Mini Practice: Get up, stand up!

Eine einfache, aber effektive Gesundheitsmaßnahme: Aufstehen!

Der menschliche Körper ist eigentlich dafür konzipiert, sich zu bewegen. Dennoch verbringen viele von uns die meiste Zeit des Tages im Sitzen – im Bus, im Auto, vor dem Bildschirm. Eine neue, über 14 Jahre von der American Cancer Society durchgeführte Studie könnte jedoch dazu motivieren, unsere Gewohnheiten genauer unter die Lupe zu nehmen: Sie kam zu dem Ergebnis, dass mehr als sechs Stunden Sitzen täglich das Risiko deutlich erhöht, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes zu erkranken. Zudem ist die Sterblichkeit bezüglich aller Erkrankungen bei Vielsitzern höher. Andere aktuelle Studien kamen zum selben Ergebnis: Lange und ununterbrochen zu sitzen, schadet der Gesundheit, selbst wenn man regelmäßig trainiert.

Trainingseffekte gehen durch zu viel Sitzen verloren

„Die meisten Ratgeber befürworten Training, etwa 150 Minuten Bewegung pro Woche bei einem Erwachsenen“, sagt Alpa Patel, verantwortlicher Forscher der oben genannten Studie. „Aber unsere Untersuchung zeigte, dass die positiven Effekte des Trainings durch ständiges Sitzen tagsüber teilweise wieder aufgehoben werden.“ Die Forscher wissen noch nicht genau, warum es so schädlich ist, unser Hinterteil über einen längeren Zeitraum im Sessel zu parken, aber manche Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass andauernde Bewegungslosigkeit den Stoffwechsel dahingehend verändern kann, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes begünstigt werden. Dieses Risiko zu minimieren ist ganz einfach, sagt Internist Raul Seballos, Präventivmediziner an der Cleveland Clinic.

Einfache Gegenmaßnahme: aktive Pausen

So kann man die Sitzzeit verkürzen, indem man aktive Pausen macht oder das Telefon außer Reichweite platziert – so steht man automatisch häufiger auf. Stehen Sie auf, um sich ein Glas Wasser zu holen, anstatt eine ganze Flasche in Griffweite bereitzustellen. Setzen Sie sich zeitliche Limits für das Surfen im Netz und versuchen Sie, abends während des Fernsehens noch ein bisschen aktive Hausarbeit zu erledigen.

„Überlegen Sie sich, wo Sie kleine Änderungen an Ihrem Leben vornehmen können“, so Patel. “Ein paar mehr Schritte hier, ein paar mehr Schritte da – und sie werden ganz leicht Möglichkeiten finden, ihre Sitzzeit zu verkürzen.“

Von Stephanie Woodard

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Das Neueste

Knie im Yoga: Tipps von Timo Wahl zum empfindlichsten Körperteil

Das Knie wird im Yoga oft stark beansprucht. Hier räumt Yoga-Lehrer Timo Wahl  mit Missverständnissen aus der Praxis auf....

Praxis mit Nela König: Stress im Psoas abbauen

Der Psoas wird auch der Muskel der Seele genannt - durch anhaltenden Stress , Anspannung oder Trauer...

Oberschenkelmuskulatur an der Rückseite – die Anatomie dahinter

Irgendwie spielen die "Hamstrings" im Yoga immer eine Rolle. Entweder sind sie zu wenig gedehnt oder chronisch überdehnt. Um...

Yoga-Praxis für fließende Energie

Das volle Potenzial von Yoga (und dein persönliches) wird immer dann erfahrbar, wenn es gelingt, sich beim Üben mit...
- Werbung -

Spinat-Buchweizen-Puffer

Lecker, gesund und ein echtes Yoga-Food – diese sommerlichen Spinat-Buchweizen-Puffer sind schnell zubereitet und eignen sich super für eine...

Männer und Yoga: So bereichert die Praxis die Vater-Sohn-Beziehung

Was macht Yoga mit uns? Diese Frage stellte sich Wanda Bogacka-Plucinski nicht nur anhand der Beziehung zwischen...
- Werbung -

Pflichtlektüre

Oberschenkelmuskulatur an der Rückseite – die Anatomie dahinter

Irgendwie spielen die "Hamstrings" im Yoga immer eine Rolle....
- Advertisement -

Das könnte dir auch gefallenEmpfohlen
Unsere Tipps