5 gute Gründe, deine Kreativität zu fördern

Raus aus der Komfortzone und rein in neue Abenteuer! Ein wichtiger Schlüssel zu Inspiration, Lebensfreude und persönlichem Wachstum ist Kreativität – denn dahinter verbirgt sich sehr viel mehr als künstlerischer Erfindungsreichtum. Das Schöne ist: Jeder Mensch ist kreativ – und diese Kreativität macht unsere Welt reich und lebendig.

Text: Sally Wadyka / Titelbild: mihailomilovanovic von Getty Images Signature via Canva

Aufstehen, arbeiten gehen, einkaufen, Familienleben leben, Yoga üben, schlafen gehen – und gleich wieder von vorne beginnen: Routinen haben sicher vieles für sich, sie sparen Energie, sie geben dem Leben einen vertrauten Rahmen und damit Ruhe und Sicherheit. Gleichzeitig kann so ein Dasein in immer gleichen Rhythmen und Mustern aber auch jene Teile des Menschseins ersticken, denen wir viele der beglückendsten und lebendigsten Momente verdanken, die es immer wieder neu und spannend machen und die uns helfen, neue Lösungen für alte Probleme zu finden: Inspiration und Kreativität.

Lies dazu auch: „Raus aus dem Hamsterrad: Routinen durchbrechen!“

Wenn das Wort „Kreativität“ bei dir vielleicht unangenehme Erinnerungen an schulisch verordnete Aufsätze, durchgekaute Bleistiftenden im Zeichensaal und verhasste Klavierstunden weckt: Tief durchatmen! Du musst kein neuer Stern am Klassikhimmel werden, den nächsten großen Bestseller schreiben oder eine App erfinden, die die Welt verändert. In diesem Artikel geht es weniger um künstlerische Kreativität, sondern um etwas viel Allgemeineres: Wir möchten dich dazu einladen, den kreativen Funken (wieder) zu entdecken, der neue Impulse und Ideen hervorbringt.

Denn auch wenn du das vielleicht von dir selbst bisher nicht dachtest: Jeder Mensch ist kreativ. Man muss nur den äußeren Rahmen und die innere Offenheit dafür schaffen, dass neue Ideen ins Bewusstsein ringen und sich entfalten können. Yoga und Meditation sind dafür sehr wertvoll, aber es gibt noch eine Reihe anderer Tipps und Techniken, um den kreativen Flow in Gang zu setzen.

Was ist das überhaupt, Kreativität?

Das lateinische Wort „creare“ bedeutet „neu schöpfen, erschaffen, erfinden“, also etwas erzeugen, das es zuvor noch nicht gegeben hat. Im 19. Jahrhundert hat man Kreativität vor allem als Eigenschaft des künstlerischen Genies wahrgenommen. Der Kreativitätsforscher Joy Paul Gilford meint dagegen: „Jeder Mensch ist kreativ“. Er definiert Kreativität als eine spezielle Form des Denkens, die in der Lage ist, Informationen so zu ordnen, dass neue Lösungen für Probleme entstehen. Die wichtigsten Hemmnisse für Kreativität sind Versagensängste, Zeitdruck, Konformismus und Perfektionismus.

5 gute Gründe, die eigene Kreativität zu fördern

„Kreativität ist der Schlüssel zum Potenzial des Gehirns“, sagt der Neuropsychologe Theo Tsaouides. „Wenn man seinem Gehirn nicht erlaubt, kreativ zu denken, provoziert man eine Menge Probleme“ – und man versperrt sich den Zugang zu einer der wichtigsten Quellen von persönlichem Wachstum, Lebensfreude und Zufriedenheit. Die Kreativität von der Leine zu lassen, kann zum Beispiel …

die Produktivität steigern: Kreativität funktioniert nur, wenn man neue Wege beschreitet. Man muss also riskieren, auch mal zu scheitern mit dem, was man gerade probiert. Herauszufinden, was nicht funktioniert, wirft aber auch ein neues Licht darauf, was funktionieren könnte – und das ist ein wichtiger Schlüssel zu mehr Produktivität.

➳ Ängste lindern: Wenn man sich Sorgen macht, liegt das oft daran, dass man sich vor einem bestimmten Ausgang einer Situation fürchtet. Kreatives Denken kann helfen, sich auch andere Szenarien vorzustellen – die nicht mehr und nicht weniger wahrscheinlich sind.

➳ depressive Stimmungen bekämpfen: Depression bedeutet, das Leben wie durch eine dunkle Brille zu betrachten und das Gefühl zu haben, nichts verändern zu können. Wenn man dagegen gewohnt ist, kreativ zu denken und neue Lösungen zu entwickeln, führt das zu einem hoffnungsvolleren Lebensgefühl.

➳ Flow-Erlebnisse erzeugen: Ganz in seine Tätigkeit vertieft, entrückt und völlig konzentriert zu sein, ist ein zutiefst beglückender Zustand. Psycholog*innen bezeichnen das, was wir auch in Yoga und Meditation anstreben, als Flow. Im kreativen Tun kann man Flow besonders leicht erleben.

➳ Selbstwirksamkeit spürbar machen: An Kindern kann man gut beobachten, wie befriedigend und stärkend es ist, selbst etwas zu erschaffen. Kreative Prozesse vermitteln Erfolgserlebnisse und stärken das Gefühl, selbst etwas zu bewirken und gezielt Einfluss auf die Dinge und die Welt nehmen zu können.


Autorin Sally Wadyka verfolgte beim Verfassen dieses Artikels ganz persönliche Interessen: Als freie Journalistin kennt sie sich aus mit kreativen Prozessen – und mit kreativen Blockaden.

Diese Meditation kann deine Kreativität und innere Klarheit unterstützen:

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