PsYoCo®

Du bist Yogalehrer*in und möchtest dein psychologisches Wissen erweitern und vertiefen? Du möchtest mehr über dich selbst herausfinden, über deine Glaubenssätze, Trigger, deine Form zu kommunizieren und zu unterrichten? Du möchtest Menschen auf ihrem Weg sicher und individuell begleiten?

Frühbucher bis 25. Februar 2024

1.949 EUR

Ab 25. Februar 2024

2.249 EUR

Dann ist PsYoCo® für dich die Möglichkeit, dein Wissen zu erweitern und psychologische Tools praktisch zu erleben.

Unsere Ausbildung legt den Schwerpunkt darauf, klassische wie auch neue Tools zu erleben und zu erlernen, um diese in der praktischen Arbeit mit den Yogaschülerinnen in Einzel- und Gruppensettings (nutzbar) einzusetzen.

Es werden Coachingtools aus unterschiedlichsten Bereichen des Coachings und der Psychologie erlernt, die so zu einer eklektischen (schulenübergreifenden) Sicht auf den Menschen beitragen. Ein wichtiger Punkt ist hierbei auch die Kommunikation und Selbstreflexion. Für dich als Yogalehrerin, als auch für deine Schülerinnen sind diese eine bereichernde zusätzliche Arbeitsform, um auf die Emotionen und Bedürfnisse des Einzelnen und der Gruppe noch besser eingehen zu können.

Im Verlauf dieser Ausbildung wirst du unter anderem verschiedene Tools aus den Bereichen der systemischen Beratung, der Transaktionsanalyse, des NLP, Schemacoaching und Fokaltherapie, EMDR, Schattenarbeit nach Jung, Entwicklungsquadrat nach Schulz von Thun, Rational-Emotive Verhaltenspsychologie, Bindungstheorie und Gestaltpsychologische Ansätze kennenlernen. Diese können dann individuell für jeden Klientin und/oder die Gruppe selektiert und eingesetzt werden, je nach Kontext und Ziel.

Diese Ansätze aus dem Bereich der Psychologie stellen eine sinnvolle und holistische Ergänzung zu den erlernten Ansätzen des Yoga dar. Sie schließen die Lücke, um gemeinsam mit den Interventionsmethoden der Psychologie noch besser Antworten auf die Fragen deiner Klientinnen in der heutigen Zeit anbieten zu können. Die Bereitschaft zur Selbsterfahrung wird vorausgesetzt, da das eigene Erleben der Interventionstechniken sinnvoll für eine gewinnbringende Umsetzung in die eigene Praxis ist.

Ziel ist es, den Yogaschülerinnen eine zusätzliche „hilfreiche Leistung“ aus dem Bereich der Psychologie anbieten zu können. Aber auch für dich als Yogalehrerin selbst, da du dir diese Interventionstechniken zur Selbsthilfe und Reflexion nutzbar machen kannst.

Wir leben und lehren Yoga und Coaching ohne Dogma! Wir möchten dich darin unterstützen, deinen individuellen Weg zu finden, wie du Psychologische Coachingtools und Yoga miteinander verbindest. Das kann ganz unterschiedlich sein, je nachdem wie du arbeiten möchtest. So ist diese Ausbildung eine individuelle Reise, in der im Anschluss deine ganz eigene Art und Weise zu unterrichten im Vordergrund steht.

Einsatzfelder können sein: Personal-Coaching im Einzelsetting wie auch in der Gruppe, für Erwachsene, Eltern und Kinder, Begleitung von Prozessen mit Coachingtools, Persönlichkeitsentwicklung und Beratung in Krisen und Umbrüchen, Hilfestellung bei Entscheidungsprozessen und Lebensumbrüchen, aber auch zur eigenen persönlichen Weiterentwicklung.

Voraussetzung: An dieser Ausbildung können alle Yogalehrerinnen und/oder Kinderyogalehrerinnen teilnehmen, die mindestens eine Ausbildungsdauer von 200h vorweisen können.

Die Ausbildung umfasst insgesamt 100h. Diese sind aufgeteilt in drei Wochenenden online-live Unterricht, sowie eine Phase des Selbststudiums. Die Ausbildung wird von uns beiden im Team geleitet, um ein hohes Maß an individuellem Lernen zu ermöglichen. Für die abschließende Zertifizierung erarbeitest du eine Falldokumentation im Einzel- oder Gruppensetting, die individuell in einem Einzelcoaching supervidiert wird. Zusätzlich profitieren alle Teilnehmenden von unterschiedlichen Fähig- und Fertigkeiten der Gruppe.

bis 05. Mai 2024 (WE 1) online-live
bis 16. Juni 2024 (WE 2) online-live
bis 15. September 2024 (WE 3) online-live

Freitags: 10:00 bis 18:00 Uhr
Samstags: 09:00 bis 18:00 Uhr
Sonntags: 09:00 bis 16:00 Uhr

Sandra & Michael
Walkenhorst

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Anusara Yoga: Style Guide

Mann Namaste drinnen Anusara Yoga
Foto von cottonbro von Pexels

Die Geschichte des Hatha Yoga ist voller Entwicklung und Innovation. Wie die Äste eines Baumes, haben sich viele neue Stile aus den älteren, klassischen Traditionen entwickelt. Anusara Yoga ist verwurzelt in einer tantrischen Linie, im ausrichtungsorientierten Hatha Yoga und moderner Biomechanik. Aber auch in der Gemeinschaft, die uns Halt und Tiefe in unserem spirituellen Fortschritt schenkt. Yogalehrerin Barbra Noh erklärt, was genau Anusara Yoga ist.

Ich hatte bereits sieben Jahre lang Yoga praktiziert, als ich Anusara Yoga entdeckte. Meine Home Practice war mir heilig und ich besuchte die Workshops verschiedenster Stilrichtungen. In jedem Stil fand ich Aspekte, die für mich sehr wertvoll waren. In den ersten Jahren meiner Praxis erfuhr ich eine starke Transformation sowohl auf persönlicher als auch auf gesundheitlicher Ebene. Nach einigen Jahren täglichen Übens „passierte“ bis auf Freude nicht mehr viel. Tatsächlich zog ich mir sogar Verletzungen zu und hatte chronische Schmerzen. Denn mein Körper war hyperflexibel geworden. Doch die strenge Disziplin und der Einfluss der klassischen Yoga-Philosophie schienen mich als Person eher strenger und weniger flexibel zu machen. Aufgrund meiner Hingabe für Yoga fragten mich einige Menschen, ob ich unterrichten wolle. Obwohl meine Yogaausbildung rudimentär war, bekam ich mehr und mehr Schüler*innen. Bald wurde mir klar, dass ich eine weitere Ausbildung benötigte. Nicht nur um mein eigenes Yoga zu vertiefen. Sondern auch besser helfen zu können.

Meine Suche führte mich zu Anusara. Und an dieser Stelle begann die zweite Stufe einer bedeutenden Transformation in meinem Yogaleben. Die Ausrichtungsprinzipien gaben mir die Stabilität und Integration, die mir bis dahin gefehlt hatten. Bestimmte Haltungen, die mir vorher nicht möglich waren, gelangen mir auf einmal mit Leichtigkeit. Meine üblichen „Wehwehchen“ verschwanden, als mein Körper in den Bereichen stärker wurde, in denen ich zuvor schwach gewesen war. Und in den Bereichen flexibler, in denen ich zuvor blockiert war. Ich hatte mir eine Verletzungen durch ein Adjustment zugezogen. Mit der Zeit und mit Beharrlichkeit war es möglich, diese Hüftverletzung zu heilen und das Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks zu vermeiden.

Der Wendepunkt in meinem Yogaweg

Die Tantra-Philosophie als neue spirituelle Basis veränderte mich als Person. Ich wurde zugänglicher, wärmer und empfindsamer war als zuvor. Ich begann mich mehr zu öffnen. Mich glücklich zu fühlen wurde weniger abhängig von äußeren Umständen. Es wurde zu einer bewusst gewählten Lebenshaltung. Anfangs benötigten die Ausrichtungsprinzipien in Verbindung mit dem tantrischen Gedankengut einige Anstrengung. Es ermutigte mich, dass ich nun besser fähig war, Schüler*innen zu helfen. Ich erlebte, dass diese Prinzipien es ermöglichen, leichter, tiefer und angenehmer in die Haltungen zu kommen. Wir alle machten Fortschritte! Insgesamt benötigte ich fünf Jahre, um meine Zertifizierung abzuschließen. Während dieser Zeit studierte ich die technische Seite des Unterrichtens. Außerdem gab es die Kula, das aktive Einbringen in die Gemeinschaft. Dadurch konnte ich meine „zwischenmenschlichen“ Fähigkeiten als Yogalehrerin entwickeln.

Anusara Yoga – wie alles begann

Die Methode begründete 1997 John Friend. Er war führender Iyengar-Yogalehrer, der Schüler von Gurumayi Chidvilasananda und jahrelanger Hatha-Yogalehrer im Siddha Yoga Ashram. Siddha Yoga von Swami Muktananda folgt der philosophischen Tradition des kaschmirischen Shivaismus. Daher wurde diese tantrische Philosophie die Basis von Anusara Yoga. Auch die jahrelange therapeutische Arbeit mit verletzten Schüler*innen führte schließlich zur Entwicklung einer Yogamethode. Diese unterschied sich so stark von allen anderen Yogastilen, dass sie nach einem eigenen Namen verlangte.

Anusara Yoga wurde ein Stil, der einerseits Komplexität und Tiefe besitzt. Andererseits ist er aber durch seine einzigartigen Prinzipien und seine logische Methodologie gut zugänglich. Das Wort „Anusara“ stammt aus einem Vers des tantrischen Textes Kularnava-Tantra. „Shaktipata-anusarena shishyonugraham arhati.“ „Indem er sich mit den Strom der göttlichen Shakti direkt ins Herz begibt, ist der wahre Schüler imstande, Gnade zu empfangen.“ Wörtlich bedeutet Anusara, im Fluss des Göttlichen zu sein, im Herzen zu verweilen und mit Gnade zu fließen. Die höchste Motivation besteht darin, sich nach dem Göttlichen auszurichten.

Barbra Noh über Anusara Yoga im „YogaWorld Podcast“

Hier gibt Barbra im Gespräch mit Susanne Mors einen Überblick über Anusara Yoga. Unter anderem beschreibt sie, worum es im Skandal um Anusara-Gründer John Friend ging, und äußert klar ihre Meinung zu den Vorfällen:

Es soll sich gut anfühlen!

Die folgende Beschreibung des Anusara-Systems mag zuerst wie schwierige technische Informationen wirken. Wenn man regelmäßig Anusara praktiziert, ändert sich das. Vielleicht taucht die Frage nach dem Sinn auf. Zusammenfassend kann man sagen, dass sie auf dem Weg zu Wohlgefühl und dem Erkennen seines inneren Glanzes dient. Die Asana-Praxis zusammen mit der Ausrichtung und der lebensbejahenden Philosophie führt zum Erleben unseres eigenen „Gut-Seins“. Wenn wir uns körperlich und emotional gut fühlen, erleben wir einen spirituellen Wandel und beginnen, uns auf neue Art für das Leben zu öffnen. Wir sind nicht nur im Einklang mit unserem Körper, sondern mit dem Leben selbst. Das ist die Erfahrung, die wir anstreben. Wie also können wir wissen, ob wir uns in der optimalen Ausrichtung befinden? Indem wir uns gut fühlen. Physisch, emotional und spirituell ausgeglichen, stabil und frei.

Die Methode: Attitude, Alignment, Action

Als Methode umfasst Anusara drei Hauptmerkmale: die non-dualistische, tantrische Philosophie, die biomechanischen Ausrichtungsprinzipien und die Kula (Gemeinschaft). Diese drei Aspekte werden kurz als die „3 A’s“ zusammengefasst: Attitude (Einstellung), Alignment (Ausrichtung), Action (Aktion). Dabei ist „Attitude“ als Kraft des Herzens hinter jeder Aktion oder jedem Ausdruck zu verstehen. Sowohl in der Asana als auch im Leben. Sie ist die tiefe Sehnsucht in uns, wieder zu unserer eigenen göttlichen Natur zu erwachen. Sie ist die Absicht, mit der wir uns mit dem Leben verbinden. Sie ist das „Warum“ unseres Daseins und unserer Yogapraxis.

Alignment“ ist die bewusste Wahrnehmung, dass und wie verschiedene Teile von uns verbunden sind. Dabei handelt es sich um das Wissen, auf harmonische und erfüllende Weise zu interagieren, zu reagieren und zu kreieren. Es ist das „Wie“ unserer Reise. „Action“ ist die natürliche Bewegung der Energie im Körper. Sie wirkt sowohl durch ihre Stabilität beruhigend als auch freudvoll durch ihre Freiheit. Dieser Moment, in dem wir uns vollkommen im Erleben befinden, wohin uns unsere höchsten Absichten führten. Er bedeutet wörtlich, „Attitude“ und „Alignment“ in Aktion zu bringen und spiegelt das „Was“ unseres Lebens wider. Unser Handeln, wie wir mit unseren Beziehungen und Einflüssen durch und mit anderen umgehen, ist unser Yoga im Leben. Die Gemeinschaft oder Kula bietet uns das Feld, in dem wir beobachten, inwieweit unser Yoga uns dient.

Das spontane und natürliche Ergebnis von „Attitude“, „Alignment“ und „Action“ ist die tatsächliche Erfüllung der Sehnsucht des Herzens. Unsere höchste Intention, die Ausdruck darin findet, wie wir uns selbst im größeren Fluss des Lebens bewegen können und in harmonischer Beziehung mit dem existieren, was ist. Alle diese Konzepte beziehen sich genauso auf die Praxis wie auf das Leben. Im Anusara wird die Asana-Praxis als Möglichkeit gesehen, die Ideale und Qualitäten, nach denen wir streben, zu verkörpern und anzuwenden.

Anusara-Stunden

Anusara-Stunden variieren bezüglich des Themas, der Asana-Wahl und des Levels der Schüler*innen. Es gibt keine festen Übungsreihen. Daher gestalten alle Lehrenden ihre Stunden selbst. Teilweise werden auch Hilfsmittel eingesetzt. Allerdings legt Anusara größeren Wert darauf, dass die Schüler*innen durch die Ausrichtungsprinzipien eine gute Ausrichtung finden. Jede Klasse beginnt, indem kurz das philosophische Herzthema der Stunde erläutert wird. Gefolgt von einer kurzen Meditationsphase und dem Singen der „Invocation“. Das Herzthema wird in die Praxis eingeflochten. Die Wahl der Asanas hängt vom Thema ab. So bleibt das philosophische Konzept nicht nur eine schöne Idee, sondern wird ein physisches Erlebnis.

Im Allgemeinen beinhalten die Klassen sowohl dynamische Bewegungen als auch angenehmes, intensives Verweilen in den Asanas. Das bedeutet die Balance zwischen Bewegungen und detaillierter Aufmerksamkeit. Eine Anusara-Klasse setzt die „3 A’s“ mit den folgenden Aspekten um: Die tantrische Weltsicht, die universellen Ausrichtungsprinzipien und der Gemeinschaftsgeist. Sie definiert sich nicht durch Sequenzen. Sondern durch die Art der Praxis und die Einstellung. Was die Praxis ausmacht, sind die Handlungen, die innerhalb der Form stattfinden. In Verbindung mit einer demütigen Haltung der Offenheit. Die Lehrer*innen führen ihre Schüler*innen auf eine Weise, die darauf abzielt, sich spirituell zu erheben und zugleich auf körperlicher Ebene zu heilen.

Die Prinzipien und die Methode dient dem*der Schüler*in dazu, den eigenen Wert zu erkennen. Die Bewusstseinserweiterung, die zur Glückseligkeit führt, wird als oberste Motivation für die Praxis verstanden. Was wir wirklich wollen, ist, uns selbst kennen zu lernen. Wir wollen erkennen, wer wir in unserer wahren Essenz sind. Enthüllt von den Schleiern des Zweifels und der Wertlosigkeit. Dieses Wissen offenbart unsere glückselige Natur und erlaubt uns, uns selbst daraus kreativ zu zeigen.

Im Anusara werden in jeder Haltung die universellen Ausrichtungsprinzipien umgesetzt. Diese sind therapeutisch und bilden die Basis der Anusara-Yogatherapie. Zudem verkörpern sie die „3 A’s“ im Rahmen der Yogapraxis.

Die universellen Ausrichtungsprinzipien (UPA)

  • Erstes Prinzip – „Open to Grace“ (Offen sein für den „Fluss der Gnade“)
    Das erste Prinzip ist eine bewusste Ausrichtung unserer Absicht. Offen und im Fluss zu sein mit dem Höchsten (Grace). Diese Einstellung umfasst Hingabe. Die Bereitschaft, immer offen für das Lebens zu sein. Auf physischer Ebene zeigt es sich darin, dass wir in jeder Haltung ein optimales Fundament schaffen. Und zwar mit derselben Achtsamkeit, wie wir unsere Ausrichtung für die Praxis setzen. Weiter wird durch den Atem eine angenehme Dehnung der Körperseiten geschaffen. Dadurch „leuchtet“ der*die Schüler*in von innen.
  • Muskuläre Energie: Dieser Begriff beschreibt das Fokussieren der Energie von der Peripherie zur Körpermitte hin. Die Haut und die Muskeln schmiegen sich näher an die Knochen. Es findet ein subtiler Energiefluss von den äußeren Körperteilen (Füße, Hände, Kopf) zum Zentrum statt. Dies führt zu Stabilität, Kraft und Integration innerhalb der Asana. Zudem wird die Körperwahrnehmung gesteigert, wodurch eine ganzheitliche Körper-Geist-Erfahrung entsteht.

Spiraldynamik im Fokus

  • Innere/ausdehnende Spirale
    Diese Aktion beginnt an der inneren, vorderen Kante der Füße und bewegt sich an den Beinen entlang nach oben bis zum Becken. Die sich ausdehnende Energiespirale endet weit oben auf der Rückseite der Taille. Dieses Prinzip rotiert die Beine nach innen, bewegt die oberen Ansätze der Oberschenkel nach hinten und außen. Dadurch weitet sich das Becken zwischen den Sitzknochen. Die innere Spirale verfeinert die Ausrichtung des Oberschenkelknochens in der Hüftpfanne, sorgt für mehr Flexibilität in Hüften und Becken und hilft außerdem bei der Verstärkung der natürlichen Innenwölbung des unteren Rückens. Die innere Spirale der Arme dreht die Unterarme aus einer anatomisch neutralen Stellung nach innen, um die Handgelenke und Schultern auszurichten.
  • Äußere/zusammenziehende Spirale
    Dieses Prinzip arbeitet zusammen mit und der inneren Spirale entgegen. Die äußere Spirale ist die zusammenziehende Kraft. Deren Wirkung geht von der Rückseite der Taille aus, über das Steißbein bis in die Beine und Füße. Sie stabilisiert das Becken und bewegt das Steißbein in den durch die innere Spirale gebildeten Raum. Dadurch verlängert sie die Kurve in der Lendenwirbelsäule. Die Oberschenkel rotieren leicht nach außen. Diese kontrahierende Spirale endet an den Füßen mit Ziehen der Fersen zueinander. Dadurch wird die Haltung stabiler. Die ausgeglichene, gemeinsame Aktion der inneren und äußeren Spirale resultiert in einer Spannung im Becken. Für das Gleichgewicht der beiden Spiralen ist die Aktionen der inneren zu halten, während man die äußere hinzunimmt. Bei den Armen dreht die äußere Spirale die Oberarme nach außen und voneinander weg. Deswegen verstärkt sie die herzöffnende Qualität der Anusara-Yogapraxis.

Fokuspunkte und Energie-Loops

  • Organische Energie
    Der Begriff „organisch“ bezeichnet einen natürlichen und subtilen Energiefluss, der aus der Mitte des Körpers entspringt und sich entlang der Kernlinien des Körpers in die Peripherie bewegt. Als Gegenkraft zur muskulären Energie verlängert, erweitert und vergrößert sie die Ausdehnung und Flexibilität. Dadurch entsteht das Gefühl von freudiger Freiheit in den Haltungen. Die organische Energie entspringt zuerst am Fokuspunkt und bewegt sich dann nach unten zur Basis der Haltung. Dieses Verwurzeln über die Basis fördert zugleich die natürliche, nach oben strebende Ausdehnung aller Körperbereiche oberhalb des Fokuspunktes. Die organische Energie verleiht der Praxis ein angenehmes Gefühl einer sich ausdehnenden Leichtigkeit. In jeder Asana gibt es einen aktiven von insgesamt drei Fokuspunkten. Im Zentrum des Beckens, am tiefsten Punkt des Herzens und am oberen Gaumen. Der aktive Fokuspunkt ist jeweils der, der am meisten Gewicht trägt. Zum Beispiel liegt in allen Stehhaltungen der Fokuspunkt im Becken, im Handstand im Herzen und im Kopfstand im oberen Gaumen.

Anusara Yoga: Die Loops

Als sich Anusara Yoga entwickelte, wurden verfeinernde Elemente in das System integriert. Die „Loops“ bezeichnen kreisförmige Bewegungen, die energetisch im Körper stattfinden. Insgesamt gibt es sieben Loops. Die „Loops“ finden in der Praxis erst nach den fünf Hauptprinzipien (UPA) Anwendung und sind als Feinabstimmungen zu verstehen, die die Ausrichtung noch spezifischer optimieren.

Wie man die Methode erlernen kann

Für Anusara-Stunden in deiner Nähe, geh auf die Anusara-Website. Intensiver kann man Workshops und Masterclasses oder sogar die 108-stündige Immersions-Serie besuchen. Als Yogalehrer-Ausbildung werden 100-stündige Trainings angeboten, die man nach den Immersions beginnt. Erst im Anschluss folgt das erste Level der Anusara-Lehrer-Zertifizierung. Diese verleiht den Lehrenden den Titel „Anusara-Inspired“. Sowohl die Zertifizierung ist an ein Mentor-System gebunden, das Stundenbeurteilungen und Feedback-Sessions beinhaltet. Wie lange der gesamte Prozess dauert, ist individuell.

Lebensbejahende tantrische Philosophie

Anusara Yoga liegt eine klar definierte, non-dualistische, tantrische Weltsicht zugrunde, die das Leben im Kern als gut ansieht. „Non-dualistisch“ bezieht sich auf die dem Tantra vorausgehenden und gegensätzlichen Philosophien, welche die manifeste und die spirituelle Welt als komplett voneinander getrennt betrachten. Tantra dagegen ist die Sicht, dass es keine zwei getrennten Wirklichkeiten gibt, sondern nur eine einzige Energie, die die gesamte Existenz durchdringt. Sowohl im Absoluten als auch im Relativen. Das Wort „Tantra“ bezeichnet ein Werkzeug, Instrument oder eine Technik zur Ausdehnung. Als Begriff umfasst es eine breite Vielfalt von Schulen, die die Idee teilen, dass alles Bewusstsein ist. Der Zweig des Tantra, der kaschmirische Shivaismus, prägte Anusara. Das höchste Bewusstsein beinhaltet absolute Freiheit, Fülle und Kreativität. Dieses entschied sich aber für die Begrenzung des irdischen Daseins, um sich selbst in wiederzuerkennen. Daher sind Bewusstsein und Glückseligkeit (Chit-Ananda) die Essenz aller Dinge.

Anusara basiert also auf dem Konzept des intrinsisch Guten. Es lehrt, für alles offen zu sein. Auch wir finden uns in dem Spiel aus Verschleierung und Enthüllung, in dem wir unsere wahre Natur vergessen haben, um irgendwann die glückselige Erfahrung zu machen, die freudvolle Essenz unseres Seins wiederzufinden. Das höchste Ziel von Anusara Yoga ist, dass die Schüler*innen ihre eigene wahre Natur als bewusste Wesen der Glückseligkeit erkennen. Indem es ihnen eine Technik oder ein Werkzeug bietet, ihrem göttlichen Wesenskern näher zukommen. Im Anusara Yoga werden die Asanas als kreative Ausdrucksformen des Herzens betrachtet. Formen, die uns dabei helfen, unsere Fähigkeiten und die Sensibilität zu entwickeln, um uns nach unserer göttlichen Natur auszurichten. John Friend hat die Ausrichtungsprinzipien nicht erfunden, aber er besaß die Fähigkeit, eben die Muster im Körper zu erkennen, die größere, universelle und kosmische Muster widerspiegeln.

Kula – Gemeinschaft des Herzens

„Kula“ oder die „Gemeinschaft des Herzens“ ist Teil der Art, wie wir unser Yoga in die Welt bringen. In Beziehungen stoßen wir auf die Herausforderungen, die unser persönliches Wachstum fördern. Es sind die Menschen, mit denen wir in Beziehungen sind, mit denen wir die Schönheit des Lebens teilen. Die Kula erinnert uns daran, dass wir mit unseren Schmerzen, Freuden, Fragen und Antworten nicht alleine sind. Tatsächlich ist die Gemeinschaft das Feld, auf dem wir die gewonnenen Einsichten in unser Leben einbringen. So sehen wir die eigene Veränderung. Dort erhalten wir Unterstützung, wenn wir sie brauchen. Und stehen andersherum denjenigen zur Seite, mit denen wir uns verbunden fühlen.

Durch die Verbundenheit und die Interaktion verstehen wir unseren eigenen Wert und wie wir in das große Gesamtbild passen, auf tieferer Ebene. „Tantra“ beschreibt ein Werkzeug oder einen Webstuhl. Das höchste Bewusstsein ist in sämtliche Formen des Lebens eingewebt. Das Eine wurde zu den Vielen. Wir können uns selbst als die Fäden verstehen, die alle zusammen einen wunderschönen, bunten Teppich voller Harmonie und Einheit formen.


Barbra Noh

ist zertifizierte Anusara-Yogalehrerin, unterrichtet seit dem Jahr 2000 und entdeckte 2006 Anusara für sich. Ursprünglich kommt sie aus Australien, lebt jedoch in München und leitet dort bei Airyoga das Lehrer-Ausbildungsprogramm. Im Schloss Elmau in den bayerischen Alpen bietet sie Retreats an und unterrichtet weltweit Workshops und Ausbildungen.

Alignment Check mit Timo Wahl: Kriegerstellung – neue Perspektiven!

Wir haben sie alle schon gehört: die Anweisung, im ersten Krieger (oder auch: Helden) den hinteren Fuß auszudrehen, die Ferse aufzusetzen, das Becken parallel zum vorderen Mattenrand auszurichten und den Oberkörper aufzurichten. Funktioniert das wirklich? Ja, aber nicht für alle.

Text & Foto: Timo Wahl

In diesem Artikel möchte ich die gängige Vorstellung von Virabhadrasana I unter die Lupe nehmen und nach möglichen alternativen Herangehensweisen suchen. Was steckt dahinter? Die Kriegerstellung ist eine wichtige Übung zur Kräftigung der Beine. Dabei werden beim vorderen Bein sowohl die Streckermuskeln an der Vorderseite als auch die Beuger und das Gesäß an der Rückseite angesprochen. Aber auch das hintere Bein spielt eine wichtige Rolle. Hier werden die vorderen Muskelzüge, bestehend aus dem Hüftbeuger und den vier Schenkelstreckern, exzentrisch beansprucht. Das bedeutet, diese Muskeln müssen aktiviert werden, um das hintere Bein zu stabilisieren, während sie sich zugleich dehnen müssen. Genau diese exzentrische Beanspruchung ermöglicht es uns später, das Becken leichter gegen den Widerstand der vorderen Beinmuskulatur in Rückbeugen zu bewegen. Diese spezifische Kräftigung beider Beine ist also eine der wichtigsten Wirkungen der Asana.

Die Problematik

Wenn uns gesagt wird, dass in Virabhadrasana I der hintere Fuß vollständigen Bodenkontakt haben soll, entsteht zwar ein sicherer und stabiler Stand, aber gleichzeitig muss das hintere Bein gestreckt bleiben, um die Ferse an den Boden zu bringen: Der hintere Fuß fixiert also die Position des Unterschenkels, da das Sprunggelenk nicht drehen kann. So weit, so gut. Wenn wir nun versuchen, die zweite klassische Anweisung umzusetzen und das Becken parallel nach vorne zu drehen, wird der Hüftbeuger des hinteren Beins gedehnt. Dies geschieht durch die zunehmende Rotation des Oberschenkels in der Hüfte und die sich verändernden Winkel zwischen dem hinteren Bein und dem Becken. Für die meisten Menschen ist diese Dehnung allerdings zu stark. Die Bewegung stoppt, noch bevor das Becken annähernd nach vorne zeigt.

Typische Ausweichmanöver

Um dies zu korrigieren, könnte der Schritt stark verkürzt und gleichzeitig verbreitert werden, was jedoch zu einer Abschwächung der Wirkung führen würde. Die häufigste Reaktion besteht jedoch darin, das hintere Bein zu beugen, um die Dehnung zu verringern. Dadurch entsteht eine Beugung im Knie, gefolgt von einer Innenrotation des Oberschenkels gegenüber dem Unterschenkel. Das Ergebnis: Belastung am Innenmeniskus! Eine andere Ausweichreaktion, nämlich das Kippen des Beckens nach vorn führt ins extreme Hohlkreuz und dies führt wiederum zu Belastungen im unteren Rücken.

Wie kann eine sinnvolle Alternative aussehen?

Eine Möglichkeit besteht darin, den Krieger mit einer Ausfallschritt-Position der Beine zu kombinieren. Die Ferse des hinteren Beins bleibt dabei angehoben. Wenn das Bein gebeugt wird, kann der Winkel so gewählt werden, dass eine maximale exzentrische Dehnung erreicht und gleichzeitig eine optimale Ausrichtung des Beckens erzielt wird. Der Trick dabei ist einfach: Beuge das hintere Bein so weit wie nötig und strecke es so weit wie möglich!

Fazit:

Diese Variation ermöglicht eine effektive Aktivierung der relevanten Muskulatur, ohne dabei unnötige Belastungen oder Kompromisse in Kauf nehmen zu müssen. Sie eröffnet eine neue Perspektive auf die Kriegerstellung und lädt dazu ein, den eigenen Körper bewusster zu spüren und Positionen bedarfsorientierter anzupassen. Bleibe also offen für alternative Ansätze und finde heraus, welche Variationen am besten zu dir passen. Probiere es aus und genieße die Erforschung deiner persönlichen „Heldenreise“!


Kurse, Retreats, Ausbildungen und den Podcast von TIMO WAHL findest du unter: www.timowahl.de


Im letzten Teil von Timos Kolumne ging es um Drehungen. Du findest den Artikel hier:

Yogi-Horoskop: Das Marsjahr geht noch bis 20. März

Aus astrologischer Sicht befinden wir uns seit dem Frühlingsanfang 2023 im Marsjahr, das erst am 20. März vom Sonnenjahr 2024 abgelöst wird. Also noch knapp zwei Monate haben wir den kämpferischen Mars an unserer Seite. Mit der Sonne kommt danach quasi das Licht am Ende des Tunnels und ein mächtiger Himmelskörper, der uns Kraft schenkt und uns bei der vollen Entfaltung unserer Persönlichkeit unterstützt. Lies das komplette Yogi-Jahreshoroskop für das Sonnenjahr 2024 im aktuellen YOGAWORLD JOURNAL 01/2024!

Text: Carmen Schnitzer / Illustrationen: Vanessa Schöne / Titelbild: Renphoto, Getty Images Signature via Canva

Das war/ist das Marsjahr 2023

Dass die Welt sich in einer gewaltigen Umbruchphase befindet, war in den letzten Jahren wohl für alle spürbar. Mit dem kämpferischen Mars an der Seite folgt nun die Neuordnung nach dem Sturm: Der Wandel hat begonnen und wir sind mittendrin. Der rote Planet, der für Action, Leidenschaft und Pioniergeist steht, ist derjenige, der im Frühjahr 2023 das Regiment übernommen hat.

Jetzt heißt es Farbe bekennen – uns selbst und auch anderen gegenüber. Wer sich gerne irgendwie durchlaviert und Konflikte scheut, wird es nicht leicht haben; es gilt nun, den Wandel zu begrüßen, ohne dabei die eigenen Werte zu vergessen. Für sie einzustehen ist jetzt ganz besonders wichtig. Menschen, die offen für Neues sind, können aus dem Marsjahr viel Kraft ziehen und dürfen sich über positive Entwicklungen und spannende Impulse freuen. In den Schoß fällt uns dabei wenig, doch das aktive Mitgestalten unseres Lebens und der Welt, die uns umgibt, kann uns letztlich mit tieferer Befriedigung erfüllen, als es „Zufallsglück“ täte.

Und keine Sorge: Der impulsive Mars wird auch die Schüchternen unter uns mit dem nötigen Selbstvertrauen und der nötigen Power versorgen, um einerseits die Scherben der Vergangenheit zusammenzukehren und andererseits auf dem frei gewordenen Grund Neues zu schaffen. Doch Vorsicht, nicht übermütig werden! Der Selbstbewusstseins-Schub, den wir durch Mars bekommen, darf nicht in stumpfen Egoismus ausarten, diese Gefahr besteht leider ein wenig. Als Yogi*nis haben wir für solche Fälle aber die passenden Werkzeuge zur Hand: Erst mal tief durchatmen, bevor wir lospoltern – und uns auf die Balance aus Geben und Nehmen, Ruhen und Handeln konzentrieren.

Marsjahr 2023/24 Widder (21.3.-20.4.)

Dass Menschen dich für deine Energie bewundern, ist nicht unbedingt neu. In diesem Jahr allerdings, das ganz im Zeichen „deines“ Planeten steht, benutzt du sie mitunter für ganz andere Dinge als gewohnt – und bist darüber mindestens so überrascht wie dein Umfeld. Nachdem du dich mit deinem „neuen Ich“ angefreundet hast (keine Sorge, so lange dauert das nicht!), kann dich nichts mehr stoppen – das wird dein Jahr, deine Zeit!

LEBENSTHEMA 2023: Transformation! 2023 erfindest du dich neu und machst dadurch aufregende Erfahrungen, die dich dein Leben neu überdenken lassen.

Marsjahr 2023/24 Stier (21.4.-21.5.)

Als jemand, der es gerne gemütlich angeht, könnte dich in diesem Jahr manches überrollen und dir Sorgen bereiten. Doch gerade deine besonnene Art kann in Zeiten wie diesen besonders wertvoll sein! Konkrete Pläne helfen dir, den Überblick zu bewahren und deine Ziele und Träume nicht aus den Augen zu verlieren. Mehr noch: Jetzt bekommst du den nötigen Rückenwind, um sie zu verwirklichen – trau dich!

LEBENSTHEMA 2023: Erfüllung! Wenn du es geschickt anstellst, kannst du schon bald die Früchte deiner Anstrengungen ernten.

Marsjahr 2023/24 Zwillinge (22.5.-21.6.)

Ahnst du es? Richtig: Wie so oft kommst du auch 2023 nicht um die ein oder andere emotionale Achterbahnfahrt herum. Ja, das ist anstrengend, andererseits bist du durch die schnellen Perspektivenwechsel auch gut trainiert, wenn es darum geht, dich auf Neues einzulassen. Wenn du lernst, deine Impulsivität ein wenig im Zaum zu halten, wirst du merken, wie viele Menschen hinter dir stehen und bereit sind, mit dir für deine Visionen zu kämpfen.

LEBENSTHEMA 2023: Kommunikation! In diesem Jahr gilt es, besonders achtsam mit deinen Mitmenschen in Verbindung zu treten und voneinander zu lernen.

Marsjahr 2023/24 Krebs (22.6.-22.7.)

Raus aus dem schützenden Panzer! Nein, der risikofreudigste Mensch bist du nicht, und das ist auch völlig okay so. Doch in diesem Jahr solltest du dir erlauben, sichere Bahnen auch mal zu verlassen und dich so zu zeigen, wie du bist – auch auf die Gefahr hin, mit deinen Vorstellungen anzuecken. Gegenwind bedeutet nämlich nicht, dass deine Visionen nicht umsetzbar sind! Vielleicht gilt es, nur ein bisschen die Richtung anzupassen …

LEBENSTHEMA 2023: Mut! Trau dich, zu deinen Wünschen und Träumen zu stehen und für deine Ideen zu kämpfen – du kannst nur gewinnen!

Marsjahr 2023/24 Löwe (23.7.-23.8.)

Nanu, Selbstzweifel beim stolzen Löwen? So kennen wir dich ja gar nicht – und du dich selbst eigentlich auch nicht. Doch in diesem Jahr ist eben manches anders. Bewunderung wird dir weniger wichtig, stattdessen sehnst du dich nach tieferen Erfahrungen und Verbindungen. Die Chancen stehen gut, dass du sie finden wirst! Vorausgesetzt, du hast den Mut, dich auch deinen Schatten zu stellen und sie liebevoll in dein Ich zu integrieren.

LEBENSTHEMA 2023: Selbstreflexion! Lebst du das Leben, das du wirklich führen möchtest? Falls nein, ist jetzt eine gute Zeit, daran etwas zu ändern.

Marsjahr 2023/24 Jungfrau (24.8.-23.9)

Dir öffnen sich im neuen Jahr mehr Türen, als du zu träumen gewagt hättest. Und weil das so überraschend kommt, melden sich natürlich prompt Zweifel: Sollst du wirklich? Dich ins Ungewisse stürzen ist eigentlich nicht dein Ding. Musst du auch nicht. Betrachte deine Möglichkeiten und entscheide dich dann für den Weg, bei dem dein Herz am lautesten jubelt. Richtig gelesen: dein Herz, nicht dein Verstand! Der hat ohnehin alles im Blick.

LEBENSTHEMA 2023: Intuition! Dein wacher Geist hat dich im Leben weit gebracht, darf aber auch mal ausruhen. Lass dich dorthin treiben, wo es sich gut anfühlt.

Marsjahr 2023/24 Waage (24.9.-23.10.)

Im Grunde ist 2023 für dich ein ziemlich vielversprechendes Jahr, du hast die Energie, deine Projekte zu verwirklichen und kommst bei deinen Mitmenschen gut an. Jetzt kommt das Aber: Um wirklich so durchzustarten, wie du es dir erhoffst, musst du dich trauen, auch mal auf den Tisch zu hauen und Konflikte auszuhalten. Keine Sorge, das macht weniger kaputt, als du befürchtest, im Gegenteil! Er bringt dich erst recht voran!

LEBENSTHEMA 2023: Durchsetzungskraft! Du musst es nicht allen recht machen, um geliebt und anerkannt zu werden.

Marsjahr 2023/24 Skorpion (24.10.-22.11.)

Du stehst in den Startlöchern und spürst bereits das Kribbeln im Bauch: 2023 wird ein Jahr voller Abenteuer – wobei sich die nicht immer im Außen spiegeln müssen. Auch in deinem Inneren tut sich jetzt viel, und du bist mehr als bereit für neue Erfahrungen. Und wenn sie dich mal überrollen? Stehst du auf und machst weiter. Solange du deine Mitmenschen liebevoll in deinen Weg mit einbeziehst, kann dich nichts mehr aufhalten. Bahn frei!

LEBENSTHEMA 2023: Offenheit! Wenn du mit wachen Augen durch die Welt gehst, wird dir in diesem Jahr immer deutlicher klar werden, wohin du gehörst.

Marsjahr 2023/24 Schütze (23.11.-21.12.)

Im egogeprägten Marsjahr braucht es Menschen wie dich, denen es mit ihrer positiven Ausstrahlung gelingt, in Gruppen für Harmonie zu sorgen und gleichzeitig die Stärken eines jeden Einzelnen zu nutzen und wertzuschätzen. Du wirst häufig um Rat gefragt und ziehst daraus auch ein gutes Maß an Erfüllung, solltest aber darauf achten, mit deinen Energien zu haushalten und dir regelmäßige Auszeiten zu gönnen.

LEBENSTHEMA 2023: Führung! Du hast den nötigen Weitblick und die nötige Gelassenheit, um Dinge voranzubringen – und andere Menschen für deine Ideale zu begeistern!

Marsjahr 2023/24 Steinbock (22.12.-20.1.)

Kampfgeist, das heimliche „Motto“ dieses Jahres, ist dir nicht fremd. Das kommt dir zugute, wenn es nun gilt, anstehende Probleme anzugehen. Auch in hitzigen Phasen bewahrst du einen kühlen Kopf und wirst so zum ruhenden Fels in der Brandung für viele, die sich von den Veränderungen der Zeit überfordert sehen. Und, Überraschung, die Leidenschaft, die du dabei trotz aller Umsicht an den Tag legst, hätten dir viele gar nicht zugetraut!

LEBENSTHEMA 2023: Lebenslust! In diesem Jahr entdeckst du, wie viel Spaß es machen kann, auch mal ein wenig die Kontrolle abzugeben.

Marsjahr 2023/24 Wassermann (21.1.-19.2.)

Toleranz und Weltoffenheit sind Eigenschaften, die in diesem Jahr gefragter und wichtiger sind denn je. Da du sie als Wassermann bereits gut verinnerlicht hast und auch über ein gesundes Maß an Neugier verfügst, dürftest du mit der „neuen Welt“, die gerade entsteht, alles in allem gut zurechtkommen – zumal sich vieles genau so fügt, wie du es dir schon lange erträumt hattest! Den letzten Schritt musst du dann allerdings selbst gehen.

LEBENSTHEMA 2023: Bindung! Als freiheitsliebender Mensch hältst du dir gerne mal ein Türchen offen. Das ist okay – solange es nicht aus Angst geschieht. Schau genau hin!

Marsjahr 2023/24 Fische (20.2.-20.3.)

Als eher träumerisches Sternzeichen ist dieses Jahr nicht das gemütlichste für dich – jetzt sind Taten und handfeste Entscheidungen gefragt! Doch sei gewiss: Wenn du dir einen Schubser gibst und dich aus der Komfortzone bewegst, wirst du dafür schneller belohnt, als du gedacht hättest, und dich mit deinem neuen, aktiven Selbst wohler fühlen als vermutet. Ist es nicht wunderbar, wenn aus Träumen plötzlich Wirklichkeiten werden?

LEBENSTHEMA 2023: Tatendrang! Wenn du die Dinge anpackst, die du schon lange im Hinterkopf hattest, kannst du jede Menge erreichen.


Das Jahreshoroskop für das Sonnenjahr 2024 findest du im YOGAWORLD JOURNAL 01/2024. Darüber hinaus gibt es darin unter dem Titelthema „Unterwegs in die Zukunft“ viele Impulse zum Stichwort „Transformation“. Hier gibt’s das Heft im Online-Shop:

https://yogaworld.de/produkt/yogaworld-journal-nr-91-01-24-print-ausgabe-kopie/

#88 Yoga als Beruf: Erfolgreich starten und wachsen in der Yogabranche – mit Antonia Reinhard

Passende Nische und eigene Praxis: So wird deine Yogaliebe ein Business-Erfolg

Der Weg zum Yogaberuf beginnt oft mit einer persönlichen Reise der Selbsterforschung und Transformation. Yogalehrende teilen in der Regel nicht nur physische Übungen, sondern auch die Philosophie und den Lebensstil des Yoga. Die Entscheidung, diese Lehren dann letztendlich zu einem Beruf zu machen, ist oft geprägt von tiefgreifenden persönlichen Erfahrungen und dem Wunsch, anderen zu helfen, ein Gleichgewicht zwischen Körper und Geist zu finden. 

Der Beruf der Yogalehrer*in bedeutet aber natürlich nicht nur das Unterrichten von Asanas und Meditation. Es erfordert auch unternehmerisches Geschick, um erfolgreich zu sein. Von der Vermarktung eigener Kurse bis zur Pflege einer starken Online-Präsenz – Yogalehrende müssen nicht nur fit in der Yogaphilosophie, sondern auch geschickte Unternehmer*innen sein, die sich den Herausforderungen des modernen Marktes stellen müssen. An der Seite von Gastgeberin Susanne Mors ist Expertin Antonia Reinhard, die Yogalehrerinnen genau dabei unterstützt. Die Mentorin für Yoga-Business-Aufbau versorgt dich in dieser Folge „YogaWorld Podcast“ mit praktischen Tipps und spannenden Aspekten zum Thema Yoga als Beruf.

Der Sponsor der heutigen Folge ist der BDYoga (www.yoga.de). Auf unserer Instagramseite @yogaworld108, unter dem Reel zur Folge, kannst du Tickets für den Kongress „Yoga bewegt – Mit Yoga bewegen“ vom 20. bis 22. September 2024 in Hohenroda gewinnen.

INEA YOGA School Corfu: Yoga auf Griechenlands magischer Insel

INEA Yoga School Corfu

Die Yogalehrer Athina und Cedric haben sich in Indien kennengelernt und später als Paar die INEA YOGA School Corfu eröffnet. Ihre Schüler*innen sollen sich täglich neu erfahren und im Jetzt wahrnehmen. Wir haben Cedric zum Interview getroffen – und festgestellt, dass Corfu unser neuer magischer Sehnsuchtsort ist. //anzeige

Lieber Cedric, beginnen wir ganz am Anfang: Was hat dich zum Yoga gebracht?

Ich habe lange Jahre Kampfsport gemacht, Brazilian Jiu-Jitsu, Capoeira, Kickboxen. Dabei geht es meist ums gewinnen, besser zu sein, darum sich zu vergleichen und die Signale des Körpers über seine Grenzen zu drücken – genauso wie es sich in unserer schnellen und erfolgsorientierten Gesellschaft widerspiegelt. Als ich dann plötzlich beim Yoga auf der Matte stand, erfuhr ich zum ersten Mal wie es war, einfach nur zu sein und zu atmen. Ganz ohne groß etwas erreichen zu wollen. Ganz ohne mich zu messen oder zu vergleichen und ohne das mich jemand bewertete. Das war für mich eine neue Art das Leben zu sehen und es ist bis heute meine Einstellung auf der Matte und als Lehrer – und das Schönste an meiner eigenen Praxis. Die Entdeckungsreise nach innen und das Erleben des eigenen Seins, einfach so wie es ist.

Diese Entdeckungsreise hat dich gemeinsam mit deiner Partnerin Athina bis nach Corfu geführt.

Ja, das war wirklich eine Reise! Athina und ich haben uns bilderbuchmäßig auf unserer ersten Yogaausbildung in Indien kennengelernt. Nach einer längeren Meditation in der Ausbildung, stand Athina auf und, da ihr Fuß eingeschlafen war, hat sie sich diesen verstaucht und musste erstmal 2 Wochen Asana-Praxis pausieren. Da ich neben ihr saß, war ich dann die physische und mentale „Stütze“ und dadurch haben wir viele schöne Gespräche gehabt und uns kennengelernt. Ein Jahr später sind wir dann ein Yoga-Pärchen geworden und wiederum ein Jahr später nach Corfu gezogen. 

Und warum die Yoga-Schule auf Corfu gegründet? Hat der Ort eine besondere Bedeutung für euch?

Athina ist Griechin und kommt aus Corfu, ihre Eltern haben hier vor 30 Jahren ein Apartmenthaus mit 15 Räumen selbst aufgebaut. Von unseren Schüler*innen hören wir oft, dass hier eine ruhige, dennoch kraftvolle Energie in der Luft liegt. Viele Gäste erzählen uns, dass sie bei uns so sehr zu sich kommen und nutzen Worte wie „Heilung“, „Balance“ oder „Oase“.

  • Athina von INEA Yoga Corfu
  • INEA Yoga Corfu

Woran denkst du liegt das?

Genau kann ich das auch nicht sagen. Vielleicht an der salzigen Luft, dem Meer, den immer grünen Olivenbäumen oder am Yoga, wer weiß? Ist aber auch nicht wichtig. Wir haben das Apartmenthaus zu unserer Yoga-Schule umgebaut und in Handarbeit Jahr für Jahr den einstigen Parkplatz und die Garage in Yoga-Shalas und einen blühenden Garten verwandelt.

Klingt nach viel Arbeit aber auch nach einem wahr gewordenen Traum … 

Hier zu leben und Yoga zu unterrichten …Das fühlst sich für mich so an, als wäre ich endlich Zuhause angekommen, obwohl ich fern meiner Heimat bin! Abgesehen davon scheint von Mai bis Oktober fast durchgehend die Sonne bei 20 bis 30 Grad – das lässt sich auch ganz gut aushalten.

INEA bedeutet auf griechisch „Das Neue“. Wie spiegelt sich das in eurer Yoga-Schule wider?

Yoga wurde seit jeher im Kontext der aktuellen Zeit der Praktizierenden interpretiert. Je nachdem welche Umstände in der Gesellschaft herrschten oder welche philosophischen Themen präsent waren, haben die Yogi*nis diese aufgenommen und ihre Praxis weiter entwickelt. Yoga war nie starr. Tradition ist ein sehr wichtiger Part, sie zeigt uns was bisher am Besten funktionierte und lehrt das Erfahrungswissen der Ahnen. Nun gilt es diese alten, bewährten Techniken im heutigen Umfeld zu erfahren und selbst ins Jetzt zu finden. Denn das ist immer neu und einzigartig. Das wollen wir mit INEA YOGA School Corfu auch weitergeben: sich selbst täglich „neu“ zu erfahren und sich durch die Techniken des Yoga im Jetzt wahrzunehmen.

War diese Ausrichtung von Anfang an klar für euch?

Athina und ich haben sehr intuitiv und aus dem Herzen unsere Ideen niedergeschrieben und kleine Zeichnungen von dem gemacht, was wir im Leben wirklich wollen und was uns erfüllt. Die Worte und Zeichnungen fügten sich zusammen und eine Yoga-Schule auf Corfu war der gemeinsame Nenner. Das ursprüngliche Leben hier auf Corfu birgt natürlich auch täglich Herausforderungen, doch bisher fühlt es richtig an.

Dann scheint es euer Dharma zu sein.

Ja sieht so aus. Ich persönlich glaube es ist Zeit, das wir mutig werden und die Dinge einfach machen, die wir tief im Inneren fühlen. Im Yoga würden wir sagen, dass wir unser Sankalpa, unseren Herzenswunsch leben, auch wenn rationale Argumente manchmal dagegen sprechen. Aber mit allen Höhen und Tiefen: Es lohnt sich!

Ihr unterrichtet beide Yoga: Was wollt ihr euren Schüler*innen mit auf den Weg geben?

Wir legen großen Wert darauf, einen sicheren Raum zu schaffen, in dem unsere Schüler sich öffnen und hingeben können. Das ist die Grundbedingung sich auf die fantastische Reise nach Innen zu begeben und tief ins Yoga einzutauchen. Wir glauben, dass jeder Mensch in seiner Einzigartigkeit wundervoll und schön ist. Das bedeutet auch, sich in Yoga Posen zu fühlen, den Atem groß werden zu lassen und dieser eigenen Schönheit Ausdruck zu verleihen. Yoga gibt uns viele Übungen, Techniken und Ideen an die Hand, die wir aus tiefstem Herzen weitergeben, um viel Raum für Selbsterfahrung zu schenken. Gleichzeitig wollen wir die Leichtigkeit beibehalten und nicht alles zu ernst nehmen – das gelingt natürlich mit Sonne, Sandstrand und guten Unterhaltungen mit Gleichgesinnten leichter. Gemeinsam, manchmal mit bis zu 25 Leuten, essen wir täglich zusammen an einer langen Tafel zu Abend. Das fühlt sich dann fast wie eine große Familie an. 

Was erwartet mich, wenn ich euer Retreat besuche? Wie sind die Tage aufgebaut?

Wir bieten ein vielfältiges Angebot an, dass jedoch vollkommen auf freiwilliger Basis beruht. Wir unterstützen es sogar, wenn unsere Gäste auf ihre Bedürfnisse und den Körper hören, und wenn sie beispielsweise sagen: „Heute ist mal Pause“. Ein typischer Tag fängt mit einer geführten Meditation an, manchmal auch stilles Sitzen am Strand, und einer Morgen-Yoga-Klasse. Wir bieten aktivere Klassen wie Vinyasa oder Anusara, aber auch etwas ruhigere, energetisierende Klassen im Tantric Hatha Yoga mit Pranayama und Kryias an. Abends gibt es dann eine Yin Yoga-Klasse um zu entspannen und das was ist und war zu integrieren. Dazwischen können unsere Schüler an kleinen Yoga-Workshops teilnehmen, die unterschiedliche Themen umfassen. Beispielsweise „durch Mindfulness die Sinne Erkunden“, „DIY kreiere deine eigene Mala Kette“, „Sublte Bodies im Yoga“ (über Chakren, Nadis und Prana) oder „Einführung in Meditation & Pranayama“ und andere. An besonderen Abenden treffen wir uns für ein Kirtan, das ist gemeinsames Mantra Chanten, das heilt und belebt die Seele. Meist machen wir dann noch Gruppenausflüge wie eine Wandertour oder ein Bootsausflug. Und es bleibt auch genug Zeit fürs Sonnenbaden und im Meer plantschen.

Das klingt umfangreich und gleichzeitig sehr erholsam.

Du bist als Schüler*in bei uns richtig, wenn du nach einem Retreat suchst, um dich mit dir, deinem Körper, deinem Inneren und deiner Mitte zu verbinden, aber auch um deine Yogapraxis zu verfeinern, Neues zu lernen und andere Yogi*nis zu treffen. Du bist bei uns auch richtig, wenn du tiefer ins Yoga eintauchen und eine Yogalehrer*rinnen Ausbildung machen willst. Wir bieten 200 Stunden Vinyasa & Yin Yoga Lehrer Ausbildungen (YTTC) an. Falls du schon Lehrer*in bist, kannst du auch eine reine 100- oder 200-Stunden Yin Yoga Zusatzausbildung mit uns machen. Dabei legen wir großen Wert darauf, dass du deine eigene Persönlichkeit als Lehrer*in findest und authentisch weitergeben kannst – mit den Tools des Yoga. Egal was du bei uns buchst, wir sind darauf bedacht, dich als Mensch kennen zu lernen und so anzunehmen, wie du bist. 

Dann steht der Mensch im Zentrum bei INEA Yoga

Wir wollen selbst ein Leben führen, das auf einem menschlichen Miteinander beruht, das ehrlich und offen ist. Wir wollen Leichtigkeit und Freude kultivieren und das was ist annehmen. Dabei wollen wir Yoga, die Schule und diesen Ort als Fundament nutzen, um uns auszutauschen und miteinander zu verbinden. Die Welt scheint in gerade in einem Aufwachen zu sein – wir wollen diesen spannenden Weg zusammen und mit offenen Augen gehen.


Cedric Stein unterrichtet Anusara® Yoga, Tantric Hatha Yoga, Vinyasa Flow, Yin Yoga und Meditation und gibt Workshops in Meditation, Mindfulness, Asana Alignment und Tibetan Bowl Sound Treatment

Athina Tamaresi unterrichet Traditional Tantric Hatha Yoga, Ashtanga Yoga, Vinyasa Flow, Yin Yoga, Meditation, Mantra & Kirtan und Tibetan Sound Healing

Mehr Info: ineayoga.com und auf @inea.yoga

Mit Yoga und Ernährung den Körper im Winter wärmen

Yoga und Ernährung im Winter
Yoga und Ernährung im Winter

Bei den eisigen Temperaturen würden wir uns am liebsten mit einem warmen Tee unter der Decke verkriechen. Aber es gibt noch bessere Wege dem Frösteln entgegenzuwirken. Wir verraten, wie du mit Yoga und der richtigen Ernährung deinen Körper im Winter warm hältst.

Körperprozesse während der Winterzeit

So sehr sie uns auch bibbern lässt – die Kälte birgt positive Wirkungen in sich: Sie bringt Hormone und Kreislauf in Schwung und belebt Körper und Geist. Trotzdem bedeutet Kälte aber Stress für uns. Unser Immunsystem fährt herunter. Wir sind anfälliger für Krankheiten durch Viren und Bakterien. Die Kälte verlangt dem Körper einiges ab, sodass dieser in Alarmbereitschaft versetzt wird.

Sogar unsere Durchblutung verändert sich im Winter. Die Blutgefäße ziehen sich zusammen. Das Herz muss also deutlich mehr arbeiten und pumpen. Unser Körper will vor allem die inneren Organe warmhalten und schützen. Darunter leiden Gelenke und Muskeln, sie werden nicht mehr so gut versorgt. Deswegen brauchen deine Gelenke jetzt eine schonende Behandlung. Auch die Muskeln ziehen sich zusammen und können schneller verkrampfen. Ein Glück, dass du jetzt mit Yoga und Ernährung den Körper im Winter wärmen kannst.

Diese Asanas schenken dir ein Gefühl von Wärme

Mit Yoga und Ernährung zu mehr Wärme im Winter
Autorin Kerstin Ambrosius beim Yoga – Foto: Patrick Ambrosius

Die Atmung ist zu jeder Jahreszeit ein wichtiges Element im Aufwärmprozess. Die Muskelkontraktion während einer tiefen und bewussten Atmung stimuliert die Durchblutung und stellt neuen Sauerstoff in den Muskeln zur Verfügung. In der Asana-Praxis spielt neben vielen Dehnungen das Stärken der Muskeln eine wichtige Rolle. Denn es ist die Muskelkontraktion, welche die Herzfrequenz und die Durchblutung steigen lässt. Auch der Energieumsatz steigt in Abhängigkeit von der körperlichen Betätigung an. Ein Großteil der dabei umgesetzten Energie wird in Wärme umgewandelt. Mit einer dynamischen Praxis fühlst du dich im Winter wesentlich lebendiger.

Einfache aber effektiv aufwärmende Asanas sind dabei vor allem das Boot, der Blitz, die seitliche Planke oder der Krieger III. Und auch wenn du den Drang hast, der Asana zu entfliehen, versuch noch einen Moment länger zu bleiben. Wenn es brennt, arbeitet der Körper. So kommt das Gefühl von Wärme und Lebendigkeit auf. Vielleicht willst du die Wärme-Sequenz für inneres Feuer ausprobieren? Achte trotzdem auf deine Grenzen. Du willst deinem Körper etwas Gutes tun und nicht zu ehrgeizig sein.

Ernährung, die den Körper im Winter wärmt

Mit Yoga und Ernährung zu mehr Wärme im Winter
Foto: Patrick Ambrosius

Greife im Winter vermehrt zu Suppen und Tees, die unmittelbar wärmen. Gewürze wie Chili, Ingwer, Pfeffer, Zimt, Kreuzkümmel oder Muskat regen Durchblutung und Stoffwechsel an und machen uns so unempfindlicher gegenüber Kälte. Achte jetzt auf viele Vitamine. Sie schützen und stärken dein Immunsystem. Besonders vitaminreiche Südfrüchte wie Mandarinen, Clementinen, Kiwis und Orangen sollten jetzt regelmäßig in deinem Einkaufswagen landen. Äpfel, Birnen und Trockenfrüchte runden das Angebot ab. Kohlgemüse und Rote Beete sind voller Vitalstoffe und decken den Großteil unseres Vitamin C -Tagesbedarfs. In Verbindung mit pflanzlichen Ölen versorgen sie und mit viel Vitamin E und entfalten damit ihre antioxidative und entzündungshemmende Wirkung.

Kohlenhydrate halten dich warm

Schließlich bedienen wir uns noch der wohlbekanntesten Energiequelle: den Kohlenhydraten. Sie sind der wichtigste Treibstoff für Muskulatur und Gehirn und gelangen über das Blut in sämtliche Zellen. In Zeiten mit körperlicher Aktivität, wie einer Mini-Praxis, sicher eine flexible Energieversorgung.

Achte aber darauf, welche Kohlenhydrate du zu dir nimmst. Kohlenhydrate bestehen aus Zuckermolekülen, die wiederum mittels Insulin in die Zellen transportiert werden. Bei einfachen und schnellen Kohlenhydraten wie etwa in Weißbrot oder Nudeln steigt der Insulinspiegel extrem schnell an, nur um dann wieder in den Keller zu fallen. Die Folge: Nach kurzer Zeit hast du wieder Hunger. Komplexe Kohlenhydrate machen viel länger satt. Sie werden bei der Verdauung erst aufgespalten, bevor sie langsam und gleichmäßig ins Blut übergehen. Nimmst du einen ausgewogenen Mix aus Kohlenhydraten und Eiweißen zu dir, wird dein Körper konstant mit Energie versorgt. Komplexe und langsam wirkende Kohlenhydrate sind in vielen Nahrungsmitteln auf vollwertiger Getreidebasis zu finden. Dazu zählen wasserarme Kohlenhydrate wie Vollkornprodukte, Hafer, Reis, Hülsenfrüchte und außerdem Kartoffeln und Gemüse. Also lieber mal zum Porridge greifen, als zu den Cornflakes aus dem Supermarkt.

Auch wenn die Kälte uns manchmal erstarren lässt und wir uns nur noch verkriechen möchten, können wir mit mit Yoga und Ernährung den Körper im Winter wärmen und uns dadurch energiereicher fühlen. Vom Winterblues verabschieden wir uns dann mal, bis der Frühling wieder einkehrt.


Unsere Autorin Kerstin ist Yogalehrerin und Anwältin. Im Yogaunterricht liegt ihr Fokus nicht nur auf einer gesunden Ausrichtung, sondern auch auf dem Fluss der Bewegungen. Ihr zweites Herzens-Thema: Ernährung. Als zertifizierter Ernährungscoach weiß Kerstin, welchen Effekt eine gesunde und bewusste Ernährung auf Gesundheit und Wohlbefinden hat.

Titelbild: Photo by Genessa Panainte on Unsplash

#87 Effektives Zeitmanagement: Schaffe Raum für das Wesentliche in deinem Leben – mit Nina Lacher

Deshalb solltest du deine Zeit auf der Matte in den Kalender eintragen

Kennen wir es nicht alle, wenn unsere geliebte Yogapraxis mal wieder ausfallen muss, weil einfach das Leben dazwischen kommt? Der Arzttermin mit den Kindern, die kranke Kollegin, die spannende Serie, der unerledigte Einkauf – irgendetwas ist eigentlich immer zu tun. Deshalb trägt im hektischen Alltag unserer modernen Welt eine gute Planung und Zeiteinteilung massiv zu unserem persönlichen Wohlbefinden bei. Zeitmanagement ist zu einer Schlüsselkompetenz geworden, um die Anforderungen von Beruf, Familie und persönlichen Interessen erfolgreich zu bewältigen.

In dieser Folge „YogaWorld Podcast“ spricht Gastgeberin Susanne Mors mit Business-Coachin Nina Lacher über die Grundprinzipien effektiven Zeitmanagements. Dabei bietet Nina praxisnahe Tipps, wie man seine Zeit optimal nutzen kann. Von der Priorisierung von Aufgaben über die effiziente Planung von Projekten bis hin zu bewährten Techniken zur Vermeidung von Zeitverschwendung – Nina liefert wertvolle Einblicke und hilfreiche Strategien, um das eigene Zeitmanagement zu optimieren und verrät warum das berühmte Multitasking aus deinem Leben verschwinden sollte. Sie erklärt, wie Du deinen Tag strukturieren, Ziele setzen und erreichen sowie Stress durch eine gezielte Zeiteinteilung reduzieren kannst. Gewinne mehr Kontrolle über deine Zeit, um langfristig erfolgreicher, zufriedener und glücklicher zu werden. So schaffst du auch endlich genug Raum für deine regelmäßige Praxis und spirituelle Entwicklung.

Hier hat Nina die 5 wichtigsten Tipps für ein gelungenes Zeitmanagement für dich zusammengefasst: https://yogaworld.de/funf-schritte-fur-erfolgreiches-zeitmanagement

Übrigens: Am 27. Februar 2024 startet Ninas nächste Coaching-Ausbildung. Sei dabei! Alle Infos findest du auf unserer Academy-Seite.