Wie YogaEasy Female Leadership zur Chefsache macht

Weibliche Führungskräfte sind leider längst noch nicht so normal, wie wir das gerne hätten. Umso schöner, wenn es Unternehmen gibt, bei denen Frauen in der Chefetage selbstverständlich sind – wie bei der Onlineyoga-Plattform YogaEasy. Wir haben uns mit den Geschäftsführerinnen Dr. Henrike Fröchling und Esther Ekhart zum Thema Female Leadership und den damit verbundenen Chancen, aber auch Problemen und Schwierigkeiten unterhalten. //anzeige

“It’s a match” – das ist Dr. Henrike Fröchling und Esther Ekhart sofort klar, als sich beide zum ersten Mal kennenlernen. Denn die beiden Unternehmerinnen haben sich gesucht und – zum Glück – auch gefunden. Gemeinsam wollen sie nicht nur eine internationale Yoga-Plattform schaffen und das Thema Female Leadership neu definieren, sondern Frauen und Männern zeigen, dass Weiblichkeit in der Chefetage ein dickes Plus ist.

Ihr steht zu zweit an der Spitze eines wachsenden Unternehmens und setzt auch in der zweiten Führungsriege auf Frauen. Wie seht ihr eure Rolle als female leaders in der heutigen Geschäftswelt?

Henrike: Im Idealfall kann ich andere Frauen ermutigen und dazu beitragen, dass es (noch) normaler wird, dass eine Frau führt. Vielleicht denkt sich die eine oder andere, die mich sieht, dass es geht, glücklich und feminin in so einem Job zu sein. Dass man Mutter sein kann und sich nicht verbiegen muss. Ich muss keinen Mann kopieren, sondern kann freundlich, hartnäckig und humorvoll führen, vielleicht mit etwas mehr Nähe, aber dennoch professionell.

Esther: Richtig, ich glaube fest daran, sich selbst treu zu bleiben. Ich glaube an Führung mit Einfühlungsvermögen, Offenheit und dem Commitment fürs Zuhören – Eigenschaften, die meiner Meinung nach bei vielen Frauen besonders ausgeprägt sind. Es geht darum, ein Umfeld zu schaffen, in dem sich jede*r wertgeschätzt und gehört fühlt. Dieser Ansatz kann die Unternehmenskultur nur bereichern und möglicherweise männliche Führungskräfte dazu inspirieren, mehr traditionell weibliche Eigenschaften anzunehmen, um einen integrativeren und ausgewogeneren Führungsstil für alle zu fördern.

Henrike: Ich liebe Frauen, die starke “männliche” Eigenschaften haben und Männer, die starke “weibliche” Züge kultivieren. Weil wir beide Seiten brauchen und sie in Balance sein sollten. 

Gibt es noch mehr besondere Eigenschaften, die wichtig für eine erfolgreiche weibliche Führungskraft sind?

Henrike: Sowohl für Frauen, als auch für Männer als Führungskräfte ist es mit die wichtigste Eigenschaft, die eigenen Gefühle ständig regulieren zu können. So bleibt man fair und empathisch, kann respektvoll kommunizieren und ermöglicht die freie und kreative Arbeit der Mitarbeitenden. Für Frauen ist die Selbstregulierung vielleicht noch wichtiger, weil es ihnen weniger verziehen wird, wenn sie emotional oder ungeduldig werden. Bei YogaEasy passiert dies nicht mehr so (oder zumindest viel weniger), weil Frauen in der Führung bei uns der Normalfall sind. Als weiblich interpretiertes Verhalten wird – immer noch – oft weniger ernst genommen. Gleiches Verhalten wie z.B. Bestimmtheit oder Kritik wird bei einem Mann als Führungsqualität, bei einer Frau als “bossy” oder “zickig” abgewertet. Das ist immer noch eine Herausforderung.

Esther: Ja, die Herausforderungen für weibliche Führungskräfte bestehen oft im Überwinden von Stereotypen und Vorurteilen, die leider immer noch bestehen. Andererseits bietet das auch die Möglichkeit, Führung neu zu definieren. Werte wie Einfühlungsvermögen, Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit sind entscheidend. Eine erfolgreiche weibliche Führungskraft hört zu, kommuniziert effektiv und ist offen für neue Ideen. Außerdem ist sie in der Lage, fundierte Entscheidungen zu treffen, stets mit gutem Beispiel voranzugehen und ihr Umfeld zu inspirieren. Eine erfolgreiche männliche Führungskraft hat hoffentlich die gleichen Qualitäten!

Was wäre euer Ratschlag für zukünftige Unternehmerinnen?

Henrike: Als Frau zu gründen ist eigentlich ein Geniestreich, weil man als Unternehmenschefin eine natürliche Autorität und eine unangefochtene Position hat. Man konkurriert meist nicht direkt mit Männern. Also kann man sich frei entfalten und den eigenen, kooperativen, weiblichen Führungsstil frei ausleben. Aber: Ein Bereich, in dem man als Frau auf stärkere Hindernisse stößt als männliche Gründer, ist die Investorensuche. Ich bin von potentiellen Investorinnen und Investoren herablassend behandelt worden, wenn man in Betracht zieht, dass ich z.B. schon erfolgreiche Geschäftsführerin von Parship und ZEIT ONLINE war. Man traut einer Frau weniger Wachstum zu. Also wenn sie starkes Wachstum plant, traut man ihr nicht; wenn sie vorsichtig aber solide plant, dann ist das typisch weiblich und finanziell nicht interessant genug. 

Esther: Wie Henrike und viele andere weibliche Gründerinnen bin auch ich genau auf dieses Hindernis gestoßen: von Männern nicht ernst genommen zu werden, die unbewusst oder nicht gerne eine Frau in einer Führungsrolle sehen. Das war frustrierend, und manchmal konnte ich nicht glauben, dass es damit zu tun hatte, dass ich eine Frau bin, aber trotzdem … Ich rate anderen Frauen, ihren Werten und Visionen treu zu bleiben, ihre Widerstandsfähigkeit zu kultivieren und ein unterstützendes Netzwerk aufzubauen. Denkt daran: Eure einzigartige Perspektive ist eure Stärke.

Sollten die Unternehmen selbst mehr tun, um die Förderung von Frauen in Führungspositionen zu verbessern?

Esther: Unbedingt! Stellt einfach Frauen ein und vertraut auf die Qualitäten, von denen wir gesprochen haben! Bei YogaEasy haben wir kürzlich eine neue weibliche Geschäftsführerin eingestellt und das ist der beste Weg, um voranzukommen! Außerdem stellen wir sicher, dass die Mitarbeitenden ihren eigenen Zeitplan erstellen können, um ihre Work-Life-Balance zu unterstützen, das hilft nicht nur Frauen, sondern jedem einzelnen unserer Teammitglieder.

Henrike: Richtig, all das funktioniert nur, wenn wir Flexibilität auch in Führungspositionen anbieten. Wir haben viele erfolgreiche Führungskräfte, die 20 oder 25 Stunden arbeiten. Und Homeoffice ist hoffentlich seit der Pandemie ohnehin kein Problem mehr. Mutterschaft und Führung dürfen sich nicht ausschließen. Vaterschaft im Übrigen auch nicht – jeder Mann in Teilzeit ermöglicht auf der anderen Seite seiner Frau, ihren (Karriere-)Weg zu gehen. Zunächst ist es einfach wichtig, mehr Frauen aktiv in Führung zu befördern, dazu muss man sie oft erstmal davon überzeugen, dass sie das können. Die Männer trauen sich oft eher zu viel zu, Frauen eher zu wenig. Wenn die Führungsmannschaft dann gemischt ist, wird nicht mehr nach rein männlichen, sondern eben nach gemischten Spielregeln gespielt. Wir haben mit Annastasia und Audrey zwei starke charismatische Frauen in der Geschäftsführung und auch unsere Teamleitungen sind zum Großteil weiblich. 

Dr. Henrike Fröchling und Esther Ekhart YogaEasy
Das Power-Team von Yoga Easy: Dr. Henrike Fröchling, Audrey Wolfovski, Esther Ekhart, Annastasia Baumann

Als eher soften Faktor sehe ich die Arbeit an der internen Kommunikation in Unternehmen. Wir haben uns bei YogaEasy vorgenommen, neben den yogischen Werten auch mehr gewaltfreie Kommunikation zu praktizieren – eine Technik, die einen klaren aber respektvollen Austausch ermöglicht. Geschulte Kommunikation ist für alle Beteiligten angenehmer und führt zu viel besseren Ergebnissen. Aber für Frauen ist es meiner Einschätzung nach die absolute Voraussetzung, damit sie sich in ihrer Karriere entfalten können. 

Yoga ist mittlerweile ein Riesen-Business. Wie hat sich die Geschäftswelt rund um Yoga in den letzten Jahren entwickelt und wie geht ihr mit der Balance zwischen Profitabilität und den ethischen Prinzipien des Yoga um?

Henrike: Es gibt viel mehr Konkurrenz, besonders in den großen Städten. Dazu kommt der große Einfluss von Urban Sports Club und internationalen kommerziellen Yoga-Apps, sowie kostenloses Yoga auf YouTube. Das alles plus die Inflation erhöht den finanziellen Druck auf alle Yoga-Anbieter, auch auf uns. Diese Entwicklungen sind normal im Rahmen von Professionalisierung und Mainstreaming von Yoga und sind an sich ein positives Zeichen dafür, dass Yoga sich immer weiter verbreitet. Aber es hat eben auch Nebenwirkungen. Es ist schwerer geworden, sich zu behaupten. Auch wenn es im Gegenzug für alle mehr digitale Tools gibt beim Aufbau eines eigenen Angebotes. 

Esther: Die Yogabranche ist stark gewachsen und hat sich zu einem Mainstream entwickelt. Dieses Wachstum bringt die Herausforderung mit sich, Authentizität zu bewahren und die ethischen Grundsätze des Yoga einzuhalten. Wir balancieren dies aus, indem wir unsere Grundwerte immer an die erste Stelle setzen und sicherstellen, dass unsere Geschäftsentscheidungen mit unseren Grundwerten wie Freundlichkeit, Ehrlichkeit, Integrität, Mitgefühl und Achtsamkeit übereinstimmen.

Wenn wir unsere Geschäftsentscheidungen mit unseren Grundwerten in Einklang bringen, bedeutet das, dass wir uns so gut wie möglich um unsere Lehrenden und Mitarbeitenden kümmern. Wir bezahlen unsere Lehrer*innen und Angestellten fair, wir tun unser Bestes, um unseren Lehrer*innen zu helfen, ihre persönlichen Retreats und Trainings zu füllen. Wir helfen, wo wir können. Aus Yoga ein Geschäft zu machen, bedeutet, dass wir in der Lage sind, qualitativ hochwertige, professionelle und von Herzen kommende Inhalte anzubieten, weil wir all unsere Zeit dafür aufwenden können.

Henrike: Unsere Abonnent*innen bezahlen für authentisches, ethisches Yoga, sie können für einen unschlagbaren Preis sowohl mehr als 2000 wunderschön produzierte On-Demand-Videos, einen vollwertigen Live-Stundenplan mit 20 Stunden pro Woche und unser Academy-Curriculum aus Weiterbildungen mit unseren Star-Yogalehrenden nutzen. Wir bezahlen unsere Yogalehrenden und Mitarbeitenden gut, schaffen faire Arbeitsbedingungen und supporten uns gegenseitig. Wir bringen mehr Yoga und damit mehr Lebensglück in den Alltag unserer Kund*innen. Gleichzeitig lassen wir allen den Raum, neben uns ein erfolgreiches Business aufzubauen. 30% unserer Kund*innen sind übrigens Yogalehrer*innen, sie nutzen uns als Inspiration für ihre Studios.  

Ich verstehe, wenn man aus spirituellen Gründen Yoga als etwas nicht Käufliches ansehen möchte. Das steht jedem frei. Wenn man aber dafür bezahlt, kann Yoga ausgebaut und verbessert werden, die Lehrenden können davon leben, Yoga kann seine Reichweite und seine positive Wirkung ausbauen. Wir machen keine Kompromisse bei der Qualität und handeln fair, und genau das macht uns wirtschaftlich erfolgreich. 

Also höchste Qualität als unbedingtes MUST, um YogaEasy als erfolgreiches Unternehmen im Bereich Yoga zu positionieren?

Esther: Ja, wir konzentrieren uns darauf, qualitativ hochwertige Inhalte zu produzieren und zu teilen – mit renommierten, sehr erfahrenen und inspirierenden Lehrer*innen wie Tashi Dawa, David Lurey, José de Groot, James Reeves und vielen anderen, die unsere Vision und Werte teilen.

Henrike: Unser Kernstück sind unsere Lehrer*innen – wir wissen, dass neben der Erfahrung und dem umfassenden Wissen auch die Zugewandtheit, Didaktik und die Stimme der Yogalehrer*innen besonders wichtig sind. Wir haben eine “Teacher first”-Strategie gewählt, unsere Lehrerpersönlichkeiten stehen im Mittelpunkt, auf Social Media, bei der Vielfalt unserer unterschiedlichsten Stile, beim Vertiefen der Materie in der Academy. Bei uns gibt es keine Fitness-Models oder Sequencing-Algorithmen sondern nahbare Menschen aus Fleisch und Blut, auch wenn sie digital mit dir in Verbindung treten. 

Esther: Wir legen auch großen Wert auf den Aufbau einer Gemeinschaft und stellen sicher, dass unsere Plattform ein einladender Ort für alle ist. Erst kürzlich haben wir unsere Live-Kurse eingeführt – wir veranstalten jetzt drei pro Woche nach einem festen Zeitplan –, in denen unsere Mitglieder aus der ganzen Welt gemeinsam üben und mit den Lehrer*innen auf eine direkte und intimere Weise in Kontakt treten können. Unsere neue App wurde erst vor ein paar Wochen veröffentlicht, und sie enthält sowohl die deutschen als auch die englischen Klassen.

Henrike: Als wir während der Pandemie besonders stark gewachsen sind, haben wir das Geld in den Aufbau eines eigenen IT-Teams gesteckt. Wir drehen also nicht nur alle Videos selber und schreiben Artikel, sondern programmieren die iPhone-App, die Android App und den Web-Auftritt selber. Wir wollen unseren Abonnent*innen die beste Yoga-Journey bieten, haben personalisierte Filter und Trainingsprogramme von Yogis für Yogis entwickelt. Also die generelle Strategie ist, auch bei der Technik die beste Qualität abzuliefern und dort auch zu investieren.

Nicht nur das, ihr seid auch noch fusioniert: YogaEasy plus Ekhart Yoga – und ihr zwei scheint absolut auf einer Welle zu schwimmen.

Henrike: Ich habe Esther von Anfang an verfolgt, sie ist ungefähr zur gleichen Zeit an den Start gegangen wie YogaEasy. Als wir auf die Suche nach internationalen Partnern gingen, war sie unsere erste Ansprechpartnerin. Sie bietet mit ihren Lehrer*innen fantastisches, authentisches Yoga auf Englisch an und wir passen auch von den Werten her so gut zusammen. Es war also ein perfektes Match!

Esther: Meine persönliche Motivation war, eine weibliche Führungskraft zu finden, die mich ergänzt, um uns beim Wachstum zu helfen. Es war an der Zeit, dass ich meine Kraft und Liebe mehr in den Inhalt als in den geschäftlichen Teil stecke. Als ich Henrike von YogaEasy kennenlernte, passte es einfach sofort: Wir verstehen uns sehr gut und teilen die gleichen Werte und die Vision, Yoga einem noch breiteren Publikum zugänglich zu machen. Wir glauben beide absolut an die Vorteile, die Yoga auf persönlicher und globaler Ebene mit sich bringt. Indem wir unsere Stärken kombinieren, können wir ein besseres Onlineyoga-Erlebnis anbieten, das aus einem vielfältigen Pool talentierter Lehrer*innen verschiedener Nationalitäten und Backgrounds schöpft und mehr Menschen weltweit erreicht.

Und nun seid ihr bereit, gemeinsam den internationalen Markt zu erobern?

Henrike: In den App-Stores konkurrieren wir mit großen internationalen Yogaanbietern, im Vergleich dazu sind wir sehr klein. Die Programmierung unserer App ist teuer, und es ist für uns günstig, wenn diese Technik von möglichst vielen Menschen genutzt werden kann. Da liegt eine Internationalisierungsstrategie also nahe. Weil bei uns die Lehrerpersönlichkeiten wie z.B. Anna Trökes, Ronald Steiner, Patrick Broome, Patricia Thielemann oder Nicole Bongartz im Vordergrund stehen, wollen wir auch bei der Internationalisierung auf lokale Yogalehrer und Yogalehrerinnen setzen. Ekhart Yoga produziert also genau so weiter seine Videos wie bisher, mit den gleichen Lehrer*innen. Allerdings – und das ist ein großer Schritt – wechseln sie mit ihren Inhalten auf die Marke YogaEasy und auf unsere technische Plattform. Sonst wird es zu kompliziert und zu teuer.

Esther: Wir haben eine sehr umfangreiche Bibliothek mit mehr als 5000 Videos, die von Lehrer*innen aus der ganzen Welt, etwa aus Australien, USA, Großbritannien, Niederlande, Spanien und China erstellt wurden – alle mit ihren eigenen Persönlichkeiten und Akzenten. Durch die gemeinsame Nutzung der Ressourcen beider Unternehmen, z. B. Technik und Marketing sind wir außerdem in der Lage, für Yogi*nis auf der ganzen Welt sichtbarer zu werden, so dass mehr Menschen uns finden und von den angebotenen Kursen profitieren können.

Henrike: Der Vorteil in unserem Fall ist, dass Yoga ein gemeinsames kulturelles Framework bietet. Yoga ist an sich international und wir Yogis verstehen uns weltweit. Das hilft erstmal.

Klingt nach einem Unternehmen mit Zukunft und vielen Plänen … Was ist euer Ziel?

Henrike: Wir möchten eine europäische Familie von Online-Yogastudios werden, und danach ein globaler One-Stop-Shop für Yoga. Es gibt noch viele Länder und wundervolle neue Bereiche, in denen wir aktiv werden können. Der weitere Ausbau wird sich aber Stück für Stück entwickeln, denn wir können als unabhängiges, relativ kleines Unternehmen nicht alles auf einmal leisten, was ja vielleicht auch ganz gut ist.

Esther: Unser Ziel ist es, Yoga für alle und überall zugänglich zu machen. Wir wollen ein Ort des Friedens in einer herausfordernden Welt sein und jede*r ist eingeladen, sich unserer Bewegung für mehr Gesundheit und Glück anzuschließen. Wir wollen einen Beitrag zu einer gesünderen und freundlicheren Welt leisten.

Henrike: Und genau das ist ja auch mit das Schönste an meinem Beruf: dass ich mit dazu beitragen kann, dass hunderttausende Menschen mehr Yoga und damit mehr Lebensglück in ihrem Alltag erfahren können. Wir wissen alle, welchen Unterschied Yoga für uns persönlich macht, und in Summe schafft es glücklichere, gesundere und friedlichere Menschen. Die vielleicht sogar weniger Fleisch aus Massentierhaltung produzieren und allgemein etwas bewusster konsumieren. Was für ein Geschenk, dass wir Yoga in höchster Qualität zugänglicher machen können. Damit ist YogaEasy natürlich überhaupt nicht alleine auf der Welt, aber wir lieben es, ein bisschen mitzuhelfen. Das ist niemandem bei YogaEasy gleichgültig.

Esther: Richtig, YogaEasy hat es sich wirklich zur Aufgabe gemacht, die Welt in einen besseren und friedlicheren Ort zu verwandeln. Auch mein Ziel war es immer, Menschen dabei zu helfen, Frieden in sich selbst, miteinander und mit der Welt zu finden.

Auf welche Veränderungen, neuen Initiativen und Programme dürfen wir uns freuen?

Henrike: Die größte Neuerung ist bei uns der einzigartige Premium-Pass mit drei Komponenten: Unsere mehr als 2000 Videos, die 20 Liveklassen pro Woche und unsere Academy-Weiterbildungen (Deep Dives, z.B. Meditation oder Sequencing). Alles in einem Pass, also ein dreifaches Rundum-Sorglos-Paket für alle, die mit unseren tollen Lehrer*innen ganz tief in die Vielfalt der Yogawelt eintauchen wollen. Und bitte schaut euch die herrlichen englischen Videos z.B. von Esther Ekhart oder David Lurey an, sie sind jetzt bereits in den Apps verfügbar – für unsere Website dauert es noch ein bisschen.

Esther: Wir erweitern unseren Horizont und unsere Inhalte um neue Yoga-Styles, wie z.B. Prä- oder Postnatales Yoga, Meditationen für Kinder, Pilates, Qi Gong, Praktiken, die den Menschen helfen, ihr Nervensystem zu regulieren usw. Und wir sind auch gerade dabei, unsere erste Online-Lehrer*innenausbildung zu entwickeln – sie wird im Herbst auf unserer Akademie-Plattform starten! Diese Plattform ist darauf ausgerichtet, Kurse und Ausbildungen für Yogis anzubieten, die ihr Wissen und ihre Yogapraxis vertiefen möchten. Wir bieten bereits Dutzende von Kursen an, aber dies wird unsere erste Lehrer*innenausbildung sein.

Yoga hat euer Leben privat und beruflich fest im Griff. Kann man sagen, dass ihr ohne Yoga nicht da wärt, wo ihr heute seid?

Esther: Ja. Denn Yoga, seine Philosophie und Meditation haben mein Leben auf einfache, aber tiefgreifende Weise verändert. Es ist nicht nur etwas, das ich tue; es bestimmt, wie ich lebe. Yoga ist wie ein Freund, der in schweren Zeiten für mich da ist. Es ist mehr als nur eine Praxis, es ist ein Lebensstil, der mich durch jeden Moment führt. Yoga lehrt mich Güte – nicht nur mir selbst gegenüber, sondern auch gegenüber anderen und der Welt im Allgemeinen. Es war mir ein treuer Begleiter in einigen meiner schwierigsten Zeiten. In diesen dunklen Momenten habe ich viel geübt, und es wurde mein Weg durch die Trauer und lehrte mich die Kraft der sanften Akzeptanz.

Diese Präsenz, die Fähigkeit, in jedem Moment ganz bei sich zu sein und ihn zu akzeptieren, war eine Quelle des Friedens und der Erdung. Es sind nicht die Ereignisse selbst, die unser Leben bestimmen, sondern die Art und Weise, wie wir uns entscheiden, mit ihnen umzugehen. Durch Yoga habe ich entdeckt, dass es inmitten von Verlust und Herzschmerz einen Raum für Liebe, Wachstum, Verständnis und Frieden gibt, der mich zu mir selbst zurückführt.

Henrike: Als ich YogaEasy gegründet habe, war ich eine vielbeschäftigte Internet-Managerin mit kleinem Kind, die ihre Rückenschmerzen mit Yoga bekämpfen wollte, ohne das Haus zu verlassen. Vielleicht hatte ich auch schon eine kleine Sehnsucht nach mehr Ruhe im Kopf und mehr Kontakt zu meinem Inneren. Jedenfalls hat sich durch das lange Üben und durch den Kontakt zu unseren ganzen wundervollen Lehrer*innen langsam eine große Veränderung in mein Leben eingeschlichen. Zum Glück! Ich bin zufriedener, dankbarer, gelassener, gesünder, freundlicher geworden und kann mir ein Leben ohne Yoga nicht mehr vorstellen. Ich musste in den letzten Jahren einige Schicksalsschläge einstecken und hätte es ohne Yoga wahrscheinlich nicht geschafft, weiterhin ein glückliches und erfülltes Leben zu führen.


Mehr Info: yogaeasy.de

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