Wintersport durch Yoga leicht gemacht – Mini Praxis

Viele Skigebiete haben bereits die ersten Opening-Wochenenden veranstaltet. Wie kannst du dich ideal auf die bevorstehende Skisaison vorbereiten? Hier haben wir ein kleines Mini Programm für den Wintersport zusammengestellt. Rüste dich für deine Winter-Abenteuer, indem du Stärke, Selbstvertrauen und Beweglichkeit ankurbelst.

Gutes Team: Yoga und Wintersport

„Ob du nun Ski oder Snowboard fährst. Yoga kann trotz seiner Wurzeln im warmen Indien eine tolle Unterstützung sein, Körper und Geist auf die winterliche Piste vorzubereiten“. Davon ist die Ski- und Yogalehrerin Anne Anderson überzeugt. Nach ihrer Ausbildung zur Kripalu-Yogalehrerin begann sie vor sieben Jahren, yogische Atemtechniken in ihre Skikurse zu integrieren. Der Effekt war verblüffend. Sie bemerkte, dass ihre Schüler*innen auf der Piste souveräner wurden. „Nachdem ich Yoga eingebaut hatte, machten die Schüler*innen viel schneller Fortschritte.“

Heute beinhaltet Andersons Unterricht die „Snowga-Praxis„. Dabei üben die Schüler*innen 15 Minuten lang Meditation, Pranayama und Asanas, bevor sie auf die Bretter steigen. „Wenn man vor dem Skifahren Yoga übt, hat man auf der Piste mehr Spaß. Der Geist wird ruhig und der Körper sanft aufgewärmt. Zudem sinkt dadurch die Anfälligkeit für Zerrungen und Verletzungen rapide.“

Deine kleine Pisten-Praxis

1 & 2: Katze-Kuh und Nadelöhr

Anderson schlägt daher sechs Aufwärmübungen vor, bevor es auf die Piste geht. Die Katze-Kuh-Haltung, um den Rücken aufzuwärmen und anschließend eine Drehung zu jeder Seite für mehr Flexibilität in der Wirbelsäule. (Ohne Bilder).

3: Tadasana – Bergposition

Die Bergposition stärkt das Bewusstsein für die korrekte Körperhaltung und lenkt den Fokus nach innen. Komm in einen hüftbreiten Stand, die großen Zehen parallel. Beuge dann ganz leicht die Knie. So kannst du dein Steißbein zum Boden ziehen. Jetzt öffnest du die Hände nach vorne und dein Blick geht bestimmt aber ohne Anhaftung in den Raum.

Utkatasana gezeichnet Wintersport

4: Utkatasana – Stuhlposition

„Danach“, sagt sie, „solltest du Haltungen üben, die besonders in den Knien und Hüften Kraft aufbauen und deine Balance und Flexibilität verbessern. Utkatasana (Stuhlhaltung) ist unerlässlich. Denn sie bereitet auf die Haltung mit gebeugten Knien und Knöcheln vor. Das ist für Skifahrer die Standardposition. Zudem stärkt sie die Beinmuskulatur, welche wiederum die Knie unterstützt.“

Dafür beugst du aus Tadasana die Knie. Allerdings achtest du darauf, dass deine Knie hinter deine großen Zehen bleiben. Mit der nächsten Einatmung ziehst du deine Arme nach oben. Komm nach einer halben bis ganzen Minute zurück zu Tadasana.

Virabhadrasana I gezeichnet Wintersport

5: Virabhadrasana I

Der Krieger I öffnet die Brust und baut Kraft in den Beinen auf. Dafür machst du mit rechts einen Schritt nach hinten. Dein vorderes Knie ist im 45-Grad-Winkel gebeugt. Das hintere ist mit leicht geöffneter Hüfte gestreckt. Wenn du die Stabilität in deinen Beinen spürst, dann nimm einatmend die Arme wieder gestreckt nach oben. Währenddessen lässt du die ganze Zeit deine starke Mitte aktiv, damit dein unterer Rücken in der Rückbeuge nicht zu sehr strapazier wird.

Virabhadrasana III gezeichnet Wintersport

6: Virabhadrasana III

Der Krieger III verbessert die Balance und kräftigt die Bauchmuskulatur. Aus dem Krieger I lehnst du dich nach vorne. Jetzt hebst das hintere Bein ab. Dabei sind sowohl deine Wirbelsäule als auch deine Arme und dein Bein parallel zum Boden. Achte darauf, dass die Hüfte geschlossen ist. Wechsel nun die Seite und wiederhole Krieger I und III mit dem linken Bein hinten. Jetzt bist du bereit für den Wintersport.

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