Gesundheit und Wohlfühlen gehören zusammen – von Sascha Peschke

Wie wichtig Gesundheit ist, merkst du erst, wenn du sie verloren hast. Das liegt unter anderem daran, dass dein Nervensystem nicht fühlt wenn alles im Einklang ist. Erst der Fehler erzeugt eine Meldung. Deswegen spürst du nicht das gesunde Knie, sondern das Verletzte. Nicht den gesunden Magen, sondern den verstimmten. Sascha Peschke ist Yogalehrer und Heilpraktiker und in diesem Artikel erklärt er, wie du dich in deinem Körper wohlfühlen kannst – für mehr Gesundheit.

Die meisten Menschen finden üblicherweise nicht zu Yoga wenn es ihnen gut geht, sondern wenn der Körper nach Hilfe ruft. Leider ist dann der Aufwand schon um ein vielfaches höher. Deswegen macht es mehr Sinn, es erst gar nicht dazu kommen zu lassen. Im Laufe des Lebens wird für die meisten Menschen Schmerz zum Normalzustand und „irgendwas drückt immer.“ 

Wohlfühlen ist ein Begriff für die Abwesenheit von Schmerz

Samadhi entsteht in der Leere und so ist Wohlfühlen ein Begriff, der für die Abwesenheit von Schmerz steht. Allerdings ist völlige Gesundheit auch nur ein theoretischer Zustand. Zu all den psychologischen Schmerzen wirst du auch noch ständig von Bakterien und Viren angegriffen, hast mit Verletzungen, Entzündungen und Zellfehlbildungen zu tun und musst Vergiftungen und Überlastungen bewältigen. Solange das zu bewältigen ist, bekommst du davon wenig mit. Es läuft im Hintergrund ab. Du spürst mal mehr, mal weniger Energiereserven.

Zu keiner Zeit bist du 100% gesund, aber auch nie 100% krank. Jedoch gibt es eine persönliche Schwelle an der die gefühlte Gesundheit zur gefühlten Krankheit wird. An diesem Punkt fordert dein Körper einen „Schonmodus“ ein, in dem er sich der angehäuften Probleme möglichst ungehindert widmen kann. Dieser Modus wird von Schwäche und Schmerzen begleitet. Du musst also nicht perfekt leben, sondern nur gut genug. Solange du über deinem Schwellenwert bleibst, wirst du dich wohlfühlen. Hierfür hast du verschiedene Stellschrauben, die du je nach Lebenssituation miteinander ausbalancieren kannst. Diese sind:

  1. Pflege
  2. Bewegung
  3. Entspannung
  4. Schlaf
  5. Ernährung
  6. Positives Denken

Jeder dieser Aspekte verdient seinen eigenen Artikel und diese werden folgen! An dieser Stelle jedoch schonmal jeweils eine einfache Übung um das Wohlbefinden zu erhöhen.

1. Pflege: Integriere Agni Sara in deine Morgenroutine! 

Auf nüchternen Magen die Bauchdecke bewegen und damit die inneren Organe zu massieren ist eine grossartige Unterstützung für deinen Gesundheitszustand.

Anleitung für Agni Sara

  1. Stabile Stehposition mit breitem Stand
  2. tiefe Einatmung, Arme dabei heben
  3. Über den Mund alles ausatmen. Dabei in eine tiefe Hocke mit rundem Rücken.
  4. Luft anhalten (leere Lunge).
  5. In ein gestütztes Utkatasana drücken (siehe Bild).
  6. Bauch abwechselnd einziehen und nach vorne drücken (solange möglich).
  7. Wieder aufstehen und atmen. 
  8. Für 2 weitere Runden wiederholen.

2. Bewegung: Jeden Tag eine halbe Stunde moderate Bewegung. 

Das können auch ein Spaziergang an der frischen Luft, oder ein paar leichte Sonnengrüße sein. Leichte Bewegung hilft deinem Kreislauf und deiner Lymphe.

3. Entspannung: Balanciere intensive Belastung mit angemessenen Pausen.

Egal ob mentale oder körperliche Belastung -> Wachstum findet in der Regeneration statt. Gönn dir deine Pausen! Sie sind genauso wichtig wie das Training.

4. Schlaf: Schlafe ausreichend und gut!

Sei ehrlich zu dir selbst! Bist du tagsüber müde? Brauchst du Kaffee oder eine andere Stimulanz, um wach zu bleiben? Schläfst du ein, wenn du ein Buch lesen möchtest oder meditierst? Dann denke über deine Schlafdauer und Schlafhygiene nach.

5. Ernährung: Iss was dich befriedigt!

Ich meine nicht die kurzfristige Befriedigung von Fast Food. Sondern das Gefühl, dich nicht überessen zu müssen und keinen Nachtisch zu brauchen, weil du dich so genährt fühlst. Nach einem solchen Essen wirst du nicht müde, dein Verdauungssystem ist nicht überfordert. Je nach Konstitution und Lebensumständen, kann deine Art zu Essen sehr unterschiedlich aussehen.

6. Positives Denken: Überprüfe deine Muster

Mache dir bewusst, wenn du negative Dinge erzählst. Einfach eine mentale Notiz: „negativ gedacht“. Die positive Resonanz kommt ganz von alleine. Keiner möchte negativ sein!


Über Sascha Peschke

Sascha ist Heilpraktiker und Yogalehrer verschiedenster Traditionen. Seine Erfahrung stützt sich auf 25 Jahre Praxis in körperlicher und mentaler Weiterentwicklung und der daraus resultierenden praktischen Anwendung als Lehrer und Behandler. Sascha verbrachte mehrere Jahre auf Reisen zu den entlegensten Klöstern und Lehrern in Indien, Nord- und Südamerika und Australien. 

Heute bildet er Yogalehrer, Profisportler und Therapeuten in Anatomie, Physiologie und Energielenkung weiter. Mehr Infos findest du unter www.saschapeschke.com und auf Instagram unter @sascha.peschke

Text: Sascha Peschke, Titelbild: Ekaterina Bolovtsova via Pexels

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