Garudasana Asana im Fokus: Adler

Was bedeutet Garudasana? Garuda war mythischer König der Vögel, Flugtier des Gottes Vishnu. Der König der Vögel: der Adler. Asana heißt Haltung auf Sanskrit.

Schritt für Schritt in den Adler – Garudasana

  • Du beginnst jetzt im Stehen in Tadasana (Berghaltung). Beuge nun die Knie etwas, verlager das Gewicht auf den rechten Fuß und kreuze den linken Oberschenkel über den rechten. Die Zehen zeigen nach unten, wenn du nun den linken Fuß hinter dem rechten Fußgelenk einhakst. Ist dies nicht möglich, setze die Zehen an der Außenkante des rechten Fußes auf einem Block ab. Du balancierst nun auf dem rechten Bein. Dabei stabilisierst du dich, indem du das Steißbein nach unten und das Schambein zum Nabel ziehst und zugleich die Beine aneinander schiebst.
  • Strecke nun die Arme waagerecht nach vorn aus und ziehen die Schulterblätter weit auseinander. Dann kreuzt du den rechten Oberarm über den linken und winkelst die Unterarme nach oben ab. Schmiege den rechten Ellenbogen in die linke Armbeuge. Die Handrücken liegen nun aneinander.

Spüre rein: intensivieren oder aufhören

  • Wenn möglich intensivierst du die Armhaltung noch etwas, indem du die rechte Hand noch etwas nach rechts und die linke nach links ziehst, so dass die Handflächen einander wieder zugewandt sind. Drücke dann die Hände aneinander, so gut es dir möglich ist, hebe die Ellenbogen in die Waagerechte und strecke die Finger Richtung Decke. Dabei sind die Schultern gesenkt, der Blick geht geradeaus.
  • Bleibe jetzt 15 bis 30 Sekunden in der Haltung. Dann löst du die Armhaltung und kehrst zurück in Tadasana (Berghaltung). Anschließend übst du von dort aus du die andere Seite.

Tipps

Bei Schwierigkeiten, das Gleichgewicht zu halten, übe mit dem Rücken zur Wand. Dabei hat das Kreuzbein Kontakt zur Mauer. Um die Haltung zu intensivieren, kombinierst du sie mit einer Vorwärtsbeuge. Kippe dafür den Oberkörper mit einer Ausatmung nach vorn und schiebe die gekreuzten Arme gegen den oberen Schenkel. Nach einigen Atemzügen richtest du dich mit einer Einatmung wieder auf.

Wirkungen

  • dehnt und kräftigt Fußgelenke und Waden
  • dehnt Oberschenkel, Hüften, Schultern und oberen Rücken
  • verbessert Konzentration und Gleichgewicht
  • kann Spannungen im unteren Rücken lindern
  • kann bei Ischias-Beschwerden eingesetzt werden

Gegenanzeigen

  • Knieverletzungen (Beine nur einfach verkreuzen und mit Block üben, siehe Schritt 1)

Foto von RF._.studio von Pexels

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Das Neueste

So verhelfen Probiotika und Präbiotika zu einem gesunden Darm

Zugegeben: Beim Essen denkt man nicht unbedingt gerne an die Verdauung. Dabei können wir unserem Darm mit jeder Mahlzeit...

Veggie-Ramen Rezept

Dieses Veggie-Ramen Rezept von Mara King steckt voller fermentierter Nahrungsmittel, die sich positiv auf unsere Darmgesundheit auswirken. Wieso das...

“Yoga als dreidimensionale Kunst”: Simon Park im Interview

Yoga-Legende Simon Park hat auf der ganzen Welt unterrichtet und seinen eigenen Yogastil gegründet: Liquid Flow Yoga. Im Interview...

Yoga-Sequenz: Kräftigung der Füße

Fußarbeit ist Kopfarbeit: Wer mit beiden Füßen fest im Leben stehen will, braucht seinen Kopf dazu, denn das Gehirn...

Kristalle und ihre Verwendung

Kristalle sind nur esoterischer Krimskrams? Wir meinen nein. Und selbst wenn es nur um den Glauben daran geht... ein...

Was bedeutet eigentlich Karma?

Gutes Karma, schlechtes Karma. Doch was bedeutet Karma überhaupt? Mit einem gewissen Verständnis können wir einen Grundstein für die...
- Werbung -

Pflichtlektüre

“Namasté”: Was bedeutet das eigentlich?

Die Geste Namasté steht für die Überzeugung, dass sich in jedem Menschen ein göttlicher Funke befindet - und zwar im Herz-Chakra. Wenn wir sie ausüben, würdigt unsere eigene Seele damit die Seele unseres Gegenübers.

Dr. Ronald Steiner: 4 Übungen für eingeklemmte Handnerven

Diese yogatherapeutische Übungsreihe von Dr. Ronald Steiner verhilft einem...
- Advertisement -

Das könnte dir auch gefallenEmpfohlen
Unsere Tipps