Das Jesus-Mantra: N°14

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Mantra Yoga Journal

Om Jesu Christaya ­Paramatmane Purusha Avataraya Namaha

Dieses Sanskrit-Mantra ehrt Jesus ­Christus als Avatar (wörtl.: Herabkunft), der kam, um neue Wege der religiösen Verwirklichung aufzuzeigen und diese Wege seinem Zeitalter anzupassen. Ein Avatar ist frei von Bindungen an das Ich. Er befindet sich jenseits der Dualität. Durch seine 40-tägige Meditation in der Wüste brach Jesus aus der Verwirrung seiner Zeit durch zu seiner Essenz. Er wurde zum stillen Zeugen, zum ewigen ursprünglichen Menschen (Purusha). Klar, unzerstörbar und strahlend wie der Purusha ist auch der Paramatman. Jesus fand den göttlichen Funken (Atman) in sich und wurde eins mit seinem höchsten Selbst: „Ich und der Vater sind eins.“ (Johannes 10,30) Das Singen oder Rezitieren dieses Mantras mag uns helfen, die eigene ewige Seele zu entdecken, denn wir tragen alle die göttliche Vollkommenheit in uns. Einmal mit ihr verbunden, sind wir befreit von der Angst vor dem Tod und sprechen und leben aus dem Herzen der universellen Liebe.

Es ist mir ein Anliegen, dieses Mantra so oft wie möglich zu singen – besonders auch, da es in diesen Tagen vielen ­Buddhisten in Tibet nicht mehr möglich ist, ihre Spiritualität frei zu leben. 


Philipp Stegmüller ist Leiter von Kirtan- und Bhajan-Veranstaltungen. Mehr Infos unter www.mantra-singing-circle.de04 – 2012