen“ aus Jelenas letzter Kolumne?

Sankalpa: Wie du in 5 Schritten deine Herzenswünsche verwirklichst

Die Weisheitslehren des Yoga helfen dir, in fünf Schritten Intentionen so zu formulieren, dass du deine Herzenswünsche verwirklichst. Erfahre hier, wie du dein persönliches Sankalpa formulierst, zu einer wirklich tragfähigen Intention findest und diese auch nachhaltig mit Leben füllen kannst. Mehr zum Thema Sankalpa erfährst du im ersten Teil dieses Artikels.

Text: Elizabeth Marglin, Fotos: Angie Cao, Titelbild: Eric Ward via Unsplash

Schritt 1: Hingabe – Ishvara Pranidhana

Der erste Schritt besteht darin, herauszufinden, was du in deinem Leben voranbringen möchtest. Zerbreche dir nicht den Kopf. Um zu einem authentischen Herzenswunsch zu gelangen, musst du deine Seele fragen: „In welche Richtung soll ich mich bewegen, um meinen höchsten Lebenssinn zu erfüllen?“ Die Antwort bekommst du nur mit einem ruhigem Geist.

Befrage auch dein Herz, um deine Herzenswünsche kennenzulernen. So kannst du ein Sankalpa finden, also eine klar formulierte Aussage darüber, wie du handeln willst. Der Yoga-Nidra-Lehrer Richard Miller und Gründer von i-Rest erklärt: „Ganz am Anfang steht die Erfahrung, dass es tief im Inneren etwas gibt, das sich mit dem gesamten Universum im Einklang fühlt. Diese Erfahrung führt uns von einem Gefühl des Getrenntseins zu dem einer Einstimmung auf die Gesamtheit des Lebens. Ich nenne das: In den Armen des höheren Selbst ruhen.“ Laut Miller ist das ein Moment der Hingabe: „Aus diesem weiten Gefühl der Verbundenheit kannst du dich einfühlen in seine tiefste Sehnsucht. Nach Gesundheit, Heilung oder Ruhe, nach Gemeinschaft, Beziehung oder Zugehörigkeit. Vielleicht wünschst du dir auch  gesehen, gehört und geliebt zu werden, oder Erwachen und spirituelle Erfüllung.“

Schritt 2: Selbsterforschung – Atma Vichar

Der zweite Schritt besteht darin, diesen Herzenswunsch in eine klare Intention zu verwandeln. In etwas, das sich in Worten und Taten ausdrücken und verwirklichen lässt. Dazu schlägt die Psychologin Kelly McGonigall folgende Fragen vor:

  • Was möchte ich in meinem Leben mehr erfahren? Was kann ich tun, um es geschehen zu lassen?
  • Wie möchte ich in den wichtigsten Beziehungen und Rollen meines Lebens sein? Und wie könnte das praktisch aussehen?
  • Was möchte ich der Welt anbieten? Womit kann ich beginnen?
  • Wie möchte ich in diesem Jahr wachsen?
  • Zu welchen Handlungen kann ich mich verpflichten, die mit meinem Herzenswunsch in Einklang stehen?
  • Was muss dafür in den kommenden 6 bis 18 Monaten passieren?

Achte bei der Beantwortung dieser Fragen ganz genau auf deine Wortwahl: Die Genauigkeit und die Resonanz, die diese Formulierungen in dir erzeugen, tragen sehr viel zum Gelingen bei. „Es ist wichtig, sich klar zumachen, was wirklich zu einem passt und auf allen Ebenen stimmig ist“, meint auch die Ratgeber-Autorin Geneen Roth. „Je konkreter und erreichbarer deine Antworten sind, desto leichter fällt es dir, dich in diese Richtung zu bewegen.“

Schritt 3: Verbindlichkeit – Tapas

Wenn du deine Herzenswünsche verwirklichst, die von Mitgefühl und einem höheren Ziel getragen sind, kann es trotzdem schwer sein. Manchmal fühlt du dich ohnmächtig, oder hast das Gefühl, allzu hart arbeiten zu müssen – obwohl du dich lieber gemütlich zurücklehnen und treiben lassen möchtest.

Im Kampf gegen diese Tendenz zur Trägheit ist „Tapas“ deine beste Waffe. Wörtlich bedeutet dieser Begriff aus der Yogaphilosophie „Hitze“, man kann ihn mit „Feuereifer“ übersetzen. Gemeint ist, sich verbindlich auf ein Ziel festzulegen und dafür durchs Feuer zu gehen. Zugegeben: Das klingt ebenso abschreckend wie schwammig. Etwas praktischer gefasst, geht es darum, neue Gewohnheiten auszubilden.

„Gewohnheiten sind die unsichtbare Architektur des Alltags“, erklärt Gretchen Rubin, die Autorin von Das Happiness-Projekt: „Sie sind es, die letztlich ermöglichen unseren Zielen, Wünschen und Idealen treu zu bleiben.“ Eine neue Gewohnheit zu etablieren, braucht natürlich Geduld und Disziplin: Du musst dich zuerst jeden Tag aufs Neue für dasselbe entscheiden, bevor schließlich die Routine hilft. „Einen Entschluss in eine Gewohnheit umzuwandeln, bedeutet, den nervigen Prozess des Soll ich oder soll ich nicht? zu durchbrechen“, weiß Rubin. Ihr Tipp: Schaffe dir Methoden, dich selbst auf konkrete Handlungen festzulegen und dies auch zu kontrollieren. Zum Beispiel indem du Tagebuch führst. Oder indem du Verbindlichkeit eingehst, weil du mit Freunden und Familie darüber sprichst.

Neben dieser ganz konkreten und praktischen Ebene hilft dir Tapas aber auch auf einer viel grundlegenderen Ebene: Da du dir regelmäßig Zeit und Ruhe gibst, um dich immer wieder innerlich mit deinem Herzenswunsch zu verbinden. Erst das schafft eine echte Verbindlichkeit, eine tiefere Motivation jenseits der reinen Willenskraft. Frage dich aus ihr heraus: Was muss geschehen, damit ich mich für diesen grundlegenden Wandel auch in der Tiefe öffne?

Schritt 4: Bewusstheit Svadhyaya

Trotzdem warten noch weitere Hindernisse auf dem Weg zur Verwirklichungdeiner Herzenswünschwe. Denn Sankalpa hat einen natürlichen Gegenspieler: Vikalpa, Gedanken der Unentschlossenheit und des Zweifels. Der renommierte Yogalehrer Rod Stryker erklärt: „Jede Intention unterliegt dem Risiko, dass das Unterbewusstsein nicht mit an Bord ist. Vikalpa bezeichnet alles, was uns von unserer tiefer liegenden Realität entfernt. Dabei geht es in erster Linie um alte, von Angst gesteuerte Muster, die nach Komfort und Sicherheit streben und sich dem Wandel entgegenstellen.“

Ein gängiges Beispiel: Meine Intention ist es, eine erfüllende Beziehung zu finden oder zu gestalten. Gleichzeitig habe ich aber Angst, verletzt zu werden, und scheue deshalb unbewusst vor jeder innigen Begegnung zurück. Eine Intention kann erst dann ins Leben getragen werden, wenn wir auch würdigen, was ihr entgegensteht. Solche widerstreitenden Sehnsüchte sind ziemlich häufig. „Erst wenn man das alte Muster erkennt, hat man es in der Hand, diese auch zu überwinden“, weiß Rod Stryker. „Jetzt geht es darum, mehr Bewusstheit zu erzeugen. Erkenne, dass jeder Moment eine neue Möglichkeit ist, sich zu entscheiden, ob man sein Sankalpa würdigen möchte oder lieber den nicht förderlichen Sehnsüchten folgt.“

Diese immer neue Entscheidungsmöglichkeit erleichtert es, sich auch einmal einzugestehen, dass man sich gerade im Kreis dreht oder eine falsche Entscheidung getroffen hat. Am besten ohne Schuldgefühle und Selbstkritik. So fällt es viel leichter, Verantwortung für sein eigenes Handeln zu übernehmen und auf eine gute Art weiter zu wachsen. Ein solches auf Wachstum ausgerichtetes Denken fördert den Mut zur Veränderung. Der Glaube, man „sei eben so“, jedoch steht jedem Erfolg im Weg.

Das aufmerksame Beobachten des eigenen Verhaltens führt im Lauf der Zeit auch zu einer neuen Erkenntnis. Vielleicht musst du deine Intention etwas abändern oder erweitern, damit sie deinem Herzenswunsch dient. Gib dir die Erlaubnis dazu. „Verschwende nicht unnötig Zeit auf Vorhaben, die keinen spürbaren Unterschied bringen“, rät Gretchen Rubin. Bevor du aber alles über Bord wirfst, solltest du genau hinsehen: Ist dies eine echte Erkenntnis oder eher ein Zweifel, der sich auf unbewussten Ängsten und Widerständen gründet – also ein Fall von Vikalpa?

Schritt 5: Vision Darshan

Manchmal ist der Blick auf die nahe Ziellinie kein Ansporn, sondern führt dazu, dass man das Tempo raus nimmt. Man sagt sich: „Ich bin so nah dran, bisher lief es so gut, jetzt kann ich es auch wieder ein bisschen ruhiger angehen lassen.“ In diesem Fall hilft es, sich dieses zukünftige Ich genauer vorzustellen. Psychologen nennen das „prospektives Gedächtnis“, also vorausschauendes Gedächtnis. Es beschreibt die Fähigkeit, sich zum richtigen Zeitpunkt an eine Handlungsabsicht zu erinnern. Stell dir vor, wie es sein wird, wenn das Ziel erreicht ist. Aus diesem inneren Bild heraus wirst du nämlich Entscheidungen treffen, die diesem Ziel auch entsprechen.

Im „Journal of Sport and Exercise Psychology“ erschien eine Studie, die den Effekt gut beschreibt: Couch Potatoes, die sich ihr zukünftiges aktiveres, gesünderes Ich vorstellten, begannen deutlich häufiger sich zu bewegen als eine Vergleichsgruppe, die nur verbale Vorhaben formuliert hatte.

Wenn es dir schwer fällt, dir dieses neue Ich vorzustellen, dann rät die Psychologin Kelly McGonigal zu folgender Übung: Schreibe dir selbst selbst einen Brief aus der Zukunft. Im Datum steht Tag heute plus ein Jahr: Von diesem Tag aus erinnerst du dich zurück auf dein heutiges ICH und dankst dir selbst für alles, was du in diesem Jahr erreicht hast. Und vergiss nicht: Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt.


Was bei der Sankalpa-Praxis in Yogakreisen häufig übersehen wird: Nach hinduistischer Überzeugung gehört dazu nicht nur aufrichtige Hinwendung sondern auch eine bewusste Vorbereitung. Die Hintergründe und einen Leitfaden zur Vorbereitung findest du im YOGAWORLD JOURNAL 01/2024:

https://yogaworld.de/produkt/yogaworld-journal-nr-91-01-24-print-ausgabe-kopie/

#85 Meditation leicht gemacht: So findest du deine ideale Methode – mit Philipp Pham

Ein Überblick über die gängigsten Meditationsformen und deren Anwendung

Yogas citta vritti nirodha – Yoga ist das zur Ruhe bringen der Gedankenwellen im Geist. Das ist der zweite Vers der Yogasutras von Patanjali und er impliziert schon, um was es beim Yoga im Kern geht: Meditation. In den alten Schriften wurden zwar auch schon einige wenige Asanas beschrieben, sie dienten jedoch ursprünglich dazu, besser den Meditationssitz einzunehmen und stundenlang halten zu können. Viele der modernen Asanas im Yoga sind erst knapp 100 Jahre alt. Natürlich können die Asanas noch viel mehr als einen aufrechten Sitz zu ermöglichen, aber der Kern des Yoga ist nicht eine körperliche Praxis, sondern eine Praxis für den Geist.

Meditationstechniken zur Förderung von geistigem Wohlbefinden und innerer Ausgeglichenheit sind auch abseits von spirituellen Traditionen in den letzten Jahren immer populärer geworden. Meditation hat Einzug in die Businesswelt, die Psychotherapie und in die Wohnzimmer der Menschen gehalten. In dieser Folge „YogaWorld Podcast“ will Gastgeberin Susanne Mors die verschiedenen Meditationsmethoden und natürlich deren Anwendung beleuchten.

Zu Gast ist Meditationslehrer und Psychologe Philipp Pham. Er gibt einen groben Überblick über die gängigsten Meditationsmethoden und erklärt, wie du die für dich passende Meditationsmethode finden kannst. Außerdem geht Philipp auf fortgeschrittene Techniken ein und unterlegt seine Ausführungen mit Fakten aus der Wissenschaft. Darüber hinaus verrät er, wie es dir gelingt, eine erfüllende Meditations-Routine zu etablieren.

Sponsor dieser Folge ist die ALH-Akademie, die heute eine ganz besondere Chance für dich bereithält: Gewinne ein Stipendium für die berufsbegleitende Ausbildung zum Yogalehrer – wahlweise mit oder ohne Krankenkassenzulassung! Durch die RYT® 200h Zertifizierung der Yoga-Alliance ist dein Abschluss international anerkannt.

So kannst Du Dich bewerben:

Poste ein Foto von Dir in Deiner Lieblings-Asana auf Instagram, verlinke uns mit #ALHYogaStipendium und @ALHAkademie.

Die Aktion läuft vom 04.01.24 bis 05.03.24. Viel Glück!

#84 Silvester-Meditation: Ein heiliger Moment zwischen den Jahren – mit Beate Tschirch

Lebe die Vision deiner Seele und bringe dein wahres Sein zum Ausdruck

Diese magische Meditation bündelt die Energien des heiligen Momentes zwischen dem neuen und dem alten Jahr. Hier kannst du mit den Energien des Jahres, das sich dem Ende zuneigt, Verbindung aufnehmen, mit der Fülle der Vergangenheit, die dich geprägt hat. Andererseits kannst du Raum schaffen für die Samen der Zukunft, die darauf warten, gepflanzt zu werden. Der Augenblick des Jahreswechsels ist die Brücke zwischen dem, was war und dem, was sein wird. Hier wartet die Chance dich selbst zu erneuern und mit Hoffnung und Zuversicht im wahren Sein anzukommen. Tritt in den Raum der inneren Stille ein, befreie dich von allem, was dich belastet und öffne dich für die Weisheit des Universums.

In dieser Meditation zum Jahresabschluss lädt dich Cosmic Schamanin Beate Tschirch ein, gemeinsam durch diesen Raum der inneren Stille zu wandern, um das vergangene Jahr nochmal zu ehren, dich dann mit Mutter Erde zu verbinden, um dich zu erden und dich in ihrer liebevollen Umarmung geborgen zu fühlen. Gleichzeitig wirst du dich mit der unendlichen Weite des Universums verbinden, um deine Träume und Visionen für das kommende Jahr zu erkennen und zu stärken. So kannst du die Vision deiner Seele leben und dein wahres Sein zum Ausdruck bringen.

Beate ist Botschafterin zwischen den Welten, Autorin und Yogalehrerin – kurzum: eine kreative Impulsgeberin. Energie zu sehen und zu spüren, war eines der Dinge, die sie schon als Kind begeisterten, und so begann sie schon 1998 mit Seminaren und Ausbildungen in verschiedenen spirituellen Traditionen. Ihr Wissen auf den Gebieten Meditation, Transformation, Medialität gibt sie in Form von Seminaren, Workshops, Retreats und Online Kursen weiter. 

Vollmondkalender 2023

Am 27. Dezember um 1:33 Uhr steht der letzte Vollmond des Jahres (wie auch schon der erste) im Zeichen Krebs. Mit dem „Kalten Mond“ im Wasserzeichen Krebs geht viel Verletzlichkeit einher. Was das für dich an diesen Tagen konkret bedeuten kann, erfährst du weiter unten im Artikel. Hier ist eine Übersicht aller Vollmonde 2023, alle Daten mit Uhrzeit, Sternzeichen sowie einige Tipps für die Arbeit mit der Vollmondenergie.

Der Mond beherrscht in unserem Horoskop das emotionale Selbst und repräsentiert im Tarot den Archetypen der Urmutter sowie das verborgene und spirituelle Selbst. Bei Neumond stehen Introvertiertheit und Ruhe im Fokus. Bei Vollmond hingegen werden Extrovertiertheit und persönliche Kraft betont. Daher steht er auch für Wachstum und für die Entfaltung unseres Potentials.

Podcast mit Mondexpertin Johanna Paungger-Poppe

Mondexpertin Johanna Paungger-Poppe teilt ihr Wissen über den Mondkalender

7. Januar: Vollmond (Wolfsmond) im Krebs

Uhrzeit 0:09 Uhr: Der Vollmond im Januar 2023 beeinflusst alle Aspekte unseres Lebens: Das Spannungsfeld zwischen Familienleben und Karriere sowie Freundschaften und Lebenspläne steht im Vordergrund. Ertappst du dich dabei, oft über Vergangenes nachzudenken, vielleicht sogar nostalgisch zu werden? Das ist typisch für den introspektiven und sensiblen Aspekt des Zeichen Krebs. Gerade um den Jahreswechsel, wenn wir uns neue Ziele setzen und Altes loslassen, können vernachlässigte emotionale Bedürfnisse wieder hochkommen. Kennst du diese Gefühle? Klopft da etwas an dein Herz, dass du schon mal verdrängt hast? Da der Krebs vom Mond regiert wird, wirkt dieser Vollmond besonders stark auf unser Gefühlsleben. Es geht um Balance, wie so oft im Leben. Frage dich: wie kann ich für andere da sein und trotzdem gut für mich selbst sorgen?

5. Februar: Vollmond (Schneemond) im Löwen

Uhrzeit: 19:30 Uhr: Der eisige Vollmond im Februar steht im Löwen, dem Sternzeichen der Leistung und des Verlangens nach Anerkennung. Die mutige Energie des Löwen deutet auf eine Zeit des Umbruchs hin. Jetzt ist die Gelegenheit, anderen mitzuteilen, wie man sich fühlt, im Guten wie im Schlechten. Es kann zu ernsthaften Auseinandersetzungen kommen, was manchmal unausweichlich ist, um deine eigenen Grenzen klar zu ziehen. Wichtig ist auch zu verstehen: Nicht nur ich selbst habe das Bedürfnis nach Anerkennung, Freunde, Familie und Kolleg*innen sehnen sich mindestens genau so sehr danach. Du kannst die Energie des Löwen nutzen, um nicht nur deine Grenzen anzuerkennen, sondern auch um deine Wünsche zu formulieren.

Das Jupiterjahr wirkt noch bis zum 20. März 2023

7. März: Vollmond in der Jungfrau-Fische-Achse

Uhrzeit 13:42 Uhr: Gerade nach dem Löwe-Vollmond ist die Kraft der Jungfrau ein guter Ausgleich: Organisiert, realistisch und rational – das sind die Säulen der Jungfrau. Wenn der Vollmond hier aufgeht und die Achse Jungfrau-Fische aktiviert, wird sich auch für dich vieles klären. Ziele werden neu beleuchtet, was dir erlaubt, Dinge zu erledigen, dein Selbstbewusstsein zu stärken und nach mehr Harmonie zu streben.

Das Zusammentreffen von Jungfrau und Fische während des Vollmonds am 7. März wird uns zwischen den Grenzen von Klarheit und Gefühls-Wirrwarr schwanken lassen. Perfekt für den Wurmmond im März, der seinen Namen nicht von Regenwürmern hat, sondern von einer Käferlarve, die sich aus Baumrinden windet, wenn die Pflanzen zu tauen beginnen. Du kannst der sensiblen Natur der Jungfrau vertrauen und dich aus der kalten Starre deiner Ängste und Sorgen, wie die Käferlarve, herauswinden.

Auch planetarisch wird es im März interessant: Der Saturn dreht sich für die kommenden drei Jahre in das Zeichen der gefühlsbetonten Fische. Saturn steht in der Astrologie für Ordnung, Disziplin, Fokus und Verantwortung. In Verbindung mit den feinfühligen Fischen, werden damit unterbewusste Themen wie Spiritualität oder Empathie in eine erfahrbare Wirklichkeit gebracht. Anders gesagt – es sind die idealen Bedingungen für Veränderungen.

6. April: (Rosa Mond) Vollmond im Zeichen Waage

Uhrzeit 6:37 Uhr: Die von der Venus beherrschte Waage hat eine wohlwollende Energie, die vor allem auf zwischenmenschliche Beziehungen wirkt. Wenn du das Gefühl hast, dass du mit einer nahestehenden Person etwas klären möchtest, ist der Vollmond in der Waage eine gute Gelegenheit, diese Beziehung zu heilen.

Der Vollmond im April wird auch als Pink Moon oder Rosa Mond bezeichnet, benannt nach der nordamerikanischen Wildblume Phlox Subulata, mit ihren rosa Blüten. Ja, die rosarote Brille dürfen wir uns ruhig aufsetzen und mal fünf gerade sein lassen. Das hilft uns bei der Klärung offener Fragen, denn bei Vollmond in der Waage sind wir kommunikationsfreudiger als sonst.

Chiron ist ein Asteroid oder Kleinplanet, der sich zwischen der Saturn- und der Uranusbahn bewegt. Chiron bringt heilende Energie und wird mit diesem Vollmond besonders aktiviert. Unsere Wunden können uns manchmal davon abhalten, in unseren Beziehungen vollkommen präsent und authentisch zu sein, aber es ist die Energie von Chiron, die uns daran erinnert, dass unsere Wunden uns nicht zurückhalten müssen. Unsere Wunden können existieren und uns dennoch zu einem Ort der Ganzheit, Liebe, Verbindung und Schönheit führen.

Der Waage-Vollmond kann uns dazu führen, tiefer, verbundener und mehr im Einklang mit der Welt um uns herum zu sein. Wir sind oft so sehr darauf konzentriert, mit uns selbst und unserer inneren Welt in Einklang zu kommen, aber dieser Vollmond ermutigt uns, auch mit anderen in Einklang zu kommen.

5. Mai: (Blumenmond) Vollmond im Skorpion

Uhrzeit 19:36 Uhr: Dieser Vollmond ist auch eine teilweise Mondfinsternis und dann auch noch im Skorpion – das heißt, es wird intensiv. Das haben Mondfinsternissen so an sich, auch wenn sie nur teilweise sind. Während einer Mondfinsternis kommen gerne Themen hoch, die tief vergraben waren und klopfen nochmal an – täglich grüßt das Murmeltier. Diese*r alte Freund*in, mit dem/der du schon längst abgeschlossen hattest ruft an, ob man nicht auf einen Kaffee gehen möchte; oder ehemalige Chefs kommen wieder mit einem Jobangebot um die Ecke. Das ist aber nur eine Erinnerung und Ermutigung alles loszulassen, was uns nicht mehr dient. Das muss nicht negativ behaftet sein, im Sinne von „Abrechnung“, sondern eher etwas „gut sein lassen“. Vergeben, aber sicher nicht vergessen, denn immerhin haben wir aus den alten Mustern auch gelernt.

Der Skorpion bringt uns dazu, nach innen zu schauen und Aspekte unserer Seele zu öffnen, mit denen wir normalerweise nicht konfrontiert werden. Damit bringt der volle Blumenmond im Skorpion unsere Gefühle in den Vordergrund, wir sprechen ohne den üblichen Filter, um ja niemanden vor den Kopf zu stoßen. Tipp: In Bewegung bleiben, damit dich diese starken Gefühle nicht blockieren. Yoga üben, Wandern gehen oder Musik auflegen und tanzen helfen dir, die Energie durch deinen Körper zu leiten.

Kristalle aufladen, Mondbaden – Rituale zum Vollmond

4. Juni: (Erdbeermond) Vollmond im Zeichen Schütze

Uhrzeit 05:43 Uhr: Der Schütze, der vom Planeten Jupiter regiert wird und für Überfluss steht, bringt einen Erdbeermond voller abenteuerlicher Energie mit sich, die gelebt werden will. Der Schütze jagt der Weisheit hinterher, sitzt nie still und bringt unseren Entdeckerdrang ans Licht. Der Schütze steht für Direktheit, die nach Freiheit verlangt und nicht so leicht zurückschreckt. Dieser Mondtransit beseitigt Ängste und vermittelt ein Gefühl der Bereitschaft alles anzugehen, was wir uns vorgenommen haben. Arbeitest du schon länger an einem Projekt? Sag dir selbst: Ich bin gut vorbereitet, es ist leicht und es wird mir gelingen. Jetzt ist die Zeit Zweifel loszulassen und dir selbst zu vertrauen.

Aber beim Vollmond im Schützen geht es nicht nur um weltliche Themen. Es ist auch eine Zeit, in der wir uns nach innen wenden und die Tiefen unserer Psyche erforschen können. Der Schütze ist ein Feuerzeichen und steht für Leidenschaft, Kreativität und den inneren Funken, der uns antreibt. Wir können uns mit unserem inneren Feuer verbinden und es nutzen, um unser persönliches Wachstum zu nähren. Nimm dir Zeit, um über deine Ziele in den kommenden Monaten nachzudenken. Dies ist ein innerer Prozess: reflektiere, meditiere und fokussiere deine Energie auf deine Herzenswünsche und wie du sie in die Welt tragen möchtest. Dies ist ein wichtiger Aspekt für alle Unternehmungen, die wir uns vornehmen.

3. Juli: (Bockmond/Donnermond) Vollmond im Steinbock

Uhrzeit 13:40 Uhr: Dieser Steinbock-Transit, der manchmal auch als „Donnermond“ bezeichnet wird, betont die Anziehungskraft zwischen dem Sichtbaren und dem Verborgenen, dem Kollektiv und dem Individuum, von Abhängigkeit und Verantwortung. Der Steinbock bringt uns dazu, darüber nachzudenken, woher wir kommen und wohin wir gehen. Der Steinbock-Vollmond steht in Konjunktion mit dem Zeichen Krebs, das bedeutet, dass zwischen den nährenden Gefühlen des Krebses und der wilden Unabhängigkeit des Steinbocks eine interessante Mischung aus Wärme und Beständigkeit entsteht. Du merkst vielleicht, dass wir dieses Spannungsfeld bewusst positiv formulieren.

Diese widersprüchlichen Energien manifestieren sich, indem sie uns zurückhaltender als sonst werden lassen. Dennoch ist da dieser unerklärliche Drang zu handeln. Du zweifelst vielleicht an dir und bist unsicher, ob du deiner inneren Führung vertrauen kannst. Aber das kannst du, denn dieses Unbehagen und der Zweifel in dir ist nur das Bedürfnis, deine Mitte zu finden. Vergiss nie: Deine Kraft ist in dir und du kannst sie immer abrufen, wenn du sie brauchst. Der Vollmond in diesem kraftvollen Erdzeichen, wird dich auch daran erinnern.

1. August: Super-Vollmond im Wassermann

Uhrzeit 20:33 Uhr: Der erste Vollmond im August 2023 ist ein Supermond. Der Zweite auch, aber dazu später mehr. Ein Supermond tritt auf, wenn der Mond seinen erdnächsten Punkt (auch Perigäum genannt) erreicht hat. Das bedeutet im Grunde nur, dass der Mond etwas größer aussieht, vor allem in der Nähe des Horizonts. Dies ist eine großartige Zeit, um in den Himmel zu blicken und über das grenzenlose Universum nachzudenken, was bei einem Vollmond im Wassermann besonders intensiv wirken kann. Dieses eigenwillige Luftzeichen sehnt sich nach Freiheit von Stereotypen und Vorurteilen. Es ist eine radikale Energie, die daran interessiert ist, Grenzen zu finden und sie zu überwinden. Nutze diese spirituelle Energie, um nicht nur an kollektiven Ideen zu schrauben, sondern auch über dein Selbstbild zu reflektieren.

Aber Achtung: Die Energie dieses Vollmonds wird verstärkt durch die Venus, die seit dem 22. Juli rückläufig ist. Wenn der Planet der Liebe sich augenscheinlich rückwärts bewegt, kann das schmerzhafte Emotionen, Liebeskummer, Trauer und Enttäuschungen hervorrufen. Die Zeit wird also intensiv… Doch vergiss nie: Retrogrades bieten uns immer auch Raum innezuhalten und uns neu auszurichten, bevor wir uns wieder nach vorne bewegen.

Jeder Vollmond im August wurde traditionell übrigens als „Störmond“ (engl. „Sturgeon Moon“) bezeichnet, da Angler im August früher besonders viele Störe gefangen hatten.

31. August: Super-Vollmond im Zeichen Fische – Blue Moon

Uhrzeit 03:37 Uhr: Du hast bestimmt schon mal den englischen Ausdruck „once in a blue moon“ gehört. Diese Floskel beschreibt ein sehr seltenes Ereignis. Wenn es in einem Kalendermonat zwei Vollmonde gibt, wird der zweite als Blue Moon bezeichnet. Und genau das passiert im August (mit je einem Vollmond am 1. und am 31. August). Dieser Blaumond im Zeichen Fische ist – wie schon der letzte – ein Supermond. 

Allgemein ist planetarisch gerade so einiges los: Seit dem 23. August befinden wir uns in der Jungfrau-Saison und zeitgleich hat der Merkur wieder seinen Rücklauf angetreten. Auch die Venus ist noch immer (bis 3.9.) rückläufig. Was das genau bedeutet, haben wir letzten Monat ja bereits erklärt. Die organisierte, analytische und geerdete Energie der Jungfrau hilft dir, dein Leben zu ordnen und deine Ziele genau zu formulieren. Aber mach dich darauf gefasst, dass dir der Merkur bei der logistischen Umsetzung etwas in die Quere kommen könnte. Gehe es also lieber langsam an und übe dich in Flexibilität.

Der Vollmond im verträumten Fisch bildet zusammen mit der pragmatischen Jungfrau-Energie eine spannende Mischung: Nämlich eine Chance, deine Fantasien in die Tat umzusetzen und dir selbst tiefe Träume zu erfüllen. Der Fische-Vollmond kann auch eine Zeit der Erleuchtung und Bewusstseinserweiterung sein. 

Nutze die Intuition der Fische, um deine eigenen Muster zu entschlüsseln. Stellst du zu viele Regeln für dich auf? Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um dir klar zu machen, was du kontrollieren kannst und was nicht. Tipp: Tief durchatmen, in den Himmel schauen und den Supermond bewundern. Die Kunst ist es, mit den Fragen zu leben, ohne auf Antworten zu warten.

29. September: (Erntemond) Vollmond im Widder

Uhrzeit 11:58 Uhr: Der Widder ist der zielstrebige Krieger unter den Tierkreiszeichen. Seine Energie ermutigt dich, aktiv für das zu kämpfen, woran du glaubst und wofür du brennst. Das können kleine private oder berufliche Ziele sein, die du dir steckst. Es können aber auch die großen Ziele im Leben sein, wie zum Beispiel deine Seelenaufgabe. Dieser Vollmond im Feuerzeichen Widder kann dir helfen, das, wofür du hier bist, dein Dharma, zu erkennen. Und er treibt dich an, alles loszulassen, was dir bei der Verfolgung dieses Ziels im Weg steht.

Noch dazu bringt uns die Widderenergie eine große Portion Mut, Selbstbewusstsein, Durchsetzungskraft und Motivation. All das hilft dir dabei, Gewohnheiten, Projekte und andere Energien loszulassen, die dich daran hindern, dein Leben deiner Seele entsprechend auszurichten.

Frage dich: Wofür bist du in deinem Leben zu kämpfen bereit? Welcher “Kampf” ist deine Energie wert? Oder kämpfst du vielleicht sogar gegen die Berufung deiner Seele an? Ignorierst du sie? Sei dir gewiss: Deine Lebensaufgabe wird so lange bei dir anklopfen, bis du ihr Beachtung schenkst.

28. Oktober: (Jagdmond) Vollmond im Stier

Uhrzeit 22:24 Uhr: Der Vollmond im Stier steht für die Suche nach Stabilität und die erdverbundene Stärke dieses Oktober-Vollmonds gibt uns die nötige Kraft auf diesem Weg. Während sich draußen die Herbststürme mehren, ist es für uns an der Zeit, uns unserer spirituellen und emotionalen Reinigung zu widmen, um für den Winter Energiereserven zu sammeln.

Nutze diese Zeit, um die Dinge zu tun, die deine Akkus auftanken: Schlafen, Ausruhen, gute Freunde treffen, gutes Essen. Der Stier steht auch für Sturheit, in diesem Fall können wir diese Eigenschaft positiv einsetzen, in dem wir uns stur auf unsere Kraftreserven konzentrieren.

Das kann auch heißen, dich endlich von (zu) lange mitgeschlepptem Ballast zu befreien, etwa Menschen, die dir nicht guttun (im schlimmsten Fall Energievampire), oder Dingen, die dir Raum nehmen, den du besser nutzen könntest. Entrümpeln ist angesagt – auf materieller und zwischenmenschlicher Ebene! Kurz: Es ist eine Zeit des Abschiednehmens, aber auch eine, in der der Grundstein für einen heilsamen Neuanfang gelegt wird.

Besonders Stiere, Zwillinge und Jungfrauen spüren jetzt, dass sie sich um ihre mentale Gesundheit kümmern sollten, um nicht auszubrennen. Und dass es keine Schande ist, auch mal Hilfe von außen anzunehmen!

27. November: (Bibermond) Vollmond im Zeichen Zwillinge

Uhrzeit 11:16 Uhr: Von den amerikanischen Ureinwohnern nach den fleißigen Bibern im Spätherbst benannt, markiert der November-Vollmond den Beginn des Frosts und die Vorahnung des Winters. Wenn der Mond durch die Zwillinge wandert, gerät unser emotionales Gleichgewicht ins Wanken, denn unser Unterbewusstsein steht jetzt auf wackligem Boden und lässt uns untypisch abgelenkt und ein wenig weltfremd sein.

Doch diese unklaren Gefühle können wir im Guten nutzen: Bist du dir unschlüssig über irgendetwas? Oder spürst du tief in dir vielleicht bereits, welche Entscheidung die richtige wäre, scheust dich aber davor, sie zu fällen – etwa, weil sie mit einem Verlassen deiner Komfortzone einherginge? Und/oder weil du Reaktionen anderer fürchtest?

Nutze diese Zeit, um über deine Einstellung und Überzeugungen nachzudenken! Sprich mit Freund*innen darüber, deren Rat du annehmen kannst. Auch künstlerische Betätigung kann dir helfen, dich wieder mit deiner Intuition zu verbinden. Dabei geht es nicht darum, das perfekte Bild zu malen oder den perfekten Tanz aufs Parkett zu legen. Wichtig ist die Hingabe an den Moment und die Bereitschaft, dich für eine gewisse Zeit von deinen Emotionen leiten zu lassen. So eröffnen sich neue Perspektiven. Und vielleicht siehst du die Dinge dann anders als zuvor.

27. Dezember: (Kalter Mond, Julmond) Vollmond im Krebs

Uhrzeit 01:33 Uhr: Ein weiterer Vollmond im Krebs, um das Jahr so zu beenden, wie wir es begonnen haben. Wie schon im Januar legt dieser letzte Vollmond im Krebs einen Schwerpunkt auf Familie. Wenn wir uns unwohl und unsicher fühlen, können unsere Liebsten uns Trost spenden, besonders wenn wir versucht sind, uns zurückzuziehen oder ungesellig zu sein.

Manchmal macht uns außerdem der „Kalte Mond“ im Krebs misstrauisch und übersensibel. Worte oder Verhaltensweisen scheinen in diesen Tagen mehr Gewicht zu haben und können schneller treffen als sonst. Sei darum behutsam mit deinen Mitmenschen und hinterfrage dich auch selbst, wenn du dich angegriffen fühlst. Oft will dir dein Gegenüber eigentlich nichts Böses, auch wenn es bei dir so ankommt.

Vielleicht spürst du derzeit verstärkt den Drang, dich sowohl um dich selbst zu kümmern, als auch für andere Menschen zu sorgen. Betrachte dieses Spannungsfeld als liebenswerte Eigenschaften des Krebses, gemischt mit dem verstärkten Bewusstsein von Anfang und Ende, das zum Abschluss eines Jahres nun mal Thema ist. Was kommt als Nächstes? Haben wir zu Ende gebracht, was wir begonnen haben? Diese Kernfragen können uns empfindlich machen, besonders bei Vollmond.

Doch der Mond verschafft uns Zugang zu unserem Unterbewusstsein. Nutze diese Zeit der Verletzlichkeit, um wirklich zu hören, was dir deine Gefühle sagen wollen.

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