Meditation für Kinder: So kommen auch kleine Räuber zur Ruhe

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Meditation für Kinder

Meditation für Kinder? Funtkioniert das denn? Aber natürlich! Die folgende einfache Übung von Yogalehrerin Kate Holcombe eignet sich ganz besonders für Kinder zwischen 6 und 10 Jahren, die zu Ängsten neigen und nicht gut einschlafen können.

Sobald die Meditation deinem Kind vertraut ist, kann es sie auch ganz eigenständig durchführen – egal ob im Bett oder neben dir auf der Yogamatte, im Auto oder auf dem Schulweg. Setze oder lege dich mit deinem Kind an einen ruhigen, entspannenden Platz. Halte deine Anleitung möglichst simpel und sprich langsam und ruhig.

Lassen deine Kinder bewusst den Atem spüren

Rege dein Kind an, die Augen zu schließen, eine Hand auf seinen Bauch zu legen und durch die Nasenlöcher zu atmen. Richte seine Aufmerksamkeit darauf, wie sich der Bauch unter der Hand mit der Einatmung sanft hebt und mit der Ausatmung ebenso sanft wieder senkt. Zu Beginn können sechs bis zwölf bewusste Atemzüge ausreichen. Mit der Zeit steigert ihr das –  je nach Bereitschaft deines Kindes auf bis zu 5 Minuten. 

Vielleicht unterstützt  du dein Kind mit Anregungen wie dieser: “Spür mal, wie ruhig dein Atem jetzt ist. Kannst du in dir drin einen ganz friedlichen Ort wahrnehmen?” Erfahrenere Kinder kann man dazu anleiten, die Ausatmung im Vergleich zur Einatmung behutsam zu verlängern. Das aktiviert den Parasympathikus weiter und triggert eine noch tiefere Entspannung. 

Kinder brauchen deine Geduld 

Am wichtigsten bei der Meditation für Kinder: Hab Geduld, auch wenn dein Kind bei den ersten Versuchen noch zappelig ist. Bald wird es von selbst nach diesem Ritual verlangen. Eine Mama aus unserer Redaktion übte die Meditation zum Beispiel immer beim Zubettgehen als Einschlafritual: “Zu Beginn schafften meine zwei Jungs nur drei kurze Atemzüge – und auch die nur unter Zappeln. Bereits nach fünf Tagen wurden sie deutlich ruhiger dabei. Nach einiger Zeit, begannen sie das Ritual eigenständig im Bett zu üben. Unser nächster Ziel: Die kleine Meditation/Atemübung bei Wutanfällen einsetzen.”

Übrigens gilt das Gleiche auch in Sachen Yoga und Kinder: Sie finden ihren eigenen Weg zu Asana und Spiritualität. Warum das so ist und wie du sie auf diesem Weg unterstützen kannst, liest du in unserem Artikel: Yoga mit Kindern – Gemeinsam üben weckt das Interesse

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