Montags-Mantra: Vergleichen ist der Dieb der Freude

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Schon im Kindergarten hatten wir die im Auge, die schöner ausmalen und schneller rennen konnten. Im Erwachsenenalter hat sich am Vergleichprozess nicht viel geändert, außer dass es sich nun um Gehälter, die Traumfigur, die Sportlichkeit oder den Erfolg dreht. Vergleichen ist eine Denkgewohnheit und geschieht häufig unbewusst. Und obwohl uns ein kleiner Tritt in den Hintern ab und an ganz gut tut, geht es häufig über einen Motivationsschub hinaus. Es nagt an uns, frisst sich im Kopf fest und wirft Selbstzweifel auf.

Als ob im Alltag nicht schon genug Vergleiche lauern, werfen uns die sozialen Medien noch mehr Material vor die Füße. Für viele gehört Facebook zum Frühstück wie Kaffee. Wir scrollen durch den Newsfeed, sehen wer geheiratet hat oder wer zum fünften mal im Jahr Urlaub macht. Auf dem Weg zur Arbeit werden die Instagram-Stories der Blogger angeschaut, die mal wieder in einer Hängematte auf einer einsamen Insel liegen und so ihr Geld verdienen. Da fängt der Tag im Büro ja super an.

Doch wir vergleichen uns überwiegend mit Personen, über deren genaue Umstände wir nichts wissen. Wir nehmen ihre „Highlights“ und messen sie mit unserem Leben „hinter den Kulissen“. Dabei herrscht Backstage bei jedem Chaos. Die Inhalte der sozialen Medien sind nur ein kleiner Teil der Realität. Wissen wir immer, welche Geschichte und welche Persönlichkeit hinter einem Bild steckt? Niemand wird der Öffentlichkeit gerne seine Misserfolge mitteilen. Jeder hat sein Päckchen zu tragen – doch niemand wird ein Bild davon auf Instagram stellen. Zumindest nicht ohne das Päckchen zu retuschieren und ein paar Filter drüber zu legen, um es zum Glänzen zu bringen.

Es gibt niemanden auf der Welt, der ist wie du. Niemand hat deine Fingerabdrücke, deine Stimme, dein Lächeln, dein Gesicht. Niemand hat deine Talente, Erfahrungen oder deine Gefühle. So viele Faktoren spielen dabei eine Rolle, dass es keine Basis für einen Vergleich geben kann. Wir alle sind einmalig und einzigartig. Und das ist auch gut so. Die einzige Person, mit der wir uns messen sollten, ist die Person, die wir gestern waren.

Zudem macht vergleichen unglücklich. Egal wie viel wir haben, es wird immer Menschen geben, die mehr davon besitzen. Da verfangen wir uns leicht in einer Endlosspirale an negativen Gedanken, die uns nur unglücklich machen. Offen durch die Welt zu gehen, Inspirationen aufzusaugen und sich neue Möglichkeiten vor Augen zu halten ist sinnvoll und kann uns im eigenen Leben vorantreiben. Solange wir uns nur unter Kontrolle haben und keine Vergleiche ziehen.

Jeden Tag bekommen wir 86.400 Sekunden geschenkt. Und da es sicherlich genug in unserem eigenen Leben zu tun gibt: Wieso wertvolle Zeit und Energie verschwenden und uns Gedanken über andere machen?

Beim Yoga geht der Blick sowieso nach innen und kaum über die eigene Matte hinaus. Und wenn wir doch mal auf das perfekt gestreckte Bein der Nachbarin schielen: Inspirieren lassen, als Möglichkeit sehen uns selbst zu verbessern und den Blick wieder auf uns selbst richten.

Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.

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