Ganesh Bija Mantra für den Frühling

Endlich ist es heller, wärmer, schöner … wir bekommen mehr Licht, mehr Sauerstoff, und mit dem Frühling steht ein Neuanfang vor der Tür. Vielleicht ist dies auch die Zeit der geistigen Klarheit, wenn sich die Schleier lösen. Kennt ihr das Gefühl? Eine zarte, optimistische Vorfreude auf das blühende Leben und ein Erwachen der Sinne. Ganesh Bija Mantra unterstützt uns Hindernisse zu überwinden und dabei geerdet und zentriert zu bleiben.

Om Gam Ganapataye Namaha

Ganesh Bija Mantra

Bedeutung des Ganesh Bija Mantras

„Ich verneige mich vor Ganesh, dem Herrn der Sinne.“

Ganesh ist auch bekannt als der Herr des Neuanfangs und der Beseitiger von Hindernissen. Frage dich: Welche Hindernisse nehme ich auf meinem Weg wahr? Wie kann ich mich wieder mit der Erde, mit dem, was wirklich ist, verbinden? Denk an die Frühlingsblüten, die aus der Erde sprießen, wenn neues Leben und eine neue Jahreszeit beginnen. Ganesh oder Ganesha ist…

  • Gott des Anfangs
  • Überbringer des Glücks
  • Gott der Harmonie und des Friedens
  • Verkörperung von Weisheit und Wonne

Balance – Tag und Nacht

Mit dem Frühlingsbeginn gleicht sich die Länge der Tage und Nächte langsam an. Und wie steht es mit der eigenen Balance? Diese Fragen können dir auf der Suche nach einer Antwort helfen:

  • Muss ich meinen Lebensstil ändern, um ein gutes Gleichgewicht zwischen Arbeit und Privatleben zu finden?
  • Wie kann ich meine Yogapraxis nutzen, um Gleichgewicht in mein Leben zu bringen?

Was auch immer jetzt gesät wird, wird sich ausbreiten und wachsen. Dies ist eine Zeit des Vorantreibens, nicht des Nachgebens. Wir können Prioritäten setzen und diese fruchtbare Sonnenenergie nutzen, damit Projekte wachsen, die uns am Herzen liegen.

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Fotoquelle: unsplash.com

Sesam-Latte & Red Velvet-Latte von Dr. Dania Schumann

Ernährungswissenschaftlerin und Ayurveda-Spezialistin Dr. Dania Schumann zeigt in ihrem neuen Buch „Intuitiv essen – Warum dein Kopf auf dein Bauchgefühl hören sollte“ wie wir zu intuitiven Ernährungsweise zurückfinden, mit 30 ayurvedischen Rezepten für ein gesundes Körperbewusstsein. Dieses Rezept ist aus ihrem neuen Buch.

Zutaten für 1 Portion Sesam-Latte

250 ml Reis-Kokosdrink
1 TL Tahin (Sesammus)
1⁄2 TL Dattelsirup
1⁄2 Msp. gemahlener Kardamom
1⁄2 Msp. gemahlene Vanille

Zubereitung

Den Reis-Kokosdrink in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze langsam erwärmen.

In der Zwischenzeit die anderen Zutaten mit 1 EL heißem Wasser in einer Tasse vermischen. Dann mit dem heißen Pflanzendrink aufgießen, umrühren und direkt servieren. Die gehaltvolle Milch eignet sich auch als kleine Zwischenmahl- zeit oder als Nachtisch.

Wenn du die Milch aufschäumen möchtest, mischst du am besten 200 ml Reis-Kokosdrink mit 50 ml Vanille-Sojadrink oder einem aufschäumbaren (Barista-)Haferdrink.

© EMF/ Sabrina Sue Daniels

Zutaten für 1 Portion Red-Velvet-Latte

250 ml Reis-Kokosdrink
1 TL Rote-Bete-Pulver
1 Msp. gemahlene Vanille

Zubereitung Red Velvet-Latte

Den Reis-Kokosdrink in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze langsam erwärmen.

In der Zwischenzeit das Rote-Bete-Pulver und die Vanille mit 3 EL heißem Wasser in einer Tasse vermischen. Mit dem heißen Pflanzendrink aufgießen, umrühren und direkt servieren.

Interessant: Rote Bete schmeckt nicht nur als Saft, sondern auch als Milchdrink. Das Rote-Bete-Pulver, das ich für dieses Rezept verwende, ist reich an Folat, das der Körper für die Neubildung von Zellen und Blut braucht. Das Pulver bringt bereits einen süßlichen Geschmack mit, sodass du nicht noch extra süßen musst.


Über die Autorin: Dr. Dania Schumann

© Grit Siwonia und Jgor Cavallina

Dr. Dania Schumann ist studierte Ernährungswissenschaftlerin und promovierte Medizinwissenschaftlerin. Sie hat sich in der Ayurveda-Medizin an der Gujarat Ayurveda University vertieft und Weiterbildungen in ayurvedischer Medizin mit dem weltweit renommierten Ayurveda-Arzt Dr. Vasant Lad absolviert, ist zertifizierte Yogalehrerin und staatlich geprüfte und zertifizierte Heilpraktikerin.

Wissenschaftliche Erkenntnisse, praktische Übungen und 30 Ayurveda-Rezepte

Ihr neues Buch „Intuitiv essen – Warum dein Kopf auf dein Bauchgefühl hören sollte“ ist im Edition Michael Fischer Verlag erschienen. Fundiertes Expertenwissen trifft hier auf einfühlsame Beratung, die nicht auf allgemeine Vorschriften setzt, sondern dabei hilft, den individuell richtigen Ernährungsweg zu finden. Dabei bietet das Buch reichlich Inspiration an Ideen und Gerichten zum Wohlfühlen, umsetzbar nach deinen persönlichen Bedürfnissen. Inklusive 30 ayurvedischer Rezepte – perfekt für den Einstieg in eine ausgewogenere Ernährung und ein gutes Körpergefühl.


Titelbild: © EMF/ Sabrina Sue Daniels

Dr. Prathibha Madhusudhanan

Dr. Prathibha Madhusudhanan

Dr. Prathibha Madhusudhanan stammt aus der angesehenen Sreechithra-Familie, die eine über acht Generationen zurückreichende Tradition in der Ayurveda-Heilkunde vorweisen kann. Sie absolvierte erfolgreich ihr Bachelorstudium der Ayurveda-Medizin & Chirurgie am renommierten Kottakkal College in Kerala und schloss anschließend ihr Postgraduiertenstudium in Shalakya Tantra (Ophthalmologie und HNO-Heilkunde) am staatlichen Ayurveda Medical College in Bangalore ab.

Als Gründerin der Sree Chithra Ayurveda Academy in Kerala sowie als Mitbegründerin von Sreechithra Ayurveda hat Dr. Prathibha Madhusudhanan maßgeblich zur Entwicklung und Expansion des Unternehmens beigetragen, das heute drei Ayurveda-Kliniken in Indien betreibt. Mit über 24 Jahren klinischer Erfahrung ist sie eine anerkannte Expertin und geschätzte Akademikerin auf dem Gebiet des Ayurveda. Sie ist seit vielen Jahren als Ayurveda-Ärztin am Melpathur Smaraka Ayurveda Hospital tätig, das dem berühmten Sree Krishna Tempel in Guruvayur untersteht.

Neben ihrer klinischen Tätigkeit engagiert sich Dr. Prathibha intensiv in der Ausbildung und Mentoring von Ayurveda-Interessierten weltweit. Sie entwickelt Lehrpläne für die Sree Chithra Ayurveda Academy und ist eine international akkreditierte Dozentin in Australien für die Ausbildung von Ayurvedic Lifestyle Consultants. Sie hält regelmäßig Vorträge und Webinare für Aligning Health in Bendigo, Australien, und unterrichtet dort zweimal jährlich in Präsenzkursen.

Ihr Engagement erstreckt sich auf die Durchführung von Ayurvedischen Lifestyle-Consultant-Programmen, Yoga- und Therapieprogrammen für internationale Studierende aus aller Welt. Darüber hinaus organisiert sie weltweit Seminare, Kochkurse und Vorträge, unter anderem in Europa, Russland, Australien, den Golfstaaten, Malaysia und Singapur. Die von ihr geleitete Sreechithra Ayurveda Academy ist ein staatlich akkreditiertes Zentrum für Ayurvedische Panchakarma-Therapieprogramme sowie für weitere Ayurveda- und Yoga-Kurse. Ihr besonderes Anliegen ist es, das Wissen des Ayurveda an den westlichen Lebensstil anzupassen und einem internationalen Publikum zugänglich zu machen.

Vortrag: „Ayurveda und sein Einfluss auf die Gesundheit von Frauen“

Diese Präsentation beleuchtet die Frauengesundheit aus der ganzheitlichen Perspektive des Ayurveda und thematisiert zentrale Herausforderungen in jeder Lebensphase. Ayurveda, die jahrtausendealte Wissenschaft der Selbstheilung, betont das Gleichgewicht von Körper, Geist und Emotionen durch individuelle Fürsorge. Durch das Verständnis der drei Doshas – Vata, Pitta und Kapha – können Frauen ihre persönliche Konstitution erkennen und fundierte Entscheidungen für ihr langfristiges Wohlbefinden treffen.

Im Mittelpunkt der Präsentation stehen häufige gesundheitliche Themen wie Menstruationsgesundheit, Fruchtbarkeit, Schwangerschaft, Wochenbettpflege und Wechseljahre. Ayurveda bietet hierfür natürliche Lösungen durch angepasste Ernährung, Lebensweise und pflanzliche Unterstützung.

Mit diesem Wissen können Frauen ihre Vitalität stärken und jede Lebensphase mit Balance und innerer Kraft meistern. Die Präsentation vermittelt wertvolle Erkenntnisse über die ayurvedischen Prinzipien und zeigt, wie Frauen durch Selbstbewusstsein und ayurvedische Weisheit ihre Gesundheit langfristig fördern können.


Dr. Prathibha Madhusudhanan auf der YogaWorld 2025 in Stuttgart:

Samstag, 26. April  // 11:30 – 12:00 Uhr // Vortrag: Ayurveda und sein Einfluss auf die
Gesundheit von Frauen // Vortragsbühne

Martin Gläser

Martin Gläser leitet das Ayurveda Kompetenzcenter im Raum Stuttgart. Er ist Jyotish-Berater und -Ausbilder, Ayurveda-Masseur und Wellness-Therapeut, Ayurveda-Kochexperte und Ayurveda-Ernährungsberater. Zudem ist er in Entspannungs- und Rückführungstherapie ausgebildet.

Vortrag: „Die seelischen Qualitäten hinter den Chakren“

Du bekommst tiefen Einblick über die geistigen Hintergründe der Wirkungsweisen der Chakren, die zum Zeitpunkt der embryonalen Empfängnis aufgeladen werden und während Deines Lebens mit kosmischer Energie angereichert werden. So entsteht Dein Lebensweg von guten aber auch schwierigen Lebensphasen wie Hochzeit, Geburt von Kindern aber auch Krankheiten oder Unfällen zeigen. Ziel ist es, über indische Remedies (Heilmittel) Schutzkreise aufzubauen, damit Du vor Schwierigkeiten geschützt bist.

Vortrag: „Innere Balance durch ayurvedische Ernährung“

Ayurveda ist der Name für die indische Heilkunst, die bereits seit über 5000 Jahren erfolgreich angewendet wird. Ayurveda ist ein Lebenskonzept, nämlich gesund zu leben und hierdurch Harmonie in unsere elementaren Strukturen zu bringen. Der körperliche Ausgleich schwingt auf die seelische Ebene zurück und führt Dich in Deinem Bewusstsein durch die Bildung von Ojas (Glückshormone) in die Glückseligkeit und Selbstliebe.


Martin Gläser auf der Yoga- und VeganWorld 2023 in Stuttgart:

Freitag, 14. April // 14:30 – 15:15 Uhr // Die seelischen Qualitäten hinter den Chakren aus Sicht der indischen Astrologie // Yamuna Vortragsraum

Samstag, 15. April // 16:30 – 17:15 Uhr // Innere Balance durch ayurvedische Ernährung // Yamuna Vortragsraum

Sonntag, 16. April // 10:30 – 11:15 Uhr // Innere Balance durch ayurvedische Ernährung // Yamuna Vortragsraum

Jetzt Ticket für die Yoga- und VeganWorld 2023 in Stuttgart sichern!

Der quere Bauchmuskel – Dr. Ronald Steiner

Workout Frau Querer Bauchmuskel

Der Musculus transversus abdominis. Man denkt nur an eine Bewegung und schon ist er aktiv. Oder zumindest sollte er das sein: Der sogenannte quer verlaufende Bauchmuskel bildet die schlangenartige innerste Schicht unserer Rumpfmuskulatur. Sie umhüllt uns innerlich und gibt Halt.

Der Muskelbauch des Musculus transversus abdominis befindet sich rechts und links von der geraden Bauchmuskulatur (M. rectus abdominis). Über seine Faszienfortsätze taucht er hinter dem geraden Bauchmuskel durch und geht direkt in seinen Zwillingsmuskel auf der Gegenseite über. So hält der Muskel die Vorderseite des Körpers gewissermaßen von links nach rechts zusammen. Seitlich entspringt der Muskel aus der dicken und derben Rumpf-Lendenfaszie (Faszia thoraco lumbalis). Im Detail sehen wir, wie sich der Muskelverlauf innerhalb des Gewebes als eine tiefste Schicht quer verlaufender Fasern fortsetzt. So wird die Kraft des Muskels zu den Querfortsätzen der Lendenwirbel geleitet.

Der quer verlaufender Bauchmuskel

Doch auch hier ist noch nicht Schluss. Die sogenannten Zugtrabekel leiten die Spannung innerhalb des Knochen weiter. Dadurch teilt sich der Kraftverlauf in eine knöcherne und eine muskuläre Bahn auf. Die knöcherne Bahn nutzt die Zugtrabekel durch den Wirbelbogen, um die Kraft zum Querfortsatz der Gegenseite zu leiten. Die muskuläre Bahn verlässt den Querfortsatz über die annähernd horizontalen kurzen Rotatoren (Mm. rotatores brevi). Dann wird sie am Dornfortsatz des darüber liegenden Wirbels umgeleitet und gelangt schließlich am Querfortsatz der Gegenseite an. So entsteht eine in sich geschlossene myofasziale (aus Muskel und Faszien bestehende) Umhüllung des Bauchraumes.

Diese Umhüllung ist essenziell, um den Bauchorganen Halt zu geben. Gleichzeitig bringt der zirkuläre Verlauf benachbarte Wirbel in eine Zugspannung zueinander. Dadurch kommen die kleinen Wirbelgelenke (Facettengelenke) in ein schwebendes Gleichgewicht und die Drucklast auf den Wirbelkörper reduziert sich. Im oberen Bereich finden beide Seiten des Musculus transversus abdominis an den Rippenbögen Halt. Von dort überträgt die innerste Schicht der Zwischenrippenmuskeln (Mm. intercostales intimi) die Kraft von Rippe zu Rippe nach hinten. Dort kommt sie schließlich, wie im zuvor beschriebenen mittleren Bereich, an den Querfortsätzen der Wirbel an.

Querer Bauchmuskel
Fotos von Purple Smith von Pexels

Die Wissenschaft hinter dem Sixpack

Im Unterbauch findet sich eine weitere Besonderheit. Seitlich entspringt der Musculus transversus abdominis vom Beckenkamm. Wenn er anspannt, überträgt er seine Kraft auf die Darmbeinschaufeln. Diese kippen nach vorne und es kommt Zug auf das auf der Körperrückseite gelegene Iliosacralgelenk (Darmbein-Kreuzbein-Gelenk). Die Kraft geht von hier über den auf der Innenseite des Iliosacralgelenks liegenden Bandapparat auf das Kreuzbein über und von dort zur Gegenseite. Die Aktivität des tiefen Bauchmuskels zieht also das Iliosacralgelenk buchstäblich auseinander. Die Druckbelastung der Gelenkflächen reduziert sich. Auch sie kommen förmlich in eine Schwebespannung zueinander.

Australische Wissenschaftler maßen bereits vor 20 Jahren die elektrische Aktivität verschiedener Rumpfmuskeln beim Ausführen von schnellen Armbewegungen. Bei Menschen mit chronischen Rückenschmerzen reagierten als Erstes die Muskeln des Armes. Der Musculus transversus abdominis stabilisierte den Rumpf erst relativ spät. Also nachdem sich die Körperstatik durch die Armbewegung bereits verändert hatte. Bei der Vergleichsgruppe ohne Rückenschmerzen sprach der quer verlaufende Bauchmuskel sofort an. Das heißt: Bei einer gesunden Bewegung wird der Rumpf stabilisiert und die Druckbelastung reduziert sich, bevor die Statik des Körpers sich verändert.

Heute wissen wir, dass bei fast allen Bewegungen von Arm oder Bein die Aktivierung der innersten umhüllenden Muskel-Faszienschicht notwendig ist. Ist diese verzögert, so entstehen über kurz oder lang Rückenschmerzen. Die tiefste Muskel Faszienschicht umhüllt unseren gesamten Körper also ringsum. Dieser innere Gürtel wurde von der Natur bereits vor der Entwicklung von Knochen angelegt. Damals sahen unsere Vorfahren eher wie Würmer aus. Durch ein Zusammenziehen dieser umhüllenden Schicht streckten sie sich in die Länge. Durch ein Loslassen verkürzten sie sich. So war die rudimentäre Form einer gezielten Fortbewegung möglich. Im Lauf der Evolution hat sich der Körper verändert. Doch immer noch ermöglicht die tiefste zirkuläre Muskel-Faszien-Schicht ein Strecken in die Länge. Dadurch schaffen wir nicht nur Raum zwischen den Wirbeln, in dem die Bandscheiben „atmen“ können. Wir gewinnen auch Raum, um uns frei, wohlig und kraftvoll in alle nur erdenklichen Richtungen zu bewegen.

Es muss nicht immer ein Workout sein: Übungen für den queren Bauchmuskel

➳ Um diese wichtige Muskulatur, etwas näher zu erforschen, lege dich bäuchlings auf einen glatten Untergrund oder komm in einen Vierfüßlerstand mit neutraler Wirbelsäule. Mit einer Ausatmung ziehst du den Bauchnabel stoßartig mit der Kraft dieser inneren Bauchmuskeln Richtung Wirbelsäule. Dabei kannst du durch die Wirbelsäule einen Impuls in die Länge beobachten. Diese einfache Übung kräftigt den quer verlaufenden Bauchmuskel wirkungsvoll. Schon nach einigen Wiederholungen kannst du nun den rings um den Bauch verlaufenden Muskel-Faszienzug wahrnehmen.

➳ Mit folgender Übung aktivierst du diesen Muskelbereich. Ziehe bei einem impulsartigen Ausatemstoß kraftvoll die Rippen nach unten und den Oberbauch nach innen. Achte darauf, dass sich der Oberbauch dabei nicht unter die Rippen einzieht. Stattdessen bewegen sich Rippen und Oberbauch synchron nach innen. Mit etwas Gespür nimmst du den Impuls von Rippe zu Rippe bis zur Wirbelsäule wahr.


Dr. Ronald Steiner ist Arzt für Sportmedizin und zählt zu den bekanntesten Praktikern des Ashtanga Yoga. Die von ihm begründete AYInnovation®-Methode baut außerdem eine Brücke zwischen der Tradition und progressiver Wissenschaft, zwischen präziser Technik und praktischer Erfahrung. www.AshtangaYoga.info


Podcast-Folge mit Dr. Ronald Steiner anhören…

Daniel Ipfelkofer – CUDU®MOVEMENT

Bist du bereit, dein Leben auf ein neues Level zu heben und mehr Energie sowie Wohlbefinden zu erfahren? Dann solltest du unbedingt den Vortrag „Transform your water, transform your life“ von Daniel Ipfelkofer besuchen!

Als Gründer von CUDU®MOVEMENT hat Daniel Ipfelkofer jahrelang die Kraft und Wirkung bioenergetischer Felder erforscht und dabei Erstaunliches entdeckt. In seinem Vortrag enthüllt er die unglaublichen Vorteile von hexagonalem Wasser und zeigt, wie du durch innovative Frequenztechnologien noch mehr Energie für ein gesundes und kraftvolles Leben gewinnen kannst.

Dieser Vortrag ist ein absolutes Muss für dich, wenn du dein Leben positiv verändern und ein höheres Maß an Gesundheit und Wohlbefinden erreichen möchtest. Sei dabei und erfahre aus erster Hand, wie du durch die Optimierung deines Wassers und den Einsatz von Frequenztechnologien deine Energie und Lebensqualität steigerst. Transform your life!

Vortrag: „Transform your water, transform your life – das Phänomen hexagonalen Wassers“


Daniel Ipfelkofer von CUDU®MOVEMENT auf der Yoga- und VeganWorld 2023 in Stuttgart:

Freitag, 14. April // 11:30 – 12:15 Uhr // Yamuna Vortragsraum

Jetzt Ticket für die Yoga- und VeganWorld 2023 in Stuttgart sichern!


Übrigens: Unsere Kollegin Jenny hat den CUDU Stone und das ORIGIN Oil von CUDU®MOVEMENT getestet. Ihren Erfahrungsbericht liest du hier:

Philosophieprofessor und Jesuit Michael Bordt über Sehnsucht und Spiritualität

Christentum, Buddhismus, Hinduismus, Yoga- oder klassische Philosophie: Die Suche nach einem tieferen Sinn beschäftigt Menschen immer und überall. Was uns alle eint – und was Spiritualität gerade in der gegenwärtigen Zeit ausmacht –, erklärt hier der Philosophieprofessor und Jesuit Michael Bordt im Interview mit YOGA JOURNAL Chefredakteurin Stephanie Schauenburg.

Text: Stephanie Schauenburg / Fotos: Niko Schmid-Burgk

Wir reden heute ständig über Spiritualität, aber der Begriff bleibt oft seltsam diffus. Wie würden Sie Spiritualität definieren?
Natürlich hat jeder das Recht, unter Spiritualität alles Mögliche zu verstehen. Aber was ich schon hilfreich finde, ist der Hinweis darauf, dass der Begriff vom Ursprung her in den Religionen seinen Platz hat: Er bezeichnet die Erfahrung Gottes oder des Göttlichen – was immer man darunter dann verstehen mag.

Um was geht es konkret?
Im Wesentlichen um zwei Elemente: Zum einen haben alle großen Religionen Übungen entwickelt, die Menschen helfen, sich Gott, diesem Göttlichen, dem Ursprung, dem Universum zu nähern. Zum zweiten gibt es in den Religionen jeweils einen bestimmten Deutungsrahmen für diese Erfahrung. Sie versuchen, Antwort zu geben auf die großen, existenziellen Fragen des Menschen: Warum lebe ich, warum sterbe ich, was kommt nach dem Tod, was hat das Leben für einen Sinn?

Fragen, die sich eigentlich alle Menschen stellen, auch außerhalb von Religion.
Natürlich. Menschen beschäftigen sich auf ganz vielfältige Weise mit diesen Fragen. Das fängt in der abendländischen Philosophie schon mit Platon und Sokrates an und kann ganz unabhängig sein von einem religiösen Rahmen – dann allerdings auch unabhängig von deren praktischen Übungswegen: Dinge wie Meditation oder eben auch Yoga sind traditionell eher charakteristisch für Religionen. Yoga zum Beispiel steht ja ursprünglich im Kontext des Hinduismus.

Hinter diesen großen Fragen scheint eine tiefe Sehnsucht zu stehen. Was ist das?
Wir haben das sichere Gefühl, dass etwas fehlt zum erfüllten, glücklichen Leben. Oder eine Ahnung davon, wie es sein könnte, wenn das Leben gut wäre. Und wir haben den Eindruck, wir wissen gar nicht, wie wir das erreichen sollen – und was genau uns eigentlich fehlt.

Das klingt, als läge hier der Ausgangspunkt jeder spirituellen Suche?
Ja, alles beginnt mit dieser Sehnsucht. Sie ist etwas ganz anderes als ein Wunsch oder ein Begehren: Wenn wir das Gewünschte haben, ist der Wunsch erst mal weg. Wenn wir dagegen etwas erleben, was diese existenzielle Sehnsucht berührt, dann gibt ihr das neue Nahrung: Die Erfüllung der Sehnsucht ist wie ein Motor, der uns nur noch stärker antreibt.

In der modernen Spiritualität hört man oft Sätze wie: „Alles, was du suchst, ist schon in dir. Du bist verbunden mit dem Alleinen. Du bist vollkommen.“ Würgt man damit nicht auch diesen spirituellen Motor ab: die Sehnsucht?
Das ist ein guter Punkt. Für mich ist der entscheidende Reifeprozess einer Spiritualität die Bereitschaft und Fähigkeit im Umgang mit Leid, Schmerz und Mangel – der spirituelle Weg führt genau da hindurch. Was ich an dieser „YouTube- Light-Spiritualität“ so anstrengend finde, ist, dass suggeriert wird, man könne die Einheitserfahrungen machen, ohne auch die „dunkle Nacht der Seele“ zu erleben, wie es bei den Mystikern heißt.

Andererseits kennen wir ja alle diese Momente, in denen auch ganz unabhängig von jeder Praxis auf einmal alles gut ist und wir eine tiefe Verbundenheit mit allem erleben.
Schon, aber Spiritualität dreht sich nicht darum, diese flüchtigen Momente zu suchen und sein Leben danach einzurichten, dass sie sich vielleicht häufiger einstellen. Das würde schnell ganz krampfig.

Worum geht es dann?
An seiner Sehnsucht dranzubleiben, denn sie ist die beste Führerin. Wer bei seiner Suche nach einer authentischen Spiritualität nicht bei der eigenen Sehnsucht ansetzt und sich von ihr leiten lässt, der gerät in Gefahr auf halbem Weg stecken zu bleiben. Dann wird die Praxis mechanisch. Oder eine Mode, die man wechselt, wenn eine neue angesagt ist.

Aber was, wenn man überhaupt keine Sehnsucht spürt? Vielleicht weil man in seinem Alltag unglaublich gefordert ist, oder weil man gewohnt ist, sich ständig abzulenken?
Dann gibt es immer noch etwas, das Ignatius von Loyola „Sehnsucht nach der Sehnsucht“ genannt hat: Man spürt die Sehnsucht nicht, aber man merkt: Es wäre gut, wenn ich wieder an so etwas dran wäre. Das ist dann kein Gefühl, sondern eher ein Bewusstsein der eigenen Verfassung. Das kann schon genügen, um sich, modern gesprochen, auf einen spirituellen Weg zu begeben.

:PROF. MICHAEL BORDT SJ ist Jesuit, Philosoph, Theologe, Meditationslehrer – Foto: Niko Schmid-Burgk

Ihr Buch „Die Kunst, unserer Sehnsucht zu folgen“ trägt den Untertitel: „Spiritualität in Zeiten des Umbruchs“. Wie wirkt sich diese Umbruchsstimmung aus?
Gesellschaftlicher Umbruch führt immer zu Polarisierungen und die wiederum führen in die Moralisierung: Man teilt nicht nur die Welt ein in die Guten und die Schlechten, sondern oft genug auch sich selbst. Damit droht sehr viel von dem verloren zu gehen, was für unser inneres Leben so bedeutungsvoll ist: genaue Wahrnehmung, Sensibilität, Empathie, Zuhören und Verstehenwollen.

Es passiert also das genaue Gegenteil von dem, wonach wir uns in der spirituellen Praxis eigentlich sehnen: Verbundenheit, Frieden …
Ja. Wobei, das möchte ich auch sagen, eine Meditation ja nicht dann erst gut ist, wenn ich besonders viel Ruhe und Frieden spüre. Sondern eher, wenn ich immer wieder treu, sanft, aber bestimmt den Versuch mache, zum Anker, zum Atem, zurückzukehren. Natürlich ist es angenehmer, wenn ich Ruhe spüre, und unangenehmer, wenn mein Geist wild herumspringt. Aber auch da, wo es um die Spiritualität selbst geht, ist unser Hang zu Bewertungen eben problematisch.

Aber es ist doch nur menschlich, dass ich einen Zustand vorziehe, in dem es mir gut geht, in dem ich in Resonanz mit meiner Umgebung bin?
Natürlich. Aber dann kann es eben passieren, dass Menschen, nur weil ihre Meditation unruhig ist, das Gefühl haben: Ich mache es nicht richtig. Ich komme nicht weiter. Das bringt mir nichts. Ich lasse es wieder sein.

Was wäre da Ihr Rat?
Auf den Alltag zu schauen. Die Meditation kann über lange Strecken anstrengend sein, die Frage ist, ob man dadurch Veränderungen im Alltag bemerkt: Nimmt man andere Menschen, sich selbst oder Situationen anders wahr? Wird man emphatischer? Bereichert sich das emotionale Erleben?

Alles Qualitäten, die in diesen Zeiten eine große Hilfe sein können – aber es ist eben auch schwieriger, inmitten all dieser Reibungen und Konflikte überhaupt da hinzukommen …
Viel schwieriger.

Ich frage mich da oft: Wie kann ich in dieser gereizten, polarisierenden Stimmung mein Herz offen halten?
Da gibt es einen schönen Satz von Oscar Wilde, den er aus dem Gefängnis heraus an seinen Geliebten geschrieben hat: „Herzen sind dazu gemacht, gebrochen zu werden. Sie dürfen nur nie zu Stein werden.“ Das finde ich so schön: Die Fähigkeit, mit den Dunkelheiten im Innen und Außen auf eine andere Art und Weise umzugehen.

Das Ziel unserer Sehnsucht wäre demnach …
… die umfassende Liebe, ja. Was einem das Leben oft so schwer macht, ist, dass man so vieles ablehnt, so viele Menschen schwer erträgt. Wenn es dagegen so wäre, dass man nichts und niemanden aus dem Weg gehen müsste, weil man die Liebe allem gegenüber hat – das wäre tatsächlich ein glückliches Leben.

Klingt nach einer sehr fortgeschrittenen Form von Spiritualität.
Ja, aber ich finde wichtig, dass man weiß: Da geht es hin. Das ist auch eines der großen Dramen des Christentums heute, dass dieser Gedanke entweder zu kurz kommt, oder er wird in moralisierender Form vermittelt. Aber dass es praktische Übungswege gibt, die helfen, sich in jemand transformieren zu lassen, der mehr und mehr so lebt, das kommt nicht ausreichend vor.

Vielleicht sind deswegen die Yogastudios voll und die Kirchen leer.
Die spirituelle Sehnsucht der Menschen ist kaum noch ein Thema der Kirchen – und dann sucht man völlig zu Recht woanders. Das finde ich sogar sehr positiv, dass da so viel Sehnsucht und Suche ist. Es ist nur schade, wenn dann irgendwelche Säuselstimmen auf YouTube suggerieren, dass alles sowieso schon gut ist.

In ihrem Buch sprechen Sie davon „Menschen von ihren Verwundungen her verstehen zu können“. Vielleicht gilt das im übertragenen Sinn auch für unsere Welt, für diese Zeit?
Ja. Bei Paulus im Römerbrief gibt es dazu ein schönes Bild: Dass die ganze Schöpfung in den Wehen liegt. Alles muss erlöst werden und alle Menschen, die gesamte Natur sind in diesen spirituellen Prozess eingeschlossen.

Uns Yogi*nis wird da gerne mal vorgeworfen, wir säßen auf unseren Kissen und meditierten uns in eine rosarote Seifenblase hinein, anstatt diese wichtigen Aufgaben in der Welt mit anzupacken.
Aber es stimmt ja nicht, dass die Praxis dazu führt, dass man alles rosarot sieht und sich nicht mehr einmischt. Mir gefällt da sehr gut das Motto von Frère Roger, dem Gründer der Gemeinschaft von Taizé: Mit versöhntem Herzen kämpfen. In einer reifen Spiritualität steigt auch die Sensibilität für das Leiden anderer – und das führt dazu, dass man etwas tun möchte. Der Unterschied zu vielen anderen Aktivisten besteht aber darin, dass man mit diesem versöhnten Herzen aktiv wird und nicht, weil man es alles nicht mehr aushält.

Also raus aus der spirituellen Bubble und mitten hinein in die Zeit des Umbruchs?
Für mich ist das sogar ein Kriterium für eine reife Spiritualität: Führt sie in einen privaten Rückzug, wo man nichts mehr an sich herankommen lässt, was die innere Ruhe angeblich stört – oder führt es zu einer größeren Empathiefähigkeit, die einen auch dazu drängt, etwas zu tun.

Da schließt sich eigentlich wieder der Kreis zur Sehnsucht: Hier ist es die Sehnsucht nach einer besseren Welt. Wobei der Weg dorthin ja für jeden und jede sehr verschieden sein kann. Wie finde ich meinen eigenen, persönlichen spirituellen Weg?
Indem ich mich immer wieder frage: Wo spüre ich Resonanz? In dieser Selbstwahrnehmung wird die Sehnsucht zu einer Führerin und zu einem Motor, der mich mit jeder Erfahrung weiter in Bewegung setzt.

Als heutige Menschen können wir unglaublich viele spirituelle Traditionen anzapfen und überall etwas herauspicken, das uns anspricht. Wird es da nicht beliebig?
Mir ist das ziemlich egal, wo jemand sich etwas hernimmt, ob das jetzt Yoga ist, die christliche Mystik, der tibetische Buddhismus oder was auch immer. Hauptsache, man nimmt es ernst und übt es von Herzen. Solange es nicht dazu führt, dass man einfach zur nächsten Tradition, zur nächsten Praxis springt, wenn es auf dem Übungsweg schwierig wird. Mich interessieren da eher die strukturellen Parallelen. Der Kern der Spiritualität ist ja überall derselbe: Es geht immer um die Liebe.


PROF. MICHAEL BORDT SJ ist Jesuit, Philosoph, Theologe, Meditationslehrer – und er beginnt jeden Morgen mit ein paar Yogaübungen. In seinem sehr empfehlenswerten Buch „Die Kunst, unserer Sehnsucht zu folgen. Spiritualität in Zeiten des Umbruchs“ (Elisabeth Sandmann Verlag) schlägt er den Bogen von der spirituellen Suche moderner Menschen zu den großen philosophischen und religiösen Traditionen. Er zeigt: Ruhe, Frieden, Verbundenheit, all das wonach wir uns sehnen, findet sich, wenn wir „unserer spirituellen Identität Zeit und Raum geben, sich in uns zu entfalten.“


https://yogaworld.de/produkt/yoga-journal-nr-78-06-21-print-ausgabe/
Dieser Artikel ist aus dem YOGA JOURNAL Nr. 78. Mehr Beiträge zum Titelthema „Sehnsucht nach Sinn“ findet ihr im Heft.

Die schönsten Yogahotels in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol

soami.at

Traumhafte Hotels, renommierte Lehrer*innen und einzigartige vegane und vegetarische Küche – diese Hotels lassen wirklich jedes Yogi*ni-Herz höher schlagen. Von Deutschland und Österreich über die Schweiz bis nach Südtirol – das sind die schönsten Yogahotels…

Deutschland

Schloss Elmau – Yoga in den Bayerischen Alpen

Es ist der absolute Luxusliner unter den Yogahotels in Deutschland – und das liegt nicht nur am Fünf-Sterne-Service, sondern vor allem am Kaliber der Yogalehrer*innen, die hier unterrichten: Anna Trökes, Dr. Patrick Broome, Michael Forbes, Barbra Noh und viele mehr. Kuratiert wird das Yogaprogramm von Johannes Mikenda, der Schloss Elmau als zertifiziertes Jivamukti Yoga Affiliate Studio leitet.

In den letzten Jahren hat sich Schloss Elmau als Treffpunkt der internationalen Yogaszene mit dem jährlichen Yoga Summit etabliert. In den riesigen Sälen und ehrwürdigen Räumen lässt sich wunderbar Yoga praktizieren. Der Raum, den Schloss Elmau bietet, ist ein Erlebnis für sich: Der Kontakt mit der Natur, die Weite des Areals, die wunderschönen Spas und Zimmer und das vielfaltige Angebot an Yoga sind wirklich beeindruckend. Und: Vegetarier*innen und Veganer*innen speisen vorzüglich im Ananda Spa.

Tipp: Über das Jahr verteilt finden unterschiedlichste Yoga Retreats geleitet von Yogakoryphäen statt. Täglich werden offene Jivamukti-Yogakurse im Yoga Center oder auf der Yogaplattform angeboten.

Weitere Infos unter www.schloss-elmau.de

Das Kranzbach – Yoga-Kompetenzzentrum und Architektur von Kengo Kumo

Offene Yogastunden, Retreats, Aerial Yoga oder die beliebten Yoga-Wanderwochen – das Kranzbach bietet gleich mehrere spezielle Orte, um Yoga zu praktizieren. Im Badehaus befinden sich zwei Yogaräume: der große Yogaraum mit Ausrichtung zum Sonnenaufgang sowie ein Wintergarten-Raum für Privatstunden. Die wunderbaren Panoramafenster öffnen den Blick in die Baumwipfel. Bei schönem Wetter geht es auf die Yogaplattform auf dem Dach des Badehauses, mit Rundum-Ausblick in die Natur und auf die imposante Bergwelt. Die Perle ist aber die zweite Yogaplattform. Sie liegt mitten im Wald und ist dadurch ein einzigartiger Ort des Rückzugs und der Erholung – Waldbaden inklusive. Überhaupt sind die wohltuende Wirkung des Waldes und der Natur sowie die Stille, die das Kranzbach bietet, absolute Spitzenklasse.

Tipp: Das eigene Meditationshaus von Star-Architekt Kengo Kuma allein ist die Reise wert. Es finden dort regelmäßig Meditationskurse statt. Unser Fazit: Das Kranzbach ist mit seinem Yoga-Kompetenzzentrum wirklich ein besonderer Ort für Yogi*nis.

Weitere Infos unter www.daskranzbach.de

Österreich

SOAMI Yoga Resort – Nahrung für Körper und Geist

Das erwartet euch: Architektur und Einrichtung nach dem Feng Shui-Prinzip, vegane Küche, Zen-Zimmer aus Bambus, Holz und Glas und sogar ein Sauerstoff-Pool mit Blick in die Natur. Das Yoga Retreat Resort SOAMI nahe des Millstätter Sees mit dem angrenzenden Nationalpark Nockberge ist der ideale Platz, um mitten in der Natur Kraft zu tanken. Regelmäßige Yoga- und Meditations-Retreats stehen auf dem Plan, doch das eigentliche Herz ist die SOAMI-Küche: vegane Gerichte, Rohkost, laktosefreies und glutenfreies Essen auf Wunsch – und natürlich alles bio.

Tipp: Der Yogaraum und die Yogaterrasse mit Horizontblick sind Balsam für die Seele. Vor allem für Yogalehrende, die für ihre eigenen Yoga-Retreats ein Hotel suchen, ist das SOAMI ein absoluter Geheimtipp. Der Fokus auf gesunder Ernährung, Kochkurse mit eigenem Kochbuch und Detox-Programm, macht den Aufenthalt im SOAMI zum ganzheitlichen Erlebnis.

Weitere Infos unter www.soami.at

Haus Hirt, Bad Gastein – das Yoga Family Paradies

Bad Gastein ist mit seinem Yogafrühling und Yogaherbst eine feste Institution in der Yogaszene und Yoga-Hot Spot Nummer Eins in Österreich. Ein Juwel in dieser ohnehin atemberaubenden Landschaft ist das Haus Hirt. Mit seiner spektakulären Hanglage und dem Blick über das Gasteiner Tal, ist das Hotel auch ein Lieblingsort für Yogi*nis mit Familie. Das Yogaangebot ist umfangreich, zweimal täglich finden Yogastunden im Aveda Spa oder je nach Jahreszeit an der frischen Luft statt. Das Geniale: Auch Kinder und Jugendliche haben im Haus Hirt jede Menge Spaß. Im eigens gestalteten Kids Space der Hamburger Designerin Jutta Werner gibt es Spielecken, Kinderbücher, Tischkicker und Billard. Es stehen Ausflüge zum Klettern, Bogenschießen, Ponyreiten, Wakeboarden oder Volleyball auf dem Programm. Das Schönste am Haus Hirt ist aber nicht nur das Yogaprogramm, das exzellent ist, sondern das Haus selbst: Die individuell gestalteten Zimmer, die Aufenthaltsräume und das ganze Ambiente sind wirklich besonders. Es sind zahlreiche Stammgäste vor Ort und die Stimmung im Haus ist familiär. Beliebt ist das Hotel auch für den „Baby Moon“: ähnlich wie beim Honeymoon, genießen Paare vor der Geburt nochmal einen letzten Aufenthalt nur zu zweit. Dafür bietet das Spa zusätzlich spezielle Behandlungen für Schwangere an.

Tipp: Das Aveda Spa mit Indoor-Pool, Sauna und Dampfbad. Bad Gastein ist für sein Thermalwasser weltberühmt. Das Thermalwasser aus den Hot Springs von Bad Gastein, das mit natürlichem Radon angereichert ist, sprudelt direkt ins Haus Hirt und wirkt besonders vitalisierend auf die Zellen. Fazit: Eines der einzigartigsten Yogahotels, das immer einen Besuch wert ist – auch ohne Familie und Kinder.

Weitere Infos unter www.haus-hirt.com

Schweiz

Sutra House – Insidertipp in der Schweiz

Es ist einfach nur schön – jede Ecke, jede Lampe, jeder Holzbalken, die Kissen, das Yoga-Equipment – alles topmodern und dennoch nicht abgehoben. Die Räume des Sutra Hauses haben eine sattvische Qualität – es wird sofort klar, dass Achtsamkeit sich hier durch jeden Raum zieht. Sucht euch ein Retreat aus – Lehrer*innen wie Karl Straub oder Alex Frei bieten von Yoga, Ayurveda, Fasten, Yoga-Art bis zu Journaling Retreats die unterschiedlichsten Aufenthalte an. Das Haus ist nicht zu vergleichen mit den Schlössern und Grand Hotels, die wir hier vorstellen. Es ist wirklich einzigartig und gerade deshalb ein Top-Favorit der Redaktion.

Tipp: Die vegane Küche vom Privatkoch ist ausgezeichnet. Das Wellness-Angebot mit Dampfbad, Sauna, beheiztem Außenpool ist auf kleine Gruppen ausgerichtet, aber kann sich sehen lassen.

Weitere Infos unter www.sutra-house.com

Südtirol

Hotel Saltus – Eco-Hotel mit Forest Spa

Das Hotel Saltus ist in Jenesien zuhause. Die Region wird auch als die grüne Riviera Südtirols bezeichnet, zwischen Dolomiten, Salten und ganz nah bei Bozen. Dem Zusatz „Eco“ oder „Green“ macht das Konzept des Hotels alle Ehre: Der ganze Bau besteht aus Naturmaterialien aus der Region: Lärchenholz für die Fassade, Lehm und Kalk für Böden und Wände und das mitten im Wald – ahhh – Urlaub für die Seele. Die Höhenlage von 1 100 Metern über dem Meer ist erwiesenermaßen auch noch gesundheitsfördernd – ich bekomme beim Schreiben schon Sehnsucht nach diesem wundervollen Ort. Und natürlich gibt es auch ein Yogaangebot: Das Forest Spa liegt wirklich mitten im Wald, mit Saunen, Ruheraum, Yogaraum und intensiven Waldbegegnungen. Yoga wird ganz klar mit der heilenden Wirkung des Waldes verbunden. Der Weg zum Spa ist ein Meditationspfad mit verschiedenen Stationen zum Innehalten und um die Natur bewusst zu erfahren. Es gibt Yoga-Retreats, die über mehrere Tage gehen, zum Beispiel mit Kat Swenson oder Rosie Fan.

Tipp: Ihr bekommt fünf Prozent Ermäßigung, wenn ihr mit dem Zug anreist. Von dort aus könnt ihr das kostenpflichtige Hotelshuttle nutzen. Alternativ gibt es einen Linienbus, der bis zum Hotel fährt.

Mehr Infos unter www.hotel-saltus.com

Hotel Schwarzschmied – in Lana bei Meran

Yogalehrende wie Timo Wahl oder Sinah Diepold halten im Schwarzschmied regelmäßig ihre Yoga-Retreats. Die Gastgeberfamilie Dissertori nennt es Lebenskunst-Hotel: neben Yoga und Bewegung gibt es auch Kunst-Workshops in der Villa Arnica. Es finden spezielle Veranstaltungen für persönliche Weiterbildung und Selbsterfahrung statt, Konzerte, Lesungen und natürlich Yoga. Außerdem steht Slow Food auf dem Menü. Die ganze Philosophie des Hauses lädt aber nicht nur mit den Events dazu ein, einfach mal was anders zu machen. Auf jedem Zimmer liegt ein kleines Buch, das euch auffordert, die Räume mit neuem Leben zu füllen. Dazu sind an den Wänden der Zimmer und Suiten gezeichnete Anweisungen, Körperhaltungen und Vorschläge, das Zimmer ganz zu seinem eigenen zu machen. Klingt spannend, oder? Im Yoga üben wir ja nicht nur die Flexibilität unseres Körpers, sondern auch die unseres Geistes. Manche Anweisungen, wie mit der Stehlampe zu tanzen, habe ich tatsächlich befolgt. Ich muss heute noch schmunzeln, wenn ich daran denke. Es gibt täglich zwei Yogaeinheiten plus intensive Retreats mit wechselnden Yogalehrer*innen.

Tipp: Das Schwarzschmied ist auch für Familien eine gute Adresse: Mit Kinderspielzimmer und Kinderprogramm im Sommer sind alle gut beschäftigt.

Mehr Infos unter www.schwarzschmied.com