Potluck-Party im Garten – So geht’s

„Potluck“ – das Glück im Topf – so nennen die Amerikaner ein Essen mit Freunden, zu dem jeder ein besonderes Gericht beisteuert. Wie genau das Menü am Ende aussieht, ist für alle eine Überraschung. Genau der richtige Plan für einen lauen Sommerabend im Freien.

Die Sonne senkt sich langsam und lässt die Schatten der Bäume schneller wandern. Mein Garten füllt sich mit Gesprächen, Gelächter und wunderbaren Essensdüften. Wer sich darunter zwingend Holzkohlenrauch und Grillschwaden vorstellt, der ist bei uns nicht unbedingt richtig. Was sich aber in den Töpfen und Schüsseln unserer Gäste verbirgt, das weiß man vorher nie so genau. Robert, ein begeisterter Hobby-Gärtner, hat heute frische grüne Bohnen und geröstete Maiskolben mitgebracht. Liz hat am Vormittag in meinem Garten eine Schüssel Pflaumen gepflückt und daraus einen Crumble gebacken. Seit ich vor fünf Jahren damit begonnen habe, regelmäßige Potluck-Partys zu veranstalten, habe ich mit immer wieder anderen Menschen schon unzählige Leckereien geteilt, neue Rezepte kennengelernt und oft überraschend stimmige Zufallsmenüs genossen.

Am liebsten mag ich die gemeinsamen Schlemmereien im Sommer, wenn wir es uns wie heute mit unseren Tellern im Schatten des großen Ahornbaumes bequem machen. Ich lasse meinen Blick schweifen und freue mich über alte Freunde und neue Gesichter – und darüber, dass sie alle diese Abende genauso zu genießen scheinen wie ich. Wer hat was mitgebracht, woher stammt das Rezept, welche Zutaten sind drin und wo kommen sie her? Ich glaube fest daran, dass Kochen und gemeinsames Essen eine der grundlegendsten Verbindungen zwischen Menschen schafft.

Mittlerweile sind diese Abende zu einer Tradition geworden, jeden dritten Donnerstag im Monat lade ich Freunde ein, mit mir im Garten zu sitzen und zu essen. Jeder bringt mit, was ihm gefällt: Hauptache, die Zutaten sind lokal und saisonal. Für mich ist es wichtig, jeden Tag bewusste Entscheidung zu treffen – gerade was Nahrungsmittel anbelangt. Als Gastgeberin solcher Gartenpartys bietet sich für mich eine gute Gelegenheit, dieser Herzensangelegenheit nachzugehen: Ich will lokale Bauern und Gärtnereien unterstützen und das Bewusstsein für eine saisonale Küche fördern. Außerdem habe ich mich entschieden, meine Abfälle zu kompostieren, auf dem Wochenmarkt einzukaufen und einen Teil meines Gemüses selbst anzubauen. Der Wunsch, große Veränderungen herbeizuführen, kann oft frustrierend sein. Für mich macht es viel mehr Sinn, jeden Tag viele kleine Schritte zu gehen, die dann zu etwas Großem führen. Mit der bewussten Entscheidung darüber, was wir täglich essen, ist schon ein großer Schritt getan – und das gemeinsam mit Freunden bei einem Abend mit vielen „Töpfen voll Glück“ zu zelebrieren, ist noch viel schöner.

Tipps für Ihre Potluck-Party

Foto: Eva Kolenko

Finden Sie einen Co-Gastgeber
Zwei Köpfe, zwei Herzen und zwei Paar Hände schaffen viel mehr als einer alleine. Teilen Sie die Aufgaben untereinander auf, damit die Vorbereitung Ihnen nicht die gute Laune verdirbt.

Planen Sie die Gästeliste großzügig
Behalten Sie im Auge, wie viele Gäste sie problemlos unterbringen können. Aber denken Sie auch daran, dass nicht jeder kommen kann.

Planen Sie genügend Geschirr ein
Gebrauchtwarenhäuser und Flohmärkte bieten eine günstige Alternative, um das Geschirr für solche Gelegenheiten aufzustocken. Dabei muss nicht immer alles zusammenpassen, Teller in verschiedenen Farben haben einen besonderen Charme. Oder jeder bringt sein eigenes Geschirr mit.

Kochen Sie mit einer guten Intention
Bleiben Sie bewusst im Moment, während Sie das Essen vorbereiten. Konzentrieren Sie sich auf den Atem und bringen Sie sich in eine liebevolle Geisteshaltung. Vielleicht setzten Sie auch eine schöne Intention. Mit Liebe zubereitet, schmeckt alles gleich viel besser.


Sie möchten jetzt auch eine Potluck-Party veranstalten? HIER finden Sie ein Rezept für einen Sommersalat mit Buttermilchdressing (ab 18. Juli) und HIER gibt’s ein Rezpt für einen fruchtigen Himbeer-Mojito-Mocktail (ab 19. Juli). Guten Appetit!


Foto: Eva Kolenko

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