SUP-Yoga: Navasana mal anders

Wasserratten ahoi!

Am malerischen Ammersee bietet Percy Shakti Johannsen yogischen Wasserratten die Möglichkeit, auf einem Paddleboard zu praktizieren und sich dabei auf ihre eigene Mitte zu konzentrieren.

YOGA JOURNAL: Percy, was sind die Ursprünge von Stand-Up-Paddleboard-Yoga?
PERCY JOHANNSEN: Stand Up Paddle (SUP) Surfing geht ursprünglich auf polynesische Fischer zurück, die sich in ihren Kanus stehend auf dem Meer fortbewegten. In den letzten Jahren fand SUP immer mehr Verbreitung als Freizeitsport und entwickelte sich zu einer eigenständigen Wassersportart. Da Yoga um einiges älter ist als SUP und es schon lange Yogis gibt, die auch surfen, ist anzunehmen, dass die ersten Yogis unmittelbar nach Entwicklung dieses stabilen Surfbretts bereits Yoga darauf übten.

Was ist das Besondere an einer Yogastunde auf dem Wasser?
Die einzigartige Verbindung und die Nähe zur Natur und sie mit allen Sinnen bewusst wahrzunehmen: das Geräusch, wenn das Brett über die kleinen Wellen gleitet, das Glitzern der Sonne auf dem Wasser, das Gefühl des warmen Sommerwinds, der Geruch von Sonnencreme und der Geschmack des Wassers, wenn man doch mal vom Brett fällt. Es ist wirklich eine wunderschöne Herausforderung, all die auf der Yogamatte gemeisterten Asanas auf einem beweglichen Untergrund auszuprobieren, zu üben – und zu genießen.

Braucht man Vorkenntnisse, um an einer SUP-Yogastunde teilzunehmen?
Grundsätzlich braucht man keine Vorkenntnisse. Für SUP-Anfänger bieten wir im Vorfeld einen halbstündigen Einführungskurs zu den Grundlagen beim Stand Up Paddling an, Yoga-Anfänger werden, genau wie bei „normalen“ Stunden auf festem Untergrund, sanft durch die verschiedenen Asanas begleitet. Auf den SUP-Brettern steht man erstaunlich sicher und selbst Anfänger können sofort loslegen. Und mit der Balance ist es genau das Gleiche wie an Land: Hör auf deine innere Stimme und übe deiner Verfassung entsprechend. So bleibt ein unerwünschter Badespaß aus, wobei das kühle Nass hin und wieder auch eine sehr willkommene Erfrischung bietet.

Besteht nicht die Gefahr, dass jeder Schüler auf seinem Board in eine andere Richtung driftet? Wie hält man die Gruppe auf dem Wasser zusammen?
Bei schönem Wetter und Windstille geht das ganz gut, ansonsten paddelt man einfach
zurück, sobald die Stimme des Lehrers so leise wird, dass man nichts mehr versteht. Und inzwischen haben wir auch ein tolles System mit Seilen entwickelt, mit dessen Hilfe das Auseinanderdriften verhindert wird.

Kühlt man nicht sehr schnell aus, wenn man auf dem Wasser praktiziert?
Ich passe das Stundenbild den Schülern und der Wetterlage an, so dass es in der Regel immer angenehm warm ist. Für den Fall der Fälle kann man über uns auch Neoprenanzüge leihen und damit aufs Wasser gehen. Die Anzüge schützen vor kaltem Wasser und Wind.

Percy Shakti Johannsen ist Visionär, Numerologe und ärztlich geprüfter Yogalehrer. 2008 gründete er zusammen mit seiner Frau das Namasté Yoga Studio in Herrsching am Ammersee, wo er seit 2011 auch SUP-Yogastunden gibt. Mehr Infos unter www.shaktiji.com

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