Yogalehrerin Selen: Das Yoga Journal Covermodel im Interview

Die Yogalehrerin Selen, unser Covermodel für das aktuelle Yoga Journal, hat uns schon beim ersten Treffen überzeugt: Sie ist klein, zart und voller Liebe und Licht. Die Münchnerin mit orientalischen Wurzeln beschreibt sich selbst als “Hippie im Herzen”. In Zukunft werden wir noch enger mit ihr zusammenarbeiten, zum Beispiel wird sie für euch kleine “How to”-Yogavideos produzieren. Grund genug für uns, euch Selen näher vorzustellen.

Liebe Selen, wie und wo begann deine eigene Yogareise?

Als Alles in meinem Leben einmal Kopf stand und alle vermeintlichen Konstanten wegbrachen, da fand ich Halt in Yoga, wieder Halt in mir. Als ich Alles neu zu ordnen vermochte, halfen mir diese unterschiedlichen Werkzeuge, mich wieder mit mir zu verbinden, im Annehmen zu üben, zu heilen. Durch Zufall landete ich im Patrick Broome Yoga Studio in München. Der Vibe hat sofort gepasst und dies ist der Ort an dem meine Yogareise begann. Als ich dann tiefer eintauchen wollte war es auch mein Lehrer Patrick, der mich in der Entscheidung zur Yogalehrerausbildung bestärkt hat, dafür bin ich ihm heute noch sehr dankbar.

War er es auch, der dich zu deinem eigenen Stil inspiriert hat?

Meine Yogapraxis setzt sich aus verschiedensten Elementen meiner Lehrer zusammen. Es sind diese Momente die sich stimmig anfühlen, die Verbundenheit und Wachstum schaffen, sowohl auf körperlicher als auch emotionaler Ebene, so setzen sich die Puzzle-Stücke langsam zusammen. Nur was ich selbst erfahre, kann ich authentisch weiter geben. Und das schöne ist, die Reise geht immer weiter.

Und deine Reise hat dich zu “Free Flow Yoga” geführt. Was genau muss man sich darunter vorstellen?

Kennst du diesen Moment, wenn du ein Lied hörst, tanzt und dann die Augen schließt? Alles verbindet sich Klang, Bewegung, Atem, Beat für Beat immer tiefer. Das ist es. Pure Magie. Ich glaube an fließende, intuitive Bewegung die Jeder von Natur aus schon in sich trägt. Alles in und um uns herum ist im stetigen Fluss, das ganze Leben in Transition. Im Flow zu praktizieren ist für mich Meditation in Bewegung, lässt das kraftvoll dynamische wieder in Weichheit übergehen und verbindet mich so immer wieder am intensivsten mit meinem Wesenskern. Es ist wohl auch die Bewegungsform die mir am meisten entspricht, schon früh tanzte ich Ballett, meine Mama war Ballerina. Inspirierende Lehrer wie Young-Ho Kim (Inside Flow) und Simon Park (Liquid Flow) entfachten meine Liebe zum Flow immer stärker. Meine Flow Klassen sind geprägt von dynamisch kraftvollen Elementen, die sich immer wieder in Weichheit betten, das ganze jedoch entschleunigt und fließend gepaart mit intuitiven Elementen. Ich nenne es liebevoll “Free Flow Yoga”. Aus dem Kopf zurück ins Fühlen um Einklang zu finden, Verbundenheit zu schaffen: Mit uns selbst und so zu anderen – Mensch, Tier und Umwelt.

Free Flow ist also wie eine Arzt Tanz, richtig? Dann spielt Musik für dich sicher auch ein große Rolle oder?

Musik ist mein ständiger Begleiter und untermalt immer die Stimmung in der ich mich gerade befinde. Jede Phase bekommt ihre Playlist. Und auch in meinen Yogaklassen läuft Musik. Gerade zum Flow kann sie gut eingesetzt ein noch tieferes Erlebnis schaffen. Privat schlägt mein Herz stark für Indie und Rockmusik: Jimi Hendrix, Guns n’ Roses, Kings of Leon, Natural Child. Hah, es gibt zu viele gute Bands.

Auch der Name den du dir gegeben hast, klingt wie nach Musik: Moonchild. Woher kommt diese Liebe zum Mond?

Mein Name Selen bedeutet Mond und diese Liebe war schon immer da. Der Mond zieht mich magisch an und fasziniert mich in all seinen Phasen. Und so sehr ich auch ein Sonnen- und Sommermensch bin, sind es doch die weichen, ruhigen Eigenschaften des Mondes die mir entsprechen. Darum durfte dieses Symbol in meinem Logo auch nicht fehlen. Auch der Name meiner Webseite “Chasing Rivers” spiegelt ein Lebensgefühl wieder: Das ist eine Mischung aus Wanderlust und freiem Spirit, dem Klang des Herzen voran im Fluss (Flow) des Lebens.

Und die Liebe zum Hippie-Dasein? Ist das auch dein Lebensgefühl?

Ich glaube dass Liebe der Schlüssel zu Allem ist. Und wer verkörpert (freie) Liebe besser als Hippies, oder?! Wenn es diese Zeitmaschine gäbe, würde ich mich straight in die Zeit von Woodstock beamen – der Spirit, die Musik, Klamotten – ah, das muss elektrisierend gewesen sein. Jeder sollte mehr Hippie in sich tragen – Love is the answer.

Möchtest du das auch deinen Schülern vermitteln?

Ja, dass es sich lohnt den Herzensweg zu gehen um dein volles Potenzial zu leben.

Was wünscht du dir von der gegenwärtigen Yoga-Community.

Mehr Liebe weniger Ego.

Noch mehr Infos über die Yogalehrerin Selen findest du auf ihrer Webseite.

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